Schilling, Reinhold (Akazienweg 18, Friedrichshafen, 88046, DE)
| 1. | Aufnahme für Prüflinge, umfassend einen skalierten Drehtisch (2), welcher um 360° drehbar auf einer Grundplat te (3) angeordnet ist, wobei auf dem Drehtisch (2) zwei Schwenkeinrichtungen (4,5) angeordnet sind, deren Schwenk richtungen um 90° zueinander versetzt sind und wobei bei jeder Schwenkeinrichtung (4,5) Schwenkbewegungen in beiden Richtungen möglich sind. |
| 2. | Aufnahme nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass über den beiden Schwenkeinrichtun gen (4,5) ein Querverschiebetisch (6) mit einer verschieb baren TNutenleiste (7) angeordnet ist. |
| 3. | Aufnahme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Schwenkeinrichtun gen (4,5) übereinander angeordnet sind. |
| 4. | Aufnahme nach Anspruch 2 oder 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass in der TNutenleiste (7) <BR> <BR> eine schwenkbare Vorrichtung aufbringbar ist, welche zur<BR> Aufnahme von Wellen und Flanschen dient. |
| 5. | Aufnahme nach Anspruch 2,3 oder 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass in der TNutenleiste (7) einstellbaren Prismen (8) angeordnet sind, welche zur Auf nahme von wellenförmigen Werkstücken dienen. |
| 6. | Aufnahme nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass jede Längs und Querverschiebung mit einer Skalierung versehen ist. |
| 7. | Aufnahme nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass sie auf Rol len gelagert ist. |
| 8. | Aufnahme nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass sie höhen verstellbar ausgebildet ist. |
Für zu prüfende Werkstücke bzw. Prüflinge wird oft ei- ne Hilfsvorrichtung zur Aufnahme der Prüflinge verwendet.
Diese wird auch benutzt, um die Prüflinge auf die Aufspann- platte zu legen. Beispielsweise wird ein schwenkbarer Ku- gelschraubstock verwendet, was zu Beschädigungen am Prüf- ling durch das Einspannen desselben führen kann. Hierbei erweisen sich Beschädigungen an geschliffenen Wellen an deren Lagersitzen als besonders kritisch.
Zudem können Beschädigungen auch beim Auflegen des Prüflings kantig auf der Aufspannplatte auftreten ; des wei- teren lässt sich der Prüfling nicht präzise und reprodu- zierbar in die gewünschte Position bringen, um eine ein- wandfreie Prüfung durchführen zu können, wie es beispiels- weise bei Wellen mit Schrägverzahnung oft der Fall ist. Um bei einer Schrägverzahnung die Zahnflanke prüfen bzw. mit einem Konturtaster abfahren zu können, muss der Prüfling räumlich in eine bestimmte Lage gebracht werden.
Dies bedeutet, dass der Prüfling zum Positionieren um einen bestimmten Winkel geschwenkt und gedreht werden muss, um eine Seite der Zahnflanke zu erfassen. Dieselbe Prozedur muss auch auf der Gegenflanke des Zahnes erfolgen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufnahme anzugeben, welche es ermöglicht, eine Viel- zahl unterschiedlicher Werkstücke bzw. Prüflinge (z. B.
Wellen, Flansche) beschädigungsfrei aufnehmen zu können.
Zudem sollen durch die erfindungsgemäße Aufnahme die Werkstücke räumlich in jede gewünschte Messposition repro- duzierbar gedreht, geschwenkt und verschoben werden können.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentan- spruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen und Vorteile ge- hen aus den Unteransprüchen hervor.
Demnach wird eine Aufnahme für Prüflinge vorgeschla- gen, welche einen auf einer Grundplatte angeordneten ska- lierbaren Drehtisch umfasst, auf dem zwei Schwenkeinrich- tungen angeordnet sind. Hierbei sind die Schwenkrichtungen der Schwenkeinrichtungen um 90° zueinander versetzt ; vor- zugsweise sind mittels der Schwenkeinrichtungen Schwenkwin- kel von ca. 16° in beiden Richtungen möglich, wobei auch weitere Schwenkwinkel möglich sind.
Durch die erfindungsgemäße Konstruktion kann jeder Prüfling in eine vorher bestimmte Lage bezüglich Winkel- und Längeneinstellung in Messposition gebracht werden. In vorteilhafter Weise werden hierbei Beschädigungen am Werk- stück bzw. Prüfling vermieden.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Aufnahme ist die Reproduzierbarkeit der Aufspanndaten des Prüflings hinsichtlich der Schwenk-und Drehwinkel sowie hinsichtlich der Längs-und Querverschiebung und der Höheneinstellungen.
Für jeden Prüfling kann erfindungsgemäß ein Identblatt mit den Aufspanndaten erstellt werden, so dass bei wieder- <BR> <BR> kehrenden Teilen, welche turnusgemäß geprüft werden müssen, ein automatischer Prüfablauf erfolgen kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Figur, welche eine bevorzugte Ausführungsform der erfin- dungsgemäßen Aufnahme in einer schematischen dreidimensio- nalen Darstellung zeigt, beispielhaft näher erläutert.
Wie aus der Figur ersichtlich, umfasst die erfindungs- gemäße Aufnahme 1 für Prüflinge einen skalierten Dreh- tisch 2, welcher um 360° drehbar und abklemmbar ist und auf einer Grundplatte 3 angeordnet bzw. befestigt ist. Auf dem Drehtisch 2 sind (vorzugsweise übereinander) zwei Schwenk- einrichtungen 4,5 angeordnet, deren Schwenkrichtungen um 90° zueinander versetzt sind. Hierbei sind bei jeder Schwenkeinrichtung 4,5 Schwenkbewegungen in beiden Rich- tungen möglich, wobei ein typischer Wert für den maximalen Schwenkwinkel ca. 16° beträgt. Durch diese Anordnung lässt sich z. B. räumlich jeder Schwenkwinkel von O° bis 16° und jeder Drehwinkel von 0° bis 360° genau einstellen. Je nach Bedarf sind größere Werte für die möglichen Schwenkwinkel möglich.
Über den beiden Schwenkeinrichtungen 4,5 befindet sich ein Querverschiebetisch 6 mit einer verschiebbaren T- Nutenleiste 7 zur Aufnahme von z. B. einstellbaren Pris- men 8 mit abnehmbarer Einstellhilfe 9, um eine Welle mit unterschiedlichem Auflagedurchmesser absolut in die hori- <BR> <BR> zontale Lage bei Rautiefenmessungen zu bringen. Bewerkstel- ligt wird dies mittels eines Meßschiebers bzw. Tiefenmaßes, wobei ein Prisma um die Differenz (D-d) /2 zum Gegenprisma eingestellt wird. Gemäß der Erfindung ist jede Längs-und Querverschiebung mit einer Skalierung versehen.
Optional kann zusätzlich in der T-Nutenleiste 7 eine schwenkbare Vorrichtung aufgebracht werden, welche zur Auf-
nahme von Flanschen und Wellen bzw. für Rotationsteile dient, welche nicht in Prismen aufgenommen werden können.
Diese schwenkbare Vorrichtung läßt sich in Kombination mit der Schwenkeinrichtung 5 aus der Vertikalen in die Horizon- tale schwenken.
Die erfindungsgemäße Aufnahme 1 ist auf Rollen gela- gert und lässt sich somit leicht in die gewünschte Position verschieben. Außerdem kann sie axial in jeder Position in einer entsprechenden Nute der Aufspann-bzw. Gesteinsplatte festgeklemmt werden. Zur Feinverschiebung der Aufnahme axi- al kann nach der Grobverschiebung derselben mittels einer angehängten Vorrichtung 10 die Aufnahme axial in beide Richtungen feinjustiert werden. Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist die Aufnahme höhenverstellbar ausgebil- det.
Selbstverständlich fällt auch jede konstruktive Aus- bildung, insbesondere jede räumliche der benötigten Elemen- te der erfindungsgemäßen Aufnahme an sich sowie zueinander und soweit technisch sinnvoll, unter den Schutzumfang der vorliegenden Ansprüche, auch wenn diese Ausbildungen nicht explizit in der Figur oder in der Beschreibung dargestellt sind.
Bezugszeichen 1 Aufnahme 2 Drehtisch 3 Grundplatte 4 Schwenkeinrichtung . 5 Schwenkeinrichtung 6 Querverschiebetisch 7 verschiebbaren T-Nutenleiste 8 einstellbares Prisma 9 Einstellhilfe 10 Vorrichtung
