KOETHER, Richard (Doellersfeldchen 12, Langerwehe, 52379, DE)
| Ansprüche 1. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) für ein Zutrittssystem (9), welche zur Kontrolle einer Schleuse ausgebildet ist, mit einem Bedienflächenabschnitt (2), über den von einem Benutzer ein Schleusenkontrollsignal eingegeben werden kann, wobei der Bedienflächenabschnitt (2) zumindest bereichsweise transparent und/oder transluzent und/oder durchsichtig ausgebildet ist, gekennzeichnet durch eine Signalisierungseinrichtung mit der der Bedienflächenabschnitt (2) mit verschiedenen Farben, die den Zustand der kontrollierten Schleuse und/oder der Schleusenkontrollvorrichtung kodieren, hinterleuchtbar ist. 2. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch einen Berührungssensor (5) über den das Schleusenkontrollsignal über die Bedienfläche eingebbar ist. 3. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Berührungssensor einen Empfängerbereich (5) aufweist, welcher auf der Innenseite des Bedienflächenabschnitts (2) aufgebracht ist. 4. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen berührungslosen Identifikationsmarkenleser (6), über den das Schleusenkontrollsignal und/oder ein Berechtigungscode eingebbar ist. 5. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikationsmarkenleser einen Antennenbereich (6) aufweist, welcher auf der Innenseite des Bedienflächenabschnitts (2) aufgebracht ist. 6. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schnittstelle zum Anschluss eines externen Identifikationsmarkenlesers (13, 10). 7. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienflächenabschnitt (2) einen satinierten, gefrosteten und und/oder kalandierten Glasabschnitt (4) aufweist oder als dieser ausgebildet ist. 8. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Gehäuse, wobei der Glasabschnitt (4) die Frontseite des Gehäuses bildet. 9. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Ethernet-Anschluss (19) zur Kommunikationsanbindung der Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) an das Zutrittssystem (9). 10. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass über den Ethernet-Anschluss (19) eine Versorgungsspannung und/oder ein Zusatzsignal übertragbar ist. 11. Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch einen zweiten Ethernet-Anschluss (19), wobei über den zweiten Ethernet-Anschluss eine Versorgungsspannung und/oder ein Zusatzsignal übertragbar ist. 12. Zutrittskontrollsystem, gekennzeichnet durch eine Schleusenkontrollvorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche. |
Titel
Schleusenkontrollvorrichtunq für ein Zutrittssvstem sowie Zutrittssvstem
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Schleusenkontrollvorrichtung für ein Zutrittssystem mit einem Bedienflächenabschnitt, über den von einem Benutzer ein Schleusenkontrollsignal eingegeben werden kann, wobei der Bedienflächenabschnitt zumindest bereichsweise transparent und/oder transluzent und/oder durchsichtig ausgebildet ist. Die Erfindung betrifft auch ein Zutrittssystem mit der Schleusenkotrollvorrichtung.
Zutrittssysteme kontrollieren üblicherweise eine Mehrzahl von Schleusen, welche beispielsweise als Türen, Drehkreuze oder andere Vereinzelungseinrichtungen ausgebildet sind. Die Zutrittssysteme werden beispielsweise eingesetzt, um die Eingänge von Bereichen oder Gebäuden zu überwachen, die zutretenden Personen auf eine Zutrittsberechtigung zu prüfen und deren Zutritt zu protokollieren. Derartige Zutrittssysteme werden beispielsweise zur Arbeitszeitüberwachung, Autorisationsprüfung, insbesondere bei sicherheitsrelevanten Bereichen innerhalb von Unternehmen, Labors etc. verwendet. Die Bedienung der Schleusen erfolgt über lokale Schleusenkontrollvorrichtungen, wobei ein Benutzer zum Beispiel durch Drücken eines Knopfes oder durch Eingabe einer Identifikationskarte einen Zutrittsvorgang initiiert. Üblicherweise wird nach Drücken des Knopfes bzw.
Eingabe der Karte die Schleuse geöffnet, so dass der Benutzer durchtreten kann. Optional werden Zutrittsdaten, wie zum Beispiel die Identität oder die Zutrittszeit, des Benutzers protokolliert.
Die Druckschrift DE 100 012 53 A1 , die wohl den nächstkommenden Stand der
Technik bildet, beschreibt eine Vorrichtung zur Informationsein- und/oder - ausgabe, die in den Anwendungsgebieten Zeitwirtschaft, Zutrittskontrolle, Sicherheitstechnik oder Haustechnik verwendet wird. Die Vorrichtung ist so ausgebildet, dass sie in einen Rahmen passt, der für Unter- und/oder Aufputzdosen geeignet ist. Die Vorrichtung weist frontseitig eine berührungssensitive Schicht auf, über die ein Benutzer Signale eingeben kann.
Parallel zu der berührungssensitiven Schicht ist eine Flüssigkristallschicht und eine Leuchte angeordnet, welche gemeinsam die frei programmierbare Darstellung von Buchstaben oder Ziffern ermöglichen.
Offenbarung der Erfindung
Im Rahmen der Erfindung wird eine Schleusenkontrollvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 sowie ein Zutrittssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 12 vorgeschlagen. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
Die erfindungsgemäße Schleusenkontrollvorrichtung ist für ein Zutrittssystem, wie es zum Beispiel im Rahmen der Zeitwirtschaft, Zutrittskontrolle, Sicherheitstechnik oder Haustechnik eingesetzt werden kann, geeignet und/oder ausgebildet. Die Schleusenkontrollvorrichtung ist insbesondere zur Ansteuerung, im speziellen zum Öffnen und/oder Schließen, einer Schleuse, zum Beispiel eines Drehkreuzes, einer Tür oder einer anderen Vereinzelungseinrichtung geeignet und/oder ausgebildet. Die Schleusenkontrollvorrichtung kann auch zur Ansteuerung von mehreren Schleusen ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die
Schleusenkontrollvorrichtung lokal im Bereich der kontrollierten Schleuse angeordnet, so dass ein Benutzer die Schleusenkontrollvorrichtung bedienen kann, wenn er die kontrollierte Schleuse passieren möchte.
Die Schleusenkontrollvorrichtung weist einen Bedienflächenabschnitt auf, über den von einem Benutzer ein Schleusenkontrollsignal eingebbar ist, wobei der Bedienflächenabschnitt zumindest bereichsweise transparent und/oder transluzent und/oder durchsichtig ausgebildet ist. Unter der Eigenschaft der Transparenz wird vorzugsweise eine klare, insbesondere glasklare Durchsichtigkeit, optional mit Einfärbungen, verstanden. Unter der Eigenschaft der Transluzenz wird vorzugsweise die partielle Lichtdurchlässigkeit der Bedienfläche verstanden, wobei bei der Transluzenz keine oder nur eine verschlechterte oder sogar stark verschlechterte Bild- und/oder Blickdurchlässigkeit vorliegt.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die Schleusenkontrolleinrichtung eine Signalisierungseinrichtung aufweist, mit der der Bedienflächenabschnitt mit verschiedenen Farben hinterleuchtbar ist, wobei die verschiedenen Farben und/oder deren zeitliche Abfolge den Zustand der kontrollierten Schleuse und/oder der Schleusenkontrollvorrichtung kodiert, insbesondere farbkodiert, darstellen. Die Signalisierungseinrichtung ist insbesondere ausgebildet, um mindestens zwei verschiedene Farben aktiv auszugeben. Vorzugsweise kann die Signalisierungseinrichtung jedoch drei, vier oder mehr Farben ausgeben, welche jeweils vom menschlichen Auge unterschiedlich wahrgenommen werden. Beispielsweise kann die Signalisierungseinrichtung eine beliebige Auswahl der Farben Rot, Grün, Gelb, Orange, Blau, Weiß etc. ausgeben.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Schleusenkontrollvorrichtung ist in einer sehr großen Robustheit zu sehen, da derartige Signalisierungseinrichtungen, gegebenenfalls mit mehreren Leuchtquellen pro Farbe, sehr störunanfällig realisiert werden können. Ferner ist die Integration der
Schleusenkontrollvorrichtung vereinfacht, da nur wenige, mögliche Signalreaktionen der Schleusenkontrollvorrichtung eingestellt werden müssen bzw. können. Nicht zuletzt sind auch Vorteile in den Herstellungskosten zu erkennen, da die verwendete Signalisierungseinrichtung und damit die Schleusenkontrollvorrichtung sehr kostengünstig ist.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist ein Näherungssensor und/oder ein Berührungssensor integriert, über den das Schleusenkontrollsignal über die Bedienfläche eingebbar ist. Der aktive Bereich dieses Sensors ist insbesondere deckungsgleich mit dem vorzugsweise starren
Bedienflächenabschnitt angeordnet. Da der Benutzer zur Eingabe des Schleusenkontrollsignals den durch die Signalisierungseinrichtung hinterleuchteten Bereich berührungslos oder berührend betätigen muss, kann er sich an der Leuchtanzeige orientieren, so dass die Bedienung vereinfacht ist. - A -
Bei einer bevorzugten konstruktiven Realisierung der Erfindung weist der Näherungs- und/oder Berührungssensor einen Empfängerbereich auf, welcher auf der Innenseite, also der geräteinneren Seite, des Bedienflächenabschnitts aufgebracht ist. Besonders bevorzugt ist der Sensor als ein kapazitiver Sensor ausgebildet. Damit wird der Bedienflächenabschnitt bzw. dessen Trägermaterial von der Funktion einer einfachen Abdeckung bzw. Verblendung zu einem Träger eines Funktionsbauteiles, nämlich des Empfängerbereiches erweitert. Der Empfängerbereich kann beispielsweise als eine aufgeklebte Metallschicht ausgebildet sein.
Bei einer möglichen Weiterbildung der Erfindung weist die Schleusenkontrollvorrichtung einen berührungslosen Identifikationsmarkenleser auf, über den das Schleusenkontrollsignal und/oder ein Berechtigungscode in die Schleusenkontrollvorrichtung eingebbar ist, indem eine Identifikationsmarke, z.B. ein Transponder, von der Schleusenkontrollvorrichtung ausgelesen wird.
Bei einer bevorzugten konstruktiven Weiterbildung der Erfindung umfasst der Identifikationsmarkenleser einen Antennenbereich, insbesondere einen Empfangsbereich, welcher auf der Innenseite des Bedienflächenabschnitts aufgebracht ist. Auch hier wird die Funktion des Bedienflächenabschnitts bzw. dessen Trägermaterials um die Funktion des Trägers des Antennenbereiches erweitert.
Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung trägt der Bedienflächenabschnitt sowohl den Empfängerbereich als auch den
Antennenbereich, so dass der Bedienflächenabschnitt bzw. das Trägermaterial als Mehrfunktionenkomponente ausgebildet ist. Bei der Bedienung kann beispielsweise zunächst ein Berechtigungscode einer Identifikationsmarke durch Positionieren der Identifikationsmarke vor dem Bedienflächenabschnitt und nachfolgend ein Schleusenkontrollsignal durch eine berührende oder berührungslose Betätigung des Bedienflächenabschnitts erfolgen.
Bei einer möglichen Ergänzung der Erfindung weist die Schleusenkontrollvorrichtung eine oder mehrere Schnittstellen zum Anschluss eines externen Identifikationsmarkenlesers und/oder einer externen
Betätigungseinrichtung auf. Die Schnittstelle für einen externen Identifikationsmarkenlesers erlaubt es, einen ersten oder einen weiteren Identifikationsmarkenleser beabstandet von der Schleusenkontrollvorrichtung zu positionieren. Dabei ist es möglich, dass der Identifikationsmarkenleser bei der Integration der Schleusenkontrollvorrichtung in einem Bereich angeordnet ist, welcher auf der gleichen Seite der Schleuse ist, oder, dass die
Schleusenkontrollvorrichtung auf einer ersten, insbesondere einer sicheren Seite der Schleuse und der externe Identifikationsmarkenleser auf der anderen Seite der Schleuse positioniert ist.
In ähnlicher Weise ist es bevorzugt, wenn die Schleusenkontrollrichtung eine
Schnittstelle zum Anschluss einer externen Betätigungseinrichtung aufweist, welche ebenso auf der gegenüberliegenden Seite der Schleuse angeordnet sein kann. Die Anordnung der externen Komponenten auf der unsicheren Seite hat den Vorteil, dass ein direkter, mechanischer Zugriff auf die Schleusenkontrollrichtung verhindert ist und als maximale Schädigung eine
Zerstörung der externen Komponenten, zum Beispiel durch Vandalismus, möglich ist. Die Sicherheit der Schleuse wird jedoch nicht beeinträchtigt.
Bei einer besonders bevorzugten Realisierung der Erfindung weist der Bedienflächenabschnitt einen satinierten, gefrosteten und/oder kalandierten
Glasabschnitt auf und/oder ist als dieser ausgebildet. Eine derartige Oberflächenmodifikation von Glas kann beispielsweise durch Sandstrahlen oder Korundstrahlen einer Glasoberfläche, einem Siebdruck oder der Verwendung von Flusssäure erzeugt werden. Bei kostengünstigeren Ausführungsformen der Erfindung kann der Bedienflächenabschnitt auch aus Kunststoff ausgebildet sein, wobei das transluzente Erscheinungsbild dann durch entsprechende Oberflächenmodifikationen umgesetzt wird.
Bei einer besonders bevorzugten konstruktiven Verkörperung weist die Schleusenkontrollvorrichtung ein Gehäuse auf, wobei der Glasabschnitt die
Frontseite des Gehäuses bildet. Dadurch wird die Schleusenkontrollvorrichtung gegen Umwelteinflüsse gut geschützt und erfüllt zugleich hohe ästhetische Anforderungen.
Bei einer möglichen Weiterbildung der Erfindung weist die
Schleusenkontrollvorrichtung einen Ethernet-Anschluss zur Kommunikationsanbindung der Schleusenkontrollvorrichtung an das Zutrittssystem auf. Über den Ethernet-Anschluss werden insbesondere Informationen über Berechtigungen und/oder Zutrittsdaten der Benutzer ausgetauscht.
Bei einer möglichen Weiterbildung der Erfindung ist die
Schleusenkontrollvorrichtung so ausgebildet, dass über den Ethernet-Anschluss eine Versorgungsspannung und/oder ein Zusatzsignal übertragbar ist. Eine derartige Technologie ist unter dem Namen PoE (Power over Ethernet) bekannt und erlaubt, insbesondere bei der Verwendung eines achtadrigen
Ethernetkabels, die Versorgungsspannung oder ein Zusatzsignal über zwei von der Netzwerkkommunikation nicht benutzte Adern zu übertragen. Alternativ oder ergänzend können die Versorgungsspannung und/oder das Zusatzsignal auch über einen Offset bei den anderen sechs Adern übertragen werden. Besonders bevorzugt ist das Zusatzsignal als ein Alarmsignal, insbesondere ein
Feueralarmsignal, ausgebildet, wobei es optional ergänzend bevorzugt ist, wenn die Schleusenkontrollvorrichtung programmtechnisch und/oder schaltungstechnisch ausgebildet ist, bei Empfang eines derartigen Alarmsignals die Schleuse zu öffnen, um einen Fluchtweg zu ermöglichen.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Schleusenkontrollvorrichtung einen zweiten Ethernetanschluss auf, wobei über den zweiten Ethernetanschluss ebenfalls eine Versorgungsspannung und/oder ein Zusatzsignal übertragbar ist. Der Einsatz eines zweiten Ethernet-Anschlusses ist kostentechnisch betrachtet ein geringer Aufwand, da entsprechende
Bausteine günstig verfügbar sind. Durch den Einsatz des zweiten Ethernet- Anschlusses, welcher vorzugsweise ebenfalls mit PoE-Funktionalität ausgestattet ist, eine redundante Kommunikation zwischen Zutrittssystem und Schleusenkontrollvorrichtung aufzubauen. Der Vorteil eines redundanten Ethernet-Anschlusses ist es, dass bei Ausfall des ersten Ethernet-Anschlusses oder bei der Störung dessen Zuleitung der zweite Ethernet-Anschluss redundant die Funktion des ersten Ethernet-Anschlusses übernehmen kann. Die redundante Versorgung bezieht sich auf die Netzwerkkommunikation und/oder auf die Versorgungsspannung und/oder auf das Zusatzsignal. Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie den beigefügten Figuren. Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematische dreidimensionale Darstellung einer
Schleusenkontrollvorrichtung als ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Figur 2 eine schematische Rückansicht auf den Bedienflächenabschnitt der Schleusenkontrollvorrichtung in der Figur 1 ;
Figur 3 eine stark schematische Querschnittdarstellung im Bereich des
Bedienflächenabschnitts der Schleusenkontrollvorrichtung in der Figur 1 ;
Figur 4 eine schematische Darstellung einer ersten Integrationsmöglichkeit der
Schleusenkontrollvorrichtung;
Figur 5 eine zweite Möglichkeit der Integration der Schleusenkontrollvorrichtung der vorhergehenden Figuren;
Figur 6 eine schematische Blockdarstellung des Innenaufbaus der
Schleusenkontrollvorrichtung der vorhergehenden Figuren;
Figur 7 eine schematische Darstellung der informationstechnischen Architektur eines Zutrittssystems mit einem oder mehreren
Schleusenkontrollvorrichtungen gemäß der vorhergehenden Figuren.
Die Figur 1 zeigt in einer schematischen dreidimensionalen Darstellung eine Schleusenkontrollvorrichtung 1 in Form einer Türkontrolleinrichtung, welche zur Kontrolle einer automatisierten Tür oder Schleuse ausgebildet ist. Die
Schleusenkontrollvorrichtung 1 ist in der Lage, Steuerungssignale für die Tür auszugeben, so dass diese geöffnet bzw. geschlossen wird. Ferner ist die Schleusenkontrollvorrichtung 1 ausgebildet, um Statussignale der Tür hinsichtlich des Status offen - geschlossen - gestört aufzunehmen. Die Schleusenkontrollvorrichtung 1 ist als ein flacher Quader ausgebildet, welcher beispielsweise eine Breite von 1 1 cm, eine Tiefe von 5 cm und eine Höhe von ebenfalls 1 1 cm aufweist.
Auf der Frontseite 3 der Schleusenkontrollvorrichtung 1 ist ein
Bedienflächenabschnitt 2 auf einer Glasplatte 4 angeordnet, über den ein Benutzer die Schleusenkontrollvorrichtung 1 bedienen kann. Der Bedienflächenabschnitt 2 ist zumindest innerhalb des gestrichelten Bereiches transluzent, insbesondere mit einer gefrosteten Glasoberfläche ausgestattet, optional kann auch die gesamte rechteckige Frontfläche der Glasplatte 4 mit einer transluzenten Glasfläche ausgebildet sein. Die transluzente Glasfläche führt zu einer Streuung von Lichtstrahlung, welche aus dem Gehäuseinneren nach draußen dringt. Eine Frostung der Glasplatte 4 kann beispielsweise durch Korundstrahlen der Glasplatte 4 oder Säureeinwirkung hergestellt werden.
Innerhalb der Schleusenkontrollvorrichtung 1 ist eine nicht dargestellte Signalisierungseinrichtung angeordnet, welche den Bedienflächenabschnitt 2 mit unterschiedlichen Farben hinter leuchten kann, wobei die aktuell dargestellte Farbe eine kodierte Statusinformation der Tür oder der Schleusenkontrollvorrichtung ist. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der
Bedienflächenabschnitt 2 mit einer blauen Farbe hinterleuchtet wird, wenn sich die Schleusenkontrollvorrichtung 1 in einem betriebsbereiten Status befindet. Eine grüne Hinterleuchtung könnte bedeuten, dass die kontrollierte Tür geöffnet ist, eine rote Beleuchtung signalisiert, dass die kontrollierte Tür gesperrt oder geschlossen ist.
In der Schleusenkontrollvorrichtung 1 ist ein kapazitiver Sensor angeordnet, dessen Empfängerbereich 5 auf der dem Geräteinneren zugewandten Rückseite der Glasplatte 4 im Bereich des Bedienflächenabschnitts 2 aufgebracht ist. Die Figur 2 zeigt in einer schematischen Rückansicht die Glasplatte 4, wobei der
Empfängerbereich 5 beispielsweise als eine Kupferschicht in einer ovalen Form deckungsgleich oder überlappend zu dem Bedienflächenabschnitt 2 ausgebildet ist. Damit wird die Glasplatte 4 zu einer kapazitiv-sensitiven Glasplatte 4, in deren zentralen Bereich eine berührungs- und/oder näherungsempfindliche Stelle angeordnet ist. Die Figur 3 zeigt die Glasplatte 4 der Kontrollvorrichtung 1 der Figur 1 in einer stark schematisierten Querschnittdarstellung, wobei auf der Rückseite eine optionale Antenne 6 für einen berührungslosen Identifikationsmarkenleser dargestellt ist. Es ist auch möglich, dass der Empfängerbereich 5 und die Antenne 6 auf der gleichen Glasscheibe 4 angeordnet sind, welche dann ein multifunktionales Element bildet
Die Figur 4 zeigt eine erste Möglichkeit der Integration der Schleusenkontrolleinrichtung 1 im Bereich einer Trennung 7, z.B. einer Wand. Auf der linken Seite zu der Trennung 7 ist der durch eine nicht dargestellte Tür gesicherte Bereich und auf der rechten Seite der ungesicherte Bereich angeordnet. Wie sich aus der Darstellung ergibt, ist die
Schleusenkontrollvorrichtung 1 in dem gesicherten Bereich positioniert. Zudem ist ein Netzwerkkabel 8, welches die Schleusenkontrollvorrichtung 1 mit einem übergeordneten Zutrittssystem 9 (siehe Figur 7) verbindet, angeordnet. Auf der nicht gesicherten Außenseite befindet sich dagegen ein Kartenleser 10 und/oder eine Betätigungseinrichtung 11 , wie zum Beispiel ein Druckknopf, welche über eine Verbindung 12 signaltechnisch mit der Schleusenkontrollvorrichtung 1 verbunden sind.
Der externe Kartenleser 10 bzw. die externe Betätigungseinrichtung 1 1 , auch REX (request to exit) genannt, ermöglicht ausgehend von der ungesicherten Seite die Eingabe eines Schleusenkontrollsignals durch einen Benutzer, indem der Benutzer den Kartenleser 10 bzw. die Betätigungseinrichtung 1 1 aktiviert. Die Schleusenkontrollvorrichtung 1 weist eine entsprechend ausgestaltete
Schnittstelle zum Anschluss dieser Komponenten auf.
Die Figur 5 zeigt eine zweite mögliche Integration der Schleusenkontrollvorrichtung 1 der vorhergehenden Figuren, wobei im Unterschied zu der vorhergehenden Integration die Schleusenkontrollvorrichtung
1 mit einem internen Kartenleser 13 signaltechnisch verbunden ist.
Die Figur 6 zeigt den Innenaufbau der Schleusenkontrollvorrichtung 1 in einer schematischen Blockdarstellung und illustriert insbesondere die Mehrzahl der möglichen Schnittstellen. Zentral angeordnet ist eine Serviceschnittstelle 14, welche beispielsweise durch einen RS232-Port gebildet wird. Nachfolgend sind eine Mehrzahl von Ausgangsschnittstellen dargestellt, welche analoge oder digitale Signale zur Ansteuerung der Tür oder der internen oder externen Komponenten 10, 1 1 , 13 ausgeben oder annehmen können. Eine Schnittstelle 15 a kann beispielsweise als Eingang für die externe Betätigungseinrichtung 1 1 , eine Schnittstelle 15 b kann als Eingang für den externen Kartenleser 13 oder 10 ausgebildet sein Weitere Eingänge 16 betreffen Signale über den Status der Tür. Bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung sind zusätzliche Eingänge 17 für eine Spannungsversorgung und 18 für eine redundante Spannungsversorgung oder ein Spannungsversorgungssignal vorgesehen.
Zur Kommunikation mit dem Zutrittssystem 9 weist die
Schleusenkontrollvorrichtung 1 zwei Ethernet-Anschlüsse 19 auf. Die Ethernet- Anschlüsse 19 erlauben eine redundante Verschaltung der Schleusenkontrollvorrichtung 1 mit dem Zutrittskontrollsystem 9. Optional kann einer oder beide der Ethernetanschlüsse 19 mit einer PoE-Fähigkeit ausgestattet sein, welche die Zuführung von Versorgungsspannung und/oder von Alarmsignalen über die Standard-Ethernetkabel ermöglicht.
Die Figur 7 zeigt schließlich einen schematischen Aufbau einer Architektur eines Zutrittssystems 9. In einer ersten Schicht I ist ein Datenmanagementserver
(DMS) 20 angeordnet, welcher ein Datenmanagementsystem 21 umfasst. In der Schicht I werden die Daten erfasst, welche zu den einzelnen Schleusenkontrollvorrichtungen 1 gehen bzw. von dort kommen. Optional ist der Datenmanagementserver 20 mit einer Workstation 22 verbunden, welche ein komfortable Eingabe der Steuerungs- oder Kontrolldaten ermöglicht. Über eine erste Ethernetverbindung 23 ist die Schicht I mit einer Schicht Il verbunden, welche eine Mehrzahl von Hauptzutrittskontrolleinrichtungen 24 umfasst, welche jeweils auf eine eigene Datenbank 25 zugreifen können. Beispielsweise ist für jeden logischen Abschnitt eines Überwachungsbereiches, wie zum Beispiel eines Gebäudes bei einer Mehrzahl von Gebäuden, eine derartige
Hauptzutrittskontrolleinrichtung 24 vorgesehen. Die Hauptzutrittskontrolleinrichtung 24 dient zur Aufnahme der aktuellen Bewegungen und Zutrittsdaten.
Über eine weitere Ethernetverbindung 26 ist oder sind die
Hauptzutrittskontrolleinrichtungen 24 mit einer Mehrzahl von Schleusenkontrollvorrichtungen 1 verbunden, welche lokal im Bereich der zu kontrollierenden Türen bzw. Schleusen angeordnet sind und eine dritte Schicht III bilden.
Optional ist es möglich, die weitere Ethernetverbindung 26 redundant auszubilden, z. B. indem die zwei Ethernetanschlüsse 19 jeder Schleusenkontrollvorrichtung 1 an zwei verschiedene Netzwerkbereiche angehängt werden.
Next Patent: MULTISTAGE PROCESS FOR THE POLYMERIZATION OF ETHYLENE
