LIEBSCHER, Arne (Auf der Heide 36, Herdecke, 58313, DE)
HÖHER, Ralf (Stütingstraße 47, Gevelsberg, 58285, DE)
VOGLER, Thomas (Feldstraße 6e, Bad Salzuflen, 32108, DE)
POISCHBERG, Jens (Bielsteinstrasse 30, Bielefeld, 33604, DE)
GLANZ, Michael (Franziskaweg 2, Langenfeld, 40764, DE)
LIEBSCHER, Arne (Auf der Heide 36, Herdecke, 58313, DE)
HÖHER, Ralf (Stütingstraße 47, Gevelsberg, 58285, DE)
VOGLER, Thomas (Feldstraße 6e, Bad Salzuflen, 32108, DE)
POISCHBERG, Jens (Bielsteinstrasse 30, Bielefeld, 33604, DE)
| Patentansprüche 1. Sanitärmodul (1 ), mit einer mittleren Trennwand (6) zur Aufteilung in zwei separate Kabinen, zwei Schiebeelementen (10, 11 ), die mittels eines automatischen Antriebes unabhängig voneinander je eine Kabine öffnen oder verschließen, und einem Festelement (9), welches die Nebenschließkanten der Schiebeelemente (10, 11) abdeckt. 2. Sanitärmodul nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die automatischen Antriebe zusammen einen Doppelantrieb (3) bilden. 3. Sanitärmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Doppelantrieb (3) an oder in einem vorderen Horizontalprofil (2) angeordnet ist, wobei das vordere Horizontalprofil (2) von einem rechten und linken Hauptpfosten (4, 5) getragen bzw. gestützt wird. 4. Sanitärmodul nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Sanitärmodule (1 , 1a, 1 b bis 1 n) nebeneinander angeordnet werden können, wobei ein Hauptpfosten (4, 5) des ersten Sanitärmoduls (1 ) gleichzeitig als Hauptpfosten (4a, 5a) für das benachbarte Sanitärmodul verwendet werden kann, und dass die benachbarten Sanitärmodule (1 , 1a) durch eine äußere Trennwand (12) voneinander getrennt werden. 5. Sanitärmodul nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sanitärmodul (1 ) berührungslos geöffnet und verschlossen werden kann. Sanitärmodul nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sanitärmodul (1 ) eine optische Anzeige aufweist, die die Belegung oder Benutzung einer Kabine anzeigt. Sanitärmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebelemente (10, 11 ) als Schiebetür und/oder Teleskopschiebetür ausgebildet sind. Sanitärmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebeelemente (10, 11 ) im Bereich der unteren Stirnkante in einer Führungsschiene (20) geführt werden. Sanitärmodul nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptpfosten (4, 5) je eine vertikal angeordnete Vertiefung (24) zur Aufnahme der Hauptschließkanten der Schiebeelemente (10, 11 ) aufweisen. Sanitärmodul nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Festelement (9) die Schiebeelemente (10, 11 ) im geöffneten Zustand vollständig verdeckt. Sanitärmodul nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite des Sanitärmoduls (1 ) eine weitere Festwand (18) angeordnet ist, die die Nebenschließkanten der Schiebeelemente (10, 11 ) verdeckt und die Kabinen voneinander optisch verdeckt. |
Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Sanitärmodul mit einer mittleren Trennwand zur Aufteilung in zwei separate Kabinen und zwei Schiebeelemente, die mittels eines automatischen Antriebes unabhängig voneinander je eine Kabine öffnen oder verschließen. Bei Sanitäreinrichtungen wurden in der Vergangenheit berührungslose Seifenspender, Wasserhähne, Lichtschalter und Handtrockner entwickelt, mit denen die Übertragung von Bakterien im WC-Bereich reduziert werden kann. Nach wie vor stellt die Berührung von Türgriffen in öffentlichen Toiletten ein Hygieneproblem dar. Bisher ist es noch nicht gelungen, das be- rührungslose Öffnen von Türen, was seit langem durch Sensoren in anderen Bereichen Standard geworden ist, bei Sanitäreinrichtungen preiswert umzusetzen. Bekannt sind automatische Antriebe für Schiebe- und Drehflügeltüren, die von der Abmessung zu groß sind, um sie optisch gefällig in die leichten Trennwände von Sanitäreinrichtungen zu integrieren. Die Ver- wendung von den bekannten Antriebskomponenten scheiterte bisher auch am Preis, da diese Antriebe für große Türflügelgewichte konzipiert wurden und damit für den Sanitärbereich überdimensioniert sind. Des Weiteren fehlt ein Gesamtkonzept, um eine Sanitäreinrichtung so vollständig zu automatisieren, dass sie einen akzeptablen Preis hat, optisch ansprechend aussieht und für verschiedene Einbausituationen verwendbar ist.
Die DE 102004004217 B4 beschreibt eine Sanitäreinrichtung, die aus einem Dusch- und Toilettenbereich besteht, die unmittelbar nebeneinander liegen und in einer Wandnische angeordnet sind, die durch eine Trenn- wand voneinander getrennt sind und die an ihrer Eingangsseite durch eine gemeinsame Eingangstür alternativ verschlossen werden können.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sanitäreinrichtung zu entwickeln, deren Türen automatisiert werden können, das flexibel für verschiedene Einbausituationen verwendet werden kann und das preiswert aufgebaut ist.
Die Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Die Unteransprüche geben dabei eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gedankens wieder.
Unter dem Begriff Sanitärmodul werden im nachfolgenden WC-Anlagen, Umkleidekabinen, Duschkabinen sowie Kabinen für den Sanitär- und Wellnessbereich zusammengefasst. Erfindungsgemäß weist das Sanitärmodul eine mittlere Trennwand zur Aufteilung in zwei separate Kabinen, zwei Schiebeelemente die mittels eines automatischen Antriebes unabhängig voneinander je eine Kabine öffnen oder verschließen und ein Festelement auf, welches die Neben- schließkanten der Schiebeelemente abdeckt. Durch diese Anordnung wird eine sehr Platz sparende Anordnung von zwei separaten Kabinen geschaffen, die aufgrund der automatischen Antriebe einen hohen Begehungskomfort aufweisen. Das Festelement sorgt neben den Schiebeelementen für einen Sichtschutz der Kabinen und schützt den Benutzer vor Verletzungen an der Nebenschließkante beim Verfahren der Schiebeele- mente.
In vorteilhafter Ausgestaltung bilden die automatischen Antriebe zusammen einen Doppelantrieb, der vormontiert und für die Montage bereitgestellt werden kann. Dabei ist der Doppelantrieb an oder in einem vorderen Horizontalprofil angeordnet, wobei das vordere Horizontalprofil von einem rechten und linken Hauptpfosten getragen bzw. gestützt werden. Dadurch wird der Doppelantrieb tragendes Element des Profilsystems und stabilisiert das Sanitärmo- dul.
Mit den zuvor benannten Elementen können mehrere Sanitärmodule nebeneinander angeordnet werden, wobei ein Hauptpfosten des ersten Sanitärmoduls gleichzeitig als Hauptpfosten für das benachbarte Sanitärmodul verwendet werden kann, wobei die benachbarten Sanitärmodule durch eine äußere Trennwand voneinander getrennt werden. Es ist damit möglich, für unterschiedliche Einbausituationen eine Vielzahl von Sanitärmodulen nebeneinander anzuordnen. Ebenso besteht die Möglichkeit, bestehende Anlagen zu erweitern oder zu ergänzen. Die mit den Sanitärmodu- len entstehenden Kabinen können z.B. als WC-Kabinen, Duschkabinen oder Umkleidekabinen genutzt werden.
Durch die intelligente Vernetzung von automatischen Antrieben, berührungslosen Aktuatoren und Sensoren ist die berührungslose Benutzung der Sanitärmodule möglich.
Die Erfindung wird beispielhaft anhand der nachfolgenden schematisch dargestellten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 : eine perspektivische Darstellung eines Sanitärmoduls gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, Figur 2: eine Draufsicht auf mehrere Sanitärmodule, Figur 3: eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines Sanitärmoduls,
Figur 4: eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines Sanitärmoduls mit vergrößertem Öffnungsbereich,
Figur 5: eine Detailansicht einer Führung für die Schiebeelemente und Figur 6: eine perspektivische Darstellung des zugehörigen Profilsystems.
Das Sanitärmodul 1 aus Figur 1 zeigt zwei Kabinen, die durch eine mittlere Trennwand 6 voneinander getrennt werden. Der Eingangsbereich der Ka- binen wird durch einen linken und einen rechten Hauptpfosten 5, 4 gebildet, die ein vorderes Horizontalprofil 2 mit einem integrierten Doppelantrieb 3 tragen. Das vordere Horizontalprofil 2 kann zusätzlich durch einen oder zwei Mittelpfosten 7, 8 gestützt werden. Mittig an dem vorderen Horizontalprofil 2 ist ein Festelement 9 angeordnet, zu dem sich beidseitig je eine Öffnung einer Kabine erstreckt. Jede Öffnung wird durch ein Schiebeelement 10, 11 verschlossen, wobei die Schiebeelemente 10, 11 im Bereich des vorderen Horizontalprofils 2 mit dem Doppelantrieb 3 wirkverbunden und ggf an ihm befestigt sind. Der Doppelantrieb 3 umfasst zwei Antriebe, die parallel versetzt zueinander bzw. in Begehungsrichtung des Sanitärmoduls 1 hintereinander im vorderen Horizontalprofil 2 angeordnet sind. Dadurch ist es möglich, dass beide Schiebeelemente 10, 11 unabhängig voneinander verfahren können. Sind beide Kabinen geöffnet, befinden sich das erste und das zweite Schiebeelement 10, 11 gleichzeitig hinter dem Festelement 9. Der Eingangsbereich der WC-Kabinen ist dabei so dimensioniert, dass beide Schiebeelemente 10, 11 zumindest teilweise von dem Festelement 9 verdeckt werden. In dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist das Sanitärmodul 1 in einer Ecke eines Raumes installiert worden. Der rechte Hauptpfosten 4 grenzt an eine Seitenwand 16, die seitlich die rechte Kabine begrenzt. Die Rückseite der Kabine wird durch eine Rückwand 17 gebildet. Die gleiche Rückwand 17 begrenzt auch die Rück- seite der linken Kabine. Eine äußere Trennwand 12 begrenzt die linke Kabine seitlich. Dabei ist die äußere Trennwand mit einem Wandanschlussprofil 13 an der Rückwand 17 befestigt. Die mittlere Trennwand 6 ist ebenfalls auf der einen Seite an der Rückwand 17 befestigt, und an der anderen Seite am vorderen Horizontalprofil 2. Selbstverständlich besteht ein Freiraum oder Spalt zwischen der mittleren Trennwand 6 und dem Festelement 9, so dass in diesem Freiraum oder Spalt das erste und zweite Schiebeelement 10, 11 verfahren können. Sowohl an dem rechten wie auch am linken Hauptpfosten 4, 5 ist jeweils ein Sensor 14 angeordnet, mit dem berührungslos die Öffnung der Kabinen bewirkt werden kann. Falls die hygienischen Aspekte für den Anwendungsfall keine Bedeutung haben, kann der Sensor selbstverständlich auch durch ein sonstiges Schalt- oder Betätigungselement ersetzt oder ergänzt werden. Für den Fall eines Defektes an dem Doppelantrieb 3 oder für Stromausfall weist jedes Schiebeelement 10, 11 noch zusätzlich ein Griffelement 15 auf. Bei- de Hauptpfosten 4, 5 weisen je eine vertikal angeordnete Vertiefung 24 auf, in die die Hauptschließkante der Schiebelemente 10, 11 einfahren und damit bei geschlossenem Schiebeelement 10, 11 einen Sichtschutz bilden. Wird eine Kabine benutzt und das Schiebeelement 10, 11 von innen verriegelt, werden die äußeren Sensoren 14 auf inaktiv geschaltet. Gleichzeitig erfolgt eine von außen sichtbare optische Anzeige, dass die Kabine besetzt ist. Die Verriegelung kann über den Antrieb bei geschlossener Türposition gesteuert werden, oder mittels von innen in der Kabine ange- ordneter Sensorik ebenfalls berührungslos Sensor erfolgen. Die Entriegelung kann von innen mittels berührungsloser Sensorik, z.B. ausgelöst durch Annäherung der Hand des Benutzers, erfolgen. Zusätzlich weist die Verriegelungsvorrichtung eine mechanische Anzeige auf, dass das jeweilige Schiebeelement 10, 11 tatsächlich verriegelt ist. Diese mechanische Anzeige kann gleichzeitig zum mechanischen Öffnen des Schiebeelemen- tes verwendet werden, falls die Sensoren oder die Antriebe defekt sind bzw. bei Stromausfall. Sinnvollerweise wird als mechanische Anzeige ein bekannter Riegel eines einfachen Schlosses z.B. in Form eines Stiftes verwendet. Die Verriegelungsvorrichtung und die Sensoren 14 sind für jede Kabine am zugehörigen Hauptpfosten 4, 5 angeordnet.
Ein einzelnes Sanitärmodul 1 umfasst damit ein vorderes Horizontalprofil 2 mit einem Doppelantrieb 3, einen rechten und linken Hauptpfosten 4, 5 zum Stützen des vorderen Horizontalprofils 2, eine mittlere Trennwand 6 zur Trennung in zwei separate Kabinen, sowie ein mittig an dem vorderen Horizontalprofil 2 geordnetes Festelement 9 und zwei Schiebeelemente 10, 11 , die bei geöffneter Kabine zumindest teilweise von dem Festelement 9 verdeckt werden.
In Figur 2 sind drei Sanitärmodule 1 , 1a, 1 b nebeneinander angeordnet. Zur besseren Darstellung wurde bei der Draufsicht das vordere Horizontalprofil 2 mit dem Doppelantrieb 3 entfernt. Ausgehend von dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 bildet der linke Hauptpfosten 5 vom ersten Sanitärmodul 1 gleichzeitig den rechten Hauptpfosten 4a des zweiten Sanitärmoduls 1a. Die äußere Trennwand 12, 12a trennt dabei wieder zwei Kabi- nen zwischen zwei Sanitärmodulen 1 , 1a oder 1a, 1 b. Zwischen zwei Mittelpfosten 7, 8 oder 7a, 8a ist eine weitere Festwand 18, 18a angeordnet, die mit der Festwand 9, 9a einen Raum bildet, in den die Schiebeelemente 10, 11 oder 10a, 11a beim Öffnen hineinfahren. Die Festwand 18, 18a stützt dabei die mittlere Trennwand 6, 6a ab und bietet eine optische Ab- deckung zum jeweiligen Kabineninnenraum. Die Hauptpfosten 5, 5a, 4, 4a, 4b sind bei dem Sanitärmodul 1 , 1a, 1 b ein zentrales Element, da sie die Anbindung an das nächste Sanitärmodul 1a, 1 b gewährleisten, aber auch die elektrischen Leitungen und die Steuerungselemente zur Betätigung der Schiebeelemente 10, 10a, 10b, 11 , 11a aufnehmen. Mit diesem Konzept kann eine beliebige Anzahl von Sanitärmodulen 1 , 1a, 1b ... 1 n nebeneinander angeordnet werden.
In Figur 3 ist eine andere Ausführungsform des Sanitärmoduls 1 dargestellt. Das Sanitärmodul 1 ist in eine Nische eingebaut, bei der eine Zwischenwand 19 zum Teil die trennende Funktion der mittleren Trennwand 6 übernimmt. Die mittlere Trennwand 6 ist dabei - im Gegensatz zu den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2 - verkürzt ausgeführt, so dass sie lediglich den verbleibenden Zwischenraum zwischen der Zwischenwand 19 und der Festwand 18 abtrennt. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Schiebeelemente 10, 11 in den Raum zwischen dem Festelement 9 und der Festwand 18 eingefahren. Die Kabinen sind damit geöffnet. Das Festelement 9 verdeckt dabei das erste und zweite Schiebeelement 10, 11 vollständig. Im Gegensatz zu Umkleide- oder Sanitärkabinen mit Drehflügeltüren kann der Benutzer bei den hier verwendeten Schiebeelementen 10, 11 den gesamten Raum der Kabine vollständig ausnutzen, ohne dass die Schiebeelemente 10, 11 behindern oder beim Öffnen Raum beanspruchen.
In Figur 4 ist ein Sanitärmodul 1 ebenfalls als Ecklösung vergleichbar zum Ausführungsbeispiel der Figur 1 dargestellt. Im Unterschied zum Ausfüh- rungsbeispiel der Figur 1 ist die rechte Kabine deutlich größer, so dass Behinderte ggf. mit Rollstühlen Platz haben, diese Kabine zu benutzen. Damit das erste Schiebeelement 10 auf Grund der vergrößerten Öffnungsweite so verfahren kann, ohne die linke Kabine teilweise zu verschließen, ist das Schiebeelement 10 als Teleskopschiebetür ausgebildet. Die Teleskopschiebetür kann dabei zwei- oder mehrteilig ausgebildet sein. Entscheidend ist, dass sie die vollständige Öffnungsweite freigibt und gleichzeitig nicht in die Öffnungsweite der benachbarten Kabine hineinragt.
Eine zusätzliche Führung der Schiebeelemente 10, 11 kann über eine Führungsschiene 20 erfolgen, die zwischen der Festwand 18 und dem Festelement 9 angeordnet ist. In Figur 5 ist diese Führungsschiene 20 beispielhaft dargestellt, wobei zur besseren Darstellung das Festelement 9 in der Zeichnung ausgeblendet wurde. Dem ersten Schiebeelement 10 ist die erste Führung 21 zugeordnet und dem zweiten Schiebeelement 11 die zweite Führung 22. Bei Verwendung einer Teleskopschiebetür weist die Führungsschiene 20 selbstverständlich für jeden einzelnen Flügel eine separate Führung auf. Entsprechend der parallel versetzten Anordnung der Schiebeelemente 10, 11 sind auch die zugehörigen Doppelantriebe 3 im vorderen Horizontalprofil 2 angeordnet. Die Nebenschließkante jedes Schiebeelementes 10, 11 kann dabei in einen Einsatz 23 eingreifen, der aus Kunststoff hergestellt werden kann. Dies ermöglicht eine einfache Führung der Schiebeelemente 10, 11 , insbesondere wenn die Schiebeelemente 10, 11 mit ihren Hauptschließkanten in die Vertiefung 24 an den Hauptpfosten 4,5 eingreifen und damit nicht mehr flattern. Die Führungs- schiene 20 kann über Winkel oder andere Befestigungsarten an den Mittelpfosten 7, 8 befestigt werden. Insbesondere bei Schiebeelementen 10, 11 aus Glas ist es sinnvoll, die Führungsschiene 20 zu verwenden, da Schiebetüren aus Glas ein viel höheres Gewicht aufweisen, als Schiebeelemente aus MDF, Holz oder Kunststoffen, die alle für die Sanitärmodule 1 verwendet werden können. Ebenfalls können die mittlere Trennwand 6, das Festelement 9, die äußere Trennwand 12 und die Festwand 18 aus undurchsichtigem Glas, MDF, Holz, Metall oder Kunststoff hergestellt sein.
Die Darstellung aus Figur 6 zeigt, dass die Grundstabilität des Sanitärmo- duls 1 durch die Kombination aus rechtem Hauptpfosten 4, linkem Hauptpfosten 5 und dem vorderen Horizontalprofil 2 erreicht wird, wobei an oder in dem vorderen Horizontalprofil 2 der Doppelantrieb 3 integriert wird und damit zu einer Versteifung des Systems führt. In bevorzugter Ausführungsform wird der Doppelantrieb 3 so in dem vorderen Horizontalprofil 2 integriert, dass beide Komponenten eine Einheit bilden und damit der Doppelantrieb 3 tragendes Element des Sanitärmoduls 1 wird. Die Mittelpfosten 7, 8 verstärken das System zusätzlich, und sorgen für die Anbindung des Festelementes 9 und der Festwand 18. In dieser Figur ist weiterhin die vertikal angeordnete Vertiefung 24 am linken Hauptpfosten 5 zu erkennen, in die bei geschlossener Stellung die Hauptschließkante des zweiten Schiebeelementes 11 eingreift. Die gleiche Anordnung findet sich selbstverständlich an jedem Hauptpfosten 4, 5, gegen den die Hauptschließkante eines Schiebeelementes 10, 11 anfährt. Daher sind die Hauptpfosten 5 beidseitig mit einer Vertiefung 24 versehen, damit variabel weitere Sanitärmodule 1 nebeneinander angeordnet werden können. Dies wird in Figur 2 deutlich, wo die Hauptpfosten 4a, 5 und 4b, 5 zu beiden Seiten mit den Hauptschließkanten eines Schiebeelementes zusammenwirken. Auch wenn diese Hauptpfosten eine doppelte Positionierung erhalten haben, handelt es sich jeweils nur um einen Hauptpfosten. Wird nur ein Sanitärmodul 1 verwendet, wird die Vertiefung 24 mit einer nicht dargestellten Abdeckleiste versehen. Die Hauptpfosten bilden bei mehreren Sanitärmodulen 1 , 1a, 1 b nicht nur die mechanische Schnittstelle zum benachbarten Modul, sondern auch die elektrische Schnittstelle. In den Hauptpfosten können Verteiler für die Stromversorgung, Anschlüsse für die Vernetzung mit dem Raum-Management und Beleuchtungskomponenten untergebracht werden. Damit kann jedes neue Sanitärmodul 1a an ein bestehendes Sanitärmodul 1 mechanisch und elektrisch angebunden werden, ohne dass neue Leitungen verlegt werden müssen.
Als Doppelantrieb 3 kann ein konventioneller Schiebetürantrieb mit Elektromotor und Zahnriemen verwendet werden. Hiermit kann auf eine bewährte Technik zurückgegriffen werden, die allerdings großvolumig baut. Alternative Platz sparende Antriebe wären ein Spindelantrieb und ein Linearmotorantrieb. Insbesondere der Linearmotorantrieb ist hinsichtlich seiner Abmessungen sehr klein, kann preiswert in verschiedenen Längen vorgefertigt verwendet werden und ist aufgrund seiner variablen Ansteue- rung sehr vielfältig und leistungsfähig. Für jedes Sanitärmodul 1 werden pro Doppelantrieb 3 zwei unabhängig voneinander angeordnete Antriebe verwendet, die - sinngemäß wie bei den Führungen 21 , 22 - parallel versetzt zueinander im vorderen Horizontalprofil 2 angeordnet werden. Daher können diese separaten Antriebe zu einer Antriebseinheit pro Sanitärmo- dul 1 als so genannter Doppelantrieb zusammengefasst werden und als eine geschlossene Baueinheit vormontiert und bereitgestellt werden.
Hinsichtlich der Breitenabmessungen von Schiebeelementen 10, 11 und Festelement 9 ist darauf zu achten, dass unabhängig voneinander jede Kabine geöffnet und geschlossen werden kann, ohne dass die Neben- schließkante eines Schiebeelementes 10, 11 in den Öffnungsbereich der benachbarten Kabine kommt. Um Verletzung beim Überschneiden der Nebenschließkanten zu vermeiden reicht es, wenn dieser Bereich in der Mitte des Sanitärmoduls 1 durch das Festelement 9 abgedeckt ist. Dabei kann das Festelement die Schiebeelemente im geöffneten Zustand der Kabinen nur teilweise überdecken. Um sowohl die Hauptschließkanten und die Nebenschließkanten beider Schiebeelemente 10, 11 abzudecken, sollte das Festelement 9 mindestens so breit sein, wie die Breite der Schiebeelemente 10, 11. Nur so ist sicher gewährleistet, dass bei der Be- gehung der Kabinen keine Haupt- oder Nebenschließkante in den Öffnungsbereich hineinragt. Das Festelement 9 kann mittig an der Frontseite des Sanitärmoduls 1 angeordnet werden und weist dabei die gleiche Höhe auf, wie die Schiebeelemente 10, 11 und die Trennwände 6, 12, so dass ein einheitliches Aussehen des Sanitärmoduls 1 gewährleistet ist. Bezugszeichenliste
1 , 1a, 1 b Sanitärmodul
2 vordere Horizontalprofile
3 Doppelantrieb
4, 4a, 4b rechter Hauptpfosten
5, 5a linker Hauptpfosten
6, 6a mittlere Trennwand
7, 7a Mittelpfosten
8, 8a Mittelpfosten
9, 9a Festelement
10, 10a, 10b erstes Schiebeelement
11 , 11a zweites Schiebeelement
12, 12 a äußere Trennwand
13 Wandanschlussprofil
14 Sensor
15 Griffelement
16 Seitenwand
17 Rückwand
18 Festwand
19 Zwischenwand
20 Führungsschiene
21 erste Führungen
22 zweite Führungen
23 Einsatz
24 Vertiefung
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