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Title:
SAFETY HELMET AND METHOD FOR PRODUCING A SAFETY HELMET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/041394
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a safety helmet (10) having a helmet shell (12) and a damping element (14) arranged in said helmet shell (12). Said damping element (14) is arranged inside the helmet shell (12) and spaced from the helmet shell (12), a plurality of momentum absorption elements (20) at least portions of which can be elastically deformed being provided between the helmet shell (12) and the damping element (14).

Inventors:
TOLK, Siegbert (Am Papenbusch 16, Oldenburg, 23758, DE)
WIRRIES-SICKMANN, Lisa (Kalkbrennerstr. 4, Lübeck, 23562, DE)
Application Number:
EP2017/000992
Publication Date:
March 08, 2018
Filing Date:
August 17, 2017
Export Citation:
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Assignee:
DRÄGER SAFETY AG & CO. KGAA (Revalstraße 1, Lübeck, 23560, DE)
International Classes:
A42B3/12
Domestic Patent References:
WO2016102225A12016-06-30
Foreign References:
DE202015101194U12015-03-18
US20140007322A12014-01-09
US5204998A1993-04-27
US20150208751A12015-07-30
DE102010026238A12011-12-29
Attorney, Agent or Firm:
HEINEMEYER, Karsten (Drägerwerk AG & CO. KGaA, Moislinger Allee 53-55, Lübeck, 23558, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Schutzhelm (10) mit einer Helmschale (12) und zumindest einem in der

Helmschale (12) angeordneten Dämpfungselement (14),

dadurch gekennzeichnet,

dass das oder jedes Dämpfungselement (14) in der Helmschale (12) beabstandet von der Helmschale (12) angeordnet ist und

dass sich zwischen der Helmschale (12) und dem Dämpfungselement (14) oder den Dämpfungselementen (14) eine Mehrzahl von zumindest

abschnittsweise elastisch verformbaren Impulsabsorptionselementen (20) befindet.

2. Schutzhelm (10) nach Anspruch 1 , wobei jedes Impulsabsorptionselement (20) ein der Helmschale (12) zugewandtes Stützelement (22) und einen dem jeweiligen Dämpfungselement (14) zugewandten, elastisch verformbaren Dämpfungsteller (24) umfasst.

3. Schutzhelm (10) nach Anspruch 2, wobei die Impulsabsorptionselemente (20) eine im Wesentlichen konische Hüllkontur mit einem größten Durchmesser im Bereich des Dämpfungstellers (24) aufweisen.

4. Schutzhelm (10) nach Anspruch 2 oder 3, mit federnden oder elastisch

verformbaren Stützelementen (22).

5. Schutzhelm (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, mit Dämpfungstellern (24) aus einem Weichelastomer.

6. Schutzhelm (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei jeder

Dämpfungsteller (24) eines Impulsabsorptionselements (20) in einer den Dämpfungsteller (24) aufnehmenden Ausnehmung (26) in dem oder einem Dämpfungselement (14) platziert ist.

7. Verfahren zur Herstellung eines Schutzhelms (10) nach Anspruch 6, wobei Impulsabsorptionselemente (20) mit ihren Dämpfungstellern (24) in jeweils einer Ausnehmung (26) in dem Dämpfungselement (14) oder einem

Dämpfungselement (14) platziert werden und wobei anschließend die Helmschale (12) mit dem Dämpfungselement (14) oder den Dämpfungselementen (14) kombiniert wird.

Description:
BESCHREIBUNG

Dräger Safety AG & Co. KGaA, 23560 Lübeck, DE

Schutzhelm und Verfahren zur Herstellung eines Schutzhelms

Die Erfindung betrifft eine Kopfschutzbedeckung oder Kopfschutzbedeckungen, insbesondere einen Schutzhelm oder Schutzhelme, wie sie beispielweise von der Feuerwehr verwendet werden, und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Schutzhelms.

Die Feuerwehr oder vergleichbare Einsatzkräfte sind mit unterschiedlichsten Situationen konfrontiert. Das Spektrum reicht von technischer Hilfeleistung über Brandbekämpfung bis hin zu Gefahrguteinsätzen. Dabei werden unterschiedliche Komponenten zum Personenschutz benötigt. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei ein Schutzhelm.

Bekannte Schutzhelme weisen zumindest eine äußere Helmschale und zumindest ein in der Helmschale angeordnetes, üblicherweise mit der Helmschale

großflächig zum Beispiel durch Verkleben oder dergleichen, verbundenes

Dämpfungselement auf. Bekannte Dämpfungselemente sind zum Beispiel als Hartschaumbauteile ausgeführt und nehmen die von der Helmschale

weitergeleitete kinetische Energie von Stoßbelastungen auf oder zumindest im Wesentlichen auf. Dabei resultierende Verformungen des Dämpfungselements sind allerdings nicht reversibel, sodass ein Schutzhelm oftmals nicht weiter verwendbar ist, wenn dieser einer größeren Stoßbelastung ausgesetzt war.

Aus der DE 10 2010 026 238 A1 ist ein Schutzhelm bekannt, welcher als stoßdämpfende Innenausstattung im Innern der Helmschale einen Tragkorb aufweist, dessen Bänder plastisch verformbare Dämpfungselemente tragen, die an der Innenoberfläche der Helmschale anliegen. Aufgrund der plastischen

Verformung der Dämpfungselemente ist bei einer solchen Lösung die

Dämpfungswirkung auf einen einmaligen Lastfall beschränkt. Bei einem weiteren Einsatz wäre somit die Dämpfungswirkung nicht mehr gegeben oder ist zumindest deutlich reduziert.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Schutzhelm der eingangs genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, dass dieser einerseits den im Einsatz realistisch zu erwartenden Stoßbelastungen standhält,

insbesondere die Anforderungen der Stoßdämpfung nach EN 443, 2008; Absatz 4.2 (Bei der Prüfung des Helms ... darf die auf den Prüfkopf übertragene Kraft 15 kN nicht überschreiten.) erfüllt, und andererseits auch nach erlittenen

Stoßbelastungen nach Möglichkeit weiterhin verwendbar ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mittels eines Schutzhelms der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dazu ist bei einem solchen Schutzhelm, welcher eine Helmschale und zumindest ein in der

Helmschale angeordnetes Dämpfungselement umfasst, vorgesehen, dass das oder jedes Dämpfungselement in der Helmschale beabstandet von der

Helmschale angeordnet ist und dass sich zwischen der Helmschale und dem Dämpfungselement oder den Dämpfungselementen eine Mehrzahl von zumindest abschnittsweise elastisch verformbaren Impulsabsorptionselementen befindet.

Im Interesse einer besseren Lesbarkeit der nachfolgenden Beschreibung - jedoch ohne Verzicht auf eine weitergehende Allgemeingültigkeit - wird diese am Beispiel eines Schutzhelms mit genau einem Dämpfungselement fortgesetzt. Eine

Ausführungsform mit mehreren Dämpfungselementen ist dabei allerdings stets mitzulesen und als von der hier vorgelegten Beschreibung mit umfasst anzusehen.

Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die bei einer

Stoßbelastung vom Schutzhelm aufgenommene kinetische Energie zumindest zu einem erheblichen Teil von den zwischen der Helmschale und dem

Dämpfungselement befindlichen Impulsabsorptionselementen, und nicht mehr - wie bisher - im Wesentlichen vom Dämpfungselement aufgenommen wird. Dafür sind die Impulsabsorptionselemente zumindest abschnittsweise elastisch

verformbar. Aufgrund der elastischen Verformbarkeit nehmen die

Impulsabsorptionselemente nach der Absorption der kinetischen Energie der Stoßbelastung wieder ihre ursprüngliche Form an. Indem die kinetische Energie der Stoßbelastung ganz oder zumindest teilweise von den

Impulsabsorptionselementen aufgenommen wird, gelangt zum Dämpfungselement nur noch ein Bruchteil der bisher direkt auf dieses übertragenen kinetischen Energie. Dieses erfährt demnach bei einer auf den Schutzhelm wirkenden

Stoßbelastung keine oder eine allenfalls minimale und die weitere Verwendbarkeit des Schutzhelms nicht einschränkende irreversible Verformung. Erst bei einer größeren Stoßbelastung mit einer entsprechenden Energiemenge erfolgt die Absorption der resultierenden kinetischen Energie zu einem wesentlichen Teil auch durch das Dämpfungselement.

Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht somit darin, dass die kinetische Energie kleinerer und mittlerer Stoßbelastungen vollständig mittels der

Impulsabsorptionselemente absorbiert wird. Eine irreversible Verformung des Schutzhelms oder eines Teils des Schutzhelms findet dabei nicht statt. Nach dem Ende der Stoßbelastung nehmen die Impulsabsorptionselemente zumindest weitgehend wieder ihre ursprüngliche Form an. Der Schutzhelm bleibt einsetzbar. Erst bei einer größeren Stoßbelastung erfolgt die Absorption der kinetischen Energie auch mittels des irreversibel agierenden Dämpfungselements. Nach einer solchen Stoßbelastung ist durch Untersuchung des Dämpfungselements oder des Dämpfungselements und der Helmschale zu prüfen, ob der Schutzhelm weiterhin einsetzbar ist.

Der Schutzhelm ist demnach nach einer Stoßbelastung innerhalb gewisser

Grenzen weiterhin verwendbar, denn die Impulsabsorptionselemente formen sich nach der Stoßbelastung elastisch zurück und das Dämpfungselement ist von der Stoßbelastung nicht oder nur minimal betroffen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Dabei verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen

Unteranspruches hin und sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmalskombinationen der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen. Des Weiteren ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche bei einer näheren Konkretisierung eines Merkmals in einem nachgeordneten Anspruch davon auszugehen, dass eine derartige Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden ist.

Bei einer Ausführungsform des Schutzhelms umfasst jedes

Impulsabsorptionselement ein der Helmschale zugewandtes Stützelement und einen dem jeweiligen Dämpfungselement zugewandten, elastisch verformbaren Dämpfungsteller. Bei einem Impulsabsorptionselement mit einem elastisch verformbaren Dämpfungsteller ist die zumindest abschnittsweise elastische Verformbarkeit zumindest im Bereich des Dämpfungstellers gegeben. Optional kann auch das Stützelement elastisch verformbar sein. Die Unterteilung des Impulsabsorptionselements zumindest in ein Stützelement und einen

Dämpfungsteller erlaubt eine gezielte Materialauswahl für das Stützelement einerseits und den Dämpfungsteller andererseits. Das Stützelement bewirkt die Aufnahme des bei einer Stoßbelastung resultierenden Impulses von der

Helmschale und dessen Übertragung auf den Dämpfungsteller. Zumindest der Dämpfungsteller bewirkt aufgrund seiner elastischen Verformbarkeit die

Absorption der kinetischen Energie der Stoßbelastung. Bei einer weiteren Ausführungsform des Schutzhelms weisen die

Impulsabsorptionselemente eine im Wesentlichen konische Hüllkontur mit einem größten Durchmesser im Bereich des Dämpfungstellers. Als im Wesentlichen konische Hüllkontur wird dabei unter anderem auch eine Hüllkontur in Form einer Kugelkappe oder einer Kugelschicht verstanden. Aufgrund der konischen

Geometrie überträgt und verteilt jedes Stützelement die bei einer Stoßbelastung aufgenommene kinetische Energie großflächig auf den jeweiligen

Dämpfungsteller. Zumindest dieser Dämpfungsteller eines jeden

Impulsabsorptionselements ist elastisch verformbar und dient zur

Energieabsorption. Aufgrund der konischen Geometrie und indem deren größter Durchmesser im Bereich des Dämpfungstellers gegeben ist, erfolgt eine

großflächige Aufnahme der kinetischen Energie. Aufgrund der konischen

Geometrie mit einem größten Durchmesser im Bereich des Dämpfungstellers ist ein geringster Durchmesser auf derjenigen Seite der Impulsabsorptionselemente vorhanden, welche der Helmschale zugewandt ist. Eine hieraus resultierende geringe Oberfläche gewährleistet ein vergleichsweise großflächiges Anliegen an der Innenoberfläche der Helmschale, während bei einer hier großen Oberfläche aufgrund der Krümmung der Helmschale diese unter Umständen nur an den Kanten dieser Oberfläche anliegen würde. Andere denkbare Geometrien sind eine abgeschnittene konische Hüllkontur, eine zylindrische Hüllkontur, eine viereckige Hüllkontur, eine kugelförmige Hüllkontur, usw.

Bei einer besonderen Ausführungsform des Schutzhelms sind nicht nur die Dämpfungsteller, sondern auch die Stützelemente elastisch verformbar.

Vorzugsweise sind die elastisch verformbaren Stützelemente federnd ausgeführt. Elastisch verformbare Stützelemente führen zu einer noch höheren

Energieabsorption durch die Impulsabsorptionselemente.

Bei einer weiteren Ausführungsform des Schutzhelms sind spezielle Materialien für die Stützelemente und/oder die Dämpfungsteller vorgesehen. Für die

Dämpfungsteller kommt zum Beispiel in Betracht, dass diese aus einem

thermoplastischen Elastomer, insbesondere einem thermoplastischen Polyurethan (TPU), oder einem Weichelastomer, zum Beispiel aus Naturkautschuk

insbesondere einem Weichelastomer mit einer geringen Rückprallelastizität, zum Beispiel Butyl, vorzugsweise aus einem temperaturbeständigen Weichelastomer oder einem temperaturbeständigen Weichelastomer mit einer geringen

Rückprallelastizität gefertigt sind. Für die Stützelemente kommt in Betracht, dass diese aus einem Polyurethankautschuk oder aus geschäumtem Butyl gefertigt sind. Dies ermöglicht auch den Einsatz des Schutzhelms und des auf den

Impulsabsorptionselementen basierenden Dämpfungssystems in einem größeren Temperaturbereich, zum Beispiel bei Temperaturen bis minus 40°C sowie bis plus 150°C.

Bei einer weiteren Ausführungsform des Schutzhelms ist jeder Dämpfungsteller eines Impulsabsorptionselements in einer den Dämpfungsteller aufnehmenden Ausnehmung, insbesondere einer den Dämpfungsteller formschlüssig

aufnehmenden Ausnehmung, in dem Dämpfungselement platziert. Solche

Ausnehmungen für jeweils einen Dämpfungsteller gewährleisten die exakte Platzierung der Impulsabsorptionselemente und damit die exakte Übertragung und Verteilung der bei einer Stoßbelastung auf die Helmschale wirkenden kinetischen Energie auf die Impulsabsorptionselemente. Des Weiteren erleichtern solche Ausnehmungen die Fertigung des Schutzhelms, indem die Position der einzelnen Impulsabsorptionselemente durch die Ausnehmungen exakt vorgegeben ist. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen eines Schutzhelms der hier und im Folgenden beschriebenen Art zeichnet sich demnach dadurch aus, dass die Impulsabsorptionselemente mit ihren Dämpfungstellern in jeweils einer

Ausnehmung in dem Dämpfungselement platziert werden und dass anschließend die Helmschale mit dem Dämpfungselement und den daran angebrachten

Impulsabsorptionselementen kombiniert wird. Das Kombinieren der

Impulsabsorptionselemente mit dem Dämpfungselement erfolgt zum Beispiel durch Verkleben, insbesondere durch Verkleben der Dämpfungsteller mit dem Dämpfungselement in den jeweiligen Ausnehmungen. Zusätzlich oder alternativ können die Impulsabsorptionselemente auch in das Dämpfungselement

eingepresst sein, insbesondere indem deren Dämpfungsteller in den jeweiligen Ausnehmungen in das Dämpfungselement eingepresst sind.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von speziellen Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme von Zeichnungen näher erläutert. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in allen Figuren mit den gleichen

Bezugszeichen versehen.

Das oder jedes Ausführungsbeispiel ist nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden Offenbarung

Abänderungen und Modifikationen möglich, insbesondere solche Varianten und Kombinationen, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den im allgemeinen oder speziellen Beschreibungsteil beschriebenen sowie in den Ansprüchen und/oder den Zeichnungen enthaltenen Merkmalen für den Fachmann im Hinblick auf die Lösung der Aufgabe

entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen Gegenstand führen.

Es zeigen Figur 1 einen Schutzhelm mit einem Dämpfungssystem der hier vorgeschlagenen Art in einer geschnittenen Seitenansicht, nämlich mit einem Dämpfungssystem mit zwischen einer Helmschale und einem Dämpfungselement des Schutzhelms platzierten

Impulsabsorptionselementen,

Figur 2 ein Dämpfungselement eines Schutzhelms mit einem

Dämpfungssystem der hier vorgeschlagenen Art und Figur 3 ein einzelnes Impulsabsorptionselement.

Die Darstellungen in Figur 1 zeigt in einer Schnittdarstellung einen Schutzhelm 0, wie er zur Verwendung durch Einsatzkräfte der Feuerwehr oder dergleichen in Betracht kommt, mit einer Helmschale 12 und zumindest einem in der Helmschale 12 angeordneten Dämpfungselement 14. Ein Schutzhelm 10 kann ein einzelnes Dämpfungselement 14 oder auch eine Mehrzahl von aneinander angrenzend und/oder überlappend oder teilweise überlappend platzierten

Dämpfungselementen 14 aufweisen. Wie eingangs bereits ausgeführt, wird die nachfolgende Beschreibung im Interesse einer besseren Lesbarkeit, jedoch ohne Verzicht auf eine weitergehende Allgemeingültigkeit, am Beispiel eines

Schutzhelms 10 mit genau einem Dämpfungselement 14 fortgesetzt. Eine

Ausführungsform mit mehreren Dämpfungselementen 14 ist dabei allerdings stets mitzulesen und als von der hier vorgelegten Beschreibung mit umfasst anzusehen. Die Darstellung in Figur 2 zeigt das Dämpfungselement 14 ohne die äußere

Helmschale 12, also gewissermaßen einen Schutzhelm 10 wie in Figur 1 mit einer transparenten Helmschale 12. Aufgrund der transparenten Helmschale (Fig. 2) oder der Schnittdarstellung (Fig. 1) ist erkennbar, dass sich zwischen der

Helmschale 12 und dem Dämpfungselement 14 Impulsabsorptionselemente 20 befinden. Diese sind zumindest abschnittsweise elastisch verformbar und zur Aufnahme der bei einer auf den Schutzhelm 10 wirkenden Stoßbelastung resultierenden kinetischen Energie bestimmt. Die Darstellung in Figur 1 zeigt die Impulsabsorptionselemente 20 in einer optionalen Ausführungsform und diese umfassen ein der Helmschale 12 zugewandtes Stützelement 22 und einen dem Dämpfungselement 14

zugewandten, elastisch verformbaren Dämpfungsteller 24 (in Fig. 1 nur einmal bezeichnet; siehe auch Fig. 3).

Die Impulsabsorptionselemente 20 weisen eine im Wesentlichen konische

Hüllkontur mit einem größten Durchmesser im Bereich des Dämpfungstellers 24 auf (siehe auch Fig. 3). Auf Seiten des Dämpfungselements 14 sind die

Impulsabsorptionselemente 20, bei der gezeigten Ausführungsform deren

Dämpfungsteller 24, in jeweils einer Ausnehmung 26 im Dämpfungselement 14 platziert. Bevorzugt sind die Ausnehmungen 26 so bemessen, dass diese den betreffenden Abschnitt des jeweiligen Impulsabsorptionselements 20,

insbesondere dessen Dämpfungsteller 24, formschlüssig aufnehmen. Das gegenüberliegende Ende der Stützelemente 22 liegt an der Innenoberfläche der Helmschale 12 an und die Helmschale 12 wird durch die Gesamtheit der

Impulsabsorptionselemente 20 beabstandet von dem Dämpfungselement 14 getragen. Die Darstellung in Figur 3 zeigt eine isometrische Ansicht eines einzelnen

Impulsabsorptionselements 20 in einer Ausführung mit einem Stützelement 22 und einem elastisch verformbaren Dämpfungsteller 24. Hier ist die Geometrie des Impulsabsorptionselements 20 mit einer konischen oder zumindest im

Wesentlichen konischen Hüllkontur besonders gut erkennbar. Im eingebauten Zustand liegt ein Abschnitt der Innenoberfläche der Helmschale 12 auf der „Spitze" des Stützelements 22 auf und der Dämpfungsteller 24 ist auf der der Helmschale 12 zugewandten Oberfläche des Dämpfungselements 14 platziert, insbesondere in einer in dem Dämpfungselement 14 gebildeten Ausnehmung 26. Bei einem zumindest zweiteiligen Impulsabsorptionselement 20 (Stützelement 22, Dämpfungsteller 24) ist zumindest der Dämpfungsteller 24 elastisch verformbar und dieser ist zum Beispiel aus einem Werkstoff wie Butyl gefertigt. Optional ist auch das Stützelement 22 elastisch verformbar und zum Beispiel aus einem Werkstoff wie CRNR (Mischung aus Chloropren-Kautschuk und Naturkautschuk) gefertigt. Bei einem mehrteiligen Impulsabsorptionselement 20 sind dessen Einzelteile zum Beispiel durch Verkleben oder Anvulkanisieren miteinander verbunden. Bei einer Herstellung eines solchen Schutzhelms 10 wird eine Mehrzahl von Impulsabsorptionselementen 20 am Dämpfungselement 14 angebracht, zum Beispiel durch Verkleben und/oder Einpressen fixiert, und anschließend die Helmschale 12 mit dem so bestückten Dämpfungselement 14 kombiniert. Die Impulsabsorptionselemente 20 tragen dabei die Helmschale 12 und eine

Verbindung der Helmschale 12 mit den Impulsabsorptionselementen 20 wird ebenfalls zum Beispiel durch Verkleben hergestellt. Bei einem zumindest zweiteiligen Impulsabsorptionselement 20 (Stützelement 22, Dämpfungsteller 24) und bei einem Dämpfungselement 14 mit Ausnehmungen 26 zur zumindest abschnittsweisen Aufnahme jeweils eines Impulsabsorptionselements 20 werden die Impulsabsorptionselemente 20 mit ihren Dämpfungstellern 24 in jeweils einer Ausnehmung 26 im Dämpfungselement 14 platziert und dort zum Beispiel durch Verkleben und/oder Einpressen fixiert. Anschließend wird die Helmschale 12 mit dem so bestückten Dämpfungselement 14 kombiniert. Die Stützelemente 22 der Impulsabsorptionselemente 20 tragen dabei die Helmschale 12 und eine

Verbindung der Helmschale 12 mit den Stützelementen 22 wird ebenfalls zum Beispiel durch Verkleben hergestellt. Zusätzlich oder alternativ kann der Kontakt der Impulsabsorptionselemente 20, insbesondere der Stützelemente 22 der Impulsabsorptionselemente 20, mit der Helmschale 12 auch hergestellt werden, indem das Dämpfungselement 14 mittels eines im Schutzhelm 10 befindlichen und mit der Helmschale 12 fest verbundenen Tragesystems an die Innenoberfläche der Helmschale 12 gepresst wird, so dass die Impulsabsorptionselemente 20, insbesondere deren Stützelemente 22, an der Innenoberfläche der Helmschale 12 anliegen. Einzelne im Vordergrund stehende Aspekte der hier vorgelegten Beschreibung lassen sich damit kurz wie folgt zusammenfassen: Angegeben wird ein

Schutzhelm 10 und ein Verfahren zur Herstellung eines Schutzhelms 10. Der Schutzhelm 10 umfasst eine Helmschale 12 und wenigstens ein ohne oder ohne großflächigen Kontakt mit der Helmschale 12 in der Helmschale 12 angeordnetes Dämpfungselement 14. Das Dämpfungselement 14 ist in der Helmschale 12 großflächig beabstandet von der Helmschale 2 angeordnet. Zwischen der Helmschale 12 und dem Dämpfungselement 14 befindet sich eine Mehrzahl von zumindest abschnittsweise elastisch verformbaren Impulsabsorptionselementen 20.

BEZUGSZEICHENLISTE

Schutzhelm

Helmschale

Dämpfungselement

(frei)

(frei)

Impulsabsorptionselement

Stützelement

Dämpfungsteller

Ausnehmung