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Title:
SAFETY DISCONNECTION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1987/004560
Kind Code:
A1
Abstract:
Safety disconnection device for electrical users, in particular for use in smoothing irons and portable heaters. It comprises a thermal switch (1) with another switch (22) connected in parallel with the user (R), a dropping resistor (R1) for the other switch (22) heating the thermal switch (1), also connected in parallel with the user (R), and another resistor (R2) which permanently short-circuits and heats the thermal switch (1).

Inventors:
M�LLER, Manfred, K.
Application Number:
PCT/EP1987/000013
Publication Date:
July 30, 1987
Filing Date:
January 14, 1987
Export Citation:
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Assignee:
LIMITOR AG M�LLER, Manfred, K.
International Classes:
H01H37/74; D06F75/26; H01H1/50; H01H35/02; H01H37/02; H01H61/00; (IPC1-7): D06F75/26; H01H1/50; H01H35/02
Foreign References:
DE3506784A1
EP0102574A2
FR899106A
US2367985A
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Claims:
Ansprüche:
1. Sicherheitsausschaltvorrichtung für elektrische Ver¬ braucher, insbesondere zur Verwendung in Bügeleisen und tragbaren Heizgeräten, mit einem in Reihe mit dem Verbraucher liegenden Thermo¬ schalter, insbesondere Bimetallschalter, mit einem parallel zum Verbraucher geschalteten, elektrischen Bauteil mit zwei Schaltzuständen, insbesondere ein lage und/oder beschleunigungsabhäπgig ansprechender Schalter, und mit einem den Thermoschalter beheizenden, ebenfalls parallel zum Verbraucher geschalteten Vorwiderstand des Bauteils mit den beiden Schaltzuständen, dadurch gekennzeichnet, dass ein zusätzlicher Widerstand (R2, R3, R4) vorgesehen ist, der den Thermoschalter (1) dauernd überbrückt und beheizt.
2. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reihenschaltung der zwei Widerstände (R3, R4) den Thermoschalter (1) überbrückt und dass die beiden Widerstände (R3, R4) zu¬ gleich in paralleler Anordnung Vorwiderstände des Bau teils (22, 40, 52) mit zwei Schaltzuständen sind.
3. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach Anspruch 1 oder2 dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstände (R^ R2, R3, R4) neben dem Thermoschalter (1) angeordnet sind.
4. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach einem der vor¬ stehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstände (R^ R2, R3> R4) Dickschichtwiderstände sind.
5. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,, dass der Bimetallschalter (1) auf der einen Seite eines elektrisch isolierenden Trägers (1a) seine Kontaktfeder (10) und seine beiden Schalt¬ kontakte (11,12) und auf der anderen Seite dieses Trägers (1a) die Widerstände (auf 18) hat, und dass entweder das Bimetal lelemeπt des Bimetallschalters und die Widerstände (auf 18) auf derselben Seite des Trägers (1b) liegen oder der Träger (1b) eine Durchbrechung (19) aufweist, durch die ein Wärmeübergang von den auf der einen Seite liegenden Widerständen (auf 18) auf das auf der anderen Seite liegenden Bimetallelement (16) möglich ist.
6. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger des Thermo Schalters (1) eine keramische Platte (Wafer) ist, welche auf jener anderen Seite die Widerstandsschichten trägt.
7. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zwei Schaltzustände aufweisende Bauteil (22) unmittelbar auf dem bzw. den Trägern (18) der Dickschichtwiderstände befestigt ist.
8. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach einem der vor¬ stehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zwei Schaltzustände auf¬ weisende Bauteil ein läge und/oder beschleunigungs¬ abhängig ansprechender Schalter (22, 40) ist, der aus einem Gehäuse (23, 41) mit zwei voneinander isolierten Elektroden (26, 27; 44, 45) und einer zwischen ihnen frei beweglichen, elektrisch leitenden Kugel (28, 49) darin besteht, welche nur in vorgegebener Lage bzw. bei fehlender Beschleunigung mit den beiden Elektroden (26, 27; 44, 45) Kontakt macht.
9. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Elektroden (44, 45) durch zwei Streifen auf der schwach konkaven Oberfläche eines Schalterteils (43) gebildet sind, welche im tiefsten Punkt dieser Oberfläche durch eine kreisrund begrenzte Vertiefung (48) in dieser Oberfläche voneinander getrennt sind.
10. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis '7 , dadurch gekennzeichnet, dass das zwei Schaltzustände auf¬ weisende Bauteil ein lageabhängig ansprechender Schalter (52) ist, der aus einem Gehäuse (53) mit zwei voneinander isolierten Elektroden (55, 58) besteht, von denen eine glockenförmig ausgebildet und die andere nach Art eines pendelnden Klöppels darin angeordnet ist. 20 .
11. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (23, 41, 53) des lageabhäπgig ansprechenden Schalters (22, 40, 52) quader förmig, vorzugsweise würfelförmig ist und an mehreren zueinander senkrechten Seiten Mittel (50) zur Montage hat.
12. Sicherheitsausschaltvorrichtung nach einem .der • Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zwei Schaltzustände auf¬ weisende Bauteil (22) ein elektrisches oder elektronisches Bauteil ist, welches in einem Schaltzust^nd leitend ist und in einem anderen Schaltzustand sperrt, insbesondere ein Transistor, ein willkürlich betätigbarer Mikroschalter ein Quecksilberschalter oder ein Sensor wie z.B. eine Fotozelle oder Fotodiode, ein Niveaufühler, oder dergl. .
Description:
Sicherheitsausschaltvorrichtung

Technisches Gebiet:

Die Erfindung geht aus von einer Sicherheitsausschaltvor¬ richtung mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 ange¬ gebenen Merkmalen.

Stand der Technik

Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 35 06 784 be¬ kannt. Sie enthält zwei Komponenten, nämlich zum einen einen Thermoschalter, welcher in Reihe mit dem Verbraucher liegt, bei überhitzung öffnet und dadurch den Verbraucher abschaltet , und zum zweiten einem lageabhängig ansprechendem Schalte , elcher parallel zum Verbraucher liegt, in Normal¬ lage des Gerätes geöffnet ist und einen Vorwiderstand hat, welcher den Thermoschalter beheizt, wenn der lageabhängig ansprechende Schalter schließt. Der Thermoschalter über¬ schreitet infolge der Beheizung nach einiger Zeit seine Schalttemperatur und öffnet, so dass infolge des Ansprechens des lageabhängigen Schalters auch der Verbraucher abge¬ schaltet wird. Unter der Voraussetzung, dass der Thermo- Schalter nicht im Stromkreis des lageabhängig ansprechenden Schalters liegt, bleibt nach dessen Ansprechen der Thermo¬ schalter infolge seiner andauernden Beheizung so lange geöffnet, bis das Gerät wieder in seine Normallage gebracht wird, in welcher der lageabhängige Schalter öffnet, wo- durch sein Vorwiderstand stromlos wird und allmählich abkühlt. Bei einer nicht von diesem Vorwiderstand aus¬ gehenden Überhitzung des Ther oschalters ist aber nicht

dafür gesorgt, dass der Thermoschalter nach dem Ansprechen offen bleibt, vielmehr wird er sich wieder selbsttätig einschalten, nachdem er sich abgekühlt hat, ohne Rücksicht darauf, ob die Störung, die zu der überhitzung geführt hat, beseitigt ist oder nicht.

Offenbarung der Erfindung:

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheits- ausschaltvorrichtung der eingangs genannten Art so weiter¬ zubilden, dass der den Verbraucher abschaltende Thermo¬ schalter nach einem jeden Ansprechen, aus welcher Ursache .auch immer, selbsttätig offen gehalten wird.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiter¬ bildungen der Erfindung sind Gegenstand der Uπteransprüche.

Der Widerstandswert des zusätzlichen Widerstandes wird in Anpassung an die jeweilige Schalt- und Überwachungsaufgabe des Ther oschalters und an den Widerstandswert des Ver¬ brauchers so gewählt, dass bei geschlossenem Thermoschalter der weit überwiegende Teil des durch den Verbraucher fließenden Stromes den Weg unmittelbar über den Thermo- Schalter nimmt und nur ein verhältnismäßig kleiner Teil des Stromes über den zusätzlichen Widerstand fließt, so dass die im Widerstand erzeugte ohmsche Wärme nicht ausreicht, um den Thermoschalter auf seine Schalttemperatur zu erwärmen. Spricht jedoch der Thermoschalter infolge von überhitzung an,

dann fließt nur noch Strom durch den zusätzlichen Wider-

. .bevorzugt stand und gegebenenfalls durch den Vorwiderstand des/ lage- und/oder besrhleunigungsabhängig ansprechenden Schalters, sofern dieser geschlossen ist. Der Widerstandswert des weiteren, den Thermoschalter überbrückenden Widerstandes ist deshalb andererseits so zu wählen, dass bei ge¬ öffnetem Thermoschalter die infolge höheren Stromdurch¬ gangs durch den zusätzlichen Widerstand erzeugte oh sche Wärme ausreicht, um den Thermoschalter offen zu halten. Die dazu benötigte Heizleistung liegt typisch in der

Größenordnung von einigen Watt. Bei einer Speisespannung von 220 Volt liegen geeignete Widerstandswerte für den zusätzlichen Widerstand in der Größenordnung von 10 Ω. , z.B. zwischen 5 kjfλ und 25 klT. . Der zu dem auf Lageänderungen bzw. Beschleunigungen ansprechenden Schalter gehörende Vorwiderstand muss den Thermoschalter in angemessener Zeit von seiner normalen Betriebstemperatur bis über seine Schalttemperatur aufheizen können, was eine etwas größere Heizleistung erfordert als das bloße Offen- halten. Es empfiehlt sich deshalb, den Widerstandswert dieses Vorwiderstandes etwas niedriger zu wählen als den Widerstandswert des zusätzlichen Widerstandes, welcher den Thermoschalter dauernd überbrückt und beheizt.

In einer besonders vorteilhaften Anordnung der beiden Wider¬ stände überbrücken diese den Thermoschalter in Reihe liegend und sind zugleich in paralleler Anordnung Vorwiderstände des bevorzugt läge- und/oder beschleunigungsabhängig ansprechende Schalters. Bei ungestörten Verhältnissen (der Thermoschalter

ist geschlossen und der auf Lageänderungen und/oder auf Beschleunigungen ansprechende Schalter ist offen) fließt durch die beiden hintereinander liegenden Widerstände nur ein vernachl ssigbarer Strom, der zum öffnen des Ther o- Schalters nicht ausreicht. Wird jedoch der auf Lage¬ änderungen und/oder Beschleunigungen ansprechende Schalter geschlossen, dann fließt über diesen ein Strom, der sich über die beiden Widerstände verzweigt, so dass in beiden Widerständen ohmsche Wärme erzeugt wird, welche den Thermoschalter beheizt und schließlich öffnet. Nach dem öffnen des Thermoschalters ist der Stromweg dann über einen der beiden Widerstände unterbrochen, so dass in erwünschter Weise zum Offenhalten nur noch die in einem der Widerstände erzeugte ohmsche Wärme heran- gezogen wird. Diese Art der Anordnung der Widerstände er¬ laubt also ein Offenhalten des Thermoschalters bei geringerer Heizleistung und ein rasches Ansprechen des Thermoschalters infolge höherer Heizleistung der Widerstände nach Schließen des auf Lageänderungen und/oder Beschleunigungen an- sprechenden Schalters. Bei Auftreten einer überhitzung ohne Ansprechen des auf Lageänderungen und/oder Beschleunigungen ansprechenden Schalters hängt die Ansprechgeschwindigkeit des Thermoschalters ohnehin von der Art der Störung ab und für das Offenhalten des Thermoschalters ist in diesem Falle wieder derselbe Widerstand verantwortlich wie beim

Schließen des auf Lageänderungen und/oder Beschleunigungen ansprechenden Schalters. Diesen Widerstand wählt man des¬ halb zweckmässigerweise so, dass er eine möglichst ge¬ ringe, jedoch zum Offenhalten des Thermoschalters unter

allen Umständen ausreichende Heizleistung erbringt. Den anderen Widerstand kann man danach so wählen oder - im Falle eines Potentiometers - so einstellen, dass man die gewünschte Ansprechgeschwindigkeit des Thermoschalters infolge Schließens des auf Lageänderung und/oder Be¬ schleunigungen ansprechenden Schalters erhält.

Um einen günstigen Wärmeübergang von den Widerständen auf den Thermoschalter zu erreichen, ordnet man sie zweckmäßigerweise neben dem Thermoschalter an. Besonders günstig ist es, einen Bimetallschalter durch Dick¬ schichtwiderstände in der Weise zu ergänzen, dass auf der einen Seite eines elektrisch isolierenden Trägers die Kontaktfeder und die beiden Schaltkontakte des Bimetall- Schalters liegen und auf der anderen Seite des Trägers die Widerstände, wobei entweder die Widerstände und das Bimetallelement auf derselben Seite des Trägers liegen oder im Träger eine Durchbrechung vorgesehen ist, durch welche ein möglichst ungehinderter Wärmeübergang von den Widerständen auf der einen Seite des Trägers zum Bimetall¬ element auf der anderen Seite des Trägers möglich ist.

Eine andere vorteilhafte Möglichkeit besteht darin, als Träger des Thermoschalters eine keramische Platte (Wafer) zu wählen, welche auf der einen Seite die Kontaktfeder und die Schaltkontakte und auf der gegenüberliegenden Seite die Widerstandschichten trägt.

Die -Verwendung von Di kschichtwiderständen hat den weiteren

Devorzugt

Vorteil, dass man den/lage- und/oder beschleunigungsab¬ hängig ansprechenden Schalter unmittelbar auf dem bzw. den Trägern der Dickschichtwiderstände befestigen kann, wodurch man eine leicht zu handhabende, kompakte Bau¬ einheit erhält. Den läge- und/oder beschleunigungsabhängig ansprechenden Schalter bringt man am besten in einem quaderför igen , vorzugsweise würfelförmigen Gehäuse unter, welches an mehreren, vorzugsweise an drei zueinander senkrechten Seiten Mittel zur Montage hat, so dass ein und derselbe Schalter dem jeweiligen Anwendungsfall entsprechend in unterschiedlicher Orientierung montiert werden kann.

Im übrigen eignen sich als läge- und/oder beschleunigungs- abhäπgig ansprechende Schalter solche, die in einem Ge¬ häuse zwei voneinander isolierte Elektroden und eine zwischen ihnen frei bewegliche, elektrisch leitende Kugel haben, welche nur in vorgegebener Lage bzw. bei fehlender Beschleunigung mit den beiden Elektroden Kontakt macht. Schalter mit geeigneter Gestalt der Elektroden sind bei¬ spielsweise in der DE-OS 31 11 099, in der DE-OS 22 61 974, in der DE-OS 28 24 210 und im DE-GM 85 10 110 beschrieben.

Eine andere Möglichkeit zur Ausbildung eines lageabhängig ansprechenden Schalters besteht darin, in einem Gehäuse zwei voneinander isolierte Elektroden vorzusehen, von denen eine glockenförmig ausgebildet und die andere nach Art eines frei pendelnden Klöppels darin angeordnet ist, wobei dieser

Schalter schließt, wenn der Klöppel die glockenförmige Elektrode berührt.

In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der läge- und/oder beschleunigungsabhängig ansprechende Schalter ersetzt werden durch ein anderes elektrisches oder elektronisches schaltbares Bauteil, welches in einem Schaltzustand leitend ist und in einem anderen Schalt¬ zustand sperrt, z.B. eine Fotodiode, ein Transistor, ein willkürlich betätigbarer Mikroschalter, ein Niveausensor oder dgl. Eine Fotodiode als Schalter kann durch eine Lichtquelle angesteuert werden, ein Transistor kann durch einen Sensor mit elektrischem Ausgangssignal an¬ gesteuert werden, ein Mikroschalter kann von Hand oder durch ein Maschinenteil betätigt werden, ein Niveausensor kann bei Eintauchen in einen Elektrolyten leitend werden etc. . So kann man die unterschiedlichsten Parameter überwachen und bei überschreiten eines Grenzwertes den zugehörigen Verbraucher mittels eines Thermoschalters abschalten, der zusätzlich noch einen überhitzungsschutz bietet.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beige¬ fügten schematischen Zeichnungen dargestellt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen:

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Kombination eines Bimetallschalters mit einem läge- und/oder beschleunigungsabhängig ansprechenden Schalter,

Fig. 2 zeigt im Längsschnitt eine andere Ausführungs¬ form eines läge- und/oder beschleunigungsabhängig ansprechenden Schalters,

Fig. 3 zeigt den die Elektroden tragenden Einsatz des Schalters gemäß Fig. 2 in der Draufsicht-,

Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines lage- und/oder beschleunigungsabhängig ansprechenden Schalters im Schnitt,

Fig. 5 zeigt ein erstes Schaltungsbeispiel einer er¬ findungsgemäßen Sicherheitsausschaltvorrichtung,

Fig. 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsge äßeπ Sicherheitsausschaltvorrichtung,

Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen mit Wegen zur Ausführung der Erfindung:

Fig. 1 zeigt einen imetal 1 Schalter 1, bei dem in einen elektrisch isolierenden, flachen Träger 1a zwei elektrische Anschlußfahnen 2 und- 3 mit Lötösen 4 und 5 eingebettet sind. Aus den Anschlußfahnen 2 und 3 sind Zungen 7 und 8 ausgestanzt, stufenförmig hochgestellt und ebenfalls abschnittweise, in den Träger 1a eingebettet. Die Zungen 7 und 8 liegen in Höhe und parallel zur Oberseite 9 des Trägers 1a, die Anschlußfahnen 2 und 3 liegen in Höhe und parallel zur Unterseite 6 des Trägers 1a.

Auf der einen Zunge 8 ist mit ihrem einen Ende eine Kontakt¬ feder 10 befestigt, welche an ihrem beweglichen Ende einen Schaltkoπtakt 11 trägt, der mit einem ruhenden Schaltkontakt 12 zusammenarbeitet, welcher auf der anderen Zunge 7 be¬ festigt ist. Zwischen Haken 15 vorn und hinten auf der Koπtaktfeder 10 und Laschen 17 seitlich an der Kontakt¬ feder ist eine Bimetallschnappscheibe 16 lose gehalten. Alternativ könnte die Bimetallschnappscheibe auch an der Unterseite der Kontaktfeder 10, also zwischen der Kontakt¬ feder 10 und dem Träger 1a angeordnet sein.

An der Unterseite des Trägers 1a ist eine Keramikplatte 18 angeordnet, welche als Träger für einen oder zwei Dickschichtwiderstände dient. An der- Keramikplatte 18 sind zwei starre Anschlußfahnen 20, 21 befestigt, welche in entgegengesetzte Richtungen von der Platte 18 abstehen und mit den Anschlußfahnen 2 bzw. 3 des Bimetallschalters verlötet sind.

Der Träger 1a besitzt eine von unten nach oben durch¬ gehende Durchbrechung 19, durch welche die in dem oder den Dickschichtwiderstäπden erzeugte ohmsche Wärme zur Bimetallschnappscheibe 16 gelangen kann.

Ferner ist ein auf Lageänderungen und/oder Beschleunigungen ansprechender Schalter 22 vorgesehen, der ein Gehäuse 23 mit durchgehender zylindrischer Bohrung hat. In die Bohrung sind zwei Einsatzteile 24 und 25 eingefügt, deren einander zugewandte Oberflächen schwach konkav ausge- bildet und mit zwei Elektroden 26 bzw. 27 belegt sind, welche einen Hohlraum begrenzen, in welchem eine Kugel 28 frei beweglich angeordnet ist.

Das Gehäuse 23 und die beiden Einsatzteile 24 und 25 bestehen aus Kunststoff. Zwischen den beiden Einsatz- teilen 24 und 25 befindet sich ein Kunststoffring 29, welcher die beiden Einsatzteile und damit auch die beiden Elektroden 26 und 27 auf Abstand hält. Von den beiden Elektroden, die z.B. durch stromlose Metallab- scheidung auf den beiden Eiπsatztei len 24 und 25 ge¬ bildet sein können, führt je eine Anschlußfahne 30 und 31 durch den Spalt zwischen den beiden Einsatztei len 24 und 25 auf der einen Seite und dem Gehäuse 23 auf der anderen Seite in entgegengesetzte Richtungen nach drausseπ. Mit einer dieser Anschlußfahnen 31 ist der Schalter 22 mit einer Strombahn auf der keramischen Platte 18 verlötet. Die Kugel 28 besteht wenigstens an ihrer Oberfläche aus Metall. In der dargestellten Lage ist der Schalter 22 offen. Bei starken Beschleunigungen in einer senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Ebene oder beim Kippen des Schalters 22 um 90° bewegt sich die Kugel 28 in eine Position, in welcher sie unter überbrückung des schmalen Rings 29 mit beiden Elektroden 26 und 27 Kontakt macht und dadurch den Schalter schließt.

Schaltungsbeispiele der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung sind in Fig. 5 und Fig. 6 dargestellt.

Fig. 5 zeigt einen aus einer Wechselspannuπgsquel le ge¬ speisten Verbraucher R, mit welchem der Bimetallschalter 1 in Reihe liegt. Parallel zum Bimetallschalter ist ein

Widerstand R 2 vorgesehen, welcher den Bimetallschalter 1 ständig überbrückt. Ein elektrisches oder elektronisches schaltbares Bauteil 22, welches in einem Schaltzustand leitend ist und in einem anderen Schaltzustand sperrt, z.B. eine Fotodiode, ein Transistor, ein willkürlich betätigbarer Mikroschalter, ein Niveausensor oder dg1. , insbesondere ein läge- und/oder beschleunigungsabhängig ansprechender Schalter liegt parallel zum Verbraucher R und gleichzeitig in Reihe mit einem Vorwiderstand R. , dessen eines Ende mit dem Schalter 22 und dessen anderes Ende mit einem zwischen dem Bimetallschalter 1 und dem Verbraucher R liegenden Anschlußpunkt 32 der den Haupt¬ strom führenden Leitung 33 verbunden ist. Die Wider¬ stände R. und R 2 sind vorzugsweise Dickschichtwideπ- stände, welche sich auf der Keramikplatte 18 befinden.

Bei einer Netzspannung von 220 V und einem Widerstand des Verbrauchers von R = 50 _ L ist eine geeignete Bemessung für die Widerstände R. und R 2

R 1 = 10 kJλ

R 2 = 30 ki .

Im Normalbetriebzustand, d.h. bei geschlossenem Bi etall- Schalter 1 und offenem Schalter 22,fließt durch den Wider¬ stand R 1 überhaupt kein Strom und durch den Widerstand R 2 nur ein vernachlässigbarer Strom. Spricht jedoch der Schalter 22 (beispielsweise infolge einer Lageänderung)

an und schließt, dann liegt an den Enden des Widerstandes R 1 die volle Netzspannung, so dass der Widerstand R, mit einer Heizleistung von ungefähr 4,8 W den Bimetal 1 Schalter 1 beheizt, bis dieser seine Schalttemperatur überschreitet und öffnet. Danach ist der Verbraucher R stromlos und die Netzspannung fällt nunmehr über die in Reihe liegenden Widerstände R. und R 2 ab, die nun gemeinsam nur noch eine Heizleistung von ungefähr 1,2 W erzeugen, die jedoch aus¬ reicht, um den Bimetallschalter 1 offen zu halten.

Im Schaltungsbeispiel gemäß Fig. 6 wird der Verbraucher R ebenfalls aus dem Wechselspannungsnetz gespeist und in Reihe mit dem Verbraucher R liegt der " Bimetal Ischalter 1, welcher durch die beiden in Reihe liegenden Widerstände R 3 und R. überbrückt wird. Das zwei Schaltzustände aufweisende Bauteil 22, bei dem es sich wiederum ins¬ besondere um einen läge- und/oder beschleunigungsabhäπgig ansprechenden Schalter handelt, liegt parallel zum Ver¬ braucher R, und zwar in der Weise, dass die eine Klemme des Schalters 22 mit der Verbindungsleitung 34 der beiden Widerstände R, und R. verbunden ist.

Unter Zugrundelegung einer Netzspannung von 220 V und eines Widerstands des Verbrauchers von R = 50 S sind geeignete Widerstandswerte für die beiden Widerstände R 3 und R 4

50 k £L

15 k .

Im Normalbetriebszustand, wenn der Bimetal 1 Schalter 1 ge¬ schlossen und der andere Schalter 22 offen ist, fließt durch die Widerstände R 3 und R. nur ein vernachlässigbarer Strom. Wenn der Schalter 22 beispielsweise infolge einer Lageänderung schließt, dann fällt über jedem der beiden Widerstände R 3 und R 4 die Netzspannung in voller Höhe ab, sie sind in diesem Fall zueinander parallel geschaltete Vorwiderstände des Schalters 22. In ihnen wird mit einer Leistung von zusammen ungefähr 6,5 W ohmsche Wärme erzeugt, mit welcher der Bimetallschalter 1 beheizt wird, bis er seine Schalttemperatur überschreitet und öffnet. Danach fällt nur noch über dem Widerstand R 3 die volle Netzspannung ab und der Bimetallschalter 1 wird praktisch nur noch vom Widerstand R 3 mit der verminderten Leistung von ungefähr 3,25 W beheizt, was zum Offenhalten des Bimetallschalters 1 ausreicht. Der Widerstand R 4 und der Verbraucher R sind praktisch stromlos.

Spricht nicht der Schalter 22, sondern nur der Bimetall¬ schalter 21 infolge einer überhitzung an, dann fließt im Schaltungsbeispiel gemäß Fig. 5 der gesamte Strom durch den Widerstand R 2 , im Schaltungsbeispiel gemäß Fig. 6 durch die beiden hintereinander liegenden Widerstände R 3 und R.; im ersten Schaltungsbeispiel beheizt der Widerstand R 2 den Bimetallschalter 1 mit einer Leistung von ungefähr 1,6 W und hält ihn offen, im zweiten Schaltungsbeispiel beheizen die Widerstände R 3 und R 4 den Bimetallschalter 1 mit einer Leistung von zusammen unge-

fähr 1,6 W und halten ihn offen. Gleichzeitig entwickelt der Verbraucher R infolge des hochohmigen Vorwider¬ standes R 2 bzw. R 3 + R, nur noch eine ver " nachlässigbare Lei stung.

In der Anordnung gemäß Fig. 1 kann der Schalter 22 durch einen abgewandelten Schalter wie in Fig. 2 oder Fig. 4 dargestellt, ersetzt werden. Der in Fig. 2 und 3 darge¬ stellte Schalter 40 eignet sich besonders für die Ver¬ wendung in Bügeleisen. Der Schalter 40 hat ein Gehäuse - 41 mit einer zylindrischen Ausnehmung 42, welche durch ein Einsatzteil 43 verschlossen i-st.

Das Einsatzteil 43 hat eine schwach konkave, innenliegende Oberfläche, welche mit zwei Elektroden 44 und 45 belegt ist, deren Gestalt in der Draufsicht in Fig. 3 erkenn¬ bar ist. Das Gehäuse 41 und das Einsatzteil 43 bestehen aus Kunststoff. Die Elektroden 44 und 45 können auf dem Einsatzteil 43 durch stromlose Metal labscheidung ge- bildet sein.

Die beiden Elektroden 44 und 45 haben die Gestalt eines Streifens und beide Elektroden gehen vom tiefsten Punkt der konkaven Oberfläche des Einsatzteils 43 aus und ver- laufen in entgegengesetzte Richtungen bis zum Rand der konkaven Oberfläche des Einsatzteils 43. Von dort aus führen zwei Anschlußfahnen 46 und 47 durch den Spalt zwischen dem Gehäuse 41 und dem Einsatzteil 43 nach außen. In der Mitte des Einsatzteils 43, wo die beiden Elektroden 44 und 45

zusammentreffen, ist in der konkaven Oberfläche eine kreisförmig umrandete Vertiefung 48 vorgesehen, welche gleichzeitig die beiden Elektroden 44 und 45 begrenzt.

In dem Hohlraum 42 befindet sich eine frei bewegliche Kugel 49, deren Radius größer ist als der Radius der Vertiefung 48 und welche wenigstens an ihrer Oberfläche aus Metall besteht.

Bei der in Fig. 2 gezeigten Lage liegt die Kugel 49 im tiefsten Punkt des Einsatzteils 43 und macht mit beiden Elektroden 44 und 45 Kontakt: Der Schalter ist ge¬ schlossen. Bei Lageänderungen oder bei Beschleunigungen in einer zur Zeichenebene senkrechten Ebene wird die Kugel 49 aus ihrer in Fig. 2 gezeigten Lage ausgelenkt: Der Schalter ist geöffnet.

Der in Fig. 2 dargestellte Schalter wird so im Bügeleisen eingebaut, dass er die in Fig. 2 dargestellte Lage ein- nimmt, wenn das Bügeleisen auf seiner Bügelsohle steht.

Ist das Bügeleisen in Ruhe, nimmt die Kugel die in Fig. 2 dargestellte Lage ein und schließt den Schalter, so dass bei Anwendung einer der in Fig. 5 und Fig. 6 darge¬ stellten Schaltungsbeispiele das Bügeleisen abgeschaltet wird, so dass das Bügelgut oder die Bügelunterlage nicht versehentlich versengt werden. Beim Bügeln jedoch wird das Bügeleisen hin und her bewegt, und das hat zur Folge, dass die Kugel auf der konkaven Oberfläche des Einsatzteils

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43 hin und her rollt und allenfalls zufallsbedingt und kurzzeitig die beiden Elektroden 44 und 45 miteinander verbindet. Der dabei auftretende kurzzeitige Stromfluß durch den Widerstand R. (Schaltungsbeispiel Fig. 5) bzw. durch die Widerstände R 3 und R. (Schaltungsbeispiel Fig.6) dauert jedoch nicht lange genug, um den Bimetallschalter 1 bis über seine Schalttemperatur zu erwärmen, so dass bei normalen Bügelbewegungen die Beheizung der Bügelsohle gewährleistet ist. Entsprechendes gilt , wenn das Bügel¬ eisen in Bügelpausen, wie es üblich ist, hochgestellt wird.

Fig. 2 zeigt noch zwei Gewindebohrungen 50 im Gehäuse, welche zur Montage des Schalters 40 dienen.

Der in Fig. 4 dargestellte Schalter 52 hat ein Gehäuse 53 mit glockenförmigem Hohlraum 54, welcher im unteren Be¬ reich eine ringförmige Elektrode 55 trägt, von welcher eine Lötfahne 56 durch den Spalt zwischen dem Gehäuse 53 und einer den Hohlraum 54 verschließenden Platte 57 nach außen führt. Im Hohlraum 54 ist ein metallischer Klöppel 58 frei pendelnd aufgehängt. Vom Klöppel 58 führt eine weitere Lötfahne 59 aus dem Gehäuse heraus. Bei der in Fig. 4 dargestellten Normallage berührt der Klöppel die Elektrode 55 nicht: Der Schalter ist offen. Wird der Schalter 52 über eine seiner Kanten um 90° oder 180° ge¬ kippt, macht der Klöppel 58 Kontakt mit der Elektrode 55: Der Schalter ist geschlossen.