BARTLING, Luise (Heilswannenweg 61, Elze, 31008, DE)
BARTLING, Werner (Heilswannenweg 61, Elze, 31008, DE)
Patentansprüche :
1. Sandstreueinrichtung bei Schienenfahrzeugen, insbesondere Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen, unter Verwendung einer Dosiereinrichtung und einer Fördereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass beide Einrichtungen eine Einheit bilden aber getrennt re ¬ gelbar sind.
2. Sandstreueinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Einrichtung ein Zellenrad ist.
3. Sandstreueinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellenraddosierung durch einen Fahrzeugtacho gesteuert ist. |
Sandstreueinrichtunq bei Schienenfahrzeugen, insbesondere Hoch- qeschwindigkeitsfahrzeugen
Die Erfindung betrifft ein aerodynamisches System im Zusammenhang mit einer Sand- od. dgl. -Streueinrichtung bei Schienenfahrzeugen, insbesondere Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen.
Bei Fahrzeugen dieser Art entsteht durch den Fahrtwind im Bereich der Radoberfläche ein Staudruck, welcher in Abhängigkeit von der Radgeometrie eine Querströmung erzeugt, wodurch der eingestreute Sand seitlich ausgeblasen wird und dadurch nicht die zu erzielende Wirkung erreicht.
Die DE 102 52 466 Al offenbart eine druckluftbetriebene Sandstreuvorrichtung, bei welcher die Druckluft einerseits über eine Düse den Sand aus einem Ansaugraum ansaugt und andererseits in die Sandleitung bläst. Das Verhältnis der in die Düse und in die Sandleitung zugeführten Druckluftmenge wird über ein Drosselventil eingestellt.
Die DE 41 27 016 C2 offenbart einen Sandstreuer für eine Lokomotive, bei welchem die Sandzuführung als Funktion der Fahrgeschwindigkeit regelbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es Maßnahmen zu schaffen, durch welche dieses Problem gelöst wird. Ausgehend von einer Dosiereinrichtung und einer Fördereinrichtung für den auf die Schiene zu streuenden Sand od. dgl. besteht die Lösung dieser Aufgabe darin, dass beide Einrichtungen voneinander unabhängig regelbar sind.
Falls die Sandförderung mittels Druckluft erfolgt, kann durch Erhöhung des Luftdrucks die Geschwindigkeit der Sandförderung erhöht werden. Hierbei kann die sich im Rad/Schienen-Bereich bildende Luftströmung den Sand aus dem Druckbereich nicht mehr austragen .
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der beiliegenden Zeichnungen erläutert, in welchen in vereinfachter Darstellung
Fig. 1 eine Seitenansicht, und
Fig. 2 eine Draufsicht eines Schienenrades veranschaulichen.
In Fig. 1 ist durch die Pfeile F der Fahrtwind bei einer durch Pfeil FA angedeuteten Fahrtrichtung eingezeichnet. Mit SD ist eine an eine Sandleitung SL angeschlossene Sanddüse bezeichnet, aus welcher Sand, wie in Fig. 2 durch die Pfeile angedeutet ist, mit der Luft-Querströmung LQ nahe dem Rad R gegen die Stirnseite desselben unmittelbar im Rad/Schienen-Bereich als Sandquerströmung SQ ausgetragen bzw. ausgeblasen wird.
Durch einen Injektor J ist die Sandleitung SL aus einem Sandbehälter über ein Dosierorgan z.B. ein durch einen Motor M angetriebenes Zellenrad Z an einen Dosierkolben od. dgl . in den Luftförderstrom gesichert.
Die beiden funktionellen Einheiten, und zwar das durch einen Kolben oder ein Zellenrad einerseits und den Injektor andererseits gesteuerte System, bilden wohl eine Einheit, aber mit voneinander getrennten Regelmöglichkeiten.
Nur dadurch ist es möglich, auch den Luftstrom separat zu regeln und so zu gestalten, dass auch tatsächlich der gewünschte Effekt im Rad/Schienen-Bereich zu erreichen ist.
Die beschriebene Problemlösung sieht vor, dass durch das die Fahrgeschwindigkeit ergebende Strömungsprofil im Rad/Schienen- Bereich (Querströmung) durch Druckerhöhung des Sand-Förderluftrohres Luftvolumen bzw. höhere Fördergeschwindigkeit überwunden werden .
Aufgrund des sehr unterschiedlichen Geschwindigkeitsprofils - bis über 300 km/h - ergeben sich dementsprechend auch sehr unterschiedlich stark ausgeprägte Querströmungen im Problembe-
reich .
Daraus resultierend empfiehlt es sich auch die oben bezeichnete Druckerhöhung des Sand-Förderluftstromes entsprechend der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit geregelt anzupassen.
Die Regelung erfolgt mittels eines geschwindigkeitsabhängigen Regelsignals (üblicherweise elektrisch als 0-lOV (DC) oder 4-20 mA Signal DRS) auf einem proportional verstellbaren Druckregler DR, welcher an eine Druckluftleitung DL angeschlossen ist.
Der Vorteil ist geringerer Druckluftverbrauch und somit geringere Energiekosten.
Bei Verwendung eines Zellenrades als Dosiereinrichtung, welche durch einen Fahrzeugtacho FT gesteuert ist, besteht die Möglichkeit, eine feinstufig dosierte Sandmenge auch bei Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen zu erreichen.
Next Patent: BIOCOMPATIBLE ANTIMICROBIAL FILAMENT MATERIAL
