Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SCREW DRIVE DESIGN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/012706
Kind Code:
A1
Abstract:
A drive design for a fastening element installed using screws, in particular a screw or a nut, comprises drive surfaces (13) disposed at least approximately in radial planes and transition surfaces (15) disposed between said drive surfaces. In one embodiment of the outside of the surfaces, the surfaces form a saw shape. In this way, when rotation is in one direction in which a tool engages with the drive surfaces (13), a torquing results, whereas in the opposite rotational direction a force component is produced that acts on the tool without engaging with the screw drive design. A tool is designed to be complementary to the screw drive design. The screw drive design can be an inner shaping as well an outer shaping. The same applies for a nut. This drive design is intended for designing a screw connector in such a way that it can be tightened once, but cannot be loosened any longer.

Inventors:
WERNER, Patrick (Im Büchele 6, Ingelfingen, 74653, DE)
MÖLLER, Gerhard (Römerstraße 12, Forchtenberg, 74670, DE)
DÖLLNER, Dirk (Gutenbergstraße 68, Heilbronn, 74074, DE)
Application Number:
EP2009/059702
Publication Date:
February 04, 2010
Filing Date:
July 28, 2009
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ARNOLD UMFORMTECHNIK GMBH & CO. KG (Carl-Arnold-Straße 25, Forchtenberg-Ernsbach, 74670, DE)
WERNER, Patrick (Im Büchele 6, Ingelfingen, 74653, DE)
MÖLLER, Gerhard (Römerstraße 12, Forchtenberg, 74670, DE)
DÖLLNER, Dirk (Gutenbergstraße 68, Heilbronn, 74074, DE)
International Classes:
F16B23/00; F16B41/00
Domestic Patent References:
WO2006067372A12006-06-29
Foreign References:
DE7901702U11979-11-08
DE3403063A11985-08-08
DE3403063A11985-08-08
Other References:
See also references of EP 2321542A1
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER (Postfach 10 40 36, Stuttgart, 70035, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Antriebsausbildung für ein zu verschraubendes Befestigungselement, mit

1.1 mindestens zwei an dem Befestigungselement ausgebildeten zur Übertragung eines Drehmomentes bei Verdrehen mit einem Werkzeug in einer ersten Drehrichtung geeigneten Antriebsflächen (13), und mit

1.2 zwischen diesen Antriebsflächen (13) angeordneten Übergangsflächen (15), die

1.3 bei Verdrehen des Werkzeugs in der ersten Drehrichtung eine Führungsflächen für das Werkzeug bilden und

1.4 bei Angriff des Werkzeugs in der anderen Drehrichtung eine axiale Verschiebung des Werkzeugs nach außen bewirken.

2. Antriebsausbildung nach Anspruch 1 , bei der die Übergangsflächen (15) als nach innen gerichtete Innenflächen ausgebildet sind.

3. Antriebsausbildung nach Anspruch 1 , bei der die Übergangsflächen (15) als Außenflächen ausgebildet sind.

4. Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Antriebsflächen (13) und die Übergangsflächen (15) in einer von einer Stirnfläche (8) des Befestigungselements ausgehenden Vertiefung (9) ausgebildet sind.

5. Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Antriebsflächen (13) in Radialebenen angeordnet sind.

6. Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Antriebsflächen (13) in einem Querschnitt durch die Antriebsausbildung jeweils auf einem Radius oder parallel zu einem Radius liegen.

7. Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der bei einer geradzahligen Anzahl von Antriebsflächen (13) jeweils zwei Antriebsflächen (13) im Querschnitt auf einem Durchmesser oder parallel zu einem Durchmesser verlaufen.

8. Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Antriebsflächen (13) in einem Längsschnitt durch die Antriebsausbildung parallel zur Achse oder in der Achse verlaufen.

9. Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Antriebsflächen (13) eine Antriebskante (14) bilden, wobei die Antriebskanten (14) aller Antriebsflächen (13) bei einer in einer Vertiefung ausgebildeten Antriebsausbildung in Richtung auf die Stirnseite (8) des Befestigungselements divergieren und bei einer an der Außenseite ausgebildeten Antriebsausbildung konvergieren.

10. Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Übergangsflächen (15) als Keilflächen ausgebildet sind.

11. Antriebsausbildung nach Anspruch 9 oder 10, bei der die Übergangsflächen (15) sich zwischen der Antriebskante (14) einer Antriebsfläche (13), der Verbindung der Antriebsfläche (13) mit dem Boden (12) der Vertiefung (9) und der Wand der Vertiefung (9) erstrecken.

12. Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer ungeraden Anzahl von Antriebsflächen (13) und Übergangsflächen (15).

13. Antriebsausbildung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, bei der die Vertiefung (9) mindestens teilweise einen in Richtung von der Stirnfläche (8) des Schraubenkopfs weg abnehmenden Querschnitt aufweist.

14. Antriebsausbildung nach einem der Ansprüche 4 bis 13, bei der die Vertiefung (9) mindestens teilweise zylindrisch ausgebildet ist.

15. Antriebsausbildung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, bei der die Vertiefung (9) in eine punktförmige Spitze ausläuft.

16. Antriebsausbildung nach einem der Ansprüche 4 bis 15, bei der die Vertiefung (9) einen insbesondere ebenen Boden (12) aufweist.

17. Antriebsausbildung nach einem der Ansprüche 4 bis 16, bei der die Wand (10) der Vertiefung (9) in mindestens einem axialen Bereich auf einer Zylindermantelfläche liegt, insbesondere in einem von der Stirnfläche (8) des Schraubenkopfs ausgehenden Bereich.

18. Antriebsausbildung für einen Schraubendreher, dessen Eingriffsende eine der Antriebsausbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche komplementäre Form aufweist.

Description:
Beschreibung Schraubenantriebsausbildung

Die Erfindung betrifft eine Antriebsausbildung für Schrauben, Muttern oder dergleichen.

Es gibt Fälle, in denen aus Sicherheitsgründen Schrauben oder Muttern in einer Weise befestigt werden müssen, die ein Lösen der Schraube beziehungsweise Mutter ausschließen. Bisher ist es üblich, in solchen Fällen den Schraubenantrieb, der zum Ansetzen eines Werkzeugs dient, nach dem Befestigen der Schraube unbrauchbar zu machen. Dies kann beispielsweise durch Ausbohren geschehen, oder aber durch Einschlagen von Stopfen, die damit das Einsetzen eines Werkzeugs in die Antriebsausbildung verhindern. Darüber hinaus gibt es Abreißschrauben, bei denen eine Sollbruchstelle vorhanden ist, die bei Erreichen des erforderlichen Drehmomentes nachgibt. Alle diese Systeme haben den Nachteil, dass sie eine zusätzliche Maßnahme erfordern und zum Teil auch umständlich gehandhabt werden müssen. Außerdem gibt es bei Abreißschrauben das Problem der Korrosion.

Es ist bereits eine Schraube bekannt, zu deren Drehantrieb in einer Vertiefung des Schraubenkopfs drei dreieckförmige jeweils in einer Radialebene liegende Anschlagflächen vorhanden sind. Mit einem speziellen Schraubendreher lassen sich diese Schrauben einschrauben, während bei einer Verdrehung des Werkzeugs in umgekehrtem Drehsinn kein Antrieb erfolgt (DE 3403063 A1 ).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Möglichkeit zu schaffen, durch Schrauben herzustellende Verbindungen derart auszugestal- ten, dass sie sich nur schwer oder nur unter Zerstörung wieder lösen lassen. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Antriebsausbildung für ein zu verschraubendes Befestigungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vor. Die Erfindung schlägt ebenfalls eine Antriebsausbildung für ein zugehöriges Werkzeug vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.

Dies bedeutet, dass man das Befestigungselement zwar in der einen Richtung, natürlich der Einschraubrichtung, mit einem Werkzeug verdrehen kann, dass aber in umgekehrter Drehrichtung keine Drehmoment- Übertragung möglich ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Übergangsflächen so schräg verlaufen, dass bei einer in Drehrichtung aufgebrachten Kraft eine Kraftkomponente erzeugt wird, die das Werkzeug aus der Vertiefung heraus drängt.

Die Übergangsflächen, die zur Führung des Werkzeugs beim Drehantrieb dienen, können in Weiterbildung der Erfindung als nach innen gerichtete Innenflächen ausgebildet sein. Das Werkzeug greift also an ihnen mit einer radialen Außenseite an.

Es ist aber ebenfalls möglich und liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Übergangsflächen als radiale Außenflächen ausgebildet sind. In diesem Fall greift das Werkzeug an den Außenflächen an.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Antriebsflächen und die Übergangsflächen in einer von einer Stirnfläche des Befestigungselements ausgehenden Vertiefung ausgebildet sind. Hierbei handelt es sich beispielsweise um eine Schraube, bei der die Stirnfläche des Schraubenkopfs den Zugang zu der Vertiefung ermöglicht. In diesem Fall enthält also der Schraubenkopf einer solchen Schraube enthält also eine Vertiefung, in der mindestens zwei zur Übertragung eines Drehmomentes bei Verdrehen mit einem Werkzeug in einer Drehrichtung geeignete Antriebsflächen angeordnet sind, zwischen denen Übergangsflächen angeordnet sind, die bei Angriff des Werkzeugs in der anderen Richtung eine axiale Verschiebung des Werkzeugs aus der Vertiefung heraus bewirken.

Um eine besonders wirksame Kraftübertragung beim Einschrauben der Schraube zu bewirken, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Antriebsflächen in Radialebenen angeordnet sind. Es ist aber auch ein gewisses Abweichen von der Radialebene möglich, so dass die Erfindung in Weiterbildung vorschlägt, dass die Antriebsflächen in einem quer zur Achse der Schraube verlaufenden Querschnitt durch die Antriebsausbildung jeweils auf einem Radius liegen oder parallel zueinander und zu einem Radius verlaufen.

Bei einer geradzahligen Anzahl von Antriebsflächen kann erfindungs- gemäß daher vorgesehen sein, dass die Antriebsflächen in einem quer zur Achse der Schraube verlaufenden Querschnitt durch die Antriebsausbildung auf einem Durchmesser liegen oder parallel zueinander und zu einem Durchmesser verlaufen.

In einem Längsschnitt durch das Befestigungselement verlaufen die Antriebsflächen vorzugsweise parallel zur Achse oder in der Achse.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass sich die Antriebsflächen eine Antriebskante bilden, die schräg zur Achse verläuft, wobei die Antriebskanten aller Antriebsflächen in Richtung auf die Stirnseite des Schraubenkopfs divergieren.

Beispielsweise können sich die Antriebskanten zwischen der Wand der Vertiefung und dem Boden der Vertiefung erstrecken.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Übergangsflächen als Keilflächen ausgebildet sind, wobei der Keil so orientiert ist, dass bei Aufbringen eines Drehmomentes in umgekehrter Einschraubrichtung eine Kraftkomponente aus der Vertiefung heraus erzeugt wird.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass sich die Übergangsflächen zwischen der Antriebskante einer Antriebsfläche, der Verbindung der Antriebsfläche mit dem Boden der Vertiefung und der Wand der Vertiefung erstrecken.

Als besonders sinnvoll hat es sich herausgestellt, wenn die Antriebsaus- bildung eine ungerade Anzahl von Antriebsflächen und Übergangsflächen aufweist.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Vertiefung mindestens teilweise einen in Richtung von der Stirnseite des Schraubenkopfs weg abnehmenden Querschnitt aufweist. Dies ist insbesondere bei Senkkopfschrauben sinnvoll.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Vertiefung mindestens teilweise zylindrisch ausgebildet ist. Eine solche zylind- rische Vertiefung kann dazu dienen, ein Werkzeug besser zu führen als bei einer von Anfang an sich im Querschnitt verringernden Vertiefung.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Vertiefung in eine punktförmige Spitze ausläuft.

Es ist aber ebenfalls möglich und wird von der Erfindung vorgeschlagen, dass die Vertiefung einen Boden aufweist, deren vorzugsweise eben ausgebildet ist.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Wand der Vertiefung in mindestens einem axialen Bereich auf einer Zylindermantelfläche liegt, insbesondere in einem von der Stirnfläche des Schraubenkopfs ausgehenden Bereich.

Der von der Erfindung ebenfalls vorgeschlagenen Schraubendreher weist ein freies Ende auf, dessen Antriebsausbildung komplementär zu der Antriebsausbildung des Schraubenkopfs ausgebildet ist.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der Zusammenfassung, deren beider Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:

Figur 1 die perspektivische schematische Ansicht des freien Endes ei- nes Schraubendrehers;

Figur 2 einen Teilschnitt durch einen Schraubenkopf;

Figur 3 schematisch eine Seitenansicht des vorderen Endes eines Schraubendrehers;

Figur 4 eine der Figur 3 entsprechende Darstellung;

Figur 5 eine schematischen Darstellung der Vertiefung in einem Schraubenkopf;

Figur 6 eine der Figur 5 entsprechende Darstellung bei einer abgeänderten Ausführungsform;

Figur 7 die Seitenansicht des vorderen Endes eines Schraubendrehers; Figur δ eine der Figur 7 entsprechende Darstellung bei einer abgeänderten Ausführungsform;

Figur 9 die Seitenansicht eines Schrauberbits;

Figur 10 die Stirnansicht des Schrauberbits der Figur 9;

Figur 1 1 eine Seitenansicht einer Schraube;

Figur 12 eine perspektivische Darstellung des vorderen Endes des Schrauberbits;

Figur 13 eine weitere perspektivische Darstellung einer Mutter;

Figur 14 einen Axialschnitt durch die Mutter der Figur 13;

Figur 15 eine Draufsicht auf die Mutter der Figur 13 und 14;

Figur 16 eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform;

Figur 17 einen Axialschnitt durch die Mutter der Figur 16;

Figur 18 eine Draufsicht auf die Mutter der Figur 16 und 17.

Figur 1 zeigt perspektivisch das vordere Ende eines Schraubendrehers, der einen kreiszylindrischen Schafts 1 aufweist. Da die Antriebsausbildung für die Schraube und für den Schraubendreher komplementär zueinander ausgebildet sind, sich die Anordnung der verschiedenen Flächen aber an einer nach außen gerichteten Fläche wie bei einem Schraubendreher besser darstellen lässt als in einer Vertiefung, werden im folgenden beide Arten der Darstellung verwendet. An dem Schaft 1 des Schraubendrehers sind Antriebsflächen 2 ausgebildet, die in einer Radialebene liegen. Die Antriebsflächen 2 sind einerseits durch die zylindrische Außenseite des Schafts 1 begrenzt und bilden dort eine Kante 3. Die kegelförmige Spitze des Schraubendreherschafts 1 bildet dann mit der Antriebsfläche 2 eine zweite Kante 4, die im folgenden als An- triebskante bezeichnet werden wird. Die Antriebsflächen 2 erstrecken sich also von der Außenseite des Schafts an der Kante 3 in das Material des Schraubendreherschafts 1 hinein.

Von den Antriebskanten 4 erstrecken sich dann Übergangsflächen 5, die mit der Außenseite des Schafts 1 eine Begrenzungslinie 6 bilden. Sie erstrecken sich also von der nach vorne gerichteten Antriebskante 4 jeweils einer Antriebsfläche zu dem gegenüberliegenden Ende der Antriebsfläche 2. Von der Seite aus gesehen bilden die Übergangsflächen 5 also Keilflächen, während die Antriebsflächen 2 in Radialebenen Ne- gen.

Verdreht man den Schraubendreher um seine Längsachse, erzeugen bei einer Rechtsdrehung die Antriebsflächen 2 ein Drehmoment in Drehrichtung, während bei einer Linksdrehung die Übergangsflächen 5 eine Kraftkomponente auch in Axialrichtung erzeugen. Aufgrund der Ausbildung der Übergangsflächen 5 ist diese Kraftkomponente in Axialrichtung größer als die Kraftkomponente in Umfangsrichtung. Da der Teil der Antriebsflächen 2 unmittelbar im Bereich der Spitze 7 nur einen geringen Beitrag zur Übertragung des Drehmomentes liefern kann, kann erfin- dungsgemäß diese Spitze auch abgeflacht werden, beispielsweise in Form einer ebenen Stirnfläche.

Figur 2 zeigt einen Schnitt durch einen Schraubenkopf. Es handelt sich dabei um einen Senkkopf. Von einer ebenen Stirnfläche 8 ausgehend ist in dem Schraubenkopf eine Vertiefung 9 untergebracht. Die Vertiefung 9 hat in ihrem sich unmittelbar an die Stirnfläche 8 anschließenden Bereich einen zylindrischen Querschnitt beziehungsweise eine zylindrische Wand 10, die im Schnitt zu sehen ist. An diesen Bereich schließt sich dann ein Bereich an, in dem die Wand 1 1 der Vertiefung 9 auf einer Kegelfläche liegt, sich also in das Innere der Vertiefung hinein kontinuierlich verringert. Abgeschlossen ist die Vertiefung von einem Boden 12.

In der Vertiefung sind nach innen ragende Vorsprünge ausgebildet, die komplementär zu der Anordnung der Flächen sind, wie sie die Figur 1 zeigt. Es sind also Antriebsflächen 13 vorhanden, die sich zwischen dem Boden 12 und der Wand 10 in der Vertiefung erstrecken. Diese Antriebs- flächen 13 liegen auch hier in einer Radialebene. Sie bilden an der nach innen gerichteten Seite Antriebskanten 14, entsprechend den Antriebskanten 4 des Werkzeugs in Figur 1. Von den Antriebskanten 14 der Antriebsflächen 13 aus erstrecken sich die Übergangsflächen 15, die eine Verbindung mit der Wand 10 der Vertiefung bilden. Auch hier verlaufen die Übergangsflächen 15 keilförmig von der der Antriebskante 14 jeder Antriebsfläche 13 abgewandten Außenkante 16 der Antriebsfläche 13 zu der Antriebskante 14 der nächsten Antriebsfläche 13.

In Figur 1 wurde schon erwähnt, dass die Übergangsflächen 5 mit der Außenseite des Schafts 1 eine Kante sechs bilden. Eine solche Kante 6 wird von den Übergangsflächen 15 auch in der Vertiefung gebildet. Die Figuren 3 bis 6 zeigen nun, wie diese Übergangskanten 6, die auch die Form der Übergangsflächen 5 definieren, gestaltet sein können.

In Figur 3 ist eine Möglichkeit dargestellt, bei der die die Übergangsflächen 5 nach außen begrenzende Kante 6 konvex gestaltet ist. Damit ist auch die Übergangsflächen 5 keilförmig konvex gestaltet.

Bei der Ausbildung nach Figur 4 verläuft die Übergangskante 6 konkav, was bedeutet, dass die Übergangsfläche 5 ebenfalls konkav ausgebildet ist. Die Figuren 5 und 6 zeigen eine Draufsicht auf Antriebsausbildungen, wobei es sich sowohl um die Antriebsausbildung eines Werkzeugs als auch um die Antriebsausbildung einer angetriebene Schraube handeln kann. Die Antriebsflächen2 beziehungsweise 13 sind hier durch ihre An- triebskanten 4 bei dem Schraubendreher beziehungsweise 14 bei der Vertiefung gekennzeichnet. Ein Antrieb soll in Richtung des Pfeils 17 geschehen. Jeweils zwei Antriebskanten 4 verlaufen parallel zueinander und parallel zu einem Durchmesser, wobei bei der Anordnung der Figur 5 die Antriebskanten 4 in Antriebsrichtung vor dem Durchmesser liegen, während bei der Anordnung der Figur 6 die Antriebskanten 4 jeweils hinter dem Durchmesser liegen, zu dem sie gemeinsam parallel verlaufen.

Unter Bezugnahme auf Figur 1 wurde erwähnt, dass die Antriebsflächen 2 in einer Radialebene liegen. Damit soll erreicht werden, dass das Drehmoment in Drehrichtung übertragen wird. Es sind aber auch Abweichungen von dieser Radialebene möglich, sofern dafür gesorgt wird, dass Kräfte in anderer Richtung als in Drehrichtung vernachlässigbar klein sind oder aber nicht stören. Figur 7 zeigt nun eine Anordnung, bei der die Antriebsfläche 2 hinter einer Radialebene zurückweist, so dass eine Kraftkomponente in die Vertiefung 9 der Schraube hinein erzeugt wird. Diese Kraftkomponente ist aber vernachlässigbar klein.

Figur 8 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Antriebsfläche 2 vor der Radialebene liegt, wobei auch hier eine gewisse Kraftkomponente in A- xialrichtung erzeugt wird, die aber ebenfalls vernachlässigbar klein ist. Eine solche Lösung, wie sie die Figur 8 zeigt, ist möglicherweise leichter herstellbar als eine exakte Radialebene.

Die Figur 9 zeigt nun die Seitenansicht eines Schrauberbits, der in einen üblichen Schrauberantrieb eingesetzt werden kann. An dem dem

Sechskantende gegenüberliegenden freien Ende weist der Schrauberbit eine Ausbildung auf, wie sie in Figur 3 bis Figur 4 und Figur 8 angedeu- tet wurde. Hier liegen die Antriebsflächen 2 in einer Ebene vor einer Radialebene, entsprechend Figur 8.

Figur 10 zeigt die Ansicht des Schrauberbits der Figur 9 von unten in Figur 9, ähnlich wie die Figuren 5 und 6. Es ist auch hier zu sehen, dass fünf Antriebskanten 4 vorhanden sind, die gleichmäßig über den Umfang verteilt sind.

Figur 11 zeigt nun eine Schraube mit einem Senkkopf, in dessen An- triebs Vertiefung 9 die Flächen derart ausgebildet sind, wie sie komplementär zu der Ausbildung des Schrauberbits der Figur 9 geformt sind.

Figur 12 zeigt in einer isometrischen Darstellung das vordere Ende des Schrauberbits der Figur 9, mit den Antriebsflächen 2, den Übergangsflä- chen 5, den Antriebskanten 4 und dem vorderen sternförmigen flachen Stirnende 18, das dem Boden 12 der Schraubenantriebsvertiefung 9 der Figur 2i entspricht.

Während die bisherigen Figuren sich mit der Darstellung von Schrauben und zugehörigen Werkzeuge befassen, zeigen die folgenden Figuren Muttern, die nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind.

Figur 13 bis Figur 15 zeigen eine Mutter, bei der die Form der Übergangsflächen 15 und der Antriebsflächen 13 in der gleichen Weise aus- gebildet ist wie bei der Schraube nach Figur 2, mit dem einzigen Unterschied, dass anstelle eines ebenen Bodens 12 hier die Gewindebohrung 20 vorhanden ist.

Figur 16 zeigt wieder eine andere Ausführungsform einer Mutter. Von einer Stirnfläche 27 aus geht eine Gewindebohrung 20 durch die Mutter hindurch. Von dem Umfang der Gewindebohrung 20 erstreckt sich eine

Reihe von Antriebsflächen 13 radial nach außen, und zwischen den An- triebsflächen 13 erstrecken sich die als Führungsflächen dienenden Übergangsflächen 15. Außerhalb der Übergangsflächen 15 liegt die Außenseite 28 der Mutter in einem Zylindermantel, siehe auch die Figur 17.

Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich um Schrauben und Muttern, sowie um das jeweils komplementär hierzu ausgebildete Werkzeug. Natürlich gibt es auch für die Muttern mit den an der Außenseite angeordneten Flächen entsprechende Werkzeuge, die aber nicht im einzelnen dargestellt sind.

Natürlich kann auch ein Schraubenkopf eine Ausbildung aufweisen, wie sie die Muttern der Figuren 13 bis 18 zeigen.