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Patent Searching and Data


Title:
SCREW SPINDLE PUMP ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/112108
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a screw spindle pump arrangement having a low-pressure connection, a high-pressure connection, a drive spindle, and at least one idling spindle. A feed section of the idling spindles can be divided into two feeding segments that can be driven either in series or in parallel. A screw spindle pump arrangement is thereby created with little effort, wherein two operating modes can be selected without controls technology. Two tap connections that can be connected by a connecting line are provided in a center area of the feed section. The connecting line can be blocked and the low-pressure side tap connection can thereby be connected to the high-pressure connection, and the high-pressure side tap connection can be connected to the low-pressure connection. A series circuit (high pressure, low volume flow rate) is created by the open connecting line, corresponding to a screw spindle pump according to the prior art. With the connecting line blocked, and the simultaneous pressure medium flow paths indicated above, the screw spindle pump arrangement can be simply operated as a parallel circuit (low pressure, high volume flow).

Inventors:
ECKERT, Robert (Dürerstrasse 8, Karlstadt, 97753, DE)
ZELLMANN, Thorsten (Birkenhof 1a, Endichhofen, 56355, DE)
LEUTGEB, Georg (Heuerbachstrasse 22, Obersteinfeld, 71720, DE)
Application Number:
EP2010/001096
Publication Date:
October 07, 2010
Filing Date:
February 23, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Wernerstrasse 51, Stuttgart, 70469, DE)
ECKERT, Robert (Dürerstrasse 8, Karlstadt, 97753, DE)
ZELLMANN, Thorsten (Birkenhof 1a, Endichhofen, 56355, DE)
LEUTGEB, Georg (Heuerbachstrasse 22, Obersteinfeld, 71720, DE)
International Classes:
F04C2/107
Foreign References:
DE19945871A12001-03-29
DE1728143A11972-03-30
US20040184943A12004-09-23
JP2007276525A2007-10-25
JPS61149597A1986-07-08
DE3920901A11991-01-03
DE102006061971A12008-06-26
Attorney, Agent or Firm:
THÜRER, Andreas (Bosch Rexroth AG, Zum Eisengießer 1, Lohr am Main, 97816, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schraubenspindelpumpenanordnung mit einem Niederdruckanschluss (24) und mit einem Hochdruckanschluss (26) und mit einer Antriebsspindel (14) und mit zumindest einer Laufspindel (6), dadurch gekennzeichnet, dass eine

Förderstrecke der Laufspindel (6) in zwei Förderabschnitte (45a, 45b) teilbar ist, die entweder parallel oder in Reihe betreibbar sind.

2. Schraubenspindelpumpenanordnung nach Patentanspruch 1 , wobei in einem mittleren Bereich der Förderstrecke zwei durch eine

Verbindungsleitung (38, 40) verbindbare Abgriff-Anschlüsse (28, 30) vorgesehen sind, wobei die Verbindungsleitung (38, 40) absperrbar ist, und dabei der in Förderrichtung erste Abgriff-Anschluss (28) mit dem Hochdruckanschluss (26) und der in Förderrichtung zweite Abgriff- Anschluss (30) mit dem Niederdruckanschluss (24) verbindbar ist.

3. Schraubenspindelpumpenanordnung nach Patentanspruch 2, wobei der Abstand der beiden Abgriff-Anschlüsse (28, 30) entlang der Förderstrecke mindestens der Breite der gewendelten Stege (12) der Laufspindeln (6) entspricht.

4. Schraubenspindelpumpenanordnung nach Patentanspruch 2 oder 3, wobei in der Verbindungsleitung (38, 40) ein Wegeventil (32) angeordnet ist, das über eine Hochdruck-Verbindungsleitung (42) mit dem Hochdruckanschluss (26) und über einen Niederdruck-

Verbindungsleitung (36) mit dem Niederdruckanschluss (24) verbunden ist.

5. Schraubenspindelpumpenanordnung nach Patentanspruch 4, wobei in einer federvorgespannten Grundstellung (a) eines Ventilkörpers des Wege- ventils (32) die Verbindungsleitung (38, 40) abgesperrt ist, und dabei der erste Abgriff-Anschluss (28) mit dem Hochdruckanschluss (26) und der zweite Abgriff-Anschluss (30) mit dem Niederdruckanschluss (24) verbunden sind, und wobei in einer Schaltstellung (b) des Ventilkörpers die beiden Abgriff-Anschlüsse (28, 30) über die Verbindungsleitung (38, 40) miteinander verbunden sind.

6. Schraubenspindelpumpenanordnung nach Patentanspruch 4 oder 5, wobei in der Hochdruck-Verbindungsleitung (42) ein Rückschlagventil (48) angeordnet ist, das vom Wegeventil (32) zu einer Hochdruckleitung (44) öffnet, die den Hochdruckanschluss (26) mit einem Pumpenausgang (P) verbindet.

7. Schraubenspindelpumpenanordnung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei ein Druckbegrenzungsventil (50) an der Hochdruckleitung (44) angeschlossen ist, das die Hochdruckleitung (44) zu einem Tank (T) entlastet.

8. Schraubenspindelpumpenanordnung nach Patentanspruch 7, wobei das

Druckbegrenzungsventil (50) pneumatisch vorgesteuert ist.

9. Schraubenspindelpumpenanordnung nach zumindest einem der Patentansprüche 3 bis 8 mit zwei Laufspindeln (6), deren Gänge (10) gleichsinnig gewendelt sind.

lO.Schraubenspindelpumpenanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Antriebsspindel (14) von einem zweipoligen Elektromotor angetrieben ist.

H .Schraubenspindelpumpenanordnung nach zumindest einem der Patentansprüche 1 bis 9, wobei die Antriebsspindel (14) mit einem drehzahlgeregelten Elektromotor verbunden ist, wobei an der Hochdruckleitung (44) ein mit dem Elektromotor verbundener Drucksensor (52) angeordnet ist.

2.Schraubenspindelpumpenanordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Patentansprüche zur Versorgung einer Werkzeugmaschine mit Kühl- und/oder Schmiermittel.

Description:
Schraubenspindelpumpenanordnung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Schraubenspindelpumpenanordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Schraubenspindelpumpen haben meistens zwei oder drei parallel zueinander angeordnete und miteinander kämmende Spindeln, die von einer Arbeitsmaschine (z.B. Elektromotor) in Rotation versetzt werden. Die Spindeln sind in einem Gehäuse aufgenommen, wobei zwischen den Außenseiten der Spindeln und dem Gehäuse nur minimale Abstände bestehen.

Durch die Rotation wird das zu fördernde Fluid in den Räumen, die sich in den gewindeartig ineinander greifenden Wendelgängen zwischen den Spindeln und dem Gehäuse ergeben, entlang der Spindeln gefördert. Dadurch ergibt sich am einen Ende der Spindeln bzw. des Gehäuses ein Niederdruckbereich und am anderen Ende ein Hochdruckbereich. Gleichzeitig dringt das zu fördernde Fluid in die minimalen Abstände zwischen den Spindeln und dem Gehäuse und erzeugt einen tragenden und schmierenden Film.

In der Druckschrift DE 39 20 901 A1 ist eine Schraubenspindelpumpe mit drei Spindeln gezeigt. Eine mittlere Antriebsspindel kämmt mit beidseitig angeordneten Laufspindeln, entlang deren Wendelgängen ein Fluid gefördert wird.

Bei einer doppelflutigen Bauweise der Schraubenspindelpumpe sind die Spindeln hingegen nicht durchgehend gewendelt, sondern in zwei gegensinnig gewendelte Abschnitte geteilt, deren Räume sich bei Rotation aufeinander zu bewegen. Dadurch ergeben sich zwei Niederdruckbereiche an den beiden Enden der Spindeln und ein Hochdruckbereich in der Mitte der Spindeln.

In der Druckschrift DE 10 2006 061 971 A1 ist eine derartige doppelflutige

Schraubenspindelpumpe mit zwei Spindeln gezeigt.

Nachteilig an Schraubenspindelpumpen gemäß der DE 39 20 901 A1 , die von konstanten Elektromotoren angetrieben werden, ist ihre geringe Flexibilität bzgl. Pumpenausgangsdruck und Volumenstrom.

Dem gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Schraubenspindelpumpenanordnung zu schaffen, die einfach an unterschiedliche Anforderungen bzgl. Pumpenausgangsdruck und Volumenstrom anpassbar ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schraubenspindelpumpenanordnung nach Patentanspruch 1.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Pa- tentansprüchen beschrieben.

Die erfindungsgemäße Schraubenspindelpumpenanordnung hat einen Hochdruckanschluss, einen Niederdruckanschluss, eine Antriebsspindel und zumindest eine Laufspindel. Eine Förderstrecke der Laufspindel ist in zwei Förderabschnitte teilbar, die entweder parallel oder in Reihe betrieben bzw. durchströmt werden können. Dadurch ist mit geringem Aufwand eine Schraubenspindelpumpenanordnung geschaffen, bei der ohne Regelungstechnik zwei Betriebszustände (höherer Ausgangsdruck bei geringerem Volumenstrom oder niedrigerer Ausgangsdruck bei höherem Volumenstrom) wählbar sind.

Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäße Schrau- benspindelpumpenanordnung sind in einem mittleren Bereich der Förderstrecke zwei durch eine Verbindungsleitung verbindbare Abgriff-Anschlüsse am Gehäuse vorge- sehen. Die Verbindungsleitung kann abgesperrt werden, und dabei können der in Förderrichtung erste Abgriff-Anschluss mit dem Hochdruckanschluss und der in Förderrichtung zweite Abgriff-Anschluss mit dem Niederdruckanschluss verbunden werden. Durch die offene Verbindungsleitung ist eine Reihenschaltung (höherer Druck, geringerer Volumenstrom) gegeben, die einer Schraubenspindelpumpe gemäß dem Stand der Technik entspricht. Bei der abgesperrten Verbindungsleitung und den gleichzeitigen oben genannten getrennten Druckmittelströmungspfaden kann die Schraubenspindelpumpenanordnung einfach in der Parallelschaltung (niedrigerer Druck, höherer Volumenstrom) betrieben werden.

Zur Trennung des Endes des ersten Förderabschnitts vom Anfang des zweiten Förderabschnitts (bzw. der darin befindlichen Druckmittel) entspricht der Abstand der beiden Abgriff-Anschlüsse entlang der Förderstrecke mindestens der Breite der Stege der Laufspindeln. Somit verhindert zumindest ein Steg einen Druckmittelaustausch zwischen den Bereichen der beiden Abgriff-Anschlüsse.

Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist in der Verbindungsleitung ein Wegeventil angeordnet, das über eine Hochdruck-Verbindungsleitung mit dem Hochdruckanschluss und über einen Niederdruck-Verbindungsleitung mit dem Niederdruckanschluss verbunden ist. Damit kann durch Ventilbetätigung zwischen Reihenschaltung und Parallelschaltung umgeschaltet werden.

Vorzugsweise ist in einer federvorgespannten Grundstellung eines Wegeventilkörpers der Druckmittelströmungspfad zwischen den Abgriff-Anschlüssen über die Verbiridungsleitung abgesperrt. Statt dessen sind der erste Abgriff-Anschluss mit dem Hochdruckanschluss und der zweite Abgriff-Anschluss mit dem Niederdruckanschluss verbunden. In einer Schaltstellung des Ventilkörpers hingegen sind die beiden Abgriff-Anschlüsse über die Verbindungsleitung miteinander verbunden.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist in der Hochdruck-Verbindungsleitung ein Rückschlagventil angeordnet, das vom Wegeventil zu einer Hochdruckleitung öffnet, die den Hochdruckanschluss mit einem Pumpenausgang verbindet. Aus Gründen der Betriebssicherheit kann ein zu einem Tank entlastendes Druckbegrenzungsventil an der Hochdruckleitung angeordnet sein. Dabei kann das Drυe-kbegrenzungsventil pneumatisch vorgesteuert sein.

Je nach Auslegung kann es vorteilhaft sein, wenn die Schraubenspindelpumpenanordnung zwei Laufspindeln hat, deren Gänge gleichsinnig gewendelt sind.

Aus Kostengründen kann die Antriebsspindel von einem konstanten zweipoligen Elektromotor angetrieben sein, dessen Herstellungskosten geringer sind, als die eines regelbaren Elektromotors.

Alternativ kann die Antriebsspindel zu Steigerung der Flexibilität bzw. Anpassbarkeit von Ausgangsdruck und Volumenstrom mit einem drehzahlgeregelten Elektromotor verbunden sein, wobei an der Hochdruckleitung ein damit verbundener Drucksensor angeordnet sein kann.

Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Schraubenspindelpumpenanordnung zur Versorgung einer Werkzeugmaschine mit Kühlschmiermittel eingesetzt. In diesem Einsatzbereich ist die erfindungsgemäße Umschaltmöglichkeit besonders vorteilhaft. Die Reihenschaltung (höherer Druck mit geringerem Volumenstrom) wird bei größeren Werkzeugen und die Parallelschaltung (niedrigerer Druck mit höherem Volumenstrom) bei kleineren Werkzeugen benötigt. Auch bei unterschiedlichen Zerspanungsleistungen der Werkzeugmaschine sind diese beiden Betriebszustände der Pumpe vorteilhaft einsetzbar.

Im Folgenden wird anhand einer einzigen Figur ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schraubenspindelpumpenanordnung detailliert beschrieben.

Diese Figur zeigt eine erfindungsgemäße Schraubenspindelpumpenanordnung. Sie weist eine in ihrem Grundaufbau aus dem Stand der Technik bekannte Schraubenspindelpumpe 1 auf, die (in der Figur) links und im Schnitt dargestellt ist. Weiterhin weist die Anordnung erfindungsgemäße Veränderungen bzw. Erweiterungen auf, die als symbolisches Schaltbild dargestellt sind und (in der Figur) weitgehend rechts dargestellt sind.

Die Schraubenspindelpumpe hat ein längliches Gehäuse, das im Wesentlichen aus einem Gehäusehauptabschnitt 2 und zwei stirnseitigen Gehäusedeckeln 3, 4 besteht.

Im Innern des Gehäuses 2, 3, 4 sind zwei Laufspindeln 6 angeordnet, die mini- male Abstände zu den benachbarten Abschnitten der Innenwandung 8 des Gehäusehauptabschnitts 2 aufweisen.

Die Laufspindeln 6 haben umlaufend gewendelte Nuten bzw. Gänge 10. Zwischen den Windungen der Gänge 10 verbleiben ebenfalls umlaufend gewendelte Stege 12.

Mittig im Gehäusehauptabschnitt 2 und zwischen den Laufspindeln 6 ist eine Antriebsspindel 14 angeordnet, die ebenfalls einen umlaufend gewendelten Steg 16 aufweist. Der Steg 16 ist andersherum gewendelt als die Stege 12 der Laufspindeln 6, wobei die Antriebsspindel 14 mit beiden Laufspindeln 6 kämmt.

Am (in der Figur) oberen Endabschnitt der Antriebsspindel 14 ist ein Wellenabschnitt 18 ausgebildet, der in dem (in der Figur) oberen Gehäusedeckel 4 über ein Wälzlager 20 gelagert ist und außerhalb des Gehäuses 2, 3, 4 einen Anschlussab- schnitt 22 hat. Über den Anschlussabschnitt 22 ist die Antriebsspindel 14 von einem (nicht gezeigten) Elektromotor antreibbar, wobei der Elektromotor aus Kostengründen ein Konstantmotor sein kann oder aus Gründen einer höheren Flexibilität regelbar sein kann.

Durch den kämmenden Eingriff der Antriebsspindel 14 mit den beiden Laufspindeln 6 werden diese bei Antrieb in Rotation versetzt. Dabei sind die von der Innenwandung 8 des Gehäusehauptabschnitts 2 begrenzten Gänge 10 der Laufspindeln 6 durch den Steg 16 der Antriebsspindel 14 in Abschnitte bzw. Räume unterteilt, die sich während der Rotation der Laufspindeln 6 (in der Figur) von unten nach oben bewegen. Dadurch kann Druckmittel, das an einem Niederdruckanschluss 24 angesaugt wird, zu einem Hochdruckanschluss 26 gefördert und dabei verdichtet werden.

Erfindungsgemäß sind im Gehäusehauptabschnitt 2 in einem mittleren Bereich der (in der Figur) von unten nach oben verlaufenden Förderstrecke zwei axial beabstandete Abgriff-Anschlüsse 28, 30 vorgesehen. Ihre Abmessung quer zur Förderrichtung ist so gewählt, dass sie in Druckmittelverbindung zu den entsprechenden Gangabschnitten beider Laufspindeln 6 stehen. Dabei weisen die beiden Abgriff-Anschlüsse 28, 30 in Förderrichtung einen Axialabstand zueinander auf, der mindestens der Dicke der Stege 16 entspricht. Dadurch ist eine Trennung der beiden Abgriff-Anschlüsse 28, 30 bzw. der in den entsprechenden Gangabschnitten befindlichen Druckmittel gewährleistet.

Weiterhin hat die erfindungsgemäße Schraubenspindelpumpenanordnung ein 4/2-Wegeventil 32. In einer federvorgespannten Stellung (a) eines Ventilkörpers des Wegeventils 32 ist der Niederdruckanschluss 24 über eine Niederdruckleitung 34, eine Niederdruck-Verbindungsleitung 36 und über eine zweite Abgriff-Leitung 38 mit dem zweiten Abgriff-Anschluss 30 verbunden. Weiterhin ist in der o.g. Schaltstellung der erste Abgriff-Anschluss 28 über eine erste Abgriff-Leitung 40 und eine Hochdruck-Verbindungsleitung 42 mit einer Hochdruckleitung 44 verbunden. Die Hochdruckleitung 44 verbindet den Hochdruckanschluss 26 mit einem Pumpenausgang P.

In einer Schaltstellung (b) des Ventilkörpers, die über einen Schaltmagneten 46 wählbar ist, ist ein Druckmittelströmungspfad von dem ersten Abgriff-Anschluss 28 über die erste Abgriff-Leitung 40, das Wegeventil 32 und die zweite Abgriff-Leitung 38 zum zweiten Abgriff-Anschluss 30 freigegeben.

In der Hochdruck-Verbindungsleitung 42 ist ein Rückschlagventil 48 vorgesehen, das vom Wegeventil 32 zur Hochdruckleitung 44 öffnet. Im Folgenden wird die Funktion der erfindungsgemäßen Schraubenspindel- pumpenanordnung erläutert.

Durch die erfindungsgemäßen Abgriff-Anschlüsse 28, 30 und die erfindungs- gemäße hydraulische Schaltung ist die Förderstrecke der beiden Laufspindeln 6 im Wesentlichen durchgehend betreibbar oder alternativ in zwei Förderabschnitte 45a, 45b aufteilbar, die parallel betrieben werden können.

Die Parallelschaltung der beiden Förderabschnitte 45a, 45b wird bei der in der Figur gezeigten Schaltstellung (a) des Ventilkörpers des Wegeventils 32 erreicht. Dabei teilt sich der bei einem Sauganschluss S angesaugte Druckmittel- Volumenstrom einerseits über die Niederdruckleitung 34 zum Niederdruckanschluss 24 und andererseits über die Niederdruck-Verbindungsleitung 36 und die zweite Abgriff-Leitung 38 zum zweiten Abgriff-Anschluss 30. Die beiden Förderabschnitte 45a, 45b der Laufspindeln 6 werden somit parallel betrieben, wobei ein erster

Hochdruck-Volumenstrom vom ersten Abgriff-Anschluss 28 über die erste Abgriff- Leitung 40 und über die Hochdruck-Verbindungsleitung 42 zum Pumpenausgang P strömt, während ein zweiter Volumenstrom vom Hochdruck-Anschluss 26 über die Hochdruckleitung 44 zum Pumpenausgang P strömt. Dabei wird sicher gestellt, dass in der Hochdruck-Verbindungsleitung 42 und in der Hochdruckleitung 44 etwa gleicher Druck herrscht. Damit ist der Volumenstrom am Pumpenausgang P vergleichsweise hoch, während der Ausgangsdruck am Pumpenausgang P vergleichsweise gering ist.

Die Reihenschaltung der beiden Förderabschnitte 45a, 45b bzw. ein herkömmlicher Betrieb der erfindungsgemäßen Schraubenspindelpumpenanordnung wird erreicht, in dem der Schaltmagnet 46 bestromt wird und den Ventilkörper des Wegeventils 32 in die mit b gekennzeichnete Schaltstellung verschiebt. Dadurch sind die beiden Abgriff-Anschlüsse 28, 30 miteinander verbunden, wobei das druckbeaufschlagte Druckmittel aus dem ersten Förderabschnitt 45a über die beiden Abgriff-Leitungen 40, 38 in den zweiten Förderabschnitt 45b der Laufspindeln 6 strömt. Im zweiten Förderabschnitt 45b erfolgt dann der zweite Teil der Druckerhöhung, wobei das Druckmittel mit maximalem Druck aus dem Hochdruckanschluss 26 über die Hochdruckleitung 44 zum Pumpenausgang P strömt.

In diesem Fall ist der Volumenstrom vergleichsweise gering, während die Druckerhöhung vergleichsweise groß ist.

Das in der Hochdruck-Verbindungsleitung 42 angeordnete Rückschlagventil 48 schließt bei Reihenschaltung der beiden Förderabschnitte 45a, 45b und öffnet bei der Parallelschaltung der beiden Förderabschnitte 45a, 45b, wenn in der Hochdruck- Verbindungsleitung 42 und in der Hochdruckleitung 44 etwa gleicher Druck herrscht.

Von der Hochdruckleitung 44 zweigt weiterhin eine Leitung 49 ab, in der ein Druckbegrenzungsventil 50 vorgesehen ist, das bei Überschreitung eines einstellbaren Maximaldrucks die Hochdruckleitung 44 zu einem Tank T entlastet. Das Druckbegrenzungsventil 50 ist pneumatisch vorgesteuert und hat ein stufenlos einstellbares Proportionaldruckventil.

Weiterhin ist an der Hochdruckleitung 44 ein elektronischer Drucksensor 52 und ein Manometer 54 zur Überwachung des Pumpen-Ausgangsdrucks vorgesehen, wobei die Druckbeaufschlagung des Manometers 54 über eine Drossel 56 erfolgt.

Die erfindungsgemäße Schraubenspindelpumpenanordnung eignet sich besonders zur Förderung von Kühlschmiermittel bei Werkzeugmaschinen. In diesem Einsatzbereich werden Schraubenspindelpumpen bevorzugt, da sie größtmögliche Resistenz gegen teilweise abrasive Partikel haben, die sich im Kühlschmiermittel ansammeln.

Bei Werkzeugwechseln der zugeordneten Werkzeugmaschinen oder bei Änderung der Zerspanungsleistung sind Änderungen des Drucks und des Volumenstroms des Kühlschmiermittels gefordert, die mit der erfindungsgemäßen Schraubenspindel- pumpenanordnung erreicht werden können, ohne dass ein drehzahlgeregelter Elektromotor nötig ist. So wird z.B. bei einem kleinen Werkzeug der vergleichsweise hohe Druck mit dem vergleichsweise geringen Volumenstrom durch die Reihenschaltung (Schaltstellung b) erzeugt, während bei einem größeren Werkzeug der vergleichsweise geringe Druck mit dem vergleichsweise hohen Volumenstrom durch die Parallelschaltung (Schaltstellung a) erzeugt wird.

Die maximale Antriebsleistung des (nicht gezeigten) Elektromotors kann dabei im o.g. Einsatzbereich gegenüber dem Stand der Technik um ca. 40 % verringert sein.

Gegenüber einer drehzahlgeregelten Schraubenspindelpumpe hat die erfindungsgemäße Schraubenspindelpumpenanordnung neben den geringeren Kosten den Vorteil, dass eine Volumenstromreduzierung nicht durch Drehzahlreduzierung erzeugt wird, wodurch die Trageigenschaft des Kühlschmiermittels in den Bereichen zwischen den Stegen 12 und dem Gehäusehauptabschnitt 2 beeinträchtigt werden könnte.

Offenbart ist eine Schraubenspindelpumpenanordnung mit einem Niederdruck- anschluss, einem Hochdruckanschluss, einer Antriebsspindel und zumindest einer Laufspindel. Eine Förderstrecke der Laufspindeln ist in zwei Förderabschnitte teilbar, die entweder parallel oder in Reihe betrieben werden können. Dadurch ist mit geringem Aufwand eine Schraubenspindelpumpenanordnung geschaffen, bei der ohne Regelungstechnik zwei Betriebszustände wählbare sind.

In einem mittleren Bereich der Förderstrecke sind zwei durch eine Verbindungsleitung verbindbare Abgriff-Anschlüsse vorgesehen. Die Verbindungsleitung kann abgesperrt werden, und dabei können der niederdruckseitige Abgriff-Anschluss mit dem Hochdruckanschluss und der hochdruckseitige Abgriff-Anschluss mit dem Niederdruckanschluss verbunden werden. Durch die offene Verbindungsleitung ist eine Reihenschaltung (höherer Druck geringerer Volumenstrom) gegeben, die einer Schraubenspindelpumpe gemäß dem Stand der Technik entspricht. Bei der abgesperrten Verbindungsleitung und den gleichzeitigen oben genannten Druckmittelströmungspfaden kann die Schraubenspindelpumpenanordnung einfach in der Parallelschaltung (niedrigerer Druck höherer Volumenstrom) betrieben werden. Bezuαszeichenliste

1 Schraubenspindelpumpe

2 Gehäusehauptabschnitt

3, 4 Gehäusedeckel

6 Laufspindel

8 Innenwandung

10 Gang

12 Steg

14 Antriebsspindel

16 Steg

18 Wellenabschnitt

20 Wälzlager

22 Anschlussabschnitt

24 Niederdruckanschluss

26 Hochdruckanschluss

28 erster Abgriff-Anschluss

30 zweiter Abgriff-Anschluss

32 4/2-Wegeventil

34 Niederdruckleitung

36 Niederdruck- Verbindungsleitung

38 zweite Abgriff-Leitung

40 erste Abgriff-Leitung

42 Hochdruck-Verbindungsleitung

44 Hochdruckleitung

45a erster Förderabschnitt

45b zweiter Förderabschnitt

46 Schaltmagnet

48 Rückschlagventil

49 Leitung

50 Druckbegrenzungsventil

52 Drucksensor

54 Manometer 56 Drossel

P Pumpenausgang

S Sauganschluss T Tank