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Patent Searching and Data


Title:
SEAL ARRANGEMENT, SEAL, AND CRANKSET ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/196977
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a seal arrangement (02) for sealing a first gap (12) between an outer ring (03) and an inner ring (06) rotatable relative to the outer ring about a common rotation axis (04), and for sealing a second gap (16) between a housing (11) and the outer ring (03). The seal arrangement (02) comprises the outer ring (03) and the inner ring (06) and also the housing (11). A plurality of rolling elements (07) for rolling over the bearing rings (03, 06) are arranged between the two bearing rings (03, 06). Furthermore, the seal arrangement (02) comprises an annular seal (08), which is arranged in a groove (18) of the outer ring (03), the groove (18) of the outer ring (03) being formed on the radially outer face (17) of the outer ring. The annular seal (08) bears against the housing (11). The seal arrangement (02) furthermore comprises an elastomer seal (09) arranged radially between the inner ring (06) and the outer ring (03), which elastomer seal has a disc-shaped sealing body (24). At least one sealing lip (31) is arranged on the inner periphery (26) of the sealing body (24) and bears sealingly against the inner ring (06). The elastomer seal (09) bears non-rotatably with its outer periphery (27) against the outer ring (03). On a side face (28) of the sealing body (24), the elastomer seal (09) has at least two axially extending protrusions (29), which are formed peripherally and bear against the housing (11) sealingly and in a force-absorbing manner. The invention also relates to a seal (09) for the seal arrangement (02) and to a crankset arrangement which uses a seal arrangement of this kind.

Inventors:
TAMURA, Yasumasa (Hodogaya-area, Kamihoshikawa-town1444 Staygold 205-roo, Yokohama ., 〒240-0002, JP)
Application Number:
DE2019/100231
Publication Date:
October 17, 2019
Filing Date:
March 14, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16C33/76; F16C19/06; F16C33/78; F16C35/077
Foreign References:
DE20304998U12003-08-21
DE19749611C11999-04-08
US2856208A1958-10-14
JP2013072524A2013-04-22
DE102007042368A12009-03-19
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Claims:
Patentansprüche

1. Dichtungsanordnung (02) zur Abdichtung eines ersten Zwischenraumes (12) zwischen einem Außenring (03) und einem zu diesem um eine ge- meinsame Rotationsachse (04) rotierbaren Innenring (06), sowie zur Ab- dichtung eines zweiten Zwischenraumes (16) zwischen einem Gehäuse (11 ) und dem Außenring (03), umfassend:

- den Außenring (03) und den Innenring (06) sowie das Gehäuse (11 ),

- mehrere zwischen den beiden Lagerringen (03, 06) angeordnete Wälz- körper (07) zum Abrollen der Lagerringe (03, 06);

- einen Dichtungsring (08), der in einer Nut (18) des Außenrings (03) an- geordnet ist, wobei die Nut (18) des Außenrings (03) an seiner radial au- ßenliegenden Fläche (17) ausgebildet ist, und wobei der Dichtungsring (08) am Gehäuse (11 ) anliegt; und

- eine zwischen dem Innenring (06) und dem Außenring (03) radial ange- ordnete Elastomer-Dichtung (09), die einen scheibenförmigen Dichtungs- körper (24) aufweist, wobei am Innenumfang (26) des Dichtungskörpers (24) mindestens eine Dichtlippe (31 ) angeordnet ist, die dichtend an dem Innenring (06) anliegt, und wobei die Elastomer-Dichtung (09) mit ihrem Außenumfang (27) an dem Außenring (03) drehfest anliegt, und wobei an einer Seitenfläche (28) des Dichtungskörpers (24) mindestens zwei axial erstreckende Vorsprünge (29) umlaufend ausgebildet sind, die an dem Gehäuse (11 ) dichtend und kraftaufnehmend anliegen.

2. Dichtungsanordnung (02) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass an dem Innenumfang (26) der Elastomer-Dichtung (09) mindestens zwei Dichtlippen (31 ) ausgebildet sind, die entgegengesetzt abgewinkelt ausgebildet sind und dichtend an dem Innenring anliegen.

3. Dichtungsanordnung (02) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungskörper (24) am Innenumfang (26) und am Außen- umfang (27) abgewinkelt ausgebildet ist.

4. Dichtungsanordnung (02) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungskörper (24) an seinem Außenumfang (27) eine Volumenvergrößerung aufweist. 5. Dichtungsanordnung (02) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Volumenvergrößerung eine Klemmwulst bildet.

6. Dichtungsanordnung (02) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungskörper (24) eine Armierung aufweist, die zumindest teilweise von dem Elastomer umgeben ist.

7. Dichtungsanordnung (02) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin ein Federelement umfasst, welches an der Elastomer-Dichtung (09) im Bereich der Dichtlippen (31 ) anliegt.

8. Dichtungsanordnung (02) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie Bestandteil eines Elektromotors ist und an einer Kurbelwelle (01 ) angeordnet ist, insbesondere an einer Tretkurbelwelle (01 ) eines E-Bikes.

9. Elastomer-Dichtung (09) für eine Dichtungsanordnung (02) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend einen scheibenförmigen Dichtungskörper (24) aus einem Elastomer, wobei am Innenumfang (26) des Dichtungskör- pers (24) mindestens eine Dichtlippe (31 ) angeordnet ist, die dichtend an einen Innenring (06) eines Wälzlagers anlegbar ist, wobei die Elastomer- Dichtung (09) mit ihrem Außenumfang (27) an einem Außenring (03) des Wälzlagers anlegbar ist, und wobei an einer Seitenfläche (28) des Dich- tungskörpers (24) mindestens zwei sich axial erstreckende Vorsprünge (29) umlaufend ausgebildet sind, die an einem Gehäuse (11 ) dichtend und kraft- aufnehmend anlegbar sind.

10. Tretkurbelanordnung insbesondere für ein E-Bike oder Pedelec, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Dichtungsanordnung nach ei- nem der Ansprüche 1 bis 8 aufweist.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Dichtungsanordnung, Dichtung und Tretkurbelanordnung

Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung für eine Tretkurbel- welle eines E-Bikes. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Dichtung für diese Dichtungsanordnung. Schließlich betrifft die Erfindung eine Tretkurbelanord- nung insbesondere für ein E-Bike oder Pedelec, welche diese Dichtungsanord- nung verwendet.

Hintergrund der Erfindung

Zur Abdichtung von Wälzlagern, insbesondere von Wälzkörpern zwischen zwei zueinander rotierbaren Lagerringen, werden Dichtungen verwendet. Die Dich- tungen sollen das Lager vor äußeren Umwelteinflüssen, wie Schmutz und Was- ser, schützen und so eine korrekte Arbeitsweise sowie eine lange Lebensdauer gewährleisten.

Aus der JP 2013-072524 A ist ein automatisches Getriebe mit einer rechten und einer linken Antriebswelle bekannt. Zum Abdichten eines Differentialgehäuses des Getriebes ist in einem Einsatzloch des Getriebes zwischen dem Gehäuse und der Kurbelwelle eine Dichtung eingepresst, um das in das Gehäuse einge- brachte hydraulische Öl zurückzuhalten.

In der DE 10 2007 042 368 Alwird eine Dichtungsanordnung für ein Lager be- schrieben. Das Lager besteht aus einem ersten und einem relativ zu diesem drehbaren zweiten Lagerring, wobei an dem ersten Lagerring eine umlaufende Dichtung angeordnet ist und der zweite Lagerring eine Dichtfläche aufweist. Die Dichtung weist mindestens zwei Dichtlippen auf, die dichtend an der Dichtfläche des zweiten Lagerrings anliegen. Je nach Einsatzart eines Wälzlagers, wirken auf dieses unterschiedlich starke, unterschiedlich ausgerichtete sowie zeitlich unterschiedlich auftretende Kräfte. So treten beispielsweise bei einem E-Bike, Pedelec bzw. bei einem elektrisch unterstützten Fahrrad durch die Kurbelbewegung der Pedale rotierend Kräfte auf. Bekannte Wälzlager, welche beispielsweise in E-Bikes eingesetzt werden, weisen eine Lagerdichtung sowie eine O-Ring-Dichtung am Wälzlager auf. Zum besseren Abdichten der Fahrradkurbel gegen Schmutzwasser wäre eine zu- sätzliche Dichtung notwendig, auf die aber aufgrund von Platzmangel und Ge- wichtsreduzierung verzichtet wird. Wird mehr Bauraum benötigt, beeinflusst dies die Pedalposition, sodass die Pedale weiter voneinander beabstandet sind, wodurch ein höheres Drehmoment aufzubringen wäre.

Wälzlager an Fahrradkurbeln weisen eine kleine Dimensionierung auf, sodass entsprechend kleine Lagerdichtungen zum Einsatz kommen, deren Einbau schwierig ist und deren Dichtkontakt im pm-Bereich liegt. Ein falscher Einbau der Lagerdichtung bedeutet einen Spalt zwischen Dichtung und Bauteil durch den Schmutzwasser eindringen kann. Dies passiert auch, wenn die Dichtlippe nicht dichtend anliegt.

Ringdichtungen sind zur Abdichtung eines Raumes zwischen einem Gehäuse und dem Lagerring auf dessen äußerer Lagerringfläche angeordnet. Auch die Ringdichtung dichtet nicht ausreichend ab. An der Auflagefläche der Ringdich- tung ist häufig durch eindringendes Schmutzwasser Korrosion feststellbar. Grö- ßere Durchmesser oder Ausdehnungen der Ringdichtung, die zum Erhöhen der Dichtheit beitragen könnten, können die Ringdichtung beschädigen oder die Position des Gehäuses gegenüber dem Lagerring verschieben.

Aufgabe der Erfindung

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht ausgehend vom Stand der Technik darin, eine Dichtungsanordnung und eine Dichtung für diese bereit zu stellen, die eine verbesserte Dichtungswirkung, insbesondere gegen Schmutz- wasser, sowie einen festen Dichtungssitz gewähren und dennoch einen gerin- gen Platzbedarf aufweisen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, dass ein Vordringen von Schmutzwasser in den Bereich einer ringförmigen Dichtung verhindert wird. Schließlich besteht eine Aufgabe darin, eine besser gegen Schmutzwasser abgedichtete Tretkurbelanordnung insbesondere für ein E-Bike oder Pedelec bereit zu stellen.

Beschreibung der Erfindung

Erfindungsgemäß erfolgt die Lösung der Aufgabe durch eine Dichtungsanord- nung gemäß dem beigefügten Anspruch 1 , durch eine Dichtung gemäß dem nebengeordneten Anspruch 9 und durch eine Tretkurbelanordnung gemäß An- spruch 10.

Die erfindungsgemäße Dichtungsanordnung umfasst ein Wälzlager bestehend aus einem Außenring und einem zu diesem um eine gemeinsame Achse rotier- baren Innenring, sowie zwischen den beiden Lagerringen angeordnete Wälz- körper zum Abrollen der beiden Lagerringe. Weiterhin umfasst die Dichtungs- anordnung ein den Außenring zumindest teilweise umgebendes Gehäuse, ei- nen Dichtungsring und eine Elastomer-Dichtung. Die Dichtungsanordnung dient der Abdichtung eines Raumes zwischen dem Außenring und dem Innenring sowie zusätzlich der Abdichtung eines Raumes zwischen dem Gehäuse und dem Außenring. Der Dichtungsring ist in einer Nut des Außenrings angeordnet. Die Nut ist an der radial außenliegenden Fläche des Außenrings ausgebildet. Der Dichtungsring liegt am Gehäuse an. Die zweite Dichtung, nämlich die Elastomer-Dichtung ist radial zwischen dem Innenring und dem Außenring an- geordnet. Die Elastomer-Dichtung weist einen scheibenförmigen Dichtungskör- per auf. Am Innenumfang des Dichtungskörpers ist eine Dichtlippe ausgebildet, die dichtend an dem Innenring anliegt. Mit ihrem Außenumfang liegt die Elastomer-Dichtung an dem Außenring drehfest an. An einer Seitenfläche des Dichtungskörpers sind mindestens zwei Vorsprünge umlaufend ausgebildet. Die beiden Vorsprünge erstrecken sich axial und liegen dichtend und kraftaufneh- mend an dem Gehäuse an. Die beiden Vorsprünge wirken stützend und sichern den Kontakt der Dichtlippe an dem Innenring, um das Eindringen von bei- spielsweise Schmutzwasser in den Raum zwischen Gehäuse und Außenring zu verhindern. Die mindestens zwei Vorsprünge sind auf der Seitenfläche des Dichtungskörpers als zwei konzentrische Kreise ausgebildet.

In einer Ausführungsform besitzt die Elastomer-Dichtung drei Vorsprünge, die auf der Seitenfläche des Dichtungskörpers als konzentrische Kreise angeordnet sind. In einer alternativen Ausführungsform besitzt die Elastomer-Dichtung fünf Vorsprünge, die auf der Seitenfläche des Dichtungskörpers als konzentrische Kreise angeordnet sind.

In einer Ausführungsform sind an dem Innenumfang des Dichtungskörpers der Elastomer-Dichtung mindestens zwei Dichtlippen ausgebildet, die dichtend an dem Innenring anliegen. Die mindestens zwei, insbesondere beiden, Dichtlip- pen sind bevorzugt entgegengesetzt abgewinkelt ausgebildet. Die mindestens zwei Dichtlippen sind bevorzugt derart entgegengesetzt abgewinkelt ausgebil- det, sodass sie gemeinsam ein V bilden. Es können dabei mehr als zwei Dicht- lippen vorhanden sein, die im Wesentlichen V-förmig oder in einem Winkel zu- einander ausgerichtet sind, wobei der Winkel insbesondere im Bereich von 10 bis 90° gewählt wird.

Der Dichtungskörper weist an seinem Außenumfang vorzugsweise eine Volu- menvergrößerung auf, die einen Klemmwulst bildet. Mittels der Klemmwulst ist der Dichtungskörper bevorzugt an dem Außenring drehfest angeordnet. Beson- ders bevorzugt ist der Dichtungskörper mittels der Klemmwulst in einer zweiten Nut des Außenrings drehfest angeordnet.

Der Dichtungskörper der Elastomer-Dichtung ist bevorzugt am Innenumfang und am Außenumfang abgewinkelt ausgebildet. Vorzugsweise sind der Innen- umfang und der Außenumfang des Dichtungskörpers in die gleiche axiale Rich- tung abgewinkelt. Besonders bevorzugt sind der Innenumfang und der Außen- umfang des Dichtungskörpers in die gleiche axiale Richtung entgegengesetzt zur Ausrichtung der Vorsprünge des Dichtungskörpers abgewinkelt, sodass sich ein Kraftpfad von den am Gehäuse anliegenden Vorsprüngen entlang des Dich- tungskörpers zu dessen Innenumfang und Außenumfang, insbesondere dessen Dichtlippe, ausbildet, wodurch das Anliegen der Dichtlippe an dem Innenring gesichert ist.

Die Ausbildung der Elastomer-Dichtung mit den beiden Vorsprüngen, die an dem Gehäuse anliegen und einen Kraftpfad durch den Dichtungskörper hin zu mindestens einer Dichtlippe bilden, hat sich als vorteilhaft erwiesen, da das Ab- heben der Dichtlippen verhindert wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass bestehende Abstände zwischen Dichtlippen, Dichtung und Lagerringen sowie Gehäuse beim Zusammenbau der Anordnung beseitigt werden. Besonders vorteilhaft ist zudem, dass das Eindringen von Schmutzwasser verhindert wird. Durch die beiden Vorsprünge der Elastomer-Dichtung wird im Einbauzustand eine stabile Position der Elastomer-Dichtung gewährleistet.

An der Elastomer-Dichtung, insbesondere im Bereich der Dichtlippen, können ein oder mehrere Federelemente angeordnet sein, die das Abdichten der Elastomer-Dichtung unterstützen und das Abheben dieser verhindern. In einer Ausführungsform weist die Elastomer-Dichtung eine Armierung auf, die zumin- dest teilweise von dem Elastomer umgeben ist und der Stabilität der Dichtung dient.

Der Dichtungsring dient der Abdichtung des Raumes zwischen dem Gehäuse und dem Außenring sowie in gewissem Maße auch der dämpfenden Lagerung des Gehäuses gegenüber dem Außenring. Bevorzugt besteht der Dichtungsring ebenfalls aus einem Elastomer.

Vorzugsweise ist der Dichtungsring entsprechend der Höhe und der Breite der Nut gewählt, in der er angeordnet ist. Die Nut ist bevorzugt am Außenring de- zentral auf der Seitenfläche umlaufend ausgebildet. Der Dichtungsring ent- spricht in seiner Grundform einem sogenannten O-Ring.

Die Dichtungsanordnung ist bevorzugt in einen Motor bzw. Antrieb eines Elekt- rofahrrads, E-Bikes bzw. Pedelecs einbaubar. Vorzugsweise ist der Innenring an einer Welle des E-Bike-Motors angeordnet und rotiert mit dieser, insbeson- dere an einer Tretkurbelwelle eines E-Bikes, die von mindestens zwei Lagern umgeben ist. Beispielsweise sind die beiden Lagerringe gemeinsam mit den Wälzkörpern und den beiden Dichtungen auf die Welle gepresst und werden anschließend vom Gehäuse des Motors umgeben. Die derart gebildeten Lager können beispielweise Kugelrollenlager oder Zylinderrollenlager, je nach Wälz- körperart, sein.

Die erfindungsgemäße Dichtung entspricht der zuvor beschriebenen Elastomer- Dichtung mit allen beschriebenen Ausführungsformen. Die Dichtung kommt be- vorzugt in der zuvor beschriebenen Dichtungsanordnung zum Einsatz.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen. Darin zeigen:

Figur 1 eine Querschnittsansicht einer Tretkurbelwelle für ein E-Bike mit einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung; und

Figur 2 als Ausschnitt aus Figurl eine Querschnittsansicht der Dichtungs- anordnung auf der Tretkurbelwelle.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

In Figur 1 ist eine Querschnittsansicht einer Tretkurbelwelle 01 für ein E-Bike mit einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung 02 gezeigt. Die Dichtungs- anordnung 02 umfasst einen Außenring 03 und einen zu diesem um eine ge- meinsame Rotationsachse 04 rotierbaren Innenring 06, mehrere zwischen den beiden Lagerringen 03, 06 angeordnete Wälzkörper 07, einen Dichtungsring 08, eine Elastomer-Dichtung 09 und ein Gehäuse 11. Zwischen dem Außenring 03 und dem Innenring 06 ist weiterhin ein erster Zwischenraum 12 ausgebildet, der gegen das Eindringen von Schmutzwasser oder Ähnlichem abgedichtet werden soll.

Auf die Tretkurbelwelle 01 sind beabstandet zwei Wälzlager 13 aufgepresst, je- weils bestehend aus dem Innenring 06, dem Außenring 03, mehreren zwischen den beiden Lagerringen 03, 06 angeordneten Wälzkörpern 07, dem Dichtungs- ring 08 und der Elastomer-Dichtung 09. Die beiden Wälzlager 13 sind zumin- dest teilweise von dem aus zwei Gehäuseteilen bestehenden Gehäuse 11 um geben. Die beiden Gehäuseteile 11 werden miteinander mittels eines Anzugs- bolzens 14 fixiert. Das Gehäuse 11 ist im Bereich des Wälzlagers 13 mehrfach abgewinkelt ausgebildet, sodass es das Wälzlager 13 fast vollständig an zwei Seiten abdeckt. Zwischen dem Außenring 03 und dem Gehäuse 11 ist ein zwei- ter Zwischenraum 16 ausgebildet, der gegen Schmutzwasser abzudichten ist. Der Innenring 06 ist drehfest mit der Tretkurbelwelle 01 verbunden und rotiert mit dieser. Zwischen dem Außenring 03 und dem Innenring 06 ist die Elasto- mer-Dichtung 09 radial angeordnet. Weitere Einzelheiten der Elastomer- Dichtung 09 sind in Figur 2 gezeigt.

Figur 2 zeigt einen Ausschnitt der Dichtungsanordnung 02 auf der Tretkurbel- welle 01 in Querschnittsansicht. Der Außenring 03 weist an seiner radial außen- liegenden Fläche 17 eine erste Nut 18 auf, die dezentral liegt und umlaufend ausgebildet ist. In der Nut 18 ist der Dichtungsring 08 angeordnet, die an dem Gehäuse 11 zum Anliegen kommt und dichtend wirkt. Der Außenring 03 weist an seiner innenliegenden Fläche 19 eine zweite Nut 21 auf. Der Innenring 06 weist an seiner innenliegenden Fläche 22 eine Nut 23 auf. In der zweiten Nut 21 des Außenrings 03 und in der Nut 23 des Innenrings 06 ist die Elastomer- Dichtung 09 dichtend angeordnet.

Die Elastomer-Dichtung 09 besteht aus Elastomer und umfasst einen Dich- tungskörper 24, der an seinem Innenumfang 26 und Außenumfang 27 abge- winkelt ausgebildet ist sowie hier an einer Seitenfläche 28 zwei Vorsprünge 29 aufweist. Der Innenumfang 26 und der Außenumfang 27 des Dichtungskörpers 24 sind in die gleiche axiale Richtung, zum Wälzkörper 07 hin, abgewinkelt. An dem Innenumfang 26 des Dichtungskörpers 24 sind hier zwei Dichtlippen 31 ausgebildet, die dichtend in der Nut 23 des Innenrings 06 anliegen. Die beiden Dichtlippen 31 sind entgegengesetzt abgewinkelt ausgebildet, sodass sie ge- meinsam ein V bilden. Es können aber auch mehr als zwei Dichtlippen vorhan- den sein, die zueinander in einem Winkel ausgerichtet sind. Der Außenumfang 27 des Dichtungskörpers 24 ist verstärkt ausgebildet, wobei das Volumen zum Dichtungskörper 24 hin abnimmt und einen Klemmwulst bildet, der in der zwei- ten Nut 21 des Außenrings 03 drehfest angeordnet ist und dort einen festen Dichtungssitz gewährleistet.

Die beiden Vorsprünge 29 sind axial parallel zur Rotationsachse 04 ausgerich- tet und liegen dichtend an dem Gehäuse 11 an. Die beiden Vorsprünge 29 sind in die entgegengesetzte Richtung zu dem Innenumfang 26 und dem Außenum- fang 27 des Dichtungskörpers 24 ausgerichtet und unterstützen das Abdichten des zweiten Zwischenraumes 16 zwischen dem Außenring 03 und dem Gehäu- se 11. Weiterhin unterstützen die beiden Vorsprünge 29 den festen Sitz der Elastomer-Dichtung 09 und verhindern das Abheben der Dichtlippen 31 von dem Innenring 06. Somit dienen die beiden Vorsprünge 29 ebenfalls der Ab- dichtung des ersten Zwischenraums 12 zwischen den beiden Lagerringen 03, 06. Das Wälzlager 13 weist die Ringdichtung 08, die axial außenliegende

Elastomer-Dichtung 09 sowie eine axial innenliegende weitere Dichtung 32 auf.

Bezugszeichenliste

01 Tretkurbelwelle

02 Dichtungsanordnung

03 Außenring

04 Rotationsachse

05 -

06 Innenring

07 Wälzkörper

08 Dichtungsring

09 Elastomer-Dichtung

10

11 Gehäuse

12 erster Zwischenraum

13 Wälzlager

14 Anzugsbolzen

15 -

16 zweiter Zwischenraum

17 außenliegende Fläche des Außenrings 03 18 erste Nut des Außenrings 03

19 innenliegende Fläche des Außenrings 03

20

21 zweite Nut des Außenrings 03

22 innenliegende Fläche des Innenrings 06 23 Nut des Innenrings 06

24 Dichtungskörper

25 -

26 Innenumfang des Dichtungskörpers 24

27 Außenumfang des Dichtungskörpers 24 28 Seitenfläche des Dichtungskörpers 24

29 Vorsprung

30 -

31 Dichtlippe

32 Dichtung