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Title:
SAFETY DEVICE FOR AVOIDING WORKING ACCIDENTS ON SAWING MACHINES, IN PARTICULAR CIRCULAR SAWING MACHINES, AND CIRCULAR SAW
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/117091
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a safety device (1) for avoiding working accidents on sawing machines, comprising a protective hood (2) for shielding a sawing tool, in particular a rotating circular saw blade, a front structure at the feeding end (3), past which a workpiece can be moved up to the sawing tool, and at least one sensor system (4) for the detection of a body part of a user. According to the invention, the sensor system for the detection of a body part is arranged in the region of the front structure at the feeding end (3).

Inventors:
ALTENDORF, Wilfried (Wettiner Allee 43/45, Minden, 32429, DE)
Application Number:
EP2011/053742
Publication Date:
September 29, 2011
Filing Date:
March 11, 2011
Export Citation:
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Assignee:
WILHELM ALTENDORF GMBH & CO. KG (Wettiner Allee 43/45, Minden, 32429, DE)
ALTENDORF, Wilfried (Wettiner Allee 43/45, Minden, 32429, DE)
International Classes:
B27G19/02
Attorney, Agent or Firm:
EISENFÜHR SPEISER & PARTNER (BIRKEN, LarsJohannes-Brahms-Platz 1, Hamburg, 20355, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Sicherheitsvorrichtung (1 ) zur Vermeidung von Arbeitsunfällen an Sägemaschinen, umfassend:

eine Schutzhaube (2) zum Abschirmen eines Sägewerkzeugs, insbesondere eines rotierenden Kreissägenblatts,

einen Einlaufvorbau (3), an welchem vorbei ein Werkstück an das Sägewerkzeug bewegt werden kann, und

mindestens ein Sensorsystem (4) zur Detektion eines Körperteils eines Benutzers, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem zur Detektion eines Körperteils im Bereich des Einlaufvorbaus (3) angeordnet ist.

2. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem (4) so ausgebildet ist, dass die Detektion in Richtung auf die Bewegungsbahn des Werkstücks erfolgt.

3. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufvorbau (3) aus mehreren, vorzugsweise zwei in einem Winkel von etwa 90° zueinander angeordneten Abschnitten gebildet ist. 4. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass eine Abschirmeinrichtung (5) mit einem Aktuator gekoppelt ist und das Sensorsystem mittels eines Signals den Aktuator der Abschirmeinrichtung (5) aktiviert, sobald ein Körperteil eines Benutzers von dem Sensorsystem erfasst wird.

5. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem (4) und/oder der Einlaufvorbau (3) und/oder die Schutzhaube (2) eine integrale Einheit bilden. 6. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Einlaufvorbau (3) und der Schutzhaube (2) eine vorzugsweise in vertikaler Richtung bewegbare Abschirmeinrichtung (5) vorgesehen ist.

7. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmeinrichtung (5) einen Abschnitt aufweist, welcher sich zur Schutzhaube so erstreckt, dass zumindest auf einer Seite der seitliche Zugang zum Sägewerkzeug in einer ersten Position der Abschirmeinrichtung offen und in einer zweiten Position der Abschirmeinrichtung vollständig blockiert ist.

8. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmeinrichtung (5) mit einem Aktuator gekoppelt ist und der Aktuator ausgebildet ist, um die Abschirmeinrichtung (5) vertikal nach unten zu bewegen, sobald er durch das Sensorsystem (4) aktiviert wird, um den Eingriff eines Körperteils in den Werkstückbearbeitungsbereich zu verhindern.

9. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner enthaltend eine Schneidstoppvorrichtung zum Verhindern einer Schneidwirkung eines Sägewerkzeugs der Kreissäge, und

eine Steuerungsvorrichtung, welche mit dem Sensorsystem und der Schneidstoppvorrichtung zusammenwirkt,

dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem (4) mittels eines Signals die Schneidstoppvorrichtung aktiviert, sobald sich ein Körperteil eines Benutzers in einen Werkstückbearbeitungsbereich begibt.

10. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidstoppvorrichtung eine Bremsvorrichtung mit einer Bremseinheit aufweist, die mit dem Sägewerkzeug zur Übertragung eines Drehmoments gekoppelt ist und aus einem ersten Zustand ohne eine Bremswirkung auf das Sägewerkzeug in einen zweiten Zustand gebracht werden kann, in welcher es eine Bremswirkung auf das Sägewerkzeug ausübt, wobei in diesem zweiten Zustand vorzugsweise eine mechanisch oder elektrisch bewirkte Bremskraft auf das Sägewerkzeug durch die Bremseinheit ausgeübt wird.

1 1. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch eine Verfahrvorrichtung, welche ausgebildet ist, um das Sägewerkzeug außerhalb des Werkstückbearbeitungsbereichs zu verfahren, insbesondere unterhalb eine Werkstückauflagefläche zu verfahren, und dass die Verfahrvorrichtung mit dem Sensorsystem (47) signaltechnisch gekoppelt ist und durch dieses aktivierbar ist, so dass ein Körperteil aufgrund der Verfahrbewegung keine Einwirkung seitens des Sägewerkzeugs erfährt, wenn es sich im Werkstückbearbeitungsbereich befindet.

12. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem (4) ausgebildet ist, um einen Feuchtigkeitsgehalt zu erfassen und insbesondere um zwischen dem Feuchtigkeitsgehalt eines Körperteils, insbesondere der menschlichen Haut, und dem Feuchtigkeitsgehalt von Werkstücken, insbesondere Holz, zu unterscheiden. 13. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem (4) den Feuchtigkeitsgehalt in einem Werkstück ermittelt und bei einem einen Grenzwert überschreitenden Feuchtigkeitsgehalt im Werkstück ein Warnsignal ausgibt und/oder ein Signal an eine Steuerungseinheit der Sägemaschine ausgibt, welche ausgebildet ist, um einen Bearbeitungsparameter der Sägemaschine in Abhängigkeit dieses Signals zu verändern.

14. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhaube (2) mittels mindestens einer Öffnung zum Abführen von Restteilen mit einer Absaugeinrichtung kommuniziert, wobei die Ab- Saugleistung der Absaugeinrichtung mittels einer Steuereinheit steuerbar ist, die ausgebildet ist, um ein Signal von dem Sensorsystem zu erhalten und in Abhängigkeit dieses Signals die Absaug leistung zu steuern..

15. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem (4) ausgebildet ist, um das Ende des Werkstücks im Bereich des Einlaufvorbaus (3) zu detektieren und ein Warnsignal auszugeben und/oder einen Aktuator anzusteuern, welcher die Schutzhaube (2) und/oder eine an der Schutzhaube (2) angeordnete Abschirmeinrichtung (5) abzusenken.. 16. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem (4) ausgebildet ist, um die Höhe des Werkstücks zu ermitteln, ein die Höhe charakterisierendes Signal an eine Steuereinheit zu kommunizieren und die Steuereinheit ausgebildet ist, um einen Aktuator anzusteuern, der mechanisch mit der Schutzhaube (2) gekoppelt ist und um mittels des Aktuators die Höhe der Unterkante der Schutzhaube oberhalb einer Werkstückauflagefläche an die Höhe des Werkstücks anzupassen.

17. Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch mindestens ein weiteres im Bereich der Schutzhaube (2) angeordnetes Sensorsystem zur Detektion eines Körperteils eines Benutzers

18. Kreissäge enthaltend eine Sicherheitsvorrichtung (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche.

Description:
Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Arbeitsunfällen an Sägemaschinen, insbesondere Kreissägemaschinen, sowie Kreissäge

Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Arbeitsunfällen an Sägemaschinen, umfassend eine Schutzhaube zum Abschirmen eines Sägewerkzeugs, insbesondere eines rotierenden Kreissägenblatts, einen Einlaufvorbau, an welchem vorbei ein Werkstück an das Sägewerkzeug bewegt werden kann, und mindestens ein Sensorsystem zur Detektion eines Körperteils eines Benutzers.

Eine Sicherheitsvorrichtung für Kreissägen ist beispielsweise aus der Patentschrift US 2002/0017184 A1 bekannt. Ein Sicherheitsmechanismus zur Vermeidung von Arbeitsunfällen wird bei dieser Vorrichtung dann ausgelöst, wenn ein Kontakt zwischen einem Körperteil und dem Sägeblatt zustande kommt. Infolgedessen kann als eine Maßnahme die Position des Sägeblattes verändert, insbesondere das Sägeblatt unter einen Tisch verfahren werden, um weiteren Kontakt und Schneideinwirkungen zwischen dem Kreissägeblatt und einem Körperteil zu vermeiden. Zwar kann durch diese Sicherheitsvorrichtung die Verletzung des Körperteils eingeschränkt werden, aber eine gänzliche Vermeidung einer Verletzung eines Körperteils kann aufgrund des Kontakts zum Sägeblatt nicht sichergestellt werden.

Aus dem Gebrauchsmuster DE 20 2006 007 555.0 U1 ist eine Sicherheitsvorrichtung für Sägen bekannt, bei welcher mittels einer Sensorvorrichtung ein Sicherheitsmechanismus zum Schutze des Benutzers ausgelöst wird. Die Sicherheitsvorrichtung erkennt mittels Sensorvorrichtungen, die an der Schutzhaube bzw. an dessen unteren Rand angebracht sind, ob sich ein Körperteil in einem potentiellen Gefahrenbereich befindet. Ist dies der Fall, wird eine Schneidstoppvorrichtung aktiviert, welche das Sägeblatt abbremst und aus dem Gefahrenbereich verfährt, so dass der Körper eines Benutzers im Idealfall unversehrt bleibt. Nachteilig an dieser Lösung ist jedoch, dass in ungünstigen Fällen, insbesondere dann, wenn ein Sägeblatt mit großem Trägheitsmoment verwendet wird und mit hoher Schnittgeschwindigkeit betrieben wird, eine Verletzung des Benutzers nicht zuverlässig vermieden werden kann, wenn der Benutzer seine Hand in schneller Bewegung dem Sägeblatt nähert.

Aufgabe der Erfindung ist es eine Sicherheitsvorrichtung für Kreissägen unterschiedlicher Größe und Leistung bereitzustellen, mittels derer das Risiko eines Arbeitsunfalls gegenüber dem Stand der Technik weiter verringert werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Sicherheitsvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, indem das Sensorsystems zur Detektion eines Körperteils im Bereich des Einlaufvorbaus angeordnet ist.

Mit der Sicherheitsvorrichtung gemäß der Erfindung wird auf wirkungsvolle Weise das Risiko eines Arbeitsunfalls entscheidend verringert. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass in verschiedenen Bereichen um das Sägeblatt herum und insbesondere im Bereich des Einlaufs des Sägeblatts viele Arbeitsunfälle auftreten. Der Einlaufbereich ist der Abschnitt der Sägemaschine, der sich in Zuführrichtung des Werkstücks vor dem Sägewerkzeug befindet und in dem ein Benutzer ein Werkstück präzise ausrichtet und das Werkstück in Richtung auf das Werkzeug befördert wird, bevor es zum Schneiden mit dem Sägewerkzeug in Kontakt gebracht wird. Ein erhöhtes Unfallrisiko für speziell diesen Bereich ergibt sich dadurch, dass ein Benutzer ein Werkstück manuell im Einlaufbereich an das Sägewerkzeugs heranführt oder - bewegt. Dabei kann die Sicht auf das Sägewerkzeug durch das Werkstück selbst oder andere Gegenstände eingeschränkt sein, so dass der Benutzer auch bei geringster Unachtsamkeit in Kontakt mit dem Sägewerkzeug geraten kann. Mittels eines erfindungsgemäßen Sensorsystems zur Detektion eines Körperteils im Einlaufbereich können Körperteile schnell und rechtzeitig erkannt werden, bevor sie in die Nähe des Sägewerkzeugs gelangen.

Sicherheitsmechanismen, die eine Körperverletzung gänzlich verhindern, können mit der Erfindung somit rechtzeitig eingeleitet werden. In Zuführrichtung ist vom Messbereich des Sensorsystems am Einlaufvorbau bis zum Ansatz des Sägewerkzeugs durch den Ein- laufvorbau ein definierter Abstand zum Sägewerkzeug vorhanden, der eine größere Reaktionszeit für die Sicherheitsvorrichtung einräumt, um auch bei schnellen Bewegungen eines Körperteils, wie beispielsweise Wischbewegungen der Hand innerhalb des Einlaufbereichs, die Sicherheitsmechanismen rechtzeitig zu aktivieren. Eine bevorzugte Ausführungsform, dessen Sensorsystem so ausgebildet ist, dass die Detektion in Richtung auf die Bewegungsbahn des Werkstücks erfolgt, erreicht auf sichere Weise, dass der gesamte Bereich des Einbauvorlaufs abgetastet wird, der durch eine Auflagefläche für das Werkstück und dem Einlaufvorbau eingegrenzt wird. Es wird dadurch sichergestellt, dass der gesamte Einlaufvorbaubereich, in dem häufig Unfälle auftreten, lückenlos durch das Sensorsystem auf das Vorhandensein von Körperteilen hin abgetastet wird. Ferner kann das Sensorsystem so ausgebildet sein, dass es Eigenschaften des Werkstücks, beispielsweise dessen Feuchte, detektierten kann.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung weist einen Einlaufvorbau auf, der aus mehreren, vorzugsweise zwei in einem Winkel von etwa 90° Grad zueinander angeordneten Abschnitten gebildet ist. Gemäß dieser Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung kann auf besonders wirkungsvolle Weise verhindert werden, dass verletzungsverhindernde Sicherheitsmechanismen zu spät ausgelöst werden. Das Sensorsystem, welches im Bereich des Einlaufvorbaus angeordnet ist, kann sowohl sich von frontal als auch von der Seite auf das Sägewerkzeug zubewegende Körperteile, die das Sägewerkzeug im weiteren Verlauf der Bewegung tangieren könnten, rechtzeitig erkennen. Damit können Verletzungsrisiken unabhängig von der Art der Bewegung, die im Einlaufbereich stattfinden, durch Sicherheitsmechanismen verhindert werden.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Abschirmeinrichtung mit einem Aktuator gekoppelt ist und das Sensorsystem mittels eines Signals den Aktuator der Abschirmeinrichtung aktiviert, sobald ein Körperteil eines Benutzers von dem Sensorsystem erfasst wird. Die Kopplung der Abschirmeinrichtung mit einem Aktuator ermöglicht auf eine besonders schnelle und sichere Weise, die Abschirmeinrichtung automatisch zu aktivieren, sobald das Sensorsystem ein Körperteil eines Benutzers erfasst, welches mit dem Sägeblatt in Kontakt kommen könnte. Das Sensorsystem aktiviert den Aktuator der Abschirmeinrichtung zu einem Zeitpunkt, zu welchem die Abschirmfunktion noch rechtzeitig eintreten kann, um den Kontakt eines Körperteils zum Sägeblatt zu unterbinden, wenn der Benutzer seine Bewegung weiter ausgeführt hätte. Die Abschirmeinrichtung ist hierbei insbe- sondre so ausgebildet, dass sie im aktivierten Zustand den Weg zwischen dem Messbe- reich des Sensorsystems und dem Kreissägeblatt mechanisch blockiert, sodass ein im Messbereich des Sensorsystems detektiertes Körperteil nicht in Kontakt mit dem Sägeblatt geraten kann.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorsystem und/oder der Einlaufvorbau und/oder die Schutzhaube eine integrale Einheit bilden. Dadurch wird sichergestellt, dass der durch das Sensorsystem überwachte Einlaufvorbau und/oder die Schutzhaube stets gemeinsam bewegt werden. Für den Fall, dass die Schutzhaube aufgrund der Werkstückhöhe nach oben verschoben werden muss, bewegt sich der Einlaufvorbau und das Sensorsystem zusammen mit der Schutzhaube, so dass der abgetastete Bereich sich stets mit der Schutzhaube zusammen bewegt und der Zugang zum Sägewerkzeug zu jedem Zeitpunkt und in jeder Lage der Schutzhaube überwacht wird. Die Integration des Sensorsystems in den Einlaufvorbau zu einer Einheit aus beiden Vorrichtungen bietet den Vorteil, dass der gesamte Einlaufvorbaubereich lückenlos überwacht wird. Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung, die zwischen dem Einlaufvorbau und der Schutzhaube eine vorzugsweise in vertikaler Richtung bewegbare Abschirmeinrichtung vorsieht. Die mechanische Abschirmeinrichtung kann ein dünnwandiges Profil aufweisen, welches eine leichte Bauweise ermöglicht. So kann die Abschirmeinrichtung mit einer raschen Bewegung in vertikaler Richtung bewegt werden, ohne größere Beschleunigungskräfte aufbringen zu müssen. Desweiteren ergibt sich daraus die Möglichkeit, den Abstand zwischen dem Einlaufvorbau und der Schutzhaube so gering wie möglich zu halten.

Eine der bevorzugten Ausführungsformen ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmeinrichtung einen Abschnitt aufweist, welcher sich zur Schutzhaube so erstreckt, dass der seitliche Zugang zum Sägewerkzeug blockiert werden kann. Auf diese Weise wird auf zuverlässige Weise verhindert, dass Körperteile mit dem Sägewerkzeug über weitere Bereiche um das Sägewerkezeug herum als den Einlaufbereich in Berührung kommen. Insbesondere, wenn der Benutzer sich in die Gefahr begibt mit einem Körperteil seitlich über einen Spalt zwischen dem Sägewerkzeug und dem Werkstück mit dem Sägewerkzeug in Berührung zu kommen, könnte die Abschirmvorrichtung aktiviert werden, um den Zugang zum Sägewerkzeug zu blockieren. Vorzugsweise enthält die Abschirmeinrichtung dazu mehrere Abschnitte, u. a. einen Abschnitt, welcher in etwa senkrecht zum Sägewerkzeug steht und im Einlaufbereich angeordnet ist, und mindestens einen seitlichen Abschnitt, der in etwa parallel zum Sägewerkzeug verläuft und sich über die gesamte Schutzhaubenlänge erstreckt. Mittels dieser Ausführungsform kann dem Benutzer ein umfangreicher Schutz geboten werden.

Darüber hinaus ist auch eine Ausführungsform besonders bevorzugt, dessen Abschirmeinrichtung mit einem Aktuator gekoppelt ist und der Aktuator so ausgebildet ist, um die Abschirmeinrichtung vertikal nach unten zu bewegen, sobald er durch das Sensorsystem aktiviert wird, um den Eingriff eines Körperteils in den Werkstückbearbeitungsbereich zu verhindern. Die Abschirmeinrichtung kann mittels des Aktuators dabei für eine schwerkraftbedingte Bewegung freigegeben oder unmittelbar durch den Aktuator so verfahren werden, dass der Zugang zum Werkstückbearbeitungsbereich, insbesondere zum Säge- Werkzeug, durch die Abschirmeinrichtung blockiert wird. Die Bewegung der Abschirmeinrichtung nach unten erfolgt innerhalb weniger Sekundenbruchteilen, um einerseits den Kontakt zwischen einem Körperteil eines Benutzers und dem Sägewerkzeug zu verhindern und andererseits das Einquetschen eines Körperteils unter der Abschirmeinrichtung zu vermeiden. Hierzu ist es außerdem vorteilhaft, dass die Abschirmeinrichtung ein dünnwandiges Profil aufweist, um die Auflagefläche der Abschirmeinrichtung so gering wie möglich zu halten. Ferner ist es vorteilhaft, dass die Kante der Abschirmeinrichtung, welche nach unten gerichtet ist, abgestumpft ist, um kein weiteres Verletzungsrisiko dazustehen. Dabei kann eine Steuerungseinrichtung der Sägemaschine vorzugsweise so ausgebildet sein, dass die Sägemaschine nacheiner Auslösung des Sicherheitsmecha- nismus erst dann wieder in Betrieb genommen werden, wenn die Abschirmeinrichtung wieder vollständig in ihre ursprüngliche, nicht blockierende Position verschoben und eingerastet wurde,.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung enthält ferner eine Schneidstoppvorrichtung zum Verhindern einer Schneidwirkung eines Sägewerkzeugs der Kreissäge, und eine Steuerungsvorrichtung, welche mit dem Sensorsystem und der Schneidstoppvorrichtung zusammenwirkt und dadurch gekennzeichnet ist, dass das Sensorsystem mittels eines Signals die Schneidstoppvorrichtung aktiviert, sobald sich ein Körperteil eines Benutzers in einen Werkstückbearbeitungsbereich begibt. Parallel oder alternativ zur Abschirmeinrichtung stellt die Schneidstoppvor- richtung einen Sicherheitsmechanismus dar, welcher das Verletzungsrisiko innerhalb des Werkstückbearbeitungsbereichs verringert, indem die für eine Verletzung gefährliche Schnittgeschwindigkeit des Sägeblatts reduziert oder gestoppt wird. Somit umfasst der Sicherheitsmechanismus einen Schutz auch für die Fälle, in denen Körperteile, die abseits der durch die Abschirmeinrichtung blockierten Bereichs Zugang zum Sägewerkzeug finden. Weiterhin ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung mit einer Schneidstoppvorrichtung vorteilhaft, die eine Bremsvorrichtung mit einer Bremseinheit aufweist, die mit dem Sägewerkzeug zur Übertragung eines Drehmoments gekoppelt ist und aus einem ersten Zustand ohne eine Bremswirkung auf das Sägewerkzeug in einen zweiten Zustand gebracht werden kann, in welcher es eine Bremswirkung auf das Sägewerkzeug ausübt, wobei in diesem zweiten Zustand eine mechanisch oder elektrisch bewirkte Bremskraft auf das Sägewerkzeug durch die Bremseinheit ausgeübt wird. Die mechanische Bremskraft kann beispielsweise durch eine Reibkraft zwischen einer mit dem Sägewerkzeug gekoppelten Bremsscheibe und einem Bremskörper der Brems- einheit ausgeübt werden. Vorzugsweise ist die Reibkraft dabei selbstverstärkend. Unter selbstverstärkend soll ein funktioneller Effekt verstanden werden, der dazu führt, dass durch die typischerweise in tangentialer Richtung zur Bremsscheibe wirkende tribologi- sche Bremskraft die Flächenpressungskraft des Bremskörpers an die Bremsscheibe, die typischerweise in axialer Richtung zur Bremsscheibe wirkt, erhöht wird. Mittels dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform kann eine hohe Bremskraft auf eine mit dem Sägewerkzeug gekoppelten Bremsscheibe aufgebracht werden und gleichzeitig die Gefahr einer Beschädigung des Sägewerkzeugs erheblich verringert werden. Weiterhin wird hierdurch ermöglicht, dass eine sorgfältige Abstimmung und Optimierung der Bremsscheibe, insbesondere ihres Materials und Oberfläche, im Hinblick auf die Erzie- lung einer maximalen Bremskraft erfolgt, was beim Einbringen der Bremskraft direkt in das Kreissägeblatt nicht möglich wäre. Zusätzlich oder separat dazu ist eine Bremsvorrichtung der Schneidstoppvorrichtung bevorzugt, die eine elektrische Bremswirkung auf das Sägewerkzeug mittels entsprechender Verschaltung des Antriebsmotors des Sägewerkzeugs bewirkt. Der Antriebsmotor ist typischerweise elektrisch betrieben, beispiels als Synchron- oder Asynchron-Drehstrommaschine. Hierbei kann vorzugsweise mittels Gleichstrom- oder Gegenstrombremsung eine Bremswirkung erzielt werden. Neben der Umwandlung der aus der Bremsung gewonnenen Energie in Wärme mittels eines elektrischen Widerstands kann alternativ die Bremsenergie in einem Kondensator oder in einer galvanischen Zelle zwischengespeichert und wieder zur Beschleunigung des Sägewerk- zeugs genutzt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung umfasst eine Verfahrvorrichtung, welche ausgebildet ist, um das Sägewerkzeug außerhalb des Werkstückbearbeitungsbereichs zu verfahren, insbesondere unterhalb eine Werkstückauflagefläche zu verfahren, und dass die Verfahrvorrichtung mit dem Sensor- System signaltechnisch gekoppelt ist und durch dieses aktivierbar ist, so dass ein Körperteil aufgrund der Verfahrbewegung keine Einwirkung seitens des Sägewerkzeugs erfährt, wenn es sich im Werkstückbearbeitungsbereich befindet. Diese erfindungsgemäße Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung ermöglicht auf eine besonders wirkungsvolle Weise das Verletzungsrisiko eines Körperteils aufzuheben, welches sich im Werkstückbearbeitungsbereich befindet, indem das Sägewerkzeug vollständig in einen Bereich verfahren wird, der für den Benutzer nicht versehentlich zugänglich ist. Ein Aktuator, der Bestandteil der Verfahrvorrichtung und mit der Steuerungsvorrichtung und dem Sensorsystem signaltechnisch gekoppelt ist, erlaubt, dass das Sägewerkzeug innerhalb einer kurzen Zeit aus dem Werkstückbearbeitungsbereich verfahren wird. Auch bei größter Unachtsamkeit des Benutzers und schnellen Bewegungen eines Körperteils kann mittels dieses Ausführungsform verhindert werden, dass der Benutzer eine Verletzung erleidet.

Vorteilhaft ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung, die mit einem Sensorsystem ausgebildet ist, um einen Feuchtigkeitsgehalt zu erfassen und insbesondere um zwischen dem Feuchtigkeitsgehalt eines Körperteils, insbesondere der menschlichen Haut, und dem Feuchtigkeitsgehalt von Werkstücken, insbesondere Holz, zu unterscheiden. Dies kann beispielsweise mittels eines Sensors, der ausgebildet ist, um mittels Infrarottechnik oder mittels elektrostatischen Feldmessungen oder einer Kombination hieraus zu messen, erreicht werden. In dieser Ausführungsform kann die Sicherheitsvorrichtung differenziert feststellen, ob ein tatsächliches Verletzungsrisiko vorliegt, um ggf. die vorgesehenen Sicherheitsmechanismen zu aktivieren. Bevorzugt ist dabei ein Sensor, welcher durch Auswertung von reflektierten Infrarotwellen zwischen dem Feuchtigkeitsgehalt eines Körpers von dem eines Werkzeugs unterscheidet. Mithilfe dieser Funktion kann die Rate fehlerhaft ausgelöster Sicherheitsmechanismen verringert werden, um die Beeinträchtigung des Benutzers bei seiner Arbeit zu vermeiden. Die dadurch erreichte höhere Akzeptanz der Sicherheitsvorrichtung bei Benutzern führt zu einem positiven und höheren Sicherheitsbewusstsein der Benutzer.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung betrifft ein Sensorsystem, welches den Feuchtigkeitsgehalt in einem Werkstück ermittelt und bei einem einen Grenzwert überschreitenden Feuchtigkeitsgehalt im Werkstück ein Warnsignal und/oder ein Signal an eine Steuerungseinheit der Sägemaschine ausgibt, welche ausgebildet ist, um einen Bearbeitungsparameter der Sägemaschine in Abhängigkeit dieses Signals zu verändern. Mithilfe dieser Ausführungsform wird auf zuverlässige Weise verhindert, dass Probleme aufgrund des zu hohen Feuchtigkeitsgehalts während der Bearbeitung des Werkstücks auftauchen, die den Benutzer zu unerlaubten Eingriffen verleiten würden. Für den Fall, dass der Benutzer trotz aller Warnun- gen das Werkstück bearbeitet, wird die Schneidwirkung des Sägewerkzeugs durch die Steuerungseinheit der Sägemaschine derart angepasst, dass eine bestmögliche Bearbei- tung des Werkstücks erreicht wird. Die Warnung an den Benutzer, welche durch das Warnsignal des Sensorsystems ausgelöst wird, kann dabei durch akustische oder und/visuelle Signalmittel erfolgen. Auch wenn sich der Benutzer trotz der Warnung zum Bearbeiten des Werkzeugs entschließt, erhöht das Warnsignal die Sicherheit, indem es der Benutzer auf das Gefahrenrisiko aufmerksam macht.

Zur Erhöhung der Sicherheit und damit einhergehend zur Verringerung der Verletzungsgefahr dient eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung mit einer Schutzhaube, die mittels mindestens einer Öffnung zum Abführen von Spänen mit einer Absaugeinrichtung kommuniziert, wobei die Absaugleistung der Ab- saugeinrichtung mittels einer Steuereinheit steuerbar ist, die ausgebildet ist, um ein Signal von dem Sensorsystem zu erhalten und in Abhängigkeit dieses Signals die Absaugleistung zu steuern. Das Signal, das an die Steuerungseinrichtung für die Absaugeinrichtung übermittelt wird, ermittelt sich unter anderem aus der Leistung der Sägemaschine, die je nach Werkstückmaterial, Vorschub- und Schnittgeschwindigkeit variieren kann. Die Absaugleistung ist so geregelt, dass Späne aus der Werkstückbearbeitung, wie beispielsweise Holzspan, im Wesentlichen nicht seitlich aus der Schutzhaube austreten oder sich in der Schutzhaube ansammeln können, sondern einer kontrollierten Saugströmung folgend in einen hierfür vorgesehenen Behälter befördert werden. Vorteilhaft ist auch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung mit einer transparenten und beleuchteten Schutzhaube. Der Benutzer erhält hierdurch eine verbesserte Sicht auf das bearbeitende Werkstück.

Zur Lösung der Aufgabe ist es weiterhin vorteilhaft, dass die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung mit einem Sensorsystem ausgebildet ist, welches das Ende des Werkstücks im Bereich des Einlaufvorbaus detektiert und ein Warnsignal ausgibt und/oder einen Aktuator ansteuert, welcher die Schutzhaube und/oder eine an der Schutzhaube angeordnete Abschirmeinrichtung absenkt. Der Benutzer wird hierdurch rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht und daran gehindert, mit einem Körperteil nicht zu nah an das Sägewerkzeug zu kommen. Solch ein Fall kann insbesondere dann auftreten, wenn kein Schiebestock zum Führen des Endes des Werkstücks benutzt wird. Auch bei gröbs- ter Unachtsamkeit, wird der Benutzer durch den Sicherheitsmechanismus der Abschirmeinrichtung vor einer möglichen Verletzung geschützt.

Ferner ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung vorteilhaft, die mit einem Sensorsystem ausgebildet ist, um die Höhe des Werkstücks zu ermitteln, ein diese Höhe charakterisierendes Signal an eine Steuereinheit zu kommunizieren und die Steuereinheit ausgebildet ist, um einen Aktuator anzusteuern, der mechanisch mit der Schutzhaube gekoppelt ist und um mittels des Aktuators den Abstand der Unterkante der Schutzhaube von der Werkstückauflagefläche an die so gemessene Höhe des Werkstücks anzupassen. Diese Ausführungsform kann in Kombination oder unabhängig von den zuvor erläuterten Ausführungsformen der Erfindung mit einem Sensorsystem zur Körperteilerkennung ausgeführt sein. Die Lage der Schutzhaube wird dabei stets so angepasst, dass zwischen der Schutzhaube und dem Werkstück nur ein minimaler Abstand übrig gelassen wird, der es erlaubt das Werkstück innerhalb einer Ebene auf der Werkstückauflagefläche zu bewegen. Das Risiko, dass ein Körperteil des Benutzers seitlich unterhalb der Schutzhaube in den Werkstückbearbeitungsbereich gelangen könnte, wird dadurch ausgeschlossen. Ferner würde der Benutzer dadurch abgelenkt werden, wenn die Höhe der Schutzhaube manuell eingestellt werden müsste. Vorteilhaft ist auch, dass aufgrund des minimalen Abstands zwischen der Schutzhaube und dem Werkstück Restteile aus der Bearbeitung nicht aus der Schutzhaube auf anderem Weg als durch den Absaugkanal austreten können. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung weist im Bereich der Schutzhaube ein weiteres Sensorsystem zur Detektion eines Körperteils eines Benutzers auf. Mittels dieser Anordnung eines zusätzlichen Sensorsystems wird sichergestellt, dass der Zugang eines Körperteils eines Benutzers in den Werkstückbearbeitungsbereich umfassend erkannt wird, um entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung eines Arbeitsunfalls einzuleiten. Dem Benutzer wird durch die Überwachung der Bereiche um die Schutzhaube und des Einlaufs, in dem häufig Unfälle zu verzeichnen sind, ein umfassender Schutz geboten, wodurch das Unfallrisiko deutlich verringert wird.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Kreissäge enthaltend eine Sicherheitsvor- richtung gemäß der zuvor beschriebenen Art. Insbesondere für Kreissägen besteht aufgrund der hohen Schnittleistung des Sägewerkzeugs eine erhöhte Verletzungsgefahr für den Benutzer, so dass die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung wie in den vorangegangenen Absätzen dargestellt, das Risiko für schwere Verletzungen wirkungsvoll verringert. Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet insbesondere nach einem verfahren zum Betrieb einer Kreissäge, umfassend die Schritte: Überwachen eines Einlaufbereichs vor einem Kreissägeblatt mittels eines Sensorsystems, insbesondere eines Infrarotsensorsystems und Absenken einer Abschirmeinrichtung unmittelbar nachdem mittels des Sensorsystems ein Körperteil in dem Einlaufbereich detektiert wurde. Weiterhin kann die erfindungsgemäße Vorrichtung insbesondere nach einem Verfahren zum Betrieb einer Kreissäge arbeiten, umfassend die Schritte: Erfassen der Höhe eines Werkstücks vor dessen Bearbeitung in einem Einlaufbereich vor einem Kreissägeblatt mittels eines Sensorsystems und Verfahren der Höhe einer Schutzhaube oberhalb einer werkstückauflagefläche, auf der das Werkstück bei der Messung von seiner Höhe aufliegt, mittels eines Aktuators auf eine Höhe, bei der die Unterkante der Schutzhaube geringfügig oberhalb der von der Werkstückauflagefläche wegweisenden Seite des Werkstücks liegt.

Die Erfindung ist nachstehend anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezug- nähme auf die Figuren erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine isometrische Ansicht der Sägemaschine,

Figur 2 eine Seitenansicht der Sägemaschine, und

Figur 3 eine Draufsicht der Sägemaschine.

Figur 1 zeigt eine Sicherheitsvorrichtung 1 zur Vermeidung von Arbeitsunfällen an Säge- maschinen mit einer Schutzhaube 2, welches ein Sägewerkezug, insbesondere ein rotierendes Kreissägeblatt abschirmt.

Im vorderen Bereich der Sicherheitsvorrichtung, welcher zum Benutzer hin orientiert ist, befindet sich ein Einlaufvorbau 3, an welchem ein Werkstück vorbeigeführt oder bewegt werden muss, um an das Sägewerkzeug zu gelangen. Ferner weist die Sicherheitsvor- richtung 1 ein Sensorsystem 4 zur Detektion eines Körperteils eines Benutzers auf, welches im Bereich des Einlaufvorbaus 3 angeordnet ist und mit diesem eine integrale Einheit bildet. Der Einlaufvorbau 3 ist vorzugsweise aus zwei Abschnitten gebildet, die in einem Winkel von etwa 90° Grad zueinander angeordnet sind und ist integral mit der Schutzhaube 2 ausgebildet. Zwischen dem Einlaufvorbau 3 und der Schutzhaube 2 weist die Sicherheitsvorrichtung 1 eine Abschirmeinrichtung 5 auf, die in vertikaler Richtung bewegbar ist.

Die Sicherheitsvorrichtung 1 ist auch mittels des Schutzhaubenträgers 6 mit der Sägemaschine gekoppelt und über diese in der Höhe verstellbar. Die Höhenverstellung erfolgt durch ein Sensorsystem, welches in der Lage ist die Höhe des Werkstücks zu ermitteln und einen die Höhe charakterisierendes Signal an eine Steuereinheit zu kommunizieren, wobei die Steuereinheit ausgebildet ist, um einen Aktuator anzusteuern, der mechanisch mit der Schutzhaube 2 gekoppelt ist, um mittels des Aktuators die Höhe der Schutzhaube an die Höhe des Werkstücks anzupassen. Ferner befindet sich im Bereich des Schutzhaubenträgers 6 ein Schiebestock 8, der insbesondere bei schmalen Werkstücken zum Einsatz kommt. Der Schiebestock 8 befindet sich in einer ergonomisch günstig positio- nierten und gestalteten Halterung 7, der dem Benutzer das Entnehmen und Zurücklegen des Schiebestocks 8 aus und in die Halterung 7 erleichtert.

Figur 2 zeigt eine Seitenansicht der Schutzvorrichtung 1. Im Einlaufbereich zwischen dem Einlaufvorbau 3 und der Schutzhaube 2 ist eine Einlaufrolle 9 vorgesehen, mit dem jedes Werkstück in Berührung kommt, bevor es in den Werkzeugbearbeitungsbereich gelangt. Das Werkstück wird zum Sägen auf die Auflage 10 aufgelegt und unter den Einbauvorlauf 3 hindurch zur Einlaufrolle 9 geschoben. Die Abschirmeinrichtung 5 weist ein dünnwandiges U-Profil auf, dessen Seitenwände die Einlaufrolle teilweise flankieren. Wird die Abschirmeinrichtung 5 durch das im Einlaufvorbau 3 integral ausgebildete Sensorsystem 4 aktiviert, verfährt ein Aktuator die Abschirmeinrichtung 5 rasch nach unten, so dass der Zugang zu der Einlaufrolle 8 und damit auch der Zugang zum Sägewerkzeug durch die Abschirmeinrichtung 5 gesperrt wird.

Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf die Sicherheitsvorrichtung einschließlich des Bauchs der Schutzhaube 2, der einen zusätzlichen Abstand zum Sägewerkzeug definiert.




 
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