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Patent Searching and Data


Title:
SAFEGUARD FOR A STRUCTURAL ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/011089
Kind Code:
A1
Abstract:
What is described is a safeguard for a structural element (12), for example for a window (12) equipped with a fall safeguard (14), on a building (10). The safeguard takes the form of an anchor plate (20; 120; 220; 320) which can be inserted between the structural element (12) and building reveal (10), which anchor plate forms a supporting point (22-1, 22-2; 122) for a securing bolt (16), which is anchored in a structural element frame (12) on the one hand and in the building reveal (10) on the other hand, and can be fixed to the building reveal (10) by means of at least one further fastening screw (24). To improve handling during mounting and to ensure an improved load-bearing capacity even with an unstable building substance, the supporting point (22-1, 22-2; 122) is formed from the bottom of a slot-like opening (26-1, 26-2; 126; 226-1, 226-2; 326-1, 326-2), which preferably receives the securing bolt (16) in a form-fitting manner, in a tension leg (28; 128; 228; 328) of the anchor plate (20; 120; 220; 320). Thus, with the structural element frame (12) inserted, the anchor plate (20; 120; 220; 320) can be hooked into the securing bolt (16).

Inventors:
GEIDER, Björn (Kornblumenstraße 12, Walldürn-Altheim, 74731, DE)
Application Number:
EP2017/067154
Publication Date:
January 18, 2018
Filing Date:
July 07, 2017
Export Citation:
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Assignee:
GEIDER, Björn (Kornblumenstraße 12, Walldürn-Altheim, 74731, DE)
International Classes:
E06B1/60; E06B5/12
Attorney, Agent or Firm:
WINTER BRANDL FÜRNISS HÜBNER RÖSS KAISER POLTE - PARTNERSCHAFT MBB (Alois-Steinecker-Str. 22, Freising, 85354, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Sicherung für ein Bauelement (12), beispielsweise für ein mit einer

Absturzsicherung (14) ausgestattetes Fenster (12), an einem Baukörper (10), in Form einer zwischen Bauelement (12) und Baukörperiaibung (10)

einsetzbaren Ankerplatte (20; 120; 220; 320), die einen Abstützpunkt (22-1 , 22- 2; 122) für einen in einem Bauelementrahmen (12) einerseits und in der Baukörperiaibung (10) andererseits verankerten Sicherungsbolzen (16) bildet und mittels zumindest einer weiteren Befestigungsschraube (24) an der Baukörperiaibung (10) fixierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der

Abstützpunkt (22-1 , 22-2; 122) vom Grund einer schlitzartigen, den

Sicherungsbolzen (16) vorzugsweise formschlüssig aufnehmenden Öffnung (26-1 , 26-2; 126; 226-1 , 226-2; 326-1 , 326-2) in einem Zugschenkel (28; 128; 228; 328) der Ankerplatte (20; 120; 220; 320) gebildet ist, so dass die

Ankerplatte (20; 120; 220; 320) bei eingesetztem Bauelementrahmen (12) in den Sicherungsbolzen ( 16) einhängbar ist.

2. Sicherung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (20; 120; 220) zur Aufnahme der zumindest einen weiteren

Befestigungsschraube (24) eine Vielzahl von Durchbrüchen (32, 34, 36; 132, 134) aufweist, die in unterschiedlichem Abstand (A32, A34, A36) und/oder Winkel zum Abstützpunkt (22-1 , 22-2; 122) liegen.

3. Sicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gestaffelten Abstände (A32, A34, A36) der Durchbrüche (32, 34, 36) zum Abstützpunkt (22- 1 , 22-2; 122) im Bereich zwischen 40 und 120 mm liegen.

4. Sicherung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die

Durchbrüche (32, 34, 36; 132, 134) in verschiedenen Zugschenkeln (38, 28, 40; 128, 138: 228, 238, 240) der Ankerplatte (20; 120; 220) liegen.

5. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (120) zwei im Winkel zueinander stehende Zugschenkel (128, 138) hat, wobei die schlitzartige Öffnung (126) zum Einhängen in den

Sicherungsbolzen (16) im Verbindungsbereich (150) der beiden Zugschenkel (128, 138) liegt

6. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (20; 220) mehrere im Wesentlichen fächerartig auseinander laufende Zugschenkel (38, 28, 40; 238, 228, 240) hat, an deren jeweiligen Enden sich die Durchbrüche (34, 32, 36) für die Befestigungsschrauben (24) befinden.

7. Sicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Zugschenke! (238, 240) auf verschiedenen Seiten eines zentralen, die schlitzartige Öffnung aufweisenden Zugschenkels (228) liegen und zu diesem unter

unterschiedlichen Winkeln (54 Grad, 75 Grad) geneigt sind.

8. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (20) mehrere schlitzartige Öffnungen (26-1 , 26-2) zum

Einhängen in den Sicherungsbolzen (16) aufweist.

9. Sicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet dass die schlitzartigen Öffnungen parallel ausgerichtet hintereinander liegen.

10. Sicherung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die

schlitzartige Öffnung (26-1 , 26-2; 126; 226-1 , 226-2; 326-1 , 326-2) derart zur Längserstreckung des Zugschenkels (28; 128; 228; 328) orientiert ist, dass sie eine Erstreckungskomponente in Richtung der abzufangenden äußeren Kraft (F) hat.

1 1. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugschenkel (28; 128; 228; 328) eine Breite von 25 bis 35 mm hat.

12. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (20; 120; 220; 320) von einer Stahlplatte mit einer Stärke im Bereich zwischen 1 ,5 und 3,5 mm, vorzugsweise 3 mm gebildet ist.

13. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine schlitzartige Öffnung (26-1 , 26-2) im Zugschenkel (28) im Bereich der Mittellinie (L ) des Zugschenkels (28) endet.

14. System zur Sicherung eines Bauelements (12), beispielsweise eines mit einer Absturzsicherung (14) ausgestatteten Fensters (12), an einem Baukörper (1 0), mit einer zwischen Bauelement (12) und Baukörperlaibung (10) einsetzbaren Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 13.

15. System nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen am

Bauelementrahmen (12) verankerten Sicherungsbolzen (16).

Description:
Beschreibung

Sicherung für ein Bauelement

Die Erfindung betrifft eine Sicherung für ein Bauelement, wie z.B. ein Fenster oder eine Türe, an einem Baukörper, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , sowie auf ein eine solche Sicherung nutzendes System zur Sicherung eines Bauelements, beispielsweise eines mit einer Absturzsicherung ausgestatteten Fensters, an einem Baukörper, wobei die Sicherung zwischen Bauelement und Baukörperlaibung

einsetzbar ist.

Es sind Befestigungselemente bekannt, mit denen Bauelemente an einem

Baukörper mit absturzsichernder und/oder einbruchssichernder Wirkung montiert werden können. Bei solchen Bauelementen kann es sich beispielsweise um Fenster oder Türen handeln, über deren Rahmen Absturzsicherungen aus Glas oder Metall vor dem Fenster oder vor der Tür befestigt werden. Ein Beispiel für eine Befestigung einer Absturzsicherung an einem Fenster- oder Türrahmen ist in DE 20 2016 101 243 U1 beschrieben. Nach DIN 18008-4 muss diese Befestigung in der Lage sein, eine Kraft von 2,8 kN aufzunehmen.

Die auf die Absturzsicherung einwirkende Kraft muss letztlich von der Verbindung zwischen dem Baukörper und dem Bauelement aufgenommen werden. Wenn die Befestigung in Beton oder Kalksandstein erfolgt, kann ein einzelner herkömmlicher Sicherungsbolzen, der in einem Bauelementrahmen einerseits und in der

Baukörperlaibung andererseits verankert ist, ausreichend sein, um die Sicherungskraft aufzunehmen. Bei manchen Materialien, wie z.B. bei Leichtbaustoffen, bei brüchigem Putz oder bei sonstigen ungünstigen Einbausituationen, wie z.B. dann, wenn der Randabstand des Sicherungsbolzens zur Außenkante der Bauwerkslaibung zu gering wird, sind allerdings ergänzende Verankerungslaschen erforderlich, mit denen zusätzliche Befestigungspunkte in der Fenster- oder Türlaibung zur Abstützung der auf den Sicherungsbolzen einwirkenden Kraft bereitgestellt werden. Ein Beispiel für eine solche Verankerungslasche ist in dem Dokument DE 10 2015 224 314 A1 beschrieben. Dieses Dokument bildet den Oberbegriff des Anspruchs 1. Die bekannte Verankerungslasche hat eine bewegbar mit der Lasche verbundene Buchse mit einer Durchgangsöffnung zur Aufnahme des Sicherungsbolzens. Der Abstützpunkt wird somit von der Buchse gebildet. Ferner hat die Lasche eine Vielzahl von versetzt zueinander liegenden Durchbrüchen in Form von Rundlöchern und einem Langloch, durch die Befestigungsschrauben zur zusätzlichen Verankerung im Bauwerk eingedreht werden können. Aufgrund der bewegbaren Buchse kann die Lasche in der Baukörperlaibung verstellt werden, um - je nach Einbausituation - die Position der Befestigungsschrauben an geeignete Stellen zu bringen. Auf diese Weise ist eine sogenannte fugenvariable Anbringung sichergestellt. Allerdings hat diese bekannte Sicherung den montagetechnischen Nachteil, dass die Lasche mit Buchse bereits vor der Fixierung des Bauelementrahmens in der Baukörperlaibung montiert werden muss, wodurch der Einbau des Bauelements, wie z.B. des Fensters oder der Tür, erschwert wird.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine gattungsbildende

Sicherung für ein Bauelement, beispielsweise für ein Fenster oder eine Türe, an einem Baukörper zu schaffen, mit der es gelingt, bei vereinfachter Montage und für

unterschiedlichste Einbausituationen, d.h. bei unterschiedlichsten Materialien des Baukörpers und bei unterschiedlichsten Platzverhältnissen, d.h. unterschiedlichsten Positionen des Bauelements in der Baukörperlaibung, zuverlässig selbst große auf den Bauelementrahmen einwirkende Kräfte abzufangen.

Diese Aufgabe wird durch eine Sicherung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird der Abstützpunkt vom Grund einer schlitzartigen, den Sicherungsbolzen vorzugsweise formschlüssig aufnehmenden Öffnung in einem

Zugschenkel der Ankerplatte gebildet, ist, so dass die Ankerplatte bei in die

Bauwerkslaibung bereits eingesetztem Bauelementrahmen in den Sicherungsbolzen einhängbar ist. Nach dem Einhängen kann die Ankerplatte weiterhin frei verschwenkt werden, so dass die Durchbrüche zur Aufnahme der weiteren Befestigungsschrauben je nach Einbausituation an die günstigsten Stellen gebraucht werden können. Somit ist ein bei einfacher Montage ein Höchstmaß an Sicherheit erreichbar. Dabei ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass die Ankerplatte in identischer Ausführung für die Befestigung des Bauelements an beiden Seiten der Bauwerkslaibung verwendet werden kann, so dass sich eine wirtschaftlichere Herstellung ergibt.

Vorzugsweise weist die Ankerplatte zur Aufnahme der zumindest einen weiteren Befestigungsschraube eine Vielzahl von Durchbrüchen auf, die in unterschiedlichem Abstand und/oder Winkel zum Abstützpunkt liegen. Es wird also in der Ankerplatte ein Lochmuster bereitgestellt, das bei der Montage der Ankerplatte frei verschwenkbar ist, so dass in jeder Einbausituation genügend optimal hinsichtlich Festigkeit,

Ausbruchsicherheit und Zugänglichkeit positionierte Befestigungsstellen für die zusätzliche Verankerung der Ankerplatte gefunden werden können. Diese Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass die Krafteinleitung in die Wand über eine größere Fläche erfolgen kann, wobei sich der zusätzliche Vorteil ergibt, dass Belastungsspitzen im Mauerwerk leicht vermieden werden können, indem ein sogenanntes„versetztes Dübelbild" zur Anwendung kommt, d.h. eine Auswahl von Befestigungspunkten, die zur Haupt-Kraftrichtung versetzt sind. Insbesondere bei brüchigem Mauerwerk ist diese Ausführung von besonderem Vorteil.

Grundsätzlich kann die Lage der Durchbrüche in weiten Grenzen variiert werden. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass sich dann, wenn gestaffelte Abstände der Durchbrüche zum Abstützpunkt im Bereich zwischen 40 und 120 mm vorgesehen sind, nahezu alle gängigen Bauelemente zuverlässig absichern lassen.

Die Ankerplatte kann in der einfachsten Form als Rechteckplatte ausgeführt sein. Wenn allerdings die Durchbrüche für die Befestigungsschrauben in verschiedenen Zugschenkeln der Ankerplatte liegen, kann erheblich Gewicht eingespart werden.

Eine besonders einfache Gestaltung der Ankerplatte ergibt sich dann, wenn die Ankerplatte zwei im Winkel zueinander stehende Zugschenkel hat, wobei die schlitzartige Öffnung zum Einhängen in den Sicherungsbolzen im Verbindungsbereich der beiden Zugschenkel liegt. Wenn die Ankerplatte mehrere im Wesentlichen fächerartig auseinander laufende Zugschenkel hat, an deren jeweiligen Enden sich die Durchbrüche für die

Befestigungsschrauben befinden, ergibt sich bei geringstem Materialbedarf eine gesteigerte Flexibilität beim Einsatz.

Eine hinsichtlich Stabilität und Montagefreundlichkeit besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich dabei dann, wenn gemäß Anspruch zwei Zugschenkel auf verschiedenen Seiten eines zentralen, die schlitzartige Öffnung aufweisenden

Zugschenkels liegen und zu diesem unter unterschiedlichen Winkeln, vorzugsweise um 50 bis 60 Grad, wie z.B. 54 Grad, bzw. 70 bis 80, wie z.B. 75 Grad, geneigt sind.

Eine weitere Verbesserung der Funktionalität wird dann erreicht, wenn die

Ankerplatte mit mehreren schlitzartigen Öffnungen zum Einhängen in den

Sicherungsbolzen ausgestattet wird. Vorzugsweise liegen die schlitzartigen Öffnungen parallel ausgerichtet hintereinander.

Wenn die schlitzartige Öffnung derart zur Längserstreckung des Zugschenkels orientiert ist, dass sie eine Erstreckungskomponente in Richtung der abzufangenden äußeren Kraft hat, ergibt sich der besondere Vorteil, dass die vom Sicherungsbolzen auf die Ankerplatte einwirkende Kraft dazu genutzt werden kann, den Sicherungsbolzen gegen den Schlitzgrund zu drücken und so eine zusätzliche Sicherung der Verankerung bereit zu stellen.

Um die erforderlichen Sicherungskräfte, die nach DIN 18008-4 bei 2,8 kN liegen, zuverlässig abfangen zu können, reicht es bei Verwendung gewöhnlicher Materialien, wie z.B. Stahl, glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), ohne weiteres aus, den Zugschenkel mit einer Breite von 25 bis 35 mm auszustatten.

Mit einer Ankerplatte aus zugfestem Material, wie z.B. Stahl lässt sich die Stärke in einen Bereich zwischen 1 ,5 und 3,5 mm. vorzugsweise auf 3 mm reduzieren, so dass sich die Ankerplatte bei geringsten Montagespalten einsetzen lässt. Wenn die zumindest eine schlitzartige Öffnung im Zugschenkel im Bereich der Mittellinie des Zugschenkels endet, ergibt sich der besondere Vorteil, dass die

Ankerplatte nach dem provisorischen Einhängen bei der Montage verliersicher aufgrund der Schwerkrafteinwirkung positioniert bleibt.

Gegenstand der Erfindung ist darüber hinaus ein System zur Sicherung eines Bauelements, beispielsweise eines mit einer Absturzsicherung ausgestatteten

Fensters, an einem Baukörper, mit einer zwischen Bauelement und Baukörperlaibung einsetzbaren Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 13.

Nachstehend werden anhand schematischer Zeichnungen mehrere

Ausführungsformen der Erfind näher beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 eine maßstabsgetreue Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Ankerplatte der erfindungsgemäßen Sicherung;

Figur 2 und 3 schematische perspektivische Ansichten zur Verdeutlichung der Einbaumöglichkeiten für die erfindungsgemäße Sicherung;

Figur 4 eine der Figur 1 entsprechende, maßstabsgetreue Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Ankerplatte der erfindungsgemäßen Sicherung;

Figur 5 und 6 schematische perspektivische Ansichten zur Verdeutlichung der Einbaumöglichkeiten für die erfindungsgemäße Sicherung nach der weiteren

Ausführungsform;

Figur 7 eine der Figur 1 ähnliche Ansicht einer etwas modifizierten

Ausführungsform der Ankerplatte;

Figur 8 die Ansicht der Ankerplatte gemäß Figur 7 mit Bemaßung;

Figur 9 eine der Figur 1 ähnliche Ansicht einer weiteren, modifizierten

Ankerplatte; und Figur 10 eine Schnittansicht zur Veranschaulichung der Montagesituation eines mit einer Absturzsicherung ausgestatteten Fensters in einer Fensterlaibung.

Zunächst wird auf die Figur 10 Bezug genommen, die einen Horizontalschnitt durch eine Tür- oder Fensterlaibung 10 mit eingesetztem Tür- oder Fensterrahmen 12 zeigt. Am Fensterrahmen ist eine Glas-Absturzsicherung 14 befestigt. Der

Fensterrahmen 12 ist seitlich mittels eines Sicherungsbolzens 16 in der

Baukörperlaibung 10 mittels Dübel verankert.

Mit F ist eine Kraft bezeichnet, die von der Absturzsicherung 14 aufgenommen werden muss. Diese Kraft muss über die Sicherungsbolzen 16 in das Bauwerk 10 abgeleitet werden. Nach DIN 18008-4 müssen die Sicherungsbolzen 16 in der Lage sein, eine Kraft von mindestens 2,8 kN sicher aufzunehmen.

Um bei ungünstigen Einbausituationen, wie z.B. dann, wenn seitens des

Bauwerks schwächere Materialien, wie z.B. Leichtbaustoffe, oder brüchiger Putz vorliegen, oder wenn der Randabstand RA des Sicherungsbolzens 16 zur Außenkante 18 der Bauwerkslaibung 10 zu gering wird, die DIN-Vorgaben erfüllen zu können, ist zwischen dem Fensterrahmen 12 und der Fensterlaibung 10 eine Ankerplatte 20 eingesetzt, die einen Abstützpunkt 22 für den Sicherungsbolzen 16 bildet. Die

Ankerplatte ist dabei - je nach Einbausituation - mittels zumindest einer weiteren Befestigungsschraube 24 an der Baukörper- bzw. hier Fensterlaibung 10 fixierbar.

Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Ankerplatte 20, die beispielsweise von einer Stahlplatte mit einer Stärke im Bereich zwischen 1 ,5 und 3,5 mm, gebildet sein kann. Es konnte gezeigt werden, dass mit einer Stahlplatte von 3,0 mm Stärke die erforderlichen Zugfestigkeiten ohne weiteres bereitgestellt werden konnten.

Hier ist der Abstützpunkt 22 (gezeigt sind zwei Abstützpunkte 22-1 und 22-2) vom Grund einer schlitzartigen, den (strichpunktiert angedeuteten) Sicherungsbolzen 16 vorzugsweise formschlüssig aufnehmenden Öffnung 26 (gezeigt sind zwei parallel ausgerichtete hintereinander liegende Schlitze 26-1 und 26-2) in einem Zugschenkel 28 der Ankerplatte 20 gebildet. Die Weite WS des Schlitzes 26-1 , 26-2 ist also im

Wesentlichen so groß wie der Durchmesser DS der Sicherungsbolzens 16. Somit ist es möglich, die Ankerplatte 20 bei in die Fensterlaibung 10 bereits eingesetztem

Fensterrahmen 12 in den Sicherungsbolzen 16 beim Einschieben in den Montagespalt 30 (siehe Figur 7) in Richtung des Pfeils E einzuhängen.

Die Ankerplatte 20 hat im gestaffelten Abstand, d.h. in unterschiedlichen

Abständen A32, A34 und A36 Bohrungen 32, 34 und 36 zur vorzugsweise

passgenauen Aufnahme von Befestigungsschrauben 24 (siehe Figur 7). Wie ferner aus der Figur 1 hervorgeht, liegen die Bohrungen 32, 34 und 36 an den jeweils äußeren Enden verschiedener Zugschenkel 38, 28 und 40 der Ankerplatte 20. Im Einzelnen hat die Ankerplatte 20 also mehrere im Wesentlichen fächerartig auseinander laufende Zugschenkel 38, 28 und 40, deren Breite B im Bereich zwischen 25 und 35 mm liegt und an deren jeweiligen Enden sich die Durchbrüche 32, 34 und 36 für die

Befestigungsschrauben 24 befinden. Es ergeben sich damit Abstände A32, A34 und A36 im Bereich zwischen 40 und 120 mm.

Mit anderen Worten, zwei Zugschenkel 38 und 40 liegen auf verschiedenen Seiten eines zentralen, die schlitzartige Öffnung aufweisenden Zugschenkels 28 und sie sind zu diesem unter unterschiedlichen Winkeln (zwischen 50 und 60, wie z.B. 54 Grad, und zwischen 60 und 70, wie z.B. 75 Grad) geneigt.

Durch die Anordnung der Zugschenkel 38, 28 und 40 liegen die Bohrungen 32, 34 und 36 auch in unterschiedlichen Winkeln zum betreffenden Abstützpunkt 22, so dass in der Ankerplatte 20 ein Lochmuster bereitgestellt ist, welches äußerst flexibel zur Auswahl geeigneter zusätzlicher Verankerungspunkte in der Fensterlaibung 10 genutzt werden kann. Diese Flexibilität wird nachfolgend anhand der Figuren 2 und 3 beschrieben:

Man erkennt aus diesen Figuren, dass die Ankerplatte 20 nicht nur in

verschiedenen Schwenkpositionen, sondern auch um gewendet eingesetzt, d.h. in den Sicherungsbolzen 16 eingehängt werden. Nach dem Einhängen in einen der beiden Schlitze 22-1 , 22-2 kann die Ankerplatte 20 im Montagespalt 30 (siehe Figur 7) verschwenkt werden, was durch die strichpunktierten Linien angedeutet ist, und zwar so weit, bis zumindest eine Bohrung bzw. eine entsprechend ausreichende Anzahl von Bohrungen 32, 34 und 36 an den für die Einbausituation optimalen Stellen liegen.

Wie in der Figur 1 angedeutet, wirkt die abzufangende Kraft in Richtung des Pfeils F. Man erkennt, dass die schlitzartigen Öffnungen 26-1 , 26-2 derart zur

Längserstreckung des Zugschenkels 28 orientiert sind, dass sie - ausgehend von der Schenkelkante 48 - eine Erstreckungskomponente in Richtung der abzufangenden äußeren Kraft F hat. Bei Einwirkung der äußeren Kraft auf den Sicherungsbolzen 16 wird letzterer somit immer in den Schlitz 26-1 bzw. 26-2 hinein gezogen.

Versuche haben gezeigt, dass bei Verwendung einer Stahl-Ankerplatte mit einer Stärke von 3,0 mm die von der Norm DIN 18008-4 geforderten Zugkräfte über alle Zugschenkel 28, 40 und 38 zuverlässig übertragen werden konnten.

Unter Bezug auf die Figuren 4 bis 6 wird eine modifizierte Ausführungsform der Ankerplatte 20 bzw. der Sicherung beschrieben. Zur Vereinfachung der Beschreibung werden diejenigen Bauteile, die den Komponenten der ersten Ausführungsform entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen versehen, denen allerdings eine„1" vorangestellt ist.

Die Ankerplatte 120 hat hier zwei im Winkel von etwa 60° zueinander stehende Zugschenkel 128 und 138, wobei eine schlitzartige Öffnung 126 zum Einhängen in den Sicherungsbolzen 16 im Verbindungsbereich 150 der beiden Zugschenkel 128, 138 liegt. Auch bei dieser Variante können wieder mehrere hintereinander liegende schlitzartige Öffnungen 126 zum Einhängen in den Sicherungsbolzen 16 vorgesehen sein.

Ansonsten können die Abmessungen und die Materialien wie bei der

Ausführungsform nach Figur 1 bis 3 gewählt sein. Die Ankerplatte 120 kann wieder von einer Stahlplatte mit einer Stärke im Bereich zwischen 1.5 und 3,5 mm, vorzugsweise 3 mm gebildet sein. Aus den Figuren 5 und 6 ist wieder erkennbar, mit welcher Flexibilität die

Ankerplatte 120 eingesetzt werden kann. Sie kann nicht nur in verschiedenen

Schwenkpositionen, sondern auch gewendet eingesetzt, d.h. in den Sicherungsbolzen 16 eingehängt werden.

Figur 7 zeigt eine etwas modifizierte Ausführungsform der Ankerplatte 20 gemäß Figur 1. Zur Vereinfachung der Beschreibung werden wieder diejenigen Bauteile, die den Komponenten der ersten Ausführungsform entsprechen, mit den gleichen

Bezugszeichen versehen, denen allerdings eine„2" vorangestellt ist.

Im Unterschied zur Ausführungsform nach Figur 1 sind die schlitzartigen

Öffnungen 226-1 und 226-2 im Zugschenkel 228 etwas weniger tief ausgeführt, so dass sie um ein kleines Maß vor der Mittellinie LM des Zugschenkels 228 enden, wodurch die Ankerplatte 220 noch größere Zugkräfte aufnehmen kann. Die Ankerplatte 220 ist wieder aus Stahl mit einer Stärke von 3 mm gefertigt.

Auch bei dieser Ausführungsform liegen also zwei Zugschenkel 238, 240 auf verschiedenen Seiten eines zentralen, die schlitzartige Öffnung aufweisenden

Zugschenkels 228 und sie sind zu diesem unter unterschiedlichen Winkeln von beispielsweise 54 bzw. 75 Grad geneigt.

Nach umfangreichen Versuchen hat sich herausgestellt, dass eine Ankerplatte 220 mit der Bemaßung nach Figur 8 den besten Kompromiss hinsichtlich Einsatz- und Montage-Flexibilität und Festigkeit bietet. Auch hier kommt als Werkstoff wieder Stahl zum Einsatz. Die Stärke der Ankerplatte beträgt wieder 3 mm.

Schließlich zeigt Figur 9 eine weitere Abwandlung der Ankerplatte 320. Zur Vereinfachung der Beschreibung werden wieder diejenigen Bauteile, die den

Komponenten der ersten Ausführungsform entsprechen, mit den gleichen

Bezugszeichen versehen, denen allerdings eine„3" vorangestellt ist. Die Ankerplatte 320 entspricht der Ausführungsform nach Figur 7 und 8, mit dem Unterschied, dass die Zugschenkel 238 und 240 entfallen sind. Die Ankerplatte 320 hat demnach nur noch einen einzigen Zugschenkel 328, in dem auf der einen Seite die beiden in Längsrichtung gestaffelten schlitzartigen Öffnungen 226-1 und 226-2 und auf der anderen Seite ein Durchbruch 334 für eine Befestigungsschraube ausgebildet sind. Es kann allerdings auch ein Muster von mehreren Durchbrüchen 334 vorgesehen sein.

Selbstverständlich sind Abwandlungen von den beschriebenen

Ausführungsformen möglich, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Die Ankerplatte 20, 120, 220, 320 kann auch dazu verwendet werden, eine

Absturzsicherung direkt in der Fensterlaibung 10 zu verankern. Auch hinsichtlich des Materials für die Ankerplatte 20, 120, 220, 320 sind Varianten möglich. Entscheidend ist, dass bei flacher Bauweise eine geeignete Zugfestigkeit bereitgestellt wird, was beispielsweise mit einem GFK- oder CFK-Material möglich ist. Die Sicherung kann auch als Einbruchsicherung herangezogen werden.

Die Erfindung schaffte also eine Sicherung für ein Bauelement (12),

beispielsweise für ein mit einer Absturzsicherung (14) ausgestattetes Fenster (12), an einem Baukörper (10). Die Sicherung liegt in Form einer zwischen Bauelement (12) und Baukörperlaibung (10) einsetzbaren Ankerplatte (20; 120; 220; 320) vor, die einen Abstützpunkt (22-1 , 22-2; 122) für einen in einem Bauelementrahmen (12) einerseits und in der Baukörperlaibung (10) andererseits verankerten Sicherungsbolzen (16) bildet und mittels zumindest einer weiteren Befestigungsschraube (24) an der

Baukörperlaibung (10) fixierbar ist. Zur Verbesserung der Handhabung bei der Montage und zur Sicherstellung einer verbesserten Tragfähigkeit selbst bei instabiler

Bausubstanz, wird der Abstützpunkt (22-1 , 22-2; 122) vom Grund einer schlitzartigen, den Sicherungsbolzen (16) vorzugsweise formschlüssig aufnehmenden Öffnung (26-1 , 26-2; 126; 226-1 , 226-2; 326-1 , 326-2) in einem Zugschenkel (28; 128; 228; 328) der Ankerplatte (20; 120; 220; 320) gebildet. Damit ist die Ankerplatte (20; 120; 220; 320) bei eingesetztem Bauelementrahmen (12) in den Sicherungsbolzen (16) einhängbar.