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Title:
SEALANT FOR PUNCTURE-PROOF TYRES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/004362
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sealant composition, containing: A) 40 to 65 wt % of water, B) 10 to 30 wt % of at least one organic material which can swell in water, C) 0 to 30 wt % of at least one filler, D) 5 to 20 wt % of an inorganic salt, preferably a salt different from oxides or hydroxides, and E) 0 to 10 wt % of an additive selected from the group consisting of biocides, in particular fungicides, preservatives, antifreeze agents, anti-settling agents, anti-foaming agents and dyes, wherein the % by weight amounts are based on the total weight of the sealant composition and the components A), B), C), D) and E) are different from one another, provided that at a content of less than 10 wt % of component C) the weight ratio of component A) to component B) is less than 2.8:1.

Inventors:
MÜLLER, Ralf (Remigiusstraße 7b, Viersen, 41747, DE)
Application Number:
EP2011/061549
Publication Date:
January 12, 2012
Filing Date:
July 07, 2011
Export Citation:
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Assignee:
MÜLLER, Ralf (Remigiusstraße 7b, Viersen, 41747, DE)
International Classes:
B29C73/16; B29C73/20
Domestic Patent References:
WO2006038824A1
WO2001098065A1
WO1988006539A1
WO2000043224A1
Foreign References:
DE102005049526A1
US5705604A
RO118133B
US2357650A
RO118736B
DE437673C
DE94142C
US20030205308A1
US1689907A
EP1201431A1
JPH0822502A
EP1201461A1
DE69903876T2
DE554127C
JP2000104042A
US3921689A
EP1940605A1
EP1940605A1
Attorney, Agent or Firm:
LEIFERT & STEFFAN (Postfach 10 40 09, Düsseldorf, 40031, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Dichtmittelzusammensetzung, enthaltend

A) 40 bis 65 Gew.-% Wasser,

B) 10 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser queifbaren organischen

Materials,

C) 0 bis 30 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs,

D) 5 bis 20 Gew.-% eines anorganischen, vorzugsweise von Oxiden oder

Hydroxiden verschiedenen Salzes und

E) 0 bis 10 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.-%-Angaben auf das Gesamtgewicht der Dichtmittelzusammensetzung beziehen und die Komponenten A). B), C), D) und E) voneinander verschieden sind, mit der Maßgabe, dass bei einem Gehalt von weniger als 10 Gew.~% der Komponente C) das Gewichtsverhältnis der Komponente A) zur Komponente B) kleiner 2,8:1 ist.

2. Dichtmittelzusammensetzung gemäß Anspruch 1 , enthaltend

A) 45 bis 60 Gew.-% Wasser,

B) 10 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser quellbaren organischen

Materials,

C) 0 bis 30 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs,

D) 5 bis 20 Gew.-% eines anorganischen, vorzugsweise von Oxiden oder

Hydroxiden verschiedenen Salzes und

E) 0 bis 10 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.-%-Angaben auf das Gesamtgewicht der Dichtmittelzusammensetzung beziehen und die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind.

3. Dichtmittelzusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder 2, enthaltend

A) 45 bis 60 Gew.-% Wasser, B) 10 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser queilbaren organischen Materials,

C) 10 bis 30 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs,

D) 5 bis 20 Gew.-% eines anorganischen, vorzugsweise von Oxiden oder

Hydroxiden verschiedenen Salzes und

E) 0 bis 10 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.-%-Angaben auf das Gesamtgewicht der Dichtmittelzusammensetzung beziehen und die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind.

Dichtmittelzusammensetzung gemäß Anspruch 3, enthaltend

A) 50 bis 60 Ge .-% Wasser,

B) 10 bis 25 Gew.-% mindestens eines in Wasser quellbaren organischen

Materials,

C) 5 bis 15 Gew.-% eines faserförmigen Füllstoffs mit einer mittleren

Faserlänge von 6 bis 20 mm und

0 bis 8 Gew.-% eines Füllstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus faserförmigen Füllstoffen mit einer mittleren Faserlänge von 0,1 bis 5 mm und nicht-faserförmigen Füllstoffen, und

D) 10 bis 12 Gew.-% eines anorganischen wasserlöslichen Salzes, und

E) 0 bis 0 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.-%-Angaben auf das Gesamtgewicht der Dichtmittelzusammensetzung beziehen und die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind und das Gewichtsverhältnis von B) zu A) 1 :2 bis 1 :5 beträgt.

Dichtmittelzusammensetzung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, wobei das

B) mindestens eine in Wasser queilbare organische Material gewählt ist aus der Gruppe bestehend aus in Wasser queilbaren Polysacchariden, in Wasser quefibaren Polypeptiden und Produkten, die reich an in Wasser quellbaren Polysacchariden und/oder in Wasser quellbaren Polypeptiden sind, und/oder

C) die faserförmigen Füllstoffe gewählt sind aus der Gruppe bestehend aus organischen synthetischen Fasern, anorganischen Fasern und organischen natürlichen Fasern und/oder die nicht-faserförmigen Füllstoffe gewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Kieselsäuren, Ruß, Kreide, Gesteinsmehlen, Gummipartikeln und gummiartigen Partikeln, und/oder

D) das anorganische Salz gewählt ist aus der Gruppe der Haiogenide,

Phosphate, Carbonate, Sulfate oder Nitrate der Alkali- oder Erdalkalimetalle oder des Ammoniums, und/oder

E) der Zusatzstoff gewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln,

und die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind.

Dichtmittelzusammensetzung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, wobei das

B) mindestens eine in Wasser queübare organische Material Stärke oder modifizierte Stärke ist, und/oder

C) die faserförmigen Füllstoffe gewählt sind aus der Gruppe bestehend aus organischen natürlichen Fasern wie Flachsfasern, und/oder

D) das anorganische wasserlösliche Salz Natriumchlorid ist.

Dichtmitteizusammensetzung gemäß Anspruch 1 , enthaltend

A) 50 bis 65 Gew.-% Wasser,

B) 18 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser quellbaren organischen

Materials,

C) 0 bis 15 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs,

D) 10 bis 18 Gew.-% eines anorganischen, vorzugsweise von Oxiden oder

Hydroxiden verschiedenen Salzes und E) 0 bis 10 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.-%-Angaben auf das Gesamtgewicht der

Dichtmitteizusammensetzung beziehen, die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind.

8. Dichtmitteizusammensetzung gemäße Anspruch 7, enthaltend

A) 52 bis 62 Gew.~% Wasser,

B) 20 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser queiibaren organischen

Materials,

C) 0 bis 8 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs,

D) 12 bis 16 Gew.-% eines anorganischen, vorzugsweise von Oxiden oder

Hydroxiden verschiedenen Salzes und

E) 0 bis 10 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmittein, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.-%-Angaben auf das Gesamtgewicht der Dichtmitteizusammensetzung beziehen, die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind, wobei das Gewichtsverhältnis von A) zu B) 2:1 bis kleiner 2,8:1

9. Dichtmitteizusammensetzung gemäß Anspruch 7 oder 8, wobei, falls C) nicht enthalten ist, das Gewichtsverhältnis A) zu B) kleiner 2,4:1 ist.

10. Dichtmitteizusammensetzung gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das

B) mindestens eine in Wasser quellbare organische Material Maisstärke ist, und

D) das anorganische wasserlösliche Salz Natriumchiorid ist.

11. Verfahren zur Herstellung einer Dichtmitteizusammensetzung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, wobei Komponenten A) und D) miteinander vermischt werden und Komponenten B), C) und gegebenenfalls E) mit der Mischung oder Lösung aus A) und D) vermischt werden.

12. Verwendung der Dichtmltieizusammensetzungen der Ansprüche 1 bis 10 oder hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch 11 als Dichtmitte! in pannensicheren Bereifungen.

13. Pannensichere Bereifung aus einem pannensicheren Schlauch (1 ) und einem Mantel, wobei im Bereich der Innenseite der Lauffläche durch den pannensicheren Schlauch (1 ) und einem Gummi oder einem anderen gummiartigen Materia! (3) eine Dichtmittelkammer gebildet ist, in der ein Dichtmittel (2) von dem Gummi oder dem anderen gummiartigen Material (3) gegen die Lauffläche der Bereifung gedrückt wird, so dass in dieser Dichtmittelkammer ein höherer Druck als in der Luftkammer (4) des pannensicheren Schlauches (1) ist, und wobei das Dichtmittel (2) mindestens einen Füllstoff umfasst, und das Gummi oder gummiartige Material (3) gedehnt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmittei (2) ein Dichtmittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 ist oder hergestellt wurde gemäß Anspruch 11.

Description:
Dichtmittel für eine pannensichere Bereifung

Die Erfindung betrifft ein Dichtmittel für eine pannensichere Bereifung für Fahrzeuge, z. B, für Kraftfahrzeuge wie beispielsweise Automobile und Motorräder, Arbeitskraftfahrzeuge auch im Schwerlastbereich, Fahrräder, Kinderwagen, Rollstühie, Handkarren und dergleichen. Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung des Dichtmitteis in einer pannensicheren Bereifung, ein Verfahren zur Hersteilung des Dichtmitteis sowie eine pannensichere Bereifung enthaltend das Dichtmittei.

Prinzipiell ist es zum Beispiel für die Bereifung von Rollstühlen bekannt, Reifen aus einem Voitmaterial einzusetzen. Ein solcher Reifen ist aber reiativ schwer, federt Stöße schlecht ab und ist auch relativ teuer. Eine Alternative sind pneumatische Bereifungen. Diese sind allerdings pannenanfäiliger, und sie müssen regelmäßig aufgepumpt werden.

Seit der Verwendung pneumatischer Bereifungen, d.h. schiauchioser pneumatischer Reifen und Bereifungen aus pneumatischen Schiäuchen und sie aufnehmenden Mänteln, existieren Bestrebungen, Defekte der Luftkammern dieser pneumatischen Bereifung zu vermeiden bzw. entstandene Defekte zu beheben, um den weiteren Einsatz der pneumatischen Bereifung ohne einen umständlichen Wechsel des pneumatischen Reifens bzw. Schlauchs zu ermöglichen.

Im Stand der Technik gibt es folgende Möglichkeiten zur Reduzierung des Risikos bzw. zur Vermeidung eines Reifendefekts:

Produkte der Firma Ralf Bohle GmbH, Reichsdorf, lehren, den Fahrradreifen dicker (bis ca. 1 cm) zu gestalten. Dies kann zwar die meisten Reifenpannen vermeiden, längere Fremdkörper können aber den Mantel durchdringen. Außerdem haben diese Reifen einen größeren Rollwiderstand als einfache Reifen und sind relativ teuer. Die im Handel erhältlichen Produkte der Firma Michelin, Ciermont-Ferrand, Frankreich, lehren, den Fahrradschiauch dicker (ca. 5 mm) zu gestalten. Auch dieser kann jedoch von längeren Fremdkörpern durchdrungen werden, Ähnlich ist auch der in der DE 118736 offenbarte Luftschlauch gestaltet, der im ausgedehnten Zustand so mit einem Gummistreifen beklebt wurde, dass dieser im nicht ausgedehnten Zustand eine starke Kompression erfährt. Wird die Lauffläche durch Eindringen eines scharfen Gegenstandes verletzt, so kann sich die betreffende Öffnung sofort wieder selbsttätig schließen. Auch dies erfolgt jedoch nur, wenn der eindringende Gegenstand keine zu großen Löcher erzeugt.

Produktentwicklungen der Firmen Ralf Bohle GmbH, ächeiin und der Continental AG, Hannover, lehren, den Fahrradreifen mit einem reißfesten Gewebe (z.B. Keviar) zu verstärken. Scharfe und eckige Fremdkörper können dies jedoch unter Um- ständen durchtrennen.

Bei einem Reifen der Chariots All Terrain Pushchairs, Spreyton, UK wird eine Einlage aus Kunststoff zwischen dem Schlauch und dem Mantel eingefügt. Auch diese kann jedoch durchdrungen werden und vermindert weiterhin die Elastizität gegen Stöße und erhöht den Rollwiderstand.

Produkte der Firma Aerotube Technology LLC, Cornville, USA lehren, einen Schlauch mit einer Füllung aus Schaum o.a. zu verwenden, im Laufe der Zeit lässt die Stabilität dieser Schläuche jedoch nach, ihr Rollwiderstand ist höher, sie können Stöße nicht gut abfedern, und sie können bei einem Reifenwechsel nicht wieder verwendet werden.

Die Rösler Gruppe aus Dortmund, Deutschland vertreibt unter der Bezeichnung Zeus Tyre Fillings Reifendichtmittel für alle Arten von Nutzfahrzeugen. De Pannenschutz wird durch Befüllung der Reifen über das normale Ventil mit einem flexiblen urethanbasierten Produkt erreicht. Dabei wird die Luft durch die Reifenfüllung vollständig ersetzt, bevor der Betriebsdruck des Reifens aufgebaut wird. Der Reifen inklusive Felge muss jedoch zur Aushärtung der flüssigen Reifenfüllung wärmebehandelt werden, wobei zusätzlich ein Druck aufgebaut wird. Die DE 437673 lehrt die Verwendung eines Zweikammerluftschiauchs, dessen nach dem Laufmantel zu liegende Kammer gegen Verletzungen des Schiauchs mit Schwammgummi gefüllt ist, wobei der Schwammgummi mit einer der Kammerwände verbunden und mit einer Dichtflüssigkeit getränkt ist. Die Fähigkeit, größere Löcher zu flicken, ist jedoch bei diesem Schlauch gering, in der DE 94142 wird ein selbstdichtender Luftreifen beschrieben, bei dem eine Schicht unvulkanisierten Gummis zum Zweck der Verhütung der Oxidation und des Erhärtens des unvulkanisierten Gummis und zur Sicherung seiner Lage an der erforderlichen Stelle in einer hermetisch abgeschlossenen Tasche oder Kammer untergebracht ist. Dieses nicht vulkanisierte Gummi hat jedoch den Nachteil, dass es mit der Zeit durchhärtet und somit im Falle eines Reifendefektes nicht mehr abdichtend wirken kann. Ähnliche selbstdichtende Luftreifen bzw. Schläuche, bei denen sich in einer Tasche ein Dichtmitte! befindet, werden in der US 2003/0205308, der US 1 ,889,907 und der EP 1 201 431 beschrieben. Bei einem durch ein großes Objekt verursachten Schaden des Luftreifens kann das Dichtmittel das Loch jedoch nicht vollständig verschließen und läuft stattdessen aus der Tasche aus. Bekannt ist auch, ein Gel in den Schlauch zu füllen. Das Gel wird vorbeugend oder nach dem Auftritt eines Defektes durch das Ventil in den Schlauch gegeben. Es bildet zusammen mit der austretenden Luft im Falle eines Defektes einen Pfropfen, der das Loch verschließt. Hierbei kann das Loch zum Betspiel durch kleine Fäden verstopft werden. Dabei kann jedoch immer noch Luft austreten. Es muss also eine Luftpumpe mitgeführt werden. Große Löcher können weiterhin nicht geflickt werden. Durch derartige Gefe können, je nach Einsatzgebiet, nur Löcher in der Bereifung mit einem Objektdurchmesser von maximal 3 mm (Fahrradreifen) bzw. maximal 10 mm (Autoreifen) geflickt werden, da die im Handel erhältlichen Dichtgele je nach Spezifikation mit unterschiedlicher Viskosität und mit unterschiedlichen Anteilen weiterer Bestandteile formuliert sind (vgl, Angaben für das Dichtgel der Marke Profex der Firma Stinnes-lntertec sowie für das Reifendichtge! Dr. Loc der TERRA-S Automotive Systems GmbH & Co. KG, Owingen). Diese unterschiedlichen Viskositäten und Anteile weiterer Bestandteile werden durch das gewünschte Fließverhalten im zu flickenden Reifen, welches vom Durchmesser des Reifens und der typischen Fahrgeschwindigkeit abhängt, bedingt. Außerdem kann auch das Ventil durch die Befüllung mit dem Dichtgei verkleben. Um letzteres zu vermeiden, hat die Firma Honda eine Reihe von Patentanmeldungen (z.B. JP-08-22502, EP 1 201 461 und DE 699 03 876) formuliert.

Hieraus ergibt sich, dass eine mehrschichtige Gestaltung und die Verwendung von Geien bekannt sind. Bei den Patentanmeldungen der Firma Honda versucht sich das Gummi, das zwischen der Luftkammer und der Dichtmittelkammer ist, zur Luftkammer hin zusammen zu ziehen. Dadurch ist der Druck in der Dichtmittel- kammer niedriger als in der Luftkammer. Bei Durchdringung dieses Gummis dringt Luft von der Luftkammer in die Dichtmittelkammer ein, und auch Gel kann durch das Loch treten. Das Gummi entspannt sich, bis es geradlinig ist. Eine weitere Pannensicherheit ist nicht mehr gewährleistet. WO 88/06539 beschreibt einen dichten Behälter für eine Flüssigkeit, der bei einer Punktton selbstabdichtend ist. Der Behälter umfasst mindestens eine vorkomprimierte oder nicht vorkomprimierte Schicht, die der Behälterwand benachbart oder in diese integriert ist und deren Moleküle in jede Richtung gegeneinander komprimierbar sind, wenn ein Druckunterschied zwischen der innen- und der Außenseite des Behälters besteht. Die Lehre der Erfindung kann auch in einem Fahrzeugreifen, einem Innenschiauch für einen Reifen und einem Substrat, das an mindestens einer Wand eines Behälters angebracht ist, verwirklicht werden. Dieses Substrat umfasst mindestens eine vorkomprimierte oder nicht vorkomprimierte Schicht, deren Moleküle in jede Richtung gegeneinander komprimierbar sind, wenn genannter Druck auf den Behälter, den Innenschlauch, die Kammer oder die Ummantetung ausgeübt wird. Dieses Substrat kann aus einem Sch a u mgru nd m ateriai bestehen, das beispielsweise mit einer Silikongallerte imprägniert ist. DE 554 127 C beschreibt einen Polsterreifen mit herzförmiger Luftkammer, in welchem das der Herzform angepasste Polster eine abgestufte Elastizität aufweist und in einer Hülle mit Verstärkungsunterlage eingeschlossen ist. Das pneumatische Polster besitzt eine Nachgiebigkeit verschiedener Grade und ist so ausgebildet, dass die pneumatische Kammer gegen Verletzungen durch Stiche gesichert ist. DE 94 142 C beschreibt einen im Inneren mit einer Schicht von unvulkanisieriem Gummi versehenen seibstschließenden Luftreifen für Fahrräder und dergleichen, bei weichem zum Zweck des Verhütens der Oxidation und des Härtens des unvu!kanisierten Gummis und zur Sicherung seiner Lage an der erforderlichen Stelle, ohne dass die Nachgiebigkeit des Reifens darunter leidet, der unvuikanisierte Gummi in einer hermetisch abgeschlossenen Tasche oder Kammer untergebracht ist, die aus einzelnen Teilen von vulkanisiertem Gummi gebildet ist. JP 2000-104042 Ä beschreibt ein Reifenpannen-Vorbeugungsmittei, weiches das Austreten von Luft beispielsweise nach einem Nagelstich verhindern kann, wenn zuvor eine geringe Menge dieses Reifenpannen-Vorbeugungsmittels in einen pneumatischen Fahrrad- oder Motorrad-Reifen injiziert wird. Es ist besonders für Schlauchreifen, schlauchäose Reifen, Doppelschlauchreifen mit einer Luftkammer und einer Pannenvorbeugekammer und dergleichen geeignet und enthält 100 Gewichtsteile Wasser, 0,2 - 20 Gewichtsteile eines Polysaccharid-Derivats, 0,1 - 1 ,0 Gewichtsteile von in Wasser aufquellenden feinen poiymeren Gelpartikeln als Viskositätsregulator, 1 - 20 Gewichtsteiie kurzer Fasern mit einer multiverzweigten Struktur und einer durchschnittlichen Faserlänge von nicht weniger als 0,1 mm, und 20 - 200 Gewichtsteile eines C2-C4-Glykols und/oder eines C1 -C4-Alkohols.

WO 00/43224 beschreibt einen Reifen und ein Verfahren zu seiner Herstellung, wobei in eine Reifenummantelung eine elastische Matrix eingebracht wird, die dann zwischen einem Schlauch oder einer zurückgehaltenen Luftmenge unter Druck und der Reifenummantelung positioniert wird. Die elastische Matrix umfasst ein Gemisch von Partikeln, die aus bestehenden Reifen abgeschabt und dann mit einem elastischen Material verbunden und in eine Form gebracht wurden, die zusammen mit anderen Formen der elastischen Matrix die Füllung bereitsteilt. Die anderen Formen oder Segmente weisen eine Form auf, die beim Einbringen in eine Ummantelung leicht gehandhabt werden kann, und können eine solche Größe aufweisen, dass sie sich zunächst in einer ersten Position zwischen einem inneren Rand einer Reifenummantelung anordnen, aber dann gedreht werden, so dass sie effektiv gegen die gesamte innere Oberfläche eines Teils einer Reifenummantelung einrücken. Der Schlauch selbst kann mit einem Material aufgepumpt werden, das den Schlauch füllt und gegen die Segmente drückt, so dass sie effektiv am Platz gehalten werden. Alternativ kann bei schlauchlosen Reifen das Material unter Druck in einen beliebigen Leerraum innerhalb des Reifens gepumpt werden, bis das Material sich setzt. Wenn ein Schlauch verwendet wird, kann das festgesetzte Matertal danach selbst als Segmente in weiteren Reifen verwendet werden.

US 3,921 ,689 A beschreibt einen pneumatischen Reifen mit abdichtenden und aufplatzverhindernden Eigenschaften. Der Reifen besitzt eine aufblasbare Struktur aus einem elastischen Schaummateria!, das vorwiegend geschlossene Zeilen in Form eines ringförmigen Bandes unterhalb der Lauffläche der Ummantelung in einer Breite, die mindestens der Breite der Lauffläche entspricht; sowie Vorrichtungen, um das Entweichen von Luft aus dem Gebiet zwischen der äußeren Oberfläche des ringförmigen Bandes und der entsprechenden inneren Oberfläche der Ummantelung verhindert. Der Reifen kann auch ein Gürtelreifen sein.

Aufgabe der EP 1 940 605 A1 war es eine pannensichere Bereifung bereitzustellen, die auch pannensicher ist beim Eindringen langer, größerer und scharfer Fremdkörper und die somit auch größere Löcher in der Bereifung zu flicken vermag. Insbesondere sollte keine Luft aus der pannensicheren Bereifung austreten. Weiterhin sollte die Mitnahme einer Luftpumpe nicht erforderlich sein. Schließlich sollte eine entsprechende pannensichere Bereifung bereitgestellt werden, die die üblichen Anforderungen von Bereifungen erfüllt, insbesondere sollte diese einen entsprechenden Rollwiderstand und eine geeignete Elastizität gegen Stöße aufweisen. Weiterhin sollten entsprechende Bereifungen unter Verwendung eines Schlauchs den Einsatz einfacher, preisgünstiger Mäntel gestatten.

Diese Aufgaben wurden in der EP 1 940 605 A1 dadurch gelöst, dass eine pannensichere Bereifung bereitgestellt wurde, bestehend aus einem pannensicheren Schlauch (1) und einem Mantel, wobei im Bereich der Innenseite der Lauffläche durch den pannensicheren Schlauch (1 ) und einem Gummi oder einem anderen gummiartigen Material (3) eine Dichtmittelkammer gebildet ist, in der ein Dichtmittel (2) von dem Gummi oder dem anderen gummiartigen Material (3) gegen die Lauffläche der Bereifung gedrückt wird, so dass in der Dichtmittelkammer ein höherer Druck als in der Luftkammer (4) des pannensicheren Schlauches {1 } ist, und wobei das Dfchtmittel (2) mindestens einen Füllstoff umfasst, und wobei das Gummi oder gummiartige Material (3) gedehnt ist. Vorzugsweise fließt das Dichtmittel (2) der EP 1 940 605 A1 nur unter Druck und vorzugsweise ist das Dichtmittel durch den Druck in der Dichtmittelkammer plastisch verformt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der EP 1 940 605 AI ist das Dichtmittel (2) der pannensicheren Bereifung in mindestens einer von de Luftkammer (4) abgeschlossenen Dichtmittelkammer enthalten.

Das in der EP 1 940 605 A1 beschriebene Dichtmittel enthält vorzugsweise als Füllstoff Fasern und/oder klumpige Materialien, vorzugsweise gewählt aus der Gruppe der Gummi-Partikel, Cellulose, Carbonate, Silikate, Kieselerde, Cellulosefasem, Glasfasern, Nylonfasern, Baumwoflfasern und/oder flächenförmigen Gewebestücken der genannten Fasern. Der Gehalt der Füllstoffe beträgt mindestens 0,1 Gew.~% bis 5 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Dichtmitfeis. Bevorzugt ist das Dichtmittei der EP 1 940 605 AI ein Gel insbesondere ein wässriges Gel.

Die in der EP 1 940 605 A1 beschriebene pannensichere Bereifung umfasst vorzugsweise ein Gewebe (5), welches ein Herausfließen des Dichtmittels in den Innenraum des Schiauches verhindert. Dieses Gewebe ist bevorzugt elastisch. Vorzugsweise ist dieses Gewebe (5) auf der zur Luftkammer (4) hin orientierten Seite des Gummis bzw. gummiartigen Materials (3) angeordnet und in einer besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich beim Gewebe um einen Polyurethanschaum. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der pannensicheren Bereifung der EP 1 940 605 A1 füllt das Gewebe die Luftkammer ganz oder teilweise aus.

Die aus der EP 1 940 605 A bekannte pannensichere Bereifung kann in einer weiteren besonderen Ausführungsform mehrere kleinere Dichtmittelkammern nebeneinander aufweisen, die unterschiedliche Größen aufweisen können. So kann in einer weiteren besonderen Ausführungsform mindestens eine größere Kammer mindestens eine kleinere Kammer überragen und sich zum Teil auf sie legen. Des Weiteren können die Dichtmittelkammern gemeinsame Trennwände aufweisen, die nicht in Richtung des Bereifungsmittelpunkts hin orientiert sind. In noch einer weiteren Ausführungsform der pannensicheren Bereifung der EP 1 940 605 A1 besitzt der Schlauch bzw. der Reifen der Bereifung (1 ) eine Brette (6) von Meiner als 120 mm, vorzugsweise kleiner 100 mm, besonders bevorzugt kleiner 70 mm. Insbesondere handelt es sich bei den pannensicheren Bereifungen der EP 1 940 605 A1 um pannensichere Bereifungen für Fahrräder oder Motorräder.

Obgleich die aus der EP 1 940 605 A1 bekannte pannensichere Bereifung diverse Aufgaben gegenüber dem Stand der Technik zufriedenstellend löst, besteht weiterer Bedarf an verbesserten Dichtmitteln, insbesondere solchen, die hauptsächlich auf wässriger Basis aufgebaut sind und die vorzugsweise ohne die Verwendung organischer Lösungsmittel wie Glykole oder Alkohole, wie sie beispielsweise aus der JP 2000-104042 A bekannt sind, auskommen. Auch sollte eine verbesserte Abdichtung für den Fall erfolgen, dass beispielsweise das Gummi oder gummiartige Mate ia! (3) einfach oder mehrfach durch spitze oder scharfe und insbesondere längere Fremdkörpe durchdrungen wird. Das erfindungsgemäße Dichtmittel sollte vorzugsweise auch als wirtschaftlich günstiger Ersatz zur Behebung von Reifenpannen bei Nutzfahrzeugen wie beispielsweise Arbeitskraftfahrzeugen dienen können. Diese Aufgaben werden in der vorliegenden Erfindung gelöst durch Bereitstellung einer Dichtmitteizusammensetzung, enthaltend A) 40 bis 65 Gew.-%, vorzugsweise 45 bis 60 Gew.-% Wasser, B) 10 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser quellbaren organischen Materials, C) 0 bis 30 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs, D) 5 bis 20 Gew.-% eines anorganischen, vorzugsweise von Oxiden oder Hydroxiden verschiedenen Salzes und E) 0 bis 0 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.-%~Angaben auf das Gesamtgewicht der Dichtmitteizusammensetzung beziehen und die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind, mit der Maßgabe, dass bei einem Gehalt von weniger als 10 Gew.-% der Komponente C) das Gewichtsverhältnis der Komponente A) zur Komponente B) kleiner 2,8:1 ist. Vorzugsweise besteht die Dichtmitteizusammensetzung aus den Komponenten A), B), C), D) und gegebenenfalls E). Die erfindungsgemäße Dichtmitteizusammensetzung wird hierin auch ais erfindungsgemäßes Dichtmitte! bezeichnet.

In einer besonderen füllstoffhaitigen Ausführungsform des Dichtmitteis der Erfindung wird eine Dichtmittelzusammensetzung enthaltend A) 45 bis 60 Gew.-% Wasser, B) 10 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser quellbaren organischen Materials, C) 10 bis 30 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs, D) 5 bis 20 Gew.-% eines anorganischen, vorzugsweise von Oxiden oder Hydroxiden verschiedenen Salzes und E) 0 bis 10 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, AntiabsetzmitteSn, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.~%-Angaben auf das Gesamtgewicht der Dichtmitteizusammensetzung beziehen und die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind, bereitgestellt. Vorzugsweise besteht diese Dichtmitteizusammensetzung aus den Komponenten A), B), C), D) und gegebenenfalls E). in einer weiteren, füllstoffarmen oder füllstofffreien Ausführungsform des Dichtmittels der Erfindung wird eine Dichtmitteizusammensetzung bereitgestellt, enthaltend A) 50 bis 65 Gew.-% Wasser, B) 18 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser quellbaren organischen Materials, C) 0 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0 bis kleiner 10 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs, D) 10 bis 18 Gew.-% eines anorganischen, vorzugsweise von Oxiden oder Hydroxiden verschiedenen Salzes und E) 0 bis 10 Gew.~% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln, wobei sich die Gew.-%-Angaben auf das Gesamtgewicht der Dichtmitteizusammensetzung beziehen, die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind, mit der Maßgabe, dass bei einem Gehalt von weniger als 10 Gew.-% der Komponente C) das Gewichtsverhältnis der Komponente A) zur Komponente B) kleiner 2,8:1 , vorzugsweise kleiner 2,4:1 , ist.

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine pannensichere Bereifung gemäß der oben beschriebenen EP 1 940 605 A1, wobei diese das erfindungsgemäße Dichtmittel der vorliegenden Erfindung enthält. Somit gilt die Beschreibung der EP 1 940 605 A1 hinsichtlich des Aufbaus der pannensicheren Bereifung durch in Bezugnahme darauf als hierin offenbart. Dementsprechend sind die vorgenannten in Zusammenhang mit der EP 1 940 605 A1 genannten Bezugszeichen der Bestandteil der pannensicheren Bereifung der EP 1 940 605 A1 die gleichen Bezugszeichen wie die in den Abbildungen der vorliegenden Anmeldung.

Neben dem erfindungsgemäßen Dichtmittel und der erfindungsgemäßen pannensicheren Bereifung enthaltend das erfindungsgemäße Dichtmittel ist weiterer Gegenstand der voriiegenden Erfindung die Verwendung des erfindungsgemäßen Dichtmitteis in einer pannensicheren Bereifung, insbesondere einer pannensicheren Bereifung der voriiegenden Erfindung.

Das erfindungsgemäße Dichtmittel enthält neben den Komponenten C), D) und gegebenenfails E), auch 40 bis 65 Gew.-%, vorzugsweise 45 bis 60 Gew.-% Wasser als Komponente A) und 10 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 30 Gew.-% mindestens eines in Wasser queälbaren organischen Materials B). Unter dem Begriff „in Wasser queilbar" wird in der vorliegenden Erfindung die Eigenschaft eines Materials verstanden, bei Kontakt mit Wasser eine Volumenvergrößerung durch Binden des Wassers zu erfahren.

Als in Wasser quelibare organische Materialien eignen sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung vor allem in Wasser queilbare Polysaccharide und in Wasser quelibare Polypeptide bzw. Produkte, die reich an in Wasser quellbaren Polysacchariden und/oder in Wasser quellbaren Polypeptiden sind. Bevorzugt werden in Wasser queilbare Polysaccharide oder Produkte, die reich an in Wasser quellbaren Polysacchariden sind, als Komponente B) eingesetzt.

Ein hervorragend im Rahmen der Erfindung geeignetes in Wasser quellbares Polysaccharid ist Stärke. Stärke kann aus einer Vielzahl von Pflanzen gewonnen werden. Besonders wichtige Stärkequellen stellen Kartoffeln und verschiedene Getreidesorten dar. Ais Stärkelieferanten besonders geeignete Getreide sind Weizen, Mais und Reis. Als ganz besonders geeignet hat sich Maisstärke erwiesen. Stärke kann auch als sogenannte modifizierte Stärke eingesetzt werden, soweit sie ihr Quelivermögen in Wasser bewahrt hat. Bei modifizierter Stärke handeit es sich um chemisch oder enzymatisch veränderte Stärke, die in der Lebensmittelkennzeichnung mit den Nummern E 1400 bis E 1451 bezeichnet werden. Modifizierte Stärke weist gegenüber natürlicher Stärke häufig eine verbesserte Hitze-, Säure- und/oder Scherstabilität und gegebenenfalls ein verbessertes Gefrier- und Auftauverhalten auf. Andere geeignete in Wasser quellbare Polysaccharide sind beispielsweise Geliermittel wie Xanthan, Agar-Agar, Carrageen, Alginsäure, Gatactomannane wie Guaran, Carubin und Konjak, Cellulose und Celluloseether oder Pektine, Besonders aufgrund seiner besonders guten Quellfähigkeit, wirtschaftlichen Verfügbarkeit und Umweltverträglichkeit äst der Einsatz von Stärke und modifizierter Stärke bevorzugt.

Unter Produkten, die reich an in Wasser quellbaren Polysacchariden sind, werden insbesondere die Pflanzen oder Pflanzenbestandteile angesehen, die als Lieferanten für die oben genannten Polysaccharide dienen. So sind insbesondere Mehle aus den genannten Pflanzen einsetzbar, wie beispielsweise Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl oder Kartoffeltrockenderivate, wie beispielsweise Kartoffelflocken oder Kartoffelwalzmehl. Der Begriff „reich an in Wasser quellbaren Polysacchariden" bedeutet, dass deren Gehalt vorzugsweise bei mindestens 60 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des an in Wasser quellbaren Polysacchariden reichen Produkts 8) beträgt, wobei das Gesamtgewicht das Gewicht inklusive Wasser, Proteinen, Fetten und den anderen Bestandteilen, wie Mineralien ist. Getreide(voilkorn)mehie enthalten neben Wasser beispielsweise üblicherweise 60 bis 80 Gew.-% an in Wasser queilbaren Polysacchariden, 5 bis 15 Gew.-% an Proteinen und etwa 2 bis 7 Gew.-% Fett sowie Mineralien.

Ein Beispiel für ein in Wasser quellbares Polypeptid, das im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Komponente B) eingesetzt werden kann, ist beispielsweise Gelatine. Gelatine besitzt jedoch im Vergleich zu Stärke ein geringeres Wasserbindevermögen und ist daher in diesem Aspekt der Stärke unterlegen. Unter Produkten, die reich an in Wasser quellbaren Polypeptiden sind, werden solche gezählt, die vorzugsweise mindestens 60 Gew.-% an in Wasser quellbarem Polypeptid bezogen auf das Gesamtgewicht des an in Wasser quellbaren Polypeptiden reichen Produkts B) enthalten. Das Gewichtsverhältnis der in Wasser queiibaren organischen Komponente B) zu Komponente A), das heißt zu Wasser, beträgt vorzugsweise 1 :2 bis 1 :6, besonders bevorzugt 1 :2 bis 1 :4, und ganz besonders bevorzugt 1 :3 bis 1 :4. Diese Verhältnisse geiten auch insbesondere bei Verwendung von Stärke ais Komponente B). Für besonders füllstoffarme Dichtmittelzusammensetzungen, insbesondere solche mit einem Füllstoffgehalt C) von weniger als 10 Gew.-% bezogen auf die Dichtmittelzusammensetzung, sollte das Verhältnis der Komponente A) zur Komponente B) 2:1 bis kleiner 2,8:1 , vorzugsweise 2:1 bis 2,4:1 und besonders bevorzugt 2:1 bis 2,2:1 betragen.

Die Komponente B) enthält vorzugsweise vor der Vereinigung mit Komponente A) kein Wasser, Sollte dennoch Wasser in Komponente B) oder einer der anderen Komponenten C), D) oder E) enthalten sein, so zählt als gewichtsprozentualer Anteil für die jeweilige Komponente im Dichtmittel das Gewicht ohne Wasser. Der eventuelle Wassergehalt dieser Komponenten wird der Komponente A) zugerechnet. Enthalten daher beispielswiese 10 g einer Komponente B) 2 g Wasser in Form von Feuchtigkeit oder dergleichen, und wird diese Komponente mit 10 g Wasser als Komponente A) vermischt, so wird dies als Mischung von 8 g der Komponente B) mit 12 g der Komponente A) betrachtet. Methoden zur Bestimmung des Wassergehalts in den genannten Stoffen sind dem Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet der Analytik bekannt.

Das erfindungsgemäße Dichtmitte! enthält C) 0 bis 30 Gew.- 0 /», vorzugsweise 10 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 10 bis 25 Gew.-% mindestens eines Füllstoffs. Ist nur ein Füllstoff enthalten, so handelt es siGh vorzugsweise um einen faserförmigen Füllstoff, der eine mittlere Faserlänge von 5 bis 25 mm, vorzugsweise 6 bis 20 mm und besonders bevorzugt 8 bis 16 mm besitzt. Ais„mittlere Faserlänge" wird hierin die zahlenmittlere Länge der entkräuselten Faser bezeichnet. In den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch fibrillierte Fasern eingesetzt werden. Bei ftbriliierten Fasern handelt es sich um aufgespaltene Fasern, die keinen geschlossenen Faserstamm mehr besitzen. Es werden einzelne Fibrillen aus dem Faserstamm gelöst, die aber mit dem Faserstamm verbunden bleiben. Dadurch entsteht eine verzweigte Faser, deren Oberfläche um ein Vielfaches größer ist, als die einer nicht verzweigten Faser. Die Faseriänge einer einzelnen Faser ist hierbei die Länge des Stamms. Vorzugsweise enthalten faserförmige Füllstoffe einen zahlenmäßigen Anteil von weniger als 20 %, bevorzugt weniger ais 10 % an Fasern, die länger sind als die Obergrenze der mittleren Faserlänge, und ebenfalls weniger als 20 %, bevorzugt weniger als 0 % an Fasern, die kürzer sind als die Untergrenze der mittleren Faseriänge.

Bevorzugt enthält der erfindungsgemäße Dichtstoff nur einen oder gegebenenfalls auch mehrere der faserförmigen Füllstoffe der vorgenannten Art ais Komponente C), wenn das Gewichtsverhältnis von Komponente B) zu Komponente A) 1 :2 bis 1:4, insbesondere 1 :3 bis 1 ;4 beträgt.

Für fülistoffarme oder füllstoffreie Dichtmittelzusammensetzungen ist es jedoch besonders vorteilhaft, wenn das Gewichtsverhältnis von Komponente A) zu Komponente B) kleiner 2,8:1 , besser kleiner 2,4:1 und noch günstiger kleiner 2,2:1 ist. Als fülistoffarme Dichtmittelzusammensetzungen werden hierin solche verstanden, bei welchen maximal 15 Gew.-% an Komponente C), vorzugsweise weniger als 10 Gew.-%, beispielsweise bis zu 8 oder 9 Gew.~% an Komponente C) in der Dichtmittelzusammensetzung vorhanden sind. Bei fülistofffreien Dichtmittelzusammensetzungen ist Komponente C) nicht enthalten. Allgemein gilt, dass es bei abnehmendem Gehalt an Komponente C) in der Dichtm ittelzusam men setzu ng günstig ist, wenn das Verhältnis der Komponente A) zu Komponente B) möglichst nahe dem Gewichtsverhältnis 2:1 ist. Bei einer weiteren Reduktion der Wassermenge A) ist die Quelfbarkeit der Komponente B), bei weicher es sich vorzugsweise um Maisstärke handelt, in einigen Fällen nicht mehr optimal gewährleistet und die Dichtwirkung verschlechtert.

Füllstoffarme oder füllstofffreie Dichtmittelzusammensetzungen eignen sich insbesondere zur Abdichtung kleiner Löcher in defekten Bereifungen. In solchen Fällen ist es nicht notwendig, dass der gegebenenfalls einzusetzende Füllstoff C) faserförmig ist. Es ist in solchen Fällen sogar zumeist völlig ausreichend und hinsichtlich der Verarbeitbarkeät der Dichtmittelzusammensetzung auch vorteilhaft, nichtfaserförmige Füllstoffe C) einzusetzen, wie beispielsweise Kieselsäure, Gesteinsmehle, Kreide oder Ruß, worunter Kieselsäure wiederum besonders bevorzugt ist. Als nicht-faserförmige Füllstoffe kommen auch Gummipartikel oder gummiartige Partikel in Betracht. Allgemein gilt, dass beim Einsatz längerer Fasern als solcher mit einer mittleren Faserlänge von 25 mm, die Verarbeitbarkeit der Dichtmitte! leidet. Werden ausschließlich oder überwiegend, insbesondere mehr als 50 Gew.-% an Füllstoffen in Komponente C) eingesetzt, die eine mittlere Faserlänge von weniger als 5 mm besitzen, so kann hierunter die Abdichtwirkung, insbesondere hinsichtlich größerer Risse oder Löcher in der pannensicheren Bereifung, leiden.

Beim Einsatz relativ großer Wassermengen A), das heißt insbesondere bei einem Gewichtsverhältnis von Komponente B) zu Komponente A) von 1 :4 bis 1 :6 ist es in einigen Fällen notwendig, neben den obengenannten faserförmigen Füllstoffen mit einer mittleren Faserlänge von 5 mm und mehr auch solche Füllstoffe C) zusätzlich einzusetzen, die eine kürzere mittlere Faseriänge von beispielsweise 0,1 mm bis kleiner 5 mm, wie 0,2 bis 4,5 mm und bevorzugt 0,5 bis 4 mm besitzen und/oder nicht faserförmige Füllstoffe wie beispielsweise hydrophile oder hydrophobe Kieselsäuren, Ruße, Gesteinsmehle oder Kreide. Der Einsatz derartiger kurzer Fasern und/oder nicht faserförmiger Füllstoffe kann jedoch auch bei Mischungsverhältnissen von Komponente B) zu Komponente A) von 1:2 bis 1 :4 sinnvoll sein, wenn beispielsweise eine Abdichtung besonders großer Löcher erreicht werden soll. Als längere Fasern (5 bis 25 mm mittlere Faseriänge) oder kürzere Fasern (bis kleiner 5 mm mittlere Faserlänge) können sowohl organische synthetische Fasern aus beispielsweise Polyamid, Polyester, Polyacrylnitril, Polypropylen, Polyethylen, Poiyvinylalkohol oder Aramid, anorganische Fasern wie beispielsweise Glasfasern. Mineraiwolifasern oder Kohlenstofffasern oder organische natürliche Fasern wie beispielsweise Baumwoilfasern, Viskosefasern (natürliche Kunstfaser), Flachsfasern, Jutefasern, Sisaifasern, Hanffasern oder Lyocell® eingesetzt werden.

Die Menge der Füllstoffe C) bezogen auf Komponente A) beträgt vorzugsweise 15 bis 50 Gew.-%, besonders bevorzugt 20 bis 40 Gew.-%. Als Komponente D) werden 5 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 20 Gew.-% mindestens eines anorganischen vorzugsweise von Oxiden oder Hydroxiden verschiedenen, vorzugsweise wasserlöslichen Salzes eingesetzt. Als„wasserlöslich" wird hierin ein Salz verstanden, dessen Lösiichkeit in Wasser bei einer Temperatur von 25 °C mindestens 1 g pro 100 ml Wasser beträgt. Vorzugsweise beträgt die Wasserlöslichkeit der Komponente D) mehr als 5 g pro 100 ml Wasser und besonders bevorzugt mehr als 15 g pro 100 ml Wasser. Besonders bevorzugt handelt es sich hierbei um ein oder mehrere Ha!ogenide, Phosphate, Carbonate, Sulfate oder Nitrate der Alkali- oder Erdalkalimetalle, insbesondere des Natriums, Kaliums, Calciums oder Magnesiums, oder des Ammoniums. Besonders bevorzugt werden als Komponente D) ein oder mehrere wasserlösliche anorganische Salze aus oben genannten Kationen und Anionen eingesetzt. Prinzipiell sind alle Kombinationen der oben genannten Kationen und Anionen denkbar, wobei jedoch zum Beispiel vom Einsatz von Ammoniumnitrat aufgrund seiner explosiven Neigung in trockenem Zustand dringend abgeraten wird. Sehr gut geeignet sind die Chloride von Natrium, Calcium und Magnesium. Ganz besonders gut geeignet ist Natriumchlorid. Setzt man Natriumchlorid in einer Menge von 15 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise von 18 bis 23 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 20 bis 22 Gew.- % bezogen auf das im erfindungsgemäßen Dichtmittel befindliche Wasser (Komponente A) ein, so ergeben sich besonders stabile Dichtmittel, die keine oder nur eine geringe Entmischungsneigung besitzen. Darüber hinaus vermögen die relativ hohen Anteile an Komponente D) wirksam ein Einfrieren der Dichtmittel bei niedrigen Temperaturen zu verhindern sowie den Befall durch zersetzende Mikroorganismen zu unterbinden.

Des weiteren sind gegebenenfalls E) 0 bis 10 Gew.-% eines oder mehrerer Zusatzstoffe gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmitteln, Entschäumern und Farbmitteln, enthalten, wobei sich die Gew.-%-Angaben auf das Gesamtgewicht des Dichtmittels beziehen und die Komponenten A), B), C), D) und E) voneinander verschieden sind. Vorzugsweise besteht das erfindungsgemäße Dichtmittei aus den Komponenten A), B), C), D) und gegebenenfalls E). Es ist zwar prinzipiell nicht ausgeschlossen, dass das erfindungsgemäße Dichtmittei noch weitere Additiv-Bestandteile F) in einer Menge von 0 bis 5 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Dichtmittels enthält, die sich von den oben genannten Bestandteilen der Komponenten A), B), C), D) und E) unterscheiden, bevorzugt ist dies jedoch nicht der Fall. Besonders bevorzugt besieht das erfindungsgemäße Dichtm ittei aus A), B), C) und D).

Für alle Dichtmittelzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung gilt, dass als in Wasser queifbares organisches Material B) Maisstärke bevorzugt ist, und als anorganisches wasserlösliches Saiz D) Natriu chiorid bevorzugt ist, in einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Dichtmittel:

A) 50 bis 60 Gew.-% Wasser,

B) 10 bis 25 Gew.-% Stärke,

C} 10 bis 15 Gew.-% eines faserförmigen Füllstoffs mit einer mittleren Faseriänge von 6 bis 20 mm, beispielsweise in Form von Flachsfasern und/oder Polypropylenfasern und

4 bis 8 Gew.-% eines Füllstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Kieselsäure, Gesteinsmehl, Kreide und Ruß, und

D) 10 bis 14 Gew.-% Natriumchlorid

wobei das Gewichtsverhältnis von B) zu A) 1 :2 bis 1 :5, vorzugsweise 1 :2 bis 1 :4, besonders bevorzugt :3 bis 1 :4 beträgt.

In einer ganz besonders bevorzugten füllstoffarmen oder füllstofffreien Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Dichtmittel:

A) 52 bis 62 Gew.-% Wasser,

B) 20 bis 30 Gew.-% Stärke,

C) 0 bis 9 Gew.-%, vorzugsweise 4 bis 8 Gew.-% eines nichtfaserförmigen Füllstoffs, beispielsweise gewählt aus der Gruppe bestehend aus Kieselsäure, Gesteinsmehi, Kreide und Ruß,

D) 12 bis 6 Gew,-% Natriumchlorid und

E) 0 bis 10 Gew.-% eines Zusatzstoffs gewählt aus der Gruppe bestehend aus Bioziden insbesondere Fungiziden, Konservierungsmitteln, Frostschutzmitteln, Antiabsetzmittein, Entschäumern und Farbmitteln, wobei das Gewtchtsverhältnis von A) zu B) 2:1 bis kleiner 2,8:1 , vorzugsweise 2:1 bis 2,4:1 und besonders bevorzugt 2:1 bis 2,2:1 beträgt. Vorzugsweise besteht die Zusammensetzung aus den Bestandteilen A), B), C) und D).

Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Dichtmitte!. Vorteilhafterweise wird hierbei zunächst Komponente D) in Komponente A) gegebenenfalls unter Erwärmen gelöst. Es empfiehlt sich eine bei Raumtemperatur gesättigte wässrige Lösung der Komponente D) herzusteifen. Besonders geeignet als Komponente D) ist hierfür Natriumchlorid. Aber auch ungesättigte Lösungen der Komponente D) sind geeignet, wie zum Beispiel nur mindestens 70 oder 80 % gesättigte wässrige Nathumchioridlösungen. In diese Mischung oder Lösung aus A) und D) werden die Komponenten B) und C) und gegebenenfalls E) eingetragen und zu einer Dichtstoffdispersion vermischt. Auch dies kann gegebenenfalls unter Erwärmen erfolgen.

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Dichtmittei beziehungsweise der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Dichtmittel als Dichtmitte! in pannensicheren Bereifungen, wie sie beispieisweise oben zum allgemeinen Stand der Technik oder insbesondere der EP 1 940 605 A1 beschrieben sind.

Somit ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine pannensichere Bereifung der eingangs genannten Art entsprechend der EP 1 940 605, in welcher ais Dichtmittel das erfindungsgemäße Dichtmittel eingesetzt wird.

Die vorliegende Erfindung kann durch folgende Beispiele exemplarisch erläutert werden.

Ein Dichtmittel bestehend aus 53 Gew -% Wasser, 13 Gew.-% Natriumchlorid, 14 Gew.-% Maisstärke, 13 Gew.-% 16 mm langen Fasern aus Polypropylen und 7 Gew.-% Kieselsäure wurde in eine Dichtmittel kämm er gefüllt Ein Stich durch den Reifen und durch die Dichtmittelkammer mit einer 12 mm breiten Messerklinge wurde abgedichtet. An der Reifenoberfiäche konnte man nur eine Spur des Dichtmittels erkennen. Vergleichsbeispiel 1

Beispie! 1 wurde unter Verzicht auf den Einsatz von Natriumchlorid wiederholt. Das Dichtmittei war jedoch nicht lagerstabil. Beispiel 2

Ein Dichtmittei bestehend aus 56 Gew.-% Wasser, 12 Gew.-% Natriumchlorid, 15 Gew.-% Maisstärke, 12 Gew.-% 16 mm Sangen Fasern aus Polypropylen und 5 Gew.-% Kieselsäure konnte ebenfalls den Stich eines Messers abdichten. An der Reifenoberfiäche konnte man nur etwas Dichtmittei erkennen.

Vergleichsbeispiel 2

Ein Dichtmittei bestehend aus 44 Gew.-% Wasser, 9 Gew.-% Natriumchiorid, 22 Gew.-% Maisstärke und 25 Gew.-% 16 mm langen Fasern aus Polypropylen dichtet zwar auch den Stich mit einem Messer ab. Das Dichtmittei ist aber so zäh, dass eine gleichmäßige Verteilung in der Dichtmittelkammer nicht gewährleistet ist.

Ein Dichtmittei bestehend aus 65 Gew.-% Wasser, 15 Gew.-% Natriumchlorid, 8 Gew.-% Maisstärke, 6 Gew.-% 16 mm langen Fasern aus Polypropylen und 6 Gew.- % Kieselsäure konnte auch ein kleines Loch nicht abdichten. Das Dichtmittei wurde durch das Loch gedrückt, und die Stärke konnte das Wasser nicht dauerhaft komplett binden.

Beispiel 3 Ein Dichtmittel bestehend aus 56,7 Gew.-% Wasser, 15 Gew.-% Natriumchiorid und 28,3 Gew.-% Maisstärke konnte ebenfalls den Stich eines Messers abdichten, Das Verhältnis von Wasser zu Maisstärke ist nahe 2:1 und führt zu besonders gut klebrigen und abdichtenden Zusammensetzungen.

Beispie!..4.

Ein Dichtmittet bestehend aus 62 Gew,-% Wasser, 15 Ge .~% Natriumchlorid und 23 Gew,~% Maisstärke konnte zwar nicht den Stich eines Messers abdichten, wohl aber einen Nadelstich mit einem Durchmesser von 1 ,5 mm. Das Verhältnis von Wasser zu Maisstärke beträgt etwa 2,7:1 und liegt nahe an dem Verhältnis, bei welchem gerade noch brauchbare Zusammensetzungen erhalten werden, die selbst ohne Zusatz von Füllstoffen wirksam sind. Beispiel 5

Ein Dichtmittel bestehend aus 58 Gew.~% Wasser, 14 Gew.~% Natriumchiorid, 21 Gew.-% Maisstärke und 7 Gew.-% Kieselsäure konnte den Stich eines Messers abdichten. Das Verhältnis von Wasser zu Maisstärke beträgt etwa 2,76:1 und ist somit geringfügig höher als in Beispie! 4. Der Zusatz einer bereits geringen Menge an Kieselsäure bewirkt jedoch, dass die Abichtwirkung deutlich zunimmt.

Bezugszeichenliste:

1 Schlauch 2 Dichtmittel

3 Gummi

4 Luftkammer

5 Gewebe

6 Schlauchbreite