Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SECURITY ELEMENT COMPRISING A MAGNETIC FLUID
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/139427
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a security element (30) that provides a visual impression which can be modified using an external magnetic field. The security element (30) contains a plurality of core-shell particles (40). According to the invention, the core of the core-shell particles (40) contains a magnetic fluid (44) and a non-magnetic phase (46) which is movably arranged within the magnetic fluid (44) and can be visually distinguished from the magnetic fluid (44).

Inventors:
BORNSCHLEGL, Alexander (Quiddestraße 8, München, 81735, DE)
MENGEL, Christoph (Haidstrasse 7a, Holzkirchen, 83607, DE)
Application Number:
EP2010/003257
Publication Date:
December 09, 2010
Filing Date:
May 28, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
GIESECKE & DEVRIENT GMBH (Prinzregentenstr. 159, München, 81677, DE)
BORNSCHLEGL, Alexander (Quiddestraße 8, München, 81735, DE)
MENGEL, Christoph (Haidstrasse 7a, Holzkirchen, 83607, DE)
International Classes:
B42D15/00; G02B26/02; G07D7/04
Domestic Patent References:
2003-10-30
2008-05-15
Foreign References:
US20090039644A12009-02-12
EP0580891A11994-02-02
DE69833653T22006-08-10
Attorney, Agent or Firm:
ZEUNER, Stefan (Zeuner & Summerer, Nussbaumstr. 8, München, 80336, DE)
Download PDF:
Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Sicherheitselement mit einem durch ein externes Magnetfeld veränderbaren visuellen Eindruck, das eine Vielzahl von Kern-Hülle-Teilchen ent- hält, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern der Kern-Hülle-Teilchen ein magnetisches Fluid und eine visuell von dem magnetischen Fluid unterscheidbare, nicht-magnetische Phase enthält, die innerhalb des magnetischen Fluids beweglich angeordnet ist.

2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetischen Fluid und die nicht-magnetische Phase unterschiedliche Farben aufweisen.

3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung des visuellen Eindrucks des Sicherheitselements durch das externe Magnetfeld reversibel ist.

4. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetische Fluid bei Zimmertemperatur flüssig ist.

5. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetische Fluid ein Ferrofluid ist.

6. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetische Fluid eine bei Zimmertemperatur flüssige, magnetische ionische Flüssigkeit ist.

7. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetische Fluid ein magnetorheologi- sches Fluid ist.

8. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht-magnetische Phase bei Zimmertemperatur flüssig und mit dem magnetischen Fluid nicht mischbar ist.

9. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, da- durch gekennzeichnet, dass die nicht-magnetische Phase bei Zimmertemperatur fest ist, und bevorzugt auf Basis von Aluminium, Kupfer, Titandioxid, Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyetheretherketon (PEEK), Glas, Keramik oder Silicaten oder Effektpigmenten, wie Flüssigkristall-, Perlglanz- oder Iriodinpigmenten, ausgebildet ist.

10. Sicherheitselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der festen, nicht-magnetischen Phase modifiziert ist und insbesondere ein farbiges oder ein optisch variables Erscheinungsbild aufweist.

11. Sicherheitselement nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die feste, nicht-magnetische Phase in Form eines oder mehrerer Schwimmkörper vorliegt, die insbesondere sphärisch, elliptisch oder linsenförmig ausgebildet sind.

12. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern zusätzlich zu dem magnetischen Fluid und der nicht-magnetischen Phase magnetische Teilchen enthält, deren visuelles Erscheinungsbild sich von dem magnetischen Fluid und der nichtmagnetischen Phase unterscheidet.

13. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern weitere magnetischen Fluide und/ oder nicht-magnetische Phasen enthält, deren magnetische Eigenschaften und/ oder deren visuelles Erscheinungsbild sich von dem ersten magne- tischen Fluid und der ersten nicht-magnetischen Phase unterscheidet.

14. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle des Kern-Hülle-Teilchens im sichtbaren Spektralbereich transparent ist.

15. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kern-Hülle-Teilchen in einer auf einen Träger aufgebrachten Merkmalsschicht vorliegen.

16. Sicherheitselement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement eine informationstragende Untergrundschicht enthält, über der die Merkmalsschicht mit den Kern-Hülle-Teilchen aufgebracht ist.

17. Sicherheitselement nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Untergrundschicht eine räumlich variierende, visuell erkennbare Information enthält und/ oder räumlich variierende magnetische Eigenschaften aufweist.

18. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements, bei dem

Kern-Hülle-Teilchen hergestellt werden, deren Kern ein magnetisches Fluid und eine visuell von dem magnetischen Fluid unterscheidbare, nicht-magnetische Phase enthält, die innerhalb des magnetischen Fluids beweglich angeordnet ist, und

eine Vielzahl derartiger Kern-Hülle-Teilchen in dem Sicherheitsele- ment angeordnet werden, um dem Sicherheitselement einen durch ein externes Magnetfeld veränderbaren visuellen Eindruck zu verleihen.

19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kern-Hülle-Teilchen in ein Bindmittel eingebracht und auf einen Träger ver- druckt werden.

20. Sicherheitsanordnung zur Absicherung von Sicherheitspapieren, Wertdokumenten, Datenträgern und dergleichen mit einem Sicherheitsele¬ ment nach einem der Ansprüche 1 bis 17 und mit einem Verifikationsele- ment mit einem magnetischen Motivbereich, in dem magnetisches Material in Form von Mustern, Linien, Zeichen oder einer Codierung vorliegt.

21. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Motivbereich im Wesentlichen senkrecht zur Ebene des Verifikationselements magnetisiert ist.

22. Datenträger mit einem Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 17 oder einer Sicherheitsanordnung nach einem der Ansprüche 20 bis 21.

23. Datenträger nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement und das Verifikationselement geometrisch so auf dem Datenträger angeordnet sind, dass das Sicherheitselement durch Biegen oder Falten des Datenträgers über das Verifikationselement bringbar ist.

24. Datenträger nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement in oder über einem Fensterbereich oder einer durchgehenden Öffnung des Datenträgers angeordnet ist.

25. Datenträger nach wenigstens einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger eine Banknote oder ein anderes Wertdokument, ein Pass, eine Urkunde oder eine Ausweiskarte ist.

26. Verifikationseinrichtung zur Echtheitsprüfung eines Sicherheitsele- ments nach einem der Ansprüche 1 bis 17, mit einem magnetischen Motivbereich, in dem magnetisches Material in Form von Mustern, Linien, Zeichen oder einer Codierung vorliegt, und der im Wesentlichen senkrecht zur Ebene des Motivbereichs magnetisiert ist, um durch das Magnetfeld des magnetischen Motivbereichs den visuellen Eindruck des Sicherheitselements zu ver- ändern.

Description:
SICHERHEITSELEMENT MIT EINEM MAGNETISCHEN FLUID

Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement mit einem durch ein externes Magnetfeld veränderbaren visuellen Eindruck. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements, eine Sicherheitsanordnung mit einem solchen Sicherheitselement, einen entsprechend ausgestatteten Datenträger und eine Verifikationseinrichtung für ein solches Sicherheitselement.

Datenträger, wie Wert- oder Ausweisdokumente, aber auch andere Wertgegenstände, wie etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen, die eine Überprüfung der Echtheit des Datenträgers gestatten und die zugleich als Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Die Sicherheitselemente können beispielsweise in Form eines in eine Banknote eingebetteten Sicherheitsfadens, einer Abdeckfolie für eine Banknote mit Loch, eines aufgebrachten Sicherheitsstreifens, eines selbsttragenden Transferelements oder auch in Form eines direkt auf ein Wertdokument aufgedruckten Merkmalsbereichs ausgebildet sein.

Sicherheitselemente mit einem veränderbaren visuellen Eindruck, der von einem Benutzer interaktiv beeinflusst werden kann, weisen dabei eine besonders hohe Fälschungssicherheit auf, da interaktiv auslösbare optische Effekte mit Kopiergeräten nicht reproduziert werden können.

Aus der Druckschrift WO 03/ 089250 A2 ist ein Sicherheitselement bekannt, das zumindest teilweise aus einem Material besteht, das durch ein elektrisches oder magnetisches Feld optisch veränderbar ist. Das optisch veränderbare Material umfasst dazu vorzugsweise eine Vielzahl von Teilchen, die mittels des elektrischen oder magnetischen Felds in ihrer Lage oder Ausrich- tung veränderbar sind. Die Herstellung des optisch veränderbaren Materials, bei der die Teilchen in Mikrokapseln eingeschlossen werden und die Mikro-

BESTÄTIGUNG8KOPIE kapseln mittels eines Quellungsmittels in einen aufgequollenen Zustand gebracht werden, ist allerdings verhältnismäßig aufwendig.

Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sicher- heitselement der eingangs genannten Art weiter zu verbessern und insbesondere ein einfach und kostengünstig herstellbares Sicherheitselement mit einem attraktiven Erscheinungsbild und hoher Fälschungssicherheit zu schaffen, dessen visuelles Erscheinungsbild zudem bei der Echtheitsprüfung interaktiv beeinflusst werden kann.

Diese Aufgabe wird durch das Sicherheitselement mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements, eine Sicherheitsanordnung mit einem solchen Sicherheitselement, ein entsprechend ausgestatteter Datenträger und eine Verifikati- onseinrichtung für ein solches Sicherheitselement sind in den nebengeordneten Ansprüchen angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Gemäß der Erfindung enthält ein gattungsgemäßes Sicherheitselement eine Vielzahl von Kern-Hülle-Teilchen, wobei der Kern der Kern-Hülle-Teilchen ein magnetisches Fluid und eine visuell von dem magnetischen Fluid unterscheidbare, nicht-magnetische Phase enthält, die innerhalb des magnetischen Fluids beweglich angeordnet ist. Durch diese Maßnahmen wird ein interaktives Humanmerkmal geschaffen, das durch externe magnetische Felder ve- rif iziert werden kann, wie nachfolgend genauer erläutert.

Die Kern-Hülle-Teilchen bilden dabei Mikrokapseln, die wie Pigmente in eine Druckfarbe eingebracht und mit den im Sicherheitsdruckbereich üblichen Druckverfahren, insbesondere im Siebdruck oder Stichtiefdruck, ver- druckt werden können. Die weite Verbreitung von Geräten, die für die Auslösung des Echtheitsmerkmals ausreichend starke Magnete enthalten, wie etwa Mobiltelefone, Kopfhörer oder Warensicherungssysteme am Point of SaIe, stellt sicher, dass auch im normalen Bargeldverkehr eine einfache Veri- fikation des Sicherheitselements möglich ist.

In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen das magnetische Fluid und die nicht-magnetische Phase unterschiedliche Farben auf. Dies schließt auch die Möglichkeit ein, dass eine der beiden Komponenten, typischerweise die nicht-magnetische Phase, transparent ist. Da die nicht-magnetische Phase innerhalb des magnetischen Fluids beweglich angeordnet ist, kann ihre relative Lage durch das externe Magnetfeld verändert und aufgrund der unterschiedlichen Farben daher eine Änderung des visuellen Erscheinungsbilds des Sicherheitselements erreicht werden.

Mit Vorteil ist die Änderung des visuellen Eindrucks des Sicherheitselements durch das externe Magnetfeld reversibel, so dass sich nach Entfernen des externen Magnetfelds wieder der ursprüngliche visuelle Eindruck einstellt. Es sind allerdings grundsätzlich auch Gestaltungen möglich, bei denen durch das externe Magnetfeld eine dauerhafte Änderung des visuellen Erscheinungsbilds erzeugt wird, die auch nach dem Entfernen des externen Magnetfelds zunächst erhalten bleibt, und die nur durch einen weiteren Stimulus, beispielsweise eine Temperaturerhöhung oder ein magnetisches Löschsignal wieder gelöscht werden kann.

Das magnetische Fluid kann flüssig oder gasförmig sein, wobei gegenwärtig wegen der einfacheren Verkapselung Fluide bevorzugt werden, die bei Zimmertemperatur (T w 300 K) flüssig sind. In einer vorteilhaften Erfindungsvariante ist das magnetische Fluid ein Fer- rofluid. Ferrofluide sind stabile Suspensionen von oberflächenmodif zierten magnetischen Nanopartikeln, die einen Durchmesser der Größenordnung von 10 nm aufweisen. Die Oberflächenrnodifikation wird meist mit Deter- gentien durchgeführt, so dass die Nanopartikel in einer wässrigen oder organischen Trägerflüssigkeit eine zeitlich stabile Suspension ohne Agglomeration bilden. Die Nanopartikel können insbesondere aus Eisen, Cobalt oder Magnetit (Fe3θ4) bestehen.

Die typische Dichte von Ferrofluiden liegt bei etwa 0,9 g/cm 3 bis 1,2 g/cm 3 . Durch ein externes Magnetfeld werden magnetische Kräfte zwischen den Nanopartikeln des Ferrofluids induziert, so dass es zu einer Erhöhung der Viskosität kommt. Auch verhält sich das Ferrofluid im Magnetfeld so, als ob es eine wesentlich höhere Dichte hätte, ein Effekt, der als Erhöhung der vir- tuellen Dichte bezeichnet wird. Auf diese Weise können auch nichtmagnetische Phasen, die eine deutlich höhere Dichte als das Ferrofluid haben, bei angelegtem externem Magnetfeld auf dem Ferrofluid schwimmen, während sie ohne externes Magnetfeld versinken. Dieser Effekt wird auch im Rahmen der Erfindung zur Änderung der relativen Lage der nicht- magnetischen Phase genutzt.

Bei einer weiteren vorteilhaften Erfindungsvariante ist das magnetische Fluid eine bei Zimmertemperatur flüssige, magnetische ionische Flüssigkeit, nachfolgend auch kurz als RTMIL (Room Temperature Magnetic Ionic Li- quid) bezeichnet. Bei ionischen Flüssigkeiten handelt es sich um Salze mit niedrigem Schmelzpunkt, der auch unterhalb der Zimmertemperatur liegen kann. Im Gegensatz zu Ferrofluiden, die meist eine schwarze oder braune Eigenfarbe aufweisen, sind die erfindungsgemäß eingesetzten RTMILs mit Vorteil transparent oder weisen eine von braun und schwarz verschiedene Eigenfarbe auf oder sind in einer gewünschten Farbe eingefärbt. Darüber hinaus weisen RTMILs aufgrund des ionischen Aufbaus einen sehr geringen Dampfdruck auf. Ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften können in weitem Bereich nach Wunsch eingestellt werden.

Mit besonderem Vorteil werden RTMILs eingesetzt, die zusätzlich zu ihren magnetischen Eigenschaften Lumineszenz zeigen, um so auf einfache Weise ein weiteres Echtheitsmerkmal in das Sicherheitselement zu integrieren.

Die eingesetzten RTMILs weisen vorzugsweise eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften auf: sie sind transparent oder farbig, sie haben ein hohes magnetisches Moment, sind stabil gegen Wasser, sind nicht mit Wasser mischbar und sind physiologisch unbedenklich.

Beispiele für die im Rahmen der Erfindung einsetzbaren RTMILs sind: bmimpFeCU] (l-butyl-3-methy-imidazolium tetrachloroferrat), [PR 4 ][FeCb] mit dem Trihexyl(tetradecyl)phosphonium-Kation [PR4] + , [PR 4 Ia[CoCU], [PR 4 I 2 [MnCl 4 ], [PR 4 J 3 [GdCl 6 ], [C 6 IrUm] 5 [Dy(SCN) 8 ] mit dem l-hexyl-3- methyl-imidazolium-Kation [C 6 mim]), [C 6 mim] 4 [Dy(SCN)7(H2θ)] und [C 6 HUm] 3 [Dy(SCN) 6 (H 2 O) 2 ].

Die drei letztgenannten Verbindungen weisen neben ihren magnetischen Eigenschaften eine starke Lumineszenz im gelben Spektralbereich auf, die auf eine charakteristische Emission des Dysprosium (IΙI)-Ions zurückgeht.

Nach einer weiteren, vorteilhaften Erfindungsvariante ist das magnetische Fluid ein magnetor Ideologisches Fluid. Magnetorheologische Flüssigkeiten sind Suspensionen von kleinen magnetisch polarisierbaren Teilchen, beispielsweise von Carbonyleisenpulver, die in einer Trägerflüssigkeit fein ver- teilt sind. Verglichen mit Ferrofluiden sind die Teilchen bei magnetorheolo- gischen Flüssigkeiten um etwa ein bis drei Zehnerpotenzen größer und weisen typischerweise einen Durchmesser von etwa 1 μm bis 10 μm auf. Als Trägerflüssigkeiten werden meist Mineralöl und synthetische Öle, Glykol und Wasser eingesetzt. Magnetorheologische Flüssigkeiten weisen typischerweise eine dunkelgraue Färbung auf. Ihre Dichte ist höher als die von Ferrofluiden und liegt in der Regel zwischen etwa 2 g/cm 3 und etwa 4 g/cm 3 .

Die nicht-magnetische Phase der Kern-Hülle-Teilchen kann fest, flüssig oder gasförmig sein, wobei sich ihre Dichte in allen Fällen mit Vorteil von der Dichte des magnetischen Fluids unterscheidet.

Im Fall einer gasförmigen nicht-magnetischen Phase ist diese vorzugsweise durch Luft oder Stickstoff gebildet.

In einer weiteren vorteilhaften Variante ist die nicht-magnetische Phase bei Zimmertemperatur flüssig und ist mit dem magnetischen Fluid nicht mischbar. Als geeignete flüssige nicht-magnetische Phasen kommen beispielsweise hochsiedende Kohlenwasserstoffe oder synthetische Ester mit hohem Siedepunkt, Siliconöle oder fluorierte Siliconöle in Betracht.

Denkbar ist ferner eine Variante, bei der die nicht-magnetische Phase bei Zimmertemperatur flüssig und von dem magnetischen Fluid durch eine fle- xible Membran getrennt ist. Unabhängig davon, ob die bei Raumtemperatur flüssige nicht-magnetische Phase mit dem magnetischen Fluid mischbar ist oder nicht, kann diese Variante mit Vorteil dadurch realisiert werden, dass die nicht-magnetische Phase und/ oder das magnetische Fluid in einer dünnen flexiblen Membran eingeschlossen und so voneinander getrennt sind. Dabei kann die flexible Membran z.B. durch eine (chemische) Oberflächenmodifikation der nicht-magnetischen Phase bzw. des magnetischen Fluids erzeugt werden.

Nach einer weiteren, ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante ist die nichtmagnetische Phase bei Zimmertemperatur fest. Die nicht-magnetische Phase kann beispielsweise auf Basis von Aluminium, Kupfer, Titandioxid, Polytet- rafluorethylen (PTFE), Polyetheretherketon (PEEK), Glas, Keramik oder SiIi- caten aufgebaut sein. Denkbar ist ferner eine nicht-magnetische Phase auf Basis von Effektpigmenten, insbesondere Flüssigkristall-, Perlglanz- oder Interferenzpigmenten, welche ganz besonders bevorzugt transluzent ausgebildet sind. Bei festen nicht-magnetischen Phasen bietet es sich an, die Oberfläche zu modifizieren, um der Phase gewünschte Eigenschaften, wie etwa ein farbiges oder ein optisch variables Erscheinungsbild oder eine polarisie- rende Reflexion, zu verleihen.

Die festen nicht-magnetischen Phasen müssen nicht homogen sein, können also weitere Partikel enthalten. Die Oberfläche der festen nicht-magnetischen

Phasen ist vorzugsweise nur schlecht durch das magnetische Fluid benetz- bar. Auch diese Eigenschaft kann durch eine Oberflächenmodifikation erzeugt oder verstärkt werden.

In bevorzugten Ausgestaltungen liegt die feste nicht-magnetische Phase in Form eines oder mehrerer Schwimmkörper vor, die vorzugsweise sphärisch, elliptisch oder linsenförmig ausgebildet sind. Die Schwimmkörper können aus mehreren Schichten bestehen und auch Löcher oder Bohrungen aufweisen und hohl oder schwammartig ausgebildet sein. In den Kern-Hülle-Teilchen können auch mehrere verschiedene Arten von Schwimmkörpern vorgesehen sein, die sich in Farbe, Dichte, Material und/ oder Größe unterscheiden. Auf diese Weise können mehrstufige Effekte erzeugt werden, bei denen beispielsweise je nach Stärke des Magnetfelds andere Schwimmkörper den visuellen Eindruck des Sicherheitselements dominieren, oder bei denen mit zunehmender Magnetfeldstärke eine zunehmende Anzahl von Schwimmkörpern nach oben getrieben werden und damit eine stärkere Färbung hervorrufen.

Die feste nicht-magnetische Phase kann auch aus einer flexiblen Substanz bestehen und beispielsweise gel- oder gallertartig sein. Die nicht-magnetische Phase kann sich in diesem Fall flexibel an die Innenseite der Hülle anlegen und so für ein besonders gleichmäßiges optisches Erscheinungsbild sorgen.

In einer Weiterbildung kann der Kern der Kern-Hülle-Teilchen zusätzlich zu dem magnetischen Fluid und der nicht-magnetischen Phase magnetische Teilchen enthalten, deren visuelles Erscheinungsbild sich von dem magnetischen Fluid und der nicht-magnetischen Phase unterscheidet.

Derartige magnetische Teilchen haben vorzugsweise eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften: sie sind, beispielsweise erzeugt durch eine modifizierte Oberfläche, schlecht von dem magnetischen Fluid benetzbar, sie weisen einen mehrschichtigen Aufbau auf, sie weisen eine farbige Oberfläche auf, sie sind sphärisch, elliptisch oder linsenförmig ausgebildet, sie weisen eine Größe zwischen etwa 0,2 μm und 10 μm auf und sie sind auf Basis von Eisen, Nickel, Weichferriten, Magnetit oder einem magnetischen Oxid gebildet. In zweckmäßigen Weiterbildungen enthält der Kern der Kern-Hülle-Teilchen weitere magnetischen Fluide und/ oder nicht-magnetische Phasen, deren magnetische Eigenschaften und/ oder deren visuelles Erscheinungsbild sich von dem ersten magnetischen Fluid und der ersten nicht-magnetischen Phase unterscheiden. Dadurch können beispielsweise zwei Fluide mit unterschiedlich stark ausgeprägten magnetischen Eigenschaften eingesetzt werden, oder eine Kombination aus einer magnetischen Flüssigkeit, einem magnetischen Festkörper und einer nicht-magnetischen Phase. Die Kombination mehrer unterschiedlicher nicht-magnetischer Schwimmkörper und das Vor- sehen zusätzlicher magnetischer Teilchen innerhalb des Kerns ist bereits weiter oben angesprochen worden.

Die Hülle der Kern-Hülle-Teilchen besteht vorzugsweise aus einem für einen bestimmten Frequenzbereich des elektromagnetischen Spektrums hoch- transparenten Verkapselungsmaterial. Der Frequenzbereich der Transparenz liegt dabei vorzugsweise im sichtbaren Spektralbereich. Um die benötigten optischen und mechanischen Eigenschaften sicherzustellen, können das Material der Hülle, die Wandstärke und bei Verwendung von Polymeren auch deren Vernetzungsgrad geeignet gewählt werden. Vorteilhafte Materialien für die Hülle sind beispielsweise Gelatine, modifizierte Gelatine, insbesondere mit chemischer Nachvernetzung, PMMA und andere Polyacrylate, die vor allem wegen ihrer hohen Transparenz gut geeignet sind, Polyurethane, Polyamide, Melamin/ Formaldehyd, Silikone, aber auch anorganische oxidische Materialien, wie etwa Silicate, Titan-, Hafnium- oder Eisenoxide.

Der Durchmesser der Kern-Hülle-Teilchen liegt mit Vorteil zwischen etwa 1 μm und etwa 100 μm, insbesondere zwischen etwa 1 μm und etwa 80 μm. Die Wandstärke der Kern-Hülle-Teilchen liegt typischerweise zwischen 5% und 25 %, vorzugsweise zwischen 10% und 20% des Durchmessers der Kern- Hülle-Teilchen.

Die Hülle der Kern-Hülle-Teilchen kann aus einer oder mehren Schichten aufgebaut sein, um gewünschte Eigenschaften, wie etwa Oberflächenbenetzbarkeit, nach Wunsch einzustellen. Darüber hinaus können in der oder den Schichten des Hüllenmaterials Zusatzstoffe eingebracht sein, die weiteren Zwecken dienen, beispielsweise lasermarkierbare Farbstoffe, UV- Absorber, Lumineszenz- oder andere Merkmalsstoffe.

In bevorzugten Ausgestaltungen liegen die Kern-Hülle-Teilchen in einer auf einen Träger aufgebrachten Merkmalsschicht vor. Das Sicherheitselement kann zudem eine informationstragende Untergrundschicht enthalten, über der die Merkmalsschicht mit den Kern-Hülle-Teilchen aufgebracht ist. Die Untergrundschicht enthält mit Vorteil eine räumlich variierende, visuell erkennbare Information und/ oder weist räumlich variierende magnetische Eigenschaften auf.

Derartige Ausgestaltungen bieten sich insbesondere dann an, wenn zumin- dest eine der beiden Komponenten „magnetisches Fluid" und „nicht-magnetische Phase" transparent ist. Durch die Änderung der Lage der nicht-magnetischen Phase innerhalb des magnetischen Fluids durch das externe Magnetfeld kann auch ein jeweils unterschiedlicher Teilbereich der Untergrundschicht sichtbar gemacht werden. Wird die Information der Untergrund- schicht mit hart- oder weichmagnetischen Farben erzeugt, so kann durch deren Lage und Anordnung eine bevorzugte Ausrichtung der Kern-Hülle- Teilchen vorgegeben werden, wie weiter unten genauer geschildert. Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements, bei dem

Kern-Hülle-Teilchen hergestellt werden, deren Kern ein magnetisches Fluid und eine visuell von dem magnetischen Fluid unterscheidbare, nicht-magnetische Phase enthält, die innerhalb des magnetischen Fluids beweglich angeordnet ist, und

eine Vielzahl derartiger Kern-Hülle-Teilchen in dem Sicherheitsele- ment angeordnet werden, um dem Sicherheitselement einen durch ein externes Magnetfeld veränderbaren visuellen Eindruck zu verleihen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung werden die Kern-Hülle-Teilchen dabei in ein Bindmittel eingebracht und auf einen Träger verdruckt.

Die Erfindung umfasst ferner eine Sicherheitsanordnung zur Absicherung von Sicherheitspapieren, Wertdokumenten, Datenträgern und dergleichen mit einem Sicherheitselement der beschriebenen Art und mit einem Verifikationselement mit einem magnetischen Motivbereich, in dem magnetisches Material in Form von Mustern, Linien, Zeichen oder einer Codierung vorliegt. Mit besonderem Vorteil ist der magnetische Motivbereich dabei im Wesentlichen senkrecht zur Ebene des Verifikationselements magnetisiert. Das von dem magnetischen Motivbereich dargestellte Motiv kann offen sichtbar sein oder auch ohne Hilfsmittel nicht erkennbar sein, beispielsweise durch Überdeckung mit einer dunklen Druckschicht.

Die Erfindung umfasst weiter einen Datenträger, insbesondere ein Wertdokument, wie eine Banknote, einen Pass, eine Urkunde, eine Ausweiskarte oder dergleichen, der mit einem Sicherheitselement der beschriebenen Art oder mit einer Sicherheitsanordnung der beschriebenen Art ausgestattet ist.

Als Substratmaterial für den Datenträger kommt jede Art von Papier in Be- tracht, insbesondere Baumwollpapier. Selbstverständlich kann auch Papier eingesetzt werden, welches einen Anteil x polymeren Materials im Bereich von 0 < x < 100 Gew.-% enthält.

Weiterhin ist es grundsätzlich denkbar, dass das Substratmaterial des Daten- trägers eine Kunststofffolie, z. B. eine Polyesterfolie, ist. Die Folie kann ferner monoaxial oder biaxial gereckt sein. Die Reckung der Folie führt unter anderem dazu, dass sie polarisierende Eigenschaften erhält, die als weiteres Sicherheitsmerkmal genutzt werden können.

Zweckmäßig kann es auch sein, wenn das Substratmaterial des Datenträgers ein mehrschichtiger Verbund ist, der wenigstens eine Schicht aus Papier oder einem papierartigen Material aufweist. Ein solcher Verbund zeichnet sich durch eine außerordentlich große Stabilität aus, was für die Haltbarkeit des " Datenträgers von großem Vorfeil ist.

Denkbar ist aber auch, als Substratmaterial ein mehrschichtiges, papierfreies Kompositmaterial einzusetzen. Diese Materialien können in bestimmten Klimaregionen der Erde mit Vorteil eingesetzt werden.

Alle als Substratmaterial eingesetzten Materialien können Zusatzstoffe aufweisen, die als Echtheitsmerkmale dienen. Dabei ist in erster Linie an Lumineszenzstoffe zu denken, die im sichtbaren Wellenlängenbereich vorzugsweise transparent sind und im nicht sichtbaren Wellenlängenbereich durch ein geeignetes Hilfsmittel, z. B. eine UV- oder IR-Strahlung emittierende Strahlungsquelle, angeregt werden können, um eine sichtbare oder zumindest mit Hilfsmitteln detektierbare Lumineszenz zu erzeugen. Auch andere Sicherheitsmerkmale können mit Vorteil eingesetzt werden, sofern sie die Betrachtung des erfindungsgemäßen Sicherheitselements nicht oder zumin- dest nicht wesentlich beeinträchtigen.

Das Sicherheitselement kann, insbesondere wenn es auf einem transparenten oder transluzenten Substrat vorliegt, auch in oder über einem Fensterbereich oder einer durchgehenden Öffnung des Datenträgers angeordnet sein.

Enthält der Datenträger sowohl ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement als auch ein zugehöriges Verifikationselement, so sind diese mit Vorteil geometrisch so auf dem Datenträger angeordnet, dass das Sicherheitselement durch Biegen oder Falten des Datenträgers über das Verifikationselement bringbar ist.

Gegenstand der Erfindung ist weiter eine Verifikationseinrichtung zur Echtheitsprüfung eines Sicherheitselements der beschriebenen Art mit einem mapπretischen ~ Mötivbereich7irTdern magnetisches MäteriaTirf Form vorf Mu- stern, Linien, Zeichen oder einer Codierung vorliegt, und der im Wesentlichen senkrecht zur Ebene des Motivbereichs magnetisiert ist, um durch das Magnetfeld des magnetischen Motivbereichs den visuellen Eindruck des Sicherheitselements zu verändern.

Da beispielsweise Ferrofluide weichmagnetische Nanopartikel enthalten, können die erfindungsgemäßen Kern-Hülle-Teilchen auch maschinell wie herkömmliche weichmagnetische Farben ausgelesen werden. Die Kern- Hülle-Teilchen weisen auch eine hohe Lichtechtheit auf, da zur Herstellung der erfindungsgemäßen Gestaltungen keine lichtempfindlichen Substanzen erf order lieh sind. Die Kern-Hülle-Teilchen können neben den in der Anmeldung im Vordergrund stehenden magnetischen Eigenschaften auch weitere für die Echtheitsprüfung einsetzbare Eigenschaften aufweisen. Beispiele stellen die oben erwähnte Lumineszenz bestimmter magnetischer ionischer Flüssigkeiten oder das Vorsehen von Zusatzstoffen in der Hülle der Kern- Hülle-Teilchen dar.

Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maß- stabs- und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement,

Fig. 2 das Sicherheitselement der Fig. 1 zusammen mit einem Verifikationselement, wobei in (a) Sicherheitselement und Verifikati- onselement räumlich getrennt sind, und in (b) das Sicherheitselement auf dem Verifikationselement aufliegt,

Fig. 3 ein Verifikationselement in Form eines Motivmagneten,

Fig. 4 einen Querschnitt durch ein Sicherheitselement nach einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei das Sicherheitselement in der linken Bildhälfte ohne Magnetfeld und in der rechten Bildhälfte mit externem Magnetfeld gezeigt ist, Fig. 5 eine Variante erfindungsgemäßer Kern-Hülle-Teilchen, bei der die nicht-magnetische Phase durch eine Vielzahl fester Schwimmkörper gebildet ist, links ohne, rechts mit Magnetfeld,

Fig. 6 eine weitere Variante erfindungsgemäßer Kern-Hülle-Teilchen, bei der die Kern-Hülle-Teilchen neben dem magnetischen Fluid und einer nicht-magnetischen Phase aus einer Vielzahl fester, roter Schwimmkörper zusätzlich magnetische Teilchen mit einer blauen Eigenfarbe enthalten,

Fig. 7 ein Sicherheitselement nach einem Ausführungsbeispiel der

Erfindung, bei dem eine Merkmalsschicht mit den Kern-Hülle- Teilchen mit einer informationstragenden Untergrundschicht kombiniert ist, wobei (a) das Sicherheitselement ohne äußeres Magnetfeld, (b) das Sicherheitselement mit einem von links angelegten seitlichen Magnetfeld und (c) das Sicherheitselement mit einem von rechts angelegten seitlichen Magnetfeld zeigt, Fig. 8 ein Sicherheitselement ähnlich dem Sicherheitselement der Fig.

7, bei dem ein Informationsbestandteil der Untergrundschicht mit einer hartmagnetischen Farbe aufgebracht ist, und

Fig. 9 eine Banknote mit einer erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung aus einem Sicherheitselement und einem spiegelbildlich zur Mittellinie angeordneten Verifikationselement.

Die Erfindung wird nun am Beispiel von Sicherheitselementen für Banknoten erläutert. Fig. 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10 mit einem direkt auf das Banknotenpapier aufgedruckten Sicherheitselement 12, dessen visueller Eindruck durch ein externes Magnetfeld reversibel verändert werden kann. Die interaktive Veränderung des visuellen Eindrucks dient dem Nachweis der Echtheit des Sicherheitselements 12 und der damit versehenen Banknote 10, so dass das Sicherheitselement 12 ein reversibles, interaktiv auslösbares Humanmerkmal darstellt.

Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf aufgedruckte Sicherheitselemente und Banknoten beschränkt ist, sondern bei allen Arten von Sicherheitselementen eingesetzt werden kann, beispielsweise bei Etiketten auf Waren und Verpackungen oder bei der Absicherung von Dokumenten, Auswei- sen, Pässen, Kreditkarten, Gesundheitskarten und dergleichen. Bei Banknoten und ähnlichen Dokumenten kommen neben aufgedruckten Elementen beispielsweise auch Transferelemente, Sicherheitsfäden oder Sicherheitsstreifen und neben Aufsichtselementen auch Durchsichtselemente infrage.

Mit Bezug auf Fig. 2 kann die Verifikation des Sicherheitselements 12 mithil- fe eines einfachen Magneten 20 erfolgen, der beispielsweise Bestandteil eines selbst nicht dargestellten Mobiltelefons, eines Kopf- oder Ohrhörers oder eines Warensicherungssystems am Point of SaIe sein kann. Durch die starke

Verbreitung ~ derartiger magnetfelderzeugender Geräte ist so auch im norma- len Bargeldverkehr eine einfache Verifikation des Sicherheitselements 12 möglich.

In der in Fig. 2(a) dargestellten Situation sind das Sicherheitselement 12 und der als externes Verifikationselement dienende Magnet 20 zunächst räumlich deutlich voneinander getrennt. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2(a) zeigt das Sicherheitselement 12 in diesem Fall ein homogenes Erscheinungsbild und erscheint als durchgehende dunkle oder schwarze Fläche. Die Magnetisierung des Magneten 20 ist durch die eingezeichneten Magnetfeldlinien 22 in Fig. 2(a) angedeutet. Wird der Magnet 20 nun von unten nahe an das Sicherheitselement herangebracht, beispielsweise indem das Sicherheitselement 12 auf den Magneten 20 aufgelegt wird, wie in Fig. 2(b) gezeigt, so verändert sich das visuelle Erscheinungsbild des Sicherheitselements 12 signifikant. Insbesondere verän- dert sich durch den Einfluss des Magnetfelds 22 im Bereich 24 über dem Magneten 20 die Farbe des Sicherheitselements 12, wobei im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ein Farbwechsel von Schwarz zu Rot stattfindet.

Wird der Magnet 20 unter dem Sicherheitselement 12 hin und her bewegt, so bewegt sich auch der rote Bereich 24 mit dem Magneten 20 entsprechend mit. Entfernt der Benutzer den Magneten 20 wieder vom Sicherheitselement 12, so verschwindet der rote Bereich 24 und das ursprüngliche homogene Erscheinungsbild der Fig. 2(a) stellt sich wieder ein. Durch den charakteristischen Farbwechsel des Sicherheitselements 12 kann dessen Echtheit vom Be- nutzer auf einfache Weise interaktiv verifiziert werden.

Anstatt mit einem einfachen Magneten 20 kann die Verifikation des Sicherheitselements 12 auch mit einem Motivmagneten 26 erfolgen, wie in Fig. 3 ~~ gezeigt ~~ Def Mö " tivfrϊägner26 ist irTFörm vorTMüsternyOnien, Zeicherföder einer Codierung gestaltet und bildet im gezeigten Ausführungsbeispiel den Buchstaben "H". Der magnetische Nordpol stellt dabei die Oberseite des Magneten und der magnetische Südpol die Unterseite des Magneten dar, so dass die durch die Magnetfeldlinien 28 angedeutete Magnetisierung des Motivmagneten im Wesentlichen senkrecht auf der Ebene des magnetischen Materials steht. Es versteht sich, dass ein Motivmagnet 26 im allgemeinen Fall beliebige Muster, Zeichen oder Codierungen darstellen kann und dass seine Magnetisierung auch umgekehrt oder durch eine komplexere Abfolge von magnetischen Nord- und Südpolen gebildet sein kann. Für eine hohe Magnetisierung kommen für das magnetische Material des Motivmagneten neben herkömmlichen Magnetmaterialien insbesondere auch magnetische Seltenerd-Legierungen, wie Samarium-Cobalt- oder Neodym-Eisen-Bor- Legierungen, in Betracht.

Der Aufbau erfindungsgemäßer Sicherheitselemente und das Zustandekommen der reversiblen Änderung des visuellen Erscheinungsbilds werden nun mit Bezug auf die Querschnittsdarstellung der Fig. 4 genauer erläutert. Dabei zeigt die linke Bildhälfte der Figur ein Sicherheitselement 30 ohne Magnetfeld bzw. in einem Bereich abseits des Magneten 20, während die rechte Bildhälfte einen Ausschnitt eines Bereichs des Sicherheitselements 30 zeigt, der unmittelbar über dem Magneten 20 angeordnet ist.

Im Bereich des Sicherheitselements 30 ist auf das Banknotenpapier 32 der Banknote eine Merkmalsschicht 34 aufgedruckt, die in einem Bindemittel 36 eine Vielzahl von Kern-Hülle-Teilchen 40 enthält. Die Kern-Hülle-Teilchen 40 weisen einen mehrteiligen Aufbau auf und haben typischerweise einen Durchmesser zwischen 1 μm und 100 μm, im Ausführungsbeispiel von etwa 60 μm.

Die Hülle 42 der Kern-Hülle-Teilchen 40 besteht aus einem im sichtbaren Spektralbereich transparenten Verkapselungsmaterial, im Ausführungsbeispiel aus PMMA. Die Wandstärke der Hülle liegt im Allgemeinen zwischen 5% und 25% des Kapseldurchmessers, beispielsweise bei etwa 15%.

Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist der Aufbau des Kerns der

Kern-Hülle-Teilchen. Dieser enthält erfindungsgemäß ein magnetisches Fluid 44 und eine visuell von dem magnetischen Fluid unterscheidbare, nichtmagnetische Phase 46, die innerhalb des magnetischen Fluids beweglich angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 enthält der Kern als magnetisches Fluid 44 ein Ferrofluid mit einer schwarzen Eigenfarbe. Die nicht-magnetische Phase 46 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine bei Zimmertemperatur (300 K) flüssige Phase gebildet, die mit dem Ferrofluid 44 nicht misch- bar ist. Sie weist zudem eine höhere Dichte als das Ferrofluid und ein sich von dem Ferrofluid unterscheidendes visuelles Erscheinungsbild auf. Beispielsweise kann die nicht-magnetische flüssige Phase durch einen hochsiedenden Kohlenwasserstoff, einen synthetischen Ester mit hohem Siedepunkt, ein Siliconöl oder ein fluoriertes Siliconöl gebildet sein.

Ohne äußeres Magnetfeld stellt sich in den Kern-Hülle-Teilchen 40 der Merkmalsschicht ein Zustand ein, in dem sich die nicht-magnetische flüssige Phase 46 im unteren Bereich der Kern-Hülle-Teilchen 40 sammelt, wie in der linken Bildhälfte der Fig. 4 schematisch gezeigt. Das visuelle Erscheinungs- bild des Sicherheitselements 30 in Aufsicht wird in diesem Fall von der schwarzen Eigenfarbe des Ferrofluids 44 dominiert, das Sicherheitselement erscheint für den Betrachter 38 gleichmäßig schwarz.

Im Bereich desTvϊagneten 20 zieht dagegen das Magnetfeld 22 das Ferrofluid 44 an, so dass die nicht-magnetische flüssige Phase 46 aus dem unteren Teil des Kerns verdrängt und an die Oberseite des Kern-Hülle-Teilchens 40 gedrückt wird, wie in der rechten Bildhälfte von Fig. 4 schematisch dargestellt. In diesem Bereich nimmt der Betrachter 38 daher in Aufsicht die Eigenfarbe der nicht-magnetischen flüssigen Phase 46 wahr. Nach dem Entfernen des Magneten 20 sinkt die nicht-magnetische flüssige Phase 46 wieder ab, so dass sich reversibel das ursprüngliche, schwarze Erscheinungsbild der linken Bildhälfte wieder einstellt. Fig. 5 zeigt eine Variante erfindungsgemäßer Kern-Hülle-Teilchen 50, bei denen die nicht-magnetische Phase nicht flüssig ist, sondern durch eine Vielzahl fester Schwimmkörper 52 gebildet ist. Für die Schwimmkörper 52 kommt eine Vielzahl an geeigneten Materialien in Betracht, wie oben genau- er erläutert. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 weisen die Schwimmkörper 52 eine rote Eigenfarbe auf, um einen prägnanten Kontrast zur schwarzen Eigenfarbe des Ferrofluids 44 herzustellen.

Ohne äußeres Magnetfeld stellt sich der in der linken Bildhälfte der Fig. 5 schematisch gezeigte Zustand ein, in dem sich die festen Schwimmkörper 52 im unteren Teil der Kern-Hülle-Teilchen 50 sammeln, so dass das visuelle Erscheinungsbild des Sicherheitselements in Aufsicht von der schwarzen Eigenfarbe des Ferrofluids 44 dominiert wird.

In der rechten Bildhälfte der Fig. 5 ist schematisch die Situation mit einem unterhalb des Sicherheitselements angeordneten Magneten 20 gezeigt. Das Magnetfeld 22 des Magneten zieht das Ferrofluid 44 an, so dass die nichtmagnetischen Schwimmkörper 52 aus dem unteren Teil des Kerns verdrängt und an die Oberseite der Kern-Hülle-Teilchen 50 gedrückt werden. Im Be- reich des Magneten 20 ist das Erscheinungsbild des Sicherheitselements in Aufsicht daher von der roten Eigenfarbe der Schwimmkörper 52 bestimmt, so dass sich ein auffälliger Kontrast zum schwarz gefärbten Bereich außerhalb des Magneten 20 ergibt.

Nach dem Entfernen des Magneten 20 sinken die nicht-magnetischen Schwimmkörper 52 wieder ab, so dass sich reversibel das ursprüngliche schwarze Erscheinungsbild der linken Bildhälfte wieder einstellt. Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel enthalten die Kern-Hülle- Teilchen 54 neben dem magnetischen Fluid 44 und einer nicht-magnetischen Phase aus einer Vielzahl fester, roter Schwimmkörper 52 zusätzlich magnetische Teilchen 56 mit einer blauen Eigenfarbe. Die magnetischen Teilchen 56 weisen eine Größe von etwa 5 μm auf und sind beispielsweise aus Eisen, Nickel, Weichferriten, Magnetit oder magnetischen Oxiden gebildet. Sie können eine modifizierte Oberfläche aufweisen, um eine schlechte Benetzung der magnetischen Teilchen durch das magnetische Fluid sicherzustellen, und/ oder um die gewünschte Eigenfarbe zu erzeugen.

Ohne äußeres Magrietfeld stellt sich der im linken Bildteil der Fig. 6 schematisch gezeigte Zustand ein, in dem sich die festen Schwimmkörper 52 und die magnetischen Teilchen 56 im unteren Teil des Kern-Hülle-Teilchens 54 befinden. Das visuelle Erscheinungsbild des Sicherheitselements in Aufsicht wird in diesem Zustand von der schwarzen Eigenfarbe des Ferrofluids 44 dominiert.

Im mittleren Bildteil der Fig. 6 ist schematisch die Situation mit einem unterhalb des Sicherheitselements angeordneten Magneten 20 gezeigt. Das Mag- netfeld 22 des Magneten zieht das Ferrofluid 44 und die magnetischen Teilchen 56 an, so dass die nicht-magnetischen Schwimmkörper 52 aus dem unteren Teil des Kerns verdrängt und an die Oberseite des Kern-Hülle-Teilchens 50 gedrückt werden. Das Erscheinungsbild des Sicherheitselements in Aufsicht wird bei dieser Magnetposition somit von der roten Eigenfarbe der Schwimmkörper 52 bestimmt.

Bringt der Benutzer den Magneten 20 dagegen über die Kern-Hülle-Teilchen, wie im rechten Bildteil der Fig. 6 dargestellt, so werden die vergleichsweise großen magnetischen Teilchen 56 von dem Magneten 20 stark angezogen und an die Oberseite der Kern-Hülle-Teilchen gebracht, so dass das visuelle Erscheinungsbild nunmehr von der blauen Eigenfarbe der magnetischen Teilchen 56 dominiert wird.

Die erfindungsgemäßen Kern-Hülle-Teilchen können auch in Kombination mit informationstragenden Druckschichten eingesetzt werden. Dabei kann der unterschiedliche visuelle Eindruck des Sicherheitselements dadurch erreicht werden, dass die Kern-Hülle-Teilchen je nach Stärke und/ oder Orientierung des Magnetfelds den Blick auf unterschiedliche Teilansichten der informationstragenden Druckschichten freigeben.

Zur Illustration zeigt Fig. 7 ein Sicherheitselement 60, bei dem eine Merkmalsschicht 62 mit Kern-Hülle-Teilchen 70 mit einer informationstragenden Untergrundschicht 64 kombiniert ist. Die Untergrundschicht 64 enthält eine räumlich variierende Information, beispielsweise eine räumlich variierende Farbinformation, die in Fig. 7 durch die alternierenden Informationsbestandteile "A" und "B" schematisch dargestellt ist. Beispielsweise können die Informationsbestandteile "A" für einen roten Aufdruck und die Informationsbestandteile "B" für einen blauen Aufdruck stehen, oder die Informationsbe- standteile "A" können für ein grafisches Symbol und die Informationsbestandteile "B" für eine Textinformation stehen.

Die Merkmalsschicht 62 enthält eine Vielzahl von Kern-Hülle-Teilchen 70, deren Kern neben einem Ferrofluid 44 mit einer schwarzen Eigenfarbe einen transparenten, nicht-magnetischen Schwimmkörper 72 oder eine transparente, nicht-magnetische und mit dem Ferrofluid nicht mischbare Flüssigkeit enthält. Ohne äußeres Magnetfeld stellt sich der in Fig. 7(a) schematisch gezeigte Zustand ein, in dem sich die festen Schwimmkörper 72 im unteren Teil der Kern-Hülle-Teilchen 70 befinden. Wegen der lateral gleichmäßigen Verteilung des Ferrofluids 44 erscheint die Merkmalsschicht 62 für einen Betrach- ter 66 insgesamt opak, wie durch die Pfeile 68 angedeutet, die nicht bis zur Untergrundschicht 64 dringen. In Aufsicht sind weder die Informationsbestandteile "A" noch die Informationsbestandteile "B" für den Betrachter 66 erkennbar, das Sicherheitselement 60 zeigt ein gleichmäßig schwarzes Erscheinungsbild.

Wird nun durch einen Magneten 20 von links ein seitliches Magnetfeld angelegt, wie in Fig. 7(b) illustriert, so zieht das Magnetfeld des Magneten 20 das Ferrofluid 44 an, während die nicht-magnetischen Schwimmkörper 72 aus dem linken Teil des Kerns verdrängt und an die rechte Seite der Kern-Hülle- Teilchen 70 gedrückt werden. Da die Schwimmkörper 72 transparent sind, eröffnen sie dem Betrachter 66 die Durchsicht auf die Informationsbestandteile "B" der Untergrundschicht 64, wie durch die Pfeile 74 angedeutet.

Wird das seitliche Magnetfeld wieder entfernt, so stellt sich reversibel der opake Zustand der Merkmalsschicht 62 der Fig. 7(a) ein.

Wird andererseits durch den Magneten 20 ein seitliches Magnetfeld von rechts angelegt, wie in Fig. 7(c) gezeigt, so zieht das Magnetfeld des Magneten 20 das Ferrofluid 44 nach rechts, wodurch die nicht-magnetischen Schwimmkörper 72 aus dem rechten Teil des Kerns verdrängt und an die linke Seite der Kern-Hülle-Teilchen 70 gedrückt werden. Die transparenten Schwimmkörper 72 geben dem Betrachter 66 dann den Blick auf die Informationsbestandteile "A" frei, wie durch die Pfeile 76 angezeigt. Auch hier stellt sich nach dem Entfernen des Magnetfelds reversibel der in Fig. 7(a) gezeigte opake Zustand der Merkmalsschicht 62 wieder ein.

Das Erscheinungsbild der Merkmalsschicht 62 des Sicherheitselements 60 kann vom Benutzer somit interaktiv und reversibel von einem opaken, gleichmäßig schwarzen Zustand zu einer Ansicht nur der Informationsbestandteile "A" bzw. zu einer Ansicht nur der Informationsbestandteile "B" verändert werden. Wie erwähnt, stehen die Informationsbestandteile "A" und "B" dabei für beliebige Informationen, beispielsweise verschiedene Farb- flächen oder für alphanumerische Informationen, wie etwa die Denomination oder die Seriennummer einer Banknote.

Es versteht sich, dass der mit Bezug zu Fig. 7 beschriebene Jalousieeffekt auch in einer relativ einfachen Ausführungsform die Vorteile der Erfindung zeigt. Enthält die Unter grundschicht 64 anstelle zweier Informationsbestandteile „A" und „B" lediglich eine Information, z. B. in Form des Buchstabens „C", ist diese Information in Aufsicht ohne angelegtes Magnetfeld für den Betrachter 66 nicht sichtbar, da die Merkmalsschicht 62 entsprechend Fig.

7(ä) für den Betrachter 66 insgesamt opak erscheint. Wird hingegen mittels eines Magneten 20 ein seitliches Magnetfeld von links oder rechts angelegt, wird dem Betrachter 66 entsprechend Fig. 7(b) bzw. Fig. 7(c) der Blick auf die die Information „C" aufweisende Untergrundschicht 64 ermöglicht. Auch der Jalousieeffekt einer solchen Ausführungsform vereint eine hohe Fälschungssicherheit mit einem für den Betrachter sehr ansprechenden Erschei- nungsbild.

Die Information der Untergrundschicht kann auch mit magnetischen Farben aufgebracht werden, beispielsweise um vorzugeben, welche Teilinformation ohne externes Magnetfeld sichtbar ist. Zur Illustration zeigt Fig. 8 ein Sicher- heitselement 80 mit einer Merkmalsschicht 62, die eine Vielzahl von Kern- Hülle-Teilchen 70 der in Zusammenhang mit Fig. 7 beschriebenen Art enthält.

Die Merkmalsschicht 62 ist mit einer informationstragenden Untergrundschicht 82 mit einer räumlich variierenden Information mit Informationsbestandteilen "A" und "B" kombiniert, bei der der Informationsbestandteil "B" mit einer hartmagnetischen Farbe 84 aufgebracht ist.

Ohne äußeres Magnetfeld stellt sich der in Fig. 8(a) schematisch gezeigte Zustand ein, in dem das remanente Magnetfeld der hartmagnetischen Farbbereiche 84 das Ferrofluid 44 anzieht und die nicht-magnetischen Schwimmkörper 72 aus dem rechten Teil des Kerns verdrängt und an die linke Seite der Kern-Hülle-Teilchen 70 drückt. Die transparenten Schwimmkörper 72 geben somit ohne äußeres Magnetfeld den Blick auf die Informationsbestandteile "A" frei (Pfeile 76).

Wird nun durch einen Magneten 20 von links ein seitliches Magnetfeld angelegt, wie in Fig. 8(b) illustriert, so übersteigt das Magnetfeld des externen Magneten 20 die Magnetisierung der hartmagnetischen Farbebereiche 84 und das Ferrofluid 44 wird innerhalb der Kern-Hülle-Teilchen 70 nach links gezogen, während die nicht-magnetischen Schwimmkörper 72 an die rechte Seite der Kern-Hülle-Teilchen 70 gedrückt werden. Die transparenten Schwimmkörper 72 geben nunmehr den Blick auf die Informationsbestand- teile "B" frei (Pfeüe 74).

Wird der Magnet 20 unter die Merkmalsschicht 62 gebracht, wie in Fig. 8(c) gezeigt, so zieht das Magnetfeld des Magneten 20 das Ferrofluid 44 nach unten und drängt die nicht-magnetischen Schwimmkörper 72 an die Oberseite der Kern-Hülle-Teilchen 70. Durch die lateral gleichmäßige Verteilung des Ferrofluids 44 erscheint die Merkmalsschicht 62 dann für einen Betrachter opak (Pfeile 68), so dass in Aufsicht weder die Informationsbestandteile "A" noch die Informationsbestandteile "B" erkennbar sind und das Sicherheits- element 80 gleichmäßig schwarz erscheint.

In entsprechender Weise würde die Anordnung des Magneten 20 unter der Merkmalsschicht 62 der Fig. 7 dazu führen, dass das Ferrofluid 44 nach unten gezogen wird und durch die lateral gleichmäßige Verteilung des Fer- rofluids 44 die Merkmalsschicht 62 für den Betrachter 66 opak erscheint.

Derselbe Effekt kann erreicht werden, indem der Magnet 20 über die Merkmalsschicht gebracht wird, da dabei das Ferrofluid 44 innerhalb der Kern- Hülle-Teilchen 70 jeweils gleichmäßig nach oben gezogen wird und durch seine lateral gleichmäßige Verteilung dann ebenfalls den Blick auf die Untergrundschicht 82 versperrt.

Bei den bisher beschriebenen Gestaltungen erfolgt die Verifikation des Sicherheitselements jeweils mit einer separat vorliegenden Verifikationsein- richtung in Form eines externen Magneten 22 oder 26. Es ist jedoch auch möglich, für die Verifikation eines auf eine Banknote aufgebrachten Sicherheitselements ein Verifikationselement auf der Banknote selbst vorzusehen, so dass das Sicherheitselement und das Verifikationselement eine zusammengehörige Sicherheitsanordnung bilden, wie anhand des Ausführungs- beispiels der Fig. 9 erläutert.

Bei der in Fig. 9(a) dargestellten Banknote 90 ist auf der Notenvorderseite die Denomination "10" mit einer hartmagnetischen Druckfarbe 92 aufgebracht. Als Sicherheitselement 94 ist auf der Rückseite der Banknote eine Merkmals- schicht 96 aufgedruckt, die eine Vielzahl von Kern-Hülle-Teilchen 50 der in Zusammenhang mit Fig. 5 beschriebenen Art enthält.

Im aufgefalteten Zustand und ohne externes Magnetfeld erscheint die Merk- malsschicht 96 des Sicherheitselements bei Betrachtung von der Banknotenrückseite her als gleichmäßig schwarze Fläche. Neben der bei Fig. 5 bereits geschilderten Möglichkeit der Verifikation durch einen externen Magneten kann das Sicherheitselement 94 jedoch auch durch einfaches Falten der Banknote 90 ausgelöst werden, wobei der Denominationsaufdruck 92 als Verifikationselement dient.

Das Sicherheitselement 94 ist dazu bezüglich der Mittellinie 98 der Banknote 90 spiegelsymmetrisch zu dem Denominationsaufdruck 92 angeordnet, so dass die Merkmalsschicht 96 durch Falten der Note um die Mittellinie 98 über dem Denominationsaufdruck 92 zu liegen kommt, wie in Fig. 9(b) dargestellt

In diesem Zustand wird das Ferrofluid 44 der Kern-Hülle-Teilchen 50 durch das remanente Magnetfeld des hartmagnetischen Denominationsaufdrucks 92 angezogen und die nicht-magnetischen, roten Schwimmkörper 52 werden an die Oberseite der Kern-Hülle-Teilchens 50 gedrückt. In der Merkmalsschicht 96 erscheint daher die Denomination "10" in roter Farbe vor schwarzem Hintergrund. Wird die Banknote 90 wieder aufgeklappt, verschwindet die Darstellung der Denomination "10", und das Sicherheitselement 94 zeigt wie zuvor ein homogenes schwarzes Erscheinungsbild.