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Title:
SAWING TOOL FOR A CIRCULAR HANDSAW MACHINE WITH TWO COAXIAL SAWING BLADES WHICH CAN BE DRIVEN IN OPPOSITE DIRECTIONS AND ROTATE PAST EACH OTHER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/043912
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sawing tool for a circular handsaw machine with two coaxial sawing blades (11, 12) which can be driven in opposite directions and rotate pas each other, said blades respectively having external teeth (13, 14) representing a main cutter. The aim of the invention is to improve the quality of the cut even when the cutter becomes increasingly worn and to avoid problems with the teeth (13,14) when the sawing blades (11,12) do not operate in an exactly planar manner. To achieve this, an additional cutter (10) is arranged between both sawing blades (11,12) so that a web of material (171) optionally remaining inside the saw-cut between the sawing blades (11,12) can be worked. Said web is rotationally fixed to one of the sawing blades (11,12) and has an axial overlap with the main cutters.

Inventors:
Hofmann, Albrecht (Seilerstrasse 11/1, Steinenbronn, 71144, DE)
Krondorfer, Harald (Erlenweg 8/2, Ludwigsburg, 71638, DE)
Schomisch, Thomas (Echterdinger Strasse 26, Leinfelden-Echterdingen, 70771, DE)
Graef, Juergen (Foersterstrasse 9, Oberkochen, 73447, DE)
Hammer, Helmut (Jahnstrasse 49, Aalen, 73431, DE)
Kisselbach, Andreas (Lilienfeinstrasse 5, Aalen, 73431, DE)
Application Number:
PCT/DE2001/003556
Publication Date:
June 06, 2002
Filing Date:
September 15, 2001
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
Hofmann, Albrecht (Seilerstrasse 11/1, Steinenbronn, 71144, DE)
Krondorfer, Harald (Erlenweg 8/2, Ludwigsburg, 71638, DE)
Schomisch, Thomas (Echterdinger Strasse 26, Leinfelden-Echterdingen, 70771, DE)
Graef, Juergen (Foersterstrasse 9, Oberkochen, 73447, DE)
Hammer, Helmut (Jahnstrasse 49, Aalen, 73431, DE)
Kisselbach, Andreas (Lilienfeinstrasse 5, Aalen, 73431, DE)
International Classes:
B23D61/04; B23D45/16; B23D61/02; B27B33/20; B23D45/00; B23D61/00; B27B33/00; (IPC1-7): B23D61/02; B23D45/16; B27B33/20
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Claims:
Ansprüche
1. Sägewerkzeug für eine Handkreissägemaschine mit zwei aneinander vorbeidrehenden, gegenläufig antreibbaren koaxialen Sägeblättern (11, 12), die jeweils eine einen Hauptschneider darstellende, äußere Verzahnung (13,14) aus einer Vielzahl von Hauptund Nebenschneiden (151, 152,153,161,162,163) tragenden HauptschneiderZähnen (15,16) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Sägeblättern (11,12) ein dem Zerspanen eines im Sägeschnitt zwischen den Sägeblättern (11,12) ggf. verbleibenden Werkstoffstegs dienender Nachschneider (10) angeordnet ist, der mit einem der Sägeblätter (11, 12) drehfest verbunden ist und eine axiale Überdeckung mit den HauptschneiderZähnen (15,16) aufweist.
2. Sägewerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da# der Nachschneider (10) eine Vielzahl von gegenüber den Hauptschneiden (151,161) der HauptschneiderZähne (15, 16) radial zurückgesetzten Schneiden (201 ; 153) mit einer axialen Breite aufweist, die größer ist als der gegenseitige Axialabstand der HauptschneiderZähne (15, 16) auf den beiden Sägeblättern (11,12).
3. Sägewerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden des Nachschneiders (10) von den dem anderen Sägeblatt (12) zugekehrten Nebenschneiden (153) der HauptschneiderZähne (15) des einen Sägeblatts (11) gebildet sind, die gegenüber der Blattebene so schräg gestellt sind, daß ihr an der Hauptschneide (151) angrenzende, äußere Kante (153a) hinter die Sägeblattebene zurücktritt und ihre von dieser abgekehrte, innere Kante (153b) über die Sägeblattebene vorsteht und daß die dem Nachschneider (10) zugekehrten Nebenschneiden (163) des anderen Sägeblatts (12) einen dazu parallelen Schrägverlauf aufweisen.
4. Sägewerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachschneider (10) eine Vielzahl von auf einer zu den Sägeblattachsen (18,19) konzentrischen Kreisbahn hintereinandergereihten NachschneiderZähnen (20) aufweist die jeweils eine Schneide (201) tragen.
5. Sägewerkzeug nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dal3 die NachschneiderZähne (20) an dem einen Sägeblatt (11) über die Blattebene seitlich vorstehend ausgebildet sind und in eine im anderen Sägeblatt (12) unmittelbar unter dessen Verzahnung (14) ausgebildete Blattvertiefung eintauchen.
6. Sägewerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die BlaLtvertiefung als eine, vorzugsweise mit einer Gleitbeschichtung versehene, zu der Sägeblattachse (19) konzentrische Ringnut (21) ausgebildet ist.
7. Sägewerkzeug nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die NachschneiderZähne (20) innerhalb der Verzahnung (13) zwischen den HauptschneiderZähnen (15) angeordnet sind und eine geringere Zahnhöhe als die HauptschneiderZähne (15) aufweisen.
8. Sägewerkzeug nach einem der Ansprüche 57, dadurch gekennzeichnet, daß die HauptschneiderZähne (15) des die NachschneiderZähne (20) tragenden Sägeblatts (11) in Achsrichtung schmaler ausgeführt sind als die HauptschneiderZähne (16) des anderen Sägeblatts (12).
9. Sägewerkzeug nach einem der Ansprüche 58, dadurch gekennzeichnet, da# zwischen den Sägeblättern (11,12) mindestens ein koaxialer reibring (23, 24) angeordnet ist, dessen axiale Stärke etwas größer ist als das Überstehmaß der NachschneiderZähne (20) über die Blattebene des Sägeblatts (11).
10. Sägewerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die NachschneiderZähne (20) auf einem separaten, ring oder scheibenförmigen Träger (25) angeordnet sind, der mit einem der Sägeblätter (11,12) drehfest verbunden ist, und vorzugsweise, daß der Träger (25) auf seiner dem anderen Sägeblatt (12) zugekehrten, freien Trägerseite mit einer reigunsreduzierenden Beschichtung versehen ist.
Description:
SÄGEWERKZEUG FÜR EINE HANDKREISSÄGEMASCHINE MIT ZWEI ANEINANDER VORBEIDREHENDEN, GEGENLÄUFIG ANTREIBBAREN, KOAXIALEN SÄGEBLATTERN Stand der Technik Die Erfindung geht aus von einem Sägewerkzeug für eine Handkreissägemaschine mit zwei aneinander vorbeidrehenden, gegenläufig antreibbaren, koaxialen Sägeblättern der im Oberbegriff des. Anspruchs 1 definierten Gattung.

Solche Sägewerkzeuge haben den Vorteil, daß beim Arbeiten mit der handgeführten Kreissägemaschine die Reaktionskräfte und -momente durch den Gegenlauf der beiden Sägeblätter aufgehoben sind und die Maschine vom Benutzer reaktionskraftarm und leicht zu führen ist. Bei fortschreitendem Schneidenverschleiß, wenn z. B. die Schneidenecken, mit denen die beiden Sägeblätter aneinander vorbeilaufen, verrunden, liegen die Sägeblätter nicht mehr eng aneinander, und der Werkstoff zwischen den beiden Sägeblättern wird nicht mehr vollständig abgetragen, so daß im Sägeschnitt ein Materialsteg verbleibt.

Bei einem bekannten Sägewerkzeug der eingangs genannten Art (WO 89/00474) sind die Hauptschneiden der Sägezähne gegen die Sägeblattebene so schräg gestellt, daß die in Drehrichtung der Sägeblätter weiter vorn liegenden Eckkanten der Hauptschneiden an denjenigen Blattseiten der Sägeblätter liegen, die einander unmittelbar zugekehrt sind. Dadurch entsteht beim Sägevorgang aufgrund der Schnittkraft der Hauptschneiden eine axial gerichtete Kraftkomponente, die die Verzahnungsbereiche der Sägeblätter im Schnittbereich axial zusammendrückt, so daß die Sägeblätter auch mit zunehmendem Schneidenverschlei# noch eng aneinanderliegen.

Solche auf Zusammenhalten der Sägeblätter im Schnitt ausgelegte Sägewerkzeuge haben den Nachteil, daß aufgrund der Reibung zwischen den Sägeblättern relativ hohe Reibungsverluste auftreten, die zu einer sehr schnellen Erwärmung der Sägeblätter führen.

Vorteile der Erfindung Das erfindungsgemä#e Sägewerkzeug hat den Vorteil, daß die Zerspanung des Werkstoffes auf zwei sich im Schnitt überdeckende Schneider verteilt ist. Die Hauptschneider mit der herkömmlichen Verzahnung aus einer Vielzahl von Haupt-und Nebenschneiden tragenden Hauptschneider-Zähnen verrichten, wie bei den bisherigen Sägewerkzeugen, den größten Teil der Zerspanarbeit, während der Nachschneider nur den zwischen den beiden Sägeblättern verbleibenden Steg zerspant. Bei dem erfindungsgemäßen Sägewerkzeug müssen daher die Sägeblätter nicht mehr gezielt zusammengehalten werden, sondern dürfen auch mit einem die Überdeckung von Haupt-und Nebenschneider

nicht aufhebenden axialen Abstand zwischen'den Hauptschneidern arbeiten. Dazwischen eindringendes Material wird von dem Nachschneider zerspant. Durch den Nachschneider hat auch der Verschleißgrad der beiden Hauptschneider keinen großen Einfluß auf den Verbleib eines Materialstegs im Schnitt, der ja von dem Nachschneider zerspant wird. Da das Auseinanderlaufen der Sägeblätter wegen des vorhandenen Nachschneiders kein Problem mehr darstellt, müssen bei dem erfindungsgemäßen Sägewerkzeug die Sägeblätter auch nicht übermäßig im Schnitt zusammengehalten werden, so daß weniger Reibungsverluste entstehen und die Sägeblattemperatur niedrig bleibt.

Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Sägewerkzeugs möglich.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Nachschneider eine Vielzahl von gegenüber den Hauptschneiden der Hauptschneider-Zähnen radial zurückgesetzten Schneiden mit einer axialen Breite auf, die größer ist als der Axialabstand der Hauptschneider-Zähnen auf den beiden Sägeblättern. Bei dieser Ausbildung des Nachschneiders wird auch bei extremem Schneidenverschlei# an den Hauptschneidern stets ein optimales Schnittergebnis sichergestellt.

Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung sind die radial zurückgesetzten Schneiden des Nachschneiders von den dem anderen Sägeblatt zugekehrten Nebenschneiden der Hauptschneider-Zähnen des einen Sägeblattes gebildet, die gegenüber der Blattebene so schräg gestellt sind, daß ihre an

der Hauptschneide angrenzende, äußerer Kante hinter die Sägeblattebene zurücktritt und ihre von dieser abgekehrte, innere Kante über die Sägeblattebene vorsteht, während die dem Nachschneider zugekehrten Nebenschneiden des anderen Sägeblatts einen dazu parallelen Schrägverlauf aufweisen. Bei neuwertigem Sägewerkzeug laufen die einander zugekehrten Nebenschneiden. der beiden Sägeblätter nahezu spaltlos aneinander vorbei. Falls dabei, z. B. durch Verschleiß der Schneidenecken oder durch einen toleranzbedingten SpaLt zwischen den Sägeblättern, während des Sägevorgangs ein Werkstoffsteg übrigbleibt, wird dieser von den geschrägten Nebenschneiden abgetragen, die damit die NachschneiderfunlLtion übernehmen.

'Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die von dem Nachschneider-Nebenscheiden abgekehrten, äußeren Nebenschneiden der Hauptschneider-Zähne des Sägeblatts so geschrägt, daß die mit den Hauptschneiden gebildeten Schneidenecken etwas hinter die Sägeblattebene zurücktreten.

Durch diese Schrägung der äußeren Nebenschneiden können am Nachschneider entstehende Querkräfte aufgefangen werden.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung weist der Nachschneider eine Vielzahl von äquidistant auf einer zu der Sägeblattachse konzentrischen Kreisbahn hintereinandergereihten Nachschneider-Zähnen auf, die jeweils eine Schneide tragen.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind dabei die Nachschneider-Zähne an dem einen Sägeblatt über die Blattebene seitlich vorstehend angeordnet und tauchen in eine im anderen

Sägeblatt unmittelbar unter dessen Verzahnung ausgebildete Blattvertiefung ein. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird verhindert, daß unter axialem Druck auf die Sägeblätter oder durch schlechten Planlauf der beiden Sägeblätter infolge ungünstiger Toleranzen die scharfen Schneidecken der Hauptschneiden der beiden Sägeblätter beim Sägevorgang aneinanderschlagen und zu Zerstörungen führen. Vielmehr laufen beim Auftreten von Seitenkräften die Seitenflächen der Nachschneider-Zähne am Grund der Blattvertiefung an, ohne Schaden zu nehmen und begrenzen dadurch das Zusammenlaufen der Sägeblätter.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Blattvertiefung als eine zu der Sägeblattachse konzentrische Ringnut ausgeführt, die mit einer Gleitbeschichtung versehen ist..

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Nachschneider-Zähne innerhalb der Verzahnung des Hauptschneiders zwischen den Hauptschneider-Zähnen angeordnet und weisen eine geringere Zahnhöhe als die Hauptschneider- Zähne auf. Da die Nachschneider-Zähne nur einen kleinen Teil der Zerspanarbeit leisten, sind dabei vorteilhaft weniger Nachschneider-Zähne als Hauptschneider-Zähne vorgesehen, so daß z. B. erst auf jedem zweiten oder dritten Hauptschrseider- Zahn ein Nachschheider-Zahn folgt.

Aus dem gleichen Grund der von den Nachschneider-Zähnen zu leistenden, geringeren Zerspanarbeit bestehen gemäß einer vorteilhaften Ausfährungsform der Erfindung die Nachschneider- Zähne aus weniger hartem und damit billigere Werkstoff als

die Hauptschneider-Zähne und können beispielsweise aus dem Sägeblatt heraus geschränkt werden. Im Schneidenbereich werden dann die geschränkten Nachschneider-Zähne angeschliffen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Hauptschneider-Zähne des die Nachschneider-Zähne tragenden Sägeblatts in Achsrichtung schmaler ausgeführt als die Hauptschneider-Zähne des anderen Sägeblatts. Bei geeigneter Bemessung bleibt damit das zum Sägen erforderliche Drehmoment an beiden Sägeblättern ungefähr gleich groß und gerät nicht durch den Einsatz der Nachschneider-Zähne aus dem Gleichgewicht, so daß das nahezu reaktionskraftfreie Sägen mit der handgeführten Kreissäge erhalten bleibt.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist zwischen den Sägeblättern mindestens ein koaxialer Reibring angeordnet, dessen axiale Stärke etwas größer als das Überstehmaß der Nachschneider-Zähne über die Sägeblattebene bemessen ist. Dieser Reibring nimmt die Reibung der gegenläufigen Sägeblätter bei einem Zusammenpressen der Sägeblätter im Werkstück auf, so daß die Nachschneider-Zähne von der Reibung am gegenüberliegenden Sägeblatt entlastet werden und die Wärmeentwicklung im Schnitt geringer wird.

Gemäß alternativen Ausfährungsformen der Erfindung kann dabei der mindestens eine Reibring lose zwischen den Sägeblättern laufen, wobei er vorzugsweise an der Unterkante der Nachschneider-Zähne oder auf der Antriebsspindel des Sägeblatts geführt wird, oder aber wird der Reibring an einem der Sägeblätter befestigt, z. B. durch Punktschweißen, Nieten, Kleben u. a.. Darüber hinaus wird vorteilhaft die Oberfläche

des mindestens einen Reibrings durch Materialwahl oder eine geeignete Beschichtung gleitoptimiert.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Nachschneider-Zähne des Nachschneiders auf einem separaten ring-oder scheibenförmigen Träger angeordnet, der mit einem der Sägeblätter drehfest verbunden ist. Dies hat den Vorteil, daß der Nachschneider hergestellt werden kann, ohne Änderungen an den Sägeblättern vornehmen zu müssen. Nuten und Absätze an den Sägeblättern entfallen, wodurch Planschlag und Schleifaufwand minimiert werden. Außerdem wird ein kompliziertes Auflöten und Schleifen von Hartmetallschneiden auf unterschiedlichen Sägeblattradien (Hauptschneider-Zähne außen, Nachschneider-Zähne weiter innen liegend) vermieden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist dabei der Träger auf seiner freien Trägerseite oder die dieser Trägerseite zugekehrte Blattseite des anderen Sägeblatts mit einer reibungsreduzierenden Beschichtung versehen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausfürungsform der Erfindung sind die Nachschneider-Zähne aus dem Material des Trägers herausgearbeitet, für den dann z. B. HSS oder Werkzeugstahl verwendet wird, oder als separate, angelötet Zähne aus einem anderen Werkstoff, z. B. Hartmetall, ausgeführt.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind in dem Sägeblatt, an dem der Träger mit den Nachschneider- Zähnen befestigt ist, Mittel, z. B. Kanäle vorgesehen, über -welche die von den Nachschneider-Zähnen erzeugten Werkstoffspäne abgeleiet werden.

Zeichnung Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung : Fig. 1 eine Draufsicht eines Sägewerkzeugs mit zwei gegenläufig rotierenden Kreissägeblättern, Fig. 2 ausschnittweise einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig.. l, Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts III in Fig. 2 bei Werkstückeingriff des Sägewerkzeugs, Fig. 4 einen Längsschnitt eines Sägewerkzeugs gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, Fig. 5 ausschnittweise eine perspektivische Ansicht des Sägewerkzeugs in Fig. 4, Fig. 6 ausschnittweise eine Längsschnitt eines Sägewerkzeugs gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel, Fig. 7 eine perspektivische Darstellung zweier im Sägewerkzeug gemäß Fig. 6 vorhandener Reibring,

Fig. 8 ausschnittweise einen Längsschnitt eines Sägewerkzeugs gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel, Fig. 9 ausschnittweise eine Draufsicht eines Sägewerkzeugs gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel, Fig. 10 ausschnittweise eine Draufsicht des in Fig. 9 verdeckten Sägeblatts des Sägewerkzeugs, Fig. 11 ausschnittweise einen Schnitt längs der Linie XI-XI in Fig. 9, Fig. 12 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts XII in Fig. 11.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele Die in der Zeichnung in verschiedenen Ansichten und Schnitten dargestellten Sägewerkzeuge für eine Handkreissägemaschine weisen alle jeweils zwei aneinander vorbeidrehende, gegenläufig antreibbare, koaxiale Kreissägeblätter, im folgenden Sägeblätter 11,12 genannt, auf, die nach Einspannen in die Werkzeugaufnahme einer hier nicht dargestellten Handlrreissägemaschine mit jeweils einer von zwei konzentrisch angeordneten, gegenläufig rotierenden Antriebsspindeln drehfest verbunden sind. Jedes Sägeblatt 11,12 weist eine äußere Verzahnung 13,14, im folgenden Hauptschneider genannt, aus einer Vielzahl von Hauptschneider-Sähnen 15, 16 auf. Jeder Hauptschneider-Zahn 15,16 hat eine Hauptschneide 151 bzw.

161, eine äußere Nebenschneide 152 bzw. 162 und eine innere Nebenschneide 153 bzw. 163, wobei die inneren Nebenschneiden 153, 163 der beiden Sägeblätter 11,12 einander zugekehrt sind (Fig. 3). in Fig. 1 sind die Verzahnungen 13,14 der beiden Sägeblätter 11,12 nur ausschnittweise dargestellt, und im übrigen ist jede Verzahnung 13,14 durch ihren Teilkreis 131 bzw. 141 symbolisiert. Zwischen den beiden Sägeblättern 11,12 ist ein sog. Nachschneider 10 angeordnet, der mit einem der Sägeblätter 11,12 drehfest verbunden ist und eine axiale Überdeckung mit den Hauptschneidezähnen 15,16 aufweist. Der Nachschneider 10 besitzt eine Vielzahl von gegenüber den Hauptschneiden 151, 161 der Hauptschneider-Zähnen 15,16 radial zuräckgesetzten Schneiden, die eine axiale Breite aufweisen, die größer ist als der gegenseitige Axialabstand der Hauptschneider-Zähne 15,16 auf den beiden Sägeblättern 11,12. Der Nachschneider 10 dient zum Zerspanen eines beim Sägen zwischen den Sägeblättern 11,12 ggf. verbleibenden Materialstegs 171 (Fig. 3), der sich bei einem großen Axialspalt zwischen den Hauptschneider-Zähnen 15,16 infolge Verschleißes der Hauptschneiden 151, 161 und durch axiale Toleranzen ergeben kann.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1-3 sind die Schneiden des Nachschneiders 10 von den dem Sägeblatt 12 zugekehrten, inneren Nebenschneiden 153 der Hauptschneider-Zähne 15 des Sägeblatts 11 gebildet, die hierzu gegenüber der Sägeblattebene so schräg gestellt sind, daß ihre an der Hauptschneide 151 angrenzende, äußere Kante 153a hinter die Sägeblattebene zurücktritt und ihre von dieser abgekehrte, innere Kante 153b über die Sägeblttebene vorsteht. Die dem Nachschneider 10 zugekehrten, inneren Nebenschneiden 163 des

anderen Sägeblatts 16 weisen einen dazu parallelen Schrägverlauf auf. In Fig. 2 ist ein Längsschnitt eines neuwertigen Sägewerkzeugs ausschnittweise dargestellt. Die inneren Nebenschneiden 153 und 163 der Hauptschneider-Zähne 15,16 drehen nahezu spaltlos aneinander vorbei. In Fig. 3 ist vergrößert der Ausschnitt III in Fig. 2 des bereits Verschleiß aufweisenden Sägewerkzeugs dargestellt. Durch den Verschleiß bleibt beim Sägevorgang in dem in das Werkstück 17 eingebrachten Sägeschnitt ein Material-oder Werkstoifsteg 171 stehen, der nunmehr von den inneren Nebenschneiden 153 der Hauptschneider-Zähne 15 in ihrer Funktion als Nachschneider 10 zerspant wird. Unter Umständen dabei am Nachschneider 10 entstehende Querkräfte werden durch eine Schrägung der äußeren Nebenschneiden 152 des den Nachschneider 10 tragenden Sägeblatts 12 aufgefangen. Der Schrägungsw : inkel ist dabei so gewählt, daß die mit der Hauptschneide 151 gebildete Schneidenecke etwas hinter die Sägeblattebene zurücktritt. Der Schrägungswinkel der äußeren Nebenschneiden 152 ist in Fig. 2 mit a bezeichnet.

Im Ausführungsbeispiel des Sägewerkzeugs gemäß Fig. 4 und 5 weist der Nachschneider 10 eine Vielzahl von auf einer zu den fluchtenden Sägeblattachsen 18,19 konzentrischen Kreisbahn hintereinandergereihten Nachschneider-Zähnen 20 auf, die jeweils eine Schneide 201 tragen. Die Nachschneider-Zähne 20 sind an dem Sägeblatt 11 über die Sägeblattebene seitlich vorstehend ausgebildet und tauchen in eine im Sägeblatt 12 unmittelbar unter dessen Verzahnung 14 konzentrisch zur Sägeblattachse 19 ausgebildete Ringnut 21 ein. Dadurch ist die axiale Breite der Nachschneider-Zähne 20, und damit deren Schneiden 201, größer als der maximal mögliche Abstand

zwischen den Hauptschneider-Zähnen 15 und 16 des Sägewerkzeugs beim Sägevorgang. Zudem stützt sich bei Auftreten eines axialen Drucks auf das Sägewerkzeug während des Sägevorgangs das Sägeblatt 11 über die Seitenflächen 202 der Nachschneider- Zähne 20 im Nutgrund der Ringnut 21 ab, so daß ein Aneinanderschlagen der scharfen Schneidkanten der beiden Sägeblätter 11,12 im Betrieb, was zu deren Zerstörung führen würde, zuverlässig verhindert wird. Zur Reibungsminderung ist mindestens der Nutgrund der Ringnut 21 mit einer Gleitbeschichtung versehen. Wie die perspektivische Darstellung der Fig. 5 verdeutlicht, sind die Nachschneider- Zähne 20 zwischen den Hauptschneider-Zähne 15, des Sägeblatts 11 angeordnet und weisen eine geringere Zahnhöhe als die Hauptschneider-Zähne 15 auf.

Bei dieser Ausführung des Nachschneiders 10 übernehmen die Verzahnungen 13,14 der beiden Sägeblätter 11,12 als Hauptschneider nahezu die gesamte Zerspanarbeit je zur Hälfte, und die demgegenüber mit ihren Schneiden 201 zurückversetzten Nachschneider-Zähne 20 zerspanen lediglich einen ggf. zwischen den Hauptschneider-Zähnen 15,16 verbleibenden Werkstoffsteg.

Da die Nachschneider-Zähne 20 eine wesentlich geringere Zerspanarbeit leisten, können weniger Nachschneider-Zähne 20 als Hauptschneider-Zähne 15 vorgesehen werden. Statt jeweils eines zwischen zwei Hauptschneider-Zähnen 15 angeordneten Nachschneider-Zahns 20, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist, kann ein Nachschneider-Zahn 20 erst auf jeden zweiten oder dritten Hauptschneider-Zahn 15 folgen. Aus dem gleichen Grund können die Nachschneider-Zähne 20 auch aus weniger hartem und damit billigerem Material bestehen als die Hauptschneider- Zähne 15. So können, wie das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8

zeigt, die Nachschneider-Zähne 20 durch Schränkung aus dem Sägeblatt 15 herausgearbeitet und im Schneidenbereich und auf der in die Ringnut 21 eintauchenden Seitenfläche 202 angeschliffen werden.

Bei dem in Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiel des Sägewerkzeugs ist in dem Sägeblatt 12 unter der umlaufenden Verzahnung 14 die Stärke des Sägeblatts 12 insgesamt reduziert, so daß sich eine vom Verzahnungskranz umschlossene Vertiefung 22 ergibt. In diese Vertiefung 22 ragen wiederum die am Sägeblatt 11 angeordneten, über dessen Blattebene vorstehende Nachschneider-Zähne 20 hinein. Im Unterschied zu dem Sägewerkzeug gemäß Fig. 4 und 5 wird eine auf das Sägewerkzeug beim Sägevorgang wirkende Axialkraft nicht durch die Abstützung der Seitenflächen 202 der Nachschneider-Zähne 20 am Sägeblatt 12 erreicht, sondern durch zwei Reibring 23, 24, die zwischen den beiden Sägeblättern 11,12 angeordnet sind und eine axiale Stärke aufweisen, die geringfügig größer ist als das Überstehmaß der Nachschneider-Zähne 20 über die Blattebene des Sägeblatts 11. Beide Reibringe 23, 24 liegen lose zwischen den Sägeblättern 11,12 ein, wobei der äußere Reibring 23 an der Unterkante der Nachschneider-Zähne 20 und der innere Reibring 24 auf einer der Sägeblätter 11,12 aufnehmenden Antriebsspindeln (hier nicht dargestellt) geführt ist. Die beiden Reibring 23,24 können aber auch an dem Sägeblatt 11 oder dem Sägeblatt 12 befestigt sein, z. B. durch Punktschweißen, Nieten, Kleben u. ä.. Die Oberflächen der beiden Reibringe 23, 24 sind zur Reibungsminimierung durch Materialwahl oder durch eine geeignete Beschichtung gleitoptimiert.

Wie in Fig. 6 zu sehen ist, sind die Hauptschneider-Zähne 15 des die Nachschneider-Zähne 20 tragenden Sägeblatts 11 in Achsrichtung schmaler ausgeführt als die Hauptschneider-Zähne 16 am Sägeblatt 15. Dadurch bleibt bei entsprechender Bemessung der Hauptschneider-Zähne 15 das zum Sägen erforderliche Drehmoment an beiden Sägeblättern 11,12 ungefähr gleich groß und gerät nicht durch den Einsatz der Nachschneider-Zähne 20 aus dem Gleichgewicht. Das vorteilhafte, nahezu reaktionskraftfreie Sägen mit der Handkreissäge wird dadurch erhalten.

Bei dem Ausführungsbeispiel des Sägewerkzeugs gemäß Fig. 9- 12 ist der Nachschneider 10 als separates Bauteil ausgeführt und mit dem Sägeblatt 11 drehfest verbunden. Die Nachschneider-Zähne 20 sind am Umfang eines im Ausführungsbeispiel ringförmigen Trägers 25, der alternativ auch als Scheibe ausgeführt werden kann, längs dessen Umfang äquidistant angeordnet. Der Träger 25 ist so an dem Sägeblatt 11 befestigt, daß die Schneiden 201 der Nachschneider-Zähne 20 etwa in Höhe des Zahngrundes der Hauptschneider-Zähne 15 liegen. Jeder Zahngrund ist durch einen sich radial erstreckenden Kanal 26 vertieft, der sich über die radiale Breite des ringförmigen Trägers 25 erstreckt. Die Vielzahl der Kanäle 26 dient zur Ableitung der beim Sägevorgang von den Nachschneider-Zähnen 20 erzeugten Späne.

In Fig. 9 ist das Sägeblatt 11 und der daran befestigte ringförmige Träger 25 mit seinen umlaufenden Nachschneider- zähnen 20 ausschnittweise dargestellt. Fig. 10 zeigt ausschnittweise das andere Sägeblatt 12 mit den Hauptschneider-Zähnen 16, das-wie die Schnittdarstellung der

Fig. 11 ausweist-koaxial zum Sägeblatt 11 und dem Träger 25 angeordnet ist, wobei der ringförmige Träger 25 zwischen den beiden Sägeblättern 11, 12 liegt. Der axiale Abstand der beiden Sägeblätter 11,12 in Fig. 11 und 12 ist der Übersichtlichkeit halber sehr groß gezeichnet. Der reale Abstand ist kleiner. Bei Auftreten einer die Sägeblätter 11, 12 aneinanderdrückenden Axialkraft während des Sägevorgangs stützt sich der ringförmige Träger 25 axial an der Blattebene des Sägeblatts 12 ab. Zur Reduzierung der dadurch entstehenden Reibung ist der Träger 25 oder das Sägeblatt 12 auf den einander zugekehrten Seiten mit einer reibungsmindernden Beschichtung versehen. Die axiale Dicke des Trägers 25 ist so gewählt, daß beim Anliegen des Trägers 25 an dem Sägeblatt 12 die einander zugekehrten inneren Nebenschneiden 153 und 163 auf den Sägeblättern 11 und 12 aneinander vorbeidrehen können.

Die Nachschneider-Zähne 20 sind vorzugsweise aus dem Material des Trägers 25 herausgearbeitet, wobei als Material für den Träger 25 HSS oder Werkzeugstahl verwendet wird. Die Nachschneider-Zähne 20 können aber auch als separate Zähne aus einem anderen Werkstoff, z. B. Hartmetall, an den Träger angelötet werden. Der Vorteil des zuletzt beschriebenen Sägewerkzeugs gegenüber den zuvor zu Fig. 1-8 beschriebenen Sägewerkzeugen besteht darin, daß der Träger 25 mit. konstanter axiale Dicke hergestellt werden kann und in den Sägeblättern 11, 12 keine Nuten oder Absätze erforderlich sind. Damit wird einerseits der sog. Planschlag des Sägewerkzeugs minimiert und andererseits werden die Kosten für dessen Herstellung, der insbesondere durch den Schleifaufwand begründet ist, gesenkt.