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Title:
SELF-ERECTING THREADED SPINDLE MODULE FOR A MOTOR VEHICLE BRAKE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158553
Kind Code:
A1
Abstract:
Threaded spindle module (1) comprising a threaded spindle (8) which extends along a longitudinal axis A and has an external thread (15) at an output-side end (13), and has, offset with respect to the external thread (15), a drive-side end (14) with a pin (10) for coupling fixedly to an actuator interface so as to rotate with it, and with a threaded nut (9) which is screwed onto the external thread (15), and wherein a support (12) of the threaded nut (9), which support (12) is curved in a joint-like manner, as a pivoting joint of the threaded spindle module (1) is provided with a pivoting joint centre (16) in relation to an associated seat (11). The threaded spindle module (1) is provided designed as a convex three-dimensional body with a homogeneous, uniform density distribution in such a way that the threaded spindle module (1) is erected in each case in an automatic/self-acting manner into a monostable equilibrium position by way of gravity, or as a response to a fault, or an intervention or deflection, and wherein the monostable equilibrium position places the drive-side end (14) of the threaded spindle module (1) vertically at the top and the output-side end (13) of the threaded spindle module (1) vertically at the bottom.

Inventors:
WINKLER, Thomas (-, DE)
MILISIC, Lazar (-, DE)
HESS, Thomas (-, DE)
ZACH, Mario (-, CH)
Application Number:
EP2019/053491
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
February 13, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL TEVES AG & CO. OHG (Guerickestr. 7, Frankfurt am Main, 60488, DE)
International Classes:
F16H25/24; F16D65/00; F16H25/22
Domestic Patent References:
WO2008037738A12008-04-03
WO2008037738A12008-04-03
Foreign References:
DE102013217237A12015-08-20
DE102014223021A12016-05-12
DE102015208165A12016-04-07
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Claims:
Patentansprüche

1. Gewindespindelmodul (1) umfassend eine längs einer

Längsachse A erstreckte Gewindespindel (8), die an einem abtriebsseitigen Ende (13) über ein Außengewinde (15) sowie versetzt zum Außengewinde (15) über ein antriebsseitiges Ende (14) mit einem Zapfen (10) zur drehfesten Kupplung mit einer Aktuatorschnittstelle verfügt, sowie mit einer Gewindemutter (9), die auf das Außengewinde (15) aufge schraubt ist, und wobei eine gelenkartig mit Sphärenradius r gekrümmte Auflage (12) der Gewindemutter (9) als

Schwenkgelenk des Gewindespindelmoduls (1) mit einer Schwenkgelenkmitte (16) in Bezug auf eine zugeordnete Aufnahme (11) einschließlich Auflageebene AE, wie bei spielsweise einem Transportdisplay, Lagertray TR oder Bremskolben (7) dient, und wobei das Gewindespindelmodul (1) über einen Masseschwerpunkt SP verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewindespindelmodul (1) als konvexer dreidimensionaler Körper mit homogener, gleichmäßiger Dichteverteilung derart gestaltet vorgesehen ist, dass das Gewindespindelmodul (1) mit Schwerkraftantrieb, bezie hungsweise als regelungstechnische Antwort auf eine Störgröße, respektive einen Eingriff beziehungsweise Auslenkung, jeweils automatisch-selbsttätig eine mono stabile Gleichgewichtslage aufweist, und wobei die mo nostabile Gleichgewichtslage weiterhin dadurch gekenn zeichnet ist, dass das antriebsseitige Ende (14) des Gewindespindelmoduls (1) vertikal oben und das ab triebsseitige Ende (13) des Gewindespindelmoduls (1) vertikal unten fluchtend zur Längsachse A lotrecht übereinander platziert sowie orthogonal zur horizontal arrangierten Auflageebene AE gerichtet vorgesehen sind.

2. Gewindespindelmodul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt SP des Gewindespin delmoduls (1) abtriebsseitig versetzt angeordnet ist, indem eine Distanz zwischen Schwerpunkt SP und Auflage (12) etwa gleich oder kürzer ausgebildet ist, als ein Abstand zwischen Schwenkgelenkmitte (16) und Auflage (12), so dass sich das Gewindespindelmodul (1) eigenstabil, automatisch sowie selbsttätig in Relation zu seiner Aufnahme (11) zentriert, und mit der zugeordneten Aktuatorschnittstelle fluchtet.

3. Gewindespindelmodul (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt SP des Gewindespin delmoduls (1) maximal in Richtung Abtriebsseite versetzt ist .

4. Gewindespindelmodul (1) nach einem oder mehreren der

Ansprüche 2-3, dadurch gekennzeichnet, dass die

Schwenkgelenkmitte (16) maximal in Richtung Antriebsseite versetzt ist.

5. Gewindespindelmodul (1) nach einem oder mehreren der

Ansprüche 2-4, dadurch gekennzeichnet, dass ein

Schwenkradius R des Schwenkgelenks maximiert ist.

6. Gewindespindelmodul (1) nach einem oder mehreren der

vorhergehenden Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe einer Verdrehsicherungsebene hl maximiert ist.

7. Gewindespindelmodul (1) nach einem oder mehreren der

vorhergehenden Ansprüche 2-6, dadurch gekennzeichnet, dass ein definiertes konstruktives Größenverhältnis von d/h3 zwischen etwa 0,7 bis etwa 2,2 vorgesehen ist.

8. Gewindespindelmodul (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schwenkgelenk ein Schmiermittel zugeordnet ist.

9. Gewindespindelmodul (1) nach einem oder mehreren der

vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Konuswinkel mehr als 90° beträgt, dass der Konuswinkel prinzipiell maximiert ist, und wobei der Konuswinkel einen vorbestimmten Maximalwert von im Wesentlichen etwa 150° nicht überschreitet.

10. Verfahren zur Endmontage einer Kraftfahrzeugbremse (2) aus mehreren Komponenten umfassend ein Bremsgehäuse (3) , ein Aktuatormodul und ein Gewindespindelmodul (1) mit den Merkmalen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsgehäuse (3) mit einer nach vertikal oben offenen Aufnahme (11) zur Aufnahme vom Gewindespindelmodul (1) in einem Arbeitsraum lotrecht angeordnet wird, dass danach das Gewindespin delmodul (1) in die Aufnahme (11) axial gerichtet sowie lotrecht eingeführt und derart abgesetzt wird, dass das antriebsseitige Ende (14) des Gewindespindelmoduls (1) nach vertikal oben gerichtet ist, und wobei schließlich das Aktuatormodul mit der Aktuatorschnittstelle nach vertikal unten lotrecht sowie fluchtend gerichtet von vertikal oben nach vertikal unten abgesenkt wird, um diese mit dem Gewindespindelmodul (1) drehfest zu verbinden.

Description:
Selbstaufrichtendes Gewindespindelmodul für eine Kraftfahr zeugbremse

Die Erfindung betrifft ein Gewindespindelmodul umfassend eine Gewindespindel mit einer Längsachse A die an einem abtriebs seitigen Ende über ein Außengewinde und an einem antriebsseitigen Ende mit axialem Abstand zum Außengewinde über einen Zapfen zur drehfesten Kupplung mit einer Aktuatorschnittstelle verfügt, sowie mit einer Gewindemutter, die auf das Außengewinde auf geschraubt ist, und wobei eine gelenkartig gekrümmte Auflage der Gewindemutter als Auflager des Gewindespindelmoduls in einer Aufnahme wie beispielsweise einem Transportdisplay, Lagertray oder Bremskolben dient. Die Erfindung erstreckt sich des Weiteren auf ein neuartiges Bremsmontageverfahren das auf einem ver einfachten Zusammenbau eines Bremssattelgehäuse, mit einem Bremsaktuator und mit Hilfe eines selbstausrichtenden Gewin despindelmoduls beruht.

Das beschriebene Gewindespindelmodul darf als essentieller Getriebebestandteil eines Radbremsaktuators verstanden werden, wobei das Gewindespindelmodul prinzipiell koaxial sowie fluchtend ausgerichtet in eine Aufnahmekavität mit Aufnahme schnittstelle eines Bremssattelgehäuse, Transporttray oder ähnlichem lotrecht eingefügt wird, bevor die Antriebs

schnittstelle des eingefügten Gewindespindelmoduls mit einer Aufnahme im Aktuator drehfest gekoppelt wird, und der Aktuator schließlich zum Verschluss der Kavität an das Bremssattelgehäuse angeflanscht wird. Dabei liegt die wichtige Hauptaufgabe des Gewindespindelmoduls in der Aktuatorkonfiguration darin, eine rotatorische Antriebsdrehbewegung des Aktuators in eine translatorische Zustellbewegung eines Stellelementes, wie insbesondere eines Bremskolbens, umzuwandeln. Besonders mit Zielrichtung auf massenhaft-rationellen Zusam menbau der beschriebenen Komponenten in einer Großserienfer tigung hat sich die zwangsläufige Blindmontage (unter visuell völlig verdeckter, konzentrischer sowie winkel- und lagerichtig arrangierter, formschlüssiger Kupplung zwischen Antriebs schnittstelle und Aktuatorausgangswelleschnittstelle bzw. Aktuatorgegenstück - ohne visuelle Lageerkennungsmöglichkeit) als besonders anspruchsvolle Aufgabe erwiesen. Denn die not wendige Ausrichtungspräzision wie auch die notwendigerweise störungsfreie, insbesondere erschütterungsfreie, Zuführung zwischen den zu kuppelnden Bauteilen in deren Paarung und Fertigstellung der Blindmontage ist im Rahmen einer mechanischen Großserienfertigung nur mit allerhöchstem Aufwand sicherzu stellen. Die gestellten Präzisionserfordernisse erschweren eine fehlerfreie, und dennoch kostengerechte, industrielle Wert schöpfung. Zudem sind die bekannten Gewindespindelmodule so ausgelegt, dass sich diese als Antwort auf eine verhältnismäßig geringfügige Anregung bzw. Fehlstellung maximal querstellen, also eine fehlerbehaftete Endlage anstreben. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, für eine möglichst einfache Verbesserung dieser nachteiligen Ausgangskonfiguration zu sorgen, so dass in dem beschriebenen Zusammenhang eine rationelle Kupplung zwischen Gewindespindelmodul und Aktuator ermöglicht ist .

Die beschriebene Aufgabe wird erfindungsgemäß erstmals mit einem selbstausrichtenden Gewindespindelmodul gelöst, indem das Gewindespindelmodul als konvexer dreidimensionaler Körper mit homogener, gleichmäßiger Dichteverteilung derart gestaltet vorgesehen ist, dass das Gewindespindelmodul mit Schwer- kraftantrieb, beziehungsweise als regelungstechnische Antwort auf eine Störgröße, respektive einen Eingriff beziehungsweise Auslenkung, jeweils automatisch-selbsttätig eine monostabile Gleichgewichtslage aufweist, und wobei die monostabile Gleichgewichtslage dadurch gekennzeichnet ist, dass das an triebsseitige Ende des Gewindespindelmoduls vertikal oben und das abtriebsseitige Ende des Gewindespindelmoduls vertikal unten, lotrecht übereinander gerichtet, sowie orthogonal zur Horizontalen platziert vorgesehen sind. Demzufolge inkorporiert das erfindungsgemäße Gewindespindelmodul erstmals die vor teilhaften, selbstaufrichtenden physikalischen Eigenschaften wie eine kenterresistente Segelyacht, nur eben mit dem Vorteil, dass auf gesonderten kielartigen Ballast verzichtet werden kann. Dabei ist es das besondere Verdienst der vorliegenden Erfindung, die mathematischen Erkenntnisse des sogenannten Göm- boc-Phänomens erstmals nutzbringend auf die Anforderungen der Kraftfahrzeugradbremstechnologie angewendet zu haben.

In einer vorteilbehafteten Weiterbildung der Erfindung ist zur Verstärkung der Rückstellwirkung vorgesehen, dass das Gewin despindelmodul in Relation zu seinem Gelenk , in Richtung Schwerkraftrichtung, also vertieft abgesenktem Schwerpunkt (das heisst möglichst geringer Höhe h3) derart ausgestattet ist, dass die Rückstellkräfte auf das Gewindespindelmodul maximiert sind. Also erfolgt eine beschleunigte, eigenstabile, automatisch selbsttätige, zentrierte sowie fluchtend zur Aktuator

schnittstelle gerichtete Rückstellung in Relation zur Auf nahmeschnittstelle. Also ist eine optimierte, selbsttätige, stabile Justiereigenschaft verfügbar, so dass sich das Ge windespindelmodul optimal g automatisch selbsttätig koaxial zentriert und fluchtend einstellt. Also ist die Schwerpunktlage des Gewindespindelmoduls in Relation zur Peripherie bzw.

Aufnahme derart abgestimmt, dass sich das System wie ein so genanntes „Stehaufmännchen" selbsttätig automatisch zentriert und mithin winkelgerecht selbstausrichtet . Die Erfindung er möglicht erstmals einen wichtigen, konstruktiven Beitrag um Störungen eines Montagefertigungsprozes- ses/Montagebandstillstand mit Hilfe eines erfindungsgemäßen Gewindespindelmoduls wirkungsvoll zu verhindern.

Die Erfindung ermöglicht also eine vereinfachte, rationelle sowie automatisierte Bremsenherstellung und wobei durch die eigenstabile Konstruktion des Spindelmoduls zumindest teilweise auf bildverarbeitende Prozessleitsysteme bzw. Datenverarbei tungsanlagen verzichtet werden kann. Demzufolge ermöglicht die Erfindung nebenbei eine besonders intelligente Reduktion des notwendigen Investments, für den Fall, dass eine automatisierte oder werkergestützte Montagestrasse zur Herstellung besonders wettbewerbsfähiger Kraftfahrzeugbremskomponenten aufgebaut oder betrieben werden soll.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gewindespindelgetriebe mit längs einer Längsachse arrangiertem Systemschwerpunkt, und umfassend eine Gewindemutter mit einer balligen Auflage schnittstelle, deren Balligkeit ein gedachtes Systemschwenk gelenk induziert, sowie umfassend eine eingeschraubte Gewin despindel nebst Antriebsschnittstelle an einem Schaftab schnittende, das diametral gegenüber zu einem Gewindespindelende an der Gewindespindel allokiert ist.

Die physikalisch-technische Abstimmung, also insbesondere Verhältnisse und Randbedingungen von Schwerpunkthöhe h2, Kontaktdurchmesser d, Konuswinkel , Balligkeit bzw. Sphä renradius r, Kavität also Schnittstellenarrangement, Schmie rungs- und Reibungseinflüsse im Gelenk etc. sind dabei so arrangiert, dass das Gewindespindelmodul per Schwerkraftwirkung selbsttätig in die aufrechte, bzw. lotrechte Lage gelangt bzw. in aufrechter (lotrechter) Haltung stabil gehalten wird.

Demzufolge ist die Montage erleichtert, weil für eine sichere und produktive Großserienfertigung lediglich für eine lotrechte Ausrichtung von Bremssattelgehäuse sowie für eine lotrechte Zuführung von Aktuatoriken zu sorgen ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung einer kombi nierten Fahrzeugbremse umfassend eine hydraulisch betätigbare Betriebsbremse mit einer elektromechanisch betätigbaren

Feststellbremsfunktion umfassend ein Gewindespindelmodul, gemäß WO 2008/037738 Al,

Fig. 2 schematisch ein Gewindespindelmodul,

Fig. 3 schematisch ein deaxiert-querstehendes Gewinde spindelmodul also in Montagefehlstellung, und

Fig. 4 ein Gewindespindelmodul in korrekter Montageposition .

Die in Fig. 1 gezeigte kombinierte Kraftfahrzeugbremse 2 weist einerseits eine hydraulisch betätigbare Betriebsbremsfunktion und andererseits eine elektromechanisch betätigbare Fest- stellbremsvorrichtung/funktion auf. Die Fahrzeugbremse verfügt über ein Bremsgehäuse 3, welches den äußeren Rand einer lediglich schematisch angedeuteten Bremsscheibe 4 und zwei Bremsbeläge 5, 6 umgreift. Das Bremsgehäuse 3 bildet auf seiner Innenseite einen Bremszylinder, der einen Bremskolben 7 axial verschiebbar aufnimmt. In den zwischen Bremszylinder und Bremskolben 7 gebildeten Betriebsdruckraum kann zur Durchführung von Be triebsbremsungen Bremsflüssigkeit zugeführt werden, so dass sich ein Bremsdruck aufbaut, der den Bremskolben 7 axial entlang der Längsachse A zur Bremsscheibe 4 hin verschiebt. Dadurch wird der dem Bremskolben 7 zugewandte Bremsbelag 5 gegen die Bremsscheibe 4 gedrückt, wobei sich als Reaktion das Bremsgehäuse 3 in der entgegen gesetzten Richtung verschiebt und dadurch auch den anderen Bremsbelag 6 gegen die Bremsscheibe 4 drückt (Faust sattelbremse) .

Eine Feststellbremsvorrichtung zur Durchführung von Fest stellbremsvorgängen ist elektromechanisch betätigbar und wirkt ebenfalls auf den Bremskolben 7 als Stellglied. Dazu ist ein Rot - Trans - Getriebe vorgesehen, das die Rotationsbewegung eines nicht näher gezeigten elektromechanischen Aktuators in eine Translationsbewegung umsetzt und eine Betätigung des Brems kolbens entlang der Längsachse A bewirkt. Das Getriebe wird im Wesentlichen durch das Gewindespindelmodul 1 gebildet, welches eine Gewindespindel 8 mit Außengewinde 15 und eine Gewindemutter 9 mit Innengewinde umfasst, die selbsthemmend oder ohne

Selbsthemmung über Wälzkörper reibungsarm miteinander in Verbindung stehen können. Die Wälzkörper sind als Kugeln ausbildbar. Ein Zapfen 10 der Gewindespindel 8 ragt an An triebsseite aus dem Bremsgehäuse 3 heraus und wird unter Kupplung über eine drehfest kooperierende Aktuatorschnittstelle eines nicht dargestellten Untersetzungsgetriebes von einem ebenfalls nicht gezeigten elektromechanischen Aktuator angetrieben. Die auf die Gewindespindel 8 übertragene Antriebsrotationsbewegung wird durch die drehfest in einer Aufnahme 11 im Stellkörper bzw. Bremskolben 7 aufgenommene Gewindemutter 9 in eine Transla tionsbewegung umgewandelt, so dass der Stellkörper/Bremskolben 7 eine Bewegung parallel zur Längsachse A vollzieht. Dadurch wird auch der Bremskolben 7 mitgenommen, an dem sich die Gewindemutter 9 mit Ihrer Auflage 12 abstützt. Gleichzeitig stützt sich die Gewindespindel 8 über einen mit der Spindel verbundenen Kragen und ein Axiallager am Bremsgehäuse 3 ab. Das Getriebe setzt also die Drehbewegung des elektromechanischen Aktuators in eine Linearbewegung um und ist für die Generierung sowohl der Zu spannkraft als auch der Lösekraft zur Durchführung eines Feststellbremsvorganges verantwortlich. Die Funktionsweise der grundsätzlich bekannten Anordnung geht grundsätzlich bei spielhaft aus der internationalen Patentanmeldung WO 2008/037738 Al hervor und muss deshalb in diesem Zusammenhang nicht nochmals erläutert werden.

Die Zeichnungen verdeutlichen zudem eine besondere Abstimmung eines erfindungsgemäßen Gewindespindelmoduls 1 in Paarung mit seiner Aufnahme 11 in einem peripheren Bauteil (Bremskolben 7, Lagertray TR etc.) Dabei ist zwischen Aufnahme 11 und Gewin despindelmodul ein Gelenk definiert. Die Position also Höhe h2 einer Schwenkgelenkachse ist im Wesentlichen durch einen Ab- stützdurchmesser d zwischen Gewindemutter 9 und Aufnahme 11 definiert. Dabei werden die technisch-physikalischen Zusam menhänge zwischen Gewindespindelmodul 1 und Aufnahme 11 im Lagertray TR oder Bremskolben 7 im Wesentlichen durch einen Konuswinkel des Auflagers im Bremskolben 7, der Detailaus bildung des Sphärenradius r (Abrundung/Balligkeit) von der Auflage 12 an der Stirnseite der Gewindemutter 9, der Höhe h3 des Schwerpunkts SP sowie durch die konkret eingestellten tribo- logischen Rauheits-, Reibungs- und Schmierungsverhältnisse im Gelenk maßgeblich mitbeeinflusst. Erfindungsgemäß verhält sich das erfindungsgemäß gestaltete Gewindespindelmodul 1 automa tisch eigenstabil, bzw. wird automatisch selbsttätig durch herrschende Gravitations- bzw. Gewichtskräfte stabil lotrecht aufrecht gehalten, bzw. durch die schwerkraftbedingte Rück stelleigenschaft automatisch lotrecht derart nachj ustiert . Also kehrt das Gewindespindelmodul 1 selbsttätig in eine korrekte, also stabile, Lage zurück. Mit anderen Worten ist die Höhe h3 des Schwerpunkts SP des Gewindespindelmoduls 1- in Relation zu seinem Gelenk bzw. Aufnahme 11 - zum bestmöglich korrigierenden Angriff der Schwerkraftwirkung möglichst tief abgestimmt. Das Gewin despindelmodul 1 verhält sich in seiner Aufnahme 11 gewissermaßen selbstausrichtend so wie eine Boje in einem Gewässer, oder vergleichbar einem Kinderspielzeug das als sogenanntes „Stehaufmännchen" bekannt geworden ist. Dies monostabile Formgebungsarrangement, bei gleichmäßig verteilter Dichte, ohne gesonderte Zusatzmasse, wird auch als Gömböc bezeichnet. In ergänzender Ausgestaltung der unterschiedlichen Ausführungs formen der Erfindung erscheinen zudem folgende ergänzende Abstimmungsmaßnahmen nebeneinander oder in beliebiger Kombi nation miteinander besonders zielführend. 1. Der Schwerpunkt SP des Gewindespindelmoduls 1 ist maximal in Richtung Abtriebsseite versetzt angeordnet. 2. Die Schwenkgelenkmitte 16 des Gewin despindelmoduls 1 ist maximal in Richtung Antriebsseite versetzt angeordent. 3. Ein Schwenkradius r des Schwenkgelenks ist maximal groß ausgebildet. 4. Eine Höhe einer Verdrehsicherungsebene hl ist maximiert vorgesehen. Auch im Übrigen ist es aus tribo- logischen Gründen empfehlenswert einen Konuswinkel zwischen etwa 90° und etwa 150° maximal groß auzulegen, und/oder auf alternativen Wegen gegenseitige Reibung weitestgehend zu mi nimieren. Dafür kann beispielhaft eine besondere Oberflä chenglättung bzw. Rauhtiefe/Oberflächenprofilierung in der Berührung zwischen dem Auflager in der Aufnahme 11 und der Auflage 12 an der Gewindemutter 9 vorgesehen sein. Alternativ bzw. ergänzend empfiehlt sich auch die Verwendung eines Fluids beziehungsweise fluidische, oder andersartige, Schmierstoff- gabe .

Ein entsprechendes sowie grundsätzlich nebengeordnetes bzw. selbständig schutzfähiges Endmontageverfahren für Kraftfahr zeugbremsen 2 definiert, dass das Bremssattelgehäuse 3 mit einer nach vertikal oben offen ausgerichteten Aufnahme 11 zur Aufnahme vom Gewindespindelmodul 1 in einem Arbeitsraum lotrecht an geordnet wird, dass danach das Gewindespindelmodul 1 in die Aufnahme 11 axial gerichtet sowie lotrecht eingeführt und derart abgesetzt wird, dass das antriebsseitige Ende 14 des Gewin despindelmoduls 1 nach vertikal oben gerichtet ist, und wobei schließlich das Aktuatormodul mit seiner Aktuatorschnittstelle nach vertikal unten lotrecht sowie fluchtend gerichtet von vertikal oben nach vertikal unten auf den Zapfen 10 abgesenkt wird, um die drehfeste bevorzugt formschlüssige Kupplung der Getriebestrangkomponenten rationell auszubilden.

Bezugszeichenliste

1 Gewindespindelmodul

2 Kraftfahrzeugbremse

3 Bremsgehäuse

4 Bremsscheibe

5 Bremsbelag

6 Bremsbelag

7 Bremskolben

8 Gewindespindel

9 Gewindemutter

10 Zapfen

11 Aufnahme

12 Auflage

13 Ende (abtriebsseitig)

14 Ende (antriebsseitig)

15 Außengewinde

16 Schwenkgelenkmitte

A Längsachse

Ax Axialrichtung

Konuswinkel

R Radialrichtung

r Sphärenradius

SP Schwerpunkt

T Tangentialrichtung TR Lagertray

hl Verdrehsicherungsebene h2 Höhe des Schwerpunkts h3 Höhe des Gelenks

AE Abstützebene

d Abstützdurchmesser