Preidt, Adolf (Estinger Strasse 27 Olching, 82140, DE)
Franz, Peter (Tannenweg 15 Bruck, 85567, DE)
Preidt, Adolf (Estinger Strasse 27 Olching, 82140, DE)
| 1. | Dokument (1) mit mindestens einem Sicherheitselement (3), das einen er sten Aufdruck (4) aus einer Buntfarbe und einen zweiten Aufdruck (6) aus einer Metalleffektfarbe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Aufdruck (6) durchscheinend ist und über dem ersten Aufdruck (4) ange ordnet ist und eine ununterbrochene bedruckte Fläche bildet, und dass der erste Aufdruck (4) visuell sichtbare, unbedruckte Negativkonturen (5) auf weist. |
| 2. | Dokument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Negativ konturen (5) ein feines Linienmuster bilden. |
| 3. | Dokument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Linien muster guillochenförmig ist. |
| 4. | Dokument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Negativkonturen (5) mindestens eine Abmessung aufweisen, die zwischen 50 und 300 zmt liegt. |
| 5. | Dokument nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Aufdruck (4,6) gleich groß sind und zueinan der passergenau angeordnet sind. |
| 6. | Dokument nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Dokuments (1) zumindest im Bereich des Aufdru ckes (6) der Metalleffektfarbe geglättet ist. |
| 7. | Dokument nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dokument (1) innerhalb des Aufdruckes (6) der Metalleffektfarbe mit einer Blindprägung (7) versehen ist. |
| 8. | Dokument nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Blind prägung (7) ein stufenlos moduliertes, dreidimensionales Relief aufweist. |
| 9. | Dokument nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Metalleffektfarbe einen Gold, Silber, Bronzeoder Kupferton auf weist. |
| 10. | Dokument nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Metall effektfarbe mit einem Goldoder Bronzeton mit einer Buntfarbe mit Gelb, Braunoder Rotfarbton kombiniert wird. |
| 11. | Dokument nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Metall effektfarbe mit einem Silberton mit einer Buntfarbe mit Grau, Blauoder Grünfarbton kombiniert wird. |
| 12. | Dokument nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Metall effektfarbe mit einem Kupferton mit einer Buntfarbe mit Orange, Rotoder Braunfarbton kombiniert wird. |
| 13. | Verfahren zur Herstellung eines Dokuments mit mindestens einem Si cherheitselement, wobei das Dokument mit mindestens einer Buntfarbe mit einem ersten Aufdruck bedruckt wird, der von unbedruckten Negativkontu ren unterbrochen ist, und das Dokument danach mit einer Metalleffektfarbe mit einem zweiten Aufdruck bedruckt wird, der über dem ersten Aufdruck positioniert wirdund eine durchscheinende, ununterbrochene Farbfläche aufweist. |
| 14. | Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Aufdruck mit dem gleichen Druckverfahren erfolgt. |
| 15. | Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Aufdruck während eines Druckdurchlaufs aufgebracht werden. |
| 16. | Verfahren nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeich net, dass der erste und zweite Aufdruck im Offsetdruck aufgebracht werden. |
| 17. | Verfahren nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeich net, dass der erste und zweite Aufdruck im indirekten Hochdruck aufge bracht werden. |
| 18. | Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeich net, dass der erste und der zweite Aufdruck gleich groß und zueinander passergenau gedruckt werden. |
| 19. | Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeich net, dass di Oberfläche des Dokuments zumindest in dem Bereich, in dem der Aufdruck mit der Metalleffektfarbe vorliegt, geglättet wird, wobei der Glanz der Metalleffektfarbe verstärkt wird. |
| 20. | Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Glät tung der Dokumentenoberfläche im Stichtiefdruck erfolgt. |
| 21. | Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeich net, dass der mit der Metalleffektfarbe bedruckte Bereich mit einer Blindprä gung versehen wird. |
| 22. | Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Blindprägung ein stufenlos moduliertes, dreidimensionales Relief erzeugt wird. |
| 23. | Verfahren nach einem der Ansprüche 21 oder 22, dadurch gekennzeich net, dass die Blindprägung mit dem Stichtiefdruckverfahren erzeugt wird. |
| 24. | Folienelement zur Einbettung. in oder Aufbringung auf ein Dokument oder als Transferfolie verwendbar, das eine Kunststoffschicht mit einem er sten Aufdruck aus einer Buntfarbe und einen zweiten Aufdruck aus einer Metalleffektfarbe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Auf druck durchscheinend ist und über dem ersten Aufdruck angeordnet ist und eine ununterbrochene Fläche bildet, und dass der erste Aufdruck visuell sichtbare, unbedruckte Negativkonturen aufweist. |
Die Fälschung von Dokumenten wird beispielsweise dadurch erschwert, dass in das Druckbild komplizierte, feine Linienmuster integriert werden, die nur mit hoch auflösenden Druckverfahren mit ausreichender Klarheit und Linienschärfe wiedergegeben werden können. Werden solche feinen Linienmuster, beispielsweise Guillochen jedoch mit Metalleffektfarben ge- druckt, ist einerseits ihre Auflösung durch die gerade bei Metalleffektfarben häufig sehr groben und im Verhältnis zu gewöhnlichen Druckfarben relativ großen Pigmente begrenzt und andererseits ist bei feinen Linien durch die geringe bedruckte Fläche der visuelle metallspezifische Eindruck nicht mar- kant und auffällig genug.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Fäl- schungssicherheit von Dokumenten zu erhöhen, bei denen als Sicherheits- element Metalleffektfarben eingesetzt werden. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Der erfindungsgemäße Datenträger wird mit einem ersten Aufdruck verse- hen, der mit einer Buntfarbe gedruckt wird und von Negativkonturen un- terbrochen ist. Er wird ferner mit einem zweiten darüber liegenden Auf- druck versehen, dessen Druckfläche im Wesentlichen durchgehend und un- unterbrochen ist. Der zweite Aufdruck wird mit einer Metalleffektfarbe ge- druckt. Diese zusammenhängende Fläche mit ihrem charakteristischen Farb- und Glanzeindruck ist für das Auge gut wahrnehmbar und auffällig. Der visuelle Eindruck dieses Sicherheitselements wird noch dadurch verstärkt, dass die Intensität und Farbtönung des Sicherheitselements durch das Auf- drucken einer Buntfarbe unter der Metalleffektfarbe verstärkt bzw. beein- flusst werden. Die Metalleffektfarbe darf dabei nur in einer solchen Menge bzw. Schichtstärke aufgebracht werden, dass der zweite Aufdruck nicht opak, sondern noch durchscheinend ist. Die vorzugsweise fein strukturierten Negativkonturen in dem Buntfarbenaufdruck sind dann für das Auge durch die zusammenhängende Metalleffektfarbenschicht hindurch sichtbar.
Durch die Strukturierung der Buntfarbenfläche mit Negativkonturen werden nicht nur die Möglichkeiten bei der Gestaltung des Dokuments erhöht, son- dern auch dessen Nachahmung erschwert. Das spezifische Erscheinungsbild der durch die Metalleffektfarbenschicht hindurchschimmernden Negativ- konturen kann weder durch einen einzigen Aufdruck noch mittels Farbfoto- kopierern nachgestellt werden. Werden die Negativkonturen als feines Lini- enmuster ausgeführt, scheitern viele Reproduktionsversuche an der erfor- derlichen Auflösung. Die im Sicherheitsdruck bewährten guillochenförmi-
gen Linienmuster werden besonders bevorzugt, da solche Strukturen schwierig zu berechnen und zu drucken sind und eine besonders hohe Auf- lösung und Linienschärfe erfordern. Mit einer Abmessung der Negativkon- turen, beispielsweise der Linienbreite im Bereich von ungefähr 50 bis 300 um, sind sie für das Auge bei normalem Betrachtungsabstand gerade noch gut erkennbar, während an die Auflösung und Konturenschärfe der druck- technischen Umsetzung bereits sehr hohe Anforderungen gestellt werden, die nicht jedermann zugängliche Drucktechniken und entsprechendes Fach- wissen voraussetzen.
Bevorzugt werden der erste und zweite Aufdruck gleich groß ausgeführt und zueinander passergenau positioniert, so dass die gesamte mit der Me- talleffektfarbe bedruckte Fläche mit Ausnahme der bewusst ausgesparten Negativkonturen von einer Buntfarbschicht unterlegt ist und dadurch ein einheitliches, homogenes Erscheinungsbild aufweist. Durch die passerge- naue Anordnung des ersten und zweiten Aufdrucks werden nicht überlap- pende Randbereiche vermieden und außerdem die Anforderungen an die Präzision der drucktechnischen Ausführung erhöht. Um Passerprobleme zu vermeiden, ist es grundsätzlich auch möglich, die beiden Aufdrucke in un- terschiedlicher Größe auszuführen. Beispielsweise kann der erste untere Aufdruck etwas kleiner ausgeführt werden, als der zweite obere Aufdruck.
Das erfindungsgemäße mindestens zweischichtige Sicherheitselement lässt sich kostengünstig herstellen, wenn sowohl der erste als auch der zweite Aufdruck mit dem gleichen Druckverfahren erzeugt wird. Besonders wirt- schaftlich ist die Herstellung, wenn der erste und der zweite Aufdruck wäh- rend eines Druckdurchlaufs erzeugt wird. Durch die Aufbringung beider Aufdrucke in einem Durchlauf wird außerdem die passergenaue Positionie- rung der beiden Farbschichten wesentlich erleichtert. Für die Aufdrucke
kommen grundsätzlich alle Druckverfahren in Betracht, die geeignet sind, die Farben in der erforderlichen Schichtstärke und Auflösung auf das zu be- druckende Dokument zu übertragen. Als Beispiel sei der Flexodruck er- wähnt. Besonders bevorzugt wird das Offsetverfahren, da es sehr wirt- schaftlich ist und eine sehr hohe Auflösung ermöglicht. Insbesondere für hohe Auflagen wird der indirekte Hochdruck besonders bevorzugt, da hier eine besonders hohe Standzeit der Druckplatten gegeben ist, und das Ver- fahren außerdem eine besonders gute Druckqualität und hohe Farbbrillanz liefert.
Als Metalleffektfarben werden solche bevorzugt, die einen Gold-, Silber-, Bronze-oder Kupferton aufweisen, da deren : Erscheinungsbild für den durchschnittlichen Besitzer oder Anwender der Dokumente am vertraute- sten ist. Darüber hinaus wird insbesondere durch Gold-und Silberfarben, durch die Assoziation zu den teuren Edelmetallen ein Eindruck von Wert- haltigkeit vermittelt, der insbesondere bei Wertdokumenten, wie beispiels- weise Banknoten besonders erwünscht ist. Das charakteristische Aussehen dieser Farben, hier als"Metalleffekt"bezeichnet, kann beispielsweise durch kleine und dünne Metallplättchen erzeugt werden. Des Weiteren kommen dafür die fein zerkleinerten, plättchenförmigen Bruchstücke von mit Metall bedampfter Polyesterfolie in Betracht, die beispielsweise unter dem Marken- namen"Metalure@"bekannt sind.
Die Attraktivität und Auffälligkeit des Sicherheitselements wird erhöht, wenn der Glanz der Metalleffektfarbe gesteigert wird. Eine besonders einfa- che Möglichkeit, den Glanz zu erhöhen, besteht darin, die Oberfläche des Dokuments zumindest im Bereich des Aufdrucks der Metalleffektfarbe zu glätten. Da insbesondere Sicherheits-und Wertdokumente zunächst mit ei- nem Untergrunddruck versehen werden, der beispielsweise im Offsetdruck
aufgebracht wird, und anschließend mit dem Stichtiefdruckverfahren be- druckt werden, wobei aufgrund des hohen Anpressdruckes der Druckplatte die Substratoberfläche geglättet wird, ist es besonders wirtschaftlich, die Glättung der Metalleffektfarbe während des Stichtiefdruckes durchzuführen.
Eine weitere Möglichkeit, besonders glänzende Sicherheitselemente zu erhal- ten, besteht darin, das Sicherheitselement auf eine Kunststofffolie aufzubrin- gen. Wegen deren besonders glatter Oberfläche zeigt ein Aufdruck mit Me- talleffektfarbe auf solchen Substratmaterialien einen stark ausgeprägten Glanz.
Die ; Attraktivität, Auffälligkeit und Fälschungssicherheit des Sicherheitsele- ments wird noch weiter erhöht, wenn die mit der Metalleffektfarbe bedruck- te Fläche zusätzlich mit einer Blindprägung versehen wird. Besonders attrak- tiv, ansprechend und schwierig nachzuahmen sind Blindprägungen, die ein stufenlos moduliertes, dreidimensionales Relief aufweisen, wie es beispiels- weise bei Medaillen vorkommt. Die Herstellung entsprechender Sicherheits- elemente ist wiederum besonders wirtschaftlich durchzuführen, wenn die Blindprägung während des Stichtiefdruckvorgangs erzeugt wird, wobei das dem Relief entsprechende Negativ in den nicht farbführenden Teil einer Stichtiefdruckplatte integriert wird.
Die für den ersten Aufdruck verwendete Buntfarbe kann eine Druckfarbe beliebiger Färbung sein, womit auch Weiß, Schwarz, Grau und beliebige Mischfarben erfasst sein sollen. Bestimmte Kombinationen von Metalleffekt- farben und Buntfarben werden jedoch bevorzugt, da diese Kombinationen besonders attraktive, intensiv gefärbte und leuchtstarke Sicherheitselemente ergeben. Gold-und Bronzetöne werden bevorzugt mit Gelb-, Braun-und Rottönen kombiniert, während Metalleffektfarbe mit einem Kupferton be-
vorzugt mit Orange-, Rot-und Brauntönen kombiniert wird. Für die Kombi- nation von Metalleffektfarben mit silbernem Ton eignen sich dagegen insbe- sondere Farben mit grauem, blauem und grünem Farbton.
Als Dokumente im Sinne der Erfindung werden alle Sicherheits-und Wert- drucke verstanden, insbesondere Banknoten, Aktien, Anleihen und Urkun- den, aber auch Eintrittskarten, Gutscheine, Ausweise und Pässe.
Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann unmittelbar auf das Doku- ment aufgebracht werden oder auf einem Folienelement vorgefertigt wer- den, das als durchgehender Faden, Streifen oder Einzelelement (Patch) in das Dokument eingebracht oder auf dessen Oberfläche aufgebracht wird. Es ist auch möglich, das Sicherheitselement auf einer Folie vorzufertigen, die als Tranferfolie dient. Dabei wird das Sicherheitselement von der Transferfolie auf den zu sichernden Gegenstand übertragen und die Transferfolie nach dem Übertrag wieder entfernt. Bei diesem Vorgehen können die beiden Aufdrucke auf der Tranferfolie in umgekehrter Reihenfolge angeordnet sein.
In Betrachtungsrichtung des Sicherheitselements liegt die Metalleffekt- farbschicht jedoch immer über der Schicht aus Buntfarbe. Nach Bedarf kön- nen weitere Release-, Kleber-und/oder Schutzschichten hinzugefügt wer- den. Der Buntfarben-und der Metalleffektfarbenaufdruck kann beispiels- weise auf einem schmalen, transparenten Folienstreifen aus Kunststoff ge- druckt werden. Die im Buntfarbenaufdruck ausgesparten Negativkonturen können anstatt Linien beispielsweise auch fein strukturierte Symbole oder Textzeichen wiedergeben. Wird ein solcher Folienstreifen als so genannter "Fenstersicherheitsfaden"in ein Dokument eingebettet, liegt der Folienstrei- fen im Bereich der Fenster obenauf und ist für das Auge frei zugänglich. In diesen Bereichen ist der auf der glatten Oberfläche der Folie besonders stark ausgeprägte metallische Glanz der Metalleffektfarbe gut wahrnehmbar. Zu-
sätzlich können bei genauerer Betrachtung die durchscheinenden Negativ- konturen wahrgenommen bzw. überprüft werden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen : Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Dokument in Aufsicht, Fig. 2 eine schematische Darstellung des ersten und zweiten Auf- drucks, Fig. 3 einen Ausschnitt aus dem Querschnitt entlang der Linie A-B in Fig. 1.
In Fig. 1 ist als Beispiel für ein erfindungsgemäßes Dokument 1 eine Bankno- te dargestellt. Üblicherweise befinden sich innerhalb des Feldes 2 die doku- menten-bzw. banknotentypischen Informationen, wie beispielsweise Wert- zahl, Währung, Portraitbild etc., die in der Figur im Einzelnen nicht wieder- gegeben sind. Gerade im Banknotendruck wird ein Teil dieser Informationen üblicherweise im Offsetdruck oder indirekten Hochdruck aufgebracht und ein anderer Teil im Stichtiefdruck. Das Sicherheitselement 3 ist hier kreis- rund ausgeführt, kann jedoch auch eine andere Geometrie aufweisen. Die beiden Aufdrucke 4,6, die übereinander angeordnet das Sicherheitselement 3 bilden, sind schematisch in Fig. 2 dargestellt. Der erste Aufdruck 4 wird beispielsweise im indirekten Hochdruck erzeugt, wobei eine kräftig gelbe Standardfarbe vom Typ Pantone Yellow U verwendet werden kann. Vor- zugsweise wird für diesen ersten Aufdruck eine Farbe verwendet, die auch im restlichen Druckbild des Dokuments 1 vorkommt. In diesem Fall ist für den ersten Aufdruck 4 kein zusätzlicher Druckdurchlauf bzw. kein zusätzli-
ches Druckwerk erforderlich. Über eine Farbtrennung kann der als Unter- grunddruck dienende erste Aufdruck 4 auch mit mehreren unterschiedli- chen Farben realisiert werden.
Der Aufdruck 4 ist von unbedruckten Negativkonturen 5 durchzogen, die ein guillochenartig vernetztes Muster aus feinen Linien bilden. Um die Dar- stellung des gesamten Sicherheitselements zu erleichtern, sind die im Auf- druck 4 ausgesparten linienförmigen Negativkonturen 5 in der Fig. 1 als durchgehende, dunkle Linien vor hellem Grund wiedergegeben. Der zweite Aufdruck 6 kann ebenfalls im indirekten Hochdruck, beispielsweise mit ei- ner Goldfarbe vom Typ Pantone 871 U gedruckt werden. Der zweite Auf- druck 6 bildet eine homogen bedruckte, ununterbrochene Fläche und besitzt die gleiche Größe und Umrisskontur wie der erste Aufdruck 4. Die exakt passergenau übereinander angeordneten Aufdrucke 4 und 6 bilden das Si- cherheitselement 3.
Zu Verbesserung der Fälschungssicherheit und des erhöhten Schutzes gegen Reproduktion mittels Fotokopiergeräten kann das Sicherheitselement 3 zu- sätzlich mit einer Blindprägung 7 versehen werden, die vorzugsweise als stufenlos moduliertes Relief ausgebildet ist. Die Blindprägung 7 ist in Fig. 1 lediglich durch ihre Umrisslinie angedeutet. Die Blindprägung gibt bei- spielsweise ein Logo, Hoheitszeichen, alphanumerische Zeichen, eine Person oder Gebäude wieder. Sie wird vorzugsweise durch eine entsprechend gra- vierte Stichtiefdruckplatte und während des Druckens des Dokuments 1 mit dem Stichtiefdruckverfahren erzeugt.
Durch den hohen Druck, mit dem eine Stichtiefdruckplatte während des Druckvorgangs gegen das zu bedruckende Substrat gepresst wird, kann die auf der Dokumentenoberfläche oben aufliegende Metalleffektfarbe durch die
glatten, nicht farbführenden Bereiche der Stichtiefdruckplatte geglättet wer- den. Dadurch wird der charakteristische Glanz der Metalleffektfarbe ver- stärkt.
Fig. 3 gibt schematisch einen Ausschnitt des Querschnitts durch das Doku- ment 1 entlang der Linie A-B in Fig. 1 wieder. Das Dokument 1 besteht vorzugsweise aus Papier, es können jedoch auch andere Materialien, wie Kunststofffolien verwendet werden, solange sie in der erforderlichen Weise bedruckbar sind. Der dünne, oben aufliegende zweite Aufdruck 6 mit der Metalleffektfarbe ist leicht durchscheinend, so dass das visuelle Erschei- nungsbild des Sicherheitselements 3 durch den in einer Buntfarbe ausgeführ- ten ersten Aufdruck 4 mit beeinflusst wird. Durch das Durchschimmern der Farbe des ersten unteren Aufdrucks 4 durch die Metalleffektfarbe hindurch wird der Farbton und die Leuchtkraft des Sicherheitselements 3 in ge- wünschter Weise beeinflusst. Auch die ausgesparten Negativkonturen 5, die beispielsweise eine Linienbreite von 200 am aufweisen, sind als filigranes Muster visuell erkennbar und bilden ein schwer nachzustellendes Echt- heitsmerkmal.
Wird etwa versucht, das durch die Negativkonturen im Untergrund gebilde- te Muster durch einen homogenen, nicht unterbrochenen Untergrunddruck und entsprechende Aussparungen im Aufdruck der Metalleffektfarbe nach- zubilden, wäre ein solcher Versuch zum Scheitern verurteilt. Denn um etwa im Offsetdruck oder indirektem Hochdruck einen ausreichend intensiven metallischen Farb-bzw. Glanzeindruck zu erzeugen, sind bei diesen Druck- verfahren verhältnismäßig hohe Einstellungen für den Farbmengenübertrag erforderlich, die dazu führen, dass feine Negativkonturen in einer Metallef- fektfarbenschicht durch Verwischen, Zulaufen und Zuschmieren nicht präzi- se und sauber reproduziert werden können. Druckverfahren, die zwar einen
grundsätzlich deutlich höheren Farbübertrag aufweisen, wie beispielsweise der Siebdruck, hätten zusätzlich noch das Problem einer nicht ausreichenden Auflösung und ließen sich außerdem weniger ökonomisch in den Prozess der Herstellung von Wert-und Sicherheitsdokumenten integrieren, da sie zusätzliche Druckvorgänge erfordern würden. Eine durch Negativkonturen unterbrochene Metalleffektfarbenschicht hätte außerdem ein unruhiges, un- gleichmäßigen Erscheinungsbild. Bei den erfindungsgemäß hergestellten Dokumenten werden die Negativkonturen dagegen in den Aufdruck einer normalen Buntfarbe integriert, die, um einen ausreichend intensiven Farb- eindruck zu erzeugen, lediglich in sehr geringer Menge bzw. Schichtstärke , äufgedruckt werden muss. Dazu können bevorzugt sehr wirtschaftliche Druckverfahren, wie der Offsetdruck oder der indirekte Hochdruck einge- setzt werden, die auch eine hohe Auflösung ermöglichen. Der Aufdruck der Metalleffektfarbe erfolgt dagegen in einer im Wesentlichen geschlossenen, ununterbrochenen Schicht und erzeugt dadurch ein gleichmäßiges und ge- fälliges Erscheinungsbild, das insbesondere in Verbindung mit einer Blind- prägung an eine Münze oder Medaille erinnert.
Next Patent: METHOD FOR STRUCTURING ENDLESS BELTS FOR PRESSES
