GEORGE, Lloyd (An der Pütterey 10, Iserlohn, 58640, DE)
KIELSTEIN, Harald (Wilhelmstrasse 30, Dortmund, 44137, DE)
SCHWIEBACHER, Werner (Everhardstrasse 47, Köln, 50823, DE)
GEORGE, Lloyd (An der Pütterey 10, Iserlohn, 58640, DE)
KIELSTEIN, Harald (Wilhelmstrasse 30, Dortmund, 44137, DE)
| P a t e n t an s p rü c h e 1. Sandwichelement für den Gebäudebau mit folgenden Merkmalen: 1.1 einer ersten Trockenbauplatte (5), 1.2 einer zweiten Trockenbauplatte (3) und 1.3 einer zwischen der ersten und der zweiten Trockenbauplatte (3, 5) angeordneten Dämmplatte (7) auf Basis von expandiertem Perlit, wobei 1.4 die erste und die zweite Trockenbauplatte (3, 5) über einen Kleber (9, 11) mit der Dämmplatte (7) verklebt sind. 2. Sandwichelement nach Anspruch 1 mit einer ersten Trockenbauplatte (5) in Form einer Trockenbauplatte für den Gebäudeinnenausbau. 3. Sandwichelement nach Anspruch 1 mit einer ersten Trockenbauplatte in Form einer Gipsplatte (5) oder Zementbauplatte. 4. Sandwichelement nach Anspruch 1 mit einer zweiten Trockenbauplatte (3 ) in Form einer Trockenbauplatte für Gebäudeaußenwände. 5. Sandwichelement nach Anspruch 1 mit einer zweiten Trockenbauplatte (3 ) in Form einer Zementbauplatte. 6. Sandwichelement nach Anspruch 1 mit einer Dämmplatte (7) auf Basis von expandiertem Perlit in Form von Körnern aus expandiertem Perlit die über ein abgebundenes anorganisches Bindemittel miteinander verbunden sind. 7. Sandwichelement nach Anspruch 1 mit einem Kleber (9, 1 1 ) in Form eines mineralischen Klebers. 8. Sandwi chelement nach Anspruch 1 mit einem Kleber (9, 1 1 ) in Form eines Fliesenklebers oder eines Dichtschlammes . 9. Verfahren zur Erstellung eines Sandwichelement für den Gebäudebau mit folgenden Merkmalen: 1 . 1 zur Verfügungstellung einer ersten Trockenbauplatte, 1 .2 einer zweiten Trockenbauplatte und 1 .3 einer Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit mit zwei gegenüberliegenden Hauptoberflächen, wobei 1 .4 die Dämmplatte an ihrer einen Hauptoberfläche mit der ersten Trockenbauplatte und an ihrer anderen Hauptoberfläche mit der zweiten Trockenbauplatte über einen Kleber verklebt wird. 1 0. Verwendung einer Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit zur Erstellung eines Sandwichelementes für den Gebäudebau. |
B e s c h r e i b u n g
Die Erfindung betrifft ein Sandwichelement für den Gebäudebau, ein Verfahren zur Erstellung eines solchen S andwichelementes sowie die Verwendung einer Dämmplatte.
Die heutzutage üblicherweise verwendeten Sandwichelemente für den Gebäudebau bestehen aus einem Kunststoff-Hartschaumkern, der zwischen metallische Deckschichten eingebettet ist. Entsprechend konfektionierte Sandwichelemente werden auch als Sandwichpaneele bezeichnet. Der Kunststoff-Hartschaumkern besteht üblicherweise aus Polyurethan (PUR), der über organische Kleber mit den metallischen Deckschichten verklebt ist.
Entsprechend gestaltete Sand.wichelemente haben sich für den
Gebäudebau grundsätzlich bewährt, da sie kostengünstig herstellbar sind und eine ausreichende Festigkeit aufweisen.
Nachteilig an der Verwendung der vorbezeichneten Sandwichelemente nach dem Stand der Technik ist j edoch, dass diese überwiegend aus organischen Bestandteilen bestehen, insbesondere in Form des Kunststoff-Hartschaumkerns sowie der organischen Kleber, was im Brandfall problematisch ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sandwichelement für den Gebäudebau zur Verfügung zu Stellen, das eine geringere Brennbarkeit als die Sandwichelemente nach dem Stand der Technik aufweist.
Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe durch ein Sandwichelement für den Gebäudebau mit folgenden Merkmalen: einer ersten Trockenbauplatte,
einer zweiten Trockenbauplatte und
einer zwischen der ersten und der zweiten Trockenbauplatte angeordneten Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit, wobei
die erste und die zweite Trockenbauplatte über einen Kleber mit der Dämmplatte verklebt sind.
Das erfindungsgemäße Sandwichelement ist demnach überwiegend oder auch ausschließlich auf Basis mineralischer Komponenten erstellt und weist demnach keine oder nur geringfügige Anteile an organischen Komponenten auf. Entsprechend weist es eine deutlich geringere
Brennbarkeit, also einen deutlich höheren Feuerwiderstand als
Sandwichelemente nach dem Stand der Technik auf.
Erfindungsgemäß hat sich herausgestellt, dass auf Grundlage der
Erfindung ein Sandwichelement der Bausstoffklasse A I (insbesondere gemäß DIN EN 13501-1 Ausgabe Januar 2010) erstellbar ist, also ein
Sandwichelement der höchsten Feuerwiderstandsklasse.
Die Verwendung von Trockenbauplatten, insbesondere von
Trockenbauplatten auf mineralischer Basis, zur Abdeckung der
Dämmplatte bei einem erfindungsgemäßen Sandwichelement hat wesentliche Vorteile gegenüber der Verwendung von metallischen
Deckschichten zur Abdeckung eines Kunststoff-Hartschaumkerns bei den Sandwichelementen nach dem Stand der Technik. So weisen
Trockenbauplatten regelmäßig eine größere Steifigkeit und Festigkeit auf als metall ische Deckschichten, so dass das erfindungsgemäße
Sandwichelement mit einer höheren Steifigkeit und Festigkeit erstellbar ist als Sandwichelemente nach dem Stand der Technik. Auch weisen Trockenbauplatten regelmäßig einen höheren Feuerwiderstand auf als metallische Deckschichten. Ferner weisen Trockenbauplatten bessere Dämmwerte, insbesondere Schall- und Wärmedämmwerte auf als metallische Deckschichten. Schließlich ist bei dem erfindungsgemäßen Sandwichelement von besonderem Vorteil, dass die Außenflächen des Sandwichelements, die j eweils von einer der Oberflächen der ersten und zweiten Trockenbauplatte gebildet werden, unmittelbar
Gebäudeoberflächen bilden können. Die metallischen Oberflächen der metallischen Deckschicht der Sandwichelemente nach dem Stand der Technik konnten hingegen nicht unmittelbar als Gebäudeoberfläche dienen. Vielmehr mussten diese metallischen Deckschichten bei den Sandwichelementen nach dem Stand der Technik durch weitere Baustoffe abgedeckt oder verkleidet werden. Das erfindungsgemäße Sandwichelement kann insbesondere zur
Erstellung von Wänden oder Decken eines Gebäudes verwendet werden. Dabei kann das Sandwichelement als tragendes oder nicht tragendes Element eingesetzt werden.
Die erste Trockenbauplatte ist dazu bestimmt, dass sie - bei dem in ein Gebäude eingebauten Zustand des erfindungsgemäßen
Sandwichelementes - der Gebäudeinnenseite zugewandt ist, während die zweite Trockenbauplatte - wiederum bei dem in ein Gebäude eingebauten Zustand des erfindungsgemäßen Sandwichelementes - dazu bestimmt ist, der Gebäudeaußenseite zugewandt zu sein.
Die erste Trockenbauplatte kann grundsätzlich in Form einer beliebigen Trockenbauplatte für den Gebäudeinnenausbau vorgesehen sein.
Insbesondere kann eine erste Trockenbauplatte auf mineralischer Basis vorgesehen sein. Bevorzugt ist eine erste Trockenbauplatte vorgesehen, die auf Basis eines anorganischen Bindemittels erstellt ist.
Die erste Trockenbauplatte ist bevorzugt nicht brennbar und kann insbesondere der Baustoffklasse A I oder A2 entsprechen (insbesondere gemäß DIN EN 13501-1 Ausgabe Januar 201 0).
Die erste Trockenbauplatte weist bevorzugt die Form einer rechteckigen oder einer im wesentlichen rechteckigen Platte auf.
Bevorzugt hat die erste Trockenbauplatte eine hohe Steifigkeit und Festigkeit, so dass unter zu Hilfenahme einer entsprechend steifen und festen ersten Trockenbauplatte ein Sandwichelement mit einer hohen Steifigkeit und Festigkeit erstellbar ist.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Trockenbauplatte gute Schal l- und Wärmedämmwerte aufweist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Wärmeleitfähigkeit der ersten Trockenbauplatte unter 0,5 W/ra liegt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die freiliegende Hauptoberfläche der ersten Trockenbauplatte, also die nicht mit dem Dämmelement verklebte Hauptoberfläche der ersten
Trockenbauplatte, eine Oberfläche zum Auftragen beziehungsweise Anbringen von Putz, Tapeten oder Farbe bietet.
Schließlich ist bevorzugt vorgesehen, dass die erste Trockenbauplatte ein angenehmes Raumklima des durch das betreffende Sandwichelement begrenzten Raumes schafft.
Erfindungsgemäß kann eine erste Trockenbauplatte insbesondere in Form einer Gipsplatte oder einer Zementbauplatte vorgesehen sein.
Gipsplatten und Zementbauplatten erfüllen die vorstehenden
Erfordernisse, die an die erste Trockenbauplatte gestellt werden.
Als Gipsplatten können insbesondere Gipskartonbauplatten (Gipsplatte Typ A), Gipskartonfeuerschutzplatten (Gipsplatten Typ F oder D) und die j eweils zugehörigen imprägnierten Gipskartonfeuerschutzplatten (Gipsplatten Typ H, F oder D), Gipsfaserplatten oder Hartgipsplatten (Gipsplatten Typ R oder I) vorgesehen sein (Gipsplattentypen
insbesondere gemäß DIN EN 520 :2004 + A l :2009).
Es kann vorgesehen sein, dass die Gipsplatten eine ein- oder beidseitige Oberflächenbeschichtung aus einem nichtbrennbaren Vlies oder Gewebe, insbesondere einem Glasvlies oder einem Glasgelege aufweist. Hierdurch kann der Feuerschutz verbessert werden. Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Gipskern entsprechend beschichteter Gipsplatten
faserarmiert ist; hierdurch kann der durch die Gipsplatte bewirkte
Feuerschutz zusätzlich verbessert werden. Entsprechend konfektionierte Gipsplatten werden beispielsweise unter der Marke KNAUF
FIREBOARD von der Knauf Gips KG, Iphofen, Deutschland vertrieben.
Gipsplatten sind nicht brennbar und halten ihre Festigkeit auch bei Feuereinwirkung lange aufrecht, besitzen eine hohe Steifigkeit und Festigkeit, eignen sich zum Auftragen von Putz, Tapeten und Farben und weisen mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur etwa 0,21 bis 0,28 W/mK (insbesondere gemäß EN 12524 :2000) gute Dämmeigenschaften auf. Ferner schaffen Gipsplatten ein angenehmes Raumklima.
Eine erste Trockenbauplatte kann in Form einer Zementbauplatte vorgesehen sein. Bevorzugt ist eine Zementbauplatte auf Basis von Portlandzement vorgesehen. Bevorzugt ist vorgesehen, dass eine
Zementbauplatte im Bereich ihrer Oberfläche durch Glasgittergewebe armiert ist. Hierdurch kann die Steifigkeit und Festigkeit der ersten Trockenbauplatte und damit auch die Steifigkeit und Festigkeit des Sandwichelementes erhöht werden. Bevorzugt ist eine Zementbauplatte mit einer Biegezugfestigkeit von wenigstens 5 MPa, besonders bevorzugt von wenigstens 8 MPa
vorgesehen (insbesondere gemäß DIN EN 1 2467 Ausgabe Dezember 2006).
Die Wärmeleitfähigkeit der Zementbauplatte liegt bevorzugt unter 0, 5 W/mK, besonders bevorzugt unter 0,4 W/mK (insbesondere gemäß EN 12664 :2001 -05).
Die Zementbauplatte ist bevorzugt nicht brennbar und gehört bevorzugt der Baustoffklasse A I an (insbesondere gemäß DIN EN 13501-1 Ausgabe Januar 20 1 0), so dass ein erfindungsgemäßes Sandwichelement mit einer ersten Trockenbauplatte in Form einer Zementbauplatte einen besonders hohen Feuerwiderstand aufweist.
Die Dicke der ersten Trockenbauplatte liegt bevorzugt im Bereich von 8 bis 30 mm. Eine erste Trockenbauplatte in Form einer Gipsplatte kann insbesondere in einer Dicke von 9,5 mm, 10 mm, 1 2,5 mm, 1 5 mm, 1 8 mm, 20 mm oder 25 mm vorliegen. Eine erste Trockenbauplatte in Form einer Zementbauplatte kann eine Dicke im Bereich von 6 bis 20 mm, bevorzugt eine Dicke im Bereich von 1 0 bis 1 5 mm, besonders bevorzugt eine Dicke von 12,5 mm aufweisen.
Erste Trockenbauplatten mit entsprechenden Dicken verleihen dem Sandwichelement bei verhältnismäßig geringem Gewicht gleichzeitig eine hohe Stabilität. Die zweite Trockenbauplatte kann grundsätzlich eine beliebige Bauplatte sein, die dafür hergerichtet und bestimmt ist, an der Außenseite von Gebäuden angeordnet zu werden. Insbesondere kann eine zweite
Trockenbauplatte in Form einer Trockenbauplatte für
Gebäudeaußenwände vorgesehen sein.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die zweite Trockenbauplatte witterungsbeständig ist.
Die Witterungsbeständigkeit der zweiten Trockenbauplatte hat den besonderen Vorteil, dass der Witterungsschutz unmittelbar in das
Sandwichelement integriert ist. Das Sandwichelement muss also nicht, so wie dies bei Sandwichelementen nach dem Stand der Technik notwendig ist, eine zusätzliche, witterungsbeständige Schicht erhalten, sondern kann bereits witterungsbeständig sein.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die zweite Trockenbauplatte auf ihrer freien Oberfläche, also auf ihrer der
Dämmplatte abgewandten, außenliegenden Oberfläche eine Beschichtung und/oder eine Verkleidung aufweist. Hierdurch kann die
Witterungsbeständigkeit des Sandwichelementes verbessert oder - insbesondere im Fall einer zweiten Trockenbauplatte, die nicht
witterungsbeständig ist - hergestellt werden. Alternativ oder kumulativ kann die freie Oberfläche der ersten Trockenbauplatte auf ihrer freien Oberfläche eine Beschichtung und/oder eine Verkleidung aufweisen. Eine solche Beschichtung oder Verkleidung kann beispielsweise in Form einer oder mehrerer der folgenden Beschichtungen und Verkleidungen vorgesehen sein: Putzbeschichtung, Farbanstrich, Schutzanstrich, Laminierung, Bauplattenverkleidung, Metallplattenverkleidung,
Keramikverkleidung, Klinkerverkleidung, Fliesenverkleidung,
Ziegelriemchenverkleidung oder Holzverkleidung.
Die zweite Trockenbauplatte kann die Form einer rechteckigen oder im wesentlichen recheckigen Platte aufweisen.
Insbesondere kann eine zweite Trockenbauplatte auf mineralischer Basis vorgesehen sein. Bevorzugt ist eine zweite Trockenbauplatte vorgesehen, die auf Basis eines anorganischen Bindemittels erstellt ist.
Insbesondere ist vorgesehen, dass die zweite Trockenbauplatte nicht brennbar ist und bevorzugt der Baustoffklasse A I (insbesondere gemäß DIN EN 13501-1 Ausgabe Januar 2010) zugehört.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die zweite Trockenbauplatte eine hohe Steifigkeit und Festigkeit aufweist und mechanisch hoch belastbar ist.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die zweite Trockenbauplatte gute Schall- und Wärmedämmwerte aufweist.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine zweite Trockenbauplatte in Form einer Zementbauplatte vorgesehen.
Erfindungsgemäß hat sich herausgestellt, dass durch eine
Zementbauplatte eine zweite Trockenbauplatte zur Verfügung gestellt werden kann, die sämtliche der vorstehenden Erfordernisse erfüllen kann. Bevorzugt ist eine zweite Trockenbauplatte in Form einer Zementbauplatte auf Basis von Portlandzement vorgesehen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Zementbauplatte im Bereich ihrer Oberfläche durch Glasgittergewebe armiert ist. Dies verleiht der zweiten Trockenbauplatte und damit auch dem
Sandwichelement eine gute Steifigkeit und Biegefestigkeit.
Die Biegefestigkeit der zweiten Trockenbauplatte beträgt bevorzugt mindestens 5 MPa, besonders bevorzugt wenigstens 8 MPa (insbesondere gemäß DIN EN 1 2467 Ausgabe Dezember 2006) .
Die Wärmeleitfähigkeit der zweiten Trockenbauplatte liegt bevorzugt unter 0,5 W/mK, besonders bevorzugt unter 0,4 W/mK (insbesondere gemäß EN 12664 :2001 -05).
Die Dicke der zweiten Trockenbauplatte liegt bevorzugt im Bereich von 1 0 bis 30 mm. Eine zweite Trockenbauplatte in Form einer
Zementbauplatte kann bevorzugt eine Dicke im Bereich von 6 bis 30 mm, also insbesondere auch im Bereich von 1 0 bis 1 5 mm und besonders bevorzugt eine Dicke von 1 2 ,5 mm aufweisen.
Eine zweite Trockenbauplatten mit entsprechenden Dicken verleihet dem Sandwichelement bei verhältnismäßig geringem Gewicht gleichzeitig eine hohe Stabilität.
Bei der Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit handelt es sich bevorzugt um eine Dämmplatte auf rein oder zumindest weitgehend mineralischer Basis. Bevorzugt umfasst die Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit Körner aus expandiertem Perlit, die über ein abgebundenes Bindemittel miteinander verbunden sind beziehungsweise besteht die Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit aus einem abgebundenen Bindemittel, in das Körner aus expandiertem Perlit eingebettet sind.
Die Körner aus expandiertem Perlit liegen bevorzugt in einer Korngröße > 0, 1 mm. Die Kornobergrenze der Körner aus expandiertem Perlit liegt bevorzugt bei 6 mm, wobei die Körner aus expandiertem Perlit bevorzugt in einer Korngröße < 6 mm, besonders bevorzugt in einer Korngröße < 5 mm, < 4mm oder < 3 mm und besonders bevorzugt in einer Konrgröße < 1 ,5 vorl iegen. Besonders bevorzugt liegen die Körner aus expandiertem Perlit ausschließlich in einer Körung im Bereich von 0, 1 bis 1 ,5 mm vor.
Die Körner aus expandiertem Perlit können bevorzugt hydrophobiert sein. Beispielsweise können die Körner aus expandiertem Perlit eine Vorhydrophobierung aus einem Hydrophobierungsmittel aufweisen, das auf die Oberfläche der Körner aus expandiertem Perlit aufgetragen ist. Entsprechend bereits vorhydrophobierte Körner aus expandiertem Perlit werden anschließend mit dem Bindemittel und gegebenenfalls weiteren Zusätzen zu der Dämmplatte konfektioniert. Kumulativ oder alternativ kann das Bindemittel zur Erstellung der Dämmplatte ein
Hydrophobierungsmittel aufweisen, so dass die Dämmplatte über ihr Volumen hydrophobiert ist. Das Hydrophobierungsmittel kann ein
Eindringen von Feuchtigkeit in die Körner aus expandiertem Perlit der Dämmplatte verhindern oder zumindest stark verringern, was sich positiv auf die Witterungsbeständigkeit der Dämmplatte und damit des Sandwichelementes auswirkt. Hydrophobierungsmittel können
beispielsweise Wachs, Silikon, bevorzugt in Form von Silikonöl,
Natrium-Oleat oder Mischungen dieser Stoffe sein.
Bei dem abgebundenen Bindemittel, in das die Körner aus expandiertem Perlit eingebettet sind, handelt es sich bevorzugt um ein anorganisches Bindemittel , insbesondere um ein silikatisches Bindemittel, besonders bevorzugt um ein Bindemittel auf Basis von Kieselsol. Neben der Binderkomponente, insbesondere also Kieselsol, kann das Bindemittel weitere Komponenten umfassen, insbesondere Verdicker, bevorzugt Verdicker im Form von Stärke. Verdicker kann beispielsweise in
Anteilen im Bereich zwischen 1 und 10 Gew.-%, bezogen auf die
Gesamtmasse des Bindemittels, im Bindemittel vorliegen.
Der Anteil an Bindemittel in der Dämmplatte liegt insbesondere bei > 1 0 Gew. -%, besonders bevorzugt bei > 1 5 oder > 1 8 Gew. -%, und ferner insbesondere bei < 30 Gew.-%, besonders bevorzugt bei < 25 oder < 22 Gew. -% (j eweils bezogen auf die Gesamtmasse der Dämmplatte) .
Eine wie vorstehend konfektionierte Dämmplatte auf Basis von
expandiertem Perlit ist nicht brennbar und kann der Baustoffklasse A I zugehören (insbesondere gemäß DIN EN 13501-1 Ausgabe Januar 201 0).
Insbesondere kann eine wie vorstehend konfektionierte Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit auch hervorragende Wärmedämmwerte aufweisen. Bevorzugt liegt die Wärmeleitfähigkeit der Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit unter 0, 1 W/mK, bevorzugt unter 0,08 W/mK, unter 0,06 W/mK und besonders bevorzugt unter 0,05 W/mK. Insbesondere kann die Wärmeleitfähigkeit der Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit im Bereich von 0,035 bis 0,05 W/mK liegen
(Wärmeleitfähigkeit jeweils insbesondere gemäß EN 12667:2001-05).
Die Trockenrohdichte der Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit liegt bevorzugt unter 200 kg/m , besonders bevorzugt unter 150 kg/m , noch bevorzugter unter 120 kg/m 3 . Besonders bevorzugt liegt die
Trockenrohdichte der Dämmplatte im Bereich von 80 bis 120 kg/m 3 (Trockenrohdichte jeweils insbesondere gemäß EN 1602:1996-11).
Die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl der Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit liegt bevorzugt im Bereich zwischen μ=5 bis μ=6 (insbesondere gemäß EN 12086:1997-06).
Die Wasseraufnahme der Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit bei kurzzeitigem, teilweisem Eintauchen liegt bevorzugt unter 0,5 kg/m 2 (insbesondere gemäß EN 1609:1996-11).
Trotz geringer Wärmeleitfähigkeit und geringer Trockenrohdichte kann die Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit hervorragende
Festigkeitswerte aufweisen, beispielsweise eine Zugfestigkeit senkrecht zur Plattenebene > 50 kPa, also beispielsweise auch eine Zugfestigkeit > 60 kPa, > 70 kPa oder > 80 kPa (insbesondere gemäß EN 13169:2001- 05), eine Druckfestigkeit > 100 kPa, also beispielsweise auch eine Druckfestigkeit > 150 kPa, > 180 kPa oder > 200 kPa (insbesondere gemäß EN 826:1996-05) und eine Biegefestigkeit > 80 kPa, also beispielsweise auch eine Biegefestigkeit >100kPa, > 120 kPa oder >130 kPa (insbesondere gemäß EN 12089:1997-06). Die Dicke der Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit liegt bevorzugt bei > 20 mm, also beispielsweise auch bei > 30 mm, > 40 mm oder > 50 mm und ferner bevorzugt bei < 300 mm, also beispielsweise auch bei < 250 mm oder < 200 mm.
Die Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit weist zwei
gegenüberliegende Hauptoberflächen, also große Seitenflächen auf. An einer dieser beiden Hauptoberflächen ist die Dämmplatte über den Kleber mit der ersten Trockenbauplatte und an der zweiten Hauptoberfläche über den Kleber mit der zweiten Trockenbauplatte verklebt.
Der Kleber hat die Aufgabe, einen festen Verbund zwischen der
Dämmplatte und dem ersten Trockenbauelement einerseits und der Dämmplatte und dem zweiten Trockenbauelement andererseits zu schaffen.
Als Kleber können grundsätzlich beliebige Kleber vorgesehen sein, beispielsweise organische Kleber, mineralische Kleber oder eine
Kombination dieser Kleber.
Als organische Kleber können insbesondere Kleber auf Basis von
Polyurethan (PU) vorgesehen sein, bevorzugt 2-Komponenten PU- Kleber.
Bevorzugt sind als Kleber mineralische Kleber vorgesehen. Mineralische Kleber haben den wesentlichen Vorteil, dass diese nicht brennbar sind und insbesondere der Baustoffklasse A I zuordenbar sein können
(insbesondere gemäß DIN EN 13501-1 Ausgabe Januar 201 0).
Bevorzugt handelt es sich bei mineralischen Klebern um Kleber auf Basis eines anorganischen Bindemittels.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist ein mineralischer Kleber in Form eines Fliesenklebers oder eines Dichtschlammes vorgesehen.
Besonders bevorzugt ist ein Fliesenkleber in Form eines Zementklebers vorgesehen. Ein Fliesenkleber in Form eines Zementklebers sowie ein Fliesenkleber in Form eines Dichtschlammes können insbesondere auf Portlandzementbasis vorgesehen sein. In diesem Sinne kann es sich bei dem mineralischen Kleber um einen Mörtel auf Portlandzementbasis handeln.
Bevorzugt ist der Kleber dünn aufgetragen. Die Dicke der Kleberschicht zwischen Dämmplatte und der ersten und zweiten Trockenbauplatte liegt bevorzugt j eweils unter 3 mm, besonders bevorzugt unter 1 mm.
Bevorzugt ist die Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit vollständig oder zumindest weitgehend beidseitig an ihren beiden
Hauptoberflächen durch die erste und die zweite Trockenbauplatte abgedeckt.
Randseitig kann die Dämmplatte bündig mit der ersten und zweiten Trockenbauplatte abschließen. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Sandwichelement randseitig strukturiert ausgebildet ist. Beispielsweise kann das Sandwichelement randseitig gestuft, mit einer Falz oder mit Nut-/Federelementen ausgebildet sein. Dies erleichtert die Ausrichtung benachbarter
Sandwichelemente gegeneinander. Außerdem wird hierdurch eine
Verschiebung von gegeneinander angeordneten Sandwichelementen, insbesondere senkrecht zur deren Hauptoberflächen, unterdrückt.
Das erfindungsgemäße Sandwichelement ist bevorzugt im wesentlichen plattenförmig gestaltet und weist bevorzugt die Form einer rechteckigen Platte (also eines "dünnen" Quaders) auf. Die beiden Hauptoberflächen dieser Platte werden durch die j eweils außenliegende Hauptoberfläche der ersten und zweiten Trockenbauplatte gebildet.
Das Sandwichelement kann Öffnungen aufweisen, beispielsweise für Türen oder Fenster. Das Sandwichelement kann beispielsweise auch innere Kanalstrukturen aufweisen, beispielsweise für Leitungen oder Rohre.
Bevorzugt kann ein Sandwichelement in Form eines wandhohen
Elementes vorgesehen sein, also mit einer Länge, die einer Wandhöhe entspricht. Entsprechend kann das Sandwichelement beispielsweise eine Länge (Höhe) im Bereich von 2.000 bis 5.000 mm, bevorzugt im Bereich von 2.300 bis 4.000 mm aufweisen.
Die Breite des Sandwichelementes liegt bevorzugt im Bereich von 600 bis 1 .800 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 900 bis 1 .250 mm. Die Dicke des Sandwichelementes kann im Bereich von 40 bis 400 mm liegen, bevorzugt im Bereich von 60 bis 325 mm.
Das Sandwichelement kann als tragendes oder nicht tragendes Element für den Gebäudebau vorgesehen sein. Insbesondere kann das
erfindungsgemäße Sandwichelement beispielsweise zur Erstellung von Wänden und/oder Decken von Gebäuden, insbesondere beispielsweise Fertighäusern vorgesehen sein. Das Sandwichelement kann auch als eine später in ein Gebäude einzuziehende Wand verwendet werden. Ferner kann das Sandwichelement beispielsweise als abgehängtes Wandelement verwendet werden.
Das erfindungsgemäße Sandwichelement als solches ist ohne weitere Komponenten als Decken- oder Wandelement für den Gebäudebau verwendbar. Es muss daher nicht mit weiteren Elementen, insbesondere beispielsweise weiteren Platten oder Beschichtungen versehen werden. Das erfindungsgemäße Sandwichelement ist als selbsttragendes, eigenständiges Bauelement konfektioniert und als solches transportierbar und marktfähig.
Insbesondere aufgrund der oben genannten Eigenstabilität der
Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit ist es nicht notwendig, die erste und zweite Trockenbauplatte über sonstige Befestigungsmittel , wie beispielsweise Schrauben oder Klammern, miteinander zu verbinden. Insbesondere kann demnach vorgesehen sein, dass die Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit durchgehend ist, also nicht beispielsweise durch metallische Befestigungsmittel, die als Wärmebrücken dienen und die Dämmeigenschaften des Sandwichelementes daher verschlechtern könnten, unterbrochen ist. Nach einer Fortbildung dieses Erfindungsgedankens kann vorgesehen sein, dass das erfindungsgemäße Sandwichelement keinerlei metallische Komponenten aufweist.
Das erfindungsgemäße Sandwichelement weist hervorragende
Wärmedämmeigenschaften auf. Der Wärmedurchgangskoeffizient eines Sandwichelementes mit einer Dicke von 225 mm kann beispielsweise im Bereich von 0, 1 8 bis 0,26 W/m 2 K, insbesondere im Bereich von 0,20 bis 0,24 W/m 2 K liegen (insbesondere gemäß EN ISO=6946 : 2007). Dabei sinkt der Wärmedurchgangskoeffizient in dem Maße, in dem die Dicke des Elementes zunimmt und steigt in dem Maße, in dem die Dicke des Sandwichelementes abnimmt. Ein Sandwichelement mit einer Dicke von 1 12 , 5 mm kann demnach einen Wärmedurchgangskoeffizienten im Bereich von 0,40 bis 0,48 W/m 2 K, insbesondere im Bereich von 0,42 bis 0,46 W/m 2 K aufweisen.
Das erfindungsgemäße Sandwichelement kann bei den folgenden Dicken beispielsweise die folgenden Wärmedurchgangskoeffizienten aufweisen (insbesondere gemäß EN ISO=6946 : 2007) :
Das erfindungsgemäße Sandwichelement zeichnet sich durch
hervorragende Festigkeitswerte aus. So kann die Höhe der durch das Sandwichelement aufnehmbaren Schubspannung bei > 0,05 N/mm 2 , also auch bei > 0,06 N/mm 2 , > 0,07 N/mm 2 , > 0,075 N/mm 2 oder sogar bei > 0,08 N/mm 2 liegen (insbesondere entsprechend DIN EN 14509 : 2006).
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Erstellung eines Sandwichelement für den Gebäudebau mit folgenden Merkmalen:
zur Verfügungstellung einer ersten Trockenbauplatte,
einer zweiten Trockenbauplatte und
einer Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit mit zwei gegenüberliegenden Hauptoberflächen, wobei
die Dämmplatte an ihrer einen Hauptoberfläche mit der ersten Trockenbauplatte und an ihrer anderen Hauptoberfläche mit der zweiten Trockenbauplatte über einen Kleber verklebt wird.
Insbesondere kann das Verfahren zur Erstellung des vorbeschriebenen Sandwichelementes dienen.
Die für das Sandwichelement vorbeschriebenen Ausführungen gelten für das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu erstellende
Sandwichelement entsprechend.
Gegenstand der Erfindung ist ferner die Verwendung einer Dämmplatte auf Basis von expandiertem Perlit zur Erstellung eines
Sandwichelementes für den Gebäudebau. Auch insoweit gelten die für das Sandwichelement vorbeschriebenen Ausführungen entsprechend.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sandwichelements wird anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung näher erläutert.
Dabei zeigt
Figur 1 ein Sandwichelement in einer perspektivischen Ansicht
schräg von der Seite und in und
Figur 2 das Sandwichelement gemäß Figur 1 in einer seitlichen
Schnittansicht.
Das in dem Ausführungsbeispiel dargestellte Sandwichelement 1 hat die Form einer rechteckigen Platte beziehungsweise eines Quaders. Die Breite b des Sandwichelementes 1 beträgt 900 mm und die Höhe h des Sandwichelementes 1 beträgt 2.500 mm. Die Dicke d des
Sandwichelementes 1 beträgt 225 mm.
Das Sandwichelement 1 weist einen Kern in Form einer Dämmplatte 7 auf Basis von expandiertem Perlit auf. Die Dämmplatte 7 besteht aus Körnern aus expandiertem Perlit in einer Körnung von 0, 1 bis 1 ,5 mm, die über ein abgebundenes Bindemittel verbunden sind; das Bindemittel besteht aus einer Mischung aus Kieselsol und Stärke sowie aus einem Hydrophobierungsmittel, mittels dessen die Dämmplatte 7 über ihr gesamtes Volumen hydrophobiert. Das Mischungsverhältnis von Perlit zu Bindemittel beträgt 80 :20 (bezogen auf die Masse). Die Dämmplatte 7 weist eine Trockenrohdichte von 100 kg/m 3 (gemäß EN 1602:1996-11) und eine Wärmeleitfähigkeit in Höhe von 0,045 W/mK (gemäß EN 12667:2001-05) auf. Die Dicke (d 2 ) der Dämmplatte 7 beträgt 199 mm. Die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl der Dämmplatte 7 liegt bei μ=5 (gemäß EN 12086:1997-06), die Wasseraufnahme bei kurzzeitigem, teilweisem Eintauchen bei 0,4 kg/m 2 (gemäß EN 1609:1996-11), die Zugfestigkeit senkrecht zur Plattenebene bei 80 kPa (gemäß EN
13169:2001-05), die Druckfestigkeit bei 200 kPa (gemäß EN 826:1996- 05) und die Biegefestigkeit bei 130 kPa (gemäß EN 12089:1997-06).
Über einen mineralischen Kleber 11 in Form eines Fliesenklebers auf Basis von Portlandzement ist die Dämmplatte 7 auf einer ihrer beiden Hauptoberflächen mit einer ersten Trockenbauplatte in Form einer Hartgipsplatte 5 verklebt. Der mineralische Kleber 11 ist in einer Stärke von etwa 0,5 mm aufgetragen.
Die Hartgipsplatte 5 weist eine Dicke (d 3 ) von 12,5 mm und eine
Wärmeleitfähigkeit von 0,25 W/mK auf (gemäß EN 12524:2000).
Die Hartgipsplatte 5 (Typ DFH2IR gemäß DIN EN 520:2004 + Al:2009) ist nicht brennbar und gehört zur Baustoffklasse AI (gemäß DIN EN 13501-1 Ausgabe Januar 2010).
Auf ihrer zweiten Hauptoberfläche ist die Dämmplatte 7 über einen Fliesenkleber 9 mit einer zweiten Trockenbauplatte in Form einer Zementbauplatte 3 verklebt. Der Fliesenkleber 9 entspricht in seiner Zusammensetzung und in der Art seines Auftrages dem Fliesenkleber 11 auf der anderen Hauptoberfläche der Dämmplatte 7. Die Zementbauplatte 3 besteht aus abgebundenem Portlandzement, in den mineralische Zuschlagstoffe eingebunden sind. Im Bereich der
Oberfläche ist allseitig ein Glasgittergewebe in den Portlandzement der Zementbauplatte 3 eingebettet. Die Zementbauplatte 3 weist eine Dicke (di ) von 1 2,5 mm, eine Rohdichte (trocken) von 1 . 1 50 kg/m 3 (gemäß EN 1602 : 1 996- 1 1 ) eine Biegefestigkeit von 9,60 MPa (gemäß EN 1 2467 Ausgabe Dezember 2006) sowie eine Wärmeleitfähigkeit von 0,35 W/mK (gemäß EN 1 2664 : 2001 -05 ) auf. Die Zementbauplatte 3 ist nicht brennbar und gehört der Baustoffklasse A I an (gemäß EN 1 3501 - 1 Ausgabe Januar 2010).
Die Dämmplatte 7, die Hartgipsplatte 5 sowie die Zementbauplatte 3 weisen j eweils eine Breite von 900 mm und eine Höhe von 2.500 mm auf und schließen im Bereich ihrer Außenkanten bündig aneinander an. Das Sandwichelement 1 weist damit insgesamt die Form eines Quaders auf.
Trotz eines geringen Flächengesichtes von nur etwa 43 ,5 kg/m 2 weist das Sandwichelement 1 hervorragende Festigkeits- und Dämmwerte auf.
Die aufnehmbare Schubspannung des Sandwichelementes 1 beträgt 0,08 N/mm 2 (gemäß DIN EN 14509 :2006)
Der Wärmedurchgangskoeffizient des Sandwichelementes 1 beträgt 0,22 W/m 2 K (gemäß EN ISO=6946 : 2007). Das Sandwichelement 1 kann insbesondere im Fertig-Gebäudebau als wandhohes Fertigteil als tragendes oder nicht tragendes Bauelement verwendet werden.
In der Darstellung des Sandwichelementes 1 gemäß Figur 1 sind, um die inneren Strukturen des Sandwichelementes 1 besser erkennbar zu machen, Teile des Dämmelementes 7 sowie der Zementbauplatte 3 entfernt.
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