Spengler, Werner (Asbacher Strasse 7a, Wertingen, 86637, DE)
| 1. | An einem vertikalen Rahmenprofil (3) eines festen Türflügels (1) oder einer feststehenden Wand oder beweglichen Türflügels (2) angeordnete Dichtung (4), mit einem über eine Stirnseite (5) des Rahmenprofiles (3) vorstehenden elastischen Dichtungsprofil (6), welches einen dem Rahmenprofil (3) anliegenden, mit dem Rah¬ menprofil (3) verbundenen Steg (7) und einem vom Steg (7) be¬ grenzte, sich in Längsrichtung des Dichtungsprofiles (6) erstre ckende Deformierungskammer (8) aufweist, dadurch gekennzeich¬ net, dass ein über die Stirnseite (5) des Rahmenprofiles (3) vor¬ stehender Teil des Dichtungsprofiles (6) eine einen Hohlraum (9) umschließende, im Querschnitt den Teilabschnitt (T) einer Ellipse oder im Wesentlichen einer Ellipse bildende Wandung (10) auf weist, welche in den mit dem Rahmenprofil (3) verbundenen Steg (7) übergeht, wobei die Nebenachse (N) der Ellipse die Wandung (10) des Dichtungsprofiles (6) außerhalb des Rahmenprofiles (3) schneidet und im Hohlraum (9) wenigstens zwei beidseitig der Hauptachse (H) der Ellipse die Wandung (10) abstützende und sich im Mittelpunkt (M) oder im Wesentlichen im Mittelpunkt (M) der Ellipse schneidende Stege (11) angeordnet sind. |
| 2. | Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beidseitig der Hauptachse (H) der Ellipse die Wandung (10) des Dichtungsprofiles (6) abstützenden Stege (11) anderenends an ei¬ ner Wandung (12) der Deformierungskammer (8) abgestützt sind. |
| 3. | Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Rahmenprofil (3) anliegende Steg (7) des Dichtungspro files (6) einen Teilabschnitt (13) der Wandung (12) der Deformie rungskammer (8) bildet. |
| 4. | Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass an dem dem Rahmenprofil (3) anliegenden Steg (7) Vorrichtungen zur Verbindung mit dem Rahmenprofil (3) angeord¬ net sind. |
| 5. | Dichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtungen aus leistenartigen, einstückiger Bestandteil des Ste¬ ges (7) bildenden Vorsprüngen (14) bestehen, welche komple¬ mentäre Vorsprünge (15) des Rahmenprofiles hakenartig hinter¬ fassen. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine an einem vertikalen Rahmenprofil eines festen Türflügels oder beweglichen Türflügels angeordnete Dichtung, mit einem über die Stirnseite des Rahmenprofiles vorstehenden elastischen Dich¬ tungsprofil, welches einen dem Rahmenprofil anliegenden, mit dem Rah- menprofil verbundenen Steg und eine vom Steg begrenzte, sich in Längs¬ richtung des Dichtungsprofiles erstreckende Deformierungskammer auf¬ weist.
Dichtungen der eingangs genannten Gattung finden beispielsweise An- wendung bei der Gestaltung von rauchdichten Türen, zur Gewährleistung keimfreier Arbeitsräume sowie generell zur Vermeidung von Zugluft. Dabei gelangen zunehmend Glasflügeltüren zum Einsatz, deren Glasscheibe in einem Rahmenprofil eingespannt ist. Dabei muss die Dichtung zwischen zwei beweglichen Flügeln oder einem festen und einem beweglichen Flü- gel so ausgebildet sein, dass sie bei einem vorgegebenen Mindestab¬ stand, d. h. bei einem in der Schließposition vorgegebenen Spalt zwischen zwei benachbarten Flügeln ihre optimale Dichtwirkung entfaltet. Dies soll auch bei nicht absolut fluchtend voreinander liegenden Stirnkanten, d. h. seitlich horizontal versetzten Stirnkanten oder bei begrenzt gegeneinander abgewinkelten Stirnkanten benachbarter Flügel gewährleistet sein.
Eine gattungsgemäße, im Wesentlichen für schienenbetriebene Fahrzeu¬ ge konzipierte Dichtungsvorrichtung offenbart die US 2,611 ,937. Dabei ist an der Stirnseite eines beweglichen Türflügels ein Dichtlippen aufweisen- des, im Querschnitt etwa O-förmiges elastisches Dichtelement und an der
BESTÄTIGUNGSKOPiε Stirnseite des festen Türflügels ein zwischen die Dichtlippen einfassendes starres flanschartiges Dichtelement angeordnet, wodurch bei geschlosse¬ ner Tür eine Dreifach-Dichtung erreicht werden soll. Es handelt sich somit um eine baulich aufwendige Doppeldichtung aus einem elastischen und einem festen Dichtungsteil. Die einzelnen Dichtelemente sind mittels das Türblatt stirnseitig U-förmig überfassender Beschläge durch Schraubver¬ bindungen mit dem Türblatt verbunden, d. h. beispielsweise für die Ab¬ dichtung für Glastüren nicht verwendbar. Darüber hinaus ist die Funktion der Dichtung nur bei fluchtender Anordnung der Türflügel gewährleistet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Dichtung dahinge¬ hend zu verbessern, dass sie bei baulich einfacher Ausgestaltung eine zu¬ verlässige Dichtwirkung, auch bei begrenzt in horizontaler Ebene gegenei¬ nander versetzten Stirnseiten benachbarter Flügel oder bei begrenzt ge- geneinander abgewinkelten Türflügeln, gewährleistet. Die Dichtung soll universell bei Türflügeln einsetzbar sein, soweit sie über ein Rahmenprofil verfügen, d. h. insbesondere auch bei festen oder beweglichen Glasflü¬ geln, wobei vorausgesetzt ist, dass in der Schließposition zwischen den gegeneinander abzudichtenden Flügeln ein im Wesentlichen definierter Spalt vorgegeben ist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit der Lehre nach Anspruch 1.
Durch eine elliptische oder im Wesentlichen elliptische Ausgestaltung ei- nes über die Stirnseite eines Rahmenprofiles überstehenden Teiles der Wandung eines Dichtungsprofiles in Verbindung mit dem Merkmal, dass die Nebenachse der Ellipse die Wandung des Dichtungsprofiles außerhalb des Rahmenprofiles, also bei der in der Schließposition befindlichen Flü¬ geln im Bereich des Spaltes zwischen den beiden benachbarten Flügeln schneidet, ist auch eine zuverlässige Dichtwirkung bei begrenzt gegenei- nander abgewinkelten Türflügeln gewährleistet. Dies ergibt sich daraus, dass - unter der Voraussetzung eines in der Praxis üblichen im Wesentli¬ chen definierten Spaltes zwischen den benachbarten Türflügeln - eine fal¬ lende Kurvenwandung der Ellipse auf der einen Seite durch eine steigen- de Kurvenwandung der Ellipse auf der anderen Seite ausgeglichen wird. Die den Hohlraum aussteifenden Stege verhindern ein zu starkes Nachge¬ ben der Wandung des Dichtungsprofiles und stabilisieren gleichzeitig das Dichtungsprofil während des Einfädelungsvorganges in den benachbarten Türflügel.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unter¬ ansprüchen angegeben.
Die beidseitig der Hauptachse der Ellipse die Wandung des Dichtungspro- files abstützenden Stege sind anderenends an einer Wandung der Defor- mierungskammer abgestützt, so dass auf die Wandung des Dichtungspro¬ files einwirkende Kräfte über die Stege in die Deformierungskammer ein¬ geleitet und dort elastisch abgefangen werden können.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind an dem dem Rahmenprofil anliegenden Steg Vorrichtungen zur Verbindung mit dem Rahmenprofil angeordnet, die bevorzugt aus leistenartigen Vorsprüngen bestehen, die als einstückiger Bestandteil des Steges komplementäre Vorsprünge des Rahmenprofiles hakenartig hinterfassen. Die vorstehende Ausbildung der Verbindung des Dichtungsprofiles mit dem Rahmenprofil gewährleistet ei¬ nerseits eine zug- und druckfeste Verbindung zwischen dem Dichtungs¬ profil und dem Rahmenprofil und ermöglicht andererseits bei entsprechen¬ dem Verschleiß ein einfaches Auswechseln der Dichtung, weil auf Schraubverbindungen jeglicher Art verzichtet werden kann. - A -
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles nä¬ her erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 : Einen Horizontalschnitt durch eine aus Glasflügelelemen¬ ten bestehende Trennwand.
Figur 2: In gegenüber Figur 1 vergrößerter Darstellung die Dich- tung zwischen zwei benachbarten Flügeln bzw. zwischen einem Flügel und einer feststehenden Wand.
Figur 3: Einen Ausschnitt entsprechend Figur 1 mit begrenzt ge¬ geneinander abgewinkelten Flügeln.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind mit 1 ein erster Türflügel und mit 2 ein zweiter Türflügel bezeichnet. Die Türflügel 1 und 2 sind in X- Richtung verschiebbar. Beide Türflügel weisen vertikale, in der Schließpo¬ sition unter Bildung eines Spaltes 16 voreinander liegende Rahmenprofile 3 auf. Im Ausführungsbeispiel ist eine Dichtung 4 am ersten Flügel 1 an¬ geschlossen; da die Rahmenprofile 3 spiegelbildlich ausgebildet sind, kann die Dichtung 4 wahlweise auch am zweiten Türflügel 2 oder an ir¬ gendeinem anderen der Flügel oder an einer festen Trennwand angeord¬ net sein.
Wie Figur 2 ausweist, steht die Dichtung 4 mit einem eigentlichen Dich¬ tungsprofil 6 über eine Stirnseite 5 des Rahmenprofiles 3 um einen mit T bezeichneten Teilabschnitt des Dichtungsprofiles 6 vor. Eine Wandung 10 des Dichtungsprofiles 6 folgt dem Verlauf eines Teilabschnittes einer Ellip- se und geht gemäß Figur 2 im Bereich eines Anschlusses an den festen Türflügel 1 in einen Steg 7 über, welcher mit einstückig angeformten Vor¬ sprüngen 14 komplementäre Vorsprünge 15 des Rahmenprofiles 3 hinter- fasst. Ferner ist eine sich in Längsrichtung der Dichtung 4 erstreckende Deformationskammer 8 vorgesehen. Zwei beidseitig der Hauptachse H von einer Wandung 10 des Dichtungsprofiles 6 in Richtung auf die Defor¬ mationskammer 8 verlaufende Stege 11 steifen einen mit 9 bezeichneten Hohlraum des Dichtungsprofiles 6 aus. Die Stege 11 sind an einer Wan¬ dung 12 der Deformationskammer 8 derart angeschlossen, dass sie sich etwa im Mittelpunkt M der Ellipse, d. h. im Schnittpunkt der Hauptachse H und der Nebenachse N schneiden. Die der Wandung 12 der Deforma¬ tionskammer 8 gegenüberliegende Wandung ist durch einen Teilabschnitt 13 des Steges 7 gebildet.
Figur 2 verdeutlicht, dass die elliptische oder im Wesentlichen elliptische Ausbildung des Dichtungsprofiles 6 so gestaltet ist, dass die Nebenachse N im Bereich des Spaltes 16 zwischen den benachbarten Türflügeln 1 und 2 verläuft. Dies bedeutet, dass der in Figur 2 in der rechten Bildebene be¬ wegliche Türflügel 2 sich bei einer Schwenkbewegung gegenüber dem festen Türflügel 1 (siehe Figur 3) mit Dichtkanten 17 des Rahmenprofiles 3 entlang der Kurvenbahn der Wandung 10 des Dichtungsprofiles 6 bewegt, derart, dass die in der Bildebene obere Dichtkante 17 einer fallenden Kur¬ venbahn und die in der Bildebene untere Dichtkante 17 einer steigenden Kurvenbahn folgt, so dass die Dichtwirkung auch bei begrenzt gegenei¬ nander abgewinkelten Flügeln gewährleistet ist. In Figur 3 ist die Abwinke- lung im Beispiel mit 170° angegeben. Bezugszeichenliste
1 erster Türflügel 2 zweiter Türflügel 3 Rahmenprofil 4 Dichtung 5 Stirnseite 6 Dichtungsprofil 7 Steg 8 Deformierungskammer 9 Hohlraum 10 Wandung 11 Stege 12 Wandung 13 Teilabschnitt 14 Vorsprünge 15 komplementäre Vorsprünge 16 Spalt 17 Dichtkanten
T Teilabschnitt N Nebenachse H Hauptachse M Mittelpunkt X Pfeilrichtung
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