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Title:
SAFETY BEARING FOR RETAINING A ROTOR SHAFT OF A MACHINE, AND MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/014606
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a safety bearing (10) for retaining a rotor shaft (2) of a machine (1), in particular of a turbine, wherein the safety bearing (10) has an outer ring (11) and an inner ring (12) arranged so as to be rotatable in relation to the outer ring (11), wherein rolling elements (13), in particular balls, are arranged between the outer ring (11) and the inner ring (12), wherein at least one sealing element (15) is provided on the side (14) of the inner ring (12) facing away from the outer ring (11). The invention further relates to a machine (1), in particular a turbine, comprising a rotor shaft (2), at least two magnetic bearings (20) for rotatably supporting the rotor shaft (2), and at least two safety bearings (10) for retaining the rotor shaft (2) if the magnetic bearings (20) cease to function, wherein at least one of the safety bearings (10) is designed so as to form a contactless seal between the safety bearing (10) and the rotor shaft (2).

Inventors:
MELLER, Frank (Dorfstraße 35, Trebus, 02923, DE)
Application Number:
EP2014/065131
Publication Date:
February 05, 2015
Filing Date:
July 15, 2014
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
International Classes:
F16C32/04; F16C33/76; F16C33/78; F16C39/02
Domestic Patent References:
WO2009115149A12009-09-24
WO2010136264A12010-12-02
Foreign References:
US20090133431A12009-05-28
EP1055832A22000-11-29
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Claims:
Ansprüche

1. Fanglager (10) zum Auffangen einer Rotorwelle (2) einer Maschine (1), insbesondere einer Turbine, wobei das Fanglager

(10) einen Außenring (11) und einen gegenüber dem Außenring

(11) rotierbar angeordneten Innenring (12) aufweist, wobei zwischen dem Außenring (11) und dem Innenring (12) Wälzkörper (13) , insbesondere Kugeln, angeordnet sind, Innenring dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Außenring (11) abgewandten Seite (14) des Innenrings (12) wenigstens ein Dichtungselement (15) vorgesehen ist.

2. Fanglager (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (15) eine Bürstendichtung oder eine Labyrinthdichtung ist.

3. Maschine (1), insbesondere Turbine, aufweisend eine Rotorwelle (2), wenigstens zwei Magnetlager (20) zum rotierbaren Lagern der Rotorwelle (2), und zumindest zwei Fanglager (10) zum Auffangen der Rotorwelle (2) bei Ausfall der Funktion der Magnetlager (20), dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eins der Fanglager (10) zur Ausbildung einer berührungslosen Abdichtung zwischen dem Fanglager (10) und der Rotorwelle (2) nach einem der Ansprüche 1 oder 2 ausgebildet ist.

Description:
Beschreibung

Fanglager zum Auffangen einer Rotorwelle einer Maschine sowie Maschine

Die Erfindung betrifft ein Fanglager zum Auffangen einer Rotorwelle einer Maschine, insbesondere einer Turbine, wobei das Fanglager einen Außenring und einen gegenüber dem Außenring rotierbar angeordneten Innenring aufweist, wobei zwischen dem Außenring und dem Innenring Wälzkörper, insbesondere Kugeln, angeordnet sind. Ferner betrifft die Erfindung eine Maschine, insbesondere eine Turbine, aufweisend eine Rotorwelle, wenigstens zwei Magnetlager zum rotierbaren Lagern der Rotorwelle, und zumindest zwei Fanglager zum Auffangen der Rotorwelle bei Ausfall der Funktion der Magnetlager.

Zur Lagerung der rotierenden Rotorwelle bei einer Maschine, wie einer Gas- oder Dampfturbine, werden heutzutage immer öfter Magnetlager zur betriebsgemäßen Lagerung der Rotorwelle eingesetzt, die mit Hilfe magnetischer Felder die rotierende Rotorwelle in einem Schwebezustand halten. Bei Ausfall des Magnetlagers, z. B. infolge eines Stromausfalls, fällt die Rotorwelle in Fanglager und wird von diesen aufgefangen. Ein Fanglager dient solchermaßen zum Auffangen der Rotorwelle. Das Fanglager übernimmt bis zu einem vollständigen Anhalten der Rotorwelle temporär die Lagerung der Rotorwelle. Fanglager müssen zum einen den Stoß beim Absturz der rotierenden Rotorwelle in das Fanglager aushalten und zum anderen ein sicheres Austrudeln der Rotorwelle in dem Fanglager gewährleisten. Fanglager weisen hierzu einen im Vergleich zum Rotorwellendurchmesser geringfügig größeren Innendurchmesser auf, so dass die Rotorwelle im Normalbetrieb, d. h. bei aktivem Magnetlager, das Fanglager nicht berührt. Üblicherweise sind Fanglager im Bereich des jeweiligen Endes der Rotorwelle im Ständergehäuse der Maschine untergebracht.

Zur Abdichtung der Magnetlager nach außen werden bei derartigen Maschinen Dichtungen, wie Labyrinthdichtungen, einge- setzt, die an dem Lagergehäuse des Magnetlagers neben dem Magnetlager angeordnet sind. Durch die neben den Magnetlagern an der Außenseite an dem Ständergehäuse beziehungsweise Lagergehäuse angeordneten Dichtungen weist die Maschine eine erhöhte Länge auf.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile bei Maschinen mit Rotorwellen und Magnetlagerung zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Fanglager sowie eine Maschine mit einer Rotorwelle, einer Magnetlagerung für die Rotorwelle und Fanglagern zum Auffangen der Rotorwelle zur Verfügung zu stellen, welche in kostengünstiger und einfacher Weise eine Abdichtung der Rotorwelle bei gleichzeitiger kurzer Bauform der Maschine ermöglichen.

Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Fanglager mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch eine Maschine mit den Merkmalen des Anspruchs 13. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschrei- bung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Fanglager beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Maschine und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird beziehungsweise werden kann .

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Fanglager zum Auffangen einer Rotorwelle einer Ma- schine, insbesondere einer Turbine, wobei das Fanglager einen Außenring und einen gegenüber dem Außenring rotierbar angeordneten Innenring aufweist, wobei zwischen dem Außenring und dem Innenring Wälzkörper, insbesondere Kugeln, angeordnet sind, gelöst. Das Fanglager ist erfindungsgemäß dadurch ge- kennzeichnet, dass an der dem Außenring abgewandten Seite des Innenrings wenigstens ein Dichtungselement vorgesehen ist. Ein derartiges Fanglager weist zwei Funktionalitäten auf. Zum einem dient es zum Auffangen einer Rotorwelle einer Maschine, die durch Magnetlager rotierend gehalten ist. Zum anderen weist ein derartiges Fanglager eine Dichtungsfunktion auf, um die Leistung und den Wirkungsgrad der Maschine zu erhöhen. Das wenigstens eine Dichtungselement verhindert eine Umgehung des primären Strömungswegs eines Arbeitsfluides in der Maschine und damit ein Passieren des Arbeitsfluides durch einen zweiten Strömungsweg in Richtung eines Druckgefälles.

Insbesondere ermöglicht ein derartiges Fanglager eine kurze Ausgestaltung der Länge einer Maschine und deren Rotorwelle, da keine zusätzliche Dichtung (en) an der Außenseite der Magnetlagerung erforderlich ist/sind. Der Innendurchmesser des Innenrings des Fanglagers kann geringfügig größer ausgestaltet sein, als ein Fanglager, welches keine Dichtung aufweist. Hierdurch ist der Luftspalt zwischen dem Innenring und der Rotorwelle größer als bei einem bekannten Fanglager ohne Dichtung. Der Luftspalt wird aber durch das Dichtungselement verkleinert, so dass kein beziehungsweise nur ein geringer Druckverlust auftreten kann. Das Dichtungselement ist vorzugsweise derartig an dem Innenring des Fanglagers angeordnet, dass bei einem Ausfall der Funktionalität der Magnetlagerung das Dichtungselement durch die Rotorwelle zerstört werden kann.

Das Dichtungselement des Fanglagers ist vorzugsweise als berührungslose Dichtung beziehungsweise Wellendichtung ausgebildet. Das Dichtungselement ist vorzugsweise als Bürstendichtung oder als Labyrinthdichtung, insbesondere mit einer Ausprägung der Nut tiefer als ein Dichtblech plus Luftspalt zwischen Lagerinnenring und Rotorwelle, ausgebildet.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch eine Maschine, insbesondere eine Gas- oder Dampfturbine, aufweisend eine Rotorwelle, wenigstens zwei Magnetlager zum rotierbaren Lagern der Rotorwelle, und zumindest zwei Fanglager zum Auffangen der Rotorwelle bei Ausfall der Funk- tion der Magnetlager, gelöst. Die Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eins der Fanglager, vorzugsweise alle Fanglager, zur Ausbildung einer berührungslosen Abdichtung zwischen dem Fanglager und der Rotorwelle gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, ausgebildet ist.

Eine derartige Maschine ermöglicht eine Abdichtung eines sekundären Strömungsweges des Arbeitsfluides , ohne dass zusätzlich, d.h. räumlich getrennt zu den Fanglagern, Dichtungsele- mente erforderlich sind. Insbesondere kann durch die Verwendung wenigstens eines derartigen Fanglagers eine Verkürzung der Lagergehäuselänge erzielt werden. Hierdurch ist auch eine Verkürzung der Länge der Rotorwelle und damit der gesamten Maschine möglich. Dies resultiert in Materialeinsparungen und Kosteneinsparungen für die Maschine. Des Weiteren ermöglicht die Verwendung von derartigen Fanglagern bei Maschinen, wie Dampf- oder Gasturbinen, eine Verkürzung des Lagerabstandes, das heißt, des Abstandes der Magnetlager zueinander. Ein Teil der Labyrinthdichtung kann an der Rotorwelle angeordnet sein.

Die vorliegende Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert .

Figur 1 zeigt schematisch eine Maschine mit einer Rotorwel- le, einer Magnetlagerung und einer Fanglagerung, die gemäß dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip ausgebildet ist,

Figur 2 zeigt schematisch in einer vergrößerten Darstellung den in Figur 1 mit A dargestellten Ausschnitt der

Fanglagerung, und

Figur 3 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht ein Fanglager zum Auffangen einer Rotorwelle einer Maschine, wobei das Fanglager gemäß dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip ausgebildet ist. Element mit keiner Funktion und Wirkungsweise sind in den Fig. 1 bis 3 jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.

Fig. 1 zeigt schematisch eine Maschine 1, insbesondere eine Dampf- oder Gasturbine, mit einer Rotorwelle 2, einer Magnetlagerung 20 und einer Fanglagerung 10, die gemäß dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip ausgebildet ist. An beiden Enden der Rotorwelle 2 der Maschine 1 sind jeweils ein Magnetlager 20 und ein Fanglager 10 angeordnet. Die Magnetlager 20 dienen zur rotierenden Lagerung der Rotorwelle 2. Die

Fanglager 10 dienen zum Auffangen der Rotorwelle 2 bei Ausfall der Funktion der Magnetlager 20, das heißt wenn diese beispielsweis nicht mehr bestromt werden. Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts A aus Fig. 1.

Das Fanglager 10 weist einen Außenring 11 und einen gegenüber dem Außenring 11 rotierbar angeordneten Innenring 12 auf, siehe Fig. 3. Zwischen dem Außenring 11 und dem Innenring 12 eines Fanglagers 10 sind Wälzkörper 13, insbesondere Kugeln, angeordnet. An der dem Außenring 11 abgewandten Seite 14 des Innenrings 12 ist wenigstens ein Dichtungselement 15, vorzugsweise in Form einer Bürstendichtung oder einer

Labyrinthdichtung, vorgesehen. Hierdurch weist das Fanglager 10 neben der Auffangfunktionalität eine Abdichtungsfunktiona- lität auf.

Durch den Einsatz derartiger Fanglager 10 kann die Leistung und der Wirkungsgrad der Maschine erhöht werden. Die Dichtungselemente 15 der Fanglager 10 verhindern eine Umgehung des primären Strömungswegs eines Arbeitsfluides in der Maschine und damit ein Passieren des Arbeitsfluides durch einen zweiten Strömungsweg in Richtung eines Druckgefälles.

Die Fanglager 10 ermöglichen eine kurze Ausgestaltung der Länge der Maschine 1 und deren Rotorwelle 2, da keine zusätzlichen Dichtungen an der Außenseite der Magnetlager 20 erforderlich sind. Der Innendurchmesser des Innenrings 12 eines Fanglagers 10 ist geringfügig größer ausgestaltet, als ein Fanglager, welches keine Dichtung aufweist. Hierdurch ist der Luftspalt 14 zwischen dem Innenring 12 und der Rotorwelle 2 größer als bei einem bekannten Fanglager ohne Dichtung. Der Luftspalt 14 wird aber durch das Dichtungselement 15 verkleinert, so dass kein beziehungsweise nur ein geringer Druckverlust auftreten kann.

Die Magnetlager 20 und die Fanglager 10 sind vorzugsweise in einem Lagergehäuse 3 angeordnet.