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Patent Searching and Data


Title:
SELF-ALIGNING ANTIFRICTION BEARING AND CAGE FOR SAID SELF-ALIGNING ANTIFRICTION BEARING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/019666
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a self-aligning antifriction bearing (1) comprising at least one first row (9) of rolling bodies (11) and a second row (10) of rolling bodies (11) adjacent to said first row (9) of rolling bodies (11), whereby every row (9, 10) comprises balls (5) and rollers (6) disposed peripherally about a central axis of the self-aligning antifriction bearing (1). The bearing is characterized in that the balls (5) have a greater outer diameter (28) than the rollers (6).

Inventors:
Schröder, Rainer (St.-Johannes-Strasse 82, Egenhausen, 97440, DE)
Grehn, Martin (Am Gräfkreuz 5, Dittelbrunn, 97456, DE)
Application Number:
PCT/DE2004/001828
Publication Date:
March 03, 2005
Filing Date:
August 17, 2004
Export Citation:
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Assignee:
FAG KUGELFISCHER AG & CO. OHG (Georg-Schäfer-Strasse 30, Schweinfurt, 97421, DE)
Schröder, Rainer (St.-Johannes-Strasse 82, Egenhausen, 97440, DE)
Grehn, Martin (Am Gräfkreuz 5, Dittelbrunn, 97456, DE)
International Classes:
F16C19/49; F16C23/08; F16C33/40; F16C33/41; F16C33/46; F16C33/48; (IPC1-7): F16C23/08
Foreign References:
DE8803970U11988-05-26
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Claims:
Patentansprüche
1. Pendelwälzlager (1,15, 22) mit wenigsten einer ersten Reihe (9) Wälz körper (11) und mit einer zu der ersten Reihe (9) Wälzköper (11) be nachbarten zweiten Reihe (10) Wälzkörper (11), wobei jede der Reihen (9,10) umfangsseitig um eine Mittelachse des Pendelwälzlagers (1,15, 22) angeordnete Kugeln (5) und Rollen (6) aufweist und dabei die Ku geln (5) einen kleinsten Außendurchmesser (28) aufweisen, der größer ist als ein größter Außendurchmesser (8) der Rollen (6), das Pendelrol lenlager (1,15, 22) weiter mit je einer gedachten, zu der Mittelachse konzentrischen und mittig durch die Kugeln (5) verlaufenden ersten Wälzkontaktebene 23 der Kugeln (5) pro Reihe (9,10) und mit je einer gedachten, zu der Mittelachse konzentrischen, sowie die Rollen (6) an dem größten Außendurchmesser (8) schneidenden zweiten Wälzkon taktebene (24) der Rollen (6) pro Reihe (9,10), wobei in jeder der Rei hen (9,10) die erste Wälzkontaktebene (23) längs der Lagermittelachse zu der zweiten Wälzkontaktebene (24) beabstandet ist.
2. Pendelwälzlager (1,15, 22) nach Anspruch 1, bei dem sich die ersten Wälzkontaktebenen (23) von Reihe (9,10) zu Reihe (9,10) einander a xial näher liegen als die zweiten Wälzkontaktebenen (24) von Reihe (9, 10) zu Reihe (9,10), wodurch die ersten Wälzkontaktebenen (23) axial zwischen den zweiten Wälzkontaktebenen (24) angeordnet sind.
3. Pendelwälzlager (1,15, 22) nach Anspruch 1, mit einer ersten Lagerbe lastung, bei der ein in die Kugeln (5) am Außendurchmesser (28) der Kugeln (5) umgreifender erster Wälzkreis (23a) pro Reihe größer ist als ein die Rollen (6) am größten Außendurchmesser (8) der Rollen (6) umgreifender zweiter Wälzkreis (24a) pro Reihe (9,10) und mit einer zweiten Lagerbelastung, bei der der erste Wälzkreis (23a) und der zwei te Wälzkreis (24a) gleich groß sind und dabei zumindest die Kugeln (5) elastisch wenigstens radial eingefedert sind, wobei die zweite Lagerlast größer als die erste Lagerlast ist.
4. Pendelwälzlager (1,15, 22) nach Anspruch 1 oder 3, bei dem pro Reihe (9,10) in Umfangsrichtung um die Mittelachse jeweils eine der Kugeln (5) zu einer der Rollen (6) benachbart ist.
5. Pendelwälzlager (1,15, 22) nach Anspruch 3, bei dem die Kugeln (5) einen kleinstmöglichen Außendurchmesser der Kugeln (28) und die Rol len (6) einen größtmöglichen Außendurchmesser (8) der Rollen (6) in je der der Reihen (9,10) aufweisen und bei dem in jeder der Reihen (9,10) jeweils ein größter Abstand (33) im Bogenmaß zwischen zwei umfangs seitig aufeinanderfolgenden und dabei umfangsseitig durch mindestens eine der Rollen (6) voneinander getrennten der Kugeln (5) mindestens so klein ist, dass in einem Scheitelpunkt (35) einer Lastzone (36) aus ei ner höchsten der ersten Lagerbelastung zwischen einer inneren Lauf bahn (13) des Pendelwälzlagers (1,15, 22) und einer äußeren Laufbahn (14) des Pendelwälzlagers (1, 15,22) ein radialer Abstand (34) verbleibt, der größer ist als der größte Außendurchmesser (8) der Rollen (6), wo bei die Wälzkörper (11) radial zwischen den Laufbahnen (13,14) ange ordnet sind.
6. Pendelwälzlager (1,15, 22) nach Anspruch 1,3 oder 5, mit einem Käfig (4,16) wobei die erste Reihe (9) und die zweite Reihe (10) in dem Käfig (4,16) gemeinsam geführt sind.
7. Pendelwälziager (15,22) nach Anspruch 1,3 oder 5, mit einem Käfig (16) wobei die erste Reihe (9) und die zweite Reihe (10) in dem Käfig (16) gemeinsam geführt sind und wobei jeweils zu einer Kugel (5) der ersten Reihe (9) eine Rolle (6) der zweiten Reihe (10) benachbart ist.
8. Pendelwälzlager (1) nach Anspruch 1,3 oder 5, mit einem Käfig (4), wobei die erste Reihe (9) und die zweite Reihe (10) in dem Käfig (4) ge meinsam geführt sind und wobei jeweils zu einer Kugel (5) der ersten Reihe (9) eine umfangsseitige Lücke (12) in der zweiten Reihe (10) zwi schen einer Rolle (6) und einer Kugel (5) benachbart ist.
9. Käfig (4,16) für mindestens eine der Reihen (9,10) des Pendelwälzla gers (1,15, 22) nach Anspruch 1, der Kugeltaschen (19) mit jeweils ei ner seitlichen Öffnung (21) aufweist, wobei jede der Öffnungen (21) an einer von der anderen der Reihen (9,10) abgewandten Seite des Käfigs (4,16) ausgebildet ist und wobei ein in tangentiale Richtung freies Öff nungsmaß (25) der Öffnung (21) kleiner ist als der Außendurchmesser (28) der Kugel (5).
10. Käfig nach Anspruch 9, mit jeweils einem Bord (26) an einem radial nach außen gewandten Rand ( (19c) jeder der Kugeltaschen (19), wobei der größte freie Abstand zumindest zwischen in Umfangsrichtung einan der tangential gegenüberliegenden und dabei am weitesten voneinander entfernten Abschnitten des Bordes (26) kleiner ist als der Außendurch messer (28) der Kugel (5) in der Tasche (19) zuzüglich eines größtmög lichen in Richtung der Tasche (19) freien Bewegungsspieles (30) zwi schen der Tasche (19) und der jeweiligen Kugel (5) radial unterhalb des Bordes (26) und wobei der größte freie Abstand ein größtmögliches frei es Bewegungsspiel (31) zwischen der Kugel (5) und dem Bord (26) ein schließt.
11. Käfig (4,16) nach Anspruch 10, bei dem der Rand (19c) jeder der Ku geltaschen (19) durch den den sich bis an die Öffnung (21) erstrecken den Bord (26) gebildet ist.
12. Käfig (4,16) nach Anspruch 11, bei dem der Bord (26) einen der Kugel (5) in der Tasche (19) zugewandten und die Kugel (5) teilweise bis zur Öffnung (21) umfangsseitig umfassenden innere Flächenabschnitt (26a) eines Kreiszylinders aufweist, wobei der Flächenabschnitt (26) durch ei nen Radius (27) beschrieben ist.
13. Käfig nach Anspruch 12, dessen Flächenabschnitt (26a) von zwei Kör perkanten begrenzt ist, wobei die Körperkanten (39,40) der Kugel (5) in der Tasche (19) zugewandt sind und die Kugel (5) dabei teilweise bis zur Öffnung (21) umfassen und wobei die Körperkanten (39,40) an der Öffnung (21), quer zu dem Radius (27) betrachtet, am weitesten vonein ander entfernt sind und mit zunehmendem Abstand von der Öffnung (21) weg, sich, quer zu dem Radius (27) betrachtet, einander nähern.
Description:
Bezeichnung der Erfindung Pendelwälzlager und Käfig für das Pendelwälziager Beschreibung Gebiet der Erfindung Pendelwälzlager mit wenigsten einer ersten Reihe Wälzkörper und mit einer zu der ersten Reihe Wälzköper benachbarten zweiten Reihe Wälzkörper.

Hintergrund der Erfindung Die mit dem Begriff Pendelwälzlager bezeichneten Pendelrollenlager und Ton- nenrollenlager werden in Anwendungen eingesetzt, bei denen ein Winkelfehler zwischen Gehäuse und Welle auszugleichen ist. Durch die Verwendung des Wälzkörpers Rolle mit Linienberührung zwischen Außen-und Innenring sind diese Lager für hohe Belastungen geeignet. Bei geringer Belastung auf das Wälzlager neigen die Rollen aufgrund des fehlenden Wälzkontaktes zum Glei- ten zwischen den Laufbahnen. Die Drehzahl des Käfigs mit den Wälzkörpern verringert sich zum Normalzustand unter Wälzkontakt. Bei schlagartigem An- steigen der Belastung des Wälzlagers muss der Wälzkörper, der dann in den Eingriff zwischen Außen-und Innenring kommt, den gesamten Käfig mit allen anderen Wälzkörpern innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde auf die richtige Drehzahl beschleunigen. Dieser Beschleunigungsvorgang erzeugt große Kräfte im Käfig. Der daraus resultierende Schlupf zwischen den beschleunigten Rollen

und den Laufbahnen des Außen-bzw. des Innenringes führt zu Beschädigun- gen der Wälzkörper und der Laufbahnen.

Das vorgenannte Problem tritt z. B. bei Anwendungen auf, bei denen im Normalbetrieb die Wälzkörper nur gering belastet sind. Bei schlagartigen Erhö- hungen der Belastung sind die Pendelwälzlager kurzzeitig Spitzenbelastungen ausgesetzt, die zu dem oben beschriebene Effekt führen können.

In der DE 8803970 U1 ist ein Radial-Wälzlager beschrieben, in dem Rollen und Kugeln als Wälzkörper gemeinsam eingesetzt werden. Das gattungsgemäße Pendelwälzlager ist mit wenigsten einer ersten Reihe Wälzkörper und einer zu der ersten Reihe Wälzköper benachbarten zweiten Reihe Wälzkörper verse- hen. Jede der Reihen weist umfangsseitig um eine Lagermittelachse des Pen- delwälzlagers angeordnete Reihe mit Tonnenrollen auf. Außerdem ist in dem Pendelwälzlager eine Reihe Kugeln angeordnet. Durch die zusätzliche Reihe Kugeln soll in dem Lager nach DE 8803970 U1 die Tragzahl erhöht werden.

Die Folgen aus kurzfristigen Lasterhöhungen sind mit dieser Ausführung nicht gelöst.

Die Kugeln in derartigen Lagern des Standes der Technik sind aufgrund ihrer punktförmigen Kontaktfläche zu den Laufbahnen während des Betriebes des Pendelwälzlagers bestrebt, eine kinematisch optimale Position einzunehmen.

Das führt in der Regel zu axialen Zwangsbewegungen an den Kugeln. Die Ku- geln stützen sich dadurch insbesondere seitlich in den Käfigtaschen gegen die Kräfte aus den Zwangsbewegungen ab. Erhöhte Reibung, verbunden mit höhe- ren Betriebstemperaturen und Verschleiß in den Kugeltaschen sind die Folge.

Die Halterungen der Kugeln in den Taschen sind gefährdet und verschleißen unter Umständen vorzeitig. Ein in DE 8803970 U1 beschriebener Käfig ist auf- grund der axial zwischen den Taschen für die Rollen gelegenen Kugeltaschen nur relativ aufwändig herzustellen.

Zusammenfassung der Erfindung Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Pendelwälzlager und einen Käfig für das Pendelwälzlager zu schaffen, mit dem die vorstehend beschriebenen Nachteile vermieden werden.

Die Aufgabe der Erfindung ist nach dem Gegenstand des Anspruches 1 und weiteren Ausgestaltungen der Erfindungen gemäß der abhängigen Ansprüche gelöst. Das Pendelwälzlager ist mit wenigsten einer ersten Reihe Wälzkörper und mit einer zu der ersten Reihe Wälzköper benachbarten zweiten Reihe Wälzkörper versehen. Jede der Reihen weist umfangsseitig um die Lagermit- telachse des Pendelwälzlagers angeordnete Kugeln und Tonnenrollen oder anders sphärisch gestaltete Rollen auf. Dabei ist es denkbar, dass sich in Um- fangsrichtung jeder der Rollen eine der Kugeln anschließt. Alternativ sind die Kugeln in Umfangsrichtung durch zwei oder mehr der Rollen voneinander ge- trennt.

Die Kugeln sind dabei mit einem allen Kugeln in dem Lager gemeinsamen glei- chen Nenndurchmesser versehen. Der innerhalb der zulässigen Toleranz des Durchmessers der Kugeln kleinste Außendurchmesser der Kugeln ist größer als ein größter Außendurchmesser der Tonnenrollen. Dabei weisen die Rollen einen allen Rollen in dem Lager gemeinsamen Nenndurchmesser auf. Der größte Außendurchmesser der Rollen ist der innerhalb der Toleranz vom Nenndurchmesser der Rollen abweichende größte Durchmesser.

Jede gedachte, zu der Lagermittelachse konzentrische sowie kreisringförmig um die Mittelachse gelegte und mittig durch die Kugeln verlaufende erste Wälzkontaktebene der Kugeln pro Reihe und jede gedachte, zu der Mittelachse konzentrische, sowie die Rollen an dem größten Außendurchmesser schnei- dende zweite Wälzkontaktebenen der Rollen pro Reihe sind in jeder der Reihen längs der Lagermittelachse zueinander axial beabstandet. Vorzugsweise liegen sich die ersten Wälzkontaktebenen der Kugeln von Reihe zu Reihe einander

axial näher, als die zweiten Wälzkontaktebenen der Rollen von Reihe zu Rei- he. Dadurch sind die ersten Wälzkontaktebenen der Kugeln längs der Mit- telachse und somit axial zwischen den zweiten Wälzkontaktebenen der Ton- nenrollen angeordnet. Je näher die Wälzkontaktebenen der zueinander be- nachbarten Kugelreihen in Richtung der Quermittelebene des Lagers aufeinan- der zu gerückt sind, um so geringer sind die Zwangskräfte auf die Kugeln. Da- durch, dass die Kugeln und die Rollen umfangsseitig zusammen jeweils in einer Reihe liegen, ist der Käfig einfacher herzustellen und das Lager ist insgesamt schmaler und somit leichter sowie kostengünstiger herzustellen.

Die Kugeln tragen die Radiallast bei einer geringen Belastung des Lagers allei- ne. Bei höheren oder Spitzenbelastungen tragen die Rollen mit. Durch die Punktberührung zwischen Laufbahn und Kugel treten höhere Hertz'sche Pres- sungen auf, als bei einer Linienberührung zwischen Rolle und Laufbahn. Die vergleichsweise höhere Pressung im Wälzkontakt mit den Kugeln bei geringer Last führt zu geringerem Schlupf zwischen den Wälzkörpern. Mischreibung oder Festkörperreibung im Kontakt zwischen den Laufbahnen und den Wälz- körpern sind vermieden. Vergrößert wird dieser Effekt noch dadurch, dass nur die Kugeln und somit nicht die gesamte Anzahl der Wälzkörper im Eingriff sind.

Die Last verteilt sich damit auf weniger Wälzkörper, wodurch die Pressungen im Wälzkontakt erhöht sind, Der Rollenkranz, bestehend aus Rollen und Käfig wird durch die Kugeln bei geringer Last mitgeschleppt.

Im Moment der Lastspitze werden die minimal größeren und in der Lastzone befindlichen Kugeln entsprechend ihrer Federkennlinie elastisch soweit ver- formt, dass die Rollen mittragen. Damit wird verhindert, dass Pressungen im Lager entstehen, die zu einer plastischen Verformung der Kugeln und der Laufbahnen im Wälzkontakt mit den Kugeln führen würden. Die schlagartigen Beschleunigungskräfte auf den Rollenkranz sind vermieden, da der Rollenkranz schon durch die Rollen in die Betriebsdrehzahl versetzt ist. Der Nenndurch- messer der Kugeln ist vorzugsweise in einem Bereich von 0,005 % bis 0,4 % vom größten Nenndurchmesser der Rollen größer als der Durchmesser der Rollen.

Die Erfindung sieht mit einer Ausgestaltung einen Käfig für mindestens eine der Reihen des Pendelwälzlagers vor. Bevorzugt ist jedoch ein Käfig eingesetzt, der gleichzeitig beide Reihen führt. Der Käfig weist Kugeltaschen mit jeweils einer seitlichen Öffnung auf. Der Fachwelt ist dieser Käfig auch als Kamm-oder Doppelkammkäfig bekannt. Jede der Öffnungen der Taschen einer Reihe ist an einer von der anderen der Reihen abgewandten Seite des Käfigs ausgebildet.

Das in Umfangsrichtung des Lagers tangentiale freie Öffnungsmaß der Öff- nung ist kleiner als der Außendurchmesser der Kugel, so dass die Kugel auch seitlich an der Öffnung in der Tasche zurückgehalten ist. Die Öffnung ist auch beim Einschnappen der Kugeln von außen in den Käfig dienlich, da die um- fangsseitig der Tasche nicht geschlossene Tasche weiter elastisch auffedert und die Einschnappkräfte dadurch geringer sind. Der Schnappbord ist damit gegen Beschädigung bei der Montage der Kugeln in den Käfig geschützt.

Jede der Kugeltaschen weist bevorzugt jeweils einen Bord an einem radial nach außen gewandten Rand auf. Der größte freie Abstand zumindest zwi- schen in Umfangsrichtung einander tangential gegenüberliegenden und dabei am weitesten voneinander entfernten Abschnitten des Bordes ist kleiner ist als die Summe aus dem Außendurchmesser der Kugel in der Tasche zuzüglich eines größtmöglichen Bewegungsspieles in der Tasche. Das Bewegungsspiel ist ein freier Abstand zwischen der Tasche und der jeweiligen Kugel in der Ta- sche radial unterhalb des Bordes. Der Bord umgreift somit die Kugel oberhalb des Teilkreisdurchmessers der Kugelreihe. In den größten freie Abstand zwi- schen den Abschnitten des Bordes ist auch ein größtmögliches freies Bewe- gungsspiel zwischen der Kugel in der Tasche und dem Bord einbezogen, so dass die Kugel in der Tasche zum Bord um das Bewegungsspiel frei beweglich aber von dem Bord radial nach außen gehalten ist.

Vorzugsweise ist der gesamte radial nach außen gerichteten Rand jeder der Kugeltaschen durch den Bord begrenzt. Der Bord erstreckt sich somit von ei- nem Ende der Tasche an der Öffnung um die Kugel herum bis an das an der gegenüberliegende Ende der Tasche an der Öffnung.

Der Bord weist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung einen der Kugel in der Tasche zugewandten und die Kugel teilweise bis zur Öffnung um- fangsseitig umfassenden innere Flächenabschnitt eines Kreiszylinders auf. Der Flächenabschnitt ist durch Radius beschrieben. Die quer zum Radius gerichtete Höhe des Flächenabschnittes nimmt von der von der Öffnung am weitesten Seite der Tasche in Richtung der Öffnung zu.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen Nachfolgend werden anhand der Figuren 1 bis 10 weitere Ausgestaltungen der Erfindung und Ausführungsbeispiele zur Erfindung näher erläutert. Es zeigen im einzelnen : Figur 1 ein Ausführungsbeispiel eines Pendelwälzlagers in einer teilweise geschnittenen Gesamtansicht, Figur 2a, 2b Teilschnitte durch das Pendelwälzlager nach Figur 1, Figur 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Pendelwälzlagers in einem Teilschnitt, Figur 4 eine Teilansicht des Käfigs des Pendelwälzlagers nach Figur 3 Figur 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Pendelwälzlagers in einem Längsschnitt

Figur 6 bis 8 Einzelheiten der Ausführung einer Kugeitasche eines Aus- führungsbeispieles der Erfindung und die Figuren 9 und 10 eine schematische Darstellung der Größenverhältnisse zwischen Tonnenrollen und Kugeln im Vergleich.

Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen In Figur 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines Pendelwälzlagers 1 ge- zeigt. Das Pendelwälzlager 1 ist mit einem Außenring 2, einem Innenring 3 und mit zwischen dem Außen-und Innenring angeordneten Wälzkörpern 11 verse- hen. Die Wälzkörper 11 sind als Kugeln 5 und als Rollen 6 ausgebildet und sind von einem gemeinsamen Käfig 4 geführt. In weiteren Anwendungen ist jedoch auch ein geteilter Käfig vorstellbar, der jede Reihe 9 und 10 der Wälzkörper 11 einzeln führt.

Die Kugeln 5 sind im Durchmesser minimal größer als die Rollen 6. Die Rollen 6 und Kugeln 5 sind jeweils in einer der Reihen 9 und 10 in Umfangsrichtung abwechselnd angeordnet, so dass zu jeder der Kugeln 5 in einer der Reihen 9 und 10 in Umfangsrichtung des Pendelwälzlagers 1 eine der Rollen 6 benach- bart ist. Außerdem ist zu jeder der Kugeln 5 der ersten Reihe 9 eine Lücke 12 zwischen einer Kugel 5 und einer Rolle 6 der zweiten Reihe 10 benachbart. Bei der Dimensionierung des Durchmessers der Kugeln 5 sowie des Durchmessers 8 der Rollen 6 ist darauf zu achten, dass bei einer geringen Wälzlagerbelastung die Rollen zwischen zwei benachbarten Kugeln im Wälzkontakt nicht beide Laufbahnen 13 und 14 gleichzeitig berühren. Bei einer ersten geringen Lager- belastung tragen nur die Kugeln 5 die Last, während die Rollen 6 sich unbelas- tet abwälzen.

Bei der Auslegung des Durchmesserunterschiedes 7 (Figur 2a) von der Kugel 5

zur Rolle 6 ist darauf zu achten, dass bei einer möglichen zweiten und dabei bis zur maximalen Lagerlast anwachsenden Lagerlast des Pendelwälzlagers 1 die Kugeln 5 sich nicht plastisch deformieren. Ein mögliches praktisches Maß für den Durchmesserunterschied 7 zwischen der größeren Kugel 5 und der kleine- ren Rolle 6 ist z. B. ein Maß von zwei Hundertsteln eines Millimeters.

Eine weitere nicht dargestellte Ausführungsform sieht vor, dass zwischen zwei Kugeln mehrere Rollen angeordnet sind. Hierbei ist zu beachten, dass mit ab- nehmender Anzahl der tragender Kugeln 5 in der Lastzone des Lagers bei der ersten Lagerbelastung, das Pendelwälzlager 1 und eine mittels des Pen- delwälzlagers 1 gelagerte Welle zunehmend radial unruhiger läuft.

In den Figuren 2a und 2b ist das Pendelwälzlager 1 in Teilschnitten gezeigt. In der Figur 2a ist die tragende Kugel 5 bei einer ersten Lagerbelastung von so geringer Größe dargestellt, dass nur die Kugeln 5 tragen. In der Figur 2b ist der Kontakt einer nicht tragenden Rolle 6 bei der ersten Lagerbelastung dargestellt.

Der Durchmesserunterschied 7 ist in dieser Darstellung übertrieben groß und somit nicht maßstäblich dargestellt.

Figur 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Pendelwälzlagers 15 mit einem einteiligen Käfig 16, der gleichzeitig eine erste Reihe 9 und eine zweite Reihe 10 Wälzkörper 11 führt. Jede der Wälzkörperreihen 9 und 10 läuft an einer gemeinsamen äußeren Laufbahn 14 ab. Jeder der Reihen 9 und 10 ist jeweils am inneren Lagerring eine separate innere Laufbahn 13 zugeordnet.

Wie insbesondere aus einer Darstellung des Käfigs 16, als vom Pendelwälzla- ger 15 losgelöstes Einzelteil, und der Anordnung der Taschen 18 und 19 nach Figur 4 ersichtlich ist, ist zu jeder der Kugeln 5 der ersten Reihe 9 eine Rolle 6 der zweiten Reihe 10 benachbart. Die Rollentaschen 18 und die Kugel- taschen 19 einer jeden der Reihen 9 und 10 weisen an den seitlichen Stirnsei- ten des Käfigs 16 Öffnungen 20 bzw. 21 auf, wobei die Öffnungen 20 und 21 einer der Reihen 9 oder 10 gemeinsam an einer von der anderen der Reihen 9 oder 10 abgewandten Seite der Taschen 18 und 19 ausgebildet sind.

Figur 5 zeigt ein Pendelwälzlager 22 mit dem Käfig 16, mit den Kugeln 5 und mit den Rollen 6. Die gedachten Wälzkontaktebenen 23 der Kugeln 5 sowohl der ersten Reihe 9 als auch der zweiten Reihe 10 sind axial zwischen den Wälzkontaktebenen 24 der Rollen 6 der ersten Reihe 9 und der zweiten Reihe 10 angeordnet. Folglich sind die Wälzkreisebenen 23 in einer der Reihen 9 oder 10 zu den Wälzkreiskreisebenen 24 in der selben Reihe 9 oder 10 axial beabstandet. Die Wälzkontaktebenen 23 sind kreisringförmig ausgebildet und dabei radial nach außen durch den äußeren um die Kugeln 5 gelegten Wälz- kreis 23a und radial nach innen durch den von den Kugeln 5 umfassten Hüll- kreis 23b begrenzt. Die Wälzkontaktebenen 23 sind zu einer durch den Hüll- kreis 23b gelegten Radialebene R, geneigt. Die Wälzkontaktebenen 24 der Rollen 6 sind kreisringförmig ausgebildet und dabei radial nach außen durch den äußeren um die Rollen 6 gelegten Wälzkreis 24a und radial nach innen durch den von den Rollen 6 umfassten Hüllkreis 24b begrenzt. Die Wälzkon- taktebenen 24 sind zu einer durch den Hüllkreis 24b gelegten Radialebene R2 geneigt.

Die Figuren 6 bis 8 zeigen Details der Kugeltasche 19, wie diese vorzugsweise an den Käfigen 4 und 16 ausgebildet ist. Das tangentiale freie Öffnungsmaß 25 zwischen den einander in Umfangsrichtung um die Mittelachse des Lagers tan- gential gegenüberliegenden Enden 19a und 19b der Tasche 19 ist kleiner als der innerhalb der Durchmessertoleranz der Kugeln 5 kleinste Außendurchmes- ser 28 der Kugel 5. Der radial nach außen gewandte Rand 19c der Tasche 19 geht in einen Bord 26 über. Zumindest der tangential in Umfangsrichtung des Käfigs 4,16 größte und durch das Zweifache des Radius 27 beschriebene freie Abstand der einander gegenüberliegenden Flächenabschnitte 26a ist kleiner als die Summe aus dem zweifachen des Radius 29. Der Radius 29 entspricht der Summe aus dem Außendurchmesser 28 und dem Bewegungsspiel 30. Der Radius 27 schließt dabei das Bewegungsspiel 31 zwischen der Kugel 5 und dem Bord 26 mit ein.

Der der Kugel 5 zugewandte Flächenabschnitt 26a des Bordes 26 ist ein Flä- chenabschnitt eines Kreiszylinders, der durch den Radius 27 beschrieben ist.

Der Radius 27 geht dabei von einer Achse 31 aus, die in der Wälzkontaktebene 23 liegt und die durch den Mittelpunkt 32 der Kugel 5 gelegt ist. Die zum Radius 27 quer gerichtete Höhe H"H2, H3 zwischen den Körperkanten 39 und 40 nimmt, ausgehend von einer zur Öffnung 21 am weitesten beabstandeten Seite 26b des Bordes 26 in Richtung der Enden 19a, b, bis auf die maximale Höhe Hx zu. Dem Bord 26 schließt sich radial nach innen ein Flächenabschnitt 19d einer Innenfläche der Tasche mit dem Radius 29 an.

Figur 9 zeigt einen schematisch sowie übertrieben und nicht maßstäblich dar- gestellten Idealzustand der Anordnung und Größenverhältnisse von Rollen 6 und Kugeln 5 in einem Pendelwälzlager. Der innerhalb der Toleranzen vom Nennmaß einer Kugelabmessung kleinstmögliche Außendurchmesser 28 der Kugeln 5 ist größer als der innerhalb der Toleranzen einer Rollenabmessung größtmögliche Außendurchmesser 8 der Rolle 6. Die Rollen 6 und Kugeln 5 sind mit gleichmäßiger Teilung T zueinander am Umfang des Pendelwälzlagers angeordnet. Jeweils eine Kugel 5 ist umfangsseitig zu einer Rolle 6 benachbart.

Der Abstand 33 im Bogenmaß zwischen zwei umfangsseitig aufeinander fol- genden und dabei durch eine der Rollen 6 voneinander getrennten Kugeln ist so klein, dass der radiale Abstand 34 zwischen der Rolle 6 und der Laufbahn 13 verbleibt. Der radiale Abstand 34 ist zwischen der dabei im Scheitelpunkt 35 einer Lastzone 36 liegenden Rolle 6 und der inneren Laufbahn 13 ausgebildet.

Die Lastzone 36 ist in Figur 9 schematisch durch die Linie 36a beschrieben, die ohne Zahlenangabe in dem Scheitelpunkt 35 den höchsten Wert der Hertz'schen Pressung indiziert.

In Figur 10 ist der Abstand 37, abweichend zur Erfindung, im Bogenmaß zwi- schen den Kugeln 5 zu groß, so dass aufgrund des axialen Durchhanges 38 der Laufbahn 13 und ggf. aufgrund zu hoher elastischer Verformung der Kugeln 5 unter einer ersten Lagerlast der radiale Abstand zwischen den Laufbahnen 13 und 14 dem Durchmesser 8 der Rolle 6 entspricht oder kleiner ist als dieser.

Bezugszeichen 1 Pendelwälzlager 2 Außenring 3 innenring 4 Käfig 5 Kugel 6 Rolle 7 Durchmesserunterschied 8 Durchmesser 9 erste Reihe 10 zweite Reihe 11 Wälzkörper 12 Lücke 13 innere Laufbahn 14 äußere Laufbahn 15 Pendelwälzlager 16 Käfig 17 äußere Laufbahn 18 Rollentasche 19 Kugeltasche 19a Ende 19b Ende 19c Rand 19d Flächenabschnitt 20 Öffnung 21 Öffnung 22 Pendelwälzlager 23 Wälzkontaktebene 23a Wälzkreis 23b Hüllkreis 24 Wälzkontaktebene 24a Wälzkreis 24b Hüllkreis 25 Öffnungsmaß 26 Bord 26a Flächenabschnitt 26b Seite 27 Radius 28 Außendurchmesser 29 Radius 30 Bewegungsspiel 31 Achse 32 Mittelpunkt 33 Abstand 34 Abstand 35 Scheitelpunkt 36 Lastzone 36a Linie 37 Abstand 38 Durchhang 39 Körperkante 40 Körperkante