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Patent Searching and Data


Title:
SEAL, SEAL ARRANGEMENT AND MULTI-WAY FLUID VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/206741
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a seal (26, 28) for using in a fluid valve (2) and for dividing a valve chamber between two adjacent connections (10, 12, 14, 16) of the fluid valve (2), in which an adjustable valve body (18) of the fluid valve (2) is arranged. The seal (26, 28) divides the valve chamber, which is formed by a valve housing (4, 6) and the adjustable valve body (18), into a first valve chamber VKI and a second valve chamber VKII, according to a position of the valve body (18), in order to stop the flow of a fluid between the first valve chamber VKI and the second valve chamber VKII according to the position of the valve body (18). The seal (26, 28) comprises an elastically deformable anchoring section (28)VG on the side of the valve housing, for inserting into a groove-type valve housing recess (7) and for a dynamically sealing arrangement against the valve housing recess (7) and a section (28) VK on the side of the valve body, for a statically sealing arrangement against the valve body (18). The invention further relates to a sealing arrangement comprising such a seal and to a multi-way fluid valve comprising such a sealing arrangement.

Inventors:
POPA, Alexandru
POP, Daniel-Marius
BELIN, Cosmin
Application Number:
EP2019/059799
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
April 16, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CPT GROUP GMBH (Vahrenwalder Straße 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
F16K5/06; F01P7/14; F16J15/02; F16J15/06; F16J15/10; F16K5/20; F16K11/087
Foreign References:
FR2987094A12013-08-23
CA616199A1961-03-14
US6494466B12002-12-17
US4006882A1977-02-08
US4165859A1979-08-28
DE10312801A12004-09-30
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
BARZ, Torsten (Sodener Str. 9, Schwalbach, 65824, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Dichtung zur Verwendung in einem Fluidventil (2) und zur Unterteilung einer Ventilkammer zwischen zwei benachbarten Anschlüssen (10, 12, 14, 16) des Fluidventils (2), in welcher ein stellbarer Ventilkörper (18) des Fluidventils (2) angeordnet ist, in eine erste Ventilkammer (VKi) und eine zweite Ventilkammer (VKn) , und zwar abhängig von einer Stellung des Ventilkörpers (18), um einen Fluss eines Fluides zwischen der ersten Ventilkammer (VKi) und der zweiten Ventilkammer (VKn) abhängig von der Stellung des Ventilkörpers (18) zu unterbinden, wobei die Dichtung (26, 28) einen ventilgehäuseseitigen, elastisch verformbaren Verankerungsabschnitt (28VG) zum Einstecken in eine nut¬ förmige Ventilgehäuseaussparung (7) und zur dynamisch dichtenden Anlage gegen die Ventilgehäuseaussparung (7) aufweist sowie einen ventilkörperseitigen Abschnitt (28VK) zur statisch dichtenden Anlage gegen den Ventilkörper (18) .

2. Dichtung nach Anspruch 1, wobei der Verankerungsabschnitt (28VG) zwei federartige Verankerungselemente (34) umfasst, welche zueinander elastisch beabstandbar sind und eine sich in einer Längsrichtung (Z - Z) der Dichtung (26, 28) erstreckende Nut (36) bilden.

3. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die beiden Ver ankerungselemente (34) im Bereich ihrer Anlage gegen die Ventilgehäuseaussparung (7) jeweils eine ventilgehäu seseitige, konvexe Auswölbung (35) aufweisen.

4. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der

ventilkörperseitige Abschnitt (28VK) flanschartig ausge¬ bildet ist, wobei der Flansch ventilkörperseitig kor¬ respondierend zur jeweiligen Kontur des Ventilkörpers (18) ausgeformt ist.

5. Dichtung nach Anspruch 4, wobei der Flansch gleichschenklig ausgebildet ist.

6. Dichtung nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Flansch mit parallelen Innenflächen (40) ausgebildet ist.

7. Dichtung nach Anspruch 4, 5 oder 6, wobei der Flansch mit geneigten Innenflächen (40) ausgebildet ist.

8. Dichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei der Flansch mit gerundeten Kanten und Übergängen ausgebildet ist.

9. Dichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dichtung (26, 28) einteilig oder mehrteilig ausgebildet ist .

10. Dichtung nach Anspruch 9, wobei zwei benachbarte Dich¬ tungsabschnitte (28) über ein Verbindungstück (44) mit einander verbunden sind.

11. Dichtungsanordnung umfassend:

• ein Ventilgehäuse (6) eines Fluidventils (2)

• einen stellbaren Ventilkörper (18) innerhalb des

Ventilgehäuses (6) sowie

• eine Dichtung (26, 28) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Dichtung (26, 28) zwischen dem Ventilgehäuse (6) und dem Ventilkörper (18) angeordnet ist und eine durch das Ventilgehäuse (6) und den Ventilkörper (18) gebildete Ventilkammer zwischen zwei benachbarten Anschlüssen (10, 12, 14, 16) des Fluidventils (2) und abhängig von einer Stellung des Ventilkörpers (18) in eine erste Ventilkammer (VKi) und eine zweite Ventilkammer (VKn) unterteilt, um einen Fluss eines Fluides zwischen der ersten Ventilkammer (VKi) und der zweiten Ventilkammer (VKn) abhängig von der Stellung des Ventilkörpers (18) zu unterbinden.

12. Mehrwege-Fluidventil mit einer Dichtungsanordnung nach

Anspruch 11, bei dem durch die Dichtung (26, 28) abhängig von einer Stellung des Ventilkörpers (18) einerseits ein gewünschter Fluss eines Fluides zwischen den Anschlüssen

(10, 12, 14, 16) des Mehrwege-Fluidventils (2) hergestellt ist und andererseits ein Fluss des Fluides zwischen der ersten Ventilkammer (VKi) und der zweiten Ventilkammer (VKn) unterbunden ist.

13. Verwendung einer Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 in einem Fluidventil (2) .

14. Verwendung nach Anspruch 13, wobei das Fluidventil (2) als Kühlwasserventil, insbesondere eines Fahrzeugs verwendet wird .

Description:
Dichtung, Dichtungsanordnung und Mehrwege-Fluidventil

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dichtung, eine Dich tungsanordnung mit einer solchen Dichtung und ein Mehrwege- -Fluidventil mit einer solchen Dichtungsanordnung. Die Dichtung ist dabei zur Verwendung in einem Fluidventil, insbesondere in Gestalt eines Mehrwege-Kühlwasserventils , insbesondere eines Fahrzeugs vorgesehen.

Unter einem Fahrzeug ist dabei jede Art von Fahrzeug zu verstehen, welches zum Betrieb mit einem flüssigen und/oder gasförmigen Kraftstoff versorgt werden muss, insbesondere aber Personen kraftwagen und/oder Nutzfahrzeuge. Ferner kann es sich beim Fahrzeug auch um ein teilelektrisches oder vollelektrisches Fahrzeug handeln, insbesondere aber um Personenkraftwagen und/oder Nutzfahrzeuge.

Dichtungen als solche können unterschiedliche Aufgaben haben. Sie können z.B. dem Zweck dienen, ungewollte Fluidverluste zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen. Unter einem Fluid kann dabei ein flüssiges und/oder gasförmiges Medium verstanden werden .

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Dichtung be reitzustellen, mit der sich innerhalb eines Fluidventils be darfsweise voneinander unabhängige Fluidflüsse einstellen lassen. Des Weiteren ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Fluidventil mit einer solchen Dichtung bereitzustellen. Die Dichtung soll dabei ferner kostengünstig herstellbar sein.

Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 gelöst, der eine Dichtung zur Verwendung in einem Fluidventil unter Schutz stellt. Es wird ferner eine Dichtungsanordnung unter Schutz gestellt (vgl. Anspruch 11), die eine solche Dichtung umfasst. Ferner wird ein Fluidventil in Gestalt eines Mehrwege-Fluidventils vorge schlagen (vgl. Anspruch 12) . Des Weiteren wird eine Verwendung der Dichtung in einem Fluidventil, insbesondere in Gestalt eines Mehrwege-Fluidventils vorgeschlagen (vgl. Anspruch 13). Vor teilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche .

Die vorgeschlagene Dichtung ist zur Verwendung in einem Flu idventil und zur Unterteilung einer Ventilkammer zwischen zwei benachbarten Anschlüssen des Fluidventils vorgesehen, in welcher ein stellbarer Ventilkörper des Fluidventils angeordnet. Die Ventilkammer wird dabei durch die Dichtung abhängig von einer Stellung des Ventilkörpers in eine erste Ventilkammer und eine zweite Ventilkammer unterteilt, um einen Fluss eines Fluides zwischen der ersten Ventilkammer und der zweiten Ventilkammer abhängig von der Stellung des Ventilkörpers zu unterbinden.

Die Dichtung weist dabei einen ventilgehäuseseitigen, elastisch verformbaren Verankerungsabschnitt zum Einstecken in eine nutförmige Ventilgehäuseaussparung und zur dynamisch dichtenden Anlage gegen die Ventilgehäuseaussparung auf sowie einen ventilkörperseitigen Abschnitt zur statisch dichtenden Anlage gegen den Ventilkörper.

Dynamisch dichtwirkend bedeutet dabei, dass je nach sich im Fluidventil einstellenden fluidischen bzw. hydraulischen Druckbedingungen eine Relativbewegung zwischen dem abdichtenden Verankerungsabschnitt und der Ventilgehäuseaussparung entstehen kann. Statisch dichtwirkend hingegen bedeutet dabei, dass der ventilkörperseitige Abschnitt der Dichtung bei der Abdichtung gegenüber dem Ventilkörper feststeht und somit keine Rela tivbewegung entsteht.

Der Verankerungsabschnitt der Dichtung kann dabei z.B. zwei federartige Verankerungselemente umfassen, welche zueinander elastisch beabstandbar sind und eine sich in einer Längsrichtung der Dichtung erstreckende Nut bilden. Diese beiden elastisch verformbaren Verankerungselemente verleihen der Dichtung eine für das Zusammenwirken mit der Ventilgehäuseaussparung not wendige Elastizität bzw. Verformbarkeit. Die beiden Veranke- rungselemente weisen ferner im Bereich ihrer Anlage gegen die Ventilgehäuseaussparung jeweils eine ventilgehäuseseitige, konvexe Auswölbung auf, die als solche linienartig und/oder flächenartig dichtend mit der Ventilgehäuseaussparung zusam menwirkt .

Der ventilkörperseitige Abschnitt der Dichtung hingegen ist flanschartig ausgebildet, wobei der Flansch ventilkörperseitig korrespondierend zur jeweiligen Kontur des stellbaren Ven tilkörpers ausgeformt ist. Der Ventilkörper kann dabei z.B. zylinderförmig und/oder kugelförmig ausgebildet sein. Grund sätzlich ist die Kontur des Ventilkörpers beliebig gestaltbar. Der Flansch kann ferner gleichschenklig, mit parallelen In nenflächen, mit geneigten Innenflächen und/oder mit gerundeten Kanten und Übergängen ausgebildet sein.

Die vorgeschlagene Dichtung kann z.B. ein- oder mehrteilig ausgebildet sein. Im letzteren Fall sind zwei benachbarte Dichtungsabschnitte über ein Verbindungstück miteinander verbunden .

Die vorgeschlagene Dichtungsanordnung umfasst:

• ein Ventilgehäuse eines Fluidventils

• einen stellbaren Ventilkörper innerhalb des Ventilgehäuses sowie

• eine Dichtung der zuvor beschriebenen Art, wobei die Dichtung zwischen dem Ventilgehäuse und dem Ven tilkörper angeordnet ist und eine durch das Ventilgehäuse und den Ventilkörper gebildete Ventilkammer zwischen zwei benachbarten Anschlüssen des Fluidventils und abhängig von einer Stellung des Ventilkörpers in eine erste Ventilkammer und eine zweite Ventilkammer unterteilt, um einen Fluss eines Fluides zwischen der ersten Ventilkammer und der zweiten Ventilkammer abhängig von der Stellung des Ventilkörpers zu unterbinden. Das vorgeschlagene Mehrwege-Fluidventil umfasst die zuvor beschriebene Dichtungsanordnung. Durch die Dichtung lässt sich dabei vorteilhafterweise abhängig von einer Stellung des Ventilkörpers einerseits ein gewünschter Fluss eines Fluides zwischen den Anschlüssen des Fluidventils hersteilen und an dererseits ein Fluss des Fluides zwischen der ersten Ventilkammer und der zweiten Ventilkammer unterbunden. Das Mehrwege-Fluid ventil kann dabei als Mischventil und/oder Verteilerventil fungieren .

Bei der vorgeschlagenen Verwendung der Dichtung kann das Fluidventil als Kühlwasserventil, insbesondere eines Fahrzeugs verwendet werden.

Im Weiteren wird die Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren darstellungen im Einzelnen erläutert. Aus den Unteransprüchen und der nachfolgend detaillierten Beschreibung von vorgeschlage nen Ausführungsformen ergeben sich weitere vorteilhafte Wei terbildungen der Erfindung. Hierzu zeigen:

Fig.l ein Beispiel für ein Mehrwege-Fluidventil in einer perspektivischen Ansicht,

Fig.2 das in Fig.l gezeigte Mehrwege-Fluidventil in einer ersten Schnittdarstellung,

Fig.3 das in Fig.l gezeigte Mehrwege-Fluidventil in einer zweiten Schnittdarstellung,

Fig.4 das in Fig.l gezeigte Mehrwege-Fluidventil in einer dritten Schnittdarstellung,

Fig.5 die in Fig.4 gezeigte Schnittdarstellung in einer perspektivischen Ansicht,

Fig.6 ein erstes Dichtungsteil in einer perspektivischen

Ansicht, Fig.7a eine Verbindung zweier benachbarter Dichtungsab schnitte mittels eines Verbindungstücks in einer perspektivischen Ansicht,

Fig.7b eine vergrößerte Darstellung des in Fig.7a gezeigten oberen Dichtungsabschnitts und des Verbindungstücks,

Fig.7c eine vergrößerte Darstellung des in Fig.7b gezeigten

Dichtungsabschnitts ohne das Verbindungstück,

Fig.7d einen Abschnitt des in Fig.6 gezeigten Dichtungsteils .

Fig.8 eine Schnittdarstellung einer Dichtungsanordnung mit der in Fig.7a gezeigten Verbindungsanordnung,

Fig.9 eine weitere Schnittdarstellung der in Fig.8 gezeigten

Dichtungsanordnung sowie

Fig.10 eine Schnittdarstellung einer alternativen Dich

tungsanordnung .

Gleiche oder gleichwirkende Merkmale sind über alle Figuren hinweg mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.

Fig.l veranschaulicht ein Mehrwege-Kühlwasserventil 2 - auch Kühlwassersteuerventil oder Kühlwasserregelventil genannt - zur Verwendung in einer Kühlwasserventileinheit - auch Kühlwas sersteuerventileinheit genannt -, die als solche zur Verwendung in einem Kühlwasserkreislauf eines Fahrzeugs vorgesehen ist. Die Kühlwasserventileinheit umfasst dabei neben dem Mehrwe ge-Kühlwasserventil 2 auch eine - hier nicht dargestellte - Aktuatoreinheit zur Steuerung eines zwischen dem Ventilgehäuse 4 und dem Ventilgehäusedeckel 6 angeordneten, verschwenkbar stellbaren Ventilkörpers 18 ( siehe dazu z . B . Fig.2), über welchen ein gewünschter Kühlwasserfluss zwischen den einzelnen An schlüssen 8, 10, 12, 14, 16 einstellbar ist. Das Mehrwe- ge-Kühlwasserventil 2 kann dabei z.B. als Mischventil und/oder Verteilerventil fungieren.

Fig.2 veranschaulicht eine erste Stellung des Ventilkörpers 18, in welcher einerseits ein erster Kühlwasserfluss zwischen den Anschlüssen 10, 12, 16 und über einen Durchlass 22 im ab schnittsweise kugelförmig ausgebildeten Ventilkörper 18 er möglicht wird, und andererseits ein zweiter Kühlwasserfluss zwischen den Anschlüssen 8, 14 und über einen weiteren Durchlass 24 des Ventilkörpers 18. Zwischen den Anschlüssen 10, 12, 14, 16 und dem Ventilkörper 18 ist jeweils eine Dichtung 20 vorgesehen, die abhängig von einer Schließstellung des Ventilkörpers 18, in welcher der jeweilige Anschluss 10, 12, 14, 16 zu schließen und abzudichten ist, einerseits gegenüber dem Ventilkörper 18 statisch dichtend wirkt und andererseits gegenüber dem Ven tilgehäuse 4 dynamisch dichtend wirkt. Die eingangs beschriebene Unterscheidung zwischen einer dynamischen und statischen Dichtwirkung ist dabei analog anzuwenden. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle angemerkt, dass sich der Ventilkörper 18 in keiner der Figurendarstellungen in Bezug auf irgendeine der Dichtungen 20 in einer Schließstellung befindet. Folglich ist keiner dieser Anschlüsse 10, 12, 14, 16 vollständig geschlossen und somit abgedichtet dargestellt.

In der Fig.2 befindet sich der Ventilkörper 18 aber in Bezug auf die beiden unteren Dichtungsabschnitte 28 einer weiteren Dichtung 26 (vgl. dazu Fig.6) - welche zur Unterteilung einer Ventilkammer, die durch das Ventilgehäuse 6 und den Ventilkörper 18 gebildet wird, zwischen zwei benachbarten Anschlüssen 12, 14, 16 vorgesehen ist - in einer aktivierenden bzw. schließenden Stellung, in welcher der Ventilkörper 18 mit den beiden

Dichtungsabschnitten 28 zusammenwirkt und dabei die Ventilkammer zwischen den benachbarten Anschlüssen 12, 14 einerseits und den benachbarten Anschlüssen 14, 16 andererseits in eine erste Ventilkammer VKi und eine zweite Ventilkammer VKn unterteilt (vgl. dazu auch Fig.9) . In dieser ersten Stellung des Ventilkörpers 18 kommt der zuvor beschriebene erste Kühlwasserfluss zwischen den Anschlüssen 10, 12, 16 und über den Durchlass 22 einerseits und der zweite Kühlwasserfluss zwischen den Anschlüssen 8, 14 und über den Durchlass 24 andererseits zustande, ohne dass sich die beiden Kühlwasserflüsse miteinander vermengen. Der Kühlwas serfluss zwischen diesen beiden Ventilkammern VKi, VKn ist vielmehr durch eine Aktivierung der jeweiligen Dichtungsab schnitte 28 infolge des Zusammenwirkens mit dem Ventilkörper 18 wunschgemäß gänzlich unterbunden.

In der Fig.3 befindet sich der Ventilkörper 18 in Bezug auf den rechten oberen und den linken unteren Dichtungsabschnitt 28 in einer aktivierenden bzw. schließenden Stellung, in welcher einerseits ein erster Kühlwasserfluss zwischen den Anschlüssen 10, 16 und über den Durchlass 22 und andererseits ein zweiter Kühlwasserfluss zwischen den Anschlüssen 8, 12, 14 und über den Durchlass 24 wunschgemäß zustande kommt.

In der Fig.4 und Fig.5 befindet sich der Ventilkörper 18 in einer gegenüber der Fig.3 um 90° gegen den Uhrzeigersinn verschwenkten Stellung. Dabei befindet sich der Ventilkörper 18 in Bezug auf den linken oberen und den rechten unteren Dichtungsabschnitt 28 in einer aktivierenden bzw. schließenden Stellung, in welcher einerseits ein erster Kühlwasserfluss zwischen den Anschlüssen 14, 16 und über den Durchlass 22 und andererseits ein zweiter Kühlwasserfluss zwischen den Anschlüssen 8, 10, 12 und über den Durchlass 24 wunschgemäß zustande kommt.

Fig.6 veranschaulicht einen ersten Teil einer mehrteiligen Dichtung 26, der als solcher vier einzelne Dichtungsabschnitte 28 aufweist. Diese Dichtungsabschnitte 28 sind dabei über je einen Stegabschnitt 30 an einem kreisringförmigen Verbin dungsabschnitt 32 angeformt. Die Dichtungsabschnitte 28, die Stegabschnitte 30 sowie der Verbindungsabschnitt 32 bilden dabei ein einstückiges bzw. einteiliges Dichtungsteil , welches aus einem Kunststoff gespritzt ist. Zur Dichtung 26 gehört weiterhin ein - wenn auch nur teilweise in Fig.7 dargestellter -, zweiter Teil. Der erste und zweite Teil der Dichtung 26 sind dabei z.B. als Gleichteile ausgebildet. Grundsätzlich muss es sich dabei aber nicht um Gleichteile handeln. Auch ist die gezeigte Ausbildung des ersten und zweiten Dichtungsteils (vgl. Fig.6 & Fig.7) nur beispielhaft zu ver stehen. Die räumliche Erstreckung der Dichtung 26 kann je nach Anwendungsfall unterschiedlich ausfallen. Somit eröffnet sich für einen Fachmann ein entsprechend großer Spielraum bei der räumlichen Ausgestaltung einer solchen Dichtung.

Der erste und zweite Teil der Dichtung 26 sind dabei an den freien Enden ihrer jeweiligen Dichtungsabschnitte 28 über je ein Verbindungsstück 44 miteinander verbunden (vgl. Fig.7).

Fig.7 umfasst die Fig.7a, Fig.7b, Fig.7c und Fig.7d. In Fig.7a sind zwei benachbarte Dichtungsabschnitte 28 gezeigt, die mittels des Verbindungsstücks 44 miteinander verbunden sind. Die beiden Dichtungsabschnitte 28 umfassen dabei ventilgehäuse seitig jeweils einen elastisch verformbaren Verankerungsab schnitt 28 VG in Gestalt zweier federartiger Verankerungselemente 34, welche zueinander elastisch beabstandbar bzw. verformbar sind und eine sich in einer Längsrichtung des jeweiligen Dichtungsabschnitts 28 erstreckende Nut 36 bilden. Das Ver bindungsstück 44 schließt sich dabei formschlüssig und bündig an die Formgebung der beiden Dichtungsabschnitte 28 an. In der besagten Längsrichtung ist an den beiden Enden des Verbin dungsstücks 44 jeweils ein Zapfen 50 angeformt, der sich in die jeweils zugeordnete Nut 36 erstreckt. Der Dichtungsabschnitt 28 weist ventilkörperseitig einen flanschartig ausgebildeten Abschnitt 28 VK auf, welcher korrespondierend zur abschnittsweise kugelförmigen Kontur des Ventilkörpers 18 ausgeformt ist. Grundsätzlich kann der Ventilkörper z.B. zylinderförmig und/oder kugelförmig ausgebildet sein. In Fig.7c ist ferner zu erkennen, dass der mittlere Bereich des zu fügenden Endes 38 des Dich tungsabschnitts 28 gegenüber den beiden flankierenden

Flanschabschnitten 42 geringfügig zurückgesetzt ist. Das Verbindungsstück 44 hingegen ist in der besagten Längsrichtung an seinen beiden Enden entsprechend komplementär zum jeweiligen Ende 38 ausgebildet, um sich - wie zuvor beschrieben - ent sprechend formschlüssig und bündig an die Formgebung des je weiligen Dichtungsabschnitts 28 anzuschließen. Dabei sind die beiden flankierenden Flanschabschnitte 46 gegenüber dem mittleren Bereich 48 des Verbindungsstücks 44 geringfügig zurückgesetzt .

Alternativ zur Darstellung in Fig.7 könnten die einzelnen Verbindungsstücke 44 auch einstückig bzw. einteilig miteinander ausgeformt sein. Dazu stelle man sich die Flanschabschnitte 46 entsprechend verlängert bzw. umlaufend vor, d.h. sich von Verbindungsstück 44 zu Verbindungstück 44 erstreckend.

Die Dichtungsanordnung nach Fig.8 zeigt das Ventilgehäuse 6 nebst dem Ventilgehäusedeckel 4 und den dazwischen angeordneten Ventilkörper 18. Zwischen dem Ventilgehäuse 6 und dem Ventil körper 18 befinden sich zwei benachbarte Dichtungsabschnitte 28, die über das Verbindungsstück 44 miteinander verbunden sind. Der Ventilkörper 18 befindet sich dabei in einer aktivierenden bzw. schließenden Stellung, in welcher er mit den beiden Dich tungsabschnitten 28 und dem Verbindungsstück 44 zusammenwirkt und dabei die durch das Ventilgehäuse 6 und den Ventilkörper 18 gebildete Ventilkammer zwischen zwei benachbarten Anschlüssen 10, 12, 14, 16 des Fluidventils 2, entsprechend der vorher gehenden Beschreibung, in eine erste Ventilkammer VKi und eine zweite Ventilkammer VKn unterteilt (vgl. dazu auch Fig.9) .

Die zwei federartigen Verankerungselemente 34 sind in eine nutförmige Ventilgehäuseaussparung 7 klemmend eingesteckt und dabei elastisch verformt. Im Bereich ihrer Anlage gegen die Ventilgehäuseaussparung 7 weisen diese beiden Verankerungs elemente 34 jeweils eine ventilgehäuseseitige, konvexe Aus bauchung bzw. konvexe Auswölbung 35 auf, über welche eine Klemmkraft erzeugt wird und welche als solche linienartig und/oder flächenartig und dabei dynamisch dichtend mit der Ventilgehäuseaussparung 7 zusammenwirkt. In der Längsrichtung Y - Y bzw. in einer bezüglich des kugelförmigen Ventilkörper abschnitts 18 radialen Richtung Y - Y sind die beiden Veran kerungselemente 34 gegenüber der Ventilgehäuseaussparung 7 hinreichend beabstandet (vgl. Fig.9, Abstand 37) und bilden mit der Ventilgehäuseaussparung 7 einen Zwischenraum 9 (vgl. Fig.9) . Je nach den sich in den beiden Ventilkammern VKi, VKII darstellenden Druckbedingungen bzw. Druckverhältnissen ri, pii, kann ein unter Druck stehendes Kühlwasser, welches in diesen Zwischenraum 9 eindringt, einer Bewegung des Dichtungsabschnitts 28 in der radialer Richtung Y - Y vorteilhafterweise entgegenwirken und dabei zugleich die linienartige und/oder flächenartige, statisch dichtende Anlage des flanschartigen Abschnitts 28 VK gegen den Ventilkörper 18 unterstützen. D.h., dass das Kühlwasser zudem vorteilhafterweise kraftverstärkend in Bezug auf die Klemmkraft zwischen der jeweiligen Auswölbung 35 und der Ventilgehäuse aussparung 7 wirken kann. Der Flanschabschnitt 28 VK ist dabei z.B. gleichschenklig und mit geneigten Innenflächen 40 ausgebildet. Alternativ dazu ließe sich der Flanschabschnitt 28 VK auch mit parallelen Innenflächen ausbilden.

In Fig.10 ist eine alternative Ausgestaltung in Bezug auf den Dichtungsabschnitt 28 zu sehen, bei der die beiden federartigen Verankerungselemente 34 im Vergleich zur Fig.9 schmaler aus ¬ gestaltet sind. Die Verankerungselemente 34 weisen dabei im Bereich ihrer beiden oberen Enden jeweils eine gehäuseseitige, konvexe Auswölbung 35 auf. Der Flanschabschnitt 28 VK ist dabei ebenfalls gleichschenklig und mit geneigten Innenflächen 40 ausgebildet (vgl. Neigungswinkel X°) . Gegenüber der Fig.9 weist diese Ausgestaltung allerdings gerundete Kanten und Übergänge auf .

Bei genauerer Betrachtung ist in den Figuren 9 und 10 eine geringfügige Überschneidung zwischen den jeweiligen Auswöl bungen 35 und der jeweiligen Ventilgehäuseaussparung 7 zu erkennen. Dies ist eine bewusst dargestellte Überzeichnung, die als solche durch eine entsprechend elastische Verformung der jeweiligen Verankerungselemente 34 auszugleichen ist. Die resultierende elastische Verformung muss sich der Leser dabei vorstellen .

Allen vorhergehenden Ausführungen zur Dichtung 26 ist gemein, dass das erste und zweite Dichtungsteil vorzugsweise aus einem Hart-Kunststoff gespritzt sein können. Unter einem

Hart-Kunststoff kann dabei ein Kunststoff verstanden werden, der als solcher an der jeweils dichtenden Kontaktstelle linienartig und/oder flächenartig dichtwirkend ist und der sich beim Zu sammenwirken mit dem Ventilkörper 18 elastisch nicht oder zumindest so gut wie nicht elastisch verformen lässt. Ein solcher Kunststoff ist z.B. PTFE (PTFE steht dabei für Polytetra fluorethylen) und dergleichen mehr.

Die Verbindungsstücke 44 hingegen können aus einem weicheren Kunststoff - etwa aus einem EPDM-Kunststoff (EPDM steht dabei für Ethylen-Propylen-Dien) und dergleichen mehr - gespritzt sein, der sich als solcher beim Zusammenwirken mit dem Ventilkörper 18 elastisch verformen lässt. In Verbindung mit den zuvor genannten Hart-Kunststoff-Dichtungsteilen fungiert ein solches Verbin dungsstück 44 zudem als Ausgleichselement.

Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung exemplarische Aus führungen erläutert wurden, sei darauf hingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen lediglich um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau in keiner Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende Beschreibung ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einer exemp larischen Ausführung gegeben, wobei diverse Änderungen, ins besondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung der be schriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen und diesen äquivalenten Merkmalskombinationen ergibt.