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Patent Searching and Data


Title:
SECURITY SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/010039
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a security system for heave prevention and/or sealing and/or balance maintenance and/or positional stabilisation of at least one body. At least one swelling agent is thus placed in active contact with said body, which may swell on absorbing substances.

Inventors:
Röhm, Klaus (Dorfstrasse 62 Walddorfhäslach, 72141, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/008450
Publication Date:
February 07, 2002
Filing Date:
July 21, 2001
Export Citation:
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Assignee:
Röhm, Klaus (Dorfstrasse 62 Walddorfhäslach, 72141, DE)
International Classes:
B65D88/76; B65D90/22; E02D27/38; E02D31/12; (IPC1-7): B65D88/76; B65D81/26; B65D90/24; E04B1/68
Foreign References:
EP0952261A1
DE4323216A1
US5044835A
Attorney, Agent or Firm:
Ruckh, Rainer (Fabrikstrasse 18 Owen/Teck, 73277, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Sicherungssystem zur Auftriebssicherung und/oder Abdichtung und/oder Erhaltung des Gleichgewichtszustandes und/oder zur Lagestabilisierung wenigstens eines Körpers durch Einsatz wenigstens eines in Wirkverbin dung mit dem Körper stehenden Quellmittels, welches durch Aufnahme von Stoffen aufquellbar ist.
2. Sicherungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses einen stationär gelagerten, schwimmenden, schwebenden oder sinkenden Körper aufweist.
3. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Quellmittel durch Aufnahme von flüssigen, gelartigen, gashaltigen oder gasförmigen Stoffen, insbesondere mit einer vorgegebe nen Verzögerungszeit, aufquillt.
4. Sicherungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffe aus Wasser bestehen oder wasserhaltig sind.
5. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 14, dadurch gekenn zeichnet, dass die Quellmittel von Superabsorbern gebildet sind.
6. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 15, dadurch gekenn zeichnet, dass die Quellmittel eine homogene oder heterogene Struktur aufweisen.
7. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 15, dadurch gekenn zeichnet, dass dem Quellmittel und/oder dem aufzunehmenden Stoff Zu satzstoffe beigefügt sind.
8. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekenn zeichnet, dass als Zusatzstoffe Bindemittel der mehrwertigen Metallsalze, insbesondere Aluminiumsulfat, und/oder Stoffe aus der Stoffgruppe der Klebstoffe, insbesondere Cellulose, Methylcellulose oder Gelatine, und/oder Stoffe, welche bei Umgebungstemperatur gelartige, elastische Eigenschaften und bei Erwärmung flüssige Aggregatzustände aufweisen, insbesondere Parafine, Weichoder Gelwachse, Weißöle, Bienenwachse, Agar, und/oder zumindest teilweise flüssige Stoffe, welche durch chemi sche Reaktionen in gelartige, elastische Stoffe umsetzbar sind, insbeson dere Kautschuke, Gummi, polymere Kunststoffe oder Polyurethane vor gesehen sind.
9. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 1 8, dadurch gekenn zeichnet, dass der Körper mittels des Quellmittels beschwert ist.
10. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 19, dadurch gekenn zeichnet, dass mittels des Quellmittels eine auf den Körper wirkende Sogkraft ausgeübt wird.
11. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 110, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen dem Körper und dem Quellmittel Adhäsions kräfte wirken.
12. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 111, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen dem Körper und dem Quellmittel statische oder dynamische Reibungskräfte wirken.
13. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 112, dadurch gekenn zeichnet, dass das Quellmittel eine Klebewirkung aufweist, die zur Ver bindung mehrerer Quellmittel und/oder des Quellmittels oder der Quell mittel mit wenigstens einem Körper dient.
14. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 113, dadurch gekenn zeichnet, dass mittels des Quellmittels auf den Körper wirkende Auf triebskräfte reduziert sind.
15. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 114, dadurch gekenn zeichnet, dass von dem Körper oder von mehreren Körpern wenigstens ein Hohlraum umschlossen wird, welcher zu dessen Abdichtung mit den Quellmitteln jeweils wenigstens teilweise ausfüllbar oder abschließbar ist.
16. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 115, dadurch gekenn zeichnet, dass der Körper und das Quellmittel einen Formschluss bilden.
17. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 116, dadurch gekenn zeichnet, dass der Körper von dem Quellmittel teilweise oder vollständig umschlossen ist.
18. Sicherungssystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper von einer Poren aufweisenden Umhüllung gebildet ist, in welcher ein ungequollenes oder gequollenes Quellmittel gelagert ist, und dass bei Aufquellen ein Teil des Quellmittels durch die Poren an die Außenseite der Umhüllung dringt und dort eine Schicht bildet.
19. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 117, dadurch gekenn zeichnet, dass die Quellmittel auf Trägermaterialien aufgebracht sind.
20. Sicherungssystem nach einem der Ansprüche 119, dadurch gekenn zeichnet, dass durch Zuführen von Rückführmitteln zu den aufgequolle nen Quellmitteln die Stoffe zumindest teilweise von den Quellmitteln se parierbar sind.
21. Sicherungssystem nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass als Rückführmittel den aufgequollenen Quellmitteln Energie zugeführt wird.
22. Sicherungssystem nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass als Rücknihrmittcl den aufgequollenen Quellmitteln Rückführstoffe, insbe sondere Polyelektrolyte, zugeführt werden.
Description:
Sicherungssystem Die Erfindung betrifft ein Sicherungssystem.

Derartige Sicherungssysteme dienen zur Abdichtung eines Körpers und/oder zur Erhaltung des Gleichgewichtszustandes eines Körpers und/oder zur Lage- stabilisierung eines Körpers.

Derartige Sicherungssysteme werden in den verschiedensten industriellen An- wendungsbereichen benötigt. Ein Beispiel für eine derartige Anwendung be- steht in der Sicherung von Lagertanks. Derartige Lagertanks dienen insbeson- dere zur Lagerung von Heizöl und sind in Kellerräumen von Gebäuden ange- ordnet. Der Lagertank ist dabei in einem Auffangraum angeordnet, dessen Sei- tenwände in Abstand zum Lagertank liegen.

Bei Eindringen von Hochwasser besteht zum einen die Gefahr, dass aufgrund des Wasserdrucks die zum Lagertank fiihrenden Rohrleitungen beschädigt wer- den, wodurch Heizöl aus den Rohrleitungen austreten kann. Des Weiteren be- steht die Gefahr, dass durch die Auftriebskräfte, die durch das eindringende Hochwasser auf den Lagertank ausgeübt werden, der Lagertank aufschwimmt und dabei zudem verkippt. Dadurch besteht eine große Gefahr von Beschädi- gungen des Lagertanks.

Prinzipiell können derartige Lagertanks durch mechanische Systeme gesichert werden. Insbesondere können die Rohrleitungen mit Dichtungen, Manschetten und dergleichen abgedichtet werden. Der konstruktive Aufwand und damit der Kostenaufwand für derartige Sicherungssysteme ist jedoch beträchtlich.

Weiterhin können auch mechanische Sicherungssysteme zur Lagesicherung eines derartigen Lagertanks vorgesehen werden. Beispielsweise können die Lagertanks am Boden des Kellerraumes festgeschraubt werden. Abgesehen davon, dass auch derartige Sicherungssysteme einen beträchtlichen konstrukti- ven Aufwand erfordern, kommt als weiterer Nachteil hinzu, dass die mechani- schen Sicherungssysteme einen Eingriff in die Konstruktion der Lagerung des Lagertanks bedeuten. Derartige Veränderungen bedingen unter Umständen eine Neuprüfung des Lagertanks durch die Zulassungsbehörde, was einen uner- wünscht hohen Zeitaufwand mit sich bringt.

Weiterhin ist nachteilig, dass zur Anbringung derartiger Verschraubungen Boh- rungen in die die Auffangräume begrenzenden Wände und Böden eingearbeitet werden müssen. Dadurch besteht die Gefahr, dass auslaufendes Heizöl über diese Bohrungen in das Innere des Mauerwerks des Gebäudes eindringt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein möglichst universell einsetzba- res und zuverlässiges Sicherungssystem zu schaffen, welches einfach und kos- tengünstig herstellbar ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen.

Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfin- dung sind in den Unterpositionen beschrieben.

Das Sicherungssystem dient zur Auftriebssicherung und/oder Abdichtung und/oder Erhaltung des Gleichgewichtszustandes und/oder zur Lagebestim- mung wenigstens eines Körpers durch Einsatz wenigstens eines in Wirkverbin- dung mit dem Körper stehenden Quellmittels, welches durch Aufnahme von Stoffen aufquellbar ist.

Zur Lagerstabilisierung eines Körpers und/oder zur Erhaltung eines Gleichge- wichtszustandes eines Körpers wird insbesondere ausgenutzt, dass durch die

Wirkverbindung zwischen Quellmittel und Körper die auf den Körper wirken- den Kräfte, insbesondere Auftriebskräfte, Gewichtskräfte und Druckkräfte be- einflusst werden.

Die Beeinflussung erfolgt insbesondere durch Aufquellen der Quellmittel bei Kontakt mit Flüssigkeiten oder flüssigkeitshaltigen Stoffen wie Dämpfen, Gas und dergleichen. Das Aufquellen erfolgt insbesondere mit vorgegebenen Ver- zögerungszeiten.

Beispielsweise lässt sich eine Lagestabilisierung eines in einem Auffangraum stehenden Lagertanks dadurch erreichen, dass in den Zwischenraum zwischen den Wänden des Lagertanks und des Auffangraumes ungequollene oder in ge- ringem Maß vorgequollene Quellmittel eingegeben werden.

Bei Eindringen von Hochwasser quellen die Quellmittel unter Bindung des Wassers stark auf und füllen zweckmäßigerweise den Zwischenraum zwischen den Wänden des Lagertanks und des Auffangraumes aus. In diesem Fall beste- hen mehrere Wirkverbindungen zwischen dem den Körper bildenden Lagertank und den Quellmitteln, die zur Sicherung des Lagertanks beitragen.

Zum einen verdrängen die zwischen den Wänden des Lagertanks und des Auf- fangraumes liegenden Quellmittel das eindringende Wasser, so dass die auf den Lagertank wirkenden Auftriebskräfte reduziert werden. Dies verhindert ein Aufschwimmen des Lagertanks, das heißt, mittels der Quellmittel erfolgt eine Lagerstabilisierung des Lagertanks, wobei dieser insbesondere in einer eine Gleichgewichtsposition bildenden Einbaulage auf dem Boden des Lagertanks oder in einem vorbestimmten Einbaulagebereich, insbesondere in der Vertika- len, verbleibt.

Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass zwischen dem Lagertank und den anliegenden Quellmitteln Adhäsionskräfte wirken, die ebenfalls den Auftriebs- kräften entgegenwirken.

Schließlich können die Quellmittel. auch derart angeordnet sein, dass diese im gequollenen Zustand eventuell bestehende Hohlräume zwischen dem Boden des Lagertanks und dem Boden des Auffangraumes abdichten. Dadurch werden Sogkräfte erzeugt, die zusätzlich den Lagertank gegen ein Aufschwimmen si- chern.

Insbesondere zum Abdichten zum Beispiel im Bodenbereich von Heizöl- Lagertanks können auch andere gelartige Stoffe als Zusatzstoffe bzw. als Bin- demittel für das Quellmittel dienen.

Solch ein anderer gelartiger Stoff kann das Quellmittel im Bodenbereich bei einzelnen Tankanlagentypen aufgrund deren Bauart und Herstellung vor Ort auch vollständig ersetzen.

Diese Stoffe weisen bei Umgebungstemperatur einen gel-artig/elastischen Ag- gregatzustand auf, welcher bei Erwärmung sich in einen flüssigen Aggregatzu- stand verändert.

Zu diesen Stoffen gehören insbesondere die Parafine, Weich-Wachse, Gel- Wachse, Weißöle (Mineralölprodukte), Bienenwachse, Agar, Heißklebstoffe.

Weiterhin kommen Stoffe aus der Stoffgruppe der Klebstoffe, insbesondere der Cellulose, Methylcellulose, Gelatine, Dextrine zur Anwendung. Zusätzlich oder Alternativ können gelartige/elastische Stoffe, welche durch eine chemi- sche Reaktion entstehen, insbesondere Kautschuke, Gummi, Polymere Kunst- stoffe, Weich-PVC und Polyurethane, verwendet werden.

Bevorzugt werden hierbei Stoffe mit guten Umwelt-und Recyclingeigenschaf- ten eingesetzt, wie dies zum Beispiel die Gel-Wachse und Heißklebstoffe auf- weisen.

Weiterhin können Quellmittel als Formkörper, gegebenenfalls zusammen mit mechanischen Einrichtungen wie zum Beispiel Riemen oder Ketten zur Be- schwerung des Lagertanks verwendet werden. Die ausgeübte Gewichtskraft des Quellmittels und/oder der aufzunehmenden Stoffe, insbesondere Flüssigkeiten wie Wasser und Brennstoffe kann außerhalb und/oder innerhalb des Lagertanks zur Beschwerung genutzt werden. Die Beschwerung kann zum Beispiel über außerhalb der Lagerbehälter angebrachten Konsolen oder plattenförmigen Kör- pern neben oder unter dem Lagertank durchgeführt werden. Auch dies führt zu einer Stabilisierung des Lagertanks.

Schließlich wird durch den Kontakt des vorzugsweise gequollenen Quellmittels mit dem Lagertank eine Abdichtwirkung des den Körper bildenden Lagertanks erzielt. Insbesondere kann das gequollene Quellmittel Anschlüsse am Lager- tank umschließen und abdichten, die für den Anschluss von Rohrleitungen die- nen. Dies kann auch gezielt durch an den Rohrleitungen angebrachtes Quell- mittel erfolgen. Besonders vorteilhaft werden auch in diesem Fall konsolen- förmige oder plattenförmige Körper eingesetzt, die mit Quellmitteln versehen sind.

Die Quellmittel sind vorzugsweise von Superabsorbern gebildet. Derartige Su- perabsorber speichern erhebliche Mengen an Wasser. Typischerweise kann mit 1 g eines Superabsorbers eine maximale Wassermenge von 300 g gespeichert werden.

Allgemein können die Quellmittel Stoffe unter Aufquellen aufnehmen, wobei die Stoffe außer als Flüssigkeiten auch als gasförmige, gashaltige oder gelartige Stoffe ausgebildet sein können.

Die Quellmittel können beispielsweise in ungequollenem Zustand in Pulver- form oder in sonstiger körniger oder faserförmiger oder makroporöser Struktur verwendet werden. Dabei können die Quellmittel insbesondere in Umhüllun- gen gelagert sein und mit diesen Quellkörper bilden. Weiterhin können die Quellmittel auf Trägermaterialien wie zum Beispiel Folien, Textilien und/oder verstärkten, gummiartigen Gebilden mit hohem Reibungsbeiwert wie zum Bei- spiel Antirutschmatten der Marke"Black Cat"aufgebracht werden. Schließlich können die Quellmittel auch als Formkörper und/oder Flächengebilde ausge- bildet sein.

Weiterhin können den Quellmitteln Zusatzstoffe beigefügt werden, um die Be- schaffenheit und/oder Eigenverhalten der Quellmittel gezielt zu ändern.

Im einfachsten Fall erfolgt eine dosierte Zugabe von Wasser zu den Quellmit- teln um diese in vorgegebener Weise vorzuquellen.

Alternativ oder zusätzlich können den Quellmitteln als Zusatzstoffe Bindemit- tel, insbesondere Aluminiumsulfat und/oder Methylcellulose und/oder Glykol zugegeben werden.

Durch Zugabe derartiger Zusatzstoffe werden die Eigenschaften der Quellmittel gezielt verändert. Insbesondere kann dadurch die Aufnahmefähigkeit von Stof- fen, die Eigensteifigkeit und/oder die Viskosität und/oder die Abschließwir- kung des Quellmittels beeinflusst werden.

Weiterhin können als Zusatzstoffe dem Quellmittel Materialien beigefügt wer- den, welche vorgegebene mechanische, insbesondere Stabilitätseigenschaften aufweisen. Hierzu gehören Zusatzstoffe wie zum Beispiel das unter dem Mar- kennamen"Black Cat"vertriebene Material, welches im wesentlichen aus gummiartigem Material und einem Nylongewebe zu dessen Verstärkung be- steht. Dieses Material kann auch als Flächengebilde verwendet werden.

Für samtliche Ausführungsformen der Quellmittel gilt dabei, dass diese durch Aufnahme von Stoffen aufgequollen werden. Um die aufgequollenen Quell- mittel wieder zumindest teilweise in ihren ursprünglichen nicht gequollenen Zustand zu überführen, können diesen vorzugsweise Riickfiihrmittel zugeführt werden. Die Zuführung von Rückführmitteln kann dabei in Form einer Ener- giezuführung ausgebildet sein. Beispielsweise können diese Quellmittel einem vorgegebenen Druck oder Unterdruck ausgesetzt werden, um die Stoffe aus den gequollenen Quellmitteln zu entziehen. Weiterhin kann den gequollenen Quellmitteln Strom, Wärme oder Strahlung zugeführt werden, um die Stoffe aus den Quellmitteln zu lösen.

Desweiteren können die Rückfiihrmittel von Rückführstoffen gebildet sein, um die gequollenen Quellmittel in ihren ungequollenen Ausgangszustand zu über- führen. Derartige Rückführstoffe sind insbesondere von Polyelektrolyten wie zum Beispiel Kochsalz oder Essigsäure gebildet.

Durch die Verwendung der Rückführmittel ist die Recyclingfähigkeit der Quellmittel deutlich verbessert und der Energieaufwand hierfür verringert.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der nachstehenden Figuren und Aus- führungsbeispiele erläutert. Dabei zeigen : Figur 1 :- Draufsicht auf einen in einem Auffangraum gelagerten Lagertank mit darin zur Sicherung des Lagertanks eingebrachten Quellkör- pern.

Figur 2 : Querschnitt durch einen Ausschnitt der Anordnung gemäß Figur 1.

Figur 3 : Anordnung gemäß Figur 2 bei durch eindringendes Wasser aufge- quollenen Quellkörpern.

Beispiel 1 Figur 1 zeigt schematisch einen Lagertank 1, der in eiriem Auffangraum gela- gert ist. In dem Lagertank 1 ist im vorliegenden Beispiel Heizöl gelagert. Der Lagertank 1 weist an seiner Decke einen Anschlussstutzen 2 zum Befüllen mit Heizöl auf. Der Lagertank 1 besteht vorzugsweise aus Kunststoff oder Stahl.

Von dem Anschlussstutzen 2 fuhren nicht dargestellte Rohrleitungen zu einer ebenfalls nicht dargestellten Heizungsanlage.

Die so ausgebildete Tankanlage befindet sich vorzugsweise in einem Keller eines Gebäudes. Der Auffangraum umgibt den Lagertank 1 seitlich sowie an dessen Boden 3 und verhindert, dass sich aus dem Lagertank 1 eventuell aus- laufendes Heizöl im Kellerraum ungehindert ausbreiten kann.

Der Auffangraum ist zur Unterseite hin durch den Kellerboden 3 begrenzt.

Seitlich ist der Auffangraum von Wänden 4,4'begrenzt, wobei im vorliegen- den Ausführungsbeispiel eine Wand 4'von der Gebäudewand des Gebäudes gebildet ist. Zumindest die Innenseiten der Wände 4,4'und der Boden 3 des Kellerraumes sind betoniert und damit undurchlässig für austretendes Heizöl.

Wie insbesondere aus Figur 2 ersichtlich, sind die Wände 4,4'des Auffang- raumes mit Ausnahme der von der Kellerwand gebildeten Wand 4'nur gering- fügig höher als der Lagertank 1, so dass der Auffangraum von einer Person einsehbar ist.

Im Falle eines Hochwassers kann Wasser durch die üblicherweise nicht was- serdicht ausgebildeten Türen und Fenster des Kellerraumes eindringen und insbesondere den Auffangraum fluten. Durch die Auftriebskräfte des Wassers kann der Lagertank 1 aufschwimmen und dadurch beschädigt werden, so dass Heizöl aus dem Lagertank 1 unkontrolliert austritt.

Zur Sicherung des Lagertanks 1 in seiner Lagerposition sind von Quellmitteln gebildete Quellkörper 5 vorgesehen, welche in den Auffangraum eingebracht werden.

Das Prinzip der Lagesicherung ist in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Die Quellkörper 5 werden, wie in Figur 2 dargestellt, auf dem vom Kellerboden 3 gebildeten Boden des Auffangraumes und auf der Decke des Lagertanks 1 ver- teilt. Dabei sind die Quellkörper 5 getrocknet und befinden sich in ihrem nicht gequollenen Anfangszustand. Im nicht gequollenen Zustand beanspruchen die Quellkörper 5 nur einen geringfügigen Teil des Raumes zwischen den Wänden 4,4'des Lagertanks 1 und des Auffangraumes.

Im Falle eines Hochwassers strömt das eindringende Wasser insbesondere auch in den Auffangraum und gelangt dabei in Kontakt mit den Quellkörpem 5. Die Quellkörper 5 binden das eindringende Wasser und quellen dabei unter einer sehr großen Volumenerhöhung auf, wobei die aufgequollenen Quellkörper 5 eine hohe Viskosität aufweisen.

Durch eine geeignete Wahl der Mengen der Quellkörper 5 wird erreicht, dass, wie in Figur 3 dargestellt, die aufgequollenen Quellkörper 5'den gesamten Zwischenraum zwischen den Wänden 4,4'des Lagertanks 1 und des Auffang- raumes ausfüllen. Zudem ist auch die Oberseite des Lagertanks 1 mit den auf- gequollenen Quellkörpem 5'bedeckt. Der Wasserpegel 6 des Hochwassers kann bis zur Oberkante des Auffangraumes oder auch darüber reichen.

Die aufgequollenen Quellkörper 5'verhindern ein Fluten des Auffangraumes durch das eindringende Wasser, wodurch die auf den Lagertank 1 wirkenden Auftriebskräfte zumindest stark reduziert werden. Zudem wirken an der Grenz- fläche zwischen den Wänden 4,4'des Lagertanks 1 und der aufgequollenen, viskosen Quellkörper 5'Adhäsionskräfte, welche den Auftriebskräften entge- gen wirken.

Durch die Reduktion der Auftriebskräfte und die wirkenden Adhäsionskräfte wird der Lagertank I sicher in seiner Lagerposition gehalten und gegen ein Aufschwimmen gesichert.

Zudem dichten die aufgequollenen Quellkörper 5'den Anschlussstutzen 2 und die darauf geführten Rohrleitungen effizient gegen das eindringende Wasser und zudem auch gegen eventuell austretendes Heizöl (Sekundärschutz) ab.

Die Quellkörper 5 bestehen im wesentlichen aus einem Quellmittel oder aus einer Mischung von mehreren Quellmitteln, wobei als Quellmittel Superabsor- ber verwendet werden, die beispielsweise als Mittel zur Bindung von Flüssig- keiten in Babywindeln eingesetzt werden. Quellmittel dieser Art werden bei- spielsweise unter den Marken CABLOC, STOCKOSORB und FAVOR ver- trieben. Diese Quellmittel weisen im trockenen Zustand eine körnige Struktur auf, wogegen diese nach Aufnahme von Wasser eine viskose Konsistenz auf- weisen. Durch eine geeignete Mischung derartiger Quellmittel lässt sich der zeitliche Verlauf des Aufquellens der Quellkörper 5 sowie deren Viskosität im aufgequollenen Zustand vorgeben.

Zweckmäßigerweise können den Quellmitteln auch Zusatzstoffe wie beispiels- weise Granulate oder Graphit beigemischt werden. Durch die Kapillarwirkung der Granulate wird eine rasche und gleichmäßige Verteilung des in den Quell- körper 5 eindringenden Wassers erzielt. Durch die Zugabe von Graphit wird eine übermäßige Staubentwicklung der Quellmittel im trockenen Zustand ver- hindert und die Staubexplosionsgefahr herabgesetzt.

Als weitere Zusatzstoffe können den Quellmitteln Bindemittel wie zum Beispeil Natriumsilikate, Kaliumsilikate, mehrwertige Metallsalze wie zum Beispiel Aluminiumsulfat, sowie Klebstoffe wie insbesondere der Cellulose, Methylcellulose, Gelatine, sowie Stoffe aus der Gruppe der Glykole hinzuge- fügt werden.

Die Quellkörper 5 können prinzipiell aus zu Platten gepressten Quellmitteln bestehen. In einer besonders einfachen Ausführungsform liegen die Quellmittel 5 in körniger oder pulverartiger Form vor und werden in den Auffangraum ein- gestreut, eingeblasen, eingespritzt oder eingerieselt. Auch ein Einfließen von Quellmitteln 5 in den Auffangraum ist prinzipiell möglich.

Die Quellkörper 5 oder Quellmittel werden zweckmäßigerweise vor, spätestens jedoch mit Eindringen des Wassers in den Auffangraum eingebracht.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1-3 sind die Quellkörper 5 in bestimmten Packungsgrößen zusammengefasst und dabei in nicht darge- stellten wasserdurchlässigen Umhüllungen untergebracht. Die Umhüllungen können als Gefäße, plattenförmige Behälter, Trägermaterialien oder Beutel ausgebildet sein. Die auf diese Weise verpackten Quellkörper 5 sind einfach handhabbar und können an beliebigen Stellen des Auffangraumes eingelegt werden.

Die Umhüllungen bestehen dabei vorzugsweise aus dehnbaren, elastischen Materialien wie zum Beispiel textilen Geweben, wobei insbesondere Nylon- Gewebe geeignet sind. Auch gummiartige Materialien sind hierfür geeignet.

Bei derartigen Umhüllungen verbleibt der Quellkörper 5 während der Anfangs- phase des Quellprozesses in der Umhüllung, wobei sich bei Aufquellen des Quellkörpers 5 die Umhüllung bis zu einem Grenzvolumen mitdehnt. Dabei findet ein äußerst gleichmäßiges Aufquellen der in den Umhüllungen gelager- ten Quellkörper 5 statt. Bei Überschreiten des Grenzvolumens öffnen sich die Umhüllungen durch Aufplatzen oder Aufbrechen, so dass die Quellkörper 5' frei liegen und sich bei weiterem Aufquellen frei ausdehnen können.

Alternativ können auch Textilien, insbesondere grobmaschige wie z. B. Jute, als Trägermaterial verwendet werden.

Die beschriebene Absicherung und Abdichtung von Lagertanks 1 kann allge- mein auf Tanks, insbesondere auf unterirdisch gelagerte Tanks erweitert wer- den. Zudem ist auf diese Weise allgemein auch eine Absicherung von Gebäu- deteilen oder Gebäuden möglich. Insbesondere können bei unterirdisch gela- gerten Tanks Quellmittel zwischen der Raumdecke und der Oberseite des Tanks eingebracht werden, so dass die aufgequollenen Quellmittel einen Druck auf den Tank ausüben und diesen so beschweren, dass der Tank stabil in seiner Einbaulage bleibt.

Eine besondere Variante ist hierbei das Festhalten und Abdichten eines vor Ort gefertigten Lagertanks 1, welcher zum Beispiel nach DIN 6625 hergestellt ist und gegenüber dem Bodenbereich in der Regel 10 cm Abstand aufweist. Das Festhalte-/Abdichtelement ist am gesamten Umfang des Lagertanks 1 am Tankmantel angebracht und dichtet den Tankboden gegenüber dem Bereich um den Lagertank 1 ab. Dadurch wird der Lagertank 1 durch Abdichten und das Verhindern des Auftriebs in seiner Einbaulage gehalten.

Beispiel 2 Die Quellmittel können zur Lagestabilisierung und Positionierung von Schiffen und Booten eingesetzt werden. Dabei erfolgt mittels der Quellmittel insbeson- dere ein kontrolliertes Anheben von Booten in Trockendocks, wobei hiermit gleichzeitig eine Lagestabilisierung der Boote und ein Abdichten deren Au- ßenwände erfolgt.

Weiterhin können die Quellmittel zur Auftriebssicherung von Booten einge- setzt werden, beispielsweise um ein Sinken eines Bootes zu verhindern. Auch bei dieser Anwendung erfolgt ein gleichzeitiges Abdichten der Wandungen der Boote mittels der Quellmittel.

Beispiel 3 Die Quellmittel können allgemein als Abdichtmittel eingesetzt werden. Dabei können diese als Formteile bereits in ungequollenem Zustand an den abzu- dichtenden Körper oder in einem vom Körper umschlossenen Hohlraum anlie- gen. Dabei können die Formteile einen Formschluss mit dem jeweiligen Körper bilden. Alternativ bilden erst die, gequollenen Quellmittel eine dichtende Schicht.

Die Quellmittel können dabei insbesondere als Kabelabdichtungen eingesetzt werden, wobei die Quellmittel in ungequollenem und/oder gequollenem Zu- stand die abzudichtenden Kabel umschließen. Insbesondere können dabei die Quellmittel in Form von eigenstabilen Folien ausgebildet sein.

Weiterhin können die Quellmittel im Bereich des Hochwasserschutzes einge- setzt werden, wobei die Quellmittel insbesondere zur wenigstens teilweisen Abdichtung von Barrieren gegen Hochwasser dienen oder selbst Barrieren ge- gen Hochwasser bilden. Derartige Barrieren können insbesondere aus Stapeln von Sandsäcken oder dergleichen gebildet sein.

Für derartige Systeme eignen sich insbesondere Quellkörper, die Quellmittel aufweisen, welche in grobporigen Umhüllungen gelagert sind. Die Umhüllun- gen können von Jutesäcken, Nylonstrümpfen oder dergleichen gebildet sein.

Sobald die ungequollenen oder in geringem Maße vorgequollenen Quellmittel mit Wasser in Berührung kommen, quellen diese auf, wodurch ein Teil der Quellmittel durch die Poren nach außen austritt und eine die Umhüllung umge- bende viskose Schicht bildet. Mehrfachstapel dieser Quellkörper bilden mit den aufeinander liegenden viskosen Schichten einen effizienten Schutz gegen ein- dringendes Hochwasser.

Derartige Systeme können insbesondere auch zum Abdichten von umwelt- schutzrelevanten Anlagen eingesetzt werden. Insbesondere kann mit den Quellmitteln aus Anlagen austretendes Schwitzwasser aufgefangen werden.

Auch können mit den Quellmitteln umweltgefährdende Stoffe, insbesondere in wässriger Lösung aufgenommen oder eingedämmt werden. Beispielsweise können Quellmittel zum Aufbau von Barrieren gegen Ölaustritte an Stranden verwendet werden. Allgemein können die Quellmittel dabei im Bereich der Reinigungstechnik, insbesondere der Wasser-und Abwasserreinigung einge- setzt werden.

Weiterhin können derartige Systeme zur Abdichtung und/oder auch zur Auf- triebssicherung von Reservoirs mit Grundwasser oder Trinkwasser eingesetzt werden. Ebenso können Quellmittel in Hochwasserrückhaltebecken und der- gleichen als Wasserspeicher zur Riickhaltung von Niederschlags-und Hoch- wasser eingesetzt werden.

Des Weiteren können mit Quellmitteln und gegebenenfalls zusätzlichen Um- hüllungen oder Trägermaterialien Dichtelemente gebildet werden.

Diese Dichtelemente können zum Verschließen und Abdichten von Kanalisati- onen, Öffnungen von Rohrleitungen und dergleichen verwendet werden.

Insbesondere wird bei der Abdichtung mittels der Quellmittel ausgenutzt, dass aufgrund deren viskoser Struktur an den Grenzflächen zwischen den Körpern und der Quellmittel starke Reibungskräfte oder sogar eine Klebewirkung er- halten wird, wodurch eine hohe Dichtwirkung im Bereich der Grenzfläche er- reicht wird.

Die Dichtelemente können einerseits vollständig aus homogen oder heterogen strukturierten Quellmitteln bestehen.

Die Dichtelemente können weiterhin auch zum Verschließen und Abdichten von Türen und Fenstern eingesetzt werden.

Die Dichtelemente können insbesondere in Layertechnik ausgebildet sein. Be- sonders vorteilhaft werden als Trägermaterialien hydrophobe Materialien wie zum Beispiel Gartenvliese verwendet. Die Quellmittel, welchen gegebenenfalls Zusatzstoffe beigefügt sind, werden mit Binde-und/oder Klebemitteln am Trä- germaterial fixiert. Die Binde-und/oder Klebemittel sind neutral oder hydro- phob und können von Adhäsionsklebern, Schaumklebern, Methylcellulose oder dergleichen gebildet sein.

Die in Layertechnik hergestellten Dichtelemente können in unveränderter Form oder in weiterverarbeiteter Form zur Abdichtung von Fenstern, Türen oder der- gleichen eingesetzt werden. Dabei kann das Trägermaterial vorzugsweise in unterschiedlichen geometrischen Formen aufgewickelt werden. Auch kissenar- tige Ausbildungen derartiger Dichtelemente sind möglich.

Beispiel 4 Die Quellmittel können vorteilhaft in Rettungssystemen, insbesondere Wasser- Rettungssystemen eingesetzt werden.

Ein Beispiel hierfür ist die Verwendung von Quellmitteln für Boots-und Bade- stege. Insbesondere können die Quellmittel zur Herstellung von Schwimmkör- pern wie Rettungsringe und dergleichen verwendet werden.

Ein Beispiel für ein Rettungssystem ist ein Taucher-Rettungssystem. Dabei ist im Innern des Tauchanzugs ein Pulver, bestehend aus Natriumbicarbonat und Quellmittel, enthalten. In einem Notfall kann der Taucher unter Wasser seinen Tauchanzug fluten, so dass das Wasser in Kontakt mit dem Pulver kommt. Da- bei quillt das Quellmittel auf und durch das in Wasser gelöste Natriumbicarbo-

nat wird C02-Gas freigesetzt. Dadurch entstehen Auftriebskräfte, welche den Taucher an die Wasseroberfläche fuhren.

Beispiel 5 Mit den Quellmitteln sind unterschiedliche Bauteile für verschiedenartige An- wendungen herstellbar.

Ein erstes Beispiel hierfür ist ein Gel-Hydraulik-Bauteil wie zum Beispiel ein Gel-Hydraulikzylinder. Im Innern des Gel-Hydraulikzylinders ist das Quell- mittel gelagert. Je nachdem, ob dem Quellmittel Wasser zugeführt oder entzo- gen wird, vergrößert oder verkleinert sich das Volumen des Quellmittels, wo- durch die Hubbewegung ausgeführt wird.

Generell können die Quellmittel zur Fixierung von Bauteilen dienen. Speziell können die Quellmittel als Füllmittel von in Sandwich-Bauweise erstellten Wänden und Wandelementen verwendet werden. Neben den stabilisierenden Eigenschaften wirken die Quellmittel zudem lärmmindernd, so dass derartige Wände als Lärmschutzwände einsetzbar sind. Zudem können derartig einge- setzte Quellmittel auch als Kälte-oder Wärmespeicher dienen.

Die Quellmittel können zudem Bestandteile von Bauteilen bilden, wobei die Quellmittel zur Absorption von Strahlung dienen. Zudem können die Quell- mittel als Bestandteile von Bauteilen zu deren Leitfähigkeitserhöhung dienen.

Beispielsweise können derartige Bauteile von Teppichen und Tapeten gebildet sein.

Weiterhin können die Quellmittel in Form von Formkörpern oder Flächenge- bilden als Füllmaterialien bildende Verpackungsteile eingesetzt werden. Derar- tige Verpackungsteile können vorteilhaft auslaufende Flüssigkeiten von in der Verpackung gelagerten Flaschen, Behältern und dergleichen aufnehmen.

Schließlich können die Quellmittel zur Herstellung von Bauteilen verwendet werden, die zum Schutz von Einrichtungen gegen Unwetter eingesetzt werden.

Beispielsweise können die Bauteile in Form von Quellmitteln enthaltenden Matten ausgebildet sein. Die Matten können als Abdichtung für Dächer an Ge- bäuden eingesetzt werden. Vorzugsweise sind die Matten an hierfür vorgesehe- nen Einrichtungen aufgerollt. Bei drohendem Unwetter werden die Matten aus- gerollt und bedecken die Dachziegel des Daches. Bei starkem Regen oder Ha- gel quellen die Quellmittel auf, verbinden sich mit den Dachziegeln und schüt- zen diese auch bei starkem Sturm gegen ein Ablösen vom Dach. Ebenso kön- nen derartige Matten zur Hagelsicherung von Glasteilen, insbesondere bei Kraftfahrzeugen oder Wintergärten eingesetzt werden.

Weiterhin sind flächige, von Quellmitteln gebildete Bauteile an Außenwänden von Gebäuden als Hochwasserschutz einsetzbar.

Bezugszeichenliste (1) Lagertank (2) Anschlussstutzen (3) Kellerboden (4) Wand (4') Wand (5) Quellkörper (5') Quellkörper (6) Wasserpegel