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Title:
SEALING ARRANGEMENT FOR A WHEEL BEARING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/192597
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sealing arrangement for a wheel bearing (2) having a first bearing part (3) and a second bearing part (5) integrally connected to a wheel bearing flange (7), between which rolling elements are guided, wherein the sealing arrangement (1) has a carrier element (12) which is connected to the first bearing part and wherein a resilient element (14) is provided on the carrier element, wherein the resilient element has at least one sealing lip (25, 26, 27), and the carrier element has a fastening portion (15) which is connected to an outer circumference (13) of the first bearing part, wherein a sealing ring (16) which forms a seal for the fastening portion is formed on the resilient element, wherein the sealing ring has a cylindrical circumferential surface (17) which abuts the external circumference of the first bearing part.

Inventors:
KRAPF MARCO (DE)
HÄPP ALEXANDER (DE)
KAISER ANDREAS (DE)
Application Number:
DE2018/100041
Publication Date:
October 25, 2018
Filing Date:
January 18, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
F16C33/78
Foreign References:
KR20130087855A2013-08-07
DE102015122596A12016-08-04
JP2010210085A2010-09-24
DE102006047014A12007-04-05
DE102013218635A12015-03-19
DE102014206761A12015-10-08
DE102013220074A12015-04-02
US20160003302A12016-01-07
EP2639468A22013-09-18
JP2006118553A2006-05-11
US20130241270A12013-09-19
DE102013217299A12015-03-05
DE102010034385A12012-02-16
DE102009052311A12011-05-12
DE10358876A12005-07-28
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Claims:
Patentansprüche

Dichtungsanordnung eines Radlagers (2) mit einem ersten Lagerteil (3) und einem zweiten einstückig mit einem Radlagerflansch (7) verbundenen Lagerteil (5), zwischen denen Wälzkörper geführt sind, wobei die Dichtungsanordnung (1 ) ein Trägerelement (12) aufweist, welches mit dem ersten Lagerteil (3) verbunden ist und wobei an dem Trägerelement (12) ein elastisches Element (14) vorgesehen ist, wobei das elastische Element (14) mindestens eine Dichtlippe (25, 26, 27) aufweist, und dass das Trägerelement (12) einen Befestigungsabschnitt (15) aufweist, welcher mit einem Außenumfang (13) des ersten Lagerteils (3) verbunden ist, wobei am elastischen Element (14) ein Dichtring (16) angeformt ist, welcher eine Abdichtung des Befestigungsabschnittes (15) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtring (16) eine zylindrisch umlaufende Fläche (17) aufweist, welche am Außenumfang (13) des ersten Lagerteils (3) anliegt

Dichtungsanordnung nach Anspruch 1 , wobei sich an den Befestigungsabschnitt (15) ein nach radial außen erstreckender Armierungsabschnitt (18) anschließt, welcher den Dichtring (16) verstärkt.

Dichtungsanordnung nach Anspruch 2, wobei der Armierungsabschnitt (18) L- förmig ausgebildet ist.

Dichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Lagerteil (3) am Außenumfang (13) eine Senke (19) aufweist.

Dichtungsanordnung nach Anspruch 4, wobei sich an die Senke (19) ein sich konisch erweiternder Bereich (20) anschließt.

Dichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das elastische Element ( 14) eine Fangrinne (24) ausbildet.

7. Dichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Anlageelement (8) mit dem zweiten Lagerteil (5) verbunden ist und wobei mindestens eine Dichtlippe (26, 27) des elastischen Elementes (14) mit dem Anlageelement (8) in schleifendem Kontakt ist.

8. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei mindestens eine Dichtlippe des elastischen Elementes (14) mit dem zweiten Lagerteil (5) und/ o- der dem Radlagerflansch (7) in schleifendem Kontakt ist.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Dichtungsanordnung eines Radlagers

Beschreibung

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung eines Radlagers

Hintergrund der Erfindung

Radlager von Fahrzeugen benötigen zur Erzielung einer hohen Lebensdauer beidseitige Abdichtungen des mit dem Schmiermittel befüllten und Wälzkörper enthaltenden Innenraumes. Dazu werden u.a. Schleuderbleche eingesetzt, die mit Dichtlippen ein Dichtlabyrinth bilden.

Aus der DE 10 2010 034 385 A1 ist eine Lagerdichtung für Radlager bekannt, bei der ein Schleuderblech an einem Radlagerflansch fixiert ist, welcher einstückig mit einem rotierenden Lagerring des Radlagers verbunden ist. An dem Schleuderblech sind Dichtlippen einer Dichtungsanordnung abgestützt, die mit dem weiteren drehstarren Lagerring gekoppelt ist.

In der DE 10 2009 052 31 1 A1 ist ein Radlager mit einer Dichtungsanordnung beschrieben, das flanschseitig einen Schleuderring zur Abdichtung des Wälzlagers einschließt. Im Einbauzustand sind axiale Dichtlippen über schleifende Dichtkontakte an dem Schleuderblech abgestützt. Die Dichtlippen sind einem Träger zugeordnet, der an einem Außenring befestigt ist.

Aus DE 103 58 876 A1 ist eine Dichtungsanordnung für Radlager bekannt, die mittels zweier Dichtringe eine axiale Öffnung zwischen den beiden relativ zueinander drehbaren Teilen des Radlagers angeordnet ist und das Radlager axial abdichtet. Dazu bilden die beiden Dichtringe ein Spaltlabyrinth, welches eine Fangrinne mit einem axial mündenden und sich radial erstreckenden Dichtspalt aufweist.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Dichtungsanordnung zur Verfügung zu stellen, welche über die Gebrauchsdauer sicher abdichtet und eine erhöhte Lebensdauer aufweist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Dichtungsanordnung eines Radlagers mit einem ersten Lagerteil und einem zweiten einstückig mit einem Radlagerflansch verbundenen Lagerteil, zwischen denen Wälzkörper geführt sind, wobei die Dichtungsanordnung ein Trägerelement aufweist, welches mit dem ersten Lagerteil verbunden ist und wobei an dem Trägerelement ein elastisches Element vorgesehen ist, wobei das elastische Element mindestens eine Dichtlippe aufweist, und dass das Trägerelement einen Befestigungsabschnitt aufweist, welcher mit einem Außenumfang des ersten Lagerteils verbunden ist, wobei am elastischen Element ein Dichtring angeformt ist, welcher eine Abdichtung des Befestigungsabschnittes bildet, wobei der Dichtring eine zylindrisch umlaufende Fläche aufweist, welche am Außenumfang des ersten Lagerteils anliegt

Bei bekannten Dichtungsanordnungen weißt der Dichtring in der Regel eine Nase auf, welche umlaufend ausgebildet ist und am Außenumfang des ersten Lagerteils anliegt. Hierdurch entsteht eine Linienberührung des Dichtringes am Sitz. Dies hat zur Folge, dass ein geringes Überdeckungsverhältnis zwischen Dichtring und dem ersten Lagerteil entsteht, wodurch es bei Montage zum Umklappen des Dichtringes kommen kann.

Die erfindungsgemäße Dichtungsanordnung weist daher einen Dichtring auf, welcher eine zylindrisch umlaufende Fläche aufweist, welche am Außenumfang des ersten Lagerteils anliegt. Dies ermöglicht eine Flächenberührung des Dichtringes am Sitz, wodurch dass Überdeckungsverhältnis verbessert wird. Vorteilig ist, dass ein Umklappen des Dichtringes hierdurch erschwert wird. Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung schließt sich an den Befestigungsabschnitt ein nach radial außen erstreckender Armierungsabschnitt an. Dieser Armierungsabschnitt ist Teil des Trägerelementes. Der Armierungsabschnitt ermöglicht, dass der Dichtring zusätzlich versteift wird und gleichzeitig wird ein Umklappen des Dichtringes erschwert. Weiterhin wird die Anpressung des Dichtringes an das erste Lagerteil verbessert

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Armierungsabschnitt L-förmig ausgebildet. Das heißt, dass sich an den Befestigungsabschnitt ein L-förmiger Abschnitt direkt anschließt. Dieser kann durch eine Kröpfung des Trägerele- mentes in diesem Bereich ausgebildet werden. Denkbar sind auch jegliche andere Formen.

Bevorzugterweise weist das erste Lagerteil am Außenumfang eine Senke auf. An diese Senke schließt sich ein konisch erweiternder Bereich an. Vorzugswei- se ist die Senke in einem Bereich vorgesehen, in dem der Befestigungsabschnitt des Trägerelementes in den Armierungsabschnitt übergeht. An die Senke anschließend erweitert sich das erste Lagerteil konisch. Eine derartige Ausbildung erhöht nochmals die Anpressung des Dichtrings am Sitz und stellt zudem sicher, dass der Dichtring flächig mit dem Außenumfang des ersten Lager- teils in Kontakt kommt.

Eine Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass das elastische Element eine Fangrinne ausbildet. Daran ist vorteilhaft, dass in die Dichtungsanordnung eingedrungener Schmutz oder Wasser in der Fangrinne aufgefangen werden kön- nen und gleichzeitig durch umfängliches Ableiten in der Fangrinne die Dichtungsanordnung durch einen der Fangrinne vorgelagerten ringförmigen Spalt und durch eine nachfolgende vorgesehene Öffnung die Dichtungsanordnung wieder verlassen können.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Anlageelement mit dem zweiten Lagerteil verbunden und mindestens eine Dichtlippe des elastischen Elementes ist mit dem Anlageteil in schleifendem Kontakt ist.

Bevorzugterweise ist mindestens eine Dichtlippe des elastischen Elementes mit dem zweiten Lagerteil und/ oder dem Radlagerflansch in schleifendem Kontakt.

Kurze Beschreibung der Zeich

Nachfolgend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von drei Figuren dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 einen Teillängsschnitt einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung eines Radlagers, und

Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt der in Figur 1 dargestellten erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung gemäß einer ersten Ausführungsform, und

Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt der in Figur 1 dargestellten erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform.

Detaillierte Beschreibung der Zeichnung Figur 1 zeigt einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung 1 eines nur ausschnittsweise dargestellten Radlagers 2 mit einem ersten Lager- teil 3, welches als Außenring 4 ausgebildet ist, und im Einbauzustand mit einem nicht dargestellten Radträger verbunden ist. Ferner ist ein zweites Lagerteil 5 vorgesehen, welches den Innenring 6 ausbildet. Das zweite Lagerteil 5 weist einen einstückig verbundenen Radlagerflansch 7 auf. Zwischen dem ersten La- gerteil 3 und dem zweiten Lagerteil 5 sind nicht dargestellte Wälzkörper geführt.

Die Dichtungsanordnung 1 des Radlagers 2 umfasst ein als Vordichtung ausgeführtes Anlageelement 8, welches bevorzugt aus einem metallischen Werkstoff hergestellt ist. Das Anlageelement 8 weißt ein Anlagestück 9 auf, welches mit dem zweiten Lagerteil 5 wasserdicht abschließt. Ein konisches Verbindungsstück 10 verbindet das Anlagestück 9 mit einem hohlzylindrischen Befestigungsstück 1 1 , welches mittels Presssitz insbesondere in seiner axialen Position fixiert ist, um die wasserdichte Anlage des Anlagestücks 9 nicht zu gefährden.

Des Weiteren ist ein Trägerelement 12 vorgesehen, welches am Außenumfang 13 des ersten Lagerteils 3 mittels Presssitz befestigt ist. An dem Trägerelement ist ein elastisches Element 14 vorgesehen. Ferner weißt das Trägerelement einen Befestigungsabschnitt 15 zur Befestigung am ersten Lagerteil 3 auf. Um Rostfraß unter dem Befestigungsabschnitt 15 zu vermeiden wird eine so genannte statische Dichtung mittels eines an das elastische Teil 14 angeformten Dichtringes 16 gebildet.

Der Dichtring 16 hat eine zylindrisch umlaufende Fläche 17, welche am Außen- umfang 13 des ersten Lagerteils 3 anliegt. An den Befestigungsabschnitt 15 schließt sich ein nach radial außen erstreckender Armierungsabschnitt 18 anschließt, welcher den Dichtring 16 verstärkt. Der Armierungsabschnitt 18 wird durch eine Kröpfung des Trägerelementes 12 gebildet. Zusätzlich ist aus Figur 2 zu erkennen, das erste Lagerteil 3 am Außenumfang 13 eine Senke 19 aufweist. Und dass sich an die Senke ein sich konisch erwei- ternder Bereich 20 anschließt, wobei der Dichtring 16 an dem konisch erweiternden Bereich 20 flächig anliegt.

Zwischen einem Endstück 21 des Anlageelementes 8 und einem Fortsatz 22 ist eine Öffnung 23 ausgebildet. Dadurch, dass die Öffnung 23 axial in Richtung Radlagerflansch 7 orientiert ist, kann vorteilhaft vermieden werden, dass das in Radialrichtungen fließende Wasser in die Dichtung eindringt. Vorteilhafterweise ist der Fortsatz 26 derart geformt, dass er den größten Außenradius der Dichtungsanordnung aufweist, womit Schmutzwasser an diesem nach unten abtrop- fen kann. Ferner deckt er auch einen ringförmigen Spalt ab, der in eine Fangrinne 24 mündet. Die Fangrinne 24 ist durch eine nicht berührende axiale Dichtlippe 25 des elastischen Elementes 14 gebildet, deren Ende in radialer Richtung nach außen gerichtet ist. Damit das elastische Teil 23 derartig viele Funktionen übernehmen kann, erstreckt es sich vom axialen Ende des Armierungsabschnittes 18 bis zum radial innenliegenden Ende des Trägerelementes 12, wobei es das Trägerelement 12 radial nach außen abdeckt und axial zwischen dem Anlagestück 9 und dem Trägerelement 12 angeordnet ist. Alternativ können die jeweiligen Funktionen auch von separat anzubringenden elastischen Teilen ausgeführt werden, jedoch führt dies zu einem größeren Herstellungsaufwand.

Die Dichtungsanordnung 1 weist ferner eine axiale Dichtlippe 26 und eine radiale Dichtlippe 27 auf, die zusammen mit dem Anlageelement 8 einen schleifen- den Dichtkontakt bilden.

Figur 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Figur 3 stellt den gleichen Ausschnitt wie Figur 2 da. Gleiche Teile werden mit den gleichen Bezugszeichen wie in den vorangegangenen Figuren bezeichnet.

Der Unterschied zu den vorhergehenden Figuren liegt in der Ausgestaltung des Armierungsabschnittes 18. Der Armierungsabschnitt 18 weißt nochmals eine Kröpfung auf und erstreckt sich mit einem Abschnitt 28 nach radial außen. Bezugszeichenliste Dichtungsanordnung

Radlager

erstes Lagerteil

Außenring

zweites Lagerteil

Innenring

Radlagerflansch

Anlageelement

Anlagestück

Verbindungsstück

Befestigungsstück

Trägerelement

Außenumfang

elastisches Element

Befestigungsabschnitt

Dichtring

umlaufende Fläche

Armierungsabschnitt

Senke

konisch erweiternder Bereich

Endstück

Fortsatz

Öffnung

Fangrinne

Dichtlippe

axiale Dichtlippe

radiale Dichtlippe

Abschnitt