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Title:
SECURING SYSTEM FOR SECURING A SANITARY ARTICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/145567
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a securing system (1) for securing a sanitary article (2), in particular a toilet bowl or a washing table, comprising a support element (3) with at least one securing receiving area (4) which can be connected to a securing means that is arranged on-site in a fixed manner, at least one upper stop portion (5) which lies against the support element (3) and contacts an upper stop (6) of the sanitary article (2), at least one lower stop portion (7) which lies against the support element (3) and contacts a lower stop (8) of the sanitary article (2), and at least one clamping element (9). The upper stop portion (5) lies above the lower stop portion (7) in the assembled position, and at least one of the stop portions (5, 7) is mounted on the support element (3) in a movable manner relative to the support element (3) and is connected to the at least one clamping element (9) such that said stop portion (5, 7) can be moved in an actuation direction (B) by actuating the clamping element (9) such that the two stop portions (5, 7) can be clamped between the two stops (6, 8) of the sanitary article (2).

Inventors:
DIETHELM, Alois (Paulihof 26, 8857 Vorderthal, 8857, CH)
BRAULIO, Juanes (Messikommerstrasse 58, 8620 Wetzikon, 8620, CH)
NIEDERBERGER, Martin (Herrenacker 12, 8730 Uznach, 8730, CH)
WEISS, Rolf (Stägacher 2, 8627 Grüningen, 8627, CH)
ZWICKER, Rolf (Wiesengrünstr. 4, 8733 Eschenbach, 8733, CH)
Application Number:
EP2019/052129
Publication Date:
August 01, 2019
Filing Date:
January 29, 2019
Export Citation:
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Assignee:
GEBERIT INTERNATIONAL AG (Schachenstrasse 77, 8645 Jona, 8645, CH)
International Classes:
E03D11/14; E03D11/16; E03D11/17
Foreign References:
DE20111959U12001-11-15
DE1937520A11970-01-29
GB1228375A1971-04-15
US2584107A1952-02-05
DE102011052558A12013-02-14
Attorney, Agent or Firm:
FRISCHKNECHT, Harry (Postfach 1772, 8027 Zürich, 8027, CH)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Befestigungssystem (1) zur Befestigung eines Sanitärartikels (2), insbesondere einer Toilettenschüssel oder einem Waschtisch, umfassend

ein Trägerelement (3) mit mindestens einer Befestigungsaufnahme (4), die mit einem bauseitig fest angeordneten Befestigungsmittel verbindbar ist,

mindestens ein am Trägerelement (3) liegender oberer Anschlagsabschnitt (5), der an einem oberen Anschlag (6) des Sanitärartikels (2) anschlägt,

mindestens ein am Trägerelement (3) liegender unterer Anschlagsabschnitt (7), der an einem unteren Anschlag (8) des Sanitärartikels (2) anschlägt, und

mindestens ein Klemmelement (9),

wobei der obere Anschlagsabschnitt (5) in Einbaulage oberhalb des unteren Anschlagsabschnittes (7) liegt, und

wobei mindestens einer der Anschlagsabschnitte (5, 7) bezüglich des

Trägerelementes (3) verschiebbar am Trägerelement (3) gelagert ist und mit dem mindestens einen Klemmelement (9) derart in Verbindung steht, dass durch Betätigung des Klemmelementes (9) der besagte Anschlagsabschnitt (5, 7) in eine Betätigungsrichtung (B) verschiebbar ist, derart, dass die beiden Anschlagsabschnitte (5, 7) zwischen den beiden Anschlägen (6, 8) des Sanitärartikels (2) verspannbar sind.

2. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsrichtung (B) in Einbaulage in der Vertikalen (V) verläuft.

3. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine obere Anschlagsabschnitt (5) und der mindestens eine untere Anschlagsabschnitt (7) je eine Anschlagsaufnahme (10) aufweisen, in welche die Anschläge (6, 8) des Sanitärartikels (2) einragen.

4. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagsaufnahme (10) derart ausgebildet ist, dass wenn die beiden Anschlagsabschnitte (5, 7) zwischen den beiden Anschlägen (6, 8) verspannt sind, ein Formschluss zwischen Anschlagsaufnahme (10) und dem Sanitärartikel (2) bereitgestellt wird; und/oder dass die beiden Anschlagsaufnahmen quer zur Betätigungsrichtung (B) gesehen schwalbenschwanzfönnig sind.

5. Befestigungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine obere Anschlagsabschnitt (5) und der mindestens eine untere Anschlagsabschnitt (7) je eine winklig zur Vertikalen geneigte Anschlagsfläche (11) aufweist, wobei die winklig geneigte Anschlagsfläche (11) vorzugsweise Teil der Anschlagsaufnahme (10) ist, und/oder dass der mindestens eine obere Anschlagsabschnitt (5) und der mindestens eine untere Anschlagsabschnitt (7) je eine in der Vertikalen orientierte Lagerfläche (20) aufweist, wobei die in der Vertikalen orientierte Lagerfläche (20) vorzugsweise Teil der Anschlagsaufnahme (10) ist.

6. Befestigungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Anschlagsabschnitte (5, 7) ortsfest am Trägerelement bzw. nicht beweglich zum Trägerelement am Trägerelement angeordnet ist, wobei der ortsfeste Anschlagsabschnitt (5, 7) vorzugsweise der obere Anschlagsabschnitt ist.

7. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass je ein ortsfest angeordneter Anschlagsabschnitt (5) und je ein verschiebbar angeordneter Anschlagsabschnitt (7) jeweils ein Anschlagspaar bilden, wobei vorzugsweise zwei beabstandet zueinander angeordnete Anschlagspaare am Trägerelement (3) angeordnet sind.

8. Befestigungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Anschlagsabschnitt (5) ein oberes Anschlagselement (12) umfasst, welches mit dem Trägerelement (3) verbindbar ist; und/oder dass der untere Anschlagsabschnitt (7) ein unteres Anschlagselement (13) umfasst, welches mit dem Trägerelement (3) verbindbar ist.

9. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Anschlagselement (12) über eine mechanische Verbindung mit dem Trägerelement (3) fest verbunden wird, wobei die mechanische Verbindung vorzugsweise eine Rastverbindung oder eine Schnappverbindung ist; oder dass das untere Anschlagselement (5) über eine mechanische Verbindung mit dem Trägerelement (3) fest verbunden wird, wobei die mechanische Verbindung vorzugsweise eine Rastverbindung oder eine Schnapp Verbindung ist.

10. Befestigungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagselement (13), welches den verschiebbaren Anschlagsabschnitt (5, 7) bereitstellt, eine Aufnahme (14) für das Klemmelement (9) aufweist, wobei bei Betätigung des Klemmelementes (9) das Anschlagselement mit dem Anschlagsabschnitt, insbesondere als Ganzes, relativ zum Trägerelement (3) verschiebbar ist.

11. Befestigungssystem (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das besagte Anschlagselement (13) auf einem in Betätigungsrichtung (B) orientierten stabförmigen Fortsatz (15) des Trägerelementes (3) gelagert ist, wobei das Klemmelement (9) vorzugsweise auf eine am Fortsatz (15) angeordnete Stirnfläche (16) wirkt.

12. Befestigungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (3) einen Traversenabschnitt (17) und mindestens ein vom Traversenabschnitt (17) abstehender Stützabschnitt (18) umfasst, wobei am je ein oberer und je ein unterer Anschlagsabschnitt (5, 6) vorhanden ist, und wobei der Stützabschnitt (18) und/oder der Traversenabschnitt (17) Aufnahmestrukturen (19) für die Aufnahme von Funktionselementen aufweisen.

13. Anordnung umfassend einen Sanitärartikel (2) mit einem oberen Anschlag (6) und einem unteren Anschlag (7) und ein Befestigungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungssystem (1) in einem Aufnahmeraum des Sanitärartikels angeordnet ist; und/oder dass der Sanitärartikel eine Zugangsöffnung aufweist, über welche das Klemmelement mit einem Werkzeug oder ohne einem Werkzeug zugänglich ist; und/oder dass die Anschläge bezüglich ihrer Form komplementär passend zu den Anschlagsabschnitten ausgebildet sind.

Description:
TITEL

BEFESTIGUNGSSYSTEM ZUR BEFESTIGUNG EINES SANITÄRARTIKELS

TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Befestigungssystem zur Befestigung eines Sanitärartikels nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

STAND DER TECHNIK

Aus der DE 10 2011 052 558 ist eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung einer Toilettenschüssel bekannt geworden. Die Befestigungsvorrichtung greift mit Zapfen in Öffnungen ein, die in Seitenwänden an der Toilettenschüssel angeordnet sind. Nachteilig an der DE 10 201 1 052 558 ist die Verspannung der Befestigungsvorrichtung über die Seitenwände und die damit einhergehende Krafteinleitung von der belasteten Toilettenschüssel in die Befestigungsvorrichtung.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung eine Aufgabe zugrunde, ein Befestigungssystem für einen Sanitärartikel, wie eine Toilettenschüssel oder einen Waschtisch anzugeben, welches die Nachteile des Standes der Technik überwindet. Insbesondere soll eine Befestigungsvorrichtung angegeben werden, welche eine verbesserte Krafteinleitung vom Sanitärartikel in das Befestigungssystem erlaubt.

Diese Aufgabe löst der Gegenstand vom Anspruch 1. Demgemäss umfasst ein Befestigungssystem zur Befestigung eines Sanitärartikels ein Trägerelement mit mindestens einer Befestigungsaufnahme, die mit einem bauseitig fest angeordneten Befestigungsmittel verbindbar ist, mindestens ein am Trägerelement liegender oberer Anschlagsabschnitt, der an einem oberen Anschlag des Sanitärartikels anschlägt, mindestens ein am Trägerelement liegender unterer Anschlagsabschnitt, der an einem unteren Anschlag des Sanitärartikels anschlägt, und mindestens ein Klemmelement. Der obere Anschlagsabschnitt liegt in Einbaulage oberhalb des unteren Anschlagsabschnittes. Mindestens einer der Anschlagsabschnitte ist bezüglich des Trägerelementes verschiebbar am Trägerelement gelagert und steht mit dem mindestens einen Klemmelement derart in Verbindung, dass durch Betätigung des Klemmelementes der besagte Anschlagsabschnitt in eine Betätigungsrichtung verschiebbar ist, derart, dass die beiden Anschlagsabschnitte zwischen den beiden Anschlägen des Sanitärartikels verspannbar sind.

Durch die räumliche Anordnung der beiden Anschlagsabschnitte übereinander ergeht der Vorteil, dass die in Schwerkraft wirkenden Kräfte, welche sich aufgrund des Eigengewichtes des Sanitärartikels oder durch Benützung desselben ergeben, gut in das Trägerelement und somit in die bauseitig fest angeordneten Befestigungsmittel einleiten.

Die Ausdrucksweise„oberhalb“ ist derart zu verstehen, dass der obere Anschlagsabschnitt in Einbaulage bezüglich der Richtung der Schwerkraft oberhalb des unteren

Anschlagsabschnittes liegt. Mit anderen Worten sind die beiden Anschlagsabschnitte in der Vertikalen gesehen übereinander und beabstandet zueinander angeordnet. Gleichermassen ist die Ausdrucksweise„unterhalb“ derart zu verstehen, dass der untere Anschlagsabschnitt in Einbaulage bezüglich der Richtung der Schwerkraft unterhalb des oberen

Anschlagsabschnittes liegt.

Die Ausdrucksweise, dass die Anschlagsabschnitte am Trägerelement liegen ist so zu verstehen, dass die Anschlagsabschnitte entweder durch das Trägerelement selbst bereitgestellt werden; oder dass die Anschlagsabschnitte durch ein weiteres Element, welches mit dem Trägerelement fest oder bewegbar verbunden werden kann, bereitgestellt werden. Ein solches weiteres Element kann beispielsweise das unten beschriebene Anschlagselement sein.

Vorzugsweise liegen der obere Anschlagsabschnitt und der untere Anschlagsabschnitt bezüglich einer in der Vertikalen orientierter Achse direkt übereinander.

Vorzugsweise verläuft die Betätigungsrichtung in Einbaulage in der Vertikalen bzw. in Richtung der Schwerkraft. Vorzugsweise weisen der mindestens eine obere Anschlagsabschnitt und der mindestens eine untere Anschlagsabschnitt je eine Anschlagsaufnahme auf, in welche die Anschläge des Sanitärartikels einragen.

Besonders bevorzugt ist die Anschlagsaufnahme des oberen Anschlagsabschnittes derart ausgebildet, dass über diese eine Gewichtskraft in das Trägerelement einleitbar ist. Die Anschlagsaufnahme des oberen Anschlagsabschnittes ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass der Sanitärartikel ein die Anschlagsaufnahme einhängbar ist.

Besonders bevorzugt ist die Anschlagsaufnahme derart ausgebildet, dass wenn die beiden Anschlagsabschnitte zwischen den beiden Anschlägen verspannt sind, ein Formschluss zwischen Anschlagsaufnahme und dem Sanitärartikel bereitgestellt wird.

Besonders bevorzugt sind die beiden Anschlagsaufnahmen quer zur Betätigungsrichtung gesehen schwalbenschwanzförmig. Vorzugsweise sind auch die Anschläge am Sanitärartikel schwalbenschwanzförmig. Hierdurch kann ein guter Formschluss erreicht werden, wobei zugleich eine gute Krafteinleitung ermöglicht wird.

Vorzugsweise weisen der mindestens eine obere Anschlagsabschnitt und der mindestens eine untere Anschlagsabschnitt je eine winklig geneigte Anschlagsfläche auf, wobei die winklig geneigte Anschlagsfläche vorzugsweise Teil der Anschlagsaufnahme ist. Die Anschlagsfläche ist dabei insbesondere zur Vertikalen winklig geneigt ausgebildet.

Vorzugsweise weisen der mindestens eine obere Anschlagsabschnitt und der mindestens eine untere Anschlagsabschnitt je eine in der Vertikalen orientierte Lagerfläche auf, wobei die in der Vertikalen orientierte Lagerfläche vorzugsweise Teil der Anschlagsaufnahme ist.

Besonders bevorzugt schliesst sich der winklig geneigten Anschlagsfläche die Lagerfläche direkt an. Es wird also eine Art V-förmige Aufnahme geschaffen. An der Lagerfläche kann der Sanitärartikel ebenfalls anstehen, wobei insbesondere beim oberen Anschlagsabschnitt eine in der Horizontalen wirkende Kraftkomponente aufnehmbar ist. Vorzugsweise mindestens einer der Anschlagsabschnitte ortsfest am Trägerelement angeordnet. Das heisst, der besagte mindestens eine Anschlagsabschnitt ist nicht zum Trägerelement verschiebbar.

Besonders bevorzugt sind mindestens je ein ortsfest angeordneter Anschlagsabschnitt und mindestens je ein verschiebbar angeordneter Anschlagsabschnitt angeordnet, welche beiden Anschlagsabschnitte ein Anschlagspaar bilden. Vorzugsweise sind zwei Anschlagspaare angeordnet, wobei die Anschlagspaare in einer Richtung quer zur Vertikalen bzw. quer zur Betätigungsrichtung beabstandet zueinander liegen.

Vorzugsweise wird der obere Anschlagsabschnitt durch ein oberes Anschlagselement bereitgestellt, welches mit dem Trägerelement verbindbar ist und/oder der untere Anschlagsabschnitt durch ein unteres Anschlagselement bereitgestellt wird, welches mit dem Trägerelement verbindbar ist.

Vorzugsweise wird das obere Anschlagselement über eine mechanische Verbindung mit dem Trägerelement fest verbunden, wobei die mechanische Verbindung vorzugsweise eine Rastverbindung oder eine Schnappverbindung ist. Vorzugsweise wird das untere Anschlagselement über eine mechanische Verbindung mit dem Trägerelement fest verbunden, wobei die mechanische Verbindung vorzugsweise eine Rastverbindung oder eine Schnappverbindung ist.

Das Anschlagselement ist vorzugsweise aus einem Kunststoff oder Gummi hergestellt, was den Vorteil hat, dass eine gute Kontaktierung des Sanitärtikels erreicht wird, insbesondere wenn der Sanitärartikel aus Keramik ist.

Vorzugsweise weist das Anschlagselement, welches den verschiebbaren Anschlagsabschnitt bereitstellt, eine Aufnahme für das Klemmelement auf, wobei bei Betätigung des Klemmelementes das Anschlagselement mit dem Anschlagsabschnitt, insbesondere als Ganzes, relativ zum Trägerelement verschiebbar ist.

Vorzugsweise ist das besagte Anschlagselement auf einem in Betätigungsrichtung orientierten stab förmigen Fortsatz des Trägerelementes gelagert, wobei das Klemmelement vorzugsweise auf eine am Fortsatz angeordnete Stirnfläche wirkt. Durch Betätigung des Klemmelementes lässt sich das Anschlagselement mit der relativ zum Trägerelement verschieben.

Besonders bevorzugt ist das Betätigungselement eine Stellschraube, die in einem Gewinde im besagten Anschlagselemente drehbar gelagert ist.

Vorzugsweise umfasst das Trägerelement einen Traversenabschnitt und mindestens ein vom Traversenabschnitt abstehender Stützabschnitt, wobei am Stützabschnitt je ein oberer und je ein unterer Anschlagsabschnitt vorhanden ist, und wobei der Stützabschnitt und/oder der Traversenabschnitt Aufnahmestrukturen für die Aufnahme von mindestens einem Funktionselement aufweisen.

Das Funktionselement kann beispielsweise eine Lagerstruktur für die Durchführung von Wasserleitungen, wie Frischwasser oder Abwasserleitung, oder Gewindeelemente für die Befestigung von zusätzlichen Elementen, wie ein Toilettendeckel, eine Armatur oder ein Toilettensitzring oder ähnliches sein. Die Lagerstruktur kann bewegbar in der Aufnahmestruktur gelagert sein.

Eine Anordnung umfasst einen Sanitärartikel mit einem oberen Anschlag und einem unteren Anschlag und ein Befestigungssystem nach obiger Beschreibung, wobei der obere Anschlagsabschnitt mit oberen Anschlag und der untere Anschlagsabschnitt mit dem unteren Anschlag in Kontakt bringbar ist und die beiden Anschlagsabschnitte zwischen den beiden Anschlägen verspannbar sind.

Weitere bevorzugte Ausbildungen der Anordnung sind dadurch charakterisiert,

dass das Befestigungssystem in einem Aufnahmeraum des Sanitärartikels angeordnet ist; und/oder

- dass der Sanitärartikel eine Zugangsöffnung aufweist, über welche das Klemmelement mit einem oder ohne einem Werkzeug zugänglich ist; und/oder dass die Anschläge bezüglich ihrer Form komplementär passend zu den Anschlagsabschnitten ausgebildet sind. Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Schnittdarstellung eines Befestigungssystem nach einer

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2a/2b Schnittdarstellungen durch das Befestigungssystem nach der Figur 1 ; wobei die Figur 2b Detailansichten der Figur 2a zeigt;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Befestigungssystems nach der Figur 1 ; Fig. 4. eine perspektivische Explosionsansicht des Befestigungssystems nach der

Figur 1 ;

Fig. 5 eine Detailansicht eines oberen Bereichs des Befestigungssystems nach der

Figur 1 ;

Fig. 6 eine weitere Detailansicht eines oberen Bereichs des Befestigungssystems nach der Figur 1 ;

Fig. 7 eine Detailansicht eines unteren Bereichs des Befestigungssystems nach der

Figur 1; und

Fig. 8 eine weitere Detailansicht eines unteren Bereichs des Befestigungssystems nach der Figur 1.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

In der Figur 1 wird eine perspektivische Ansicht eines Befestigungssystems 1 mit einem Sanitärartikel 2 gezeigt. Der Sanitärartikel 2 weist hier die Gestalt einer Toilettenschüssel auf. Der Sanitärartikel 2 kann aber auch ein Waschtisch, ein Lavabo, ein Urinal oder ein Bidet sein. Der Sanitärartikel 2 ist vorzugsweise aus Keramik, er kann aber auch aus einem anderen Werkstoff sein.

Das Befestigungssystem 1 umfasst ein Trägerelement 3 mit mindestens einer Befestigungsaufnahme 4, die mit einem bauseitig fest angeordneten Befestigungsmittel verbindbar ist, mindestens ein am Trägerelement 3 liegender oberer Anschlagsabschnitt 5, der an einem an einem oberen Anschlag 6 des Sanitärartikels 2 anschlägt, mindestens ein am Trägerelement 3 liegender unterer Anschlagsabschnitt 7, der an einem unteren Anschlag 8 des Sanitärartikels 2 anschlägt und mindestens ein Klemmelement 9. Der obere Anschlagsabschnitt 5 liegt, wie in der Figur 1 gezeigt, in Einbaulage bzw. in der Vertikalen V gesehen oberhalb des unteren Anschlagsabschnittes 7. Das heisst, die Anschlagsabschnitte 5, 7 sind im Wesentlichen in der Vertikalen beabstandet zueinander angeordnet.

Mindestens einer der Anschlagsabschnitte 5, 7 ist bezüglich des Trägerelementes 3 verschiebbar am Trägerelement 3 gelagert. In der gezeigten Ausführungsfonn ist es der untere Anschlagsabschnitt 7. Der obere Anschlagsabschnitt 5 ist fest zum Trägerelement 3 angeordnet.

Der verschiebbare Anschlagsabschnitt 7 steht mit dem mindestens einen Klemmelement 9 derart in Verbindung, dass durch Betätigung des Klemmelementes 9 der besagte Anschlagsabschnitt 7 in eine Betätigungsrichtung B verschiebbar ist, derart, dass die beiden Anschlagsabschnitte 5, 7 zwischen den beiden Anschlägen 6, 8 des Sanitärartikels 2 verspannbar sind. Über diese Verspannbarkeit wird das Trägerelement 3 fest im Sanitärartikel 2 montiert. Durch die Verbindung des Trägerelementes 3 über seine Befestigungsaufnahme 4 mit dem bauseitig angeordneten Befestigungsmittel kann der Sanitärartikel fest mit einem Gebäude verbunden werden. Das bauseitig angeordnete Befestigungsmittel ist in den Figuren nicht gezeigt und kann beispielsweise eine von einer Wand abstehende Gewindestange sein.

In der gezeigten Ausführungsform bilden jeweils ein oberer Anschlagsabschnitt 5 und jeweils ein unterer Anschlagsabschnitt 7 ein Anschlagspaar. Es sind, wie von der Figur 3 ersichtlich zwei Paare vom oberen Anschlagsabschnitt 5 und Anschlagsabschnitt 7 beabstandet zueinander angeordnet. Diese beiden Paare von Anschlagsabschnitten 5, 7 sind dabei mit entsprechenden Anschlagspaarungen 6, 8 anschlagbar. Das Klemmelement 9 ist, wie von der Figur 1 gezeigt, von unten her zugänglich. Dabei ist das Klemmelement 9 entsprechend betätigbar. Die Betätigungsrichtung B verläuft in der Einbaulage in der Vertikalen V. Das heisst, der verschiebbar am Trägerelement 3 angeordnete Anschlagsabschnitt 5, 7 lässt sich in Einbaulage in Richtung der Vertikalen V verschieben.

Die Figuren 2a und 2b zeigen Schnittdarstellungen in Richtung der Vertikalen V. Von den Detaildarstellungen der Figur 2b kann gut erkannt werden, dass der obere Anschlagsabschnitt 5 und der untere Anschlagsabschnitt 7 je eine Anschlagsaufnahme 10 aufweisen, in welche die Anschläge 6, 8 des Sanitärartikels 2 einragen. Die Anschlagsaufnahme 10 ist dabei derart ausgebildet, dass im verspannten Zustand ein Formschluss zwischen den Anschlagsabschnitte 5, 7 und den Anschlägen 6, 8 bereitgestellt werden kann.

Im Querschnitt gesehen bilden die beiden Anschlagsaufnahmen 10 der jeweiligen Anschlagsabschnitt 5, 7 eine Art Schwalbenschwanz-Struktur, wobei die Anschläge 6, 8 des Sanitärartikels 2 gegengleich ausgebildet sind. Durch diese schwalbenschwanzähnliche Struktur kann eine gute mechanische Verbindung zwischen den Anschlagsabschnitten 5, 7 und den Anschlägen 6, 8 bereitgestellt werden.

Die Anschlagsaufnahme 10 ist allgemeinen Worten derart ausgebildet, dass wenn die beiden Anschlagsabschnitte 5, 7 zwischen den beiden Anschlägen 6, 8 verspannt sind, ein Formschluss zwischen der Anschlagsaufnahme 10 und den Anschlägen 6, 8 des Sanitärartikels 2 bereitgestellt wird. Durch den Formschluss kann eine besonders gute Verbindung erreicht werden.

In der gezeigten Ausführungsform weist sowohl der obere Anschlagsabschnitt 5 als auch der untere Anschlagsabschnitt 7 je eine winklig zur Vertikalen V geneigte Anschlagsfläche 11 auf. Gleichermassen sind die Anschläge 6, 7 auf Seiten des Sanitärartikels 2 winklig geneigt ausgebildet. Der Winkel zur Vertikalen ist bei den Anschlagsflächen 11 und bei den Anschlägen 6, 8 im Wesentlichen gleich ausgebildet. Weiter schliesst sich der winklig geneigt angeordneten Anschlagsfläche 1 1 nach vorne hin eine in der Vertikalen V orientierte Lagerfläche 20 an. Die Lagerfläche 20 dient dabei als weitere Begrenzung der Anschlagsaufnahme 10. Der Sanitärartikel 2 kann mit einer entsprechend ausgebildeten Lagerfläche 21 an der Lagerfläche 20 entsprechend anschlagen.

In der gezeigten Ausführungsform ist der obere Anschlagsabschnitt 5 ortsfest am Trägerelement 3 angeordnet. Das heisst, der Anschlagsabschnitt 5 ist nicht beweglich zum Trägerelement 3 am Trägerelement 3 platziert bzw. angeordnet. Weiter ist der untere Anschlagsabschnitt 7 bewegbar angeordnet. Das heisst, dass in der gezeigten Ausführungsform der ortsfest angeordnete Anschlagsabschnitt 5 und der verschiebbar angeordnete Anschlagsabschnitt 7 jeweils ein Anschlagspaar bilden.

In der Figur 3 wird eine perspektivische Anordnung des Trägerelementes mit den Anschlagsabschnitten 5, 7 gezeigt. Die Figur 4 zeigt eine gleiche Darstellung, wobei es sich bei der Figur 4 um eine Explosionsansicht handelt.

Von der Figur 4 kann gut erkannt werden, dass der obere Anschlagsabschnitt durch ein oberes Anschlagselement 12 und der untere Anschlagsabschnitt 7 durch ein unteres Anschlagselement 13 bereitgestellt wird. Die beiden Anschlagselemente 12, 13 sind dabei getrennt vom Trägerelement ausgebildet und mit dem Trägerelement 3 verbindbar. Das obere Anschlagselement 12 wird fest mit dem Trägerelement 3 verbunden, während das untere Anschlagselement 13 derart mit dem Trägerelement 3 in Verbindung steht, dass der Anschlagsabschnitt 7, wie oben erwähnt, zum Trägerelement 3 verschiebbar ist. Das obere Anschlagselement 12 ist über eine mechanische Verbindung mit dem Trägerelement 3 fest verbunden. Vorzugsweise ist die mechanische Verbindung eine Rastverbindung oder eine Schnappverbindung.

Das untere Anschlagselement 13, welches den verschiebbaren Anschlagsabschnitt 7 bereitstellt, weist eine Aufnahme 14 für das Klemmelement 9 auf. Bei einer Betätigung des Klemmelementes 9 wird das Anschlagselement 13 als Ganzes mit dem Anschlagsabschnitt 7 relativ zum Trägerelement 3 verschoben. In der gezeigten Ausführungsform ist das Anschlagselement 3 auf einem Betätigungsrichtung B orientierten, stabförmigen Fortsatz 15 des Trägerelementes 3 gelagert. Das Klemmelement 9 wirkt auf eine am Fortsatz 15 angeordnete Stirnfläche 16 und bei Betätigung des Klemmelementes 9 wird das Anschlagselement 13 auf dem Fortsatz 15 des Trägerelementes 3 verschoben. In der gezeigten Ausführungsform ist das Klemmelement 9 eine Stellschraube, welche in einem Gewinde im Anschlagselement 13 drehbar gelagert ist. Bei einer Drehung verschiebt sich die Stirnseite der Stellschraube. Die Stellschraube kann in der Figur 2b gut erkannt werden.

In der Figur 5 und 6 wird weiter noch die konkrete Ausbildung des oberen Anschlagselementes 12 gezeigt. Hier kann gut erkannt werden, dass das Anschlagselement 12 unterseitig eine Aufnahme 22 aufweist, in welche sich Teile des Trägerelements 3 hineinerstrecken. Weiter kann in der Figur 6 die Anschlagsfläche 11, welche hier von mehreren Stegen bereitgestellt wird, gut erkannt werden.

Darüber hinaus kann in der Figur 6 erkannt werden, dass das Trägerelement 3 einen Traversenabschnitt 17 aufweist, wobei der Traversenabschnitt 17 hier eine Aufnahmestruktur 19 umfasst. In der Aufnahmestruktur 19 ist ein mit einem Gewinde versehenes Befestigungselement 23 zur Befestigung eines Drittelementes, wie beispielsweise eine Armatur oder einen Toilettendeckel, gezeigt.

In den Figuren 7 und 8 wird sodann die Detailansicht des unteren Anschlagselement 13 gezeigt. Das untere Anschlagselement 13 liegt, wie erwähnt, an einem Fortsatz 15 an. Hierfür weist das untere Anschlagselement 13 eine Führungsöffnung 24 auf, in welche der Fortsatz 15 einragen kann. Der Fortsatz 15 ist dabei Teil des Trägerelementes 3 und bildet hier das Ende von einem Stützabschnitt 18, welcher vom Traversenabschnitt 17 absteht. In der gezeigten Ausfuhrungsform ragen zwei beabstandet zueinander liegende Stützabschnitte 18 vom Traversenabschnitt 17 ab.

Die Stützabschnitte 18 können ebenfalls Aufnahmestrukturen 19 für weitere Elemente aufweisen. In der gezeigten Ausführungsform weisen die Stützabschnitte 18 schlitzartige Aufnahmestrukturen 19 auf, welche der Aufnahme von weiteren Elementen dient. Über diese Aufnahmestruktur 19 kann das Trägerelement 3 beispielsweise mit den ortsfest bauseitig angeordneten Befestigungsmitteln verbunden werden. Die Aufnahmestruktur 19 kann beispielsweise die Befestigungsaufnahme 4 bereitstellen. Die Aufnahmestruktur 19 kann auch der Lagerung von Leitungen 25 dienen, welche beispielsweise zwischen den beiden Stützabschnitten 18 hindurchgeführt werden. Die Stützabschnitte 18 erstrecken sich in der gezeigten Ausführungsform in Richtung der Betätigungsbewegung B und somit in Einbaulage gesehen in Richtung der Vertikalen V.

Der Traversenabschnitt 17 und auch die Stützabschnitte 18 sind vorzugsweise aus Metallprofilen hergestellt. In der gezeigten Ausführungsform sind die Anschlagselemente 12, 13 jeweils an den Stützabschnitten gelagert.

BEZUGSZEICHENLISTE

Befestigungssystem 21 Lagerfläche

Sanitärartikel 22 Aufnahme

Trägerelement 23 Befestigungselement

Befestigungsaufnahme 24 Führungsöffnung oberer Anschlagsabschnitt 25 Leitungen oberer Anschlag

unterer Anschlagsabschnitt B Betätigungsrichtung unterer Anschlag V Vertikale

Klemmelement

Anschlagsaufnahme

Anschlagsfläche

oberes Anschlagselement

unteres Anschlagselement

Aufnahme

Fortsatz

Stirnfläche

Traversenabschnitt

Stützabschnitt

Aufnahmestrukturen

Lagerfläche