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Title:
SEAL ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/105606
Kind Code:
A1
Abstract:
Seal arrangement (1) for sealing off a gap between a machine element (2) and a housing (3), comprising at least one sealing element (4), which is made at least partly of polymer material, wherein the sealing element (4) has an annular configuration, wherein the sealing element (4) has at least one first annular element (5) and at least one second annular element (6), wherein the first element (5) is electrically conductive and the second element (6) is electrically insulating, wherein the first element (5) is spaced axially apart from the second element (6).

Inventors:
NAHRWOLD, Olaf (Albert-Haueisen-Ring 17, Ludwigshafen, 67071, DE)
SINDLINGER, Stefan (Im Langgewann 43, Weinheim, 69469, DE)
TRABER, Boris (Adalbert-Stifter-Ring 13, Hirschberg, 69493, DE)
MOELLER, Sascha (Im Wiesengrund 2, Gilserberg, 34630, DE)
Application Number:
EP2018/071917
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
August 13, 2018
Export Citation:
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Assignee:
CARL FREUDENBERG KG (Höhnerweg 2-4, Weinheim, 69469, DE)
International Classes:
F16J15/06; F16J15/3296; G01M3/16; G01M3/18; G01M3/40; G01M13/00
Foreign References:
US20120119448A12012-05-17
US20170172018A12017-06-15
DE102014010269A12016-01-14
JPS60245874A1985-12-05
DE102007007405B42011-05-05
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Claims:
Patentansprüche

1 Dichtungsanordnung (1 ) zur Abdichtung eines Spaltes zwischen einem

Maschinenelement (2) und einem Gehäuse (3), umfassend zumindest ein Dichtelement (4), welches zumindest teilweise aus polymerem Werkstoff ausgebildet ist, wobei das Dichtelement (4) ringförmig ausgebildet ist, wobei das Dichtelement (4) zumindest ein erstes ringförmiges Element (5) und zumindest ein zweites ringförmiges Element (6) aufweist, wobei das erste Element (5) elektrisch leitfähig und das zweite Element (6) elektrisch isolierend ausgebildet ist, wobei das erste Element (5) axial benachbart zu dem zweiten Element (6) angeordnet ist.

2 Dichtungsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (4) aus PTFE ausgebildet ist.

3 Dichtungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass aus dem zweiten Element (6) eine Dichtlippe (7) ausgebildet ist, welche an dem Maschinenelement (2) anliegt.

4. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch

gekennzeichnet, dass der Werkstoff des ersten Elements (5) mit elektrisch leitfähigen Partikeln versehen ist. 5. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch

gekennzeichnet, dass das Dichtelement (4) mit elektrisch leitfähigen Kontaktelementen (18) versehen ist.

6. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch

gekennzeichnet, dass das Dichtelement (4) zwei zweite Elemente (6) aufweist, wobei zwischen den beiden zweiten Elementen (6) ein erstes Element (5) angeordnet ist.

7. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (3) einen Einbauraum (9) für das Dichtelement (4) aufweist, wobei der Einbauraum (9) mit einer eine Isolierung (10) bildenden Auskleidung (1 1 ) versehen ist.

8. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres Dichtelement (12) vorgesehen ist, welches eine radiale Vorspannung des Dichtelementes (4) an das Maschinenelement (2) bewirkt.

9. Dichtungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Dichtelement (12) aus elastomerem Werkstoff ausgebildet ist.

Description:
Dichtungsanordnung

Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung zur Abdichtung eines Spaltes zwischen einem Maschinenelement und einem Gehäuse, umfassend zumindest ein Dichtelement, welches zumindest teilweise aus polymerem Werkstoff ausgebildet ist, wobei das Dichtelement ringförmig ausgebildet ist.

Dichtungen, insbesondere dynamisch beanspruchte Dichtungen nutzen sich über die vorgesehene Lebensdauer ab, wobei verschiedene

Abnutzungsphänomene zum Tragen kommen. Durch Materialermüdung lässt die Kontaktspannung des Dichtelementes nach, ebenso nimmt die

Anpresskraft ab. Durch Verschleiß und Setzverhalten ändern sich die Dimensionen des Dichtelementes. Diese Vorgänge führen dazu, dass es zunächst zu einer Leckage und anschließend zu einem Ausfall des

Dichtsystems kommt.

Zur Leckage-Überwachung von Dichtungen ist es bekannt, in die Dichtung eine Einrichtung zur Leckage-Überwachung zu integrieren. Aus der DE 10 2007 007 405 B4 ist eine elektrische Einrichtung zur Erkennung des

Verschleißzustandes eines dynamischen Dichtelementes bekannt. Das Dichtelement umfasst einen elektrisch leitfähigen Abschnitt und einen elektrisch nicht-leitfähigen Abschnitt, welcher mit dem abzudichtenden Maschinenelement in Kontakt steht. Das Maschinenelement ist ebenfalls elektrisch leitfähig. Durch Verschleiß des Dichtelementes nutzt sich das elektrisch nicht-leitende Dichtmaterial ab, so dass das elektrisch leitende Dichtmaterial in Kontakt mit dem Maschinenelement gelangt. Dabei schließt sich ein Stromkreis und es kann ermittelt werden, dass das Dichtelement verschlissen ist. Bei dieser Ausgestaltung ist nachteilig, dass keine allmählichen

Zustandsänderungen erfassbar sind. Es kann lediglich ermittelt werden, dass die Verschleißgrenze erreicht ist und dass das Dichtelement kurzfristig ausgetauscht werden muss.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dichtungsanordnung bereitzustellen, welche eine permanente Zustandsüberwachung der

Dichtfunktion ermöglicht und welche kostengünstig herstellbar und gleichzeitig einfach zu montieren ist.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Auf vorteilhafte Ausgestaltungen nehmen die Unteransprüche Bezug.

Die Dichtungsanordnung zur Abdichtung eines Spaltes zwischen einem Maschinenelement und einem Gehäuse umfasst zur Lösung der Aufgabe zumindest ein Dichtelement, welches zumindest teilweise aus polymerem Werkstoff ausgebildet ist, wobei das Dichtelement ringförmig ausgebildet ist, wobei das Dichtelement zumindest ein erstes ringförmiges Element und zumindest ein zweites ringförmiges Element aufweist, wobei das erste

Element elektrisch leitfähig und das zweite Element elektrisch isolierend ausgebildet ist, wobei das erste Element axial zu dem zweiten Element angeordnet ist.

Es können die Elemente in einem Herstel lu ngsprozess erzeugt und anschließend zu dem Dichtelement miteinander verbunden werden. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Dichtelement aus einem Werkstoff besteht, welcher nicht spritzgießfähig ist. Ein derartiger Werkstoff ist beispielsweise PTFE. Insofern ist die erfindungsgemäße Dichtungsanordnung insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Dichtelement aus PTFE ausgebildet ist.

Das besondere bei PTFE ist, dass bei einer Kombination eines leitfähigen und eines nicht leitfähigen PTFE-Materials im Sinterprozess eine sehr gute Haftung der beiden Materialien zueinander erreicht wird. Man bekommt eine gut stoffschlüssige Verbindung. Ein nachträgliches Verbinden der Werkstoffe hingegen ist sehr schwer.

Aus dem zweiten Element kann eine Dichtlippe ausgebildet sein, welche an dem Maschinenelement anliegt. Durch die Dichtlippe ergibt sich ein linienförmiger Kontakt zwischen Dichtelement und Maschinenelement und damit einhergehend eine verbesserte Dichtwirkung.

Der Werkstoff des ersten Elementes kann mit elektrisch leitfähigen Partikeln versehen sein. Als elektrisch leitfähige Partikel kommen insbesondere eisenhaltige oder kohlenstoffhaltige Partikeln in Betracht. Insbesondere ist es denkbar, dass das Dichtelement aus elastomerem Werkstoff ausgebildet ist, welcher mit elektrisch leitfähigen Partikeln versehen ist.

Hierzu kann ein Kontaktelement außen auf dem Dichtelement angebracht sein. Unter Kontaktelement wird hierbei auch eine Kontaktfläche verstanden.

Das Dichtelement kann zumindest zwei Elemente aufweisen, wobei zwischen den beiden zweiten Elementen ein erstes Element angeordnet ist. Dabei kann aus beiden zweiten Dichtelementen jeweils eine Dichtlippe ausgebildet sein. Dadurch ergibt sich eine gleichmäßige Anpressung des Dichtelementes an das Maschinenelement. Dadurch verringert sich insbesondere die Gefahr des Verkantens des Dichtelementes. Des Weiteren können die Dichtlippen so angeordnet sein, dass diese in entgegensetze Richtungen abdichten.

Insbesondere im Fall eines translatorisch bewegten Maschinenelementes ist dadurch eine bidirektionale Abdichtung möglich.

Das Gehäuse kann einen Einbauraum für das Dichtelement aufweisen, wobei der Einbauraum mit einer eine Isolierung bildenden Auskleidung versehen ist. Insbesondere wenn das Maschinenelement als Welle ausgebildet ist, ist die Gehäuseöffnung zumeist kreisförmig ausgebildet. In diesem Fall ist der Einbauraum in Form einer ringförmigen Nut ausgebildet, in welcher das Dichtelement angeordnet ist.

Es kann ein weiteres Dichtelement vorgesehen sein, welches eine radiale Vorspannung des Dichtelements an das Maschinenelement bewirkt. Dabei kann das weitere Maschinenelement als O-Ring ausgebildet sein. Das weitere Dichtelement ist dabei außenumfangsseitig auf dem Dichtelement angeordnet und verursacht eine radiale Anpressung des Dichtelements an das

Maschinenelement. Bei dieser Ausgestaltung erfolgt eine Aktivierung des Dichtelementes durch das weitere Dichtelement.

Das weitere Dichtelement kann aus elastomerem Werkstoff ausgebildet sein und als Kontaktelement genutzt werden.

Einige Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung werden nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert. Diese zeigen, jeweils schematisch:

Fig. 1 eine Dichtungsanordnung mit Dichtelement und weiterem

Dichtelement;

Fig. 2 eine Dichtungsanordnung mit Auskleidung des Einbauraums;

Fig. 3 eine Dichtungsanordnung mit kapazitivem Messpfad;

Fig. 4 eine Dichtungsanordnung mit zwei zweiten Elementen;

Fig. 5 eine Dichtungsanordnung mit mit kapazitivem Messpfad;

Fig. 6 ein Dichtelement in Form eines federunterstützten Nutrings;

Fig. 7 ein Dichtelement gemäß Fig. 6 mit Kontaktelementen;

Fig. 8 ein Dichtelement gemäß Fig. 6 mit Isolierung.

Die Figuren zeigen eine Dichtungsanordnung 1 zur Abdichtung eines Spaltes zwischen einem Maschinenelement 2 und einem Gehäuse 3. Dabei dichtet ein zwischen Maschinenelement 2 und Gehäuse 3 angeordnetes

Dichtelement 4 den Spalt ab. Das Dichtelement 4 ist in einem in dem Gehäuse 3 eingebrachten Einbauraum 9 angeordnet. Der Einbauraum 9 ist in

Form einer umlaufenden Nut ausgebildet.

Bei den vorliegenden Ausgestaltungen ist das Maschinenelement 2 ein rotatorisch und/oder translatorisch bewegliches Maschinenelement 2, beispielsweise eine Welle.

Das Dichtelement 4 besteht aus einem polymeren Kunststoff, hier aus PTFE. Das Dichtelement 4 ist ringförmig ausgebildet, wobei das Dichtelement 4 zumindest ein erstes ringförmiges Element 5 und zumindest ein zweites ringförmiges Element 6 aufweist, wobei das erste Element 5 elektrisch leitfähig und das zweite Element 6 elektrisch isolierend ausgebildet ist, wobei das erste Element 5 axial benachbart zu dem zweiten Element 6 angeordnet ist. Das erste Element 5 ist stoffschlüssig an das zweite Element 6

angebunden.

Aus dem zweiten Element 6 ist eine Dichtlippe 7 ausgebildet, welche dichtend an dem Maschinenelement 2 anliegt. Der Werkstoff des ersten Elements 5 ist mit elektrisch leitfähigen Partikeln versehen.

Figur 1 zeigt eine erste Ausgestaltung der Dichtungsanordnung 1. Dem Dichtelement 4 ist außenumfangsseitig ein weiteres Dichtelement 12 zugeordnet, welches eine radiale Anpressung des Dichtelementes 4 an das Maschinenelement 2 bewirkt. Das weitere Dichtelement 12 ist als O-Ring ausgebildet und besteht aus elektrisch isolierendem elastomeren Werkstoff. Der Werkstoff des weiteren Dichtelementes 12 kann alternativ mit elektrisch leitfähigen Partikeln versehen sein. Figur 2 zeigt eine Dichtungsanordnung 1 gemäß Figur 1. Bei der vorliegenden Ausgestaltung ist die Innenwand des Einbauraums mit einer Isolierung 10 versehen, welche eine elektrische Isolierung des Dichtelementes 4 gegenüber dem Gehäuse 3 bewirkt. Die Isolierung 10 ist in Form einer Auskleidung 11 ausgebildet und besteht aus polymerem Werkstoff.

Alternativ können auch die Elemente des Dichtelementes 4 und/oder des weiteren Dichtelementes 12 elektrisch isolierend ausgebildet sein. Hierfür kann beispielsweise eine Umhüllung vorgesehen sein.

Figur 3 zeigt eine Dichtungsanordnung gemäß Figur 1. Zusätzlich ist hier der Messpfad 8 der kapazitiven Messung eingezeichnet. Die Verschleißmessung erfolgt durch Bestimmung der Kapazität zwischen den beiden Bauteilen Maschinenelement 2 und Element 5, wobei Zustandsänderungen der Dichtungsanordnung 1 durch Verschleiß und dergleichen mit einer Änderung der Kapazität einhergehen. Dabei kann auch eine kontinuierliche

Zustandsänderung erfasst, so dass ein Monitoring der Dichtungsanordnung 1 möglich ist. Das Monitoring erfolgt mittels einer Auswerteeinheit, welche mit nicht dargestellten Kontaktelementen verbunden sein kann.

Figur 4 zeigt eine Dichtungsanordnung 1 gemäß Figur 1 , wobei das

Dichtelement 4 zwei zweite Elemente 6 aufweist, wobei zwischen den beiden zweiten Elementen 6 ein erstes Element 5 angeordnet ist.

Figur 5 zeigt eine Dichtungsanordnung 1 gemäß Figur 4, in welcher der Messpfad zur kapazitiven Messung angedeutet ist. Figur 6 zeigt eine Dichtungsanordnung 1 , bei welcher das Dichtelement 4 als Nutring ausgebildet, wobei der Nut des Nutrings ein Federelement 13 zugeordnet ist, welches eine radiale Anpressung des Dichtelementes 4 an das Maschinenelement 2 bewirkt. Das Dichtelement 4 ist aus PTFE ausgebildet und weist ein elektrisch leitfähiges erstes Element 5 und ein elektrisch isolierendes zweites Element 6 auf. Das Dichtelement 4 muss dabei gegenüber dem Gehäuse 3 isoliert sein. Figur 7 zeigt eine Dichtungsanordnung 1 gemäß Figur 6, wobei ebenfalls der Messpfad 8 zur kapazitiven Messung angedeutet ist, welche die Kapazität zwischen dem Maschinenelement 2 und dem ersten Element 5 mittels einer nicht dargestellten Auswerteeinheit erfasst.

Figur 8 zeigt eine Dichtungsanordnung 1 gemäß Figur 6, wobei ein

Kontaktelement 18 vorgesehen ist, welches in eine scheibenförmige

Isolierung 10 eingebettet ist. Das Kontaktelement 18 liegt an dem zweiten Element 6 des Dichtelementes 4 an und kann in einem hier nicht dargestellten Messpfad 8 integriert sein.




 
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