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Title:
SECURITY ELEMENT COMPRISING A LENS GRID AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/082639
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a security element (2) for security papers, valuable documents, comprising a transparent or translucent film. According to the invention, the film (20) comprises a coding area (24) wherein the optical properties of the film differ from the optical properties of the film outside of the coding area.

Inventors:
Menz, Irina (Wartheweg 12, Diedorf, 86420, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/001602
Publication Date:
September 09, 2005
Filing Date:
February 16, 2005
Export Citation:
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Assignee:
GIESECKE & DEVRIENT GMBH (Prinzregentenstrasse 159, München, 81677, DE)
Menz, Irina (Wartheweg 12, Diedorf, 86420, DE)
International Classes:
B42D15/00; B42D15/10; G07D7/00; G07D7/12; G07D7/20; (IPC1-7): B42D15/00
Attorney, Agent or Firm:
KRITZENBERGER & ZEUNER (Hedwigstr. 9, München, 80636, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und der gleichen mit einer transparenten oder transluzenten Folie, dadurch gekenn zeichnet, dass die Folie einen Codierungsbereich aufweist, in dem die opti schen Eigenschaften der Folie von den optischen Eigenschaften der Folie au ßerhalb des Codierungsbereichs abweichen.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestalt, insbesondere Form oder Umriss, des Codierungsbereichs eine Information, wie ein Muster oder eine Zeichenfolge, darstellt.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie mit einer Strukturierung, wie einem geätzten, aufgerauten, mattierten oder milchigen Bereich, versehen ist.
4. Sicherheitselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die unterschiedlichen optischen Eigenschaften der Folie innerhalb und außerhalb des Codierungsbereichs aus dem Vorliegen oder Nichtvorliegen der Strukturierung ergeben.
5. Sicherheitselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die unterschiedlichen optischen Eigenschaften der Folie innerhalb und außerhalb des Codierungsbereichs durch unterschiedliche Strukturierungen ergeben.
6. Sicherheitselement nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie transparent ist und mit einem Oberflächenrelief in Form eines Linsenrasters versehen ist, wobei in dem Codierungsbereich die optischen Eigenschaften des Linsenrasters von den optischen Eigenschaften des Lin senrasters außerhalb des Codierungsbereichs abweichen.
7. Sicherheitselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterelemente des Linsenrasters im Codierungsbereich gegenüber den außerhalb des Codierungsbereichs liegenden Rasterelementen versetzt sind.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterelemente des Linsenrasters eine lang gestreckte Form mit ei ner longitudinalen Achse aufweisen.
9. Sicherheitselement nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterelemente im Codierungsbereich in einer Richtung senkrecht zu ihrer longitudinalen Achse um d/4 bis 3d/4, bevorzugt um etwa d/2 ge genüber den außerhalb des Codierungsbereichs liegenden Rasterelementen versetzt sind, wobei d den typischen Abstand der Rasterelemente senkrecht zur longitudinalen Achse darstellt.
10. Sicherheitselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterelemente einen typischen Abstand d senkrecht zur longitudinalen Achse von 40 um bis 500 u. m, bevorzugt von 80 um bis 200 um, aufweisen.
11. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Linsenraster Strukturtiefen von 2 um bis 30 um, bevorzugt von 5 um bis 15 Mm, besonders bevorzugt von etwa 10 um aufweist.
12. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Linsenraster an verschiedenen Stellen Rasterelemente mit unterschiedlicher Ausrichtung der longitudinalen Achse enthält.
13. Sicherheitselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Linsenraster als Rasterelemente Zylinderlinsen umfasst, die in der Ebene des Linsenrasters gekrümmt sind.
14. Sicherheitselement nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeich net, dass das Linsenraster als Rasterelemente gerade Zylinderlinsen mit un terschiedlich ausgerichteten longitudinalen Achsen umfasst.
15. Sicherheitselement nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeich net, dass die geraden oder gekrümmten Zylinderlinsen eine Breite von 10 um bis 250 um, bevorzugt von 40 um bis 150 um aufweisen.
16. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Folie durch eine Kunststoff folie, insbesondere eine PETFolie, gebildet ist.
17. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Codierungsbereich eine hochbre chende Dielektrikumsschicht aufgebracht, ist.
18. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Codierungsbereich mit einer Schutzlack schicht versehen ist, die eine Oberflächenabformung des Codierungsbereichs verhindert.
19. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Codierungsbereich eine nur unter spe ziellen Auslesebedingungen erkennbare, versteckte Information enthält.
20. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement eine unter gewöhnli chen Auslesebedingungen erkennbare, offene, beugungsoptische Informati on enthält.
21. Sicherheitselement nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die offene, beugungsoptische Information sich im Wesentlichen über die ge samte Fläche des Sicherheitselements erstreckt.
22. Sicherheitselement nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeich net, dass die offene, beugungsoptische Information in einer transparenten Folie vorliegt, die zusammen mit der den Codierungsbereich enthaltenden Folie einen Folienverbund bildet.
23. Sicherheitselement nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die offene, beugungsoptische Information in einer transparenten, ho lographischen Prägefolie, insbesondere einer Heißprägefolie oder einer ho lographischen Laminatfolie, vorliegt.
24. Sicherheitselement nach Anspruch 22 oder 23 und nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Folie auf das Linsenraster Oberflächenrelief aufgebracht, insbesondere über eine Klebeschicht auf das LinsenrasterOberflächenrelief aufgeklebt ist.
25. Sicherheitselement nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht einen Brechungsindex aufweist, der sich vom Brechungsin dex des LinsenrasterOberflächenreliefs um 0,01 oder mehr, bevorzugt um 0,02 oder mehr unterscheidet.
26. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 25, bei dem in eine transparente oder transluzente Folie ein Codierungsbereich eingebracht wird, in dem die optischen Eigen schaften der Folie von den optischen Eigenschaften der Folie außerhalb des Codierungsbereichs abweichen.
27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie mit einer Strukturierung, wie einem geätzten, aufgerauten, mattierten oder milchigen Bereich, versehen wird.
28. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass in eine transparente Folie ein Oberflächenrelief in Form eines Linsenrasters einge bracht wird, welches einen Codierungsbereich aufweist, in dem die opti schen Eigenschaften des Linsenrasters von den optischen Eigenschaften des Linsenrasters außerhalb des Codierungsbereichs abweichen.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Lin senraster photolithographisch oder elektronenstrahllithographisch in einer Photoresistschicht erstellt wird und mit einem Folienprägeverfahren in eine prägbare Folie übertragen wird.
30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Lin senraster mittels UVLackauftrag auf eine Mehrzahl von Folien unter gleich zeitiger oder nachfolgender UVLichtaushärtung massenproduktionstech nisch abgeformt wird.
31. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie mit einer hochbrechenden Dielektrikumss chicht versehen wird.
32. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie mit einer Schutzlackschicht versehen wird, die eine Oberflächenabformung des Codierungsbereichs verhindert.
33. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass in den Codierungsbereich eine nur unter speziellen Auslesebedingungen erkennbare, versteckte Information eingebracht wird.
34. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass in das Sicherheitselement eine unter gewöhnlichen Auslesebedingungen erkennbare, offene, beugungsoptische Information ein gebracht wird.
35. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass die of fene, beugungsoptische Information in eine transparente Folie eingebracht wird, und ein Folienverbund aus der den Codierungsbereich enthaltenden Folie und der die beugungsoptische Information enthaltenden Folie gebildet wird.
36. Verfahren nach Anspruch 34 oder 35 und nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das LinsenrasterOberflächenrelief mit einer Klebefolie versiegelt wird, die die offene, beugungsoptische Information enthält.
37. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Kle befolie durch eine holographische Prägefolie, insbesondere einer holographi schen Heißprägefolie, mit einer hochbrechenden Schicht gebildet ist.
38. Verfahren nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass die ho lographische Prägefolie eine Trägerfolie enthält, die nach dem Versiegeln des LinsenrasterOberflächenreliefs abgezogen wird.
39. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Kle befolie heiß oder kalt auf das LinsenrasterOberflächenrelief laminiert wird.
40. Sicherheitsanordnung für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und dergleichen, mit einem Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 25, soweit direkt oder indirekt auf Anspruch 6 rückbezogen, oder einem nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 39 herstellbaren Sicherheits element, soweit direkt oder indirekt auf Anspruch 28 rückbezogen und einem Decodierelement mit einem Decodierbereich, der so auf das Linsenraster des Sicherheitselements abgestimmt ist, dass eine in dem Codierungsbereich des Sicherheitselements enthaltene Information durch Auflegen des Linsenrasters auf den Decodierbereich auslesbar ist.
41. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass der Decodierbereich des Decodierelements eine Druckschicht umfasst.
42. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 40 oder 41, dadurch gekenn zeichnet, dass der Decodierbereich des Decodierelements eine Beugung struktur umfasst.
43. Sicherheitsanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 40 bis 42, dadurch gekennzeichnet, dass der Decodierbereich des Decodierele ments ein Rastermuster enthält, das dem Linsenraster des Sicherheitsele ments ohne die Abweichungen durch den informationstragenden Codie rungsbereich entspricht.
44. Datenträger, insbesondere Wertdokument, wie Banknote, Ausweis karte oder dergleichen, mit einem Sicherheitselement nach einem der An sprüche 1 bis 25, soweit direkt oder indirekt auf Anspruch 6 rückbezogen, oder einem nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 39 herstellbaren Sicherheitselement, soweit direkt oder indirekt auf Anspruch 28 rückbezo gen, wobei das Sicherheitselement in einem transparenten Bereich des Da tenträgers angeordnet ist.
45. Datenträger nach Anspruch 44, mit einer Sicherheitsanordnung nach einem der Ansprüche 40 bis 43, wobei der Datenträger bevorzugt flexibel ist, so dass das Linsenraster des Sicherheitselements zum Auslesen der enthalte nen Information durch Biegen oder Falten des Datenträgers auf den Deco dierbereich des Decodierelements auflegbar ist.
46. Verfahren zur Echtheitsprüfung eines Sicherheitselements nach we nigstens einem der Ansprüche 1 bis 25, soweit direkt oder indirekt auf An spruch 6 rückbezogen, oder einem nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 39 herstellbaren Sicherheitselement, soweit direkt oder indirekt auf An spruch 28 rückbezogen, bei dem das Linsenraster des Sicherheitselements mit einem Lichtstrahl, insbe sondere einem Laserstrahl beaufschlagt wird, der durch das Linsenraster gebeugte oder gebrochene Lichtstrahl auf gefangen wird, und auf Grundlage von Form, Lage und/oder Orientierung des aufgefan genen Lichtstrahls die Echtheit des Sicherheitselements beurteilt wird.
47. Verfahren nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass das Lin senraster an verschiedenen Stellen mit dem Lichtstrahl beaufschlagt wird, und die Echtheit des Sicherheitselements aufgrund der sich für das Sicher heitselement dabei in charakteristischer Weise ändernden Form, Lage und/oder Orientierung des aufgefangenen Lichtstrahls beurteilt wird.
Description:
Sicherheitselement mit Linsenraster und Verfahren zu seiner Herstellung Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdo- kumente und dergleichen mit einer transparenten oder transluzenten Folie.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Herstellen eines derartigen Sicherheitselements, eine Sicherheitsanordnung, die neben einem solchen Sicherheitselement ein entsprechend angepasstes Decodierelement umfasst, sowie einen Datenträger, der mit einem solchen Sicherheitselement oder ei- ner solchen Sicherheitsanordnung ausgestattet ist. Die Erfindung enthält auch ein Verfahren zur Prüfung der Echtheit des genannten Sicherheitsele- ments.

Zur Erhöhung ihrer Fälschungssicherheit sind Wertdokumente, wie bei- spielsweise Banknoten, Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks, hochwertige Eintrittskarten, aber auch andere fälschungsgefährdete Papiere, wie Pässe oder sonstige Ausweisdokumente, in der Regel mit Sicherheits- elementen ausgestattet, deren Echtheit bzw. Integrität visuell oder maschi- nell überprüft werden kann.

Hologramme oder hologrammähnliche Beugungsstrukturen stellen seit eini- gen Jahren einen wirksamen Fälschungs-und Kopierschutz bei Wertpapie- ren dar. Allerdings sind bereits Hologrammfälschungen aufgetreten und in Umlauf gesetzt worden. Dabei ist es für den Laien oftmals schwer, ein nach- gestelltes von einem echten Hologramm zu unterscheiden.

Es sind auch drucktechnische Anwendungen im Banknotenbereich bekannt, bei denen schwer kopierbare Informationen im Druckdesign verschlüsselt sind. Die Informationen können mit einem speziellen Lentikularlinienraster verifiziert werden, welches zur Prüfung der Banknote vorliegen muss. Mit

hochauflösenden Kopiergeräten kann die verschlüsselte Information jedoch dennoch kopiert werden. Darüber hinaus werden zum Drucken der ver- steckten Information mit gleich bleibend hoher Druckqualität Druckmaschi- nen höchster Auflösung und Qualität benötigt, um eine gute Auslesbarkeit der Information zu gewährleisten.

Die Druckschrift EP 0 219 012 AI beschreibt eine Ausweiskarte mit einer partiellen Linsenrasterstruktur. Durch diese Linsenstruktur werden mit ei- nem Laser unter verschiedenen Winkeln Informationen in die Karte einge- schrieben. Diese Informationen können anschließend auch nur unter diesem Winkel erkannt werden, so dass beim Kippen der Karte die unterschiedli- chen Informationen erscheinen.

Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sicher- heitselement der eingangs genannten Art mit erhöhter Fälschungssicherheit anzugeben. Darüber hinaus soll das Sicherheitselement eine einfache und zuverlässige Echtheitsprüfung gestatten.

Diese Aufgabe wird durch das Sicherheitselement mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Ein Verfahren zu seiner Herstellung, eine Sicher- heitsanordnung, ein Datenträger und ein Prüfverfahren für das Sicherheits- element sind in den nebengeordneten Ansprüchen angegeben. Weiterbil- dungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß der Erfindung weist die transparente oder transluzente Folie eines gattungsgemäßen Sicherheitselements einen Codierungsbereich auf, in dem die optischen Eigenschaften der Folie von den optischen Eigenschaften der

Folie außerhalb des Codierungsbereichs abweichen. Dabei bezeichnet im Rahmen der vorliegenden Beschreibung der Begriff"Transparenz"die volle Durchsichtigkeit eines Materials,"transluzent"bedeutet durchscheinend im Sinn einer gewissen Lichtdurchlässigkeit, wobei jedoch anders als bei trans- parenten Materialien hinter transluzenten Materialien befindliche Objekte diffus oder gar nicht erkennbar sind.

Über die veränderten optischen Eigenschaften des Codierungsbereichs lassen sich Informationen aller Art in die Folie selbst einbringen und unter gewis- sen Betrachtungs-oder Beleuchtungsbedingungen oder mit einem geeigne- ten Auslesegerät sichtbar machen. Insbesondere können die in die Folie selbst eingebrachten Informationen direkt kaum wahrnehmbar sein und erst im Zusammenspiel mit einem geeigneten Decodierelement sichtbar werden.

Darüber hinaus kann die Echtheit des Sicherheitselements bei geeigneter Ausgestaltung der Folie, rasch maschinell überprüft werden, beispielsweise durch die charakteristischen Beugungseigenschaften eines in die Folie einge- brachten Linsenrasters.

Durch die Erfindung wird somit zum einen erreicht, dass auch der Bürger ohne aufwändige Hilfsmittel und objektiver als bisher Banknoten und Wert- papiere auf Echtheit prüfen kann, zum anderen erhalten Banken eine weitere maschinelle Prüfmöglichkeit zur Wertpapierprüfung, so dass sich insgesamt das Sicherheitsniveau von Banknoten und Wertpapieren signifikant erhöhen lässt.

Bevorzugt stellt die Gestalt, insbesondere Form oder Umriss, des Codie- rungsbereichs eine Information, wie ein Muster oder eine Zeichenfolge, dar.

Beispielsweise kann der Codierungsbereich eine Kennziffer, eine Serien- nummer, ein Logo oder ein anderes graphisches Symbol bilden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sicherheitsele- ments ist die Folie mit einer Strukturierung, wie einem geätzten, aufgerau- ten, mattierten oder milchigen Bereich, versehen. Die unterschiedlichen opti- schen Eigenschaften der Folie innerhalb und außerhalb des Codierungsbe- reichs können sich dabei aus dem Vorliegen oder Nichtvorliegen der Struk- turierung oder durch unterschiedliche Strukturierungen in den verschiede- nen Bereichen ergeben.

Konkret kann die Folie beispielsweise innerhalb des Codierungsbereichs aufgeraut sein, während sie außerhalb des Codierungsbereichs glatt und transparent ist. Auch die umgekehrte Gestaltung ist möglich, wobei die Folie im Codierungsbereich glatt und transparent bleibt, während sie außerhalb des Codierungsbereichs aufgeraut ist. Weitere Möglichkeiten bestehen darin, für den Codierungsbereich und die außerhalb liegenden Bereiche verschie- den starke Aufrauungen zu verwenden, oder die Aufrauungen mit unter- schiedlichen Mustern, beispielsweise mit verschiedenen Vorzugsrichtungen, auszuführen. Auch die Verwendung unterschiedlicher Strukturierungsarten (Ätzen, Aufrauen, Mattieren, Milchigmachen etc. ) in den verschiedenen Be- reichen kommt in Betracht.

In einer anderen, gegenwärtig bevorzugten Ausgestaltung des erfindungs- gemäßen Sicherheitselements ist die Folie transparent und mit einem Ober-

flächenrelief in Form eines Linsenrasters versehen, wobei in dem Codie- rungsbereich die optischen Eigenschaften des Linsenrasters von den opti- schen Eigenschaften des Linsenrasters außerhalb des Codierungsbereichs abweichen.

In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung weisen die Rasterele- mente des Linsenrasters eine lang gestreckte Form mit einer longitudinalen Achse auf. Insbesondere können die Rasterelemente durch gerade oder ge- krümmte Zylinderlinsen gebildet sein. Auch andere lang gestreckte Formen, etwa Ellipsensegmente, kommen in Betracht. Wichtig ist bei dieser Ausges- taltung lediglich, dass eine Vorzugsrichtung der Rasterelemente existiert, deren Orientierung zur Echtheitsprüfung herangezogen werden kann.

Um unterschiedliche optische Eigenschaften zu erzielen, sind bevorzugt die Rasterelemente des Linsenrasters im Codierungsbereich gegenüber den au- ßerhalb des Codierungsbereichs liegenden Rasterelementen versetzt ange- ordnet. In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung sind die Rasterele- mente im Codierungsbereich in einer Richtung senkrecht zu ihrer longitudi- nalen Achse um d/4 bis 3d/4, bevorzugt um etwa d/2 gegenüber den außer- halb des Codierungsbereichs liegenden Rasterelementen versetzt angeord- net. Dabei stellt d den typischen Abstand der Rasterelemente senkrecht zur longitudinalen Achse dar.

Vorzugsweise weisen die Rasterelemente einen typischen Abstand d senk- recht zur longitudinalen Achse von 40 pm bis 500 um, besonders bevorzugt von 80 um bis 200 um auf. Bei diesen kleinen Rasterperioden lässt sich die Versetzung des Linsenrasters im Codierungsbereich nur sehr schwer direkt

erkennen. Die Strukturtiefen des Linsenrasters liegen vorteilhaft zwischen 2 um und 30 jn. m, bevorzugt zwischen 5 um und 15 um, besonders bevorzugt bei etwa 10 um.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung enthält das Linsen- raster an verschiedenen Stellen Rasterelemente mit unterschiedlicher Aus- richtung der longitudinalen Achse. Insbesondere kann das Linsenraster als Rasterelemente Zylinderlinsen umfassen, die in der Ebene des Linsenrasters gekrümmt sind. Vorzugsweise setzt sich dabei die Krümmung der einzelnen Elemente entlang der longitudinalen Achsen fort, so dass großräumig ein deutlicher Unterschied in der Ausrichtung der Rasterelemente entsteht.

Das Linsenraster kann als Rasterelemente alternativ oder zusätzlich auch gerade Zylinderlinsen mit unterschiedlich ausgerichteten longitudinalen Achsen umfassen.

Diese Maßnahme bietet unter anderem den Vorteil, dass die ins Wertpapier integrierte transparente Fensterfolie sich von herkömmlichen und ver- gleichsweise leicht erhältlichen Lentikularfolien verifizierbar unterscheidet.

Sie kann auch nicht mit einem semitransparenten Druck auf eine transpa- rente Folie nachgestellt werden, so dass sie eine erhöhte Fälschungssicherheit für den Bürger bietet.

Als weiterer Vorteil ist anzusehen, dass die enthaltene Information nicht mehr (nur) im Wertpapierdruck versteckt ist, wo sie mit hochauflösenden Kopiergeräten für Fälscher zugänglich sein kann, sondern dass sich die In-

formation in der schwer nachzumachenden transparenten Lentikularfolie selbst befindet.

Die geraden oder gekrümmten Zylinderlinsen weisen zweckmäßig eine Breite, also eine Ausdehnung senkrecht zur longitudinalen Achse, von 20 Mm bis 250 um, bevorzugt von 40 um bis 150 um auf. Es versteht sich, dass die Breite der Zylinderlinsen und der oben genannte Abstand der Linsen mit Vorteil aufeinander abgestimmt sind.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die transparente Folie des Sicher- heitselements durch eine Kunststofffolie, insbesondere eine PET-Folie, gebil- det. Auf den Codierungsbereich ist vorzugsweise eine hochbrechende Di- elektrikumsschicht aufgebracht. Um eine Oberflächenabformung des Codie- rungsbereichs zu verhindern, ist dieser mit Vorteil mit einer Schutzlack- schicht versehen.

Die Information des Codierungsbereichs des Sicherheitselements ist mit Vorteil nur unter speziellen Auslesebedingungen erkennbar, und wird daher im Folgenden als versteckte Information bezeichnet. Zusätzlich zu dieser versteckten Information kann in einer Weiterbildung der Erfindung zur weiteren Erhöhung der Fälschungs-und Kopiersicherheit eine unter ge- wöhnlichen Auslesebedingungen erkennbare, beugungsoptische Information auf dem Sicherheitselement vorgesehen sein, welche im Gegensatz zu der versteckten Information nachfolgend als offene Information bezeichnet wird.

Die beugungsoptische Information liegt beispielsweise als ein Hologramm, ein holographisches Gitterbild oder eine andere hologrammähnliche Beu- gungsstruktur vor. Besonders zweckmäßig ist es, wenn sich die offene beu-

gungsoptische Information im Wesentlichen über die gesamte Fläche des Sicherheitselements erstreckt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung liegt die offene beu- gungsoptische Information in einer transparenten Folie vor, die zusammen mit der den Codierungsbereich enthaltenden Folie einen Folienverbund bil- det. Für diese transparente Folie bieten sich vor allem transparente holo- graphische Prägefolien, insbesondere Heißprägefolien oder holographische Laminatfolien, an.

In Verbindung mit der oben beschriebenen, vorteilhaften Ausgestaltung des Sicherheitselements mit einem Linsenraster kann die transparente Folie auf das Linsenraster-Oberflächenrelief aufgebracht, insbesondere über eine Kle- beschicht aufgeklebt sein. Die holographische Folie verhindert dann zum einen eine Abformung des Linsenrasters und stellt zum anderen selbst ein schwer zu fälschendes Sicherheitsmerkmal dar. Insbesondere kann der Fo- lienverbund nicht ohne eine auffällige und auch vom Laien leicht zu erken- nende Zerstörung der offenen beugungsoptischen Information getrennt werden.

Die Klebeschicht weist vorzugsweise einen Brechungsindex auf, der sich vom Brechungsindex des Linsenraster-Oberflächenreliefs um 0,01 oder mehr, bevorzugt um 0,02 oder mehr, unterscheidet.

Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheits- elements der beschriebenen Art, bei dem in eine transparente oder translu- zente Folie ein Codierungsbereich eingebracht wird, in dem die optischen

Eigenschaften der Folie von den optischen Eigenschaften der Folie außerhalb des Codierungsbereichs abweichen.

Die Folie kann dabei mit einer Strukturierung, wie einem geätzten, aufge- räuten, mattierten oder milchigen Bereich, versehen werden. Gegenwärtig ist jedoch ein Verfahren bevorzugt, bei dem in eine transparente Folie ein Ober- flächenrelief in Form eines Linsenrasters eingebracht wird, welches einen Codierungsbereich aufweist, in dem die optischen Eigenschaften des Linsen- rasters von den optischen Eigenschaften des Linsenrasters außerhalb des Codierungsbereichs abweichen.

Das Linsenraster wird dabei vorzugsweise photolithographisch oder elekt- ronenstrahllithographisch in einer Photoresistschicht erstellt und mit einem Folienprägeverfahren in eine prägbare Folie übertragen. Falls das Linsenras- ter in einem mehrschichtigen Datenträger, wie eine aus mehreren Kunststoff- schichten bestehende Karte, insbesondere Ausweis-oder Kreditkarte, einge- bracht wird, kann das Linsenraster auch in der Kaschierplatte vorgesehen sein, mit welcher die Schichten des Datenträgers laminiert werden. Auf diese Weise wird das Linsenraster während des Kaschierprozesses des Datenträ- gers mit übertragen. Vorzugsweise wird die Linsenstruktur so in die trans- parente Folie eingebracht, dass die Scheitelbereiche der Linsen in etwa bün- dig mit der umgebenden Folie abschließen.

Gemäß einer vorteilhaften Verfahrensgestaltung wird das Linsenraster mit- tels UV-Lackauftrag auf eine Mehrzahl von Folien unter gleichzeitiger oder nachfolgender UV-Lichtaushärtung massenproduktionstechnisch abgeformt.

Abschließend kann die Folie mit einer hochbrechenden Dielektrikumsschicht beschichtet und mit einer Schutzlackschicht versehen werden, die eine Ober- flächenabformung des Codierungsbereichs, insbesondere eines Linsenras- ters, verhindert.

Bei allen beschriebenen Verfahren kann in den Codierungsbereich eine nur unter speziellen Auslesebedingungen erkennbare, versteckte Information eingebracht werden. Zusätzlich kann eine unter gewöhnlichen Auslesebe- dingungen erkennbare, offene beugungsoptische Information eingebracht werden.

Die offene beugungsoptische Information kann dazu in eine transparente Folie eingebracht, und ein Folienverbund aus der den Codierungsbereich enthaltenden Folie und der die beugungsoptische Information enthaltenden Folie gebildet werden.

In Verbindung mit den oben geschilderten Sicherheitselementen mit Linsen- raster wird deren Linsenraster-Oberflächenrelief mit besonderem Vorteil mit einer Klebefolie versiegelt, die die offene beugungsoptische Information ent- hält. Die Klebefolie ist dabei zweckmäßig durch eine holographische Präge- folie, insbesondere eine holographische Heißprägefolie, mit einer hochbre- chenden Schicht gebildet. Typischerweise enthält die holographische Präge- folie eine Trägerfolie, die mit Vorteil nach dem Versiegeln des Linsenraster- Oberflächenreliefs abgezogen wird. Alternativ kann die Klebefolie auch heiß oder kalt auf das Linsenraster-Oberflächenrelief laminiert werden.

Die Erfindung umfasst ferner eine Sicherheitsanordnung für Sicherheitspa- piere, Wertdokumente und dergleichen mit einem Sicherheitselement der beschriebenen Art oder einem nach dem beschriebenen Verfahren herstellba- ren Sicherheitselement sowie einem Decodierelement mit einem Decodierbe- reich, der so auf das Linsenraster des Sicherheitselements abgestimmt ist, dass eine in dem Codierungsbereich des Sicherheitselements enthaltene In- formation durch Auflegen des Linsenrasters auf den Decodierbereich aus- lesbar ist.

Der Decodierbereich des Decodierelements umfasst dabei vorzugsweise eine Druckschicht oder eine Beugungsstruktur. Insbesondere enthält der Deco- dierbereich des Decodierelements ein Rastermuster, das dem Linsenraster des Sicherheitselements, allerdings ohne die Abweichungen durch den in- formationstragenden Codierungsbereich, entspricht. Aufgrund der abwei- chenden optischen Eigenschaften des Linsenrasters im Codierungsbereich tritt die darin eingeschriebene Information beim Auflegen auf den ange- passten Decodierbereich deutlich hervor.

Die Erfindung enthält weiter einen Datenträger, insbesondere ein Wertdo- kument, wie eine Banknote, Ausweiskarte oder dergleichen, welcher mit ei- nem Sicherheitselement der beschriebenen Art ausgestattet ist. Das Sicher- heitselement ist dabei in einem transparenten Bereich des Datenträgers an- geordnet. Beispielsweise kann das Sicherheitselement so in ein Substrat ein- gebettet sein, so dass sich die Transparenz des Datenträgers in diesem Be- reich aus der Transparenz des Sicherheitselements selbst ergibt. Das Sicher- heitselement kann auch über einem Loch oder einem Fensterbereich des Da- tenträgers angebracht sein.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Datenträger mit einer Sicher- heitsanordnung der beschriebenen Art ausgestattet. Der Datenträger ist in diesem Fall vorzugsweise flexibel, so dass das Linsenraster des Sicherheits- elements zum Auslesen der enthaltenen Information durch Biegen oder Fal- ten des Datenträgers auf den Decodierbereich des Decodierelements aufleg- bar ist, der sich ebenfalls auf dem Datenträger befindet. Ist der Datenträger starr, kann zum Auslesen des Sicherheitselements der Decodierbereich eines anderen gleichartigen Datenträgers verwendet werden.

Um die Fälschungssicherheit weiter zu erhöhen, kann der Decodierbereich taktil fühlbar ausgestaltet sein. Vorzugsweise wird der Decodierbereich hier- bei im Stichtiefdruckverfahren erzeugt.

Bei einem Verfahren zur Echtheitsprüfung eines Sicherheitselements der be- schriebenen Art wird - das Linsenraster des Sicherheitselements mit einem Lichtstrahl, insbe- sondere einem Laserstrahl, beaufschlagt bzw. durchleuchtet, - der durch das Linsenraster gebeugte oder gebrochene Lichtstrahl auf- gefangen, und - auf Grundlage von Form, Lage, und/oder Orientierung des aufgefan- genen Lichtstrahls die Echtheit des Sicherheitselements beurteilt.

Vorteilhaft wird dabei das Linsenraster an verschiedenen Stellen mit dem Lichtstrahl beaufschlagt, beispielsweise kann der Laserstrahl über das Lin-

senraster geschwenkt werden. Die Echtheit des Sicherheitselements wird dann aufgrund einer sich in für das Sicherheitselement charakteristischer Weise ändernden Form, Lage und/oder Orientierung des aufgefangenen Lichtstrahls beurteilt.

Dieses Verfahren gibt den Banken eine im Vergleich zu herkömmlichen Prüfmethoden zur Echtheitsbestimmung von Hologrammen mittels Kame- radetektion kostengünstige, schnelle und zuverlässige Prüfmethode an die Hand, mit der Fälschungen schnell und zuverlässig erkannt und aussortiert werden können.

Insgesamt nutzt die Erfindung unter anderem die Erkenntnis, dass es mög- lich ist, Linsenraster, die nicht nur aus geraden Zylinderlinsen oder geraden Zylinderlinsenanordnungen bestehen, sondern auch von der Geraden ab- weichende, beispielsweise gekrümmte oder gewinkelte Linsenformen ent- halten, photolithographisch oder elektronenstrahllithographisch herzustellen und durch Prägen oder UV-Casting in Folien zu vervielfältigen. Solche Lin- senraster beugen bzw. brechen einen Laserstrahl, im Gegensatz zu einheit- lich geradlinig aufgebauten Linsensrastern, an verschiedenen Stellen mit unterschiedlicher Orientierung. Diese Eigenschaft kann als detektierbares Sicherheitsmerkmal für den Fälschungsschutz von Wertpapieren genutzt werden.

Die einfache Detektierbarkeit, beispielsweise mittels eines Laserpointers, geht auch dann nicht verloren, wenn Flächen, deren Konturen eine Informa- tion bilden, im Raster aufgebaut sind, und das Raster innerhalb dieser Flä- chen versetzt zum Raster außerhalb dieser Flächen angeordnet ist. Diese, im

Raster verborgene Information kann mit derselben Qualität ausgelesen wer- den, wie bei bekannten Gestaltungen, bei der die verborgene Information im Druckbild verborgen ist und die transparente Linsenrasterfolie lediglich als Decodierfolie fungiert.

Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nach- folgend anhand der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maß- stabs-und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die An- schaulichkeit zu erhöhen.

Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem einge- betteten Sicherheitselement nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. 2 das Sicherheitselement der Fig. l im Detail, Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem einge- betteten Sicherheitselement und einem aufgedruckten Deco- dierelement nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Er- findung, Fig. 4 eine Seitenansicht der Banknote von Fig. 3 so gefaltet, dass das Sicherheitselement auf dem Decodierelement aufliegt,

Fig. 5 eine Aufsicht auf die gefaltete Banknote von Fig. 4, mit der durch das Auflegen lesbar gemachten Information des Sicher- heitselements, Fig. 6 das Sicherheitselement der Figuren 3 und 4 im Detail, Fig. 7 das Decodierelement der Figuren 3 und 4 im Detail, Fig. 8 einen Querschnitt durch das auf dem Decodierbereich von Fig. 7 aufliegende Linsenraster der Fig. 6 im Bereich des Über- gangs in den Codierungsbereich, Fig. 9 ein Sicherheitselement aus einem Folienverbund nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. 10 einen Querschnitt durch das Sicherheitselement der Fig. 9, Fig. 11 ein Sicherheitselement wie in Fig. 6 nach einem anderen Aus- führungsbeispiel der Erfindung, Fig. 12 eine Chipkarte mit einem eingebetteten Sicherheitselement und ein separates Decodierelement nach einem weiteren Ausfüh- rungsbeispiel der Erfindung, und Fig. 13 das Prinzip der Echtheitsprüfung bei einem Sicherheitselement mit einem gekrümmten oder gewinkelten Linsenraster.

Die Erfindung wird nachfolgend zunächst am Beispiel einer Banknote er- läutert. Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Banknote 1, die in einem seitlichen Teilbereich mit einem etwa 1 x 1 cm2 großen Sicherheitsele- ment 2 versehen ist. Das in Fig. 2 genauer dargestellte Sicherheitselement 2 besteht im Ausführungsbeispiel aus einer transparenten PET-Folie einer Di- cke von etwa 100 pLm. In einem Codierungsbereich 3 ist die PET-Folie durch einen Ätzprozess aufgeraut. Die Gestalt, insbesondere Form oder Umriss des Codierungsbereichs 3, stellt eine bestimmte Information, beispielsweise ein Muster oder eine alphanumerische Zeichenfolge, dar. Im Ausführungs- beispiel der Fig. 2 ist der Codierungsbereich 3 zur Illustration lediglich in Form des Buchstabens"A"ausgebildet.

Durch die Aufrauung des Codierungsbereichs 3 weist dieser von der umge- benden, klaren Folie abweichende optische Eigenschaften auf, die es ermög- lichen, den Informationsgehalt des Codierungsbereichs 3 beispielsweise im Durchlicht oder beim Auflegen der Banknote auf eine geeignete Unterlage zu erkennen. Je nach Stärke der Aufrauung ist die PET-Folie im Codierungsbe- reich 3 noch transparent oder-bei stärkerer Aufrauung-bereits transluzent.

Ein komplexeres Ausführungsbeispiel wird nun mit Bezug auf die Figuren 3 bis 8 erläutert. Die Banknote 10 der Fig. 3 ist mit einem etwa 1 x 1 cm2 gro- ßen, transparenten Sicherheitselement 12 und einem zugehörigen aufge- druckten Decodierelement 14 gleicher Größe versehen.

Das Sicherheitselement 12 enthält eine Information, wie eine alphanumeri- sche Zeichenfolge, die bei Betrachtung der Banknote 10 im Auf-oder Durch- licht jedoch kaum oder gar nicht sichtbar ist. Wird die Banknote dagegen

gefaltet, so dass sie im Bereich des Sicherheitselements 12 auf das Decodier- element 14 zu liegen kommt, wie in Figuren 4 und 5 gezeigt, so tritt die ent- haltene Information 16 durch ein nachfolgend genauer beschriebenes Zu- sammenspiel des transparenten Sicherheitselements 12 mit dem Decodier- element 14 für den Betrachter klar und deutlich hervor, wie in Fig. 5 darge- stellt.

Zur näheren Erläuterung des erfindungsgemäßen Prinzips zeigen die Figu- ren 6 und 7 eine Aufsicht auf das Sicherheitselement 12 und das Decodier- element 14. Die beiden Figuren zeigen das Sicherheitselement und das Deco- dierelement in der Orientierung, in der sie in der Fig. 4 übereinander liegen.

Gegenüber der Darstellung der Fig. 3 ist das Sicherheitselement 12 durch die Faltung der Banknote somit seitenverkehrt dargestellt.

Das Sicherheitselement 12 besteht im Ausführungsbeispiel aus einer transpa- renten PET-Folie mit einer Dicke, die zwischen etwa 60 um und 200 um liegt.

In die PET-Folie ist, beispielsweise mit dem weiter unten im Detail beschrie- benen Verfahren, ein Oberflächenrelief in Form eines Linsenrasters 20 einge- bracht.

Die einzelnen Rasterelemente 22 sind dabei durch kurze, gekrümmte Zylin- derlinsen gebildet, die eine Breite von 20 um bis 100 um und einen typischen Abstand d von 80 um bis 200 um aufweisen. Dieser Abstand d wird nachfol- gend auch als Rasterperiode bezeichnet.

Das Linsenraster 20 weist einen speziellen Bereich, den Codierungsbereich 24 auf, in dem die optischen Eigenschaften des Linsenrasters von den optischen

Eigenschaften außerhalb des Codierungsbereichs 24 abweichen. Die verän- derten optischen Eigenschaften im Codierungsbereich 24 werden im Ausfüh- rungsbeispiel dadurch erzeugt, dass die Rasterelemente 25 innerhalb des Codierungsbereichs 24 um eine halbe Rasterperiode, also um d/2, gegenüber ihrer Lage 22 außerhalb des Codierungsbereichs 24 versetzt sind.

Die Gestalt, insbesondere Form oder Umriss, des Codierungsbereichs 24 stellt eine bestimmte Information, beispielsweise ein Muster oder eine alpha- numerische Zeichenfolge dar, im Ausführungsbeispiel den Buchstaben"A".

Bei der gewählten kleinen Rasterperiode ist diese Versetzung in dem Sicher- heitselement bei gewöhnlicher Betrachtung im Durchlicht oder Auflicht kaum oder gar nicht sichtbar.

Um die enthaltene Information auszulesen, wird das Sicherheitselement 12 auf einen angepassten Decodierbereich 26 des Decodierelements 14 gelegt.

Der Decodierbereich 26 enthält in gedruckter Form dieselbe Rasterstruktur 28 wie das Linsenraster 20, allerdings ohne die informationshaltigen Verset- zungen des Codierungsbereichs 24. Durch diese Abstimmung der beiden Rasterstrukturen 28 und 20 tritt die enthaltene Information aufgrund der unterschiedlichen optischen Eigenschaften des Codierungsbereichs 24 und des umliegenden Linienrasters beim Auflegen des Linsenrasters 20 auf den Decodierbereich 26 deutlich zutage.

Fig. 8 zeigt einen Querschnitt durch das auf dem Decodierbereich von Fig. 7 aufliegende Linsenraster der Fig. 6 im Bereich des Übergangs in den Codie- rungsbereich 24 (Detail VIII aus Fig. 4). Der Betrachter sieht bei einem im Register auf den Decodierbereich 26 des Decodierelements 14 aufgelegten

Linsenraster 20 wegen der fokussierenden Wirkung der Zylinderlinsen 22 jeweils nur einen gewissen Ausschnitt des gedruckten Decodierbereichs 26.

In Fig. 8 ist der sichtbare Ausschnitt bei senkrechter Betrachtungsrichtung 34 dargestellt.

Außerhalb des Codierungsbereichs 24 fällt das Linsenraster 20 des Sicher- heitselements 12 mit der Rasterstruktur 28 des Decodierelements 14 zusam- men, so dass der Betrachter in diesem Bereich bei senkrechter Betrachtung die geschwärzten Druckbereiche 30 sieht. Innerhalb des Codierungsbereichs 24 sind die Zylinderlinsen 22 um einen halben Rasterabstand versetzt, so dass der Betrachter dort jeweils auf den weißen Zwischenraum 32 zwischen benachbarten Schwärzungen 30 blickt. Bei dieser Ausrichtung von Sicher- heitselement 12 und Decodierelement 14 erscheint die im Codierungsbereich 24 enthaltende Information somit weiß auf schwarzem Grund, wie in der Fig. 5 gezeigt.

Verschiebt der Betrachter das Sicherheitselement 12 und das Decodierele- ment 14 um einen halben Rasterabstand gegeneinander, so ergibt sich die umgekehrte Situation, in der im Codierungsbereich 24 die geschwärzten Druckbereiche 30, außerhalb dagegen die weißen Zwischenräume 32 sichtbar sind. Es versteht sich, dass der Kontrast oder die Farbwirkung durch Ab- stimmung des gerasterten Decodierbereichs und der Versetzung der Zylin- derlinsen beliebig gestaltet werden kann.

Während die beschriebenen Effekte vollständig nur bei genauer Ausrichtung von Sicherheitselement 12 und Decodierelement 14 auftreten, ist die enthal- tene Information bereits bei annähernd korrekter Lage für den Betrachter

andeutungsweise sichtbar, wobei die gesamte Fläche des Sicherheitselements zusätzlich von einem moireartigen Muster durchzogen ist. Durch leichtes Hin-und Herschieben der übereinander liegenden Banknotenteile lässt sich schnell eine korrekte Lage finden, in der das Moiremuster möglichst voll- ständig verschwindet und die enthaltene Information klar hervortritt. Auch ist eine passergenaue Ausrichtung der beiden Elemente nicht erforderlich, um die Information ausreichend sicher aufnehmen oder entziffern zu kön- nen.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nunmehr mit Bezug auf die Figuren 9 und 10 erläutert. Das dort gezeigte transparente Sicher- heitselement 70 kombiniert zur weiteren Erhöhung der Fälschungs-und Ko- piersicherheit eine versteckte, nichtholographische Information (Bezugszei- chen 82, Buchstabenfolge"OK") mit einer offenen, holographisch diffrakti- ven Information (Bezugszeichen 92, Fünfeckmuster).

Das transparente Sicherheitselement 70 besteht dazu aus einem Folienver- bund 72 aus einer Prägefolie 74 und einer holographischen Heißlaminatfolie 76 (Fig. 10). In die Prägefolie 74 ist ein Linsenraster 80 eingeprägt, das Strukturtiefen von etwa 10 um und Linsenabstände von etwa 0,15 mm auf- weist.

Die versteckte Information, im Ausführungsbeispiel die Buchstabenfolge "OK", ist, wie in den oben beschriebenen Beispielen, über die abweichenden optischen Eigenschaften des Linsenrasters 80 innerhalb eines Codierungsbe- reichs 82 in dem Sicherheitselement gespeichert. Im gezeigten Beispiel be- steht das Linsenraster 80 aus parallelen geraden Zylinderlinsen, deren Lage

innerhalb des Codierungsbereichs 82 um eine halbe Rasterperiode versetzt ist. Mithilfe eines Decodierelementes, beispielsweise eines Linienmusters derselben Rasterperiode, das in einem anderen Bereich einer Banknote auf- gedruckt ist, oder das als separates Decodierelement vorliegt, lässt sich die versteckte Information wieder auslesen. Ohne ein solches Hilfsmittel ist die versteckte Information aufgrund der kleinen Rasterperiode jedoch praktisch nicht erkennbar.

Auf die Prägefolie 74 ist eine holographische Heißlaminatfolie 76 appliziert, die neben einer Trägerfolie 84 eine geprägte Schicht 86 mit einer hochbre- chenden Beschichtung 88 aufweist. Die geprägte Schicht und die hochbre- chende Beschichtung sind mit Beugungsstrukturen 90 versehen, die bei Be- leuchtung des Sicherheitselements 70 eine ohne weitere Hilfsmittel sichtbare, offene, holographische Information 92 rekonstruieren. Die holographische Information stellt ein zusätzliches, schwer zu fälschendes und nicht kopier- bares Sicherheitsmerkmal des Folienverbunds 72 dar.

Um die Linsenreliefoberfläche der Prägefolie 74 zu versiegeln, wird die hochbrechende Beschichtung 88 der Heißlaminatfolie 76 vor dem Aufbrin- gen mit einer Heißkleberschicht 94 versehen und dann auf die Prägefolie 74 heißappliziert. Die Oberfläche des Linsenrasters 80 ist so untrennbar mit der Hologrammfolie verbunden und gegenüber Abformungen geschützt, da der Folienverbund 72 nicht zerlegt werden kann, ohne die holographische In- formation 92 zu zerstören.

Bei geeignetem Design wird die Auslesbarkeit der versteckten Information 82 nicht beeinträchtigt, lediglich der optimale Ausleseabstand zwischen dem

Folienverbund und dem Decodierelement vergrößert sich. Bei Verwendung holographischer Heißlaminatfolie 76 kann die Dicke der Heißkleberschicht 94 größer als 10 um sein. Der Ausleseabstand vergrößert sich bei einer sol- chen Ausgestaltung typischerweise von etwa 0 bis 2 mm (bei unversiegeltem Linsenraster) auf etwa 5 bis 10 mm.

Anstelle einer Heißlaminatfolie kann die offene holographische Information auch in eine transparente holographische Heißprägefolie eingebracht wer- den. Die Heißprägefolie wird mit einem Heißkleber beschichtet, auf die Prä- gefolie 74 heißappliziert, und die PET-Trägerfolie der Heißprägefolie in übli- cher Weise abgezogen. Die auf dem Linsenoberflächenrelief verbleibende Schicht ist dann nur wenige Mikrometer dick. Der Ausleseabstand beträgt bei dieser Variante nach der Versiegelung typischerweise etwa 3 bis 6 mm.

Der Kleber der Heißlaminatfolie bzw. der Heißprägefolie hat einem vom Linsenoberflächenrelief abweichenden Brechungsindex, mit einem Bre- chungsindexunterschied mehr als 0,01. Beispielsweise kann der Unterschied An= 0,03 betragen.

Fig. 11 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Si- cherheitselements 40 mit einem Linsenraster 42, das aus einer Vielzahl ge- radliniger und zueinander jeweils unter einem Winkel von 90° angeordneter Zylinderlinsen 44 besteht. Das Linsenraster 42 weist einen Codierungsbe- reich 46 auf, der zur Illustration wieder in Form des Buchstabens"A"ausge- bildet ist. In dem Codierungsbereich 46 sind die Zylinderlinsen 48 jeweils um eine halbe Rasterperiode gegenüber der Anordnung außerhalb des Codie- rungsbereichs 46 versetzt.

Beim Auflegen des Linsenrasters 42 auf einen nicht gezeigten Decodierbe- reich, der dieselbe Rasterstruktur wie das Linsenraster 42, jedoch ohne die Versetzung im Codierungsbereich 46, aufweist, tritt die in dem Linsenraster enthaltene Information, im Ausführungsbeispiel also der Buchstabe"A", für einen Betrachter deutlich sichtbar hervor.

Fig. 12 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, bei dem das Decodierelement nicht Teil des das Sicherheitselement tragenden Datenträgers ist. Eine Chip- karte 50 enthält in einem transparenten Teilbereich ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement 52, beispielsweise das Sicherheitselement 40 der Fig. 7.

Das Sicherheitselement 52 weist im Ausführungsbeispiel ein kartentypspezi- fisches Linsenraster auf, das beispielsweise für einen bestimmten Kartenaus- steller charakteristisch ist.

Das dem Sicherheitselement 52 zugehörige und auf das spezifische Linsen- raster abgestimmte Decodierelement 54 ist in diesem Fall nicht Teil des Da- tenträgers 50 selbst, sondern liegt als separates Element den Auslesestellen, beispielsweise Banken, vor. Die in dem Sicherheitselement 52 enthaltene In- formation kann dort durch Auflegen der Chipkarte 50 auf den Decodierbe- reich 56 des Decodierelements 54 gelesen werden.

Es versteht sich, dass auch bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 11 und 12 das Linsenraster mit einer holographischen Folie versiegelt werden kann, die eine zusätzliche offene, beugungsoptische Information enthält.

Die Echtheit der beschriebenen Sicherheitselemente mit gekrümmten oder gewinkelten Linsenrastern kann neben dem Auflegen auf einen angepassten

Decodierbereich noch auf andere Weise überprüft werden, die sich beson- ders für eine rasche maschinelle Prüfung eignet. Diese zweite Prüfmethode, die mit Bezug auf Fig. 13 näher erläutert wird, stützt sich auf die Tatsache, dass die Zylinderlinsen der"nicht geraden", also gekrümmten oder gewin- kelten Linsenraster an verschiedenen Stellen eine unterschiedliche Ausrich- tung aufweisen.

Wird der punktförmige Laserstrahl eines herkömmlichen Laserpointers 60 auf ein derartiges transparentes Linsenraster 62 einer Banknote 64 gerichtet und hinter dem Raster auf einem Schirm 66 aufgefangen, so zeigt sich auf- grund der Lentikularwirkung der Zylinderlinsen ein zu einem schmalen La- serstrich 68 aufgeweiteter Laserstrahl, siehe Fig. 13 (a). Da die Orientierung der Zylinderachsen über die Fläche des Linsenrasters 62 variiert, ändert sich auch die Orientierung des Laserstrichs 68 beim Schwenken des Laserstrahls über das Linsenraster entsprechend, siehe Fig. 13 (b).

Die Änderung der Orientierung des Laserstrichs 68 beim Schwenken über das Linsenraster 62 kann somit als Echtheitskennzeichen für das Sicherheits- element verwendet werden. Bleibt die Orientierung des Laserstrichs 68 beim Schwenken gleich, kann auf eine Nachstellung des Sicherheitselements durch eine Linsenrasterfolie mit ausschließlich parallelen Zylinderlinsen ge- schlossen werden. Das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer derartigen Ori- entierungsänderung kann bei der Banknotenprüfung maschinell mit hoher Geschwindigkeit geprüft werden. Dazu werden die Linsenraster mit einem Laserstrahl durchleuchtet und der aufgeweitete Laserstrich mit Photodioden erfasst. Die Lageänderung des Laserstrichs beim Schwenken des Laserstrahls

über das Sicherheitselement kann so einfach gemessen und ausgewertet werden.

Die Herstellung eines oben beschriebenen Sicherheitselements 12 kann bei- spielsweise wie folgt durchgeführt werden : Zunächst wird eine 1 um bis 50 um dicke Photoresistschicht mit photolithographischer Maskentechnik oder mittels Elektronenstrahllithographie mit einem Linien-oder Punktraster aus einer Vielzahl gekrümmter Linien belichtet. Der Linienabstand bewegt sich dabei zwischen 40 p. m. und 500 u-m, vorzugsweise zwischen 80 Mm und 200 pm. Die Linienbreite wird vorteilhaft darauf abgestimmt zwischen 20 pm und 100 um gewählt, wobei die Beleuchtungsintensität in einer Richtung senkrecht zu der Erstreckung der Linien sinusförmig variiert, um die Linien mit ihren Zwischenräumen in die Resistschicht einzuschreiben. Wie oben beschrieben, sind die Linien dabei innerhalb des Codierungsbereichs 24 um einen gewissen Wert, vorzugsweise um den halben Linienabstand d, ver- schoben.

Nach der Belichtung und entsprechender Entwicklung erhält man ein Lin- senoberflächenraster in der Resistschicht. Anschließend wird die Photore- sistschicht versilbert und galvanisch abgeformt. Die galvanisch abgeformte Matrize kann dann als Prägematrize zum Prägen unter erhöhtem Druck und bei Temperaturen von 150 bis 200 °C in thermoplastbeschichtete, transpa- rente PET-Folien verwendet werden. Alternativ kann sie mittels eines UV- Castingprozesses auf transparente PET-Folien abgeformt werden.

Die transparente, das Oberflächenraster tragende Folie kann mit einem hochbrechenden Dielektrikum versehen werden und zusätzlich mit einem

Schutzlack überzogen werden, um die Möglichkeit einer Oberflächenabfor- mung durch Fälscher auszuschließen. Alternativ kann die Folie, wie oben beschrieben, mit einer holographischen Laminatfolie oder einer holographi- schen Prägefolie versiegelt werden.

Bei der Verwendung in Banknoten wird die Folie dann beispielsweise wäh- rend des Papierherstellungsprozesses in das Banknotenpapier integriert. In diesem Fall ist die Folie vorzugsweise als Sicherheitsfaden mit einer Breite von wenigstens 1 mm, vorzugsweise 3 bis 5 mm, ausgeführt, der während des Blattbildungsprozesses als so genannter"Fenstersicherheitsfaden"in die Papierbahn eingebettet wird. Der Faden liegt hierbei in bestimmten Abstän- den, den so genannten"Fenstern", offen an der Papieroberfläche. Diese Pa- pierbahn kann auf der den Fenstern gegenüberliegenden Oberfläche mit ei- ner oder mehreren weiteren Papierbahnen abgedeckt sein. Vorzugsweise ist der Faden im Fensterbereich auf beiden Seiten des Papiers frei zugänglich.

Alternativ wird die Banknote mit einer Öffnung versehen. Diese Öffnung kann papiertechnisch während der Herstellung der Papierbahn erzeugt wer- den. Alternativ wird die Öffnung nachträglich in das Banknotensubstrat 18 gestanzt. Im Bereich dieser Öffnung wird das erfindungsgemäße Sicherheits- element angeordnet, indem beispielsweise die Folie im Randbereich der Öff- nung durch Kleben befestigt wird. Für den Fall, dass die Banknote aus einem Kunststoffsubstrat besteht, kann ein transparenter unbedruckter Bereich vorgesehen werden, in den das Linsenraster eingeprägt oder in dem das fer- tige Sicherheitselement als separates Element angeordnet wird.

Die Banknote wird in gewohnter Weise bedruckt, wobei in einem vorgege- benen Banknotenbereich der zugehörige Decodierungsbereich 26 aufge- druckt wird. Durch geeignetes Falten der Banknote kommen das Linsenras- ter und der Decodierbereich dann in der oben beschriebenen Weise zu De- ckung, so dass die enthaltene Information gelesen werden kann.