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Patent Searching and Data


Title:
SAFETY ELEMENT FOR A PASSENGER TRANSPORT INSTALLATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/009166
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for monitoring a passenger transport installation, specifically for monitoring the entraining elements (5, 6, 18, 19, 37, 42) that establish a connection of a plate link chain to a step (1) or pallet (29) of the passenger transport installation, wherein a triggering element (11, 12, 25, 26, 27, 43) is provided at the entraining element, which triggering element triggers an alarm state if a specifiable motion of the entraining element is detected or if at least one safety element is missing.

Inventors:
LANZKI, Winfried (Dürerstraße 23, Unna, 59423, DE)
ZEIGER, Heinrich (Haurottheide 2, Münster, 48157, DE)
Application Number:
EP2013/063533
Publication Date:
January 16, 2014
Filing Date:
June 27, 2013
Export Citation:
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Assignee:
KONE CORPORATION (Kartanontie 1, Helsinki, FIN-00330, FI)
LANZKI, Winfried (Dürerstraße 23, Unna, 59423, DE)
ZEIGER, Heinrich (Haurottheide 2, Münster, 48157, DE)
International Classes:
B66B29/00
Domestic Patent References:
2008-03-20
Foreign References:
US20120103756A12012-05-03
US20080135376A12008-06-12
DE19606317A11997-08-28
DE10027490A12001-12-20
DE102008009458A12009-08-20
JP2007076823A2007-03-29
DE29603962U11997-07-03
Attorney, Agent or Firm:
K&H BONAPAT (Eduard-Schmid-Straße 2, München, 81541, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Sicherung des Betriebes einer Personenförderanlage, umfassend eine Überwachung eines Mitnahmeelements (5, 6, 18, 19, 37, 42), das als Sicherungsglied zwischen einem Zugorgan (2, 14, 39) und einer Stufe (1 , 13, 38) oder Palette (29) der Personenförderanlage fungiert, wobei mitnahmeelementseitig ein Auslöseelement (11 , 12, 25, 26, 27, 43) angeordnet ist, das bei Feststellung einer vollzogenen vorgebbaren Bewegung des Mitnahmeelements (5, 6, 18, 19, 37, 42) aus seiner die Verbindung zwischen Zugorgan und Stufe sichernden Position oder bei Feststellung eines Fehlens des Mitnahmeelementes einen Alarmzustand auslöst.

2. Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass die vom Auslöseelement (1 1 , 12, 25, 26, 27, 43) feststellbare vorgebbare Bewegung eine Relativbewegung des Mitnahmeelementes (5, 6, 18, 19, 37, 42) gegenüber der Stufe (1 , 13, 38) oder Palette (29) ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass der Alarmzustand die Stillsetzung des Antriebes der Personenförderanlage umfasst.

4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (11 , 12, 43) ein mechanischer Taster ist, der mit vorgebbarem Abstand zum Mitnahmeelement (42) positioniert ist, wobei der Taster (1 1 , 12, 43) bei Kontakt mit dem Mitnahmeelement (42) die vorgebbare Bewegung des Mitnahmeelements feststellt und den Alarmzustand auslöst. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (25, 26, 27) ein berührungslos arbeitender Sensor ist, der auf die Umfangsfläche des Mitnahmeelements (18, 19) ausgerichtet ist und dessen Bewegung als vorgegebaren Weg des Mitnahmeelements (18, 19) misst und bei dessen Überschreitung oder bei Fehlen des Mitnahmeelements oder eines zu seiner Fixierung vorgesehenen Sicherungselements den Alarmzustand auslöst.

6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (1 1 , 12, 25, 26, 27, 43) ein Frequenz-Signal generiert, das im Laufbetrieb der Personenförderanlage die Zählrate von Mitnahmeelementen (5, 6, 18, 19, 37, 42) pro Zeiteinheit und Abhängigkeit der Laufgeschwindigkeit der Personenförderanlage kennzeichnet und bei Abweichung von einem vorgebbaren Frequenzwert den Alarmzustand auslöst. 7. Sicherheitseinrichtung einer Personenförderanlage, deren Stufen (1 , 13, 38) bzw. Paletten (29) jeweils über ein Mitnahmeelement (5, 6, 18, 19, 37, 42) mit mindestens einem Zugorgan (2, 14, 39) in Verbindung stehen, wobei die Sicherheitseinrichtung ein Auslöseelement (11 , 12, 25, 26, 27, 43) aufweist, das mitnahmeelementseitig angeordnet ist, dergestalt, dass das Auslöseelement (1 1 , 12, 25, 26, 27, 43) bei Feststellung einer vollzogenen vorgebbaren Bewegung des jeweiligen Mitnahmeelements (5, 6, 18, 19, 37, 42) aus seiner die Verbindung zwischen Zugorgan und Stufe sichernden Position oder bei Feststellung des Fehlens eines Mitnahmeelements einen Alarmzustand auslöst. 8. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (11 , 12, 43) ein mechanischer Taster ist, der mit vorgebbarem Abstand zum Mitnahmeelement (5, 6, 18, 19, 42) positioniert ist. 9. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (25, 26, 27) ein berührungslos arbeitender Sensor ist, der auf die äußere Umfangsfläche des Mitnahmeelements (18, 19) ausgerichtet ist.

10. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (11 , 12, 25, 26, 27, 43) über einen Halter (32) im nicht sichtbaren Bereich (31 ) des Transport- (28) und/oder Rücklauftrums (30) der Stufen (1 , 13, 38) bzw. Paletten (29) angeordnet ist.

11. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auslösen des Alarmzustands ein Stillsetzen des Antriebs der Personenförderanlage umfasst.

Description:
SICHERHEITSELEMENT FÜR PERSONENFÖRDERANLAGE

Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung und ein Verfahren zur Sicherung des Betriebes einer Personenförderanlage, wie beispielsweise einer Rolltreppe oder eines Rollsteiges, deren Stufen bzw. dessen Paletten mit jeweils einem Mitnahmeelement an einem Zugorgan, beispielsweise einer Antriebskette angekoppelt sind. Der DE 196 06 317 A1 ist eine Einrichtung zur Überwachung des Anhebens und/oder des Absenkens einzelner Stufen des Stufenbandes von Rolltreppen zu entnehmen, wobei die Stufen mit auf Führungsbahnen sich abstützenden Laufrollen versehen und zwischen im Bereich der Balustradensockel vorgesehenen endlosen Antriebsketten gehalten sind, mit mindestens einer im Wesentlichen im Übergangsbogen aus der Horizontalen in den Schräglauf vorgesehenen, insbesondere den Antrieb der Rolltreppe stillsetzenden Sicherheitseinrichtung. Die Sicherheitseinrichtung beinhaltet mindestens ein gegenüber den Stufen mittel- oder unmittelbar federnd gelagertes, mit einer Abschalteinrichtung in Wirkverbindung stehendes in Richtung der Stufen des Stufenbandes sich erstreckendes Bauteil, das mit vorgebbarem Abstand zu den durchlaufenden Stufen unterhalb des Stufenbandes angeordnet ist, wobei das Bauteil mittel- oder unmittelbar mit einer im Bereich der Stufen vorgesehenen, die Auslenkung des Bauteils herbeiführenden Vorrichtung, zusammenwirkt. Diese Sicherheitseinrichtung erkennt damit eine ungewollte Auslenkung einer Stufe aus dem für sie vorgesehnen Laufweg.

Mit dieser Einrichtung ist es prinzipiell unter Last möglich, das Anheben/Absenken einzelner Stufen innerhalb eines Stufenbandes einer Rolltreppe erkennen zu können. Dies ist jedoch bei unbelastetem Stufenband, d.h. ohne Personentransport, so eher nicht möglich, da bei Defekten im Stufenoder Palettenanlenkungsbereich eine Absenkung der jeweiligen Stufe nicht eintritt, vielmehr erst bei einer Belastung, beispielsweise durch eine Person, erfolgt. Je nach lokalem Auftreten des Schadens kann es möglicherweise für eine Erkennung und Abschaltung des Rolltreppen- oder Rollsteigantriebs für die das Ereignis auslösende Person möglicherweise zu spät sein, um Personenschäden zu verhindern.

Der Stand der Technik beinhaltet eine Reihe von Druckschriften, die sich mit der allgemeinen Thematik„Fehlstufenerkennung" auseinandersetzen. Verwiesen sei hier lediglich auf die DE 100 27 490 A1 sowie DE 10 2008 009 458 A1.

Bei beiden Druckschriften überprüft der jeweilige zum Einsatz gelangende Sensor das Fehlen von Stufen dadurch, dass er auf den Bolzen der außerhalb des jeweiligen Antriebsstrangs vorgesehenen Stufen- bzw. Palettenrollen ausgerichtet ist.

Die JP 2007 076 823 A zeigt noch eine Sicherheitseinrichtung, bei der die Achse der an ihr sitzenden Laufrollen einer Rolltreppen-Stufe überwacht wird, sodass bei Beschädigung einer dieser Laufrollen der Betrieb der Rolltreppe abgeschaltet wird.

Derartige Einrichtungen sind somit für den konkreten Anwendungsfall, nämlich dass sich eine Verbindung zwischen miteinander verbundenen Bauteilen innerhalb der Zugorgane im Betriebszustand löst, nicht einsetzbar. Bei Verwendung von Laschenketten als Zugorgan für die Stufen oder Paletten der Personenförderanlage werden einzelne Laschen der Laschenkette über Bolzen mit einem Stufen- bzw. Palettenauge verbunden. Hier gibt es mehrere Lösungen, nämlich auf jeder inneren Seite der Laschenkette im Stufenabschnitt ein Bolzenstück vorzusehen, das mit dem jeweiligen Stufen-/Palettenauge in Wirkverbindung steht, oder aber eine sich zwischen den beiden Laschenketten über die Stufen- respektive Bolzenaugen erstreckende durchgehende Achse. Beispielsweise sei hier auf die DE 296 03 962 U1 verwiesen, die sich mit dem Ein- und Ausbau einer durchgehenden Stufen- oder Palettenachse auseinandersetzt.

Das zum Einsatz gelangende Mitnahmeelement kann hierbei als Voll- oder Hohlbolzen respektive als durchgehende Achse ausgebildet sein und für die Aufnahme entsprechender Endbereiche von Kettenbolzen dienen, womit letztere dann mit dem jeweiligen Stufen- oder Palettenbauteil über die Wirkverbindung mit dem jeweiligen Mitnahmeelement verbunden sind.

Unabhängig von der Art der Ausbildung des Mitnahmeelements wird eine Relativbewegung im jeweiligen Montagebereich zwischen dem jeweiligen Kettenbolzen und dem zugehörigen Mitnahmeelement bauseitig dadurch vermieden, dass Sicherungselemente, beispielsweise in Form von Schrauben und/oder Sicherungsblechen, zum Einsatz gelangen.

Im Verlauf der Standzeit einer Rolltreppe, respektive eines Rollsteigs, werden turnusmäßig Servicearbeiten durchgeführt oder aber bei Bedarf notwendige Reparaturen an schadhaften Bauteilen vorgenommen.

Diese Servicearbeiten werden vielfach nicht vom Hersteller derartiger Rolltreppen/Rollsteige, sondern von Subunternehmern durchgeführt. Hier werden vielfach Mitarbeiter eingesetzt, die zwar das Produkt Rolltreppe/Rollsteig allgemein kennen, jedoch nicht immer auf das jeweilige Produkt, bzw. den konstruktiven Aufbau einzelner Komponenten des Produkts, geschult sind. Bei den angesprochenen Tätigkeiten kann es somit geschehen, dass möglicherweise Sicherungselemente, wie sie in der DE 296 03 962 U1 beschrieben werden, entweder gar nicht oder nur nachlässig bei Reparatur- oder Wartungsarbeiten wieder eingebaut werden. In Folge der im Betriebszustand der Rolltreppe/des Rollsteigs gegebenen Vibrationen kann es somit geschehen, dass nachlässig angebrachte Sicherungselemente sich lösen und es somit im Verbindungsbereich Kettenbolzen/Mitnahmeelement zu einer Relativbewegung zwischen den genannten Bauteilen kommt, die im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Verbindung aufgehoben wird und die jeweilige Stufe/Palette sich absenkt.

Ziel des Erfindungsgegenstandes ist es, ein verbessertes Verfahren zur Gewährleistung einer Betriebssicherheit einer Personenförderanlage unter Behebung obiger Probleme im Stand der Technik bereitzustellen. Ziel des Erfindungsgegenstandes ist es damit, auf Fehlerquellen oder Schäden im konkreten Bereich einer Stufen-/Palettenanbindung an einem Zugorgan reagieren zu können, bevor sich der Schaden durch eine fehlerhafte Auslenkung einer Treppenstufe oder Palette bemerkbar macht. Dieses Ziel wird erreicht durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 , sowie durch eine Sicherheitseinrichtung gemäß Anspruch 7.

Grundgedanke der Erfindung ist es, die Verbindungselemente zwischen Zugorgan und Stufe oder Palette einer Personenförderanlage zu überwachen. Diese Verbindungselemente betreffen zuvorderst ein Mitnahmeelement, das das Verbindungsglied zwischen Antriebskette und Stufe/Palette darstellt. Oft ist das Mitnahmeelement kettenseitig an einem Kettenbolzen und stufen, bzw. palettenseitig über ein Palettenauge gekoppelt, wobei in solchen Fällen sowohl der Kettenbolzen als auch das Palettenauge zu den Verbindungselementen gehört.

Erfindungsgemäß ist mitnahmeelementseitig ein Auslöseelement angeordnet, das bei Feststellung einer vollzogenen vorgebbaren Bewegung des Mitnahmeelements aus seiner die Verbindung zwischen Zugorgan und Stufe sichernden Position oder bei Feststellung des Fehlens mindestens eines Sicherungselements den Alarmzustand auslöst, ggf. den Antrieb der Personenförderanlage stillsetzt. Der Alarmzustand kann überdies eine Übermittlung des Alarms per Funk oder dergleichen an eine Sicherheits- oder Wartungsperson umfassen. Von einer Bewegung des Mitnahmeelements ist auszugehen, wenn sich einerseits die Verbindung zwischen Mitnahmeelement und Kettenbolzen und/oder andererseits die Verbindung zwischen Mitnahmeelement und Palettenauge löst. Die Erfindung schafft damit eine verbesserte Sicherheitsüberwachung, da ein Sicherheitsrisiko festgestellt wird, bevor die Stufe oder Palette aus ihrer Laufposition gebracht werden wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den zugehörigen verfahrensgemäßen Unteransprüchen 2 bis 6 zu entnehmen. Die vom Auslöseelement feststellbare vorgebbare Bewegung des Mitnahmeelements kann eine Relativbewegung des Mitnahmeelementes gegenüber der Stufe oder Palette sein. In diesem Fall ist das Auslöseelement an seiner zugehörigen Stufe/Palette angeordnet. Das Auslöseelements kann aber auch stationär im Transporttrum oder Rücklauftrum angeordnet sein, womit sich die Zahl der für die gesamte Rolltreppe oder den Rollsteig erforderlichen Auslöseelemente erheblich reduziert. Soll das Auslöseelement im Transporttrum angeordnet sein, ist es vorteilhaft, es im für den Fahrgast nicht sichtbaren Bereich unterzubringen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Auslöseelement ein mechanischer Taster, der mit vorgebbarem Abstand zum jeweiligen Mitnahmeelement, bzw. seinem durch den Umlauf der Personenförderanlage vorgegebenen Laufweg positioniert ist, so dass der Taster die fragliche Bewegung des Mitnahmeelements dann erkennt, wenn das Mitnahmeelement auf den Taster trifft. Um ein Fehlen eines Mitnahmeelementes feststellen zu können, kann ein zusätzliches Tastsystem angeordnet sein: So kann beispielsweise ein Taster stationär im Rücklauftrum angeordnet sein, auf den ein an jeder Stufe oder Palette vorgesehenes Impulsgeberelement in Form eines Kontaktblechs trifft, wodurch beim Lauf der Personenförderanlage ein Frequenzsignal generiert wird, das abhängig von der Laufgeschwindigkeit der Personenförderanlage die Zahl der detektierten Stufen pro Zeiteinheit kennzeichnet. Das Fehlen eines Mitnahmeelements wird dann durch Abweichen von einer vorbestimmten Frequenz erkannt.

Gemäß einer Alternative kann das Auslöseelement auch ein berührungslos arbeitender Sensor sein, der auf die Umfangsfläche des Mitnahmeelementes ausgerichtet ist und dessen Bewegung misst. Überschreitet diese Bewegung einen vorgegebenen Sollwert, so wird durch die Sicherheitseinrichtung ein Alarm ausgelöst, ggf. der Antrieb der Personenförderanlage stillgesetzt.

Das Erfindungsziel wird ebenfalls erreicht durch eine Sicherheitseinrichtung zur Umsetzung des oben beschriebenen Überprüfungs- und Überwachungs- Verfahrens. Die Sicherheitseinrichtung weist mindestens ein Auslöseelement auf, das beispielsweise im nicht sichtbaren Bereich des Transport- und/oder Rücklauftrums der Stufen bzw. Paletten der Personenförderanlage mitnahme- elementseitig angeordnet ist, dergestalt, dass das Auslöseelement bei einer Bewegung des jeweiligen Mitnahmeelements gegenüber der Stufen oder Palette oder beim Fehlen mindestens eines Sicherungselements den Alarmzustand auslöst. Ein Auslöseelement kann ebenso jeweilig an den einzelnen Stufen bzw. Palette angebracht sein, womit dann eine Relativbewegung des Mitnahmeelements gegenüber der Stufe bzw. Palette detektiert werden kann. Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den zugehörigen gegenständlichen Unteransprüchen 7 - 9 zu entnehmen. Gegenüber dem Stand der Technik wird somit eine auf den sehr speziellen Anwendungsfall einer Stufen /Palettenbefestigung ausgerichtete Sicherheitseinrichtung vorgestellt, die einfach im Aufbau und darüber hinaus sehr wirksam ist, da sie bereits bei geringen Relativbewegungen zwischen den miteinander in Wirkverbindung stehenden Bauteilen den Antrieb der Rolltreppe/des Rollsteigs stillsetzen kann.

Das Auslöseelement kann ein mechanischer Taster sein, der mit vorgebbarem Abstand zum Mitnahmeelement positioniert wird, wobei der Taster bei Kontakt mit dem Mitnahmeelement den Antrieb der Personenförderanlage stillsetzen kann.

Hinsichtlich einer Feststellung einer axialen Bewegung des Mitnahmeelements kann der Taster vorteilhaft so angeordnet sein, dass er mit dem freien Ende des Mitnahmeelementes in Kontakt gelangt.

Alternativ kann das Auslöseelement auch ein berührungslos arbeitender Sensor sein, der eine Relativbewegung des Mitnahmeelements misst und bei Überschreitung eines vorgebbaren Wegs des Mitnahmeelements den Antrieb der Personen- förderanlage stillsetzt.

Einem weiteren Gedanken der Erfindung gemäß ist das jeweilige Auslöseelement im nicht sichtbaren Bereich der Personenförderanlage angeordnet. Bevorzugt werden je Stufe oder Palette an vorgebbarer Stelle des Transport- und/oder des Rücklauftrums des Zugorgans zwei einander gegenüber liegende Auslöseelemente zwischen den parallel zueinander verlaufenden Zugorganen angeordnet. Abweichend zum Stand der Technik ist das jeweilige zum Einsatz gelangende Auslöseelement innerhalb der, d.h. zwischen den Zugorgane(n) angeordnet, und ist so in der Lage, die hier gegebene Verbindung zwischen den Kettenbolzen und den bedarfsweise unterschiedlich ausgebildeten Mitnahmeelementen zu überwachen.

Der Erfindungsgegenstand ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 Schnitt durch eine Stufe samt Darstellung unterschiedlicher

Mitnahmeelemente in Verbindung mit einer Sicherheitseinrichtung;

Figur 2 Schnitt durch eine Stufe samt Darstellung unterschiedlicher

Mitnahmeelemente in Verbindung mit einer Sicherheitseinrichtung;

Figuren 3 und 4 Schnitt und Seitenansicht eines Palettenbandes samt

Sicherheitseinrichtung;

Figuren 5 und 6 Seitenansicht und Detailschnitt zu Figur 1 samt

Sicherheitseinrichtung.

Figur 1 zeigt einen Schnitt durch eine Stufe 1 im sichtbaren Bereich des Stufenbandes (Vorlauf) einer nicht weiter dargestellten Personenförderanlage. In spiegelbildlicher Darstellung sind zwei Stufenteile 1 ',1 " erkennbar. Ferner erkennbar ist jeweils ein Zugorgan 2 in Form einer Laschenkette, die außen über einen Kettenbolzen 3 mit einer Kettenrolle 4 verbunden ist. Der Kettenbolzen 3 ist auf der der Kettenrolle 4 abgewandten Seite des Zugorgans 2 mit einem Mitnahmeelement 5, 6 verbunden. Das Mitnahmeelement 5 (linker Teil der Figur 1 ) ist als Bolzenstück ausgebildet, das das Stufenauge 7 der Stufe 1' durchgreift. Über nur angedeutete Sicherungselemente 8 ist das Bolzenstück 5 mit dem Stufenauge 7 verbunden. Eine axiale Relativbewegung zwischen dem Kettenbolzen 3 und dem Bolzenstück 5 ist somit nicht möglich. Im rechten Teil der Figur 1 ist ein als durchgehende Achse 6 ausgebildetes Mitnahmeelement dargestellt. Zur besseren Verdeutlichung wird auf den Gegenstand der DE 296 03 962 U1 verwiesen. In analoger Weise zum Bolzenstück 5 ist auch das als durchgehende Achse ausgebildete Mitnahmeelement 6 über nur angedeutete Sicherungselemente 9 mit dem zugehörigen Stufenauge 10 verbunden. Hier lediglich angedeutet sind Sicherheitseinrichtungen 11 , 12 in dieser Figur als mechanische Taster ausgebildet, die in den folgenden Figuren näher beschrieben werden. Figur 2 zeigt in analoger Weise zu Figur 1 eine Stufe 13, und zwar im Rücklauftrum, aufgeteilt in Stufenteile 13', 13". Auch hier sind Zugorgane 14 in Form von Laschenketten vorgesehen, die mit Kettenrollen 15 in Wirkverbindung stehen. Die Kettenrollen 15 werden in diesem Beispiel zwischen Führungselementen 16, 17 geführt.

Wie bereits in Figur 1 angedeutet, ist im linken Teil der Figur 2 ein Bolzenstück 18 als Mitnahmeelement vorgesehen, während im rechten Teil der Figur 2 eine durchgehende Achse 19 als Mitnahmeelement angedeutet ist. Über ebenfalls nur angedeutete Sicherungselemente 20, 21 steht das jeweilige Mitnahmeelement 18, 19 über das zugehörige Stufenauge 22, 23 mit dem Mitnahmeelement 18, 19 in Wirkverbindung, so dass zwischen dem Kettenbolzen 24 und dem jeweiligen Mitnahmeelement 18, 19 keine axiale Relativbewegung möglich ist.

Auch hier sind Sicherungseinrichtungen 25, 26 vorgesehen, die in diesem Beispiel als auf die Umfangsfläche des jeweiligen Mitnahmeelements 18, 19 ausgerichteter berührungslos wirkende Taster vorgesehen sind. Sowie sich das Mitnahmeelement aus seiner Sicherungsposition bewegt, detektiert der Taster bei Überschreiten eines Schwellwertes besagte Bewegung und kann damit den Alarm auslösen. Soll eine axiale Bewegung des Mitnahmeelements detektiert werden, soll das Auslöseelement am freien Ende des Kettenbolzens angeordnet sein. Die Figuren 3 und 4 zeigen eine weitere Ausgestaltung in Schnitt- und Seitenansicht zur Anordnung einer Sicherheitseinrichtung 27. Erkennbar ist das Transporttrum 28 für die Paletten 29 sowie das Rücklauftrum 30 für die Paletten 29.

Die Sicherheitseinrichtung 27 ist im nicht sichtbaren Bereich 31 , d.h. zwischen Transporttrum 28 und Rücklauftrum 30, vorgesehen und ist über einen Halter 32 mit einem Gerüstteil 33 der Personenförderanlage verbunden. Der besseren Übersicht halber ist hier lediglich eine einzelne Sicherheitseinrichtung 27 in Form eines berührungslos arbeitenden Tasters dargestellt. In diesem Beispiel ist ein geformtes Sicherheitsblech 34 vorhanden, das über eine Schraube 35 einerseits mit dem Palettenauge 36 und andererseits mit dem Mitnahmeelement 37 in Wirkverbindung steht. Sollte nach einer Reparatur oder Wartungsmaßnahme dieses Sicherungsblech 34, auf welches die Sicherheitseinrichtung 27 ausgerichtet ist, nicht wieder eingebaut worden sein, wird beim Durchlauf des Rücklauftrums 30 durch die Sicherheitseinrichtung 27 das Fehlen des Sicherungsblechs 34 festgestellt und der nicht weiter dargestellte Antrieb der Personenförderanlage wird still gesetzt.

In analoger Weise zu den Figuren 1 und 2 sind auch die Figuren 5 und 6 zu werten. Erkennbar ist hier jeweils eine Stufe 38. Ferner erkennbar ist ein Zugorgan 39 in Form einer Laschenkette sowie eine über einen Bolzen 40 mit dem Zugorgan 39 verbundene Kettenrolle 41. Der Kettenbolzen 40 wirkt mit einem Bolzenstück 42 als Mitnahmeelement zusammen. Wie in den vorangegangenen Figuren beschrieben, ist das Bolzenstück 42 gegenüber dem Stufenauge 7 gesichert.

Ferner erkennbar ist eine Sicherheitseinrichtung 43 in Form eines mechanischen Tasters 43', der in diesem Beispiel mit definiertem Abstand, ca. 5 mm, hinter dem freien Ende 44 des Bolzenstücks 42 positioniert ist. Sollte nach einer Wartungs- oder Reparaturarbeit die Sicherung zwischen dem Stufenauge 7 und dem Bolzenstück 42 nicht wieder hergestellt worden sein, würde das Bolzenstück 42 aus seiner Position heraus in Folge der im Betriebszustand der Personenförderanlage gegebenen Vibrationen herausrutschen und schließlich am Taster 43' zur Anlage kommen. Bei Berührung des Tasters 43' mit dem Ende 44 des Bolzenstücks 42 wird über die Sicherheitseinrichtung 43 der Antrieb der nicht weiter dargestellten Personenförderanlage unmittelbar still gesetzt.

Bezugszeichenliste

1 Stufe 25 Sicherungseinrichtungen

1 ' Stufenteil 26 Sicherungseinrichtungen 1 " Stufenteil 27 Sicherheitseinrichtung

2 Zugorgan 28 Transporttrum

3 Ketten bolzen 29 Palette

4 Ketten rolle 30 Rücklauftrum

5 Mitnahmeetement (Bolzenstück) 31 nicht sichtbarer Bereich

6 Mitnahmeelement (Achse) 32 Halter

7 Stufenauge 33 Gerüstteil

8 Sicherungselement (angedeutet) 34 Sicherheitsblech

9 Sicherungselement (angedeutet) 35 Schraube

10 Stufenauge 36 Palettenauge

1 1 Sicherheitseinrichtung 37 Mitnahmeelement

12 Sicherheitseinrichtung 38 Stufe

13 Stufe 39 Zugorgan

13' Stufenteil 40 Kettenbolzen

13" Stufenteil 41 Kettenrolle

14 Zugorgan 42 Bolzenstück (Mitnahmeelement)

15 Kettenrolle 43 Sicherheitseinrichtung

16 Führungselement 43' Sicherheitseinrichtung

17 Führungselement 44 Ende (Bolzenstück)

18 Bolzenstück (Mitnahmeelement)

19 Achse (Mitnahmeelement)

20 Sicherungselement

21 Sicherungselement

22 Stufenauge

23 Stufenauge

24 Kettenbolzen