HENNEK, Heinrich (Obinger Strasse 1, Amerang, 83123, DE)
| Patentansprüche 1. Sicherheitstasche (10) aus Kunststoff zur Aufnahme und zum Transport von Wertsachen, mit einer unteren (11) und einer oberen Kunststoff-Lage (12), die unter BiI- düng einer verschließbaren Zugangsöffnung (16) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitstasche (10) zumindest abschnittsweise mit einer Indikatorschicht (17) versehen ist, die bei einer mechanischen Beschädigung einen Farbumschlag er- zeugt. 2. Sicherheitstasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Indikatorschicht (17) auf der Innenseite und/oder der Außenseite der oberen Kunst- stoff-Lage (12) angeordnet ist. 3. Sicherheitstasche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Indikatorschicht (17) auf der Innenseite und/oder der Außenseite der unteren Kunst- stoff-Lage (11) angeordnet ist. 4. Sicherheitstasche nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Indikatorschicht (17) aufgedruckt oder aufgespritzt ist. 5. Sicherheitstasche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Indikatorschicht (17) zwei Reaktionsmittel enthält, die voneinander räumlich getrennt sind, wobei die räumliche Trennung infolge der mechanischen Beschädigung aufhebbar ist. 6. Sicherheitstasche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionsmittel mittels einer Membran oder Trennschicht voneinander getrennt sind. 7. Sicherheitstasche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Indikatorschicht zumindest ein Reaktionsmittel enthält, das bei Kontakt mit Sauerstoff einen Farbumschlag erzeugt. 8. Sicherheitstasche nach Anspruch 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Reaktionsmittel in der Indikatorschicht gekapselt ist. |
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitstasche aus Kunststoff zur Aufnahme und zum Transport von Wertsachen, mit einer unteren und einer oberen Kunststoff-Lage, die unter Bildung einer verschließbaren Zugangsöffnung miteinander verbunden sind.
Eine derartige Sicherheitstasche ist von zwei aufeinander- liegenden Kunststoff-Lagen gebildet, die jeweils eine recht- eckige Form besitzen und an ihren üitifangsrändern miteinander verbunden oder verschweißt sind. In einer der Lagen ist eine Zugangsöffnung gebildet, durch die ein Benutzer Wertsachen oder Dokumente in den zwischen den beiden Kunststoff-Lagen gebildeten Aufnahmeraum einbringen oder aus diesem entnehmen kann. Die Zugangsöffnung ist mittels einer angeformten Verschlusslasche dicht verschließbar, wobei im Bereich des Verschlusses verschiedene Manipulationsindikatoren ausgebildet sind, die anzeigen, ob ein unbefugter Dritter versucht hat, die Sicherheitstasche durch Aufbringen von Wärme/Kälte oder Lösungsmittel zu öffnen. Die an der Zugangsöffnung bzw. dem Verschluss angebrachten Manipulationsindikatoren sind in der Zwischenzeit so ausgereift, dass es einer unbefugten Person praktisch nicht möglich ist, durch die Zugangsöffnung Zugriff auf die im Inneren der Sicherheitstasche befindli- chen Wertsachen zu nehmen, ohne dass es sofort auffällt.
In der Praxis hat es sich jedoch gezeigt, dass das größte Sicherheitsrisiko für eine derartige Sicherheitstasche darin besteht, dass eine unbefugte Person die Sicherheitstasche schlitzt, so dass sie aus dem Aufnahmeraum der Sicherheitstasche Geld oder Wertsachen entnehmen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitstasche der genannten Art zu schaffen, bei der das Risiko, dass eine Schlitzung der Sicherheitstasche unbemerkt bleibt, wesentlich verringert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Sicherheitstasche mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dabei ist vorgesehen, dass die Sicherheitstasche zumindest abschnittsweise mit einer Indikatorschicht versehen ist, die bei einer mechanischen Beschädigung einen Farbumschlag erzeugt. Die Indikatorschicht ist so ausgebildet, dass sie insbesondere bei einer Schlitzung bzw. einem Einschnitt im Bereich der Schnittlinie eine deutlich sichtbare Verfärbung nach Art einer blutenden Wunde erzeugt, die irreversibel ist und jedem Benutzer sofort auffällt. Auf diese Weise ist es nicht mehr möglich, die Sicherheitstasche aufzuschlitzen, ohne dass dies bemerkt wird.
Die Indikatorschicht kann auf der Innenseite und/oder der Außenseite der oberen Kunststoff-Lage und vorzugsweise auch auf der Innenseite und/oder Außenseite der unteren Kunststoff-Lage angeordnet sein. Die Indikatorschicht kann ihrerseits einlagig oder mehrlagig aufgebaut sein, wobei sie vorzugsweise aufgedruckt oder aufgespritzt ist.
In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Indikatorschicht zwei Reaktionsmittel A und B enthält, die voneinander räumlich getrennt sind, wobei die räumliche Trennung infolge der mechanischen Beschädigung bzw. der Schlitzung aufhebbar ist. In einer möglichen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die beiden Reaktionsmittel A und B mittels einer Membran voneinander getrennt sind. Wenn die Indikatorschicht geschlitzt wird, wird diese Membran beschädigt, wodurch die beiden Reaktionsmittel miteinander in Kontakt kommen und unter Erzeugung des Farbumschlages miteinander reagieren. Alternativ ist es jedoch auch möglich, ein erstes Reaktionsmittel A in einer ersten Lage unterzubringen, auf dieser eine sehr dünne Trennschicht vorzusehen und darauf eine zweite Lage anzuordnen, in der das andere Reaktionsmittel B enthalten ist. Wenn die Sicherheitstasche und damit die Indikatorschicht geschlitzt wird, wird dadurch auch die Trennschicht geschlitzt, so dass das Reaktionsmittel A aus der einen Lage mit dem Reaktionsmittel B aus der anderen Lage im Bereich des Schlitze in Kontakt kommt und mit diesem unter Bildung des Farbumschlages reagiert .
In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann vor- gesehen sein, dass die Indikatorschicht zumindest ein Reaktionsmittel enthält, dass bei Kontakt mit Sauerstoff insbesondere aus der Luft einen Farbumschlag erzeugt. Dies lässt sich beispielsweise dadurch erreichen, dass das Reaktions ¬ mittel in die Indikatorschicht eingekapselt ist, so dass es mit der Umgebungsluft nicht in Kontakt kommt. Erst wenn die Indikatorschicht geschlitzt wird, kommt das im Bereich der Schlitzung befindliche Reaktionsmittel mit der Umgebungsluft in Kontakt und reagiert mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff unter Bildung des Farbumschlags.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich, wobei die einzige Figur eine schematische perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Sicherheitstasche zeigt.
In der Figur dargestellte Sicherheitstasche 10 besteht aus einer unteren Kunststoff-Lage 11 und einer darauf liegenden oberen Kunststoff-Lage 12. Die beiden Kunststoff-Lagen 11 und 12 besitzen jeweils eine rechteckige Form, wobei die untere Kunststoffläge 11 die obere Kunststoff-Lage 12 an dem oberen Rand unter Bildung einer Verschlusslasche 13 über- ragt. Die beiden Kunststoff-Lagen 11 und 12 sind an drei Um- fangsrändern mittels Schweißnähten 14 miteinander verschweißt. Am vierten oberen Umfangsrand der oberen Kunststoff-Lage 12 ist eine Zugangsöffnung 16 gebildet, durch die ein Benutzer Wertsachen oder Geld in den zwischen den beiden Kunststoff-Lagen 11 und 12 gebildeten Aufnahmeraum einbringen oder aus diesem entnehmen kann. Die Sicherheitstasche 10 lässt sich verschließen, indem der Benutzer die überstehende Verschlusslasche 13 der unteren Kunststoff-Lage 11 umschlägt (siehe Pfeil 15) und mit der oberen Kunststoff-Lage 12 ver- klebt. Es sind jedoch auch andere Ausgestaltungen der Zugangsöffnung und andere Verschlussmechanismen bekannt.
Die obere Kunststoff-Lage 12 ist vorzugsweise vollflächig mit einer ein- oder mehrlagigen Indikatorschicht 17 verse- hen, die vorzugsweise außenseitig auf die obere Kunststoff- Lage 12 aufgespritzt oder aufgedruckt wird. In gleichartiger Weise ist auch die untere Kunststoff-Lage 11 auf zumindest einer ihrer Seiten und vorzugsweise auf ihrer in der Figur nicht dargestellten Außenseite mit einer gleichartigen Indi- katorschicht 17 versehen. Die Indikatorschicht 17 ist so ausgebildet, dass sie bei einer mechanischen Beschädigung und insbesondere bei einer Schlitzung im Bereich des Schlitzes einen Farbumschlag erzeugt. Um einen entsprechenden Farbumschlag bei der Herstellung der Sicherheitstasche zu vermeiden, sollte vorgesehen sein, dass im Bereich der Seitenkanten der oberen und unteren Kunst- stoff-Lagen, die üblicherweise von einem Endlosband abgeschnitten werden, keine entsprechende Indikatorschicht vorhanden ist, um bei diesem Schneidvorgang keinen Farbumschlag zu erzeugen. Auch der Bereich der Kunststoff-Lagen, in dem bei der fertigen Sicherheitstasche die Schweißnähte 14 aus- gebildet sind, sollte ohne Indikatorschicht ausgebildet sein. Vorzugsweise ist vorgesehen, die die Kunststoff-Lagen bildenden Materialien zu Beginn des Herstellungsprozesses mit der Indikatorschicht zu versehen, was beispielsweise durch Aufdrucken oder Aufsprühen geschehen kann. Alternativ ist es jedoch auch möglich, zunächst die Sicherheitstasche ohne Indikatorschicht herzustellen und diese erst abschließend auf die vorgefertigte Sicherheitstasche aufzudrucken oder aufzuspritzen.
