GLASEN, Werner (Kirchstrasse 146, Herzogenrath, 52134, DE)
DOHSE, Lars (Oberfortsbacher Strasse 246, Aachen, 52076, DE)
BRUNKE, Werner (Auf den Hufen 10, Eschweiler, 52249, DE)
GLASEN, Werner (Kirchstrasse 146, Herzogenrath, 52134, DE)
DOHSE, Lars (Oberfortsbacher Strasse 246, Aachen, 52076, DE)
26. Oktober 2007
P A T E N T A N S P R ü C H E
1. Rundschlinge mit einem Innengelege (9) und einer das Innengelege (9) umgebenden Umhüllung (14,21), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Umhüllung (14,21) durch ein Hohlgeflecht gebildet ist.
2. Rundschlinge nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Umhüllung
(14,21) fest und eng an dem Innengelege (9) anliegt.
3. Rundschlinge nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Umhüllung (14,21) durch ein endloses Hohlgeflecht gebildet ist.
4. Rundschlinge nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Umhüllung
(14,21) ein schlauchartig ausgebildetes Hohlgeflecht mit zwei Enden (22,23) ist.
5. Rundschlinge nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Umhüllung (14,21) zwei miteinander lösbar verbundene Enden (22,23) aufweist.
6. Rundschlinge nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Enden (22,23) der Umhüllung (14,21) durch einen Klettverschluss (24) miteinander verbunden sind.
7. Rundschlinge nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Enden der Umhüllung (14,21) unlösbar miteinander verbunden sind.
Rundschlinge nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Enden (22,23) der Umhüllung (14,21) durch Verkleben, Vernähen und/oder Verschweißen miteinander verbunden sind.
9. Rundschlinge nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Innengelege (9) durch eine Drahtseilwicklung oder eine Litzenwicklung gebildet ist.
10. Rundschlinge nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Innengelege (9) durch eine Garnwicklung gebildet ist. |
Rundschlinge
Die Erfindung betrifft eine Rundschlinge, die ein Innengelege und eine das Innengelege umgebende Schutzhülle aufweist. Rundschlingen dieser Art werden zum Heben von Lasten eingesetzt. Dazu wird die Rundschlinge um die zu hebende Last gelegt, so dass sie in der Schiingenöffnung liegt, und an den Haken eines Krans oder einer vergleichbaren Hebeeinrichtung gehängt.
Eine Rundschlinge besteht üblicherweise aus einem die Last tragenden Garnwickel - dem Innengelege -, der von einer Schutzhülle aus einem Gewebe umhüllt ist. Ebenso kann das Innengelege durch einen Drahtseil- oder einen Litzenwickel gebildet sein.
Die Schutzhülle der Rundschlinge schützt das Gelege vor einer Beschädigung durch Verschleiß und schneidende Belastungen und bündelt anderseits die vielen Stränge des Innengeleges zu einem einzigen, handhabbaren Strang.
Für die Herstellung von herkömmlichen Rundschlingen stehen zwei alternative Verfahren zur Verfügung. Gemäß dem ersten Verfahren wird ein vorgefertigter gewebter Schlauch so in seiner Längsrichtung zusammengestaucht an einer Rundschlingenmaschine positioniert, dass beim anschließenden Wickeln des Innengeleges die einzelnen Garnwickeln in den Schlauch eingefahren werden können. Nach Beendigung des
Wickelvorgangs wird der Schlauch entstaucht und gleichmäßig über den Umfang des durch die Garnwickel gebildeten Innengeleges verteilt. Dann kann die Schlinge aus der Maschine entfernt und endbearbeitet werden.
Wegen der Notwendigkeit, den Schlauch zu stauchen, muss dessen Breite bei dieser Art der Herstellung im Verhältnis zum Gelegequerschnitt großzügig gewählt werden. Andernfalls lässt der Schlauch sich durch das Stauchen nicht so stark verkürzen, dass ausreichend freie Länge für die Erzeugung des Innengeleges in der Rundschlingenmaschine zur Verfügung steht. Diese Fertigungsbedingung bringt es mit sich, dass bei der fertigen Rundschlinge das Innengelege relativ lose in einer im Querschnitt eher flach und breit ausgebildeten Schutzhülle liegt.
Bei dem alternativen Herstellverfahren wird zunächst das Innengelege vorgefertigt und zwecks besserer Weiterverarbeitung wendeiförmig mit Klebeband umwickelt. Anschließend wird die Schlinge aus der Maschine entfernt und ein flach gewebtes Band, dessen Breite geringfügig größer ist als der Querschnittsumfang des Geleges, um das Gelege herum gelegt. Dann werden die Seitenkanten der aufeinander liegenden Bänder über den gesamten Umfang der Schlinge miteinander vernäht. Auf diese Weise kann eine Schlinge mit sehr kompaktem, kreisförmigem Querschnitt hergestellt werden. Dazu muss allerdings in Kauf genommen werden, dass die Schlinge im Bereich ihrer Seitenkante in Folge der dort notwendig vorhandenen Nähte relativ steif ausgebildet ist.
Rundschlingen der voranstehend erläuterten Art werden in der Praxis zwar in großen Mengen und für unterschiedlichste Einsatzzwecke verwendet. Dennoch weisen sie Nachteile auf,
die gerade beim Heben von großen Lasten erhebliche Auswirkungen haben können. Da die Rundschlinge an den Auflageflächen zwangsläufig Radien beschreibt, bildet das Gewebe der Schutzhüllen an der Rundschlingenunterseite zur Auflage hin unvermeidbar Falten. Diese Falten führen in der Praxis zu erhöhtem Verschleiß, da diese Falten reliefartig hervorstehen und die Schutzhülle dort einer höheren Scheuerbelastung ausgesetzt ist als im Bereich des Restes ihrer Außenfläche. Des Weiteren führt die Faltebildung zu einer Schwächung der Höchstzugfestigkeit der Rundschlinge, weil die entstehenden Verdickungen den Kraftfluss im die Last aufnehmenden Innengelege nachteilig beeinflussen. Besonders bei nach dem ersten Verfahren hergestellten Rundschlingen besteht die Gefahr, dass die einzelnen Garne des relativ locker in der Schutzhülle liegenden Innengeleges sich gegeneinander verschieben mit der Folge, dass die Garnen des Geleges insgesamt ungleichmäßig belastet werden. Auch erschwert der lockere Aufbau der Rundschlinge und die bezogen auf den vom Innengelege eingenommenen Durchmesser großzügig dimensionierten Hülle in Folge des quasi überschüssigen Hüllenmaterials die Handhabung, da sich die Schlinge biegweich bzw. schlaff verhält und als solche beispielsweise nur unter Schwierigkeiten über einen Haken oder einen vergleichbaren Vorsprung gelegt werden kann. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine solche Rundschlinge in einen im Bereich seiner Hakenöffnung gerundet ausgeführten Kranhaken eingehängt werden soll.
Ausgehend von dem voranstehend erläuterten Stand der Technik bestand die Aufgabe der Erfindung darin, eine Rundschlinge mit verbesserten Gebrauchseigenschaften zu schaffen, die aufgrund deutlich verringerter Verschleißanfälligkeit eine erhöhte Lebensdauer besitzt.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst worden, dass bei einer Rundschlinge der eingangs angegebenen Art die das Innengelege umgebende Umhüllung als Hohlgeflecht ausgeführt ist .
Die Erfindung nutzt die aus dem Bereich konventioneller Kernmantelseile an sich bekannte Möglichkeit, einen innenliegenden Garnkern durch eine geflochtene Hülle zu umgeben. Dabei ergeben sich für den Bereich der im Gegensatz zu Seilen endlosen Rundschlingen überraschende Vorteile, die erfindungsgemäße Rundschlingen konventionell ausgebildeten Rundschlingen deutlich überlegen machen.
Erfindungsgemäß ist das im praktischen Einsatz die Last aufnehmende Innengelege von einem Geflecht umgeben, das das Innengelege eng einschließt. Bei erfindungsgemäß zu diesem Zweck verwendeten Hohlgeflechten werden in an sich bekannter Weise mindestens zwei gegenläufige Fadensysteme um den durch das Innengelege gebildeten Kern gewunden. Dabei entsteht eine Diagonalstruktur, bei der jeder der Einzelfäden des Geflechts wechselweise der Last zugewandt wie der Last abgewandt liegt. Diese Geflechtstruktur bringt eine Flexibilität mit sich, die auch bei einer engen Radienführung der Rundschlinge das Entstehen von Falten verhindert .
Für viele Anwendungen ist es günstig, wenn die Hohlgeflecht- Umhüllung einer erfindungsgemäßen Rundschlinge unterbrechungsfrei das Innengelege umschließt. Dazu kann das Innengelege so mit dem Hohlgeflecht umflochten werden, dass sich eine endlose, eng am Innengelege anliegende Umhüllung ergibt .
In solchen Fällen allerdings, in denen ein Umflechten des Innengeleges umständlich und aufwändig ist oder bei denen eine nachträgliche Kontrolle des Innengeleges erforderlich ist, besteht jedoch ein wesentlicher Vorteil einer Rundschlinge mit erfindungsgemäß von einem Hohlgeflecht umhüllten Innengelege darin, dass sich das Hohlgeflecht durch Aufstauchen so weit weiten lässt, dass es lose über das Innengelege geschoben werden kann, bzw. durch Streckung in seinem Durchmesser so stark verengt werden kann, dass es dicht und eng am Innengelege anliegt. Mit dem Aufstauchen geht gleichzeitig eine Verkürzung der Länge der Hohlgeflecht- Umhüllung einher. Genauso führt eine Streckung des Hohlgeflechtes neben der Verminderung des Durchmessers zu einer Verlängerung der effektiv wirksamen Länge der Umhüllung.
Die Möglichkeit des Aufweitens durch Aufstauchung eröffnet aus herstellungstechnischer Sicht die Möglichkeit, das Hohlgeflecht vorzufertigen und das Innengelege nachträglich in das Hohlgeflecht einzuziehen. Im praktischen Einsatz besteht darüber hinaus die Möglichkeit, durch Aufstauchen des Hohlgeflechtes den Durchmesser der Umhüllung so weit zu vergrößern und ihre effektive Länge so weit zu vermindern, dass sich die Umhüllung beispielsweise für eine Inspektion des Innengeleges lose über das Innengelege schieben lässt und dabei ein Sichtfenster freigelegt ist, in dem der jeweils sichtbare Abschnitt des Innengeleges kontrolliert werden kann. Letztere Möglichkeit ist insbesondere dann relevant, wenn amtliche Vorschriften oder besonders kritische Verwendungen eine regelmäßige Kontrolle des Innengeleges auf Unversehrtheit erforderlich machen.
Grundsätzlich ist es möglich, die Enden der Hohlgeflecht- Umhüllung in jeder geeigneten Weise so miteinander zu
verbinden, dass ein unbeabsichtigtes öffnen der Umhüllung sicher vermieden und der Schutz des Innengeleges im Gebrauch jederzeit gewährleistet ist. Zu diesem Zweck können die Enden der Umhüllung beispielsweise miteinander verklebt, verschweißt oder vernäht werden.
Soll beispielsweise zu Inspektionszwecken ein nachträgliches Verschieben der erfindungsgemäß vorgesehenen Hohlgeflecht- Umhüllung möglich sein, so kann die Umhüllung dazu eine Verbindungsstelle aufweisen, an der die Enden der Umhüllung lösbar miteinander verbunden sind. Die Verbindung der Hohlgeflecht-Umhüllungsenden kann zu diesem Zweck durch einen Klettverschluss hergestellt sein. Alternativ zu einer derartigen Verbindung der Enden der Hohlgeflecht-Umhüllung kann in das Hohlgeflecht der Umhüllung ein Fenster eingeformt sein, wobei beispielsweise eine in die Umhüllung eingeflochtene Lasche zum Verschließen dieses Fensters vorgesehen sein kann. Ebenso ist es selbstverständlich möglich, andere geeignete Mittel zu wählen, um die Enden der Umhüllung lösbar miteinander zu verbinden.
Bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Rundschlinge kommt es auch dann, wenn sie um eine Kante geführt wird, im Bereich dieser Kante nicht zur Entstehung von Falten. Vielmehr werden die in Bezug auf die jeweilige Kante außen liegenden Garne des Geflechts auseinander gezogen, so dass dort die Fadendichte vermindert ist, während im Bereich der in Bezug auf die Kante innenliegenden, mit der Kante direkt in Berührung kommenden Fläche der Rundschlinge eine Erhöhung der Fadendichte der Schutzhülle eintritt.
Gegenüber herkömmlichen, mit einer Gewebeumhüllung versehenen Rundschlingen haben Rundschlingen, bei denen das Innengelege erfindungsgemäß von einer geflochtenen
Schutzhülle umgeben ist, eine Vielzahl von Vorteilen. So sind erfindungsgemäße Rundschlingen aufgrund dessen, dass es bei ihnen zu keiner Faltbildung kommt, deutlich geringer verschleißgefährdet als konventionelle Rundschlingen, bei denen im Bereich der jeweils belasteten Radien unvermeidbar Falten entstehen.
Auch bleibt bei einer erfindungsgemäßen Rundschlinge der Kraftfluss unbeeinträchtigt von Falten oder sonstigen Verwerfungen in der Schutzhülle oder dem Innengelege, so dass mit erfindungsgemäßen Rundschlingen bei im übrigen identischer Ausstattung deutlich höhere Höchstzugfestigkeit gewährleistet werden können als bei herkömmlichen Schlingen.
Die Erhöhung der Fadendichte an der Radieninnenseite erzeugt genau dort eine höhere Verschleißfestigkeit, wo sie benötigt wird, nämlich an den Kontaktflächen der Rundschlinge, an denen sich die Rundschlinge und die zu hebende Last berühren.
OK? Die strukturbedingte Nachgiebigkeit des die Schutzumhüllung bildenden Geflechts bringt es mit sich, dass sich die Querschnittsform der Umhüllung während der Umflechtung dem Dickenverlauf der Innenlage anpasst. Auf diese Weise kann ohne zusätzliche Maßnahmen gewährleistet werden, dass die einzelnen Garne des Innengeleges optimal zusammengehalten werden. Die Gefahr einer Garnverschiebung im Gelege und die damit einhergehende Gefahr einer Verminderung der Tragfähigkeit und eines Ansteigens von Verschleiß sind damit auf ein Minimum reduziert.
Unter Zugbelastung verringert sich der Querschnitt der erfindungsgemäß geflochtenen Schutzumhüllung, so dass die Garne des Innengeleges vom Hohlgeflecht zusammengepresst
werden. Dies führt gerade unter Belastung zu einem höheren Reibschluss zwischen den Garnen des Innengeleges, der wiederum die Tragfähigkeit der Rundschlinge zusätzlich unterstützt .
Auch ist die praktische Handhabung von erfindungsgemäßen Rundschlingen aufgrund der runden Querschnittsform und des festen Zusammenhalts von Umhüllung und Innengelege deutlich gegenüber den bekannten, einen flachen Querschnitt besitzenden Rundschlingen verbessert. So lassen sich erfindungsgemäße Rundschlingen nicht nur besonders einfach in die Haken von Kränen oder ähnlichem einlegen, sondern es kann beispielsweise auch ihre wirksame Länge mittels aus dem Bereich der üblichen Seilbefestigungen an sich bekannten Hilfsmitteln eingestellt werden.
Mit der Erfindung steht somit eine Rundschlinge zur Verfügung, die verbesserte Gebrauchseigenschaften aufweist und eine deutlich verringerte Verschleißanfälligkeit bei entsprechend erhöhter Lebensdauer besitzt.
Es sind verschiedene Möglichkeiten der Herstellung von erfindungsgemäßen Rundschlingen vorstellbar.
Eine erste Möglichkeit besteht in der Kombination einer konventionellen Rundschlingenmaschine mit einer Flechtmaschine. Diese Kombination ermöglicht es, zunächst das Innengelege vorzufertigen und dann das Innengelege noch in der Rundschlingenmaschine mit der Schutzumhüllung zu umflechten .
Alternativ kann eine separate Umflechtungsmaschine vorgesehen werden, auf die das Innengelege zum Umflechten
mit der Umhüllung verbracht wird, nachdem es in einer konventionellen Maschine vorgefertigt worden ist.
Beide voranstehenden Varianten der Herstellung haben den Vorteil, dass das umhüllende Geflecht jeweils eng anliegend um das Innengelege geschlungen werden kann.
Im übrigen ist es auch denkbar, die in Analogie zur Herstellung konventioneller Rundschlingen Schutzhülle vorzuflechten und diese vorgefertigte Schutzhülle im zusammengestauchten Zustand in eine konventionelle Rundschlingenmaschine zu geben. Anschließend werden dann die Fäden des Innengeleges in die vorgefertigte Hülle eingezogen. Nach Fertigstellung des Geleges kann die Umhüllung über die Umfangslänge des Innengeleges verteilt werden .
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen schematisch:
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Herstellen einer Rundschlinge;
Fig. 2 eine Rundschlinge beim Einziehen eines Innengeleges in eine vorproduzierte Hohlgeflecht-Umhüllung.
Fig. 3 eine fertig hergestellte Rundschlinge.
Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung 1 dient zur Herstellung einer Rundschlinge 2. Zu diesem Zweck weist die Vorrichtung 1 vier in den Ecken eines gedachten Trapez angeordnete Umlenkrollen 3,4,5,6 auf, um die herum die von einer
Garnzuführung 7 zugeführten Garne 8 des Innengeleges 9 gelegt werden.
Zusätzlich umfasst die Vorrichtung 1 eine in an sich bekannter Weise ausgebildete und arbeitende Flechteinrichtung 10, die an einer Längsseite des von dem Innengelege 9 umfassten Trapez angeordnet ist. Die Flechteinrichtung 10 umfasst eine fest angeordnete Grundplatte 11, die in an sich bekannter Weise hier nicht sichtbare Führungsnuten besitzt, in denen Flechtklöppel 12 geführt werden. Die Flechtklöppel 12 werden auf der Grundplatte 11 in an sich bekannter Weise so um die Achse, bezogen auf die das fertige Geflecht abgezogen wird, bewegt, dass die von ihnen ablaufenden Fäden sich gegenseitig über- bzw. unterkreuzen und im Flechtpunkt das Geflecht der Umhüllung 14 bilden, welche das Innengelege 9eng und fest umgibt.
Nach Fertigstellung der Umhüllung 14 kann die Grundplatte 14 in zwei Hälften auseinander gefahren werden, um die fertige Rundschlinge 2 aus der Vorrichtung 1 zu entnehmen.
Gemäß der in Fig. 2 dargestellten alternativen Art und Weise der Herstellung einer anderen erfindungsgemäßen Rundschlinge 20 wird eine endseitig offene Hohlgeflecht- Umhüllung 21 in an sich bekannter Weise vorgefertigt. An den Enden 22,23 der Umhüllung 21 werden dabei in an sich ebenfalls bekannter Weise die Schließelemente eines Klettverschlusses 24 angearbeitet, über den die Enden 22,23 der Umhüllung 21 miteinander lösbar verbunden werden können. Alternativ können die Enden 22,23 der Umhüllung auch durch Verkleben oder Verschweißen miteinander verbunden werden.
Zum Einziehen des Innengeleges 25 der Rundschlinge 20 wird die Hohlgeflecht-Umhüllung 21 zusammengestaucht, so dass ihre Länge auf ein genügend geringes Maß reduziert und ihr Durchmesser ausreichend groß erweitert ist. Die einzelnen Garne26 des Hohlgeflechts der Umhüllung 21 sind dabei in einem steilen Winkel zueinander angeordnet.
Die derart zusammengestauchte Umhüllung 21 wird anschließend auf ein U-förmiges Hilfsprofil 27 geschoben. Anschließend werden die einzelnen Garne 28 des Innengeleges 25 der Rundschlinge 20 in die auf das Hilfsprofil 27 aufgeschobene Umhüllung 21 eingezogen.. Bei den Garnen 28 des Innengeleges 25 muss es sich in diesem Zusammenhang nicht notwendig um aus textilen oder vergleichbaren Fasern gefertigte Garne handeln, sondern können als "Garn" beispielsweise auch Drahtseile oder Litzen aus einem Drahtmaterial verwendet werden.
Anschließend wird die Umhüllung 21 im nach wie vor gestauchten Zustand vom Hilfsprofil 27 abgezogen und auch das Innengelege 25 aus dem Hilfsprofil 27 entnommen. Daraufhin kann die Umhüllung 21 so weit gestreckt werden, dass ihre Enden 22,23 mit den dort vorhandenen Verbindungselementen des Klettverschlusses 24 einander überlappen und miteinander beispielsweise lösbar verbunden werden können. Mit der Streckung geht eine Verengung des Durchmessers der Umhüllung 21 einher. Diese ist so groß, dass die Umhüllung 21 im gestreckten Zustand eng am Innengelege 25 anliegt und ihre Garne26 in einem flachen Winkel zueinander angeordnet sind.
Zum Inspizieren des Innengeleges 25 wird der Klettverschluss 24 gelöst und die Umhüllung 21 so stark gestaucht, dass sie in Folge der mit dem Stauchen
einhergehenden Durchmessererweiterung lose über das Innengelege 25 geschoben werden kann. Indem die Umhüllung 21 nun Stück für Stück verschoben wird, kann das Innengelege 25 über seinen gesamten Umfang auf Unversehrtheit sichtgeprüft werden.
BEZUGSZEICHEN
1 Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge
2 Rundschlinge 3-6 Umlenkrollen
7 Garnzuführung
8 Garne
9 Innengeleges
10 Flechteinrichtung
11 Grundplatte
12 Flechtklöppel
13 Fäden
14 Umhüllung
20 Rundschlinge
21 Hohlgeflecht-Umhüllung 22,23 Enden der Umhüllung 21
24 Klettverschluss
25 Innengelege der Rundschlinge
26 Garne des Hohlgeflechts der Umhüllung 21
27 Hilfsprofil
28 Garne des Innengeleges 25
L Längsachse des der Flechteinrichtung 10 zugeordneten Abschnitts des Innengeleges 9
