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Title:
SEAT AND UTILITY VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/201462
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a seat (14) for a utility vehicle (1), in particular for a military utility vehicle, comprising: a seat base (15); a seat element (28) having a seat surface (29) and a first step-on surface (30); a first pivot device (34) for pivoting the seat element (28) in such a way that the seat element (28) can be pivoted from a seat position (SP1), in which the first step-on surface (30) is facing the seat base (15), into a first step-on position (TP1), in which the first step-on surface (30) is facing away from the seat base (15); a backrest (42) having a backrest seat surface (43) and a second step-on surface (44); and a second pivot device (45) for pivoting the backrest (42) in such a way that the backrest (42) can be pivoted from a seat position (SP2), in which the backrest seat surface (43) is positioned upright relative to the seat base (15), into a second step-on position (TP2), in which the second step-on surface (44) is arranged parallel to the first step-on surface (30).

Inventors:
ALLMANN, Christian (Görgengasse 23/1/20, 1190 Wien, 1190, AT)
Application Number:
EP2018/079658
Publication Date:
October 24, 2019
Filing Date:
October 30, 2018
Export Citation:
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Assignee:
RHEINMETALL MAN MILITARY VEHICLES ÖSTERREICH GESMBH (Brunner Straße 44-50, 1230 Wien, 1230, AT)
International Classes:
B60N2/20; B60N2/24; B60N2/30
Foreign References:
EP1832468A22007-09-12
DE102012012505A12013-01-03
DE20110630U12002-11-07
EP1832468A22007-09-12
EP3002541A12016-04-06
Attorney, Agent or Firm:
HORN KLEIMANN WAITZHOFER PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Ganghoferstr. 29a, München, 80339, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Sitz (14) für ein Nutzfahrzeug (l), insbesondere für ein militärisches Nutz fahrzeug, mit:

einem Sitzsockel (15),

einem Sitzelement (28), das eine Sitzfläche (29) und eine erste Trittfläche (30) aufweist,

einer ersten Schwenkeinrichtung (34) zum Verschwenken des Sitzelements (28) derart, dass das Sitzelement (28) von einer Sitzposition (SPl), in der die ers te Trittfläche (30) dem Sitzsockel (15) zugewandt ist, in eine erste Trittposition (TP1), in der die erste Trittfläche (30) dem Sitzsockel (15) abgewandt ist, ver- schwenkbar ist,

einer Rückenlehne (42), die eine Rückenlehnensitzfläche (43) und eine zwei te Trittfläche (44) aufweist, und

einer zweiten Schwenkeinrichtung (45) zum Verschwenken der Rückenleh ne (42) derart, dass die Rückenlehne (42) von einer Sitzposition (SP2), in der die Rückenlehnensitzfläche (43) relativ zu dem Sitzsockel (15) aufrecht positioniert ist, in eine zweite Trittposition (TP2), in der die zweite Trittfläche (44) parallel zu der ersten Trittfläche (30) angeordnet ist, verschwenkbar ist.

2. Sitz nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Schwenkeinrichtung (34) eine erste Drehachse (Ml), um die das Sitzelement (28) drehbar gelagert ist, und eine zweite Drehachse (M2), um die das Sitzelement (28) drehbar gelagert ist, aufweist, wobei die erste Drehachse (Ml) senkrecht zu der zweiten Drehachse (M2) orientiert ist.

3. Sitz nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Drehachse (Ml) die zweite Drehachse (M2) schneidet.

4. Sitz nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,

dass das Sitzelement (28) zum Verschwenken desselben von der Sitzposition (SPl) in die erste Trittposition (TPl) mit Hilfe der ersten Schwenkeinrichtung (34) zuerst um einen ersten Ver schwenkwinkel (ß) um die erste Drehachse (Ml) verschwenkbar ist, wobei das Sitzelement (28) nach dem Verschwenken um die erste Drehachse (Ml) um einen zweiten Verschwenkwinkel (g) um die zweite Drehachse (M2) verschwenkbar ist.

5. Sitz nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass der zweite Verschwenkwinkel (g) größer als der erste Verschwenkwin kel (ß) ist.

6. Sitz nach einem der Ansprüche 2 - 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Sitzelement (28) an einer Rückseite (17) des Sitzsockels (15) um die erste Drehachse (Ml) drehbar gelagert ist.

7. Sitz nach einem der Ansprüche 2 - 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Schwenkeinrichtung (34) ein Kopplungselement (36) aufweist, das um die erste Drehachse (Ml) drehbar an dem Sitzsockel (15) gelagert ist, wo bei das Sitzelement (28) um die zweite Drehachse (M2) drehbar an dem Kopp lungselement (36) gelagert ist.

8. Sitz nach einem der Ansprüche 2 - 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Sitzelement (28) entlang der zweiten Drehachse (M2) linear ver schiebbar ist, um das Sitzelement (28) von einer unverschobenen Position (Pl) in eine verschobene Position (P2) und umgekehrt zu verbringen.

9. Sitz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,

dass das Sitzelement (28) in Richtung der unverschobenen Position (Pl) fe dervorgespannt ist. 10. Sitz nach Anspruch 8 oder 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Schwenkeinrichtung (34) zum Verbringen des Sitzelements (28) von der unverschobenen Position (Pl) in die verschobene Position (P2) und umgekehrt eine Teleskopwellenanordnung (41) mit einer Welle (37) und einem Federelement (40) aufweist.

11. Sitz nach einem der Ansprüche 2 - 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass die zweite Schwenkeinrichtung (45) eine dritte Drehachse (M3) auf- weist, um die die Rückenlehne (42) drehbar gelagert ist, wobei die dritte Dreh achse (M3) parallel zu der ersten Drehachse (Ml) und senkrecht zu der zweiten Drehachse (M2) orientiert ist.

12. Sitz nach einem der Ansprüche 1 - 11,

gekennzeichnet durch

eine Arretiereinrichtung (47) zum Arretieren der Rückenlehne (42) sowohl in der Sitzposition (SP2) als auch in der zweiten Trittposition (TP2).

13. Sitz nach einem der Ansprüche 1 - 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Rückenlehne (42) einen Abstützbügel (48, 48') aufweist, der sich in der zweiten Trittposition (TP2) auf dem Sitzsockel (15) oder auf der ersten Tritt- fläche (30) abstützt. 14. Sitz nach einem der Ansprüche 1 - 13,

dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzelement (28) Stützabschnitte (31, 32) aufweist, die sich in der ersten Trittposition (TPl) auf dem Sitzsockel (15) abstützen.

15. Nutzfahrzeug, insbesondere militärisches Nutzfahrzeug, mit zumindest ei-

5 nem Sitz nach einem der Ansprüche 1 - 14.

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Description:
SITZ UND NUTZFAHRZEUG

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sitz für ein Nutzfahrzeug und ein Nutz fahrzeug mit einem derartigen Sitz.

Bei Nutzfahrzeugen, insbesondere bei Lastkraftwagen, für militärische Anwen dungen ist meist zwischen einem in einem Fahrerhaus angeordneten Fahrersitz und einem Beifahrersitz ein Mittelsitz vorgesehen. Der Mittelsitz soll dazu die nen, über eine an dem Fahrerhaus vorgesehene Dachluke eine auf oder an dem Dach montierte Waffe bedienen zu können. Hierzu ist es erforderlich, an dem Mittelsitz eine Trittfläche vorzusehen.

Die EP 1 832 468 Al zeigt einen auf einer Oberseite gepolsterten Sitz, insbeson dere eines Lastkraftwagens, wobei der Sitz über einen Schwenk-Drehmechanis mus verfügt, mit dessen Hilfe der Sitz zwangsgeführt in eine mit der Oberseite nach unten weisende Position bringbar ist und mindestens einem weiteren Zu satznutzen zugänglich ist.

Die EP 3 002 541 Al beschreibt einen Sitz für ein Fahrzeug mit einer Rücken lehne und einer Sitzfläche, wobei der Sitz ein klappbares Tablett umfasst, das in Bezug auf die Rückenlehne angelenkt ist, wobei das Tablett in einer in einer Aufnahme der Rückenlehne an einer Frontfläche der letzteren eingeklappten Po sition positioniert werden kann, die den Rücken eines auf dem Sitz sitzenden Benutzers aufnehmen soll, wobei der Sitz Armlehnen umfasst, auf denen das Tablett in einer auseinandergeklappten Position abgestützt wird.

Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen verbesserten Sitz für ein Nutzfahrzeug zur Verfügung zu stellen.

Demgemäß wird ein Sitz für ein Nutzfahrzeug, insbesondere für ein militärisches Nutzfahrzeug, vorgeschlagen. Der Sitz umfasst einen Sitzsockel, ein Sitzelement, das eine Sitzfläche und eine erste Trittfläche aufweist, eine erste Schwenkein- richtung zum Verschwenken des Sitzelements derart, dass das Sitzelement von einer Sitzposition, in der die erste Trittfläche dem Sitzsockel zugewandt ist, in eine erste Trittposition, in der die erste Trittfläche dem Sitzsockel abgewandt ist, verschwenkbar ist, eine Rückenlehne, die eine Rückenlehnensitzfläche und eine zweite Trittfläche aufweist, und eine zweite Schwenkeinrichtung zum Ver schwenken der Rückenlehne derart, dass die Rückenlehne von einer Sitzposition, in der die Rückenlehnensitzfläche relativ zu dem Sitzsockel aufrecht positioniert ist, in eine zweite Trittposition, in der die zweite Trittfläche parallel zu der ers ten Trittfläche angeordnet ist, verschwenkbar ist.

Dadurch, dass eine erste Trittfläche und eine zweite Trittfläche vorgesehen sind, können im Vergleich zu bekannten Sitzen für Nutzfahrzeuge zwei Stehhöhen verwirklicht werden, wobei die erste Trittfläche als Aufstiegshilfe zur zweiten Trittfläche dienen kann. Hierdurch werden zwei Stehniveaus verwirklicht, wodurch beispielweise Benutzer unterschiedlichster Körpergrößen den Sitz nut zen können oder der Benutzer je nach verwendeter Trittfläche weiter oder weni ger weit aus einer Dachluke des Nutzfahrzeugs heraussehen kann.

Der Sitz ist vorzugsweise ein Mittelsitz. Das heißt, der Sitz kann zwischen einem Fahrersitz und einem Beifahrersitz des Nutzfahrzeugs angeordnet sein. Der Sitz ist insbesondere in einem Fahrerhaus des Nutzfahrzeugs vorgesehen. Der Sitzso ckel kann auch als Sitzfuß bezeichnet werden. Der Sitzsockel weist vorzugsweise eine quaderförmige oder kastenförmige Geometrie auf und kann ein aus Stahl platten gefertigtes Bauteil sein.

Vorzugsweise umfasst der Sitzsockel eine Vorderwand oder Vorderseite, eine be- abstandet von der Vorderseite und parallel zu der Vorderseite angeordnete Rückwand oder Rückseite, zwei beabstandet voneinander und parallel zueinan der angeordnete Seitenwände oder Seiten, eine Oberseite und eine Unterseite. Die Oberseite und die Unterseite können offen oder geschlossen sein. Vorzugs weise sind an den Seiten und der Rückseite zugewandt sich über die Oberseite hinaus erstreckende Sitzsockelwangen vorgesehen. Vorzugsweise ist das Sitze- lement mit Hilfe der ersten Schwenkeinrichtung an den Sitzsockelwangen gela gert. Demgemäß ist auch die Rückenlehne mit Hilfe der zweiten Schwenkeinrich tung an den Sitz sockelwangen gelagert. Die Sitzsockelwangen sind im Bereich der Rückseite des Sitzsockels vorgesehen.

Die Sitzfläche und die erste Trittfläche des Sitzelements sind vorzugsweise an einander gegenüberliegenden Seiten des Sitzelements vorgesehen. Insbesondere ist die Sitzfläche vorderseitig an dem Sitzelement vorgesehen, und die erste Trittfläche ist rückseitig an dem Sitzelement vorgesehen. Die Sitzfläche kann aus Stoff, Kunstleder oder dergleichen gefertigt sein. Die Sitzfläche kann bei spielsweise eine Polsterung, insbesondere in Form einer Schaumstoffpolsterung, aufweisen. Die Sitzfläche kann daher auch als Sitzpolster bezeichnet werden. Alternativ kann die Sitzfläche auch ohne eine derartige Polsterung ausgeführt sein. Beispielsweise kann die Sitzfläche in diesem Fall eine Sitzschale sein, die beispielsweise aus Holz oder einem Verbundmaterial, wie beispielsweise einem faserverstärkten Kunststoffmaterial, gefertigt ist.

Die erste Trittfläche ist vorzugweise aus einem Stahlblech oder Aluminiumblech gefertigt. Die erste Trittfläche kann auch als untere Trittfläche, erste Trittplatte, untere Trittplatte, erstes Trittblech oder unteres Trittblech bezeichnet werden. Alternativ zu einem Metallwerkstoff kann die erste Trittfläche auch aus einem Verbundmaterial, wie beispielsweise aus einem faserverstärkten Kunststoff oder dergleichen, gefertigt sein. Die erste Trittfläche ist trittsicher, rutschsicher oder rutschfest ausgebildet. Hierzu kann die erste Trittfläche eine Oberflächenstruk- turierung aufweisen. Beispielsweise kann die erste Trittfläche ein Riffelblech sein.

In der Sitzposition des Sitzelements ist die erste Trittfläche dem Sitzsockel, ins besondere dessen Oberseite, zugewandt und die Sitzfläche ist dem Sitzsockel, insbesondere dessen Oberseite, abgewandt. Die Sitzposition des Sitzelements kann auch als erste Sitzposition oder Sitzelementsitzposition bezeichnet werden. In der ersten Trittposition des Sitzelements ist die erste Trittfläche dem Sitzso- ekel abgewandt und die Sitzfläche ist dem Sitzsockel zugewandt. Das Sitzele ment kann sich auf der Oberseite des Sitzsockels abstützen. Alternativ kann zwi schen der Oberseite des Sitzsockels und dem Sitzelement auch ein Abstützele ment vorgesehen sein, auf dem sich das Sitzelement sowohl in der Sitzposition als auch in der ersten Trittposition abstützen kann. Das Abstützelement kann leistenförmig sein. Das Abstützelement kann daher auch als Abstützleiste be zeichnet werden. Es können auch zwei Abstützelemente vorgesehen sein. In die sem Fall kann dann jeder Seite des Sitzsockels ein Abstützelement zugeordnet sein.

Die zweite Trittfläche ist vorzugweise aus einem Stahlblech oder Aluminium blech gefertigt. Die zweite Trittfläche kann auch als obere Trittfläche, zweite Trittplatte, obere Trittplatte, zweites Trittblech oder oberes Trittblech bezeichnet werden. Beispielsweise kann die zweite Trittfläche ein Riffelblech sein. Alterna tiv kann die zweite Trittfläche, wie die erste Trittfläche, aus einem Verbundma terial, insbesondere aus einem faserverstärkten Kunststoff oder dergleichen, ge fertigt sein. Auch die zweite Trittfläche ist trittsicher, rutschsicher oder rutsch fest. Das heißt, auch die zweite Trittfläche kann eine Oberflächenstrukturierung aufweisen.

Die Rückenlehnensitzfläche und die zweite Trittfläche der Rückenlehne sind vor zugsweise auf einander gegenüberliegenden Seiten der Rückenlehne vorgesehen. Insbesondere ist die Rückenlehnensitzfläche vorderseitig an der Rückenlehne vorgesehen, und die zweite Trittfläche ist rückseitig an der Rückenlehne vorge sehen. Die Rückenlehnensitzfläche kann aus Stoff, Kunstleder oder dergleichen gefertigt sein. Die Rückenlehnensitzfläche kann, wie die Sitzfläche, eine Polste rung, insbesondere eine Schaumstoffpolsterung, aufweisen. Die Rückenlehnen sitzfläche kann daher auch als Rückenlehnenpolster bezeichnet werden. Alterna tiv kann die Rückenlehnensitzfläche auch ohne eine derartige Polsterung ausge bildet sein. Beispielsweise kann die Rückenlehnensitzfläche in diesem Fall eine Rückenlehnensitzschale sein, die beispielsweise aus Holz oder einem Verbund material, wie beispielsweise einem faserverstärkten Kunststoffmaterial, gefertigt ist. Die Sitzfläche und die Rückenlehnensitzfläche sind bevorzugt ergonomisch an den Benutzer angepasst. Das heißt, die Sitzfläche und die Rückenlehnensitz fläche können beliebig geformt, beispielsweise in Form einer Freiformfläche, sein.

Die Sitzposition der Rückenlehne kann auch als zweite Sitzposition oder Rücken lehnensitzposition bezeichnet werden. Dass die die Rückenlehnensitzfläche in der Sitzposition der Rückenlehne relativ zu dem Sitzsockel„aufrecht“ positioniert ist, meint, dass die Rückenlehne beziehungsweise die Rückenlehnensitzfläche annähernd senkrecht zu dem Sitzsockel beziehungsweise zu dessen Oberseite orientiert ist. Vorzugsweise ist die Rückenlehne in Bezug auf die Sitzfläche in ihrer Sitzposition jedoch leicht zurück geneigt. Beispielsweise kann die zweite Trittfläche dann, wenn sich die Rückenlehne in ihrer Sitzposition befindet, in einem definierten Neigungswinkel zu der ersten Trittfläche beziehungsweise zu der Oberseite des Sitzsockels orientiert sein. Bevorzugt befindet sich dann auch das Sitzelement in seiner Sitzposition, so dass die erste Trittfläche dem Sitzso ckel zugewandt ist. Der Neigungswinkel kann als Rückenlehnenneigungswinkel bezeichnet werden. Dieser Neigungswinkel beträgt bevorzugt 90° bis 110°, weiter bevorzugt 100° ± 5°, weiter bevorzugt 100° ± 3°, weiter bevorzugt 100° ± 1°, wei- ter bevorzugt genau 100°. Der Neigungswinkel a kann einstellbar sein.

Vorzugsweise sind die erste Trittfläche und die zweite Trittfläche dann, wenn sich das Sitzelement in der ersten Trittposition und die Rückenlehne in der zwei ten Trittposition befindet, parallel zueinander und in einer Hochrichtung des Sit- zes beabstandet voneinander angeordnet. Unter "parallel" ist vorliegend jedoch auch zu verstehen, dass die erste Trittfläche und die zweite Trittfläche auch leicht geneigt zueinander angeordnet sein können. Beispielsweise können die erste Trittfläche und die zweite Trittfläche in einem Neigungswinkel von 1° bis 20° zueinander geneigt sein.

Insbesondere spannen die erste Trittfläche und die zweite Trittfläche jeweils eine Ebene, insbesondere eine der ersten Trittfläche zugeordnete erste Ebene und ei- ne der zweiten Trittfläche zugeordnete zweite Ebene, auf. Diese beiden Ebenen, die auch als Haupterstreckungsebenen der Trittflächen bezeichnet werden kön nen, sind dann, wenn sich sowohl das Sitzelement als auch die Rückenlehne in der jeweiligen Trittposition befindet, wie zuvor erläutert, parallel zueinander ori- entiert. Für den Fall, dass sich sowohl das Sitzelement als auch die Rückenlehne in der jeweiligen Sitzposition befindet, sind die Ebenen in dem zuvor erläuterten Neigungswinkel relativ zueinander geneigt. Das heißt, in diesem Fall schneiden sich die Ebenen. Bevorzugt ist die zweite Schwenkeinrichtung dazu eingerichtet, die Rückenlehne als Ganzes zu verschwenken. Insbesondere wird die Rückenlehne bei dem Ver- schwenken derselben von ihrer Sitzposition in die zweite Trittposition nach vorne umgeklappt oder nach vorne geklappt. Unter„nach vorne“ ist vorliegend in Rich tung auf das Sitzelement beziehungsweise auf den Sitzsockel hinzu zu verstehen. Bevorzugt wird die Rückenlehne bei dem Verschwenken derselben von ihrer

Sitzposition in die zweite Trittposition um den zuvor erwähnten Neigungswinkel verschwenkt oder umgeklappt.

Gemäß einer Ausführungsform weist die erste Schwenkeinrichtung eine erste Drehachse, um die das Sitzelement drehbar gelagert ist, und eine zweite Dreh achse, um die das Sitzelement drehbar gelagert ist, auf, wobei die erste Drehach se senkrecht zu der zweiten Drehachse orientiert ist.

Unter "senkrecht” ist vorliegend ein Winkel von bevorzugt 90° ± 10°, weiter be- vorzugt von 90° ± 5°, weiter bevorzugt von 90° ± 1°, weiter bevorzugt von genau 90° zu verstehen. Die erste Schwenkeinrichtung kann auch als Verschwenkein- richtung oder Schwenk- und Dreheinrichtung bezeichnet werden. Vorzugsweise sind an den Seiten beziehungsweise an den Sitzsockelwangen des Sitzsockels mehrere Lagerstellen vorgesehen. Dabei ist der ersten Drehachse eine erste Wel- le der ersten Schwenkeinrichtung zugeordnet, die an den entsprechenden Lager stellen des Sitzsockels drehbar gelagert ist. Hierzu können Wälzlager oder Gleit lager vorgesehen sein. Alternativ kann die erste Achse auch an den Lagerstellen drehfest gelagert sein und das Sitzelement ist entsprechend drehbar um die Wel le gelagert. Der zweiten Drehachse ist vorzugsweise eine zweite Welle der ersten Schwenkeinrichtung zugeordnet. Das heißt, die erste Welle ist senkrecht zu der zweiten Welle orientiert. Die erste Welle ist bevorzugt rotations symmetrisch zu der ersten Drehachse aufgebaut, und die zweite Welle ist bevorzugt rotations symmetrisch zu der zweiten Drehachse aufgebaut.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform schneidet die erste Drehachse die zweite Drehachse.

Das heißt, die erste Drehachse und die zweite Drehachse spannen eine gemein same Ebene auf. Die erste Drehachse ist dabei bevorzugt parallel zu einer Brei tenrichtung des Sitzes orientiert, und die zweite Drehachse ist bevorzugt parallel zu einer Tiefenrichtung des Sitzes orientiert.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Sitzelement zum Verschwenken desselben von der Sitzposition in die erste Trittposition mit Hilfe der ersten Schwenkeinrichtung zuerst um einen ersten Verschwenkwinkel um die erste Drehachse verschwenkbar, wobei das Sitzelement nach dem Verschwenken um die erste Drehachse um einen zweiten Verschwenkwinkel um die zweite Dreh achse verschwenkbar ist.

Das heißt, zum Verschwenken des Sitzelements von der Sitzposition in die erste Trittposition wird das Sitzelement in zwei Schritten zunächst um die erste Dreh- achse und anschließend um die zweite Drehachse verschwenkt. Das heißt, zu nächst wird das Sitzelement von dem Sitzsockel abgehoben und um die erste Drehachse verschwenkt. Anschließend wird das um den ersten Verschwenkwin kel verschwenkte Sitzelement nun noch um den zweiten Verschwenkwinkel um die zweite Drehachse verschwenkt. Anschließend wird das Sitzelement wieder um die erste Drehachse zurück verschwenkt und auf dem Sitzsockel abgelegt. Dabei kann das Sitzelement sowohl in der Sitzposition als auch in der ersten Trittposition mit dem Sitzsockel verriegelt oder verrastet werden. Hierzu kann eine Verriegelungseinrichtung vorgesehen sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der zweite Verschwenkwinkel größer als der erste Verschwenkwinkel.

Der zweite Verschwenkwinkel beträgt bevorzugt 180°. Der erste Verschwenk winkel kann beispielsweise 30° bis 60°, bevorzugt 45°, betragen. Das heißt, das Sitzelement wird bei dem Verschwenken um die zweite Drehachse um 180° ver- dreht so dass entweder die Sitzfläche oder die erste Trittfläche dem Sitzsockel zugewandt ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Sitzelement an einer Rückseite des Sitzsockels um die erste Drehachse drehbar gelagert.

Insbesondere ist das Sitzelement im Bereich der Rückseite um die erste Dreh achse drehbar gelagert. Vorzugsweise sind an der Rückseite des Sitzsockels die Sitzsockelwangen vorgesehen, die mit den Seiten des Sitzsockels verbunden sind oder einteilig mit den Seiten ausgebildet sind. Das Sitzelement ist somit mit Hil- fe der zuvor erwähnten ersten Welle, die an der Rückseite des Sitzsockels, insbe sondere an den Sitzsockelwangen, gelagert ist, um die erste Drehachse drehbar an dem Sitzsockel gelagert.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die erste Schwenkeinrichtung ein Kopplungselement auf, das um die erste Drehachse drehbar an dem Sitzsockel gelagert ist, wobei das Sitzelement um die zweite Drehachse drehbar an dem Kopplungselement gelagert ist.

Vorzugsweise ist die zuvor erwähnte erste Welle der Schwenkeinrichtung in dem Kopplungselement aufgenommen. Dabei kann entweder die erste Welle drehbar in oder an dem Kopplungselement gelagert sein oder die erste Welle ist drehfest mit dem Kopplungselement verbunden und mit Hilfe der zuvor erwähnten La- gerstellen drehbar an dem Sitzsockel beziehungsweise an den Sitzsockelwangen gelagert. Zum Lagern des Sitzelements an dem Kopplungselement ist die zuvor erwähnte zweite Welle der ersten Schwenkeinrichtung vorgesehen. Die zweite Welle kann drehbar in oder an dem Kopplungselement oder drehbar in oder an dem Sitzelement gelagert sein. Hierzu können Wälzlager oder Gleitlager vorge sehen sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Sitzelement entlang der zweiten Drehachse linear verschiebbar, um das Sitzelement von einer unverschobenen Position in eine verschobene Position und umgekehrt zu verbringen.

Die unverschobene Position kann auch als eingeschobene Position und die ver schobene Position kann auch als ausgezogene Position bezeichnet werden. Insbe sondere ist das Sitzelement entlang der zweiten Welle linear verschiebbar. Hier- zu kann eine Linearführung vorgesehen sein. Dadurch, dass das Sitzelement von der unverschobenen Position in die verschobene Position verbringbar ist, kann das Sitzelement zum Verschwenken um die zweite Drehachse von dem Sitzsockel weg verlagert werden. Hierdurch wird ein Anstoßen des Sitzelements an dem Sitzsockel oder an der Rückenlehne bei dem Verschwenken desselben um die zweite Drehachse zuverlässig verhindert.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Sitzelement in Richtung der un verschobenen Position federvorgespannt. Hierdurch verlagert sich das Sitzelement dann, wenn keine in die verschobene Position orientierte Kraft mehr auf dasselbe aufgebracht wird, selbsttätig zurück in die unverschobene Position. Dies vereinfacht die Handhabung des Sitzes. Ins besondere kann der Sitz hierdurch auch einhändig bedient werden. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die erste Schwenkeinrichtung zum Verbringen des Sitzelements von der unverschobenen Position in die verschobene Position und umgekehrt eine Teleskopwellenanordnung mit einer Welle und ei nem Federelement auf.

Die Teleskopwellenanordnung bildet die zuvor erwähnte Linearführung des Sit- zelements. Die Welle der Teleskopwellenanordnung entspricht der zuvor erwähn ten zweiten Welle der ersten Schwenkeinrichtung. Das Federelement ist vor zugsweise eine Zylinderfeder, insbesondere eine Schraubenfeder, oder eine Gas druckfeder. Das Federelement ist bevorzugt eine Druckfeder, die das Sitzelement in Richtung der unverschobenen Position federvor spannt. Das Federelement kann dabei in dem Sitzelement oder in dem zuvor erwähnten Kopplungselement aufgenommen sein. Vorzugsweise ist die Welle innerhalb des Federelements an geordnet. Hierdurch kann ein besonders kompakter Aufbau der Teleskopwellen anordnung erreicht werden. Die Teleskopwellenanordnung kann ferner eine Hohlwelle oder Hülse aufweisen, die in dem Sitzelement angeordnet ist. In der Hülse wiederum sind insbesondere das Federelement und die zweite Welle auf genommen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die zweite Schwenkeinrichtung eine dritte Drehachse auf, um die die Rückenlehne drehbar gelagert ist, wobei die dritte Drehachse parallel zu der ersten Drehachse und senkrecht zu der zwei ten Drehachse orientiert ist.

Vorzugsweise ist die dritte Drehachse in der Hochrichtung und in der Tiefenrich tung des Sitzes beabstandet von der ersten Drehachse und parallel zu dieser an- geordnet. Der dritten Drehachse ist vorzugsweise eine dritte Welle zugeordnet, die mit Hilfe der zuvor erwähnten Lagerstellen an dem Sitzsockel beziehungs weise an den Sitzsockelwangen des Sitzsockels gelagert ist. Dabei kann die dritte Welle drehbar an dem Sitzsockel gelagert sein und drehfest mit der Rückenlehne verbunden sein, oder die dritte Welle ist drehfest mit dem Sitzsockel verbunden und die Rückenlehne ist um die dritte Welle drehbar gelagert. Hierzu können Wälzlager oder Gleitlager vorgesehen sein. Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst der Sitz eine Arretiereinrich- tung zum Arretieren der Rückenlehne sowohl in der Sitzposition als auch in der zweiten Trittposition.

Die Arretiereinrichtung ist dazu eingerichtet, die Rückenlehne formschlüssig zu arretieren. Eine formschlüssige Verbindung entsteht durch das Ineinander- oder Hintergreifen von mindestens zwei Verbindungspartnern. Die Arretiereinrich tung weist vorzugsweise die an dem Sitzsockel beziehungsweise an den Sitzso ckelwangen vorgesehenen Lagerstellen in Form von Bohrungen sowie zumindest ein an der Rückenlehne vorgesehenes Arretierelement auf. Vorzugsweise sind zwei Arretierelemente vorgesehen, die an einander gegenüberliegenden Seiten der Rückenlehne positioniert sind. Die Arretierelemente können beispielsweise federvorgespannte Bolzen, insbesondere sogenannte Kugelsperrbolzen, sein. Um gekehrt können auch an den Sitzsockelwangen, insbesondere an den Lagerstel len, derartige Arretierelemente vorgesehen sein, die dazu eingerichtet sind, in entsprechende Ausnehmungen der Rückenlehne einzurasten oder einzugreifen. Zum Verbringen der Rückenlehne von der Sitzposition derselben in die zweite Trittposition wird die Arretiereinrichtung entriegelt und die Rückenlehne um die dritte Drehachse verschwenkt. Sobald sich die Rückenlehne in der zweiten Tritt position befindet, arretiert die Arretiereinrichtung die Rückenlehne selbsttätig. Umgekehrt verriegelt die Arretiereinrichtung die Rückenlehne auch bei einem Verschwenken derselben von der zweiten Trittposition in die Sitzposition wieder selbsttätig.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Rückenlehne einen Abstütz bügel auf, der sich in der zweiten Trittposition auf dem Sitzsockel oder auf der ersten Trittfläche abstützt.

Hierdurch kann die zweite Trittfläche mit einer besonders hohen Gewichtskraft belastet werden. Der Abstützbügel ist optional. Der Abstützbügel ist vorzugswei se rückseitig an der Rückenlehne, das heißt, an der zweiten Trittfläche, um eine vierte Drehachse drehbar gelagert. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Sitzelement Stützabschnitte auf, die sich in der ersten Trittposition auf dem Sitzsockel abstützen. Hierdurch wird vermieden, dass sich die Sitzfläche in der ersten Trittposition direkt auf dem Sitzsockel abstützt. Dadurch kann ein besonders sicherer Stand erzielt werden, wenn sich das Sitzelement in der ersten Trittposition befindet, da ein Verformen der möglicherweise gepolsterten Sitzfläche verhindert wird. Be vorzugt stützen sich die Stützabschnitte auf dem zuvor erwähnten Abstützele- ment ab.

Ferner wird ein Nutzfahrzeug, insbesondere ein militärisches Nutzfahrzeug, mit zumindest einem derartigen Sitz vorgeschlagen. Das Nutzfahrzeug kann auch mehrere derartige Sitze umfassen. Wie zuvor er wähnt, umfasst das Nutzfahrzeug ein Fahrerhaus, in dem der Sitz angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Sitz ein Mittelsitz, der zwischen dem Fahrersitz und dem Beifahrersitz angeordnet ist. Das Nutzfahrzeug umfasst vorzugsweise eine an oder auf einem Dach des Fahrerhauses montierte Waffe, die über eine an dem Dach vorgesehene Dachluke bedienbar ist. Das Fahrerhaus kann geschützt sein. Das heißt, das Fahrerhaus kann gegen Beschuss, Sprengfallen, Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung (USBV), Minen oder dergleichen geschützt sein. Vorzugsweise ist der Sitz an einem Boden des Fahrerhauses montiert. Alternativ kann der Sitz auch an dem Dach des Fahrerhauses aufgehängt sein. Das Nutz- fahrzeug ist bevorzugt ein Radfahrzeug. Bevorzugt weist das Nutzfahrzeug All radantrieb auf. Das Nutzfahrzeug kann ein militärisch genutzter Lastkraftwa gen sein.

Weitere mögliche Implementierungen des Sitzes und/oder des Nutzfahrzeugs um- fassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmalen oder Ausfüh rungsformen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform des Sitzes und/oder des Nutz fahrzeugs hinzufügen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte des Sitzes und/oder des Nutz fahrzeugs sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der im Folgenden be schriebenen Ausführungsbeispiele des Sitzes und/oder des Nutzfahrzeugs. Im Weiteren werden der Sitz und/oder das Nutzfahrzeug anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigelegten Figuren näher erläu tert.

Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform eines Nutz- fahrzeugs!

Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines Sitzes für das

Nutzfahrzeug gemäß Fig. l;

Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht des Sitzes gemäß Fig. 2;

Fig. 4 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform einer

Schwenkeinrichtung für den Sitz gemäß Fig. 2;

Fig. 5 zeigt eine weitere schematische Seitenansicht des Sitzes gemäß Fig. %

Fig. 6 zeigt eine weitere schematische Seitenansicht des Sitzes gemäß Fig. %

und

Fig. 7 zeigt eine weitere schematische Seitenansicht des Sitzes gemäß Fig. 2.

In den Figuren sind gleiche oder funktions gleiche Elemente mit denselben Be zugszeichen versehen worden, sofern nichts anderes angegeben ist. Verdeckte Bauteile sind in den Figuren mit gestrichelten Linien dargestellt. Die Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines Nutzfahrzeugs 1. Das Nutzfahrzeug 1 ist insbesondere ein militärisches Nutz fahrzeug. Das Nutzfahrzeug 1 kann, wie in der Fig. 1 gezeigt, ein Lastkraftwagen sein. Insbesondere ist das Nutzfahrzeug 1 ein geländegängiger Lastkraftwagen. Das Nutzfahrzeug 1 kann ein geschütztes Fahrzeug sein. Das Nutzfahrzeug 1 umfasst ein Fahrgestell 2 mit einer Vielzahl an Achsen 3 bis 5. Beispielsweise können drei derartige Achsen 3 bis 5 vorgesehen sein. Das heißt, das Nutzfahr zeug 1 ist ein Dreiachser. Das Nutzfahrzeug 1 umfasst bevorzugt einen Allradan trieb. Das heißt, alle Achsen 3 bis 5 sind angetrieben. Alternativ kann das Nutz fahrzeug 1 auch beliebig viele Achsen 3 bis 5 aufweisen. Das Nutzfahrzeug 1 kann, wie in der Fig. 1 gezeigt, ein Radfahrzeug sein. Alternativ kann das Nutz fahrzeug 1 auch ein Kettenfahrzeug sein.

Das Nutzfahrzeug 1 umfasst weiterhin einen von dem Fahrgestell 2 getragenen Aufbau 6. Der Aufbau 6 kann beispielsweise eine Pritsche, einen Container, ei nen Koffer, einen Tank oder dergleichen umfassen. Weiterhin umfasst das Nutz fahrzeug 1 ein Fahrerhaus 7. Das Fahrerhaus 7 ist vorzugsweise gegen Beschuss, Sprengfallen, Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung (USBV), Minen und dergleichen geschützt. Das Fahrerhaus 7 umfasst eine dem Aufbau 6 zuge wandte Rückseite 8, eine dem Aufbau 6 abgewandte Vorderseite 9, zwei seitlich angeordnete Türen 10, einen Boden 11 und ein Dach 12.

Auf oder an dem Dach 12 kann eine nicht gezeigte Waffe montiert sein. An dem Dach 12 ist eine Dachluke 13 vorgesehen. Die Dachluke 13 kann geöffnet und geschlossen werden. Beispielsweise kann die Dachluke 13 hierzu mit Hilfe eines Schwenkmechanismus ver schwenkt werden. Uber die geöffnete Dachluke 13 kann ein Innenraum I des Fahrerhauses 7 von einer Umgebung U des Nutzfahr zeugs 1 aus betreten und wieder verlassen werden. Insbesondere kann die Dach luke 13 dann geöffnet werden, wenn die auf oder an dem Dach 12 montierte Waf fe zu bedienen ist. Die Fig. 2 zeigt eine schematische Seitenansicht, und die Fig. 3 zeigt eine sche matische Vorderansicht einer Ausführungsform eines Sitzes 14 für das Nutzfahr zeug 1. Vorzugsweise ist der Sitz 14 innerhalb des Fahrerhauses 7 und mittig in diesem angeordnet. Das heißt, der Sitz 14 ist unterhalb der Dachluke 13 ange- ordnet. Der Sitz 14 kann zwischen einem Fahrersitz und einem Beifahrersitz des Nutzfahrzeugs 1 angeordnet sein. Der Sitz 14 kann auch als Mittelsitz bezeich net werden. Der Sitz 14 kann an dem Boden 11 des Fahrerhauses 7 montiert sein. Alternativ kann der Sitz 14 auch an dem Dach 12 des Fahrerhauses 7 auf gehängt sein.

Der Sitz 14 umfasst einen Sitzfuß oder Sitzsockel 15, der, wie zuvor erwähnt, mit dem Boden 11 oder dem Dach 12 des Fahrerhauses 7 gekoppelt sein kann. Der Sitzsockel 15 umfasst eine Vorderwand oder Vorderseite 16 sowie eine beab- standet zu der Vorderseite 16 und parallel zu der Vorderseite 16 angeordnete Rückwand oder Rückseite 17. Weiterhin weist der Sitzsockel 15 zwei parallel zu einander und beabstandet voneinander angeordnete Seitenwände oder Seiten 18, 19 auf. Ferner umfasst der Sitzsockel 15 eine Oberseite 20 und eine parallel zu der Oberseite 20 und beabstandet von dieser angeordnete Unterseite 21. Der Sitzsockel 15 ist so im Wesentlichen quaderförmig oder kastenförmig. Der Sitzso- ekel 15 kann nach oben, das heißt, an der Oberseite 20, offen oder geschlossen sein. Auch die Unterseite 21 kann offen oder geschlossen sein.

Der Sitzsockel 15 weist weiterhin zwei an der Rückseite 17 vorgesehene und sich über die Oberseite 20 hinaus erstreckende Sitzsockelwangen 22, 23 auf. Die Sitz- sockelwangen 22, 23 können einteilig, insbesondere materialeinstückig, mit den Seiten 18, 19 ausgebildet sein. Unter„einteilig“ ist vorliegend zu verstehen, dass die Sitzsockelwangen 22, 23 und die jeweilige Seite 18, 19 jeweils ein gemeinsa mes einteiliges Bauteil bilden. Unter„materialeinstückig“ ist vorliegend zu ver stehen, dass die Sitzsockelwangen 22, 23 und die jeweilige Seite 18, 19 jeweils durchgehend aus demselben Material gefertigt sind. Beispielsweise können die Seiten 18, 19 mit der jeweiligen Sitzsockelwange 22,

23 als Stahlplatten ausgebildet sein. Der gesamte Sitzsockel 15 kann eine Schweißkonstruktion sein. Jede Sitzsockelwange 22, 23 weist mehrere Lagerstel len 24 bis 27 auf. Die Lagerstellen 24 bis 27 können beispielsweise als Durchbrü- che in der jeweiligen Sitzsockelwange 22, 23 vorgesehen sein. Insbesondere kön nen die Lagerstellen 24 bis 27 in den Sitzsockelwangen 22, 23 vorgesehene kreis runde Bohrungen sein. Die Lagerstellen 24 bis 27 können Wälzlager oder Gleit lager umfassen. Der Sitz 14 umfasst weiterhin ein Sitzelement 28. Das Sitzelement 28 umfasst vorderseitig eine Sitzfläche 29 und rückseitig, das heißt, der Sitzfläche 29 abge wandt, eine erste Trittfläche 30. Die erste Trittfläche 30 kann auch als untere Trittfläche bezeichnet werden. Die erste Trittfläche 30 kann darüber hinaus auch als erste Trittplatte, untere Trittplatte, erstes Trittblech oder unteres Trittblech bezeichnet werden. Die Sitzfläche 29 kann ein Sitzpolster sein oder als solches bezeichnet werden. Die Sitzfläche 29 kann aus Stoff, Kunstleder oder dergleichen gefertigt sein. Die Sitzfläche 29 kann, beispielsweise mit Hilfe eines Schaum stoffmaterials, gepolstert sein. Die Sitzfläche 29 kann auch ohne eine derartige Polsterung ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Sitzfläche 29 in diesem Fall eine Sitzschale sein, die beispielsweise aus Holz oder einem Verbundmaterial, wie beispielsweise einem faserverstärkten Kunststoffmaterial, gefertigt ist.

Die erste Trittfläche 30 kann beispielsweise aus einem Stahlblech oder aus einem Aluminiumblech gefertigt sein. Die erste Trittfläche 30 ist trittsicher oder rutschsicher. Beispielsweise kann die erste Trittfläche 30 ein strukturiertes

Stahlblech oder ein strukturiertes Aluminiumblech sein. Insbesondere kann die erste Trittfläche 30 ein Riffelblech sein. Alternativ kann die erste Trittfläche 30 auch aus einem Kunststoffmaterial oder einem Verbundmaterial, wie beispiels weise einem faserverstärkten Kunststoffmaterial, gefertigt sein. Auch in diesem Fall kann die erste Trittfläche 30 eine Oberflächenstrukturierung aufweisen. Die erste Trittfläche 30 spannt eine erste Ebene El auf. Die erste Ebene El kann auch als Haupterstreckungsebene der ersten Trittfläche 30 bezeichnet werden. Die erste Trittfläche 30 umfasst weiterhin zwei Stützabschnitte 31, 32, die bei spielsweise als an der ersten Trittfläche 30 vorgesehene Abkantungen ausgebil det sind, die seitlich an der Sitzfläche 29 vorbeilaufen. Die Stützabschnitte 31, 32 sind dazu eingerichtet, sich auf der Oberseite 20 des Sitzsockels 15 oder auf ei nem an der Oberseite 20 vorgesehenen Abstützelement 33 abzustützen. Das Ab stützelement 33 kann leistenförmig sein. Das Abstützelement 33 kann daher auch als Abstützleiste bezeichnet werden. Das Abstützelement 33 kann sich zwi schen den Seiten 18, 19 erstrecken und beispielsweise mit diesen verschweißt sein. Das Abstützelement 33 ist optional. Alternativ können auch zwei Abstütze lemente 33 vorgesehen sein. In diesem Fall kann dann jeder Seite 18, 19 des Sitzsockels 15 ein Abstützelement 33 zugeordnet sein.

Ferner umfasst der Sitz 14 eine erste Schwenkeinrichtung 34 (Fig. 4) zum Ver- schwenken des Sitzelements 28. Die erste Schwenkeinrichtung 34 kann auch als erste Ver schwenkeinrichtung oder als Schwenk- und Dreheinrichtung bezeichnet werden. Die erste Schwenkeinrichtung 34 umfasst eine erste Welle 35, die in den Lagerstellen 27 der Sitzsockelwangen 22, 23 um eine erste Drehachse Ml dreh bar an dem Sitzsockel 15 gelagert ist. Weiterhin umfasst die erste Schwenkein- richtung 34 ein Kopplungselement 36, das das Sitzelement 28 mit der ersten Welle 35 koppelt. Das Kopplungselement 36 erstreckt sich leistenförmig zwi schen den Seiten 18, 19 beziehungsweise zwischen den Sitzsockelwangen 22, 23.

Die erste Welle 35 kann drehbar in den Lagerstellen 27 der Sitzsockelwangen 22, 23 gelagert sein. In diesem Fall können die Lagerstellen 27 beispielsweise Wälz lager oder Gleitlager umfassen. Alternativ kann die erste Welle 35 an den Lager stellen 27 drehfest gelagert sein und das Kopplungselement 36 kann sich um die erste Drehachse Ml herum um die erste Welle 35 drehen. In diesem Fall kann die erste Welle 35 in dem Kopplungselement 36 wälzgelagert oder gleitgelagert sein. Die erste Schwenkeinrichtung 34 umfasst weiterhin eine in dem Kopplungsele ment 36 gelagerte zweite Welle 37, um die das Sitzelement 28 um eine zweite Drehachse M2 drehbar gelagert ist. Dabei kann die zweite Welle 37 entweder drehbar in dem Sitzelement 28 gelagert sein oder die zweite Welle 37 ist drehbar in dem Kopplungselement 36 gelagert. Hierzu können Wälzlager oder Gleitlager vorgesehen sein. Die erste Drehachse Ml und die zweite Drehachse M2 bezie hungsweise die erste Welle 35 und die zweite Welle 37 sind dabei senkrecht zu einander positioniert. Unter "senkrecht" ist vorliegend ein Winkel von bevorzugt 90° ± 10°, weiter bevorzugt von 90° ± 5°, weiter bevorzugt von 90° ± 1°, weiter bevorzugt von genau 90° zu verstehen. Dabei schneidet die erste Drehachse Ml die zweite Drehachse M2.

Das Sitzelement 28 ist entlang der zweiten Drehachse M2 beziehungsweise ent lang der zweiten Welle 37 linear verschiebbar. Diese lineare Verschiebbarkeit ist in der Fig. 4 mit einem Doppelpfeil 38 angedeutet. Dabei kann das Sitzelement 28 von einer in den Fig. 2 bis 4, 6 und 7 gezeigten eingeschobenen oder unver- schobenen Position PI in eine ausgezogene oder verschobene Position P2 (Fig. 5) und umgekehrt verbracht werden. Zum Verbringen des Sitzelements 28 von der unverschobenen Position PI in die verschobene Position P2 und umgekehrt kann entweder das Sitzelement 28 linear gegenüber der zweiten Welle 37 bewegt wer den, oder die zweite Welle 37 wird mitsamt dem Sitzelement 28 linear gegenüber dem Kopplungselement 36 bewegt. Hierzu kann eine Linearführung vorgesehen sein.

Bei der beispielhaften Ausführungsform der ersten Schwenkeinrichtung 34 ge mäß der Fig. 4 kann das Sitzelement 28 gegenüber der zweiten Welle 37 linear verschoben werden. Beispielsweise kann in dem Sitzelement 28 eine optionale Hohlwelle oder Hülse 39 vorgesehen sein, in der die zweite Welle 37 verschiebbar aufgenommen ist. Das Sitzelement 28 ist dabei in Richtung der unverschobenen Position PI federvorgespannt. Das heißt, das Sitzelement 28 verbringt sich selbsttätig von der verschobenen Position P2 in die unverschobene Position PI und kann gegen die Federvorspannung von der unverschobenen Position PI in die verschobene Position P2 verbracht werden.

Hierzu umfasst die erste Schwenkeinrichtung 34 ein Federelement 40. Das Fe derelement 40 kann entweder, wie in der Fig. 4 gezeigt, innerhalb des Sitzele ments 28 angeordnet sein oder auch in dem Kopplungselement 36 aufgenommen sein. Die zweite Welle 37 und das Federelement 40 bilden eine Teleskopwellena nordnung 41 der ersten Schwenkeinrichtung 34. Auch die optionale Hülse 39 kann Teil der Teleskop Wellenanordnung 41 sein. Das Federelement 40 ist bevor zugt eine Zylinderfeder, insbesondere eine Druckfeder. Das Federelement 40 kann auch eine Gasdruckfeder sein. Die zweite Welle 37 ist in dem Federelement 40 aufgenommen. Das Federelement 40 wiederum ist in der Hülse 39 aufgenom men.

Der Sitz 14 umfasst weiterhin eine Rückenlehne 42 mit einer Rückenlehnensitz fläche 43 und einer der Rückenlehnensitzfläche 43 abgewandten zweiten Tritt- fläche 44. Die zweite Trittfläche 44 kann auch als obere Trittfläche bezeichnet werden. Die zweite Trittfläche 44 kann darüber hinaus auch als zweite Trittplat te, obere Trittplatte, zweites Trittblech oder oberes Trittblech bezeichnet werden. Die Rückenlehnensitzfläche 43 kann auch als Rückenlehnenpolster bezeichnet werden. Die Rückenlehnensitzfläche 43 kann beispielsweise aus Stoff, Kunstle der oder dergleichen gefertigt sein. Die Rückenlehnensitzfläche 43 kann bei spielsweise mit einem Schaumstoffmaterial gepolstert sein. Alternativ kann die Rückenlehnensitzfläche 43 auch ohne eine derartige Polsterung ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Rückenlehnensitzfläche 43 in diesem Fall eine Rücken lehnensitzschale sein, die beispielsweise aus Holz oder einem Verbundmaterial, wie beispielsweise einem faserverstärkten Kunststoffmaterial, gefertigt ist.

Die zweite Trittfläche 44 kann beispielsweise aus einem Stahlblech oder aus ei nem Aluminiumblech gefertigt sein. Die zweite Trittfläche 44 ist trittsicher oder rutschsicher. Beispielsweise kann die zweite Trittfläche 44 ein strukturiertes Stahlblech oder ein strukturiertes Aluminiumblech sein. Insbesondere kann die zweite Trittfläche 44 ein Riffelblech sein. Alternativ kann die zweite Trittfläche

44 auch aus einem Kunststoffmaterial oder einem Verbundmaterial, wie bei spielsweise einem faserverstärkten Kunststoffmaterial, gefertigt sein. Auch in diesem Fall kann die zweite Trittfläche 44 eine Oberflächenstrukturierung auf weisen. Die zweite Trittfläche 44 spannt eine zweite Ebene E2 auf. Die zweite Ebene E2 kann auch als Haupterstreckungsebene der zweiten Trittfläche 44 be zeichnet werden.

Der Rückenlehne 42 ist eine zweite Schwenkeinrichtung 45 des Sitzes 14 zuge ordnet. Die zweite Schwenkeinrichtung 45 kann auch als zweite Verschwenkein- richtung bezeichnet werden. Die zweite Schwenkeinrichtung 45 umfasst die La gerstellen 25 der Sitzsockelwangen 22, 23 und eine in den Lagerstellen 25 gela gerte dritte Welle 46. Die dritte Welle 46 kann in den Lagerstellen 25 drehbar gelagert sein, oder die dritte Welle 46 ist in den Lagerstellen 25 drehfest aufge nommen und die Rückenlehne 42 ist um die dritte Welle 46 drehbar. Dement sprechend können auch Wälzlager oder Gleitlager vorgesehen sein.

Insbesondere ist die Rückenlehne 42 mit Hilfe der zweiten Schwenkeinrichtung

45 um eine dritte Drehachse M3 verschwenkbar. Die dritte Drehachse M3 ist vorzugsweise parallel zu der ersten Drehachse Ml angeordnet und beabstandet von dieser positioniert. Das heißt, die dritte Drehachse M3 ist senkrecht zu der zweiten Drehachse M2 orientiert. In einer z-Richtung oder Hochrichtung z des Sitzes 14 betrachtet, ist die dritte Drehachse M3 oberhalb der Drehachsen Ml, M2 positioniert. Dem Sitz 14 ist ferner noch eine c-Richtung oder Breitenrich tung x sowie eine y-Richtung oder Tiefenrichtung y zugeordnet. Die Richtungen x, y, z sind senkrecht zueinander orientiert und bilden ein Koordinatensystem des Sitzes 14. Dabei sind die Drehachsen Ml, M3 parallel zu der Breitenrichtung x positioniert, und die zweite Drehachse M2 ist parallel zu der Tiefenrichtung y orientiert.

Der Rückenlehne 42 ist weiterhin eine Arretiereinrichtung 47 zugeordnet. Die Arretiereinrichtung 47 umfasst die Lagerstellen 24, 26 der Sitzsockelwangen 22, 23 und ein nicht gezeigtes Arretierelement. Vorzugsweise sind zwei Arretierele- mente vorgesehen, die an einander gegenüberliegenden Seiten der Rückenlehne 42 positioniert sind. Die Arretierelemente können beispielsweise an der Rücken lehne 42 vorgesehene federvorgespannte Bolzen, insbesondere sogenannte Ku gelsperrbolzen, sein, die dazu eingerichtet sind, wahlweise in die beiden Lager stellen 24 oder in die beiden Lagerstellen 26 formschlüssig einzugreifen, insbe sondere einzuschnappen oder einzurasten. Die Lagerstellen 24, 26 können dann Ausnehmungen oder Bohrungen sein. Eine formschlüssige Verbindung entsteht durch das Ineinander- oder Hintergreifen von mindestens zwei Verbindungs partnern, in diesem Fall den Arretierelementen und den Lagerstellen 24, 26. Al ternativ können auch an den beiden Lagerstellen 24, 26 derartige Arretierele mente vorgesehen sein, die dazu eingerichtet sind, in entsprechende Ausneh mungen an der Rückenlehne 42 formschlüssig einzugreifen.

Der Sitz 14 umfasst weiterhin einen an der zweiten Trittfläche 44 montierten Abstützbügel 48. Der Abstützbügel 48 ist um eine vierte Drehachse M4 drehbar an der zweiten Trittfläche 44 gelagert. Rückseitig an der Rückenlehne 42, das heißt, an der zweiten Trittfläche 44, kann eine Welle 49 vorgesehen sein, mit de ren Hilfe der Abstützbügel 48 um die vierte Drehachse M4 drehbar ist. Die Welle 49 kann in einem an der zweiten Trittfläche 44 vorgesehenen Lagerabschnitt 50 drehbar gelagert sein. Die vierte Drehachse M4 ist parallel zu den Drehachsen Ml, M3 orientiert.

Die Funktionalität des Sitzes 14 wird nachfolgend anhand der Fig. 2 bis 7 erläu tert. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, befindet sich das Sitzelement 28 in einer Sitzpo sition SP1, in der die erste Trittfläche 30 dem Sitzsockel 15 zugewandt und die Sitzfläche 29 dem Sitzsockel 15 abgewandt ist. Ebenso befindet sich die Rücken lehne 42 in einer Sitzposition SP2. In der Sitzposition SP2 der Rückenlehne 42 ist die Rückenlehne 42 beziehungsweise die Rückenlehnensitzfläche 43 relativ zu dem Sitzsockel 15 aufrecht positioniert. Insbesondere ist die Rückenlehne 42 be züglich des Sitzsockels 15 in etwa senkrecht orientiert. Befinden sich das Sitzelement 28 und die Rückenlehne 42 in ihren Sitzpositionen SP1, SP2, ist die zweite Trittfläche 44 in einem Neigungswinkel a relativ zu der ersten Trittfläche 30 geneigt. Der Neigungswinkel a beträgt bevorzugt 90° bis 110°, weiter bevorzugt 100° ± 5°, weiter bevorzugt 100° ± 3°, weiter bevorzugt 100° ± 1°, weiter bevorzugt genau 100°. Der Neigungswinkel a kann einstellbar sein. Sobald sich das Sitzelement 28 und die Rückenlehne 42 in ihren Sitzpositi onen SP1, SP2 befinden, kann der Sitz 14 in der Art und Weise eines herkömmli chen Sitzes eingesetzt werden. Das heißt, ein Benutzer kann auf dem Sitz 14 sit zen. Wenn sich sowohl das Sitzelement 28 als auch die Rückenlehne 42 in der jeweiligen Sitzposition SP1, SP2 befindet, sind die Ebenen El, E2 in dem Nei gungswinkel a relativ zueinander geneigt. Das heißt, die Ebenen El, E2 schnei den sich unter dem Neigungswinkel a.

Zum Verbringen des Sitzelements 28 von der Sitzposition SP1 in eine in den Fig. 6 und 7 gezeigte erste Trittposition TP1, in der die erste Trittfläche 30 dem Sitzsockel 15 abgewandt und die Sitzfläche 29 dem Sitzsockel 15 zugewandt ist, wird zunächst, wie in der Fig. 5 gezeigt, das Sitzelement 28 von dem Sitzsockel 15 abgehoben. Hierbei wird das Sitzelement 28 mit Hilfe der ersten Schwenkein richtung 34 zunächst um die erste Drehachse Ml verschwenkt. Ein Ver- schwenkwinkel ß zwischen der zweiten Drehachse M2 und einer Horizontalen H kann dabei beispielsweise etwa 45° betragen. Vor dem Verschwenken des Sitze lements 28 um die erste Drehachse Ml kann das Sitzelement 28 entriegelt wer den. Hierzu kann eine Verriegelungsvorrichtung, beispielsweise in Form eines federvorgespannten Bolzens, vorgesehen sein.

Nach dem Verschwenken des Sitzelements 28 um die erste Drehachse Ml wird das Sitzelement 28 entgegen der Federvorspannung des Federelements 40 ent lang der zweiten Drehachse M2 linear verlagert, um das Sitzelement 28 von der in den Fig. 2 bis 4, 6 und 7 gezeigten unverschobenen Position PI in die in der Fig. 5 gezeigte verschobene Position P2 zu verbringen. In der verschobenen Posi tion P2 ist das Sitzelement 28 so weit von dem Sitzsockel 15 entfernt angeordnet, dass das Sitzelement 28 um die zweite Drehachse M2 um einen Verschwenkwin- kel g von 180° (Fig. 3) verschwenkt werden kann. Die erste Trittfläche 30 ist nun dem Sitzsockel 15 abgewandt und die Sitzfläche 29 ist dem Sitzsockel zugewandt. Das heißt, das Sitzelement 28 wird um 180° verdreht. Eine Drehrichtung D des Sitzelements 28 kann dabei, wie in der Fig. 5 gezeigt, im Uhrzeigersinn oder auch entgegen dem Uhrzeigersinn orientiert sein. Das Verbringen des Sitzele ments 28 von der unverschobenen Position PI in die verschobene Position P2 ist in der Fig. 5 mit Hilfe eines Pfeils 51 angedeutet.

Anschließend wird, wie in der Fig. 6 gezeigt, das Sitzelement 28 von der verscho benen Position P2 in die unverschobene Position PI verbracht und um die erste Drehachse Ml zurück verschwenkt, so dass die Stützabschnitte 31, 32 auf dem Sitzsockel 15 beziehungsweise auf dem Abstützelement 33 aufliegen. Die Bewe gung des Sitzelements 28 von der verschobenen Position P2 in die unverschobene Position PI ist in der Fig. 6 mit Hilfe eines Pfeils 52 angedeutet. Sobald sich das Sitzelement in der ersten Trittposition TP1 befindet, kann die erste Trittfläche 30 von dem Benutzer betreten werden. Der Sitz 14 kann nun als Stehpodest der art verwendet werden, dass der Benutzer aus der Dachluke 13 heraussehen kann und beispielsweise die auf oder an dem Dach 12 montierte Waffe bedienen kann.

Um nun die Rückenlehne 42 von ihrer Sitzposition SP2 in eine in der Fig. 7 ge zeigte zweite Trittposition TP2 zu verbringen, in der die zweite Trittfläche 44 parallel zu der ersten Trittfläche 30 angeordnet ist, wird die Rückenlehne 42 zu nächst mit Hilfe der Arretiereinrichtung 47 entsperrt, so dass die Rückenlehne 42 mit Hilfe der zweiten Schwenkeinrichtung 45 um die dritte Drehachse M3 in Richtung auf das Sitzelement 28 zu verschwenkbar ist. Nach dem Entriegeln der Rückenlehne 42 wird diese im Uhrzeigersinn um die dritte Drehachse M3 ver schwenkt. Diese Verschwenkbewegung ist in der Fig. 7 mit Hilfe eines Pfeils 53 angedeutet. Anschließend wird die Rückenlehne 42 mit Hilfe der Arretiereinrich- tung 47 in der zweiten Trittposition TP2 wieder verriegelt oder verrastet. Die zweite Trittfläche 44 kann nun ebenfalls als Stehpodest dienen. Die erste Tritt- fläche 30 kann dabei als Aufstiegshilfe zur zweiten Trittfläche 44 dienen. Zwi schen dem Sitzelement 28 und der Rückenlehne 42 ist nun ein Freiraum oder Zwischenraum vorgesehen. Das heißt, die Rückenlehne 42 liegt nicht direkt auf dem Sitzelement 28 auf.

Der Sitz 14 kann nun als zweistufiges Stehpodest verwendet werden. Dabei ist die zweite Trittfläche 44 parallel zu der ersten Trittfläche 30 und in der Hoch ¬ richtung z beabstandet zu dieser angeordnet. Unter„parallel“ kann vorliegend auch umfasst sein, dass die Trittflächen 30, 44 geringfügig zueinander geneigt sind, beispielsweise in einem Neigungswinkel von 1° bis 20°. Wenn sich sowohl das Sitzelement 28 als auch die Rückenlehne 42 in der jeweiligen Trittposition TP1, TP2 befindet, sind die Ebenen El, E2 parallel zueinander und beabstandet voneinander angeordnet.

Zusätzlich kann noch der Abstützbügel 48 um die Welle 49 derart verschwenkt werden, dass sich der Abstützbügel 48 entweder auf der ersten Trittfläche 30 o- der auf dem Sitzsockel 15 beziehungsweise auf dem Abstützelement 33 abstützt. Diese Verschwenkbewegung ist in der Fig. 7 mit Hilfe eines Pfeils 54 angedeutet. Hierdurch kann auf der zweiten Trittfläche 44 ein höheres Gewicht aufgebracht werden. In der Fig. 7 ist der Abstützbügel 48 in einer eingeklappten Position mit dem Bezugszeichen 48' und in einer ausgeklappten Position mit dem Bezugszei- chen 48 versehen.

Es ist auch möglich, nur die Rückenlehne 42 zu verschwenken, so dass sich das Sitzelement 28 in seiner Sitzposition SP1 und die Rückenlehne 42 in der zweiten Trittposition TP2 befindet. In diesem Fall dient dann nur die zweite Trittfläche 44 als Standfläche oder Stehpodest.

Obwohl die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrie ¬ ben wurde, ist sie vielfältig modifizierbar. BEZUGSZEICHENLISTE

1 Nutzfahrzeug

2 Fahrgestell

3 Achse

4 Achse

5 Achse

6 Aufbau

7 Fahrerhaus

8 Rückseite

9 Vorderseite

10 Tür

11 Boden

12 Dach

13 Dachluke

14 Sitz

15 Sitzsockel

16 Vorderseite

17 Rückseite

18 Seite

19 Seite

20 Oberseite

21 Unterseite

22 Sitzsockelwange

23 Sitzsockelwange

24 Lagerstelle

25 Lagerstelle

26 Lagerstelle

27 Lagerstelle

28 Sitzelement

29 Sitzfläche

30 Trittfläche 31 Stützabschnitt

32 Stützabschnitt

33 Abstützelement

34 Schwenkeinrichtung

35 Welle

36 Kopplungselement

37 Welle

38 Doppelpfeil

39 Hülse

40 Federelement

41 Teleskop Wellenanordnung

42 Rückenlehne

43 Rückenlehnensitzfläche

44 Trittfläche

45 Schwenkeinrichtung

46 Welle

47 Arretiereinrichtung

48 Ab stützbügel

48' Ab stützbügel

49 Welle

50 Lagerabschnitt

51 Pfeil

52 Pfeil

53 Pfeil

54 Pfeil

D Drehrichtung

El Ebene

E2 Ebene

H Horizontale

I Innenraum

Ml Drehachse M2 Drehachse

M3 Drehachse

M4 Drehachse

PI Position

P2 Position

SP1 Sitzposition SP2 Sitzposition TP1 Trittposition TP2 Trittposition U Umgebung x Breitenrichtung y Tiefenrichtung z Hochrichtung a Neigungswinkel ß Verschwenkwinkel g Verschwenkwinkel