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Title:
SCREW COMPRESSOR FOR A UTILITY VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/054866
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a screw compressor (10) for a utility vehicle, comprising a housing (20), wherein, in the operationally ready and assembled state of the screw compressor (10), an oil sump is provided in the housing (20), a magnet (104) is being arranged in the oil sump.

Inventors:
HEBRARD GILLES (DE)
MARESCOT JEAN-BAPTISTE (DE)
MELLAR JÖRG (DE)
WEINHOLD THOMAS (DE)
Application Number:
EP2017/073551
Publication Date:
March 29, 2018
Filing Date:
September 19, 2017
Export Citation:
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Assignee:
KNORR BREMSE SYSTEME FUER NUTZFAHRZEUGE GMBH (DE)
HEBRARD GILLES (DE)
MARESCOT JEAN BAPTISTE (DE)
MELLAR JOERG (DE)
WEINHOLD THOMAS (DE)
International Classes:
F04C18/16
Foreign References:
CN205370894U2016-07-06
DE102010015147A12011-10-20
JP2014148919A2014-08-21
JPS6134384A1986-02-18
JPH07158579A1995-06-20
DE4234391B42004-02-12
Other References:
DATABASE WPI Week 201348, 13 March 2013 Derwent World Patents Index; AN 2013-J70755, XP002775494
DATABASE WPI Week 201372, 17 July 2013 Derwent World Patents Index; AN 2013-T52541, XP002775495
Attorney, Agent or Firm:
DTS PATENT- UND RECHTSANWÄLTE SCHNEKENBÜHL UND PARTNER MBB (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Schraubenkompressor (10) für ein Nutzfahrzeug mit einem Gehäuse (20), wobei im betriebsbereiten und montierten Zustand des Schraubenkompressors (10) im

Gehäuse (20) ein Ölsumpf vorgesehen und wobei im Ölsumpf ein Magnet (104) angeordnet ist.

2. Schraubenkompressor (10) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Schraubenkompressor (10) keinen Ölfilter (62) aufweist.

3. Schraubenkompressor (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Gehäuse (20) einen Gehäusekorpus (20a) und einen Gehäusedeckel aufweist, wobei der Magnet (104) im Gehäusekorpus (20a) angeordnet ist.

4. Schraubenkompressor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

das Gehäuse (20) einen Gehäusekorpus (20a) und einen Gehäusedeckel aufweist, wobei der Magnet (104) im Gehäusedeckel angeordnet ist.

5. Schraubenkompressor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

im Gehäuse (20) ein Schwallblech (100) angeordnet ist und dass der Magnet (104) im betriebsbereiten und montierten Zustand des Schraubenkompressors (10) unterhalb des Schwallbleches (100) im Öl (22) angeordnet ist.

6. Schraubenkompressor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

der Magnet (104) als im Wesentlichen zylindrische Scheibe ausgebildet ist.

7. Schraubenkompressor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (104) mittels eines Abstandshalters (106) im Gehäuse (20) befestigt ist.

8. Schraubenkompressor (10) nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Abstandshalter (106) einen Schraubbolzen (108) und/oder ein Distanzelement (110) aufweist.

Description:
BESCHREIBUNG

Schraubenkompressor für ein Nutzfahrzeug Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schraubenkompressor für ein Nutzfahrzeug.

Aus dem Stand der Technik sind bereits Schraubenkompressoren für Nutzfahrzeuge bekannt. Derartige Schraubenkompressoren werden verwendet, um die notwendige Druckluft für beispielsweise das Bremssystem des Nutzfahrzeugs bereitzustellen.

In diesem Zusammenhang sind insbesondere Öl befüllte Kompressoren, insbesondere auch Schraubenkompressoren bekannt, bei denen sich als Aufgabe stellt, die

Öltemperatur zu regulieren. Dies wird in der Regel dadurch bewerkstelligt, dass ein externer Ölkühler vorhanden ist, der mit dem Öl befüllten Kompressor und dem Ölkreislauf über ein Thermostatventil verbunden ist. Der Ölkühler ist dabei ein

Wärmetauscher, der zwei voneinander getrennte Kreisläufe aufweist, wobei der erste Kreislauf für die heiße Flüssigkeit, also das Kompressoröl, vorgesehen ist und der zweite für die Kühlflüssigkeit. Als Kühlflüssigkeit können beispielsweise Luft,

Wassergemische mit einem Frostschutzmittel oder einem anderen Öl verwendet werden.

Dieser Ölkühler muss sodann mit dem Kompressorölkreislauf über Rohre oder Schläuche verbunden werden und der Ölkreislauf muss gegen Leckagen gesichert werden.

Dieses externe Volumen muss des Weiteren mit Öl befüllt werden, so dass auch die Gesamtmenge an Öl vergrößert wird. Dadurch wird die Systemträgheit vergrößert. Darüber hinaus muss der Ölkühler mechanisch untergebracht und befestigt werden, entweder durch umliegend befindliche Halterungen oder durch eine gesonderte Halterung, was zusätzliche Bestigungsmittel, aber auch Bauraum benötigt. Üblicherweise weisen Schraubenkompressoren Ölfilter auf, um etwaige Partikel im Schraubenkompressor herauszufiltern und die Schmierung insbesondere der

Schrauben zu gewährleisten. Eine derartige Anordnung ist beispielsweise aus der DE 4234391 (34 bekannt.

Wünschenswert wäre es jedoch, den Aufbau eines Schraubenkompressors weiter zu vereinfachen, ohne dabei jedoch die Betriebssicherheit des Schraubenkompressors zu verringern. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schraubenkompressor für ein Nutzfahrzeug der eingangs genannten Art in vorteilhafter Weise weiterzubilden, insbesondere dahingehend, dass dieser in seinem Aufbau weiter vereinfacht werden kann, ohne dabei jedoch seine Betriebssicherheit zu verringern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Schraubenkompressor für ein Nutzfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Danach ist vorgesehen, dass ein Schraubenkompressor für ein Nutzfahrzeug mit einem Gehäuse versehen, wobei im betriebsbereiten und montierten Zustand des Schraubenkompressors im Gehäuse ein Ölsumpf vorgesehen ist und wobei im Ölsumpf ein Magnet angeordnet ist.

Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, dass bei der vorliegenden Bauweise hauptsächlich magnetische Partikel das Öl verunreinigen und dass durch einen Ölfilter derartige Partikel herausgefiltert werden müssen. Um ein Zusetzen eines Ölfilters zu verhindern, ist es sinnvoll, eine alternative und/oder zusätzliche Möglichkeit eines Partikelfängers einzusetzen. Dies wird durch einen Magnet erreicht. Durch die

Anordnung des Magneten im Ölsumpf, vorzugsweise an der tiefsten Stelle im Ölsumpf, wird erreicht, dass zuverlässig die Partikelanzahl magnetischer Partikel im Öl reduziert wird. Der Ölfilter kann dadurch kleiner ausgebildet sein oder sogar gänzlich entfallen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Schraubenkompressor keinen Ölfilter aufweist. Hierdurch wird der Aufbau des Schraubenkompressors vereinfacht, da eine Komponente wegfällt und darüber hinaus weniger Ölleitungen im Gehäuse des

Schraubenkompressors oder auch externe Ölleitungen um den Schraubenkompressor herum vorgesehen werden müssen. Auch entfällt ein Verschleißteil des

Schraubenkompressors, da der Ölfilter nach einer gewissen Standzeit aufgrund

Zusetzens ausgetauscht werden müsste. Dies ist nun nicht mehr erforderlich. Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse einen Gehäusekorpus und einen Gehäusedeckel aufweist, wobei der Magnet im Gehäusekorpus angeordnet ist. Durch die Anordnung im Gehäusekorpus wird eine einfache und zuverlässige

Befestigung, aber auch Montage des Magneten ermöglicht. Auch bei einer Wartung und Revision des Schraubenkompressors ist der Magnet somit einfach zugänglich und kann leicht gereinigt oder auch ausgetauscht werden.

Eine Montage am Gehäusedeckel ist ebenfalls möglich. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse einen Gehäusekorpus und einen Gehäusedeckel aufweist, wobei der Magnet im Gehäusedeckel angeordnet ist.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass im Gehäuse ein Schwallblech angeordnet ist und dass der Magnet im betriebsbereiten und montierten Zustand des

Schraubenkompressors unterhalb des Schwallbleches im Öl angeordnet ist Durch das Schwallblech wird ermöglicht, dass bei Bewegung des Schraubenkompressors insbesondere im Betrieb und bei Fahrt des Nutzfahrzeugs die Beweglichkeit des Öles im Gehäuse eingeschränkt und der Effekt von Fliehkräften und Trägheitskräften verringert wird. Durch die Anordnung des Magneten im betriebsbereiten und montierten Zustand des Schraubenkompressors unterhalb des Schwallbleches wird sichergestellt, dass der Magnet im Wesentlichen stets umspült vom Öl ist und somit seiner Funktion als Partikelfänger nachgehen kann.

Der Magnet kann als im Wesentlichen zylindrische Scheibe ausgebildet sein Dies ermöglicht eine einfache Herstellung, aber gleichzeit auch eine vergleichsweise große Oberfläche, an der sich Partikel anhaften können. Der Magnet kann aber auch jede beliebige andere Form aufweisen. Der Magnet kann mittels eines Abstandshalters im Gehäuse befestigt sein. Hierdurch wird es möglich, dass sowohl die Vorderseite als auch die Rückseite des Magneten vom Öl umspült sein können. Der Abstandshalter kann ein Schraubbolzen und/oder ein Distanzelement aufweisen. Bei dem Distanzelement kann es sich beispielsweise um eine auf einen Schraubbolzen aufgeschobene Distanzhülse handeln. Die Verwendung von Schraubbolzen und/oder eines Distanzelementes als Abstandshalter ermöglicht eine einfache und zuverlässige Befestigung des Magneten bei gleichzeitiger Gewährleistung der Funktion, dass der Magnet einen gewissen Abstand von der Gehäuseinnenwand bzw. von der

Gehäusedeckelinnenwand aufweisen sollte, um eine vollständige Umspülung des Magneten zu gewährleisten.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Schnittzeichnung durch einen erfindungsgemäßen

Schraubenkompressor; und

Fig. 2 eine perspektivische Detailansicht auf den Gehäusedeckel des

Schraubenkompressors.

Fig. 1 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung einen Schraubenkompressor 10 im Sinne eines Ausführungsbeispiels für die vorliegende Erfindung.

Der Schraubenkompressor 10 weist einen Befestigungsflansch 2 zur mechanischen Befestigung des Schraubenkompressors 10 an einem hier nicht näher gezeigten Elektromotor auf.

Gezeigt ist jedoch die Eingangswelle 14, über die das Drehmoment vom Elektromotor auf eine der beiden Schrauben 16 und 18, nämlich die Schraube 16 übertragen wird. Die Schraube 18 kämmt mit der Schraube 16 und wird über diese angetrieben.

Der Schraubenkompressor 10 weist ein Gehäuse 20 auf, in dem die wesentlichen Komponenten des Schraubenkompressors 10 untergebracht sind.

Das Gehäuse 20 ist mit Ol 22 befüllt.

Lufteingangsseitig ist am Gehäuse 20 des Schraubenkompressors 10 ein

Einlassstutzen 24 vorgesehen. Der Einlassstutzen 24 ist dabei derart ausgebildet, dass an ihm ein Luftfilter 26 angeordnet ist. Außerdem ist radial am Lufteinlassstutzen 24 ein Lufteinlass 28 vorgesehen.

Im Bereich zwischen Einlassstutzen 24 und der Stelle, an dem der Einlassstutzen 24 am Gehäuse 20 ansetzt, ist ein federbelasteter Ventileinsatz 30 vorgesehen, hier als Axialdichtung ausgeführt.

Dieser Ventileinsatz 30 dient als Rückschlagventil.

Stromabwärts des Ventileinsatzes 30 ist ein Luftzuführkanal 32 vorgesehen, der die Luft den beiden Schrauben 16, 18 zuführt.

Ausgangsseitig der beiden Schrauben 16, 18 ist ein Luftauslassrohr 34 mit einer Steigleitung 36 vorgesehen. Im Bereich des Endes der Steigleitung 36 ist ein Temperaturfühler 38 vorgesehen, mittels dessen die Öltemperatur überwachbar ist.

Weiter vorgesehen ist im Luftauslassbereich ein Halter 40 für ein Luftentölelement 42.

Der Halter 40 für das Luftentölelement weist im montierten Zustand im dem Boden zugewandten Bereich (wie auch in Fig. 1 gezeigt) das Luftentölelement 42 auf. Weiter vorgesehen ist im Inneren der Luftentölelement 42 ein entsprechendes Filtersieb bzw. bekannte Filter- und Ölabscheidevorrichtungen 44, die nicht näher im Einzelnen spezifiziert werden. Im zentralen oberen Bereich, bezogen auf den montierten und betriebsfertigen Zustand (also wie in Fig. 1 gezeigt), weist der Halter für das Luftentölelement 40 eine

Luftausgangsöffnung 46 auf, die zu einem Rückschlagventil 48 und einem

Mindestdruckventil 50 führen. Das Rückschlagventil 48 und das Mindestdruckventil 50 können auch in einem gemeinsamen, kombinierten Ventil ausgebildet sein.

Nachfolgend des Rückschlagventils 48 ist der Luftauslass 51 vorgesehen.

Der Luftauslass 51 ist mit entsprechend bekannten Druckluftverbrauchern in der Regel verbunden.

Um das im Luftentölelement 42 befindliche und abgeschiedene Öl 22 wieder in das Gehäuse 20 zurückzuführen, ist eine Steigleitung 52 vorgesehen, die ausgangs des Halters 40 für das Luftentölelement 42 beim Übertritt in das Gehäuse 20 ein Filter- und Rückschlagventil 54 aufweist.

Stromabwärts des Filter- und Rückschlagventils 54 ist in einer Gehäusebohrung eine Düse 56 vorgesehen. Die Ölrückführleitung 58 führt zurück in etwa den mittleren Bereich der Schraube 16 oder der Schraube 18, um dieser wieder Öl 22 zuzuführen. Im im montierten Zustand befindlichen Bodenbereich des Gehäuses 20 ist eine

Ölablassschraube 59 vorgesehen. Über die Ölablassschraube 59 kann eine

entsprechende Ölablauföffnung geöffnet werden, über die das Öl 22 abgelassen werden kann.

Im unteren Bereich des Gehäuses 20 ist auch der Ansatz 60 vorhanden, an dem der Ölfilter 62 befestigt wird. Über einen Ölfiltereinlasskanal 64, der im Gehäuse 20 angeordnet ist, wird das Öl 22 zunächst zu einem Thermostatventil 66 geleitet. Anstelle des Thermostatventils 66 kann eine Steuerungs- und/oder

Regelungseinrichtung vorgesehen sein, mittels derer die Öltemperatur des im Gehäuse 20 befindlichen Öls 22 überwachbar und auf einen Sollwert einstellbar ist. Stromabwärts des Thermostatventils 66 ist sodann der Öleinlass des Ölfilters 62, der über eine zentrale Rückführleitung 68 das Öl 22 wieder zurück zur Schraube 18 oder zur Schraube 16, aber auch zum ölgeschmierten Lager 70 der Welle 14 führt. Im Bereich des Lagers 70 ist auch eine Düse 72 vorgesehen, die im Gehäuse 20 im Zusammenhang mit der Rückführleitung 68 vorgesehen ist.

Der Kühler 74 ist am Ansatz 60 angeschlossen.

Im oberen Bereich des Gehäuses 20 (bezogen auf den montierten Zustand) befindet sich ein Sicherheitsventil 76, über das ein zu großer Druck im Gehäuse 20 abgebaut werden kann.

Vor dem Mindestdruckventil 50 befindet sich eine Bypassleitung 78, die zu einem Entlastungsventil 80 führt. Über dieses Entlastungsventil 80 das mittels einer

Verbindung mit der Luftzuführung 32 angesteuert wird kann Luft in den Bereich des Lufteinlasses 28 zurückgeführt werden. In diesem Bereich kann ein nicht näher gezeigtes Entlüftungsventil und auch eine Düse (Durchmesserveringerung der zuführenden Leitung) vorgesehen sein.

Darüber hinaus kann ungefähr auf Höhe der Leitung 34 in der Außenwand des

Gehäuses 20 ein Öllevelsensor 82 vorgesehen sein. Dieser Öllevelsensor 82 kann beispielsweise ein optischer Sensor sein und derart beschaffen und eingerichtet, dass anhand des Sensorsignals erkannt werden kann, ob der Ölstand im Betrieb oberhalb des Öllevelsensors 82 ist oder ob der Öllevelsensor 82 frei liegt und hierdurch der Ölstand entsprechend gefallen ist.

Im Zusammenhang mit dieser Überwachung kann auch eine Alarmeinheit vorgesehen sein, die eine entsprechende Fehlermeldung oder Warnmeldung an den Nutzer des Systems ausgibt bzw. weiterleitet. Die Funktion des in Fig. 1 gezeigten Schraubenkompressors 10 ist dabei wie folgt:

Luft wird über den Lufteinlass 28 zugeführt und gelangt über das Rückschlagventil 30 zu den Schrauben 16, 18, wo die Luft komprimiert wird. Das komprimierte Luft-Öl- Gemisch, das mit einem Faktor zwischen 5- bis 16facher Komprimierung nach den Schrauben 16 und 18 durch die Auslassleitung 34 über das Steigrohr 36 aufsteigt, wird direkt auf den Temperaturfühler 38 geblasen. Die Luft, die noch teilweise Ölpartikel trägt, wird sodann über den Halter 40 in das Luftentölelement 42 geführt und gelangt, sofern der entsprechende Mindestdruck erreicht wird, in die Luftauslassleitung 51.

Das im Gehäuse 20 befindliche Öl 22 wird über den Ölfilter 62 und ggf. über den Wärmetauscher 74 auf Betriebstemperatur gehalten.

Sofern keine Kühlung notwendig ist, wird der Wärmetauscher 74 nicht verwendet und ist auch nicht zugeschaltet. Die entsprechende Zuschaltung erfolgt über das Thermostatventil 68. Nach der Aufreinigung im Ölfilter 64 wird über die Leitung 68 Öl der Schraube 18 oder der Schraube 16, aber auch dem Lager 72 zugeführt. Die Schraube 16 oder die Schraube 18 wird über die Rückführleitung 52, 58 mit Öl 22 versorgt, hier erfolgt die Aufreinigung des Öls 22 im Luftentölelement 42.

Über den nicht näher gezeigten Elektromotor, der sein Drehmoment über die Welle 14 auf die Schraube 16 überträgt, die wiederum mit der Welle 18 kämmt, werden die Schrauben 16 und 18 des Schraubenkompressors 10 angetrieben. Über das nicht näher gezeigte Entlastungsventil 80 wird sichergestellt, dass im Bereich der Zuleitung 32 nicht der hohe Druck, der im Betriebszustand beispielsweise ausgangsseitig der Schrauben 16, 18 herrscht, eingesperrt werden kann, sondern dass insbesondere beim Anlaufen des Kompressors im Bereich der Zuleitung 32 stets ein niedriger Eingangsdruck, insbesondere Atmosphärendruck, besteht. Andernfalls würde mit einem Anlaufen des Kompressors zunächst ein sehr hoher Druck ausgangsse ' rtig der Schrauben 16 und 18 entstehen, der den Antriebsmotor überlasten würde. Fig. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Teil des Schraubenkompressors 10, nämlich den Gehäusekorpus 20a des Gehäuses 20.

Wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist im Gehäusekorpus 20a eine entsprechende Aufnahme, das Rotorengehäuse 20b für die beiden Schrauben 16 und 18 vorgesehen.

Darüber hinaus ist im montierten und betriebsbereiten Zustand (Fig. 2 zeigt die entsprechende Orientierung des Gehäusekorpus 20a) unterhalb dieses

Rotorengehäuses 20b ein Schwallblech 100 mit Öldurchlassschlitzen 102 vorgesehen. Unterhalb des Schwallbleches 100 befindet sich im montierten und betriebsbereiten Zustand der Ölsumpf des Öles 22. Am im Wesentlichen tiefsten Punkt des Gehäuses 20 ist dort im Ölsumpf des Öles 22 im betriebsbereiten und montierten Zustand ein Magnet 104 vorgesehen. Der Magnet 104 ist mittels eines Abstandshalters 106, der hier aus einem

Schraubbolzen 108 und einer nicht näher gezeigten Distanzhülse 110 besteht, am Gehäusekorpus 20a befestigt.

Der Schraubenkompressor 10 weist im in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel keinen Ölfilter 62 auf. Dieser entfällt und wird vollständig durch den Magneten 104 ersetzt.

Der Magnet 104 ist als im Wesentlichen zylindrische Scheibe ausgebildet.

Der Magnet 104 ist weiter vollständig vom Öl 22 umspült mit Ausnahme des auf der dem Gehäusekorpus 20a zugewandten kleinen Bereichs, an dem der Abstandshalter 106 durch den Magneten 104 hindurchtritt.

Der Gehäusedeckel des Schraubenkompressors 10 ist in Fig. 2 nicht gezeigt. Die Funktion des Magneten 104 lässt sich wie folgt beschreiben :

Die im Öl 22 schwimmenden magnetischen Partikel, die beispielsweise durch Abrieb der miteinander kämmenden Schrauben 16 und 18 oder der Lager oder sonstiger bewegter Teile des Schraubenkompressors 10 ins Öl 22 gelangen, werden durch den Magneten 104, der hier als Partikelfänger agiert, aus dem Öl 22 heraus ausgefiltert und angezogen. Der Magnet 104 agiert somit als Partikelfänger und reinigt hierdurch das Öl 22.

Sämtliche Partikel, die somit beispielsweise die miteinander kämmenden Schrauben 16, 18 beschädigen könnten, werden somit durch den Magneten 104 herausgefiltert. Der Ölfilter 62 kann dadurch entfallen, da es nun nicht mehr notwendig ist, eine weitere Filterung des Öles 22 vorzunehmen.

BEZUGSZEICHENLISTE

10 Schraubenkompressor

12 Befestigungsflansch

14 Eingangswelle

16 Schrauben

18 Schrauben

20 Gehäuse

22 Ol

24 Einlassstutzen

26 Luftfilter

28 Lufteinlass

30 Ventileinsatz

32 Luftzuführkanal

34 Luftauslassrohr

36 Steigleitung

38 Temperaturfühler

40 Halter für ein Luftentölelement

42 Luftentölelement

44 Filtersieb bzw. bekannte Filter- bzw. Ölabscheidevorrichtungen

46 Luftausgangsöffnung

48 Rückschlagventil

50 Mindestdruckventil

51 Luftauslass

52 Steigleitung

54 Filter- und Rückschlagventil

56 Düse

58 Ölrückführleitung

59 Ölablassschraube

60 Ansatz

60a äußerer Ring

60b innerer Ring 62 Ölfilter

64 Ölfiltereinlasskanal

66 Thermostatventil

68 Rückführleitung

70 Lager

72 Düse

74 Kühler, Wärmetauscher

76 Sicherheitsventil

78 Bypassleitung

80 Entlastungsventil

82 Öllevelsensor

100 Schwallblech

102 ÖldurchlassschlHtze

104 Magnet

106 Abstandshalter

108 Schraubbolzen

110 Distanzhülse