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Title:
SELECTOR LEVER APPARATUS FOR A MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/066215
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a selector lever apparatus for a motor vehicle, comprising a mounting (4), a selector lever (2) which is pivotably mounted on the mounting (4) and can be pivoted into several selector lever positions (P, R, N, D, S), a selector lever position detection device, by means of which the current selector lever position of the selector lever (2) can be detected, wherein the selector lever position detection device comprises a magnet (6) generating a magnetic field and at least one magnetic field-sensitive sensor (17), which is permeated by the magnetic field, wherein the magnetic field-sensitive sensor (17) can detect three components of the magnetic field. The position of the selector lever (2) is preferably determined by way of spherical coordinates.

Inventors:
GRIES, Jürgen (Auf dem Sande 39, Lage, 32791, DE)
ERDMANN, Thomas (Dillenhöhe 3, Stemwede, 32351, DE)
GASSMANN, Hans-Josef (Eichenweg 19, Meerbeck, 31715, DE)
Application Number:
DE2009/000921
Publication Date:
June 17, 2010
Filing Date:
July 01, 2009
Export Citation:
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Assignee:
LEMFÖRDER ELECTRONIC GMBH (Von dem Bussche-Münch-Strasse 12, Espelkamp, 32339, DE)
GRIES, Jürgen (Auf dem Sande 39, Lage, 32791, DE)
ERDMANN, Thomas (Dillenhöhe 3, Stemwede, 32351, DE)
GASSMANN, Hans-Josef (Eichenweg 19, Meerbeck, 31715, DE)
International Classes:
F16H59/10
Foreign References:
EP1882871A1
DE102007026303A1
EP2112406A1
DE102006044404A1
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Claims:
Wählhebelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug

Patentansprüche

1. Wählhebelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug, mit einer Halterung (4) , einem an der Halterung (4) schwenkbar gelagerten Wählhebel (2) , der in mehrere Wählhebelstellungen (P, R, N, D, S) geschwenkt werden kann, einer Wählhebelstellungserfassungseinrichtung, mittels welcher die aktuelle Wählhebelstellung des Wählhebels (2) erfassbar ist, wobei die Wählhebelstellungserfassungseinrichtung einen ein Magnetfeld erzeugenden Magneten (6) und wenigstens einen magnetfeldempfindlichen Sensor (17) aufweist, der von dem Magnetfeld durchsetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass von dem magnetfeldempfindlichen Sensor (17) drei Komponenten des Magnetfelds erfasst werden können.

2. WählhebelVorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der magnetfeldempfindliche Sensor (17) eine Auswerteeinrichtung (19) umfasst, mittels welcher die aktuelle Position des Magneten (6) in Form von Positionsdaten berechnet werden kann.

3. Wählhebelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass dem magnetfeldempfindlichen Sensor (17) eine Steuereinrichtung (14) mit einem Speicher (25) nachgeschaltet ist, in dem eine oder mehrere Wählhebelstellungen in Form von Referenzdaten gespeichert sind oder werden können.

4. Wählhebelvorrichtung nach Anspruch 2 und 3 , dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuereinrichtung (14) die aktuellen Positionsdaten mit den Referenzdaten verglichen werden können.

5. WählhebelVorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsdaten und/oder die Referenzdaten Informationen über Winkelkoordinaten enthalten.

6. Wählhebelvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wählhebel (2) an der Halterung (4) kardanisch gelagert ist.

7. Wählhebelvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (6) am Wählhebel (2) befestigt ist.

8. WählhebelVorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wählhebelstellungserfassungseinrichtung wenigstens einen zweiten magnetfeldempfindlichen Sensor (18) aufweist, von dem drei Komponenten des Magnetfelds erfasst werden können.

9. WählhebelVorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetfeldempfindlichen Sensoren auf unterschiedlichen Seiten einer Leiterplatte (8) angeordnet sind.

10. WählhebelVorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetfeldempfindlichen Sensoren in einer Schwenkrichtung (12) des Wählhebels zueinander versetzt angeordnet sind.

11. WählhebelVorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den WählhebelStellungen (P, R, N, D, S) unterschiedliche Schaltstufen eines Fahrzeuggetriebes (15) zugeordnet sind.

Description:
Wählhebelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Wählhebelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug, mit einer Halterung, einem an der Halterung schwenkbar gelagerten Wählhebel, der in mehrere Wählhebelstellungen geschwenkt werden kann, einer Wählhebelstellungserfassungseinrichtung, mittels welcher die aktuelle Wählhebelstellung des Wählhebels erfassbar ist, wobei die Wählhebelstellungserfassungseinrichtung einen ein Magnetfeld erzeugenden Magneten und wenigstens einen magnetfeldempfindlichen Sensor aufweist, der von dem Magnetfeld durchsetzt ist.

Gängige Sensorikanwendungen für Wählhebeleinrichtungen verwenden zur Sensierung der Wählhebelposition aufwendige Mechaniken, um die räumliche Wählhebelbewegung in einer Ebene abzubilden. Auf einer Leiterplatte angeordnete Sensoren können dann die projizierte zwei-dimensionale Bewegung sensieren. Dies wird vorzugsweise durch digitale/analoge Standard-Hall-Sensorik und Induktivsensorik vorgenommen. Die verwendete Abbildungsmechanik macht ein solches Sensorsystem aufwendig und relativ groß. Desweiteren ist eine Einlernbarkeit nur in gewissen Grenzen möglich. Weiterhin weisen sowohl die digitale/analoge Standard-Hall- Sensorik als auch die Induktivsensorik große Signalabhängigkeiten vom Luftspalt, von der Temperatur und von sonstigen Gleichtaktschwankungen auf .

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Wählhebelvorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass zur Sensierung der Wählhebelstellung keine aufwendige Mechanik erforderlich ist, um die räumliche Wählhebelbewegung in einer Ebene abzubilden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Wählhebelvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gegeben .

Die erfindungsgemäße Wählhebelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug weist eine Halterung, einen an der Halterung schwenkbar gelagerten Wählhebel, der in mehrere Wählhebelstellungen geschwenkt werden kann, und eine Wählhebelstellungserfassungseinrichtung auf, mittels welcher die aktuelle Wählhebelstellung des Wählhebels erfassbar ist, wobei die Wählhebelstellungserfassungseinrichtung einen ein Magnetfeld erzeugenden Magneten und wenigstens einen magnetfeldempfindlichen Sensor aufweist, der von dem Magnetfeld durchsetzt ist, wobei von dem magnetfeldempfindlichen Sensor drei Komponenten des Magnetfelds erfasst werden können.

Da der Wählhebel schwenkbar an der Halterung gelagert ist, sind zur Erkennung der Wählhebelstellung maximal zwei Winkelkoordinaten im Raum erforderlich, welche durch Auswertung von drei Komponenten des Magnetfelds ermittelt werden können. Dies ist möglich, da eine Bewegung des Wählhebels relativ zu der Halterung gleichzeitig zu einer Bewegung des Magneten relativ zu dem magnetfeldempfindlichen Sensor führt. Durch eine solche Bewegung ändert sich aber auch das Magnetfeld am Ort des Sensors, sodass die Lage des Magneten relativ zum Sensor anhand des Magnetfelds am Ort des Sensors bestimmt werden kann. Die Position des Magneten relativ zum Sensor charakterisiert aber auch die Stellung des Wählhebels relativ zur Halterung und somit die Wählhebelstellung. Bei den drei Komponenten des Magnetfelds handelt es sich insbesondere um räumliche Komponenten des Magnetfelds . Ferner handelt es sich bei den Komponenten des Magnetfelds vorzugsweise um Komponenten der magnetischen Feldstärke oder der magnetischen Flussdichte des Magnetfelds am Ort des Sensors . Der magnetfeldempfindliche Sensor und der Magnet sind bevorzugt in enger räumlicher Nähe zueinander angeordnet, sodass insbesondere in jeder Wählhebelstellung der Sensor von dem Magnetfeld durchsetzt ist bzw. eine Wechselwirkung zwischen dem Magnet und dem Sensor erfolgt oder möglich ist. Die von dem Magnet erzeugte Feldstärke bzw. Flussdichte ist vorzugsweise derart stark, dass der Sensor optimal betrieben werden kann.

Bevorzugt weist der magnetfeldempfindliche Sensor eine Auswerteeinrichtung auf, mittels welcher die aktuelle Position des Magneten in Form von Positionsdaten (aktuelle Positionsdaten) ermittelt werden kann. Dabei werden die von dem Sensor abgegebenen oder abgebbaren Signale vor einer Auswertung durch die Auswerteeinrichtung als Sensorsignale und deren Werte als Sensordaten bezeichnet. Bevorzugt weist der magnetfeldempfindliche Sensor einen Speicher auf, in dem eine oder mehrere mögliche Wählhebelεtellungen in Form von Positionsdaten und diesen zugeordneten Sensordaten gespeichert sind. Dabei bilden die gespeicherten Positionsdaten zusammen mit den zugeordneten Sensordaten insbesondere eine Tabelle (Look-up-table) . Somit können die aktuellen Positionsdaten mittels der Auswerteeinrichtung auf Basis der aktuellen Sensorsignale und der Tabelle ermittelt werden. Die Positionsdaten enthalten bevorzugt Informationen über Winkelkoordinaten und/oder entsprechen Winkelkoordinaten. Vorzugsweise sind jedem Positionsdatum zwei Winkel zugeordnet, die insbesondere die beiden Winkelkoordinaten eines Kugel- oder Polarkoordinatensystems bilden. Gemäß einer Weiterbildung weist die Auswerteeinrichtung einen digitalen Signalprozessor (DSP) auf.

Bevorzugt handelt es sich somit bei dem magnetfeldempfindlichen Sensor um einen intelligenten Sensor, der einen Speicher und/oder eine Auswerteeinrichtung umfasst. Ferner kann der magnetfeldempfindliche Sensor mehrere, insbesondere zwei oder drei Sensorelemente aufweisen, mittels derer die Komponenten des Magnetfelds am Sensorort auflösbar sind. Bevorzugt sind die Sensorelemente in unterschiedliche Raumrichtungen ausgerichtet. Die Sensorelemente sind z.B. Hall-Elemente, magnetoresistive Sensorelemente oder andere magnetische Sensorelemente. Bei Verwendung von Hall-Elementen gibt der Sensor an die Auswerteeirichtung vorzugsweise Hall-Spannungen als Sensorsignale ab, welche die magnetische Flussdichte des Magnetfelds charakterisieren. Aus den Hall-Spannungen können dann die Positionsdaten, insbesondere in Form von Winkelkoordinaten, mittels der Auswerteeirichtung ermittelt werden.

Die Information über die Wählhebelstellung ist von dem magnetfeldempfindlichen Sensor und/oder dessen Auswerteeinrichtung bevorzugt an eine dem Sensor nachgeschaltete Steuereinrichtung abgebbar, insbesondere in Form von Positionsdaten. Bevorzugt ermittelt die Steuereinrichtung aus der von dem Sensor abgegebenen Information die zugehörige Schaltstufe eines Kraftfahrzeuggetriebes, insbesondere in Form von Schaltstufendaten, denen Schaltstufen des Kraftfahrzeuggetriebes zugeordnet sind. Die Steuereinrichtung umfasst vorzugsweise einen Mikrokontroller. Ferner umfasst die Steuereinrichtung bevorzugt einen Speicher, insbesondere zum Speichern von Positionsdaten und/oder Schaltstufendaten. Die Schaltstufendaten können bevorzugt direkt an das Getriebe oder an ein Getriebesteuergerät abgegeben werden.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, die Wählhebelvorrichtung zu „trainieren". Zum Beispiel kann der Wählhebel in eine bestimmte Wählhebelstellung bewegt werden, in welcher mittels des magnetfeldempfindlichen Sensors die Positionsdaten dieser Wählhebelstellung bestimmt und anschließend in dem Speicher des Sensors und/oder in dem Speicher der Steuereinrichtung als Referenzdaten gespeichert werden. Dieser Vorgang kann für andere Wählhebelstellungen wiederholt werden. Die Referenzdaten können aber auch auf andere Weise ermittelt und dann in dem Speicher des Sensors und/oder in dem Speicher der Steuereinrichtung gespeichert werden. Die Referenzdaten sind bevorzugt Positionsdaten (gespeicherte Positionsdaten) und/oder Schaltstufendaten. Vorzugsweise können mittels der Steuereinrichtung die aktuellen Positionsdaten mit den Referenzdaten verglichen werden.

Der Wählhebel kann mittels eines Gelenks, z.B. mittels eines Kugelgelenks an der Halterung gelagert sein. Bevorzugt ist der Wählhebel aber kardanisch an der Halterung gelagert, insbesondere mittels eines Kreuzgelenks . Hierdurch kann eine Drehung des Wählhebels um seine Längsachse verhindert werden. Der Ursprung des Kugelkoordinatensystems liegt bevorzugt im Zentrum bzw. BewegungsZentrum des Gelenks.

Der Magnet kann an und/oder ortsfest zu der Halterung und der Sensor kann an und/oder ortsfest zu dem Wählhebel befestigt sein. Bevorzugt ist aber der Magnet an und/oder ortsfest zu dem Wählhebel befestigt, insbesondere an einem Ausleger des Wählhebels. Der Ausleger ist z.B. gegenüber dem Wählhebel abgewinkelt oder liegt mit diesem auf einer Geraden. Der magnetfeldempfindliche Sensor ist bevorzugt an und/oder ortsfest zu der Halterung befestigt.

Gemäß einer Weiterbildung weist die Wählhebelstellungserfassungs- einrichtung wenigstens einen zweiten magnetfeldempfindlichen Sensor auf, von dem drei Komponenten des Magnetfelds erfasst werden können. Hierdurch wird eine Redundanz geschaffen, welche die Sicherheit bei der Erfassung der Wählhebelsteilung erhöht. Selbst bei Ausfall eines Sensors ist die Wählhebelstellung somit noch erfassbar. Vorzugsweise weist die Wählhebel- stellungserfassungseinrichtung insgesamt vier magnetfeldempfindliche Sensoren auf, die insbesondere von gleicher Bauart sind. Alternativ können die Sensoren aber auch von unterschiedlicher Bauart sein, sodass z.B. die Robustheit der Wählhebelstellungserfassungseinrichtung erhöht werden kann. Bevorzugt sind die magnetfeldempfindlichen Sensoren auf unterschiedlichen Seiten einer Leiterplatte angeordnet, die insbesondere an der Halterung befestigt ist. Ferner können die magnetfeldempfindlichen Sensoren in Schwenkrichtung des Wählhebels und/oder in Längsrichtung der Leiterplatte zueinander versetzt angeordnet sein. Hierdurch wird die Wählhebelstellungserfassungseinrichtung besonders störunanfällig, da es unwahrscheinlich ist, dass an allen unterschiedlichen Sensororten gleichzeitig die Erfassung der WählhebelStellung durch eine Störung verhindert ist.

Zwei magnetfeldempfindliche Sensoren sind bevorzugt zu einem Doppelsensor (Sensorbaugruppe) zusammengefasst, sodass die Wählhebelstellungserfassungseinrichtung gemäß einer Ausgestaltung zwei Doppelsensoren aufweist, die bevorzugt an unterschiedlichen Seiten der Leiterplatte angeordnet sind. Ferner sind die Doppelsensoren bevorzugt in Schwenkrichtung des Wählhebels und/oder in Längsrichtung der Leiterplatte zueinander versetzt. Jeder der magnetfeldempfindlichen Sensoren eines Doppelsensors kann eine Auswerteeinrichtung und/oder einen Speicher aufweisen. Alternativ ist es möglich, dass je Doppelsensor nur eine Auswerteeinrichtung und/oder ein Speicher vorgesehen ist, die bzw. der für beide Sensoren des Doppelsensors zuständig ist.

Die Wählhebelstellungen sind bevorzugt unterschiedlichen Schaltstufen eines Fahrzeuggetriebes zugeordnet, welches insbesondere mittels der Steuereinrichtung in Abhängigkeit von den erfassten Wählhebelstellungen geschaltet werden kann.

Bevorzugt beschreibt der Wählhebel eine Bewegung auf einer Kugelschale, wobei diese Bewegung oder die Wählhebelposition durch Auswertung von drei Magnetfeldkomponenten direkt ermittelt werden kann. Hierzu wird der Magnet, der an dem Ausleger am Wählhebel befestigt ist, über dem magnetfeldempfindlichen Sensor (3D-Magnetfeldsensor) angeordnet. Durch die Bewegung des Magneten verändern sich die räumlichen Komponenten des Magnetfelds am Ort des Sensors . Aus den Magnetfeldkomponenten berechnet der Sensor dann die aktuelle Position des Magneten/Wählhebels in Form von zwei Winkelkoordinaten. Diese beiden Winkelkoordinaten identifizieren die Wählhebelposition eindeutig. Hierdurch wird eine berührungslose, räumliche Detektion der Wählhebelstellung erreicht. Bevorzugt hat der Sensor selbst einen kleinen DSP auf seinem Chip, der über eine Look-up- table ein Winkelpaar (Winkelkoordinaten) ermittelt und über seinen Ausgang abgibt . Die Auswertung des Winkelpaars und die Zuordnung zu einer Getriebeschaltstufe erfolgt dann in einem nachgelagerten Mikrokontroller (μC) .

Geeignete 3D-Magnetfeldsensoren wurden in jüngster Zeit entwickelt und sind für die Ermittlung der Wählhebelstellung gut geeignet. Durch eine optimierte Anordnung von Sensor und Magnet in der WählhebelVorrichtung kann somit die Wählhebelstellung direkt, berührungslos und ohne eine zusätzliche Mechanik vermessen werden. Durch den Wegfall aufwendiger Mechaniken wird eine deutliche Bauraumreduzierung und Vereinfachung des Messsystems erreicht. Die gesamte Baugröße des dreidimensionalen Messsystems (Wählhebelstellungserfassungseinrichtung) baut deutlich kleiner als konventionelle Sensoriken (vgl. Digital-/Induktivsensorik) . Weiterhin wird die Signalverarbeitung der Sensorsignale bevorzugt mit Hilfe einer Arkustangens-Operation durchgeführt, was zu einem sehr fehlertoleranten Messsystem gegenüber Variationen des Luftspaltes, der Magnetisierung, der Temperatur und des Verfahrweges führt. Desweiteren können missbräuchlich erreichte Wählhebelstellungen erkannt werden. Ein weiterer Vorteil ist die Einlernbarkeit des Sensorsystems ohne die Sensorhardware verändern zu müssen. So können im EOL-Prozess (Prozess am Ende der Fertigungslinie) beliebige Wählhebelpositionen angefahren und als definierte Positionen abgespeichert werden. Durch eine Ausführung als 4-kanaliges Messsystem mit je einem Doppelsensor auf der Vorder- und Rückseite der Leiterplatte, wird eine große Störunempfindlichkeit gegenüber missbräuchlicher Manipulation erreicht. So ist es durch die räumliche Trennung der Sensorpaare nur schwer möglich, alle vier Sensoren gleichsinnig und in einem gültigen Wertebereich zu stören.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Wählhebelvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 2 eine schematische Ansicht einer der Sensorbaugruppen aus Fig. 1,

Fig. 3 ein Koordinatensystem zur Beschreibung von Wählhebelstellungen,

Fig. 4 ein Koordinatensystem zur Beschreibung von Magnetfeldkomponenten und

Fig. 5 eine Draufsicht auf die Kulisse nach Fig. 1.

Aus Fig. 1 ist eine schematische Ansicht einer WählhebelVorrichtung 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ersichtlich, wobei ein Wählhebel 2 mittels eines Kreuzgelenks 3 an einer Halterung 4 schwenkbar gelagert ist und unterschiedliche Wählhebelstellungen P, R, N, D und S einnehmen kann. Der Wählhebel 2 weist einen abgewinkelten und sich von dem Gelenk 3 wegerstreckenden Ausleger 5 auf, an dessen freien Ende ein Permanentmagnet 6 befestigt ist. Ferner ist am freien Ende des Wählhebels 2 ein Schaltknauf 7 vorgesehen. Mit der Halterung 4 ist eine Leiterplatte 8 fest verbunden, an der zwei Sensorbaugruppen 9 und 10 befestigt sind. Die Sensorbaugruppen 9 und 10 sind auf unterschiedlichen Seiten der Leiterplatten 8 angeordnet und in Längsrichtung 11 der Leiterplatte 8 zueinander versetzt. Da der Versatz klein ist, kann näherungsweise auch davon gesprochen werden, dass die Sensorbaugruppen 9 und 10 in einer Schwenkrichtung 12 des Wählhebels 2 zueinander versetzt sind. Die Sensorbaugruppen 9 und 10 sind über elektrische Leitungen 13 mit einer einen Speicher 25 aufweisenden Steuereinrichtung 14 verbunden, mittels welcher ein Kraftfahrzeuggetriebe 15 in unterschiedliche Schaltstufen geschaltet werden kann, die den Wählhebelstellungen P, R, N, D und S zugeordnet sind.

Die Sensorbaugruppen 9 und 10 sowie der Magnet 6 sind in enger räumlicher Nähe zueinander angeordnet, so dass über einen Bewegungsbereich des Wählhebels 2 die Sensorbaugruppen 9 und 10 stets von dem Magnetfeld des Magneten 6 durchsetzt sind. Der Bewegungsbereich des Wählhebels 2 ist dabei durch eine schematisch dargestellte Führung oder Kulisse 16 vorgegeben .

Aus Fig. 2 ist eine schematische Ansicht der Sensorbaugruppe 9 ersichtlich, die zwei magnetfeldempfindliche Sensoren 17 und 18 aufweist, die jeweils drei Komponenten des Magnetfelds auflösen können. Die Sensorbaugruppe 9 ist somit als Doppelsensor ausgebildet. Jeder der Sensoren 17 und 18 weist eine Auswerteeinrichtung 19 mit einem Speicher 20 auf, die über die elektrischen Leitungen 13 mit der Steuereinrichtung 14 verbunden ist. Gemäß einer Variante können auch lediglich eine Auswerteeinrichtung und/oder ein Speicher im Doppelsensor vorgesehen sein, wobei die Auswerteeinrichtung und/oder der Speicher beiden magnetfeldempfindlichen Sensoren zugeordnet sind. Die Sensorbaugruppe 10 ist identisch zur Sensorbaugruppe 9 aufgebaut.

Aus Fig. 3 ist ein Koordinatensystem zur Beschreibung von Wählhebelstellungen ersichtlich, wobei die aktuelle Stellung des Wählhebels 2 durch die Kugelkoordinaten -θ und φ bestimmbar ist. Die dritte Koordinate r des Kugelkoordinatensystems ist zur Erfassung der Wählhebelstellung nicht erforderlich, da der Wählhebel 2 konstante geometrische Abmessungen aufweist und wegen der Gelenklagerung keine translatorischen Bewegungen in einer der Achsen x, y und z relativ zur Halterung ausführen kann. Die Kugelkoordinaten ύ und φ können auch als Winkelkoordinaten bezeichnet werden.

Aus Fig. 4 ist ein Koordinatensystem zur Beschreibung von Magnetfeldkomponenten ersichtlich, wobei das Magnetfeld am Ort des magnetfeldempfindlichen Sensors 17, hier repräsentiert durch den Vektor der magnetischen Flussdichte B, mittels des Sensors 17 in drei Komponenten gemäß der Achsen Bx λ , By' und Bz λ aufgelöst werden kann. Die Achse Bz v erstreckt sich dabei in die Blattebene hinein.

Aus Fig. 5 ist eine Draufsicht auf die Führung oder Kulisse 16 nach Fig. 1 ersichtlich, wobei der Wählhebel 2 geschnitten dargestellt und in einer ersten Wählhebelgasse 21 angeordnet ist, in welcher der Wählhebel 2 in Richtung und in Gegenrichtung des Pfeils 12 hin und her geschwenkt werden kann. Parallel zur ersten Wählhebelgasse 21 ist eine zweite Wählhebelgasse 22 angeordnet, die über eine Quergasse 23 mit der ersten Wählhebelgasse 21 verbunden ist. Der Wählhebel 2, kann in Richtung des Pfeils 24 aus der ersten Wählhebelgasse 21 durch die Quergasse 23 in die zweite Wählhebelgasse 22 geschwenkt werden. In der zweiten Wählhebelgasse 22 kann der Wählhebel 2 wieder in Richtung und in Gegenrichtung des Pfeils 12 hin und her geschwenkt werden. Selbstverständlich ist es möglich, den Wählhebel 2 in Gegenrichtung des Pfeils 24 aus der zweiten Wählhebelgasse 21 durch die Quergasse 23 in die erste Wählhebelgasse 22 zurück zu schwenken. Der Bewegungsbereich des Wählhebels 2 ist somit durch die Führung oder Kulisse 16 auf die Wählhebelgassen 21, 22 und die Quergasse 23 beschränkt.

Bezugszeichenliste

1 Wählhebelvorrichtung

2 Wählhebel

3 Kreuzgelenk

4 Halterung

5 Ausleger

6 Magnet

7 Schaltknauf

8 Leiterplatte

9 Sensorbaugruppe

10 Sensorbaugruppe

11 Längsrichtung der Leiterplatte

12 Schwenkrichtung des Wählhebels

13 elektrische Leitung

14 Steuereinrichtung

15 Kraftfahrzeuggetriebe

16 Führung / Kulisse

17 magnetfeldempfindlicher Sensor / 3D-Magnetfeldsensor

18 magnetfeldempfindlicher Sensor / 3D- Magnetfeldsensor

19 Auswerteeinrichtung

20 Speicher

21 Wählhebelgasse

22 Wählhebelgasse

23 Quergasse

24 Schwenkrichtung des Wählhebels

25 Speicher

P Schaltstellung

R Schaltstellung

N Schaltstellung

D Schaltstellung

S Schaltstellung

B magnetische Flussdichte

Φ Winkelkoordinate φ Winkelkoordinate r Radius