KUPCZYK, Robert (Donker Weg 76a, Viersen, 41748, DE)
10.07.2007 Be-au TEX-96-PCT
Acument GmbH & Co. oHG, Augustenthaler Straße 87, 56567 Neuwied
Patentansprüche
1. Schraube (10), Bolzen oder Schließringbolzen (20), dadurch gekennzeichnet, dass sie oder er ausschließlich durch Walzen hergestellt ist.
2. Schraube (10), Bolzen oder Schließringbolzen (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie oder er einen Außenkraftangriff (16) , beispielsweise einen Sechskant-, hexalobulären (Sechsrund-) Kraftangriff o- der Außenvielzahnkraftangriff aufweist.
3. Schraube (10), Bolzen oder Schließringbolzen (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass seine/ihre Festigkeit ausschließlich auf der Kaltverfestigung während der Umformung beruht .
4. Schraube (10), Bolzen oder Schließringbolzen (20) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie oder er während des Walzens mit einer unverlierbaren Beilagscheibe versehen worden ist.
5. Schraube (10) oder Bolzen nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Flansch (14) zwischen Kraftangriff (16) und Gewindeträger (12) angeordnet ist.
6. Verfahren zur Herstellung einer Schraube (10), eines Bolzens oder eines Schließringbolzens (20) , dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren ausschließlich Arbeitsschritte des Walzens umfasst.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung ein Außenkraftangriff (16) , beispielsweise ein Sechskant-, hexalobulären (Sechsrund-) Kraftangriff oder Außenvielzahnkraftangriff durch Walzen hergestellt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Festigkeit der Schraube (10) , des Bolzens oder des Schließringbolzens (20) ausschließlich mittels der Kaltverfestigung während der Umformung beim Walzen erzeugt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass während des Walzvorgangs eine Beilagscheibe unverlierbar an der Schraube (10) , dem Bolzen oder dem Schließringbolzen (20) angebracht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass während der Walzvorgänge ein Flansch (14) zwischen Kraftangriff (16) und Gewindeträger (12) hergestellt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (10), der Bolzen oder der Schließringbolzen (20) direkt aus dem Rohdraht nach dem Zuschneiden des Rohdrahts auf geeignete Länge ausschließlich durch Walzen hergestellt werden. |
Acument GmbH & Co. OHG, Augustenthaler Straße 87, 56567 Neuwied, DE
Schraube, Bolzen oder Schließringbolzen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schraube, einen Bolzen oder Schließringbolzen. Bei diesen Produkten besteht weltweit ein erheblicher Wettbewerb. Die Preise dieser Produkte sind daher sehr niedrig und es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schraube, einen Bolzen oder einen Schließringbolzen zu schaffen, die wesentlich preisgünstiger herzustellen sind.
Gemäß dem Stand der Technik wurden solche Verbindungs- elemente, wie die genannten Schrauben, Bolzen oder Schließringbolzen seit mehr als 100 Jahren durch Pressen (Kaltumformen) hergestellt. Dies war bisher die preisgünstigste Möglichkeit zur Herstellung dieser Produkte. Lediglich für die Gewinde von Schrauben oder Bolzen wurde Walzen als Herstel- lungsprozess eingesetzt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik wurde erfindungsgemäß erstmals erkannt, dass es möglich ist, Schrauben, Bolzen oder Schließringbolzen ausschließlich durch Walzen in einem einzigen Fertigungsschritt herzustellen. Dabei kann die Schraube, der Bolzen oder Schließringbolzen durch einen einzigen Fertigungsschritt des Walzens hergestellt sein, wobei auch ein entsprechender Außenkraftangriff, wie beispielsweise ein Sechskant, ein hexalobulärer (Sechsrund-) Kraftangriff oder ein Außenvielzahnkraftangriff , in dem einen gleichen Herstellungsschritt des Walzens hergestellt sein kann.
Erfindungsgemäß kann selbst ein Flansch bei den Schrauben o- der Bolzen gewalzt sein. Erfindungsgemäß kann dieser Walzpro- zess sogar so ausgebildet werden, dass die Schraube oder der Bolzen in dem einen Fertigungsschritt mit einer unverlierbaren Beilagscheibe versehen werden kann. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße Schraube, der erfindungsgemäße Bolzen oder Schließringbolzen in einem einzigen Herstellungsschritt vollständig mit Gewinde, Kraftangriff, Flansch und gegebenenfalls unverlierbar angebrachter Beilagscheibe gewalzt werden. Im Bedarfsfall können auch mehrere Walzvorgänge vorgesehen sein. Auf diese Weise kann die Herstellung der erfindungsgemäßen Schraube, des erfindungsgemäßen Bolzens oder Schließringbolzens erheblich verbilligt und vereinfacht werden, da die entsprechende Press- beziehungsweise Kaltumformprozesse und die üblicherweise daran anschließenden Waschprozesse bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Verbindungselementes vollständig entfallen können.
Vorteilhafterweise können bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen Verbindungselementes auch die Verfahrensschritte der Dephosphatierung und der Wärmebehandlung entfallen, sofern ein Stahl verwendet wird, dessen Kaltverfestigung während der Kaltumformung ausreichend groß ist, um die erforderlichen Festigkeitswerte für das erfindungsgemäße Verbindungs- element zu erhalten. Beispielsweise eignen sich hierfür Stähle und Herstellungsverfahren, wie sie bereits in dem deutschen Gebrauchsmuster 20 2005 015 611 Ul beschrieben sind.
Auf diese Weise können erfindungsgemäße Schrauben, Bolzen o- der Schließringbolzen mit einem einzigen Herstellungsschritt, nämlich dem Walzen hergestellt werden. Dies ist dann der absolut preisgünstigste Weg zur Herstellung solcher Verbindungselemente .
Die erfinderische Idee der vorliegenden Erfindung beruht darauf, erkannt zu haben, dass aus geeigneten Stählen hergestellte Schrauben, Bolzen oder Schließringbolzen ausschließlich durch Walzen ohne Pressoperationen hergestellt werden können .
Walzverfahren waren im Stand der Technik ausschließlich für Zahnräder und für die Außengewinde von Schrauben bekannt.
Die erfindungsgemäßen Schrauben, Bolzen oder Schließringbolzen können direkt aus dem Rohdraht nach Zuschneiden des Rohdrahts auf geeignete Länge durch Walzen hergestellt werden. Zusätzlich kann der Walzmaschine eine entsprechende Beilagscheibe zugeführt werden, wenn diese an dem Verbindungselement unverlierbar befestigt werden soll.
Die vorliegende Erfindung soll im folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigt:
Figur 1 eine erfindungsgemäße Schraube und
Figur 2 einen erfindungsgemäßen Schließringbolzen.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Schraube 10, die vollständig in einem einzigen Fertigungsschritt des Walzens aus einem Drahtstück geeigneter Länge hergestellt ist. In einem einzigen Walzschritt wurde das Außengewinde 12, der Flansch 14 und der hexalobuläre (Außensechsrund- ) Kraftangriff 16 gefertigt .
Figur 2 zeigt einen ebenfalls in einem einzigen Fertigungsschritt durch Walzen gefertigten Schließringbolzen 20.
Beide erfindungsgemäßen Verbindungselemente sind dabei in einem einzigen Fertigungsschritt ausschließlich durch Walzen hergestellt und ihre Festigkeit beruht ausschließlich auf der Kaltverfestigung während der Umformung. Zu diesem Zweck sind sie aus einem Stahl hergestellt, wie er beispielsweise in dem deutschen Gebrauchsmuster 20 2005 015 611 Ul beschrieben ist. Selbstverständlich können auch andere geeignete Stähle Ver- wendung finden .
