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Patent Searching and Data


Title:
SCRAPER AND SCRAPER ELEMENT FOR A SCRAPER OF A CONVEYOR BELT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/134012
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a scraper (2) and a scraper element (1, 101) for a scraper (2) of a conveyor belt (24), comprising a scraper blade (3, 103) and a foot piece (4) that can be inserted in the longitudinal extension (7) of a mounting rail (6) of the scraper (2), which extends straight and has along its foot end (4.1) a preferably central longitudinal groove (5) with a groove width (b(l), b1, b2). The aim of the invention is that assembly/disassembly can be carried out in a reliable and user-friendly manner without impairing its stability. In order to achieve said aim, it is proposed that the groove width (b(l), b1, b2) of the longitudinal groove (5) is reduced at least in sections, preferably continuously, when seen from an end face (1.1, 1.2) of the scraper element (1, 101).

Inventors:
MITTER SIEGFRIED (AT)
Application Number:
AT2019/060006
Publication Date:
July 11, 2019
Filing Date:
January 08, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIETHOM TECHNISCHES BUERO GMBH (AT)
International Classes:
B65G45/12; B65G45/16
Attorney, Agent or Firm:
JELL, Friedrich (AT)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Abstreiferelement für einen Abstreifer (2) eines Förderbands (24), mit einem Abstreiferblatt (3, 103) und mit einem in Längserstreckung (7) einer Halterungs- schiene (6) des Abstreifers (2) einschiebbaren Fußstück (4), das gerade verläuft und entlang seines Fußendes (4.1) eine, vorzugsweise mittige, Längsnut (5) mit einer Nutbreite (b(l), b1 , b2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Nut- breite (b(l), b1, b2) der Längsnut (5) von einer Stirnseite (1.1, 1.2) des Abstreife- relements (1, 101) aus gesehen zumindest abschnittsweise, vorzugsweise kontinu- ierlich, verringert.

2. Abstreiferelement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich die Nutbreite (b(l), b1, b2) von beiden Stirnseiten (1.1, 1.2) des Abstreiferelements (1, 101) aus gesehen jeweils abschnittsweise verringert.

3. Abstreiferelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutabschnitt (5.1, 5.2) mit der sich verringernden Nutbreite (b(l), b1, b2) von der Stirnseite (1.1, 1.2) des Abstreiferelements (1 , 101) ausgeht.

4. Abstreifer für ein Förderband (24), mit einem Abstreiferelement (1, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einer Halterungsschiene (6) zum Halten des Ab- streiferelements (1, 101) und mit einer Sicherung (10.1, 10.2), die ein längliches, sich zumindest abschnittsweise in Längsrichtung und zu seinem freien Ende (12) hin verjüngendes Sicherungselement (9.1, 9.2) aufweist, das in den sich zwischen der Längsnut (5) des Abstreiferelements (1, 101) und der Halterungsschiene (6) ergebenden Freiraum eingreift und das Abstreiferelement (1, 101) mit der Halte- rungsschiene (6) verspannt.

5. Abstreifer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstreife- relement (1, 101) durch einen, Hinterschnitt (14.1, 14.2) und Vorsprung (15.1, 15.2) aufweisenden Formschluss (13) zwischen Abstreiferelement (1 , 101 ) und Halte- rungsschiene (6) quer zur Halterungsschiene (6) gehalten ist und das Sicherungs- element (9.1 , 9.2) den Formschluss (13) zwischen Abstreiferelement (1 , 101 ) und Halterungsschiene (6) verspannt.

6. Abstreifer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungs- schiene (6) im Querschnitt u-förmig ausgebildet ist und an ihren Schenkeln je einen Vorsprung (15.1 , 15.2) aufweist, welche Vorsprünge (15.1 , 15.2) in jeweils einen Hinterschnitt (14.1 , 14.2) am Abstreiferelement (1 , 101 ) eingreifen.

7. Abstreifer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (15.1 , 15.2) den Längsrand (17) der Schenkel (18.1 , 18.2) der Halterungsschiene (6) ausbilden.

8. Abstreifer nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer (2) einen Längsträger (19) aufweist, welcher Längsträger (19) entlang der Halterungsschiene (6) verläuft, und dass die Sicherung (10.1 , 10.2) ein am Längsträger (19) linear verschiebbares Führungselement (20.1 , 20.2) aufweist.

9. Abstreifer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsträger (19) der Halterungsschiene (6) in Längsrichtung vorsteht und dass das Führungs- element (20.1 , 20.2) als entlang des Längsträgers (19) verschiebbare Hülse (22) ausgebildet ist, wobei das an der Hülse (22) befestigte Sicherungselement (9.1 , 9.2) der Hülse (22) vorkragt.

10. Abstreifer nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Querschnitt rechteckiger Stab das Sicherungselement (9.1 , 9.2) ausbildet.

11. Abstreifer nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherung (10.1 , 10.2) einen Anschlag (21.1 , 21.2) aufweist, der an die Halterungsschiene (6) anschlägt.

12. Abstreifer nach einem der Ansprüche 4 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Stirnseiten (1.1 , 1.2) des Abstreiferelements (1 , 101 ) je eine Siche- rung (10.1 , 10.2) vorgesehen ist.

13. Vorrichtung mit einem Abstreifer (2) für ein Förderband (24) und mit einer Bewegungseinrichtung (28.1 , 28.2), die mit dem Längsträger (19) des Abstreifers (2) über eine steckbare und formschlüssige Verbindung (29) verbunden ist.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrich- tung (23) eine Abdeckung (26) zum Schließen einer Schurrenwand (25.1 ) einer Schurre (25) aufweist, wobei die außen an der Abdeckung (26) vorgesehene Bewe- gungseinrichtung (28.1 , 28.2) über ein, die Abdeckung (26) durchgreifendes me chanisches Antriebsmittel (31 ) mit dem Abstreifer (2) zu dessen Bewegung verbun- den ist.

15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mechani- sche Antriebsmittel (31 ) eine Drehwelle (34) aufweist, die mit dem Längsträger (19) über die steckbare Verbindung (29) verbunden ist.

16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mechani- sche Antriebsmittel (31 ) eine Nocke (32.2) aufweist, welche die steckbare Verbin- dung (29) der Höhe nach in einer Linearführung (33) der Abdeckung (26) verlagert.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (31 ) eine elastische, insbesondere drehelastische, und nicht schaltbare Kupplung (34), insbesondere Elastomerkupplung, aufweist.

18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (31 ) ein Rastgesperre (39) aufweist.

19. Vorrichtung nach Anspruch 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastgesperre (39) antriebseitig gesehen vor der elastischen Kupplung (34) vorgesehen ist.

Description:
Abstreifer und Abstreiferelement für einen Abstreifer eines Förderbands

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft ein Abstreiferelement für einen Abstreifer eines Förderbands, mit einem Abstreiferblatt und mit einem in Längserstreckung einer Halterungsschie- ne des Abstreifers einschiebbaren Fußstück, das gerade verläuft und entlang seines Fußendes eine, vorzugsweise mittige, Längsnut mit einer Nutbreite aufweist.

Um ein Abstreiferelement an einem Abstreifer für ein Förderband auswechselbar gestalten zu können, ist nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 aus der DE4390006T1 bekannt, am gerade verlaufenden Fußstück des Abstreiferelements eine Längsnut vorzusehen. Ein Sicherungselement greift hierzu in einen, sich zwi- schen der Längsnut des Abstreiferelements und der Halterungsschiene ergebenden Freiraum ein. Derart wird ein Abziehen des Abstreiferelements von der Halterungs- schiene - nämlich quer zur Längsrichtung der Halterungsschiene - verhindert. Mon- tage und Demontieren des Sicherungselements gestaltet sich bei Vorrichtungen des Stands der Technik jedoch vergleichsweise aufwendig und kompliziert. Beispielwei- se wird dies durch ein Festklemmen des Sicherungselements in der Längsnut ver- ursacht - etwa durch ein verzogenes Abstreiferelement, was in der Praxis ver- gleichsweise häufig auftritt.

Darstellung der Erfindung

Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Abstreiferelement der ein- gangs geschilderten Art in der Konstruktion derart zu verändern, dass dessen Mon- tage/Demontieren verlässlich sowie handhabungsfreundlich erfolgen können - ohne dabei dessen Standfestigkeit zu beeinträchtigen. Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Verringert sich die Nutbreite der Längsnut von einer Stirnseite des Abstreiferele- ments aus gesehen zumindest abschnittsweise, ist es zunächst möglich, eine siche- re Montage des Abstreiferelements zu gewährleisten, da durch die sich verändern- de Nutbreite auf einfach und zuverlässige Weise die Wirkung eines in die Nut ein- greifenden Mittels - etwa eines Sicherungselements - auf das Fußende des Abstrei- ferelements einstellbar ist. Auch kann derart die Überwachung der korrekten Mon- tage erfolgen, nämlich anhand der für das Einschieben eines Mittels - etwa eines Sicherungselements - aufzuwendenden Kraft.

Besonders aber kann die erfindungsgemäß ausgebildete Längsnut beim Demontie- ren des Abstreiferelements dafür sorgen, dass sich beim Herausziehen eines Siche- rungselements die Demontagekraft - aufgrund der sich Richtung Stirnseite des Ab- streiferelements vergrößernden Spaltbreite - vermindert, was unter anderem die Gefahr eines Festklemmens des Sicherungselements erheblich reduziert.

Eine besonders verlässliche und einfache Handhabbarkeit des Abstreiferelements kann so bei Montage und Demontieren sichergestellt werden - dies selbst in Fällen, bei denen das Abstreiferelement einer plastischen Formänderung unterlag und da- mit sowohl schwierig zu montieren als auch zu demontieren wäre.

Vorzugsweise verringert sich die Nutbreite kontinuierlich, was unter anderem die Herstellung des Abstreiferelements erleichtern kann.

Das Vorsehen und Entfernen eines Mittels - etwa eines Sicherungselements - aus der Längsnut kann weiter erleichtert werden, wenn sich die Nutbreite von beiden Stirnseiten des Abstreiferelements aus gesehen in Längsrichtung jeweils ab- schnittsweise verringert. Damit kann nämlich möglich werden, das Abstreiferele- ment über zwei gegenüberliegenden Sicherungselemente in der Führungsschiene zu halten. Somit ist nicht nur sicherzustellen, dass das erfindungsgemäße Abstrei- felement besonders sicher und standfest gehalten wird - zudem ist mit einer ge- genüber einem einzelnen Sicherungselement geringeren Zugkraft zum jeweiligen Entfernen der beiden Sicherungselemente zu rechnen.

Geht der Nutabschnitt mit der sich verringernden Nutbreite von der Stirnseite des Abstreiferelements aus, kann ein Festsitzen des Sicherungselements aufgrund von stirnseitigen Verunreinigungen weitgehend unterbunden werden. Auch die Wirkung eines Sicherungselements auf die Längsnut kann so verbessert bis zum Ende der Längsnut erfolgen. Zudem können - gegebenenfalls in einen stirnseitigen Spalt zwi- schen Sicherungselement und Längsnut - eingedrungene Verunreinigungen auf die Bewegungsrichtung des Sicherungselements keine störende Wirkung entfalten. Somit ist es möglich, die Handhabungsfreundlichkeit des Abstreiferelements weiter zu verbessern.

Das erfindungsgemäße Abstreiferelement kann sich insbesondere für einen Abstrei- fer für ein Förderband eigenen.

Insbesondere, wenn der Abstreifer eine Halterungsschiene zum Halten des Abstrei- ferelements und eine Sicherung aufweist, die ein längliches, sich zumindest ab- schnittsweise in Längsrichtung und zu seinem freien Ende hin verjüngendes Siche- rungselement aufweist, das in den sich zwischen der Längsnut des Abstreiferele- ments und der Halterungsschiene ergebenden Freiraum eingreift und das Abstreife- relement mit der Halterungsschiene verspannt.

Ein besonders standfestes Halten des Abstreiferelements an der Halterungsschiene kann ermöglicht werden, wenn das Abstreiferelement durch einen, Hinterschnitt und Vorsprung aufweisenden Formschluss zwischen Abstreiferelement und Halterungs- schiene quer zur Halterungsschiene gehalten ist und das Sicherungselement den Formschluss zwischen Abstreiferelement und Halterungsschiene verspannt.

Konstruktive Einfachheit am Abstreifer kann sich ergeben, wenn die Halterungs- schiene im Querschnitt u-förmig ausgebildet ist und an ihren Schenkeln je einen Vorsprung aufweist, welche Vorsprünge in jeweils einen Hinterschnitt am Abstreife- relement eingreifen.

Vorzugsweise bilden die Vorsprünge den Längsrand der Schenkel der Halterungs- schiene aus - etwa, um ein Eindringen von Verunreinigungen in die Halterungs- schiene weiter zu erschweren und die Standfestigkeit des Abstreifers derart zu er- höhen.

Die mechanische Steifigkeit des Abstreifers kann weiter erhöht werden, wenn der Abstreifer einen Längsträger aufweist, welcher Längsträger entlang der Halterungs- schiene verläuft. Außerdem kann dieser Längsträger die Handhabung der Siche- rung erleichtern, wenn die Sicherung ein am Längsträger linear verschiebbares Füh- rungselement aufweist.

Steht der Längsträger der Halterungsschiene in Längsrichtung vor und ist das Füh- rungselement als entlang des Längsträgers verschiebbare Hülse ausgebildet, wobei das an der Hülse befestigte Sicherungselement der Hülse vorkragt, kann ein Ein- setzen und ein Entfernen des Sicherungselements in die Längsnut erleichtert wer- den. Auf diese Weise ist die Wartung des Abstreifers weiter zu erleichtern.

Der Konstruktionsaufwand am Abstreifer kann weiter vermindert werden, wenn der im Querschnitt rechteckiger Stab das Sicherungselement ausbildet.

Indem die Sicherung einen Anschlag aufweist, der an die Halterungsschiene an- schlägt, kann für ein sicheres und reproduzierbares Einbringen des Sicherungsele- ments gesorgt werden - auch ist es möglich, das Abstreiferelement in Längsrichtung der Führungsschiene spielfrei zu sichern.

Vorstehende Vorteile sind besonders ausgeprägt, wenn auf beiden Stirnseiten des Abstreiferelement je eine Sicherung vorgesehen ist. Diese kann zu einer Reduzie- rung der für die einzelnen Sicherungselemente aufzuwendenden Klemmkraft beitra- gen - und somit das Entfernen der Sicherungselemente bzw. in weiterer Folge die Wartung des Abstreifers erleichtern.

Besonders kann sich der Abstreifer für ein Förderband bei einer Vorrichtung mit ei- ner Bewegungseinrichtung eigenen, die mit dem Längsträger des Abstreifers über eine steckbare und formschlüssige Verbindung verbunden ist. Durch die steckbare und damit lösbare Verbindung kann nämlich das Abstreiferelement in Längsrichtung der Führungsschiene abgezogen werden.

Die Wartungsarbeiten am Abstreifer können erleichtert werden, wenn die Vorrich- tung eine Abdeckung zum Schließen einer Schurrenwand einer Schurre aufweist, wobei die außen an der Abdeckung vorgesehene Bewegungseinrichtung über ein, die Abdeckung durchgreifendes mechanisches Antriebsmittel mit dem Abstreifer zu dessen Bewegung verbunden ist.

Vorzugsweise kann das mechanische Antriebsmittel eine Drehwelle aufweist, die mit dem Längsträger über die steckbare Verbindung verbunden ist. Damit kann bei- spielsweise ein Primärabstreifer an ein Förderband angestellt werden. Die Bewe- gungseinrichtung kann zudem den Abstreifer in einer Drehrichtung federbelasten, um die Abstreifwirkung am Förderband zu erhöhen.

Alternativ kann das mechanische Antriebsmittel eine Nocke aufweist, welche die steckbare Verbindung der Höhe nach in einer Linearführung der Abdeckung verla- gert. Damit ist es möglich, einen Sekundärabstreifer an ein Förderband anzustellen - und zwar auch bei verschlossener Schurrenwand.

Vorzugsweise weist das Antriebsmittel eine elastische, insbesondere drehelasti- sche, und nicht schaltbare Kupplung, insbesondere Elastomerkupplung, auf. Dies ermöglicht nicht nur eine elastische Vorspannung am Abstreiferelement, sondern kann auch Stöße aufnehmen und damit die Standfestigkeit der Vorrichtung weiter erhöhen. Vorzugsweise ist diese Kupplung als superelastische Kupplung ausge- führt, beispielsweise weist diese zwei gleichen Kupplungshälften mit einem elasti- schen Zwischenring (als Elastomerelement) mit auf beiden Endseiten eine einen Innen- und Außenverzahnung auf, die in entsprechende Gegenverzahnungen an den Kupplungshälften eingreifen.

Die Anstellung des Abstreiferelements zum Förderband kann erleichtert werden, wenn das Antriebsmittel ein Rastgesperre aufweist.

Vorzugsweise ist das das Rastgesperre antriebseitig gesehen vor der elastischen Kupplung vorgesehen, um das Abstreiferelement elastisch zu entkoppeln.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand mehrerer Aus- führungsvarianten näher dargestellt. Es zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Explosionsansicht zu einem Abstreifer mit einem Ab- streiferelement nach einem ersten Ausführungsbeispiel,

Fig. 2 eine Seitenansicht auf den nach Fig. 1 dargestellten, zusammengesetzten Abstreifer,

Figuren 3a und 3b Schnittansichten nach llla-llla und lllb-lllb der Fig. 2,

Fig. 4 eine Schnittansicht auf ein Abstreiferelement nach einem anderen Ausfüh- rungsbeispiel,

Fig. 5 eine Vorrichtung mit einem Abstreifer nach Fig. 1 ,

Fig. 6 eine Explosionsdarstellung zu einem Antriebsmittel der Vorrichtung nach Fig.

5 und

Fig. 7 eine Explosionsdarstellung einer drehelastischen Kupplung des Antriebsmit- tels nach Fig. 6.

Wege zur Ausführung der Erfindung Fig. 1 zeigt beispielsweise ein Abstreiferelement 1 eines Abstreifers 2 nach einer ersten Ausführungsvariante für ein nicht in dieser Figur dargestelltes Förderband. Das einstückige Abstreiferelement 1 weist ein elastisches Abstreiferblatt 3 und ein daran anschließendes elastisches Fußstück 4 auf. Wie im Detail in den Figuren 3a und 3b zu entnehmen, verläuft das Fußstück 4 vom Abstreiferblatt 3 ausgehend gerade bis zu seinem Fußende 4.1. Zudem weist das Fußstück 4 eine - im Ausfüh- rungsbeispiel - mittig angeordnete Längsnut 5 auf, und zwar über die gesamte Län- ge I des Abstreiferelements 1 mit einer Nutenbreite b(l), b1 , b2.

Diese Längsnut 5 am Fußstück 4 des Abstreiferelements 1 dient dem Zweck, das Abstreiferelement 1 gegenüber einem unerwünschten Abziehen von einer Halte- rungsschiene 6 des Abstreifers 2 sicheren zu können. Dabei ist das das Fußstück 4 in die Halterungsschiene 6 eingeschoben - und zwar in Längserstreckung 7 der Hal- terungsschiene 6.

Um die Handhabung zur Montage bzw. zum Demontieren des Abstreiferelements 1 an der Halterungsschiene 6 zu erleichtern, verringert sich erfindungsgemäß die Nutbreite b(l) (Nutenbreite b über die Länge I) der Längsnut 5 von einer Stirnseite

1.1 bzw. 1.2 des Abstreiferelements 1 aus gesehen in Längsrichtung 7 des Fuß- stücks 4 - die Längsnut verjüngt sich also entsprechend. Beispielsweise ist diese Verringerung anhand eines Vergleichs der Nutbreite b1 der Fig. 3a mit der Nutbreite b2 der Fig. 3b zu erkennen, was b1 > b2 ergibt.

Damit erhöht sich die Klemmkraft beim Einschieben eines Sicherungselements 9.1 ,

9.2 einer Sicherung 10.1 , 10.2 in die Längsnut 5 bzw. kann diese Klemmkraft ein- fach und sicher eingestellt werden. Erfindungsgemäß wird somit eine sichere und standfeste Montage des Abstreiferelements 1 in der Halterungsschiene 6 ermög- licht. Zudem verringert sich die auf das Sicherungselement 9.1 , 9.2 aufzuwendende Kraft bei dessen Herausziehen aus der Längsnut 5, was ein sicheres Demontieren des Abstreiferelements 1 ermöglicht. Dies auch bei einem stark verschmutzen oder durch Verwendung plastisch verformten Abstreiferelement 1 bzw. einer Längsnut 5. Wie in den Figuren 1 und 2 zu erkennen, sind in die Längsnut 5 des Abstreiferele- ments 1 zwei Sicherungselemente 9.1 , 9.2 eingesetzt und zwar an beiden Stirnsei- ten 1.1 , 1.2 des Abstreiferelements 1. Die Längsnut 5 weist daher zwei verjüngende Nutabschnitte 5.1 , 5.2 auf, die sich von der jeweiligen Stirnseite 1.1 bzw. 1.2 ausge- hend verjüngen - im Ausführungsbeispiel kontinuierlich.

Wie in Fig. 1 außerdem zu erkennen, verjüngen sich die länglichen Sicherungsele- mente 9.1 , 9.2 in Längsrichtung 11 zum jeweiligen freien Ende 12 hin. Die Siche- rungselemente 9.1 , 9.2 weisen je eine rechteckige Querschnittsform und gleich- schenkelige trapezförmige Seitenflächen auf, die gleich ausgebildet sind. Derart ist beispielsweise eine einfache Herstellung ermöglicht.

Die Sicherungselemente 9.1 , 9.2 greifen in den sich zwischen der Längsnut 5 des Abstreiferelements 1 und der Halterungsschiene 6 ergebenden Freiraum ein und sichern damit das Abstreiferelement 1 an der im Querschnitt u-förmigen Halterungs- schiene 6. Dies, indem die eingesetzten Sicherungselemente 9.1 , 9.2 das Abstreife- relement 1 von der Halterungsschiene 6 wegdrücken und damit einen Formschluss 13 verspannen, der sich durch zwei Hinterschnitte 14.1 , 14.2 am Abstreiferelement 1 und zwei dazu komplementäre Vorsprünge 15.1 , 15.2 an der Halterungsschiene 6 ergibt.

Die Hinterschnitte 14.1 , 14.2 am Abstreiferelement 1 sind auf gegenüberliegenden Breiteseiten 16.1 , 16.2 vorgesehen und höhenversetzt angeordnet. Dies gibt dem Abstreiferblatt 3 zusätzlichen Freiraum für eine biegebedingte Bewegung.

Wie außerdem der Fig. 1 entnommen werden kann, werden die im Querschnitt kreisrunden Vorsprünge 15.1 , 15.2 durch den Längsrand 17 der gegenüberliegen- den Schenkeln 18.1 , 18.2 der Halterungsschiene 6 gebildet.

Die Halterungsschiene 6 ist an einem Längsträger 19 des Abstreifers 2 befestigt, welcher Längsträger 19 der Halterungsschiene 6 in Längsrichtung vorkragt - und zwar auf beiden Seiten. Diese vorkragenden Teile des Längsträgers 19 dienen zur Führung von Führungselementen 20.1 , 20.2 der Sicherungen 10.1 , 10.2. Dadurch sind die Sicherungen 10.1 , 10.2 verhältnismäßig einfach handzuhaben. Wie in den Figuren dargestellt, werden die Führungselemente 20.1 , 20.2 konstruktiv einfach gelöst durch Hülsen 22 ausgebildet.

Außerdem weisen die Sicherungen 10.1 , 10.2 je einen Anschlag 21.1 , 21.2 auf, die an der jeweiligen Halterungsschiene 6 anschlagen. Durch einen Anschlag 21.1 , 21.2 ist zu gewährleisten, dass das Abstreiferelement 1 in der Halterungsschiene 6 besonders einfach und zuverlässig zu sichern ist. Auch kann auch ein vorteilhaftes Einbringen der Sicherungselemente 9.1 , 9.2 erfolgen bzw. die Klemmkraft vorab eingestellt werden.

Nach Fig. 4 wird ein anderes Abstreiferelement 101 nach einem zweiten Ausfüh- rungsbeispiel dargestellt. Dies Abstreiferelement 101 unterscheidet sich vom Ab- streiferelement 1 nach den Figuren 3a und 3b im Wesentlichen durch das Abstrei- ferblatt 103. Das Abstreiferblatt 103 ist hier zweiteilig ausgeführt - nämlich weist er einen leistenförmigen Schließkörper 103.1 , der vorzugsweise aus Hartmetall oder Keramik hergestellt ist, und eine elastische Halterung 103.2 mit einem Bolzen 103.3 zur Fixierung des Schließkörpers 103.1 auf. An diese elastische Halterung 103.2 schließt das elastische Fußstück 4 wie bereits vorstehend zum Abstreiferelement 1 beschrieben an.

Nach Fig. 5 ist eine Vorrichtung 23 mit dem erfindungsgemäßen Abstreifer 2 darge- stellt, der an ein abgerissen dargestelltes Förderband 24 anliegt. Der Abstreifer 2 ist an einer Schurrenwand 25.1 einer Schurre 25 befestigt - und zwar über eine Abde- ckung 26 der Vorrichtung 23 zum Verschließen einer Öffnung 27 der Schurre 25, welche Abdeckung 26 an die Schurrenwand 25.1 lösbar angeschraubt ist.

Die Vorrichtung 23 weist eine Bewegungseinrichtung 28.1 bzw. 28.2 und eine steckbare und formschlüssige Verbindung 29 mit einem Verbindungselement 29.1 auf. In das Verbindungselement 29.1 kann der Längsträger 19 eingesteckt werden, der beispielsweise über schraubenförmige Niederhalter 30 des Verbindungsele- ments 29.1 festgeklemmt wird. Zudem sichert dieses Verbindungselement 29.1 auch die Sicherung 10.1 , 10.2 in der Lage am Längsträger 19. Die steckbare und formschlüssige Verbindung 29 wirkt daher in Form eines Spannelements.

Die Bewegungseinrichtung 28.1 , 28.2, beispielsweise ein Motor, ist außen bzw. au- ßerhalb der Schurre 25 an der Abdeckung 26 befestigt und mit einem mechani- sches Antriebsmittel 31 wirkungsverbunden, welches Antriebsmittel 31 die Abde- ckung 26 durchgreifen und den Abstreifer 2 zur Ausführung einer Bewegung beauf- schlagen kann.

Bei der ersten Bewegungseinrichtung 28.1 weist das mechanische Antriebsmittel 31 eine Welle 32.1 mit einer Nocke 32.2 auf, welche die steckbare Verbindung 29 der Höhe H nach in einer Linearführung 33 der Abdeckung 26 verlagern kann, wie dies in Fig. 6 erkannt werden kann. Die Linearführung 33 steht normal auf die Drehachse D der Welle 32.1. Verschiedenste Drehlagen der Nocke 32.2 sind in Fig. 6 strichliert dargestellt. Ein vertikales Anstellen des Abstreifers 2 an das Förderband 24 ist da- mit möglich.

Damit kann der Abstreifer 2 als Sekundärabstreifer bei geschlossener Schurren- wand 25.1 verwendet werden, beispielsweise unter Verwendung des Abstreifer- blatts 103 der Fig. 4.

Bei der zweiten, in Fig. 5 strichliert dargestellten Bewegungseinrichtung 28.2 weist das mechanische Antriebsmittel 31 eine Drehwelle 34 auf, die mit der steckbaren Verbindung 29 starr verbunden ist. Die Bewegungseinrichtung 28.2 unterwirft damit den Abstreifer 2 eine drehende Bewegung. Damit kann der Abstreifer 2 als Pri- märabstreifer bei geschlossener Schurrenwand 25.1 verwendet werden. Dies bei- spielsweise unter Verwendung des Abstreiferblatts 3 der Figuren 3a, 3b. Wie in den Figuren 6 und 7 erkannt werden kann, weist das mechanische Antriebs- mittel 31 zudem eine drehelastische und nicht schaltbare Kupplung 35, nämlich Elastomerkupplung, auf. Mit Hilfe der Kupplung 35 liegt das jeweilige Abstreiferele- ment 1 , 101 unter Vorspannung an das Förderband 24 an.

Diese superelastische Kupplung 35 bildet sich aus zwei gleichen Kupplungshälften 36, 37 und einem elastischen Zwischenring 38 als Elastomerelement der Kupplung 35. Auf beiden Enden weist der Zwischenring 38 eine Innen- und Außenverzahnung 38.1 , 38.2 auf, die in jeweilige Gegenverzahnungen 36.1 , 37.1 an den Kupplungs- hälften 36, 37 eingreift. Der Zwischenring 38, beispielsweise aus Gummi oder aus einem anderen elastischen Material, sorgt für eine drehelastische Verbindung zwi- schen den beiden Kupplungshälften 36, 37. Zudem erlaubt dies am angestellten Abstreiferelement 1 , 101 eine Beweglichkeit, was die Vorrichtung 23 robust gegen- über Stoßbelastungen ausbildet.

Diese Kupplung 35 ist je nach Ausführungsform (Primärabstreifer oder Sekundärab- streifer) beim Antriebsmittel 31 für die erste Bewegungseinrichtung 28.1 nach Fig. 5 oder beim Antriebsmittel 31 für die zweiten, in Fig. 5 strichliert dargestellten Bewe- gungseinrichtung 28.2 vorgesehen.

So ermöglicht die Kupplung 35 entweder eine drehelastische Bewegung der Dreh- welle 34 oder eine drehelastische Bewegung der Nocke 32.2, um damit beispiels- weise Stoßbelastungen auf das jeweilige Abstreiferelement 1 , 101 abzufangen.

Die Anstellung des Abstreiferelements 1 , 101 an Förderband 24 erleichtert ein Rastgesperre 39 des Antriebsmittels 31. Das Rastgesperre 39 ist antriebseitig ge- sehen vor der elastischen Kupplung 34 also nach dem jeweiligen Bewegungsein- richtung 28.1 , 28.2 vorgesehen. Die Bewegungseinrichtung 28.1 , 28.2 kann ein Mo- tor oder auch ein Hebel, etc. sein.

Das Rastgesperre 39 wird von einer als Außenverzahnung 39.1 als Raststruktur und einem Stift 39.2 als Gegenraststruktur, der in die Außenverzahnung 39.1 feder- belastet eingreift, gebildet. Die Außenverzahnung 39.1 als Raststruktur ist an der Kupplungshälfte 37 der Kupplung 34 angeordnet, was zu einer kompakten Bauform an der Vorrichtung 23 führt. Dieses Rastgesperre 39 ist je nach Ausführungsform (Primärabstreifer oder Sekun- därabstreifer) beim Antriebsmittel 31 für die erste Bewegungseinrichtung 28.1 nach Fig. 5 oder beim Antriebsmittel 31 für die zweite, in Fig. 5 strichliert dargestellten Bewegungseinrichtung 28.2 vorgesehen.