EICK, Eckhard (Elser Heide 20, Paderborn, 33106, DE)
NEUMANN, Thorsten (Am Schlengerbusch 4, Paderborn, 33106, DE)
WONKA, Helge (Langenweg 69, Bad Wünnenberg, 33181, DE)
EICK, Eckhard (Elser Heide 20, Paderborn, 33106, DE)
NEUMANN, Thorsten (Am Schlengerbusch 4, Paderborn, 33106, DE)
| Ansprüche
1. Selbstbedienungssystem zur Einzahlung und Auszahlung von Münzen,
mit einer Vorrichtung (12) zur Eingabe von Münzen (108, 116), und
einer Vorrichtung zur Ausgabe (30) für Münzen (108, 116),
dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, welche die auszugebenden Münzen (108, 116) aus dem Vorrat (18a bis 18d) der eingezahlten Münzen (108, 116) in Form eines verpackten Münzgebindes bestehend aus einer Vielzahl von Münzen (108, 116) bereitstellt.
2. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sammel- und Verpa ¬ ckungseinheit (26) vorgesehen ist, mit deren Hilfe die auszuzahlenden Münzen (108, 116) jeweils erst nach Anforderung durch einen Bediener zu einem Münzgebinde bzw. zu Münzgebinden zusammengestellt und verpackt werden.
3. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anforderungen durch den Bediener eine Angabe zur Anzahl der Münzen (108, 116) im Münzgebinde und/oder eine Angabe über den Wert (z. B. 1-Euro-Münze oder 2-Euro-Münze) der Münzen (108, 116) im Münzgebinde umfasst.
4. Selbstbedienungssystem (10) nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe der Sammel- und Verpackungseinheit (26) aus dem Vorrat (18a bis 18d) der eingezahlten Münzen (108, 116) hinsichtlich der Münzanzahl und der Münzwerte voreingestellte verpackte Münzgebinde ge ¬ bildet und in einem Münzgebindespeicher (28) gespeichert werden, wobei eines der bzw. die im Münz ¬ gebindespeicher (28) gespeicherte Münzgebinde auf Anforderung eines Bedieners zur Auszahlung gebracht werden .
5. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Münzgebindeverpackung (40) des verpackten Münzgebindes die Anzahl, der Wert und gegebenen ¬ falls die Stücklung der Münzen (108, 116) in dem Münzgebinde als Information vermerkt, vorzugsweise aufgedruckt, sind.
6. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckvorrichtung zum Aufdrucken der Informationen auf die Münzgebindeverpackung (40) vorgesehen ist.
7. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Münzgebindeverpackungen (40) mit vorgedruckten Informationen verwendet werden . Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammel- und Verpackungseinheit (26) die Münzge ¬ binde derart verpackt, dass eine spätere öffnung der Münzgebindeverpackung (40) feststellbar ist.
9. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kunststoffbeutel (40) zur Verpackung der Münzgebinde vorgesehen sind.
10. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Selbstbedienungssystem (10) ein Kunststoffbeutelvorrat (32) bestehend zu einer Vielzahl von untereinander verbundenen in Form einer Kunststoffbeutelrolle auf einer Rolle (66) angeordneten Kunststoffbeutel (40) vorgesehen ist, wobei die Kunststoffbeutel (40) zum Einfüllen der Münzen (106, 116) in einer Sammel- und Verpackungseinheit (26) von der Kunststoffbeutelrolle abrollbar sind, und wobei die Sammel- und Verpackungseinheit (26) eine Verschlusseinheit zum Verschließen der Kunst ¬ stoffbeutel (40) nach der Befüllung mit den Münzen (108, 116) und eine Abtrenneinheit (124) zum Ab ¬ trennen der befüllten Kunststoffbeutel (40) von der Kunststoffbeutelrolle umfasst.
11. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffbeutel (40) der Kunststoffbeutelrolle jeweils mindestens eine auslesbare Markierung (56, 68 bis 72) für die Steuerung des Transports der Kunststoffbeutel (40) zur Sammel- und Verpackungseinheit (26) aufweisen.
12. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammel- und Verschlusseinheit (26) eine Befüllein- heit zum Befüllen der Kunststoffbeutel (40) mit Münzen (108, 116) umfasst.
13. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Befülleinheit eine Blasdüse (110) zum öffnen der Befüllöffnung (54, 112, 122) des Kunststoffbeutels (40) mittels eines Luftstroms und einen Fülltrichter (114) zum Zuführen der Münzen (108, 116) in den Kunststoffbeutel (40) umfasst.
14. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusseinheit die Befüllöffnung (54, 112, 122) des Kunststoffbeutels (40) verschweißt.
15. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kunststoffbeutel (40) eine Rückseite (44) und eine Vorderseite (42) umfasst, wobei die Breie der Rück- seite (44) und die Breite der Vorderseite (42) gleich sind und die Höhe der Rückseite (44) größer ist als die Höhe der Vorderseite (42), und wobei die Rückseite (44) und die Vorderseite (42) derart miteinander verbunden sind, dass durch die Vorderseite (42) und einen Teil der Rückseite (44) ein Aufnahmebereich zur Aufnahme der Münzen (108, 116) ausgebildet ist. |
Selbstbedienungssystem zur Einzahlung und Auszahlung von
Münzen
Die Erfindung betrifft ein Selbstbedienungssystem zur Einzahlung und Auszahlung von Münzen mit einer Vorrichtung zur Eingabe von Münzen und einer Vorrichtung zur Ausgabe von Münzen .
Aus Selbstbedienungszonen von Banken sind Selbstbedienungsautomaten zur Versorgung mit Münzen und Entsorgung von Münzen bekannt. Die Versorgung von Einzelhändlern mit Münzen (Wechselgeldversorgung) erfolgt durch die Bereitstellung definierter Münzgebinde (z. B. in Form von in Papier eingeschlagenen Münzrollen) . Bei der Entsorgung der Tageseinnahmen spielt die Massenmünzeinzahlung eine wichtige Rolle, wobei eine Vielzahl von Münzen beispielsweise über eine trichterförmige Eingabevorrichtung eingeben wird. Derzeit existieren im Selbstbedienungsumfeld für beide Anwendungen separate Systeme, d. h. Massenmünzeinzahlungsautomaten und Münzrollenauszahlungsautomaten . Beide Systeme werden durch die jeweiligen Bankfilialen betrieben. Dabei erfolgt die Entleerung der Massenmünzeinzahlungsautomaten und die Bestückung der Münzrollenauszahlungsautomaten in zwei voneinander vollständig getrennten Prozessen durch Mitarbeiter der Bank oder durch Mitarbeiter von Werttransportunternehmen. Für den Betrieb der beiden voneinander getrennten Systeme fallen jeweils erhebliche Betriebskosten an.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Selbstbedienungs ¬ system auszugeben, das zur Versorgung mit Münzen und Entsorgung von Münzen geeignet ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Selbstbedienungssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafter Wei ¬ terbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
Durch die Kombination einer Vorrichtung zur Eingabe von Münzen und einer Vorrichtung zur Ausgabe von Münzen in Form von verpackten Münzgebinden in einem Selbstbedienungssystem wird erreicht, dass für die Versorgung mit Münzen und für die Entsorgung von Münzen nur noch ein Selbstbedienungssystem notwendig ist. Hierdurch werden sowohl die Anschaf- fungs- als auch die Betriebskosten gesenkt. Ferner wird der benötigte Bauraum reduziert. Da die eingezahlten Münzen zu ¬ mindest zum Teil wieder ausgezahlt werden, sind die Zeitab ¬ stände, in denen dem Selbstbedienungssystem Münzen durch einen Mitarbeiter der Bank oder eines Werttransportunternehmens zugeführt oder aus dem Selbstbedienungssystem entnommen werden müssen, größer als bei einem reinen Münzein- zahlungsautomaten bzw. einem reinen Münzrollenauszahlungs- automaten .
Es ist vorteilhaft, eine Sammel- und Verpackungseinheit vorzusehen, mit deren Hilfe die auszuzahlenden Münzen jeweils erst nach Anforderung durch einen Bediener zu einem Münzgebinde bzw. zu Münzgebinden zusammengestellt und ver ¬ packt werden. Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Anfor ¬ derung des Bedieners eine Angabe zur Anzahl der Münzen im
auszugebenden Münzgebinde und/oder eine Angabe über den Wert der Münzen im Münzgebinde umfasst. Hierdurch wird er ¬ reicht, dass der Wert des Münzgebindes und/oder die Zusam ¬ menstellung des Münzgebindes durch den Bediener frei oder innerhalb eines voreingestellten Bereichs wählbar sind.
Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn mit Hilfe der Sammel- und Verpackungseinheit aus dem Vorrat der eingezahlten Mün ¬ zen hinsichtlich der Münzanzahl und der Münzwerte voreingestellte verpackte Münzgebinde gebildet und in einem Münzge ¬ bindespeicher gespeichert werden, wobei eines der bzw. die im Münzgebindespeicher gespeicherten Münzgebinde auf Anforderung des Bedieners an diesen ausgegeben werden. Hierdurch wird erreicht, dass die benötigte Zeit für die Ausgabe des durch den Bediener angeforderten Münzgebindes reduziert wird. Es ist besonders vorteilhaft, wenn die voreingestell ¬ te Münzanzahl und der voreingestellte Münzwert der vorpro ¬ duzierten Münzgebinde derart gewählt sind, dass die am häu ¬ figsten durch den Bediener angeforderten Münzgebinde gebildet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind auf der Münzgebindeverpackung des verpackten Münzgebindes die Anzahl, der Wert und die Stücklung der Münzen in dem Münzgebinde als Information vermerkt. Es ist vorteilhaft, eine Druckvorrichtung zum Aufdrucken dieser Informationen auf die Münzgebindeverpackung vorzusehen. Alternativ können Münzgebindeverpackungen mit vorgedruckten Informationen verwendet werden und die Münzen entsprechend den vorge ¬ druckten Informationen in die entsprechende Münzgebindeverpackungen gefüllt werden. Durch diese aufgedruckten Informationen erhält der Benutzer schnell alle notwendigen In-
formationen über das Münzgebinde, wodurch die Handhabung vereinfacht wird.
Die Münzgebinde werden mit Hilfe der Sammel- und Verpa ¬ ckungseinheit vorzugsweise derart verpackt, dass eine spä ¬ tere öffnung der Münzgebindeverpackung feststellbar ist. Auf diese Weise können eventuelle Manipulationen einfach und zeitnah festgestellt werden.
Als Münzgebindeverpackungen werden vorzugsweise Kunststoffbeutel verwendet. Solche Kunststoffbeutel sind auf einfache Weise herzustellen und lassen sich kostengünstig beschaf ¬ fen .
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in dem Selbstbedienungssystem ein Kunststoffbeutelvorrat bestehend aus einer Vielzahl von untereinander verbundenen auf einer Rolle angeordneten Kunststoffbeuteln vorgesehen. Die Kunststoffbeutel sind zum Einfüllen der Münzen in der Sammel- und Verpackungseinheit von der Kunst- stoffbeutelrolle abrollbar. Die Sammel- und Verpackungsein ¬ heit umfasst eine Verschlusseinheit zum Verschließen der Kunststoffbeutel nach dem Befüllen mit den Münzen und eine Abtrenneinheit zum Abtrennen der befüllten Kunststoffbeutel von der Kunststoffbeutelrolle. Die Abtrenneinheit umfasst insbesondere ein Schneideelement, mit dem der zuletzt be ¬ füllte Kunststoffbeutel von den noch nicht befüllten Kunst ¬ stoffbeuteln der Kunststoffbeutelrolle abgeschnitten wird. Hierdurch wird erreicht, dass kein Abfall anfällt, wodurch der Wartungsaufwand reduziert und die Umweltfreundlichkeit erhöht werden kann. Durch die Verwendung einer Kunststoff-
beutelrolle zur Bevorratung von Kunststoffbeuteln wird eine einfache Handhabung der Kunststoffbeutel, insbesondere ein einfacher Transport der Kunststoffbeutel vom Kunststoffbeu ¬ telvorrat in die Sammel- und Verpackungseinheit erreicht. Ferner können so die noch nicht befüllten Kunststoffbeutel einfach dem Selbstbedienungssystem zugeführt werden. Alternativ können die Kunststoffbeutel einzeln im Kunststoffbeu ¬ telvorrat bevorratet werden. Ein befüllter Kunststoffbeutel wird vorzugsweise durch Verschweißen verschlossen.
Ferner ist vorteilhaft, wenn die Kunststoffbeutel auf der Kunststoffbeutelrolle jeweils mindestens eine auslesbare Markierung für den gesteuerten Transport der Kunststoffbeutel zur Sammel- und Verpackungseinheit aufweisen.
Die Sammel- und Verpackungseinheit umfasst vorzugsweise ei ¬ ne Befülleinheit zum Befüllen der Kunststoffbeutel mit den Münzen. Die Befülleinheit wiederum umfasst insbesondere ei ¬ ne Blasdüse zum öffnen einer Befüllöffnung der Kunststoffbeutel mit Hilfe eines durch die Blasdüse erzeugten Luft ¬ stroms und einen Fülltrichter zum Zuführen der Münzen in den Kunststoffbeutel durch die Befüllöffnung. Auf diese Weise wird eine einfache und zuverlässige Zuführung der Münzen in die Kunststoffbeutel erreicht.
Die Kunststoffbeutel umfassen jeweils eine Rückseite und eine Vorderseite, wobei die Breite der Rückseite und die Breite der Vorderseite gleich sind und die Höhe der Rück ¬ seite größer ist als die Höhe der Vorderseite. Die Rücksei ¬ te und die Vorderseite sind derart miteinander verbunden, dass durch die Vorderseite und einen Teil der Rückseite ein
Aufnahmebereich zur Aufnahme der Münzen gebildet wird. Die Kunststoffbeutel werden insbesondere derart hergestellt, dass eine Folie aus dem Kunststoff, aus dem die Kunststoff ¬ beutel hergestellt sind, von einer Endlosrolle abgerollt und mit ungleicher Schenkellänge übereinander gefaltet wird. Auf diese Weise wird die unterschiedliche Höhe der Vorder- und der Rückseite erreicht. Die Vorder- und Rück ¬ seite werden mit einer Verschweißzeile rechtwinklig zur Transportsrichtung der Folie bzw. der Kunststoffbeutel verschweißt. Auf diese Weise wird eine kostengünstige Herstel ¬ lung der Kunststoffbeutel bzw. der Kunststoffbeutelrolle erreicht .
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten Figuren die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung ei ¬ nes Selbstbedienungssystems;
Fig. 2 eine schematische Darstellung ei ¬ nes Kunststoffbeutels;
Fig. 3 eine schematische Darstellung ei ¬ ner eine Vielzahl von Kunststoff ¬ beuteln nach Figur 2 umfassende KunstStoffbeutelrolle;
Fig. 4 eine schematische Darstellung des
Transports der Kunststoffbeutel im Selbstbedienungssystem; und
Fig. 5 eine schematische Darstellung der
Befüllung der Kunststoffbeutel mit Münzen .
In Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines Selbst ¬ bedienungssystems zur Einzahlung und Auszahlung von Münzen gezeigt. Bei einer Einzahlungstransaktion werden Münzen in ein Eingabefach 12 von einer Bedienperson eingegeben und mit Hilfe einer Münzvereinzelungs- und Zählmaschine 14 ge ¬ prüft. Die eingezahlten Münzen werden mit Hilfe einer Sortiereinheit 16 in Münzspeicher 18a bis 18d oder in einen Zwischenspeicher 20 befördert. Der Zwischenspeicher 20 wird auch als Escrow bezeichnet. Nach einer Einzahlungsbestäti ¬ gung durch den Bediener werden die im Zwischenspeicher 20 zwischengespeicherten Münzen in einen Transportbehälter 22 befördert. Die Einzahlungstransaktion ist hiermit abge ¬ schlossen. Im Falle eines Abbruchs der Einzahltransaktion (Storno) werden die Münzen aus dem Zwischenspeicher 20 und den Münzspeicher 18a bis 18d zu einem Rückgabefach 24 befördert und an den Bediener ausgegeben.
Bei einer Auszahltransaktion wird eine Anzahl von jeweils aus einer Vielzahl von Münzen gebildeten Münzgebinden ausgezahlt. Hierzu wird die für die Bildung der jeweiligen Münzgebinden notwendige Anzahl von Münzen aus den jeweiligen Münzspeichern 18a bis 18d entnommen und vereinzelt und zu einer Sammel- und Verpackungseinheit 26 zum Sammeln und Verpacken der Münzen zu Münzgebinden transportiert. Hier
werden die Münzen in eine Münzgebindeverpackung durch eine Befüllöffnung der Münzgebindeverpackung eingefüllt und die Befüllöffnung revisionssicher zugeschweißt, so dass eventuelle Manipulationen zeitnah und einfach feststellbar sind. Als Münzgebindeverpackungen werden insbesondere Beutel oder Sachets verwendet. Die Beutel sind insbesondere aus Kunst ¬ stoff gefertigt. Die Beutel werden dann in einem Münzgebindespeicher 28 abgelegt. Aus dem Münzenbindespeicher 28 können die Beutel zur Auszahlung in ein Auszahlfach 30 zur Auszahlung von Münzgebinden transportiert werden. Der Münzgebindespeicher 28 kann Münzgebinde, die nach Anforderung der Bedienperson produziert wurden, direkt zur Auszahlung bringen. Solche auf Anforderung des Bedieners produzierte Münzgebinde werden auch als „on-demand" produzierte Münzge ¬ binde bezeichnet. Alternativ oder zusätzlich wird der Münzgebindespeicher 28 in den Zeiten, in denen das Selbstbedienungssystem 10 nicht von einem Bediener bedient wird (Standby-Zeiten) , mit den gängigsten Münzgebinden standortoptimiert vorbefüllt, um diese dann gegebenenfalls ohne Produktionszeit zur Auszahlung zu bringen. Die Münzen, aus denen die Münzgebinde gebildet sind, sind insbesondere Mün ¬ zen, die zuvor in das Selbstbedienungssystem 10 eingezahlt und in den Münzspeichern 18a bis 18d gespeichert wurden. Werden mehr Münzen in das Selbstbedienungssystem 10 eingezahlt als wieder ausgezahlt werden, so kann der eingezahlte Münzüberschuss in der Transporteinheit 22 von einem Wert ¬ transportunternehmen dem Selbstbedienungssystem 10 entnommen werden. Hierzu stehen entweder revisionssichere Kasset ¬ ten bereit oder die Entsorgung geschieht mit Hilfe von dünnwandigen Transportbehältern, so genannten Safebags.
Eine Entleerung der Münzspeicher 18a bis 18d in die Transporteinheit 22 ist ebenfalls möglich. Hierdurch ist eine
Leerung des gesamten Münzbestandes durch das Werttransport ¬ unternehmen möglich. Da zu erwarten ist, dass die meisten Selbstbedienungssysteme 10 zur Einzahlung und Auszahlung von Münzen einzahlungslastig sind, d. h. das mehr Münzen eingezahlt als ausgezahlt werden, kann durch die Bereit ¬ stellung der Münzenrecyclingfunktion das Werttransportun- ternehmenentsorgungsintervall verlängert werden. Die Ein ¬ zahlung von Münzen und die Auszahlung von Münzen durch nur einen Automaten wird als Münzrecyclingfunktion bezeichnet. Das Werttransportunternehmenentsorgungsintervall ist der zeitliche Abstand zwischen Entnahmen der Transporteinheit 22 aus dem Selbstbedienungssystem 10.
Vor Beginn der Auszahlungstransaktion wird ein Beutel aus einem Beutelvorrat 32 entnommen und in die Sammel- und Ver ¬ packungseinheit 10 transportiert. Die aus den Münzspeichern 18a bis 18d entnommenen Münzen fallen durch die Befüllöff- nung des Beutels in einen Aufnahmebereich des Beutels. Anschließend wird der Beutel und somit das Münzgebinde durch Verschweißen revisionssicher verschlossen. Nach diesem Vorgang wird das produzierte Münzgebinde zum Münzgebindezwi ¬ schenspeicher 28 transportiert. Auf den Beutel sind die Nennfüllwerte bereits aufgedruckt und von außen lesbar. Die mit einem Standarddruck bereits vorbedruckten Beutel werden entsprechend den aufgedruckten Informationen mit den Münzen befüllt. Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist in der Sammel- und Verpackungseinheit 26 eine Druckeinheit zum Bedrucken des Beutels mit einem Individu- aldruck vorgesehen. In beiden Fällen kann der erzeugte Aufdruck die enthaltene Stücklung, den Münzwert und/oder die Anzahl der Münzen aufweisen.
In Figur 2 ist eine schematische Darstellung eines Beutels 40 zur Aufnahme der Münzen gezeigt. Elemente mit gleichem Aufbau oder gleicher Funktion haben dieselben Bezugszeichen .
Der Beutel 40 umfasst eine Vorderseite 42 und eine Rücksei ¬ te 44. Die Breite der Vorderseite 42 und die Breite der Rückseite 44 sind identisch. Die Rückseite 44 des Beutels ist länger ausgeführt als die Vorderseite 42, d. h. die Rückseite 44 hat eine größere Höhe als die Vorderseite 42. Die Vorderseite 42 und die Rückseite 44 sind an den Kannten 48, 50, 52 fest miteinander verbunden, sodass durch die Vorderseite 42 und eine Zeile der Rückseite 44 ein Aufnah ¬ mebereich zur Aufnahme der Münzen des Münzgebindes ausge ¬ bildet wird.
Die Münzen werden dem Aufnahmebereich des Beutels 40 über eine Befüllöffnung 54 in Richtung des Pfeils Pl zugeführt. Der sich aus den unterschiedlichen Höhen der Rückseite 44 und der Vorderseite 42 ergebenen überstand wird als Trans ¬ port- und Haltelasche 46 zum Transport und Halten des Beu ¬ tels 40 genutzt. Eine auf die Transport- und Haltetasche 46 aufgedruckte Marke 56 dient der Steuerung des Transports des Beutels 40. Der Beutel 40 ist vorzugsweise aus bedruck ¬ barem Kunststoff ausgeführt. Der bedruckbare Bereich 58 ist in Figur 2 durch das gestrichelte Rechteck angedeutet.
Der Beutelvorrat 32 ist insbesondere in Form einer Beutel ¬ rolle ausgebildet. Die Beutelrolle umfasst eine Vielzahl von Beuteln 40, welche endlos zu der Beutelrolle aufgerollt sind.
In Figur 3 ist eine schematische Darstellung einer solchen Beutelrolle gezeigt. Die Beutel 60 bis 64 sind seitlich an ¬ einander als Band gefertigt und endlos auf einer Rolle 66 aufrollbar. Trotz der allgemein üblichen Bezeichnung endlos umfasst die Beutelrolle eine endliche Anzahl an Beuteln 60 bis 64. Mehrere seitlich aneinander gefertigte, ein Band bildende Beutel 60 bis 64 werden auch als Endlosbeutel be ¬ zeichnet. Die Herstellung solcher Endlosbeutel kann kostengünstig dadurch erfolgen, das eine Folie von einer Rolle abgerollt, mit ungleicher Schenkellänge übereinander gefal ¬ tet und mit nur einer Verschweißzeile rechtwinklig zu der Richtung, in der die Folie von der Rolle 66 abgerollt wird, verschweißt wird. Anschließend erfolgt das Aufdrucken der Marken 68 bis 72 auf die Beutel 60 bis 64. Bei der Herstel ¬ lung von Beuteln 60 bis 64 mit einem Standardaufdruck wird auch dieser auf die Beutel 60 bis 64 aufgedruckt. Anschlie ¬ ßend werden die so produzierten Beutel 60 bis 64 auf der Rolle 66 aufgerollt.
Zwischen zwei benachbarten Beuteln 60 bis 64 befindet sich jeweils ein Trennbereich 74, 76, in dem ein Trennschnitt zwischen den Beuteln 60 bis 64 gesetzt werden kann. Eine dieser Trennschnitte ist durch die Strichlinie 78 darge ¬ stellt und beispielhaft mit dem Bezugszeichen 78 bezeich ¬ net. Die vorgefertigten Beutel 60 bis 64 der Beutelrolle werden anschließend in Transportrichtung P2 von der Rolle 66 abgerollt und der Sammel- und Verpackungseinheit 26 zu ¬ geführt. Die befüllten Beutel 60 bis 64 werden nach den Be- füllen verschweißt. Die Schweißnaht des Beutels 60 ist durch die Strichpunktlinie 80 dargestellt.
Das Einlegen und Einspannen einer neuen Beutelrolle in den Beutelvorrat 32 ist einfach und kann durch einen ungeschul ¬ ten Operator, insbesondere einem Bankangestellten, durchgeführt werden. Durch den zuvor beschriebenen Herstellungs- prozess der Beutel 60 bis 64, insbesondere durch das Tren ¬ nen zweier benachbarter Beutel 60 bis 64 entlang dem Trennschnitt 78, erfolgt die Herstellung der Beutel 60 bis 64, ohne dass Abfall anfällt.
In Figur 4 ist eine schematische Darstellung des Transports eines Endlosbeutels 90 entlang einer Transportstrecke in Transportrichtung P3 gezeigt. Der Endlosbeutel 90 wird in Betrieb des Selbstbedienungssystems 10 von der Rolle 66 ab ¬ gerollt und zwischen zwei Zahnriemen eines Riemenpaares 92 entlang eines Transportweges zur Sammel- und Verpackungs ¬ eineinheit 26 transportiert. Dort werden die Beutel 60 bis 64 des Endlosbeutels 90 geöffnet und mit den Münzen be ¬ füllt.
Das Riemenpaar 92 wird mit Hilfe einer Vielzahl von Rollen 94a bis 94f geführt und angetrieben. Entsprechend der An ¬ ordnung der Rollen 94a bis 94f kann der Transportweg eine beliebige Kontur haben.
In Figur 5 sind vier Beutel 100 bis 106 während des Befül- lens der Beutel 100 bis 106 mit Münzen 108 gezeigt. Die Sammel- und Verpackungseinheit 26 umfasst eine Blasedüse 110 zum öffnen der Befüllöffnung 112 des Beutels 102 über die Zuführung eines Luftstroms in den Beutel 102. Ferner umfasst die Sammel- und Verpackungseinheit 26 einen Münz-
einfülltrichter 114 zum Zuführen der Münzen 108 durch die Befüllöffnung 112 in den Aufnahmebereich des Beutels 102.
Der in Transportrichtung P4 vor dem Beutel 102 angeordneten und direkt an diesem Beutel 102 angrenzenden Beutel 104 ist bereits vollständig mit den auszuzahlenden Münzen 116 be ¬ füllt. Der Beutel 104 wird in dem Bereich 118 bedruckt und die Füllöffnung 122 des Beutels 104 wird durch Schweißen im Schweißbereich 120 verschlossen. Mit Hilfe eines Trennelements 124 wird der Beutel 104 vom Beutel 102 abgetrennt. Der Beutel 106 ist bereits von den anderen Beuteln 100 bis 104 abgetrennt und durch die Schweißnaht 126 verschweißt.
Bei dem Befüllen eines Beutels 102 mit Münzen 108 wird in einem ersten Schritt der in das Riemenpaar 92 eingefädelte Endlosbeutel 90 derart verfahren, dass ein noch nicht be- füllter Beutel 102 unter dem Münzeinfülltrichter 114 hängt. Diese Position wird auch als Ausgangsposition bezeichnet. In einem zweiten Schritt wird die Befüllöffnung 112 des Beutels 102 mit Hilfe der Blasdüse 110 über die Zufuhr ei ¬ nes Luftstroms in den Beutel 102 geöffnet. Im nächsten Schritt wird der Münzeinfülltrichter 114 in die Befüllöff- nung 112 des Beutels 102 abgesenkt. Die Münzen 108 fallen in den Beutel 102. Im nächsten Schritt transportiert der nicht dargestellte Antrieb den Endlosbeutel eine Position weiter, d. h. der nächste leere Beutel 100 befindet sich unterhalb des Münzeinfülltrichters 114, während dessen der gerade befüllte Beutel 102 in die nächste Position trans ¬ portiert wird. Im nächsten Schritt wird der Beutel 102 ver ¬ schweißt und anschließend bedruckt. Anschließend wird der Beutel 102 von der Beutelrolle abgeschnitten und in den Münzgebindespeicher 28 transportiert.
Bezugszeichenliste
10 SelbstbedienungsSystem
12 Eingabefach
14 Münzvereinzelungs- und Zähl ¬ maschine
16 Sortiereinheit
18a bis 18d Münzspeicher
20 Zwischenspeicher
22 Transporteinheit
24 Rückgabefach
26 Sammel- und Verpackungseinheit
28 Münzgebindespeicher
30 Ausgabefach
32 Beutelvorrat
40, 60, 62, 64,
100, 102, 104, 106 Beutel
42 Vorderseite
44 Rückseite
46 Transport- und Haltelasche
, 50 , 52 Kante , 112, 122 Befüllöffnung , 68, 70, 72 Marke , 118 Bedruckbereich
Rolle , 76 Trennbereich
Trennlinie , 120 Schweißbereich
Endlosbeutel
Riemenpaar a bis 94d Rolle 8 , 116 Münzen 0 Blasdüse 4 Münzeinfülltrichter4 Trennelement 6 Schweißnaht bis P4 Transportrichtung
Next Patent: PERIPHERAL EQUIPMENT FOR A FUEL CELL SYSTEM
