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Patent Searching and Data


Title:
SCAFFOLD PLATFORM AND METHOD FOR PRODUCING SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/202561
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a scaffold platform (10) for a scaffold in the construction field, comprising a support frame (16) having two longitudinal profiles (18) and one or more transverse profiles (20) via which the longitudinal profiles (18) are connected to one another. The scaffold platform has a platform plate (12), which is fastened to the longitudinal profiles (18), wherein each transverse profile (20) is hooked into the two longitudinal profiles (18) and is held and secured in its position hooked into the longitudinal profiles (18) solely by the platform plate (12). Each transverse profile (20) has two wall limbs (42), which are connected to one another via a back portion (44), and wherein the two wall limbs (42) have angled free edge portions (46), against which the platform plate (12) bears. The invention further relates to a method for producing said scaffold platform (10).

Inventors:
GAISER, André (Hagenthalterstr. 58a, Weißenhorn, 89264, DE)
LEDER, Christian (Erlenweg 2, Bibertal/Bühl, 89346, DE)
ANDREE, Jürgen (Friesenweg 43, Neu-Ulm, 89233, DE)
Application Number:
EP2018/060826
Publication Date:
November 08, 2018
Filing Date:
April 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PERI GMBH (Rudolf-Diesel-Straße 19, Weißenhorn, 89264, DE)
International Classes:
E04G5/08; E04G1/15; E04G7/30; E04G7/34
Domestic Patent References:
WO2010126446A12010-11-04
Foreign References:
DE9305732U11993-06-17
US2335046A1943-11-23
JPH10238131A1998-09-08
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MÖBUS PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Gropiusplatz 10, Stuttgart, 70563, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Gerüstbelag (10) für ein Gerüst, insbesondere Baugerüst, mit einem Tragrahmen (16) aufweisend zwei Längsprofiie (18) und ein oder mehrere Querprofile (20), über das/die die Längsprofile (18) miteinander verbunden sind, und mit einer Belagplatte (12), die an den Längsprofilen ( 18) befestigt ist, wobei jedes Querprofil (20) in die beiden Längsprofile (18) eingehakt und alleinig durch die Belagplatte (12) in seiner in die Längsprofile (18) eingehakten Position gehalten ist, wobei jedes Querprofil (20) jeweils zwei Wandschenkel (42) aufweist, die über einen Rückenabschnitt (44) miteinander verbunden sind und wobei die beiden Wandschenkel (42) abgewinkelte freie Randabschnitte (46) aufweisen, an denen die Belagplatte (12) anliegt.

2. Gerüstbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Querprofil (20) beidenends mit jeweils mehreren Haken (40) versehen sind, die in dazu korrespondierende Ausnehmungen (52) der Längsprofile (18) eingreifen.

3. Gerüstbelag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (52) der Längsprofile (18) schlitzförmig ausgeführt sind.

4. Gerüstbelag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (52) zumindest abschnittsweise in einem Auflagebereich (36) der Längsprofile (18) für die Belagplatte (12) angeordnet sind.

5. Gerüstbelag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagebereich (36) durch einen Absatz (34) des jeweiligen Längsprofils ( 18) gebildet ist.

6. Gerüstbelag nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausnehmungen (52) jeweils in eine innenseitige Wandung (54) des jeweiligen Längsprofils (18) hineinerstrecken.

7. Gerüstbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Belagplatte (12) an dem oder an den Querprofilen (20) des Tragrahmens (16), vorzugsweise unmittelbar, anliegt.

8. Gerüstbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Belagplatte (12), vorzugsweise alleinig, mit den Längsprofilen (18) des Tragrahmens (16) vernietet ist.

9. Gerüstbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsprofile (18) jeweils als Hohlprofile ausgeführt sind.

10. Verfahren (100) zum Herstellen eines Gerüstbelags (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend die folgenden Schritte:

- Bereitstellen (102) der Längsprofile (18) und des oder der Querprofile (20) sowie der Belagplatte (12);

- Einhaken (104) eines jeden Querprofils (20) in die Längsprofile (18) unter Bildung des Tragrahmens (16);

- Auflegen (106) der Belagplatte (12) auf die Längsprofile (18) des Tragrahmens (16);

- Sichern (108) des Querprofils/der Querprofile in seiner/ihrer in die Längsprofile (18) eingehakten Position (20), indem die Belagplatte (12) an den Längsprofilen (18) des Tragrahmens (16) befestigt, insbesondere festgenietet wird.

Description:
Gerüstbelag und Verfahren zu dessen Herstell

Die Erfindung betrifft einen Gerüstbelag, wie dieser bei Gerüsten, insbesondere Baugerüsten, als begehbare Arbeitsplattform eingesetzt wird. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Gerüstbelags.

Am Markt verfügbare Gerüstbeläge weisen nach einer Bauart einen Tragrahmen aus Längs- und Querprofilen auf, die miteinander verschweißt oder miteinander vernietet sind. Der Tragrahmen besteht zumeist aus Metall und dient der Lagerung und Abstützung einer begehbaren Belagplatte, die beispielsweise aus Holz, Kunststoff oder einem Verbundwerkstoff gefertigt sein kann. Die Belagplatte kann mit dem Tragrahmen verschraubt oder vernietet sein. Derlei Gerüstbeläge werden im Baubereich auch als sogenannte Rahmentafeln oder Kombibeläge bezeichnet. Die Gerüstbeläge sind in der Herstellung kostenintensiv und im Falle einer Beschädigung der Längs- bzw. Querprofile des Tragrahmens nur aufwändig instand zu setzen, zumal hierfür die Belagplatte vom Tragrahmen gelöst und zusätzlich die Niet- oder Schweißverbindungen der Querprofile zerstört werden müssen, um diese zu lösen.

Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, einen langlebigen Gerüstbelag anzugeben, der ein für Bauzwecke ausreichend großes Lastaufnahmevermögen aufweist und der dabei einfacher und kostengünstiger zu fertigen ist. Darüber hinaus ist es die Aufgabe der Erfindung, ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung eines solchen Gerüstbeiags anzugeben. Der erfindungsgemäße Gerüstbelag weist die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale auf. Das erfindungsgemäße Verfahren ist in Anspruch 11 angegeben.

Der erfindungsgemäße Gerüstbelag zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass das bzw. die Querprofile jeweils in die beiden Längsprofile des Tragrahmens eingehakt und alleinig durch die Trag- bzw. Belagplatte in seiner/ihrer in den Längsprofilen eingehakten, d.h. mit den Längsprofilen verhakten, Position gehalten bzw. gesichert ist/sind. Mit anderen Worten wird ein unbeabsichtigtes Lösen der Hakverbindung zwischen dem bzw. den Querprofilen und den Längsprofilen durch die an den beiden Längsprofilen befestigte Belagplatte verhindert bzw. unterbunden. Der erfindungsgemäße Gerüstbelag kann dadurch insgesamt einfacher und kostengünstiger gefertigt werden. Ein Verschweißen oder Vernieten des Querprofils bzw. der einzelnen Querprofile mit den Längsprofilen erübrigt sich vollständig. Insgesamt weist die Belagplatte dadurch eine Doppelfunktion auf. Zum einen verbindet diese die Längsprofile miteinander und ermöglicht dadurch eine ausreichende Biege- und Torsionssteifigkeit des Gerüstbelags. Zum anderen dient sie als Arretier- oder Sicherungsmittel für das mit den Längsprofilen verhakte Querprofil bzw. die mit den Längsprofilen verhakten Querprofile, so dass das Querprofil bzw. die Querprofile gegenüber einem unbeabsichtigten Diskonnektieren von den Längsprofilen gesichert sind. Erfindungsgemäß weist jedes Querprofil zwei Wandschenkel auf, die über einen Rückenabschnitt miteinander verbunden sind. Das bzw. die Querprofile weisen in diesem Fall somit eine im Wesentlichen U-förmige Querschnittsform auf und ist/sind vorzugsweise zur Belagplatte hin offen ausgeführt. Durch eine solche U- förmige Querschnittsform können die Querprofile bei geringer Masse mit einem ausreichend großen Lastaufnahmevermögen realisiert werden. Die beiden Wandschenkel weisen nach der Erfindung, bevorzugt nach außen, abgewinkelte freie Randabschnitte auf, um einen möglichst großen Anlage- bzw. Stützbereich für die Belagplatte zur Verfügung zu stellen.

Nach der Erfindung kann das Lastaufnahmevermögen sowie die Torsionssteifigkeit des Gerüstträgers dadurch nochmals weiter verbessert werden, dass jedes Querprofil des Tragrahmens beidenends mit jeweils mehreren Haken versehen sind, die in zu den Haken korrespondierende Ausnehmungen der

Längsprofile eingreifen.

Die Ausnehmungen der Längsträger für den bzw. die Haken des jeweiligen Querprofils sind nach der Erfindung vorzugsweise schlitzförmig ausgeführt. Dadurch kann eine Materialschwächung der Längsträger auf ein Minimum reduziert werden. Auch lassen sich Schlitze ohne großen Aufwand, beispielsweise im Wege eines Laserschneidverfahrens oder mittels einer spanenden Bearbeitung, insbesondere durch Sägen, kostengünstig und mit großer Maßhaltigkeit erzeugen.

Der bzw. die Querträger kann/können mit seinem/ihren Haken vorteilhaft jeweils im Gleitspiel-Formschluss in den Ausnehmungen der Längsträger angeordnet sein. Dadurch kann ein unerwünschtes Verziehen des Tragrahmens bei dessen Herstellung und beim Gebrauch des Gerüstbelags vermieden werden.

Die Belagplatte liegt nach der Erfindung vorzugsweise auf einem Profilabsatz der Längsprofile auf. Dadurch können die Längsprofile die Belagplatte im Sinne eines Rahmens im Bereich deren Längskanten seitlich schützend übergreifen. Einer unerwünschten mechanischen Beschädigung der Belagplatte während des Transports oder während des Betriebseinsatzes des Gerüstbelags kann dadurch entgegengewirkt werden.

Die Ausnehmungen bzw. die Schlitze der Längsprofile können sich von dem Profilabsatz der Längsprofile bis in einen (innenseitigen) Seitenwandberelch der Längsprofile hinein erstrecken. Dadurch kann das Querprofil bzw. können die Querprofile vereinfacht, ggf. auch zeitgleich, in beide Längsprofile eingehakt werden. Zugleich kann das bzw. können die Querprofile dadurch mit seiner/ihrer Stütz- bzw. Oberfläche zur Abstützung der Belagplatte zu einer, beispielsweise durch den vorstehend genannten Absatz gebildeten, Auflagefläche der Längsprofile fluchtend ausgerichtet werden. Insgesamt kann dadurch eine plane Anlage und Abstützung der Belagplatte an den Längs- sowie auch an dem Querprofil bzw. den Querprofilen erreicht werden. Nach der Erfindung liegt die Belagplatte auf dem Querprofil bzw. den Querprofi!en des Tragrahmens auf. Dadurch kann die Beiagplatte im Bereich des Querprofils/der Querprofile (spielfrei) abgestützt werden. Die Belagplatte kann dadurch insgesamt dünner, mithin leichter, bzw. aus einem weniger laststabilen und dadurch kostengünstigeren Material, realisiert werden.

Die Belagplatte kann nach der Erfindung, vorzugsweise alleinig, mit den Längsprofilen des Tragrahmens vernietet sein. Derlei Nietverbindungen können kostengünstig realisiert werden und bieten nicht zuletzt aufgrund der kostengünstigen Automatisierbarkeit von Nietverfahren - insbesondere bei einer Massenfertigung der Gerüstbeläge - Vorteile.

Die Längsprofile des Tragrahmens sind nach der Erfindung bevorzugt als Hohiprofile ausgeführt. Dadurch kann ein ausreichendes Lastaufnahmevermögen des Gerüstbelags bei zugleich geringer Masse erreicht werden. Insgesamt ist dies für die Handhabung des Gerüstbelags vorteilhaft.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen eines vorstehend erläuterten Gerüstbelags umfasst die folgenden Schritte:

Bereitstellen der Längsprofile und eines oder mehrerer Querprofile sowie der Belagplatte;

Einhaken jedes Querprofils in die Längsprofile unter Bildung des Tragrahmens;

Auflegen der Belaglatte auf die Längsprofile des Tragrahmens; und

Sichern des einen Querprofils oder der Querprofile in seiner/ihrer in die Längsprofile eingehakten Position alleinig dadurch, dass die Belagplatte an den Längsprofilen des Tragrahmens befestigt, insbesondere festgenietet wird.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann der Gerüstbelag auf einfache und kostengünstige Weise erzeugt werden. Ein Festschweißen bzw. ein zeitraubendes und kostenintensives Befestigen des bzw. er Querprofile an den Längsträgern unter Einsatz von separaten Befestigungsmitteln, wie etwa Schrauben oder Niete, erübrigt sich. Zu beachten ist dabei, dass sich das erfindungsgemäße

Verfahren ohne Weiteres automatisieren lässt, sodass die Gerüstbeläge kostengünstig im Wege der Massenfertigung hergestellt werden können. Das Einhaken der Querprofile in die Längsträger kann dabei zeitgleich erfolgen.

Zusammenfassend betrifft die Erfindung einen Gerüstbelag für ein Gerüst im Baubereich, mit einem Tragrahmen mit zwei Längsprofilen und mit einem Querprofil oder mit mehreren Querprofilen, über das/die die Längsprofile miteinander verbunden sind. Der Gerüstbelag weist eine Belagpiatte auf, die an den Längsprofilen befestigt ist, wobei das bzw. die Querprofile jeweils in die beiden Längsprofile eingehakt und alleinig durch die Belagplatte in seiner/ihrer in die Längsprofile eingehakten Position gehalten bzw. gesichert sind. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein kostengünstiges und einfach durchzuführendes Verfahren zum Herstellen eines vorgenannten Gerüstbelags.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung. Die gezeigte und beschriebene Ausführungsform ist nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern hat vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.

In der Zeichnung zeigen :

Fig. 1 einen Gerüstbelag mit einem Tragrahmen und mit einer begehbaren

Belagplatte in einer Ansicht von unten;

Fig. 2 den Gerüstbelag gemäß Fig. 1 in einer ausschnittsweisen

Schnittdarstellung;

Fig. 3 den Gerüstbelag gemäß Fig. 1 in einer ausschnittsweisen stirnseitigen Ansicht;

Fig. 4 einen Querträger des Gerüstbelags gemäß Fig. 1 in einer freigestellten perspektivischen Detailansicht; Fig. 5 einen Längsträger des Gerüstbelags gemäß Fig. 1 in einer freigestellten perspektivischen Detailansicht; und

Fig. 6 ein Blockschaltbild mit einzelnen Verfahrensschritten eines Verfahrens zur Herstellung des in Fig. 1 gezeigten Gerüstbelags.

Fig. 1 zeigt einen Gerüstbelag 10 für ein Bau- oder Arbeitsgerüst (nicht gezeigt) in einer schematisierten Unteransicht. Der Gerüstbelag 10 weist eine begehbare Belagplatte 12 auf, die sich entlang der Längsachse 14 des Gerüstbelags 10 erstreckt. Die Belagplatte 12 besteht bevorzugt aus Holz oder einem Holzwerkstoff, kann aber auch aus Kunststoff, einem Verbundwerkstoff oder aus Metall bestehen. Der Gerüstbelag weist einen Tragrahmen auf, der insgesamt mit 16 bezeichnet ist. Der Tragrahmen 16 dient der Abstützung und Aussteifung der Beiagplatte 12 sowie der lösbaren Befestigung des Gerüstbelags 10 an anderen Gerüstteilen des Bau- bzw. Arbeitsgerüsts. Der Tragrahmen 16 weist zwei Längsträger bzw. Längsprofile 18 und einen oder mehrere Querträger bzw. Querprofile 20 auf. Die Längsprofile 18 können an ihren freien Endabschnitten 22 jeweils Verbindungsmittel 24 aufweisen, mittels derer der Gerüstbelag 10 in an sich bekannter Weise an vertikal verlaufend angeordneten Gerüststielen bzw. an horizontal verlaufend angeordneten Gerüstriegeln (jeweils nicht gezeigt) befestigbar, beispielsweise einhakbar, ist. Die Längsprofile 18 sind über die Querprofile 20 jeweils miteinander verbunden. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Tragrahmen 16 rein beispielhaft vier Querprofile 20 auf. Es versteht sich jedoch, dass der Tragrahmen 16 auch weniger als vier, beispielsweise 2 oder drei, oder auch mehr als vier Querprofile 20 aufweisen kann. Es versteht sich, dass der Gerüstbelag 10 beidenends stirnseitig jeweils mit einem in Fig. 1 mit gestreichelter Linie dargestellten Profilbeschlag 25, bevorzugt aus Metall, versehen sein kann. Der Profilbeschlag 25 kann dabei beidenends an den Längsprofilen 18 befestigt sein und die Verbindungsmittel 24 aufweisen bzw. tragen. Durch einen solchen Profilbeschlag 25 kann bedarfsweise ein stirnseitiger Kantenschutz für die Beiagplatte 12 erreicht werden.

In Fig. 2 ist der Gerüstbelag 10 in einer geschnittenen Detailansicht und in Fig. 3 in einer ausschnittsweisen stirnseitigen Ansicht gezeigt. Die Längsprofile 18 sind jeweils als Hohlprofile ausgeführt und bestehen bevorzugt aus Metall, beispielsweise Aluminium. Die Längsprofile 18 können dabei insbesondere als sogenannte Extrusionsprofile ausgeführt sein. Die Längsprofile 18 weisen jeweils eine Oberseite 26, eine Unterseite 28, eine Außenseite 30 und eine Innenseite 32 auf. Die Oberseite 26 der Längsprofile 18 ist gestuft ausgeführt. Dadurch weisen die Längsprofile 18 jeweils einen Absatz 34 auf. Der Absatz 34 bildet einen Auflagebereich 36 für die Beiagplatte 12. Die Belagplatte 12 liegt an dem Auflagebereich 36 unmittelbar an. Die Belagplatte 12 ist hier alleinig an den Längsprofilen 18 befestigt und über mehrere iete 38 (Fig. 3) mit den Längsprofilen (alleinig) vernietet. Die Niete 38 eines Längsprofils 18 sind in axialer Richtung voneinander beabstandet angeordnet. Dadurch ist die Belagplatte 12 an den Längsprofilen 18 des Tragrahmens 16 dauerhaft lagefixiert gehalten. Der Auflagebereich 36 kann mehrere stegartige Erhebungen bzw. Riffel 39 aufweisen, dies jeweils axial verlaufend angeordnet sind. Die Riffel sind zueinander seitlich versetzt angeordnet und dienen einer rutsch- und wackelfesten Auflage der Belagplatte 12 am Längsprofil 18 und krallen sich dazu vorzugsweise in das Material der Belagplatte 12 ein.

Die Querprofile 20 weisen jeweils beidenends mehrere Haken 40 auf, über die die Querprofile 20 mit den beiden Längsprofilen 18 verhakt sind.

Die Haken 40 sind in der in Fig. 4 gezeigten freigestellten Detailansicht eines einzelnen Querprofils 20 des Tragrahmens 16 (Fig. 1) gut zu erkennen. Die Haken 40 sind am Querprofil 20 angeformt und vorzugsweise baugleich ausgeführt. Dadurch, dass die Haken 40 - bezogen auf die Längsachse 14 des Gerüstbelags 10 (Fig. 1) - in axialer Richtung mit einem Abstand A voneinander beabstandet am jeweiligen Querprofil 20 angeordnet sind, kann eine besonders laststabile und verwindungssteife Verbindung zwischen den Querprofilen 20 und den Längsträgern 18 erreicht werden. Die Querprofile 20 weisen jeweils eine U- förmige Querschnittsform auf. Zwei zueinander parallel oder im Wesentlichen parallel verlaufend angeordnete Wandschenkel 42 sind über einen Verbindungsoder Rückenabschnitt 44 der Querprofile 20 miteinander verbunden. Zu beachten ist, dass die beiden Wandschenkel 42 nach außen abgewinkelte bzw. gebogene freie Randabschnitte 46 aufweisen können. Die Belagplatte (Fign. 1 bis 3) des Gerüstbelags 10 kann dadurch zusätzlich an der der Belagplatte 12 zuweisenden Stütz- bzw. Oberfläche 48 der Randabschnitte 46 der Querprofile 20 großflächig abgestützt werden. Die Oberflächen 48 der Wandschenkel 42 der Querprofile 20 fluchten jeweils mit dem Auflagebereich 36 der Längsprofile 18 (Fig. 3) in einer zur Längsachse 14 des Gerüstbelags 10 (Fig. 1) orthogonal verlaufenden Richtung.

Zwischen dem Haken 40 und dem jeweilig zugeordneten Wandschenkel 42 ist eine Nut 50 mit einer Breite B ausgebildet.

In Fig. 5 ist eines der Längsprofile 18 des Tragrahmens 16 des Gerüstbelags 10 gemäß Fig. 1 in einem freigestellten perspektivischen Detailausschnitt gezeigt. Das Längsprofil 18 weist mehrere schlitzförmige Ausnehmungen 52 auf, um so einen Eingriff der Haken 40 der Querprofile 20 zu ermöglichen. Die Ausnehmungen 52 sind am jeweiligen Längsprofil 18 paarweise gruppiert angeordnet und weisen einen zum Abstand A der Haken 40 (Fig. 4) entsprechenden Abstand A auf. Die Ausnehmungen 52 durchgreifen dabei jeweils die Wandung 54 der Längsprofile 18. Die Ausnehmungen 52 erstrecken sich hier jeweils vom oberseitigen Auflagebereich 36 der Längsprofile 18 quer zur Längsachse 14 in die Innenseite 32 des Längsprofils 18 hinein. Dadurch können die Querprofile 20 bei der Montage des Gerüstbelags 10 (Fig. 1) vereinfacht mit den Haken 40 in die Ausnehmungen mit den Längsprofilen 18 eingehakt werden. Die Wandung 54 der Längsprofile 18 greift dabei jeweils in eine der in Fig. 4 gezeigten Nuten 50 des jeweiligen Querprofile 20 ein. Die Breite B der Nut ist dabei vorzugsweise auf die Materialstärke (in der Zeichnung nicht bezeichnet) der Wandung 54 abgestimmt, um in axialer Richtung bezogen auf die Längsachse 14 (Fig. 1) eine spielarme bzw. formschlüssige Halterung der Querprofile 20 an den beiden Längsprofilen 18 zu ermöglichen. Die Ausnehmungen 52 können im Wege eines Laserschneidverfahrens oder auch rein spanend, etwa durch Sägen, erzeugt sein. Die Querprofile 20 des Tragrahmens sind gegenüber einem Diskonnektieren von den Längsträgern 18 alleinig durch die mit den Längsträgern 18 unmittelbar festgenietete Belagplatte 12 gesichert. Dadurch erübrigt sich ein zeit- und kostenintensives Vernieten oder Verschweißen jedes einzelnen Querprofils 20 mit den Längsprofilen 18.

Im Falle einer Beschädigung eines oder mehrerer Querprofile 20 bzw. Längsprofile 18 des Tragrahmens 16 (Flg. 1) müssen somit nur die Nietverbindungen zwischen der Belagplatte und den Längsträgern (zerstörend) gelöst und die Belagplatte 12 vom Tragrahmen 16 abgehoben werden, um die betroffenen Profile des Tragrahmens 16 austauschen zu können. Der in der vorstehend beschriebenen Weise aufgebaute Gerüstbelag 10 ist dadurch besonders einfach und kostengünstig herzustellen und zu reparieren.

Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung des vorstehend erläuterten Gerüstbelags 10 unter zusätzlicher Bezugnahme auf Fig. 6 erläutert.

In einem ersten Schritt 102 werden die Längs- und Querprofile 18, 20 (Fig. 1) sowie die Belagplatte 12 bereitgestellt. In Schritt 104 werden die Querprofile 20 in die Längsprofile 18 unter Bildung des Tragrahmens 16 (Fig. 1) eingehakt. In Schritt 106 wird die Belagplatte 12 auf die Längsprofile 18 des Tragrahmens 16 aufgelegt und in Schritt 108 die Querprofile in ihrer in die Längsprofile eingehakten Position gesichert, indem die Belagplatte an den Längsprofilen 18 befestigt, insbesondere mit diesen vernietet, wird.