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Patent Searching and Data


Title:
SANDWICH STRUCTURE HAVING AN EMBEDDED CONNECTING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/025553
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sandwich structure (1) having an embedded connecting element (6) and to a method for producing same. The sandwich structure (1) according to the invention, having two cover layers (2, 3) and a core (4) arranged therebetween, has at least one connecting element (6) for connection to further components, wherein the connecting element (6) comprises an insert (7) which is embedded into the sandwich structure (1) at a cover layer (2) and the embedding depth of which is less than the thickness of the core (4). Here, the connecting element (6) is finished flush with the outer side of the cover layer (2) via which the connecting element (6) is embedded, or protrudes from the cover layer (2). The method according to the invention for producing such a sandwich structure (1) comprises the following steps: a) producing a blind hole (5) starting from a cover layer (2) of the sandwich structure (1); b) introducing the connecting element (6) into the blind hole (5) and fastening the connecting element (6) therein; and c) finishing the connecting element (6) such that it is flush with the cover layer (2) or protrudes by a predetermined height from the cover layer (2).

Inventors:
OLDENBURG, Frederic (Alter Güterbahnhof 10e, Hamburg, 22303, DE)
REIFFERSCHEID, Moritz (Twieten 14, Basedow, 21483, DE)
Application Number:
EP2018/071015
Publication Date:
February 07, 2019
Filing Date:
August 02, 2018
Export Citation:
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Assignee:
LUFTHANSA TECHNIK AG (Weg beim Jäger 193, Hamburg, 22335, DE)
International Classes:
B32B1/04; B21J5/06; B32B1/06; B32B3/06; B32B3/08; B32B3/12; B32B3/26; B32B3/30; B32B7/12; B32B15/00; B32B15/08; B32B15/10; B32B15/12; B32B15/20; B32B21/00; B32B21/14; B32B27/42; B32B38/00; B60R13/02
Foreign References:
EP0633132A11995-01-11
EP0891858A21999-01-20
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
GLAWE DELFS MOLLPARTNERSCHAFT MBB VON PATENT- UND RECHTSANWÄLTEN (Postfach 13 03 91, Hamburg, 20103, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Sandwichstruktur (1) mit zwei Deckschichten (2, 3) und einem dazwischen angeordneten Kern (4), welches zur Verbindung mit weiteren Bauteilen wenigstens ein Verbindungsele¬ ment (6) aufweist, wobei das Verbindungselement (6) ein an einer Deckschicht (2) in die Sandwichstruktur (1) eingelassenes Insert (7) umfasst, dessen Einlasstiefe kleiner ist als die Dicke des Kerns (4),

dadurch gekennzeichnet, dass

das Verbindungselement (6) mit der Außenseite der Deck¬ schicht (2), über die das Verbindungselement (6) eingelas¬ sen ist, bündig nachgearbeitet oder aus der Deckschicht (2) hervorstehend ist.

2. Sandwichstruktur (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

das bündig nachgearbeitete Verbindungselement (6) bündig beigeschliffen ist.

3. Sandwichstruktur (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Verbindungselement (6) um weniger als 6 mm, vorzugswei¬ se um weniger als 3 mm hervorstehend ist.

4. Sandwichstruktur (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass

das Verbindungselement (6) ein auf dem Insert (7) angeord¬ netes, mit der Deckschicht (2) Überdeckungsfreies Aus¬ gleichselement (10) umfasst.

5. Sandwichstruktur (1) nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (10) aus nach Aufbringen auf das In- sert (7) aushärtender Spachtelmasse oder ein separates Bau¬ teil ist, welches mit dem Insert (7) in Kontakt steht.

6. Sandwichstruktur (1) nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein das Verbindungselement (6) und die Deckschicht (2) der Sandwichsstruktur (1) überdeckendes Blech vorgesehen ist, wobei der Raum zwischen dem Insert (7) und dem überdeckenden Blech mit der aushärtenden Spachtelmasse gefüllt ist.

7. Sandwichstruktur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Kern (4) der Sandwichstruktur (1) ein Wabenkern

und/oder das Insert (7) aus Metall ist.

8. Sandwichstruktur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

auf der Deckschicht (3) , über die das Verbindungselement (6) nicht eingelassen ist, eine glänzende Oberflächen¬ schicht, vorzugsweise ein hochglanzlackiertes Holzfurnier (3λ), angebracht ist.

9. Verfahren zur Einfügung eines Verbindungselementes (6) in eine Sandwichstruktur (1) mit zwei Deckschichten (2, 3) und einem dazwischen angeordneten Kern (4), wobei das Verbindungselement (6) ein Insert (7) umfasst, mit den Schritten: a) Herstellen eines Sacklochs (5) ausgehend von einer

Deckschicht (2) der Sandwichstruktur (1); b) Einbringen des Verbindungselementes (6) in das Sackloch (5) und Befestigen des Verbindungselements (6) darin; und c) Nacharbeiten des Verbindungselementes (6), sodass es bündig mit der Deckschicht (2) oder um eine vorgegebene Höhe aus der Deckschicht (2) hervorstehend ist.

10. Verfahren nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Verbindungselement (6) auf eine Höhe von weniger als

6 mm, vorzugsweise um weniger als 3 mm über der Deckschicht

(2) abgeschliffen wird.

11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Einbringen des Verbindungselementes (6) in das Sackloch (5) und Befestigen des Verbindungselements (6) darin die Teilschritte umfassend:

Einbringen des Inserts (7) in das Sackloch (5) und Befestigen des Inserts (7) darin; und

Anordnen eines Ausgleichselementes (10) auf dem Insert (7), sodass dieses überdeckungsfrei mit der Deckschicht (2) und auf dieser hervorstehend ist.

Verfahren nach Anspruch 11,

dadurch gekennzeichnet, dass

zum Anbringen des Ausgleichselements (10) Spachtelmasse auf das Insert (7) aufgebracht und ausgehärtet wird, oder ein separates Bauteil vorzugsweise stoffschlüssig an dem Insert (7) befestigt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass

auf der Deckschicht (3) , von der das herzustellende Sack¬ loch (5) nicht ausgeht, eine glänzende Oberflächenschicht, vorzugsweise ein hochglanzlackiertes Holzfurnier (3λ) ange bracht ist.

Description:
Sandwichstruktur mit eingelassenem

Verbindungselement

Die Erfindung betrifft eine Sandwichstruktur mit eingelassenem Verbindungselement sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.

Insbesondere im Bereich des Leichtbaus, wie er bspw. im Luft ¬ fahrtbereich Verwendung findet, wird regelmäßig auf Sandwichstrukturen zurückgegriffen. Bei entsprechenden Strukturen ist zwischen zwei kraftaufnehmenden festen Decklagen ein vergleichsweise weicher Kern angeordnet, der die beiden Decklagen schubfest miteinander verbindet. Je nach verwendetem Kern können diese Strukturen bei geringem Gewicht sehr biegesteif sein. Der Kern weist dabei häufig eine sogenannte, dem Fach ¬ mann geläufige Honigwabenstruktur auf.

Sowohl für die Decklagen als auch den Kern sind verschiedenste Materialen möglich. Im Bereich der Luftfahrt und insbesondere für den Innenausbau der Kabinen von Verkehrsflugzeugen werden häufig Sandwichstrukturen mit zwei Glasfaserdeckschichten, getränkt mit Phenolharz und einem Kern aus einer mit Phenolharz getränkten Aramidwabenstruktur verwendet. Um einen ansprechenden optischen Eindruck zu erwecken, werden entsprechende Sandwichsstrukturen zumindest an den im eingebauten Zustand sichtbaren Flächen mit einem Furnier versehen. Soll bspw. der Eindruck hochwertiger Massivholzmöbel vermittelt werden, wird zu ¬ nächst Holzfurnier an die Sandwichsstruktur geklebt und anschließend mit Hochglanzlack versehen.

Sandwichstrukturen liegen in aller Regel als Halbzeug in Form von Sandwichplatten vor. Um entsprechende Sandwichplatten mit anderen Komponenten zu verbinden, werden an den dafür vorgesehenen Verbindungspunkten regelmäßig Innengewindebuchsen - sog. Inserts - in die Sandwichplatte eingebracht. Dazu wird ausge- hend von einer der beiden Deckschichten ein Sackloch in die Sandwichsplatte gefräst, in dem das Insert mit Hilfe von Kleb ¬ stoff derart befestigt wird, dass das Innengewinde als Anbin- dungspunkt dienen kann.

Die andere Deckschicht ist im Bereich eines für ein Insert vorgesehenen Sacklochs durchgehend, also insbesondere nicht von einer Öffnung durchbrochen. Gleiches gilt auch für ein darauf angebrachtes Furnier.

An der anderen Deckschicht zeigen sich jedoch regelmäßig Oberflächeneinzüge, sog. Insert Pulls. Bei diesen Insert Pulls wird die andere Deckschicht um wenige Mikrometer in Richtung des Kerns der Sandwichplatte eingezogen. Auch wenn die Vertie ¬ fungen als solche mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind, zeigen sich bei auf einer Sandwichstruktur angebrachten hochglanzlackierten und polierten Oberflächenfurnieren in Form von gestörten Lichtreflexionen deutlich. Die Nachbearbeitung der von Insert Pull betroffenen Bereiche, welche regelmäßig eine Neulackierung erfordert, ist aufwendig und kostenintensiv.

Um das Auftreten von Insert Pulls zu verhindern ist im Stand der Technik bekannt, den Kern der Sandwichstruktur in den Bereichen, in denen Inserts vorgesehen werden sollen, bereits während der Herstellung der Sandwichstruktur durch einen steifen Füllstoff zu ersetzen, in dem anschließend ein Insert auf die beschriebene Weise eingesetzt werden kann. Bei entspre ¬ chenden Sandwichstrukturen tritt zwar ein Insert Pull nicht mehr auf, allerdings ist das Gewicht gegenüber Sandwichstruk ¬ turen ohne entsprechenden Füllstoff erhöht. Auch ist die Herstellung entsprechender Sandwichstrukturen aufwendig und daher nicht für Einzelanfertigungen oder Kleinstserien geeignet. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sandwichstruk ¬ tur mit einem darin eingelassenen Verbindungselement sowie ein Verfahren zu deren Herstellung zu schaffen, bei dem die Nachteile aus dem Stand der Technik nicht mehr oder nur noch im verminderten Umfang auftreten.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Sandwichstruktur gemäß dem Hauptanspruch sowie das Verfahren gemäß dem nebengeordneten Anspruch 9. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Demnach betrifft die Erfindung eine Sandwichstruktur mit zwei Deckschichten und einem dazwischen angeordneten Kern, welcher zur Verbindung mit weiteren Bauteilen wenigstens ein Verbindungselement aufweist, wobei das Verbindungselement ein an ei ¬ ner Deckschicht in die Sandwichstruktur eingelassenes Insert umfasst, dessen Einlasstiefe kleiner ist als die Dicke des Kerns der Sandwichstruktur, und wobei das Insert oder ein auf dem Insert angeordnetes Ausgleichselement mit der Außenseite der Deckschicht, über die das Insert eingelassen ist, bündig nachgearbeitet oder aus dieser hervorstehend ist.

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Einfügung eines Verbindungselementes in eine Sandwichstruktur mit zwei Deckschichten und einem dazwischen angeordneten Kern, wobei das Verbindungselement ein Insert umfasst, mit den Schritten: a) Herstellen eines Sacklochs ausgehend von einer Deck ¬ schicht der Sandwichstruktur; b) Einbringen des Verbindungselementes in das Sackloch und Befestigen des Verbindungselements darin; und c) Nacharbeiten des Verbindungselementes, sodass es bündig mit der Deckschicht oder um eine vorgegebene Höhe aus der Deckschicht hervorstehend ist.

Die „Dicke des Kerns der Sandwichstruktur" entspricht dem Ab ¬ stand zwischen den beiden Deckschichten. Mit „Einlasstiefe" ist diejenige Tiefe bezeichnet, um die das Insert in die Sand ¬ wichstruktur eingelassen ist.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Insert Pulls insbesondere dann auftreten, wenn ein Insert gegenüber der Deckschicht, über welche das Insert in die Sandwichstruktur eingelassen ist, zurückversetzt angeordnet ist. Wird eine in das Innengewinde des Inserts eingeführte Schraube angezogen, während die Sandwichstruktur an einer anderen Komponente anliegt, kann es zu einer Verformung der Sandwichstruktur kommen, die letztendlich zu einem Insert Pull der anderen Deckschicht führen kann.

Um dies zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Verbindungselement umfassend ein Insert mit der Außenseite der Deckschicht, an der es eingelassen ist, bündig nachgearbeitet oder aus der Deckschicht hervorstehend ist. Dadurch wird ver ¬ hindert, dass es durch das Anziehen einer in das Insert einge ¬ führten Schraube zu einer Relativbewegung zwischen Verbindungselement und der Sandwichstruktur und somit zu einem Insert Pull kommen kann.

Unter einem nachgearbeiteten Verbindungselement im Sinne dieser Erfindung ist ein Verbindungselement zu verstehen, dass im in die Deckschicht eingesetzten Zustand nachgearbeitet wird, bis es mit der Deckschicht bündig ist. Das kann bspw. durch Auftragen oder Abtragen von Material erfolgen. Ein Verbindungselement, das im Sinne dieser Erfindung nachgearbeitet wurde, lässt sich dadurch erkennen, dass es in exakter Weise an die Ebene der Deckschicht angepasst ist. Ferner ist dies durch die bei der Auf- bzw. Abtragung entstehenden strukturellen Änderungen des Verbindungselements erkennbar.

Vorzugsweise erfolgt das Nacharbeiten des Verbindungselements durch ein bündiges Beischleifen mit der Deckschicht.

Das Verbindungselement wird zunächst aus der Deckschicht her ¬ vorstehend angeordnet. Anschließend kann das Verbindungsele ¬ ment, bei Bedarf, bündig mit eben dieser Deckschicht beige ¬ schliffen werden. In anderen Worten wird das zunächst über der Deckschicht hervorstehende Verbindungselement soweit abge ¬ schliffen, bis es bündig mit der Deckschicht ist. Die Deck ¬ schicht selbst wird bei diesem Prozess nicht beschädigt bzw. geschliffen. Ob ein Verbindungselement bündig mit der Deck ¬ schicht angeordnet wurde oder bündig beigeschliffen wurde, lässt sich auch im Nachhinein ohne Weiteres erkennen, bspw. anhand von Schleifspuren und/oder der Ausgestaltung der Kanten des Verbindungselementes an der beigeschliffenen Oberfläche.

Anstelle des bündigen Beischleifens ist es auch möglich, dass Verbindungselement aus derjenigen Deckschicht, über die es in die Sandwichstruktur eingelassen ist, hervorstehend ist bzw. bleibt. Auch in diesem Fall wird ein Insert Pull an der ande ¬ ren Deckschicht wirksam vermieden.

Sofern das Verbindungselement nicht bündig beigeschliffen ist, steht es vorzugsweise um weniger als 6 mm, weiter vorzugsweise um weniger als 3 mm aus der Deckschicht, über die es eingelas ¬ sen wurde, hervor. Auch ein hervorstehendes Verbindungselement kann geschliffen sein, um bspw. eine gewünschte Höhe des Hervorstehens und/oder eine Parallelität der geschliffenen Fläche des Verbindungselementes mit der Deckschicht zu erreichen. Das Verbindungselement kann ausschließlich ein Insert umfas ¬ sen. Es ist aber auch möglich, dass das Verbindungselement ein auf dem Insert angeordnetes, mit der Deckschicht Überdeckungs ¬ freies Ausgleichselement umfasst. „Überdeckungsfrei" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Ausgleichselement in eine Projektion senkrecht durch die Deckschicht sich mit dieser nicht überschneidet. In anderen Worten befindet sich das Aus ¬ gleichselement in dieser Projektion vollständig innerhalb der Umfangslinie des Insert. Ist ein Ausgleichselement vorgesehen, kann dieses mit der Deckschicht bündig nachgearbeitet, vor ¬ zugsweise beigeschliffen sein, oder steht über die Deckschicht hervor. Im letztgenannten Fall ist es auch möglich, dass das Insert selbst bereits über die Deckschicht hervorsteht, eine größere Höhe des Hervorstehend aber durch ein zusätzliches Ausgleichselement erreicht wird. Das Ausgleichselement kann nach dem Einlassen des Inserts in die Sandwichstruktur auf diesem angeordnet werden. In diesem Fall kann das Insert zu ¬ nächst gemäß dem Stand der Technik in die Sandwichstruktur eingebracht werden und wird erst anschließend durch das Auf ¬ bringen des Ausgleichselementes zu einem erfindungsgemäßen Verbindungselement .

Das Ausgleichselement kann aus nach Aufbringen auf das Insert aushärtender Spachtelmasse oder ein vorgefertigtes Bauteil sein, welches mit dem Insert in Kontakt steht oder vorzugswei ¬ se stoffschlüssig mit dem Insert verbunden ist. Das vorgefer ¬ tigte Bauteil kann bspw. ringförmig und vergleichbar zu einer Unterlegscheibe ausgestaltet sein. Ist das Ausgleichselement ein vorgefertigtes Bauteil ist bevorzugt, wenn es aus gegen ¬ über dem Material des Inserts korrosionsbeständigem Material ist .

In einer bevorzugten Ausführungsform kann ein sowohl das Verbindungselement als auch die Deckschicht der Sandwichsstruktur überdeckendes Blech vorgesehen sein, wobei der Raum zwischen dem Insert und dem überdeckenden Blech mit der aushärtenden Spachtelmasse gefüllt ist. Das überdeckende Blech erlaubt es auf einfache Art und Weise, eine mit der Deckschicht bündige Begrenzung für die als Ausgleichselement dienende aushärtbare Spachtelmasse zu schaffen. Diese Ausführungsform erlaubt somit eine einfache und genaue mit der Deckschicht bündige Nachbear ¬ beitung des Ausgleichselements, mithin des Verbindungsele ¬ ments .

Durch ein entsprechendes Blech ist es auch möglich, die

Krafteinleitung im Bereich des Verbindungselementes großflä ¬ chiger über die Sandwichsstruktur zur verteilen, sodass evtl. zu Beschädigungen der Sandwichsstruktur führende Belastungsspitzen vermieden werden können.

Der Kern der Sandwichsstruktur ist vorzugsweise ein Wabenkern, bspw. aus Aluminium oder faserverstärktem Kunststoff. Mit einem entsprechenden Kern lassen sich besonders leichte Sandwichstrukturen erreichen. Weiter bevorzugt ist es, wenn das Insert aus Metall ist. Bei einem Metallinsert wird regelmäßig eine hohe Tragfestigkeit des Innengewindes erreicht.

Die erfindungsgemäße Sandwichstruktur ist besonders in den Fällen vorteilhaft, in denen auf der Deckschicht, über die das Verbindungselement nicht eingelassen ist, eine glänzende Ober ¬ flächenschicht , wie bspw. ein hochglanzlackiertes Holzfurnier, Lack, Folie, Leder oder sonstiges Textil, angebracht ist.

Zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auf die vorstehenden Erläuterungen verwiesen.

Die Erfindung wird nun anhand vorteilhafter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Es zeigen: Figur la-d: ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungs ¬ gemäßen Verfahrens zur Herstellung einer ersten erfindungsgemäßen Sandwichstruktur;

Figur 2a-e: ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungs ¬ gemäßen Verfahrens zur Herstellung einer zweiten erfindungsgemäßen Sandwichstruktur; und

Figur 3: eine drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungs ¬ gemäßen Verfahrens zur Herstellung einer dritten erfindungsgemäßen Sandwichstruktur .

In Figur la-d ist ein Verfahren zur Herstellung einer ersten erfindungsgemäßen Sandwichstruktur 1 gezeigt.

Figur la zeigt den Ausgangzustand der Sandwichsstruktur 1. Die Sandwichstruktur 1 umfasst zwei Deckschichten 2, 3 die über einen als Wabenkern ausgebildeten Kern 4 fest miteinander verbunden sind. Sowohl die Deckschichten 2, 3 als auch der Kern 4 sind aus faserverstärktem Kunststoff gefertigt. Auf der in Fi ¬ gur la unten dargestellten Deckschicht 3 ist ein hochglanzla ¬ ckiertes Holzfurnier 3 λ angeordnet.

In einem ersten Schritt wird ein ausgehend von der einen Deckschicht 2 der Sandwichstruktur 1 durch Fräsen ein Sackloch 5 hergestellt, sodass die andere Deckschicht 3 vollständig in ¬ takt bleibt (Figur lb) .

Anschließend wird in dieses Sackloch 5 ein Verbindungselement 6 bestehend aus einem Insert 7 mit einem Innengewinde 8 ange ¬ ordnet und mit Klebstoff 9 darin befestigt. Im Unterschied zum Stand der Technik wird das Insert 7 dabei jedoch über die Deckschicht 2 der Sandwichstruktur 1 hervorstehend angeordnet. Die Einlasstiefe des Inserts 7 ist dabei geringer als die Di- cke des Kerns 4, sodass zwischen Insert 7 und der anderen Deckschicht 3 ein Abstand besteht (Figur lc) .

Nach Aushärten des Klebstoffs 9 wird das Verbindungselement 6 derart beigeschliffen, dass es nur noch um eine vorgegebene Höhe über der Deckschicht 2 hervorsteht (Figur ld) . Dieses Beischleifen lässt sich auch im Nachgang zum eigentlichen Verfahren in der Regel noch gut feststellen, bspw. anhand von Schleifspuren oder dem Fehlen der originär vorgesehenen Fase am Rand der Oberseite des Inserts 7 (vgl. Figur 2c) . Es ist selbstverständlich auch möglich, dass die vorgegebene Höhe gleich Null ist, das Verbindungselement 6 also bündig mit der Deckschicht 2 geschliffen wird.

Indem das Verbindungselement 6 erfindungsgemäß gesichert bün ¬ dig mit oder hervorstehend über die Deckschicht 2 ist, kann ein Insert Pull an der anderen Deckschicht 3 im Bereich des Verbindungselementes 6 wirksam vermieden werden.

In Figur 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfin ¬ dungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Sandwichstruktur 1 dargestellt.

Figur 2a zeigt dabei den zu Figur la identischen Ausgangzu ¬ stand der Sandwichsstruktur 1. Die Sandwichstruktur umfasst wieder zwei Deckschichten 2, 3 aus faserverstärktem Kunststoff, die über einen als Wabenkern ausgebildeten Kern 4 - ebenfalls aus faserverstärktem Kunststoff - fest miteinander verbunden sind. Auf der einen Deckschicht 3 ist ein hochglanzlackiertes Holzfurnier 3 λ angeordnet.

Erneut wird in einem ersten Schritt ausgehend von der Deck ¬ schicht 2 der Sandwichstruktur 1, die nicht mit dem Holzfurnier 3 λ versehen ist, durch Fräsen ein Sackloch 5 hergestellt, wobei die andere Deckschicht 3 und das darauf angeordnete Holzfurnier 3 λ vollständig intakt bleibt (Figur 2b).

Anschließend wird in dieses Sackloch 5 auf bekannte Weise ein Insert 7 als Teil des Verbindungselementes 6 eingebracht und mit Klebstoff 9 befestigt. Das Insert 7 ist dabei in der Sand ¬ wichstruktur 1 versunken, d.h. die von außen zugängliche Seite des Inserts 7 ist hinter die Deckschicht 2 zurücktretend ange ¬ ordnet. Die Einlasstiefe des Inserts 7 ist jedoch auch hier geringer als die Dicke des Kerns 4 (Figur 2c) .

Anschließend wird auf das Insert 7 zur Vervollständigung des Verbindungselementes 6 ein separates Bauteil als Ausgleich ¬ selement 10 mit einer Formgebung vergleichbar einer Unterlegscheibe vorzugsweise Stoffschlüssig - in diesem Fall durch Kleben - mit dem Insert 7 verbunden. Das Ausgleichselement 10 weist eine Durchgangsöffnung 11 auf, sodass das Innengewinde 8 des Inserts 7 zugänglich bleibt. Gleichzeitig ist das Aus ¬ gleichselement 10 überdeckungsfrei mit der Deckschicht 2 (Figur 2d) .

Abschließend wird das Verbindungselement 6, insbesondere also das separate Ausgleichselement, derart beigeschliffen, dass es nur noch um eine vorgegebene Höhe über der Deckschicht 2 her ¬ vorsteht (Figur 2e) . Es ist selbstverständlich auch möglich, dass die vorgegebene Höhe gleich Null ist, das Verbindungsele ¬ ment 6 also bündig mit der Deckschicht 2 geschliffen wird. Auch hier kann ein Insert Pull an der anderen Deckschicht 2 im Bereich des Verbindungselementes 6 wirksam vermieden werden.

In Figur 3 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfin ¬ dungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Sandwichstruktur 1 dargestellt. Wie bei den vorangehend erläuterten Ausführungsbeispielen wird in dem Sackloch 5 der Sandwichstruktur 1 zunächst das Insert 7 mit Klebstoff 9 befestigt. Das Insert 7 reicht dabei aller ¬ dings nicht bis zur Deckschicht 2 heran, das Insert 7 ist also hinter der Deckschicht 2 zurücktretend angeordnet.

Die erfindungsgemäße Nacharbeitung des Verbindungselements 6, so dass dieses mit der Deckschicht 2 bündig ist, erfolgt in diesem Fall durch das Auftragen einer aushärtenden Spachtelmasse 12; diese fungiert als Ausgleichselement 10. Um ein auf ¬ wendiges Beispachteln der Spachtelmasse - was ebenfalls denk ¬ bar wäre - zu vermeiden, ist ein die Deckschicht 2 überdeckendes Blech 13 vorgesehen. Das Blech 13 bildet zusammen mit dem Insert 7 einen Füllraum, der mit der Spachtelmasse 12 gefüllt wird. In dem so gebildeten Füllraum wird die Spachtelmasse so verteilt, dass sie ein mit der Deckfläche 2 bündiges Aus ¬ gleichselement 10 bildet. Bei diesem Vorgehen weist das Blech 13 eine Füllöffnung zum Befüllen des Füllraums mit Spachtel ¬ masse auf.

Alternativ kann auch zunächst nach Einsetzen des Inserts 7 das Sackloch 5 mit Spachtelmasse 12 gefüllt werden. Dabei wird vorzugsweise etwas mehr Spachtelmasse 12 aufgetragen als der Füllraum aufnehmen kann. Anschließend wird das Blech 13 über dem Sackloch 5 und die Deckschicht 2 überdeckend angeordnet, so dass die überschüssige Spachtelmasse 12 aus dem Füllraum herausgedrückt wird. Durch dieses Vorgehen kann ebenfalls si ¬ chergestellt werden, dass das Verbindungselement 6 bündig mit der Deckschicht 2 nachgearbeitet ist.

Damit das Innengewinde 8 zugänglich bleibt, ist vorzugsweise eine Durchgangsöffnung 11 vorgesehen.