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Title:
SECURING ASSEMBLY FOR SECURING A FLANGE PLATE TO AN ELECTRICAL ENCLOSURE HOUSING, AND A CORRESPONDING ELECTRICAL ENCLOSURE HOUSING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/182028
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a securing assembly for securing a flange plate (3) to an electrical enclosure housing (2). The securing assembly has at least one screw connection with which the flange plate (1) is secured to an opening (3) of the electrical enclosure housing (2). The screw connection has a threaded receiving area (4) in the edge region (5) of the opening (3) for receiving a screw (6). The end of a screw (6) opposite the head (7) of the screw has a threaded section (8) with an outer thread (10) which corresponds to an inner thread (9) of the threaded receiving area (4) such that the screw (6) electrically contacts the electrical enclosure housing (2) via the threaded receiving area (4) when the screw is screwed into the threaded receiving area (4). The screw connection additionally has a screw passage opening (11) through the flange plate (1). The screw (6) has a shaft (S) which is connected to the head (7) and which has the threaded section (8) and a section (12) with an expanding diameter, said section having at least one diameter (d1) that is larger than the smallest internal diameter (d2) of the screw passage opening (11) such that the screw (6) locks with the screw passage opening (11) in a formfitting manner in the expanding section (12) when the screw (6) is screwed into the threaded receiving area (4).

Inventors:
BLOH, Achim (Höhlingstraße 6, Hohenahr, 35644, DE)
Application Number:
DE2017/100247
Publication Date:
October 26, 2017
Filing Date:
March 28, 2017
Export Citation:
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Assignee:
RITTAL GMBH & CO. KG (Auf dem Stützelberg, Herborn, 35745, DE)
International Classes:
H01R4/30; F16B35/04; H02B1/16; H01R4/64
Foreign References:
US4557537A1985-12-10
US2292195A1942-08-04
DE102014104006A12015-09-24
DE102006024736A12007-12-06
DE4207308C21995-11-16
DE4207308C21995-11-16
Attorney, Agent or Firm:
ANGERHAUSEN, Christoph et al. (Boehmert & Boehmert Anwaltspartnerschaft mbB, Hollerallee 32, Bremen, 28209, DE)
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Claims:
Ansprüche

Befestigungsanordnung für die Befestigung einer Flanschplatte (1) an einem Schaltschrankgehäuse (2), wobei die Befestigungsanordnung mindestens eine Schraubverbindung aufweist, mit der die Flanschplatte (1) an einer Öffnung (3) des Schaltschrankgehäuses (2) festgelegt ist,

wobei die Schraubverbindung eine Gewindeaufnahme (4) im Randbereich (5) der Öffnung (3) für die Aufnahme einer Schraube (6) aufweist,

wobei eine Schraube (6) an ihrem einem Schraubenkopf (7) gegenüber liegenden Ende einen Gewindeabschnitt (8) mit einem zu einem Innengewinde (9) der Gewindeaufnahme (4) korrespondierenden Außengewinde (10) aufweist, wobei die Schraube (6) das Schaltschrankgehäuse (2) über die

Gewindeaufnahme (4) elektrisch kontaktiert, wenn sie in die Gewindeaufnahme (4) eingeschraubt ist, und

wobei die Schraubverbindung weiterhin eine Schraubendurchlassöffnung (11) durch die Flanschplatte (1) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (6) einen mit dem Schraubenkopf (7) verbundenen und den Gewindeabschnitt (8) aufweisenden Schraubenschaft (S) mit einem sich im Durchmesser aufweitenden Abschnitt (12) mit mindestens einem Durchmesser (dl) aufweist, der größer als ein kleinster Innendurchmesser (d2) der Schraubendurchlassöffnung (11) ist, sodass die Schraube (6) einen Fonnschluss mit der Schraubendurchlassöffnung (11) aufweist, wenn die Schraube (6) in die Gewindeaufnahme (4) eingeschraubt ist, wobei die Schraube (6) die Flanschplatte (1) über die Schraubendurchlassöffnung (11) elektrisch kontaktiert, so dass ein Potentialausgleich zwischen der Flanschplatte (1) und dem Schaltschrankgehäuse (2) hergestellt ist.

Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, bei der der Gewindeabschnitt der Schraube (6) über seine gesamte Länge einen konstanten Durchmesser aufweist und der Schraubenschaft (S) zwischen dem Schraubenkopf (7) und dem

Gewindeabschnitt (8) einen gewindelosen Abschnitt (12) aufweist, der einen sich gegenüber dem Gewindeabschnitt (8) aufweitenden Außenumfang (14) aufweist.

3. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der der sich gegenüber dem Gewindeabschnitt (8) aufweitende Abschnitt (12) einen um eine Schraubachse (x) der Schraube (6) symmetrischen Abschnitt (12.1), vorzugsweise einen konischen und/oder einen kegelstumpfförmigen Abschnitt aufweist.

4. Befestigungsanordnung nach einem der vorangegangen Ansprüche, bei der der sich gegenüber dem Gewindeabschnitt (8) aufweitende Abschnitt (12) einen unglatten Außenumfang (14), vorzugsweise mit einer Rändelung (16) oder einer Zahnung, aufweist.

5. Befestigungsanordnung nach einem der vorangegangen Ansprüche, bei der sich der Gewindeabschnitt (8) im Wesentlichen über die gesamte Länge des

Schraubenschafts (S) erstreckt, wobei ein freies Ende des Gewindeabschnitts den sich aufweitenden Abschnitt (12) bildet und ein das freie Ende mit dem Schraubenkopf (7) verbindender Abschnitt (19) einen im Wesentlichen konstanten Durchmesser aufweist.

6. Befestigungsanordnung nach einem der vorangegangen Ansprüche, bei der die Schraubendurchlassöffhung (11) eine unrunde Geometrie und vorzugsweise mindestens einen Vorsprung (15) aufweist, der von einem Außendurchmesser (d3) der Schraubendurchlassöffnung (11) in Richtung

Schraubendurchlassöffhungsmitte (M) oder in Richtung einer Symmetrieachse der Schraubendurchlassöffhung (11) vorspringt.

7. Befestigungsanordnung nach Anspruch 6, bei der der mindestens eine

Vorsprung (15) eine Kontaktspitze oder Kontaktkante ist, die beim Einschrauben der Schraube (6) in die Gewindeaufnahme (4) von dem sich gegenüber dem Gewindeabschnitt (8) aufweitenden Abschnitt (12) verdrängt wird und an dem Schraubenschaft (S) zur Anlage kommt.

8. Befestigungsanordnung nach Anspruch 6 oder 7, bei der der mindestens eine Vorsprung (15) die Schraubendurchlassöffnung (11) auf den kleinsten

Innendurchmesser (d2) verengt, der größer als ein kleinster Durchmesser (dl) des sich gegenüber dem Gewindeabschnitt (8) aufweitenden Abschnitts (12) und kleiner als ein größter Durchmesser (dl) des sich gegenüber dem

Gewindeabschnitt (8) aufweitenden Abschnitts (12) ist.

9. Befestigungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, bei der die

Flanschplatte (1) im Wesentlichen aus einem elektrisch leitfähigen, formbaren Material, insbesondere aus einem Metall, besteht, wobei sich der Vorsprung (15) zu seinem freien Ende hin verjüngt, oder an seinem freien Ende eine

Material Schwächung aufweist, so dass sich das freie Ende des Vorsprungs (15) beim Einschrauben der Schraube (6) in die Gewindeaufnahme (4) formschlüssig an den Schraubenschaft (S) der Schraube (6) anformt.

10. Befestigungsanordnung nach einem der vorangegangen Ansprüche, bei der die Flanschplatte (1), insbesondere deren mindestens eine

Schraubendurchlassöffnung (11) eine Beschichtung, insbesondere eine elektrisch nichtleitende Lackierung oder eine Pulverbeschichtung, und die Schraube (6) an ihrem Außenumfang (14) eine Rändelung (16) aufweist, so dass beim

Einschrauben der Schraube (6) in die Gewindeaufnahme (4) die Beschichtung aufgebrochen und ein elektrischer Kontakt zwischen der Schraube (6) und der Flanschplattc (1) hergestellt wird.

11. Befestigungsanordnung nach einem der vorangegangen Ansprüche, bei der der sich gegenüber dem Gewindeabschnitt (8) aufweitende Abschnitt (12) zweiteilig ausgeführt ist, mit einem kegelstumpfförmigen, sich an den Gewindeabschnitt (8) anschließenden ersten Abschnitt (12.1) und einem den kegelstumpfförmigen Abschnitt (12.1) mit dem Schraubenkopf (7) verbindenden Abschnitt (12.2) mit im Wesentlichen konstantem Durchmesser, der an seinem Außenumfang eine Rändelung (16) aufweist.

12. Befestigungsanordnung nach Anspruch 10, bei der zwischen der Flanschplatte (1) und dem Randbereich (5) der Öffnung (3) ein elastisches Dichtelement (17) angeordnet ist, wobei in einem vollständig in die Gewindeaufnahme (4) eingeschraubten Zustand der Schraube (6) die Schraube (6) mit ihrem den kegelstumpfförmigen Abschnitt (12.1) mit dem Schraubenkopf (7) verbindenden Abschnitt (12.2) mit im Wesentlichen konstantem Durchmesser in der

Schraubendurchlassöffnung (11) durch die Flanschplatte (1) und mit ihrem kegelstumpfförmigen Abschnitt (12.1) in einer Durchlassöffnung (18) des Dichtelements (17) angeordnet ist, wobei das Dichtelement (17) den

kegelstumpfförmigen Abschnitt (12.1) formschlüssig dichtend umgibt.

13. Schaltschrankgehäuse mit einer Öffnung (3), insbesondere einer bodenseitigen Öffnung, die mit einer Flanschplatte (1) verschlossen ist, wobei die

Flanschplatte (1) mit einer Befestigungsanordnung nach einem der

vorangegangenen Ansprüche an dem Schaltschrankgehäuse (2) festgelegt ist.

Description:
BEFESTIGUNGSANORDNUNG FÜR DIE BEFESTIGUNG EINER FLANSCHPLATTE AN EINEM SCHALTSCHRANKGEHÄUSE UND EIN ENTSPRECHENDES SCHALTSCHRANKGEHÄUSE

Die Erfindung geht aus von einer Befestigungsanordnung für die Befestigung einer Flanschplatte an einem Schaltschrankgehäuse, wobei die Befestigungsanordnung mindestens eine Schraubverbindung aufweist, mit der die Flanschplatte an einer Öffnung des Schaltschrankgehäuses festgelegt ist,

wobei die Schraubverbindung eine Gewindeaufnahme im Randbereich der Öffnung für die Aufnahme einer Schraube aufweist,

wobei eine Schraube an ihrem einem Schraubenkopf gegenüber liegenden Ende einen Gewindeabschnitt mit einem zu einem Innengewinde der Gewindeaufnahme korrespondierenden Außengewinde aufweist, wobei die Schraube das Schaltschrankgehäuse über die Gewindeaufnahme elektrisch kontaktiert, wenn sie in die Gewindeaufnahme eingeschraubt ist, und

wobei die Schraubverbindung weiterhin eine Schraubendurchlassöffnung durch die Flanschplatte aufweist. Eine derartige Befestigungsanordnung sowie ein

entsprechendes Schaltschrankgehäuse sind aus der DE 42 07 308 C2 bekannt.

Flanschplatten werden häufig dazu verwendet, um beispielsweise an einer

bodenseitigen Öffnung des Schaltschrankgehäuses, insbesondere eines Kleingehäuses, eine Kabeldurchführung bereitzustellen. Dazu sind die Flanschplatten mit

entsprechenden Kabeldurchlässen vorbereitet. Die Flanschplatten sind wiederum über ein Dichtelement im Randbereich der schaltschrankgehäuseseitigen Öffnung festgelegt, so dass für die Erzielung der erforderlichen IP-Schutzklasse ein Potentialausgleich zwischen der Flanschplatte und dem Schaltschrankgehäuse bereitgestellt werden muss. Dies wird bei den bekannten Gehäuseanordnungen mit Hilfe eines zwischen der Flanschplatte und dem Schaltschrankgehäuse geführten Erdungskabels realisiert, welches folglich bei der Montage der Flanschplatte am Schaltschrankgehäuse separat in einem zusätzlichen Arbeitsschritt montiert werden muss. Erschwerend kommt hinzu, dass die Flanschplatte und das Schaltschrankgehäuse häufig mit einer elektrisch nicht leitenden Lackierung oder Beschichtung versehen sind, so dass für die elektrische Kontaktierung zwischen der Flanschplatte und dem

Schaltschrankgehäuse in dem Bereich der Befestigungspunkte des Erdungskabels die Beschichtung oder Lackierung durchbrochen oder entfernt werden muss.

Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Befestigungsanordnung sowie ein entsprechendes Schaltschrankgehäuse der eingangs genannten Art derart

weiterzuentwickeln, dass sie einen Potentialausgleich zwischen der Flanschplatte und dem Schaltschrankgehäuse mit möglichst einfachen technischen Mitteln ermöglichen, der darüber hinaus unter geringem Montageaufwand realisierbar ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Befesligungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der nebengeordnete Anspruch 11 betrifft ein entsprechendes Schaltschrankgehäuse. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind jeweils Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Demgemäß ist vorgesehen, dass die Schraube einen mit dem Schraubenkopf verbundenen und den Gewindeabschnitt aufweisenden Schraubenschaft aufweist, wobei der Schraubenschaft einen sich im Durchmesser aufweitenden Abschnitt mit mindestens einem Durchmesser aufweist, der größer als ein kleinster Innendurchmesser der Schraubendurchlassöffnung ist, sodass die Schraube einen Formschluss mit der

Schraubendurchlassöffnung aufweist, wenn die Schraube in die Gewindeaufhahme eingeschraubt ist, wobei die Schraube die Flanschplatte über die

Schraubendurchlassöffnung elektrisch kontaktiert, so dass ein Potentialausgleich zwischen der Flanschplatte und dem Schaltschrankgehäuse hergestellt ist.

Der Gewindeabschnitt der Schraube kann in Axialrichtung der Schraube einen konstanten Durchmesser und der Schraubenschaft zwischen dem Schraubenkopf und dem Gewindeabschnitt einen gewindelosen Abschnitt aufweisen, der einen sich gegenüber dem Gewindeabschnitt aufweitenden Außenumfang aufweist. Der Gewindeabschnitt kann sich über die gesamte Länge des Schraubenschaftes in Axialrichtung oder nur über einen Teil der Länge des Schraubenschaftes in

Axialrichtung erstrecken. Wenn sich der Gewindeabschnitt nur über einen Teil der Länge des Schraubenschaftes erststreckt, so ist der Gewindeabschnitt vorzugsweise an dem freien Ende des Schraubenschaftes angeordnet. Wenn sich der Gewindeabschnitt über die gesamte Länge des Schraubenschaftes erstreckt, kann der sich im Durchmesser aufweitende Abschnitt an einem freien Ende des Schraubenschaftes bzw. des

Gewindeabschnitts angeordnet sein, wobei ein Abschnitt des Gewindeabschnitts mit konstantem Durchmesser den sich aufweitenden Abschnitt mit dem Schraubenkopf verbindet. Alternativ kann in dem Fall, dass sich der Gewindeabschnitt über die gesamte Länge des Schraubenschaftes erstreckt, der sich im Durchmesser aufweitende Abschnitt in einem Abschnitt des Gewindeanschnitts angeordnet sein, der ein freies Ende des Gewindeabschnitts mit konstantem Durchmesser mit dem Schraubenkopf verbindet.

Der Formschluss kann dadurch begünstigt werden, dass die Schraubendurchlassöffnung eine Materialstärke und die Schraube eine Festigkeit aufweist, die derart aufeinander abgestimmt sind, dass beim Inkontakttreten zwischen dem aufgeweiteten Abschnitt der Schraube und dem kleinsten Innendurchmesser der Schraubendurchlassöffnung im Zuge des weiteren Einschraubens der Schraube der Innenumfang der

Schraubendurchlassöffnung an den Außenumfang des Schraubenschafts angeformt wird. Der Randbereich mit der Schraubendurchlassöffnung kann beispielsweise aus einem Stahlblech mit 0,8 -1,5 mm Stärke bestehen, während die Schraube eine

(hochfeste) Stahlschraube ist.

Der sich aufweitende Abschnitt kann einen zu einer Schraubachse der Schraube symmetrischen Abschnitt, vorzugsweise einen konischen und/oder einen

kegelstumpfförmigen Abschnitt aufweisen. Dies fördert das zuvor beschriebene Anformen des Innenumfangs der Schraubendurchlassöffnung an den Außenumfang des sich aufweitenden Abschnitts.

Um eine eventuell elektrisch nicht leitende Lackierung oder Beschichtung am

Innenumfang der Schraubendurchlassöffnung aufzubrechen und damit die elektrische Kontaktierung der Schraube mit der Flanschplatte zu verbessern, kann vorgesehen sein, dass der gegenüber dem Gewindeabschnitt aufgeweitete Abschnitt einen unglatten Außenumfang, vorzugsweise mit einer Rändelung oder mit einer Zahnung, aufweist.

Der Gewindeabschnitt kann sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des

Schraubenschafts erstrecken. Dabei kann ein freies Ende des Gewindeabschnitts den sich aufweitenden Abschnitt bilden und ein das freie Ende mit dem Schraubenkopf verbindender Abschnitt einen im Wesentlichen konstanten Durchmesser aufweisen.

Die Schraube kann auf verschiedene Weise ausgebildet sein, wobei sie im Wesentlichen insbesondere den sich in der zuvor beschriebenen Weise aufweitenden Abschnitt aufweisen muss. Der Schraubenschaft weist stets den Gewindeabschnitt und den sich aufweitenden Abschnitt auf, wobei der Gewindeabschnitt und der sich aufweitenden Abschnitt entlang desselben Schraubenschaftabschnilts oder entlang zumindest abschnittsweise desselben Schraubenschaftabschnitts ausgebildet sein können. Der Gewindeabschnitt kann sich über die gesamte Länge des Schraubenschafts oder nur einen Teil der Länge erstrecken. Ebenso kann sich auch der aufweitende Abschnitt über die gesamte Länge des Schraubenschafts oder einen Teil der Länge erstrecken.

Die Kontaktierung zwischen der Schraube und der Schraubendurchlassöffnung wird dadurch noch weiter begünstigt, dass die Schraubendurchlassöffnung eine unrunde Geometrie und vorzugsweise mindestens einen Vorsprung aufweist, der von einem äußeren Innenumfang der Schraubendurchlassöffnung in Richtung

Schraubendurchlassöffnungsmitte oder in Richtung einer Symmetrieachse der

Schraubendurchlassöffnung vorspringt.

Dabei kann der mindestens eine Vorsprung eine Kontaktspitze oder eine Kontaktkante sein, die beim Einschrauben der Schraube in die Gewindeaufnahme von dem sich gegenüber dem Gewindeabschnitt aufweitenden Abschnitt verdrängt wird und somit an dem Schraubenschaft zur Anlage kommt. Durch die mit der Verdrängung

einhergehende Deformation des Vorsprungs ist sichergestellt, dass eine etwaige elektrisch nicht leitende Beschichtung oder Lackierung des Vorsprungs aufgebrochen wird und somit ein elektrischer Kontakt zwischen der Schraube und dem Vorsprung hergestellt wird.

Weiterhin kann der mindestens eine Vorsprung die Schraubendurchlassöffnung auf einen kleinsten Innendurchmesser verengen, der jedoch größer als ein kleinster Durchmesser des sich gegenüber dem Gewindeabschnitt aufweitenden Abschnitts und kleiner als ein größter Durchmesser des sich gegenüber dem Gewindeabschnitt aufweitenden Abschnitts ist. Der kleinste Innendurchmesser der

Schraubendurchlassöffnung kann weiterhin zumindest so groß wie der

Außendurchmesser des Gewindeabschnitt sein.

Die Flanschplatte kann insbesondere im Wesentlichen aus einem elektrisch leitfähigen, formbaren Material, insbesondere aus einem Metall, bestehen, wobei sich der

Vorsprung zu seinem freien Ende hin verjüngt, oder an seinem freien Ende eine Materialschwächung aufweist, so dass sich das freie Ende des Vorsprungs beim Einschrauben der Schraube in die Gewindeaufnahme formschlüssig an den

Schraubenschaft anformt.

Die Flanschplatte und insbesondere deren mindestens eine Scliraubendurchlassöffhung kann eine Beschichtung, insbesondere eine elektrisch nichtleitende Lackierung oder eine Pulverbeschichtung, und die Schraube an ihrem Außenumfang des sich gegenüber dem Gewindeabschnitt aufweitenden Abschnitts eine Rändelung oder Zahnung aufweisen, so dass beim Einschrauben der Schraube in die Gewindeaufnahme die Beschichtung aufgebrochen und ein elektrischer Kontakt zwischen der Schraube und der Flanschplatte hergestellt wird.

Der sich gegenüber dem Gewindeabschnitt aufweitende Abschnitt kann zweiteilig ausgeführt sein, mit einem kegelstumpfförmigen, sich an den Gewindeabschnitt anschließenden ersten Abschnitt und einem den kegelstumpfförmigen Abschnitt (mit dem Schraubenkopf verbindenden Abschnitt mit im Wesentlichen konstantem

Durchmesser, der an seinem Außenumfang eine Rändelung aufweist. Der konstante Durchmesser des verbindenden Abschnitts kann einem größten Durchmesser des kegelstumpfförmigen Abschnitts entsprechen, so dass diese über eine Kante oder Rundung ineinander übergehen.

Zwischen der Flanschplatte und dem Randbereich der Öffnung kann ein elastisches Dichtelement angeordnet sein, wobei in einem vollständig in die Gewindeaufnahme eingeschraubten Zustand der Schraube die Schraube mit ihrem den

kegelstumpfförmigen Abschnitt mit dem Schraubenkopf verbindenden Abschnitt mit im Wesentlichen konstantem Durchmesser in der Schraubendurchlassöffnung durch die Flanschplatte und mit ihrem kegelstumpfförmigen Abschnitt in einer Durchlassöffnung des Dichtelements angeordnet ist, wobei das Dichtelement den kegelstumpfförmigen Abschnitt formschlüssig dichtend umgibt.

Gemäß dem anderen Aspekt der Erfindung weist das Schaltschrankgehäuse eine Öffnung auf, insbesondere eine bodenseitige Öffnung, die mit einer Flanschplatte verschlossen ist, wobei die Flanschplatte mit einer Befestigungsanordnung der zuvor beschriebenen Art an dem Schaltschrankgehäuse festgelegt ist.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Figuren erläutert. Dabei zeigt:

Figur 1 eine Ausführungsform eines Schaltschrankgehäuses mit Flanschplatte;

Figur 2 eine Ausführungsform einer Flanschplatte;

Figur 3 eine Detailansicht von Figur 2;

Figur 4 eine Ausführungsform einer Schraube; Figur 5 eine weitere Ausfuhrungsform einer Schraubendurchlassöffnung durch eine Flanschplatte;

Figur 6 die Schraubendurchlassöffnung nach Figur 5 mit eingesetzter Schraube;

Figur 7 eine beispielhafte Befestigungsanordnung, bei der eine Flanschplatte über ein Dichtelement mit einem Schaltschrankgehäuse verschraubt ist; und

Figur 8 eine weitere Ausführungsform einer Schraube.

Die Figur 1 zeigt ein Schaltschrankgehäuse 2, bei dem bodenseitig eine Flanschplätte 1 über ein Dichtelement 17 verschraubt werden kann. Während in Figur 1 die

Flanschplatte 1 als„von unten" montiert dargestellt ist, so ist es auch möglich, die Flanschplatte 1„von oben", d. h. von der Innenseite des Schaltschrankgehäuses 2 zu montieren. Die Flanschplatte 1 weist entlang ihres äußeren Randes zehn

Schraubendurchlassöffnungen 11 auf, vier an beiden Längsseiten und jeweils eine an den die Längsseiten verbindenden Stirnseiten. Korrespondierende Durchlassöffnungen 18 für jeweils eine Schraube sind in dem Dichtelement 17 ausgebildet.

Die bodenseitige Wand des Schaltschrankgehäuses 2 weist eine über die Flanschplatte 1 verschließbare Öffnung 3 auf, die im Randbereich 5 den Durchlassöffnungen 11 und 17 entsprechende Gewindeaufhahmen 4 mit Innengewinden 9 aufweist, so dass die Flanschplatte 1 über zehn Schrauben 6 an dem Schaltschrankgehäuse 2 festgelegt werden kann, so dass sie die Öffnung 3 verschließt. Die Flanschplatte 1 kann beispielsweise dazu vorgesehen sein, eine Kabeldurchführung durch die Bodenseite des Schaltschrankgehäuses 2 in den Innenraum des Schaltschrankgehäuses 2 hinein zu ermöglichen. Nicht sämtliche der SchraubendurcMassöffhungen 11 in der Flanschplatte 1 müssen in der weiter unten im Detail beschriebenen, erfindungsgemäßen Form ausgebildet sein. Vielmehr kann es ausreichend sein, dass nur eine der Schraubendurchlassöffnungen 1 1 für den Potentialausgleich vorbereitet ist, während die übrigen

Schraubendurchlassöffnungen 11 einfache kreissymmetrische Durchgangsbohrungen sein können, um die Flanschplatte 1 über Schrauben an dem Schaltschrankgehäuse 2 festzulegen, ohne dass über diese Verbindungspunkte ein Potentialausgleich hergestellt wird.

Dies ist im Detail in Figur 2 gezeigt. Demgemäß weist die Flanschplatte 1 an ihrem Umfang acht Schraubendurchlassöffnungen 11 auf, von denen jedoch lediglich die in der Darstellung rechts unten angeordnete Schraubendurchlassöffhung 11 in der in Figur 3 im Detail gezeigten Form für die Bereitstellung eines Potentialausgleichs ausgebildet ist. Die sieben übrigen Schraubendurchlassöffnungen 11 sind einfache

kreissymmetrische Durchgangsbohrungen für die Verschraubung der Flanschplatte 1 am Randbereich 5 der Öffnung 3 des Schaltschrankgehäuses 2.

Die Detailansicht gemäß Figur 3 zeigt, dass die dort gezeigte

Schraubendurchlassöffhung 11 für den Potentialausgleich vorbereitet ist, indem sie gegenüber ihrem im Wesentlichen kreissymmetrischen Außendurchmesser d3 von diesem ausgehend drei in Richtung der Schraubendurchlassöffnungsmitte M

vorspringende Vorsprünge 15 aufweist, welche über ihre freien Enden den freien Innendurchmesser d2 der Durchlassöffhung 11 gegenüber dem Außendurchmesser d3 der Schraubendurchlassöffhung 11 verringern.

Die Flanschplatte 1 kann beispielsweise aus einem Metallblech der Stärke 0,8 mm bis 1,5 mm ausgebildet sein. Die Vorsprünge 15 verjüngen sich zu ihrem freien Ende hin. Wenn nunmehr eine Schraube 6 (vgl. Figur 4) in die in Figur 3 gezeigte

Schraubendurchlassöffhung 11 eingesetzt wird, ist vorgesehen, dass der freie

Innendurchmesser d2 größer oder gleich dem Außendurchmesser d4 des

Außengewindes 10 der Schraube 6 ist, während der freie Innendurchmesser d2 jedoch kleiner als ein größter Durchmesser dl des sich aufweitenden Abschnitts 12 der Schraube 6 ist. Dies hat zur Folge, dass die Schraube 6 entlang ihres Gewindeabschnitts 8 widerstandslos durch die Schraubendurchlassöffnung 11 hindurchtreten kann, um in das Innengewinde 9 am Randbereich 5 der Öffnung 3 des Schaltschrankgehäuses 2 (vgl. Figur 1) eingeschraubt werden zu können.

Im Zuge des weiteren Einschraubvorgangs trifft dann jedoch der gegenüber dem

Gewindeabschnitt 8 aufgeweitete Abschnitt 12 der Schraube 6 auf die freien Enden der Vorsprünge 15 (siehe Figur 3), so dass die Vorsprünge 15 an dem sich aufweitenden Abschnitt 12 zur Anlage kommen. Um den Formschluss zwischen den Vorsprüngen 15 und dem gegenüber dem Gewindeabschnitt 8 aufgeweiteten Abschnitt 12 der Schraube 6 zu begünstigen, kann durch weiteres Einschrauben der Schraube 6 in das

Innengewinde 9 erreicht werden, dass sich die freien Enden der Vorsprünge 15 an den Außenumfang 14 des aufgeweiteten Abschnitts 12 anformen. Im Zuge der damit einhergehenden Verformung der Vorsprünge 15 bricht auch eine eventuell vorhandene elektrisch nicht leitende Lackierung oder Pulverbeschichtung auf, so dass ein

elektrischer Kontakt zwischen den Vorsprüngen 15 und dem aufgeweiteten Abschnitt 12 der Schraube 6 hergestellt wird.

Wie in Figur 4 gezeigt ist, wird der elektrische Kontakt zwischen dem aufgeweiteten Abschnitt 12 und den Vorsprüngen 15 noch dadurch begünstigt, dass der aufgeweitete Abschnitt 12 einen Abschnitt 12.2 aufweist, welcher den konischen Abschnitt 12.1 mit dem Schraubenkopf 7 verbindet, wobei dieser Verbindungsabschnitt 12.2 eine

Rändelung 16 aufweist.

Die Verformung der Schraubendurchlassöffnung 11 in Folge des Einschraubvorgangs der Schraube 6 über ihr Außengewinde 10 in das Innengewinde 9 (vgl. Figuren 1 und 4) ist in den Figuren 5 und 6 veranschaulicht. Die Figur 5 zeigt die Ausgangsgeometrie einer Schraubendurchlassöffnung 11 mit als Kontaktspitzen ausgebildeten Vorsprüngen 15. Wenn, wie dies in Figur 6 dargestellt ist, eine Schraube 6 durch die

Schraubendurchlassöffnung 11 hindurch in das Innengewinde 9 im Randbereich 5 der Öffnung 3 eingeschraubt wird und daraufhin der aufgeweitete Abschnitt 12 an den Kontaktspitzen 15 zur Anlage kommt, führt weiteres Einschrauben der Schraube 6 dazu, dass die Kontaktspitzen 15 an ihren freien Enden verformt, mithin abgeflacht werden und damit die Schraube 6 zuverlässig elektrisch kontaktieren.

In Figur 7 ist eine Verbundanordnung aus einem Schaltschrankgehäuse 2 einer

Flanschplatte 1 und einem dazwischen liegenden Dichtungselement 17 gezeigt. In der dargestellten, vollständig eingeschraubten Position der Schraube 6 lagert die Schraube 6 mit ihrer Kopfunterseite auf der Oberseite der Flanschplatte 1 , während der den

Schraubenkopf 7 mit dem kegelstumpfförmigen Abschnitt 12.1 verbindende Abschnitt 12.2 mit der Rändelung 16 an seinem Außenumfang die Flanschplatte 1 kontaktiert. Der kegelstumpfförmige Abschnitt 12.1 ist in dem Dichtelement 17 angeordnet. Die

Durchlassöffnung 18 in dem Dichtelement 17 kann kleiner als der Durchmesser des kegelstumpfförmigen Abschnitts 12.1 ausgebildet sein, so dass das Dichtelement 17 durch das Einschrauben der Schraube 6 elastisch verformt wird und sich dichtend an den Außenumfang 18 des kegelstumpfförmigen Abschnitts 12.1 anlegt. Der

Gewindeabschnitt 8 der Schraube 6 steht über sein Außengewinde 10 mit dem

Innengewinde 9 im Randbereich des Schaltschrankgehäuses 2 in Verbindung.

Bei der in Figur 8 gezeigten Schraube erstreckt sich der Gewindeabschnitt 8 über die gesamte Länge des Schraubenschaftes S. Der Schraubenschaft S ist unmittelbar mit dem Schraubenkopf 7 verbunden. Der Gewindeabschnitt 8 weist an seinem das freie Ende des Schraubenschaftes S bildenden Abschnitt den sich aufweitenden Abschnitt 12 auf. Der sich aufweitende Abschnitt 12 ist über einen Abschnitt 8.1 des Gewindeabschnitts 8 mit konstantem Durchmesser mit dem Schraubenkopf verbunden.

Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein. Bezugszeichenliste

1 Flanschplatte

2 Schaltschrankgehäuse

3 Öffnung

4 Gewindeaufnahme

5 Randbereich

6 Schraube

7 Schraubenkopf

8 Gewindeabschnitt

8.1 Gewindeabschnitt mit konstantem Durchmesser

9 Innengewinde

10 Außengewinde

1 1 Schraubendurchlassöffnung

12 sich aufweitender Abschnitt

12.1 symmetrischer Abschnitt

12.2. verbindender Abschnitt

13 Schraubenantrieb

14 Außenumfang

15 Vorsprung

16 Rändelung

17 Dichtelement

18 Durchlassöffnung

19 Verbindungsabschnitt

dl Durchmesser

d2 Innendurchmesser

d3 kreissymmetrischer Außendurchmesser d4 Außendurchmesser

S Schraubenschaft

X Axialrichtung