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Patent Searching and Data


Title:
SELF-SUPPORTING EMBROIDERED TEXTILE MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/233824
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a textile sheet material (sheet material) and the manufacture and use thereof, and to articles manufactured using said material.

Inventors:
SALZMANN OLIVER (DE)
SANDER BERT (DE)
Application Number:
EP2019/065510
Publication Date:
November 26, 2020
Filing Date:
June 13, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KRALL ROTH SERVICES GMBH & CO KG (DE)
RAHMIG & PARTNER GMBH (DE)
International Classes:
D05C17/00
Domestic Patent References:
WO2013170869A12013-11-21
WO2016169627A12016-10-27
WO2003047395A12003-06-12
Foreign References:
JPS542476A1979-01-10
DE19910783A12000-09-28
Other References:
"Römpp Chemielexikon", vol. 6, 1999, GEORG THIEME VERLAG, article "Textilfasern", pages: 4477 - 4479
Attorney, Agent or Firm:
VON ROHR PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) (1 ) in Form eines Bespannungs materials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigen- schäften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen

Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln,

wobei das textile Flächengebilde (1 ) als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist, und

wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn (2), insbesondere mindestens ein wärme- schrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht.

2. Flächengebilde nach Anspruch 1 ,

wobei das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das mindestens eine wärmeschrumpf bare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) oder von einer Vielzahl wärme schrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne (2) gebildet wird.

3. Flächengebilde nach Anspruch 1 oder 2,

wobei das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das mindestens eine wärme- schrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchenfaden) und/oder als Bobine-Garn (Bobine- Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) oder von einer Vielzahl wärme- schrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne (2) gebildet wird. 4. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2), insbesondere das erste Garnsystem, und/oder das zweite Garnsystem, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garn system, eine erste Ebene (Schicht) des Flächengebildes und/oder des Gestickes ausbildet bzw. ausbilden und/oder Bestandteil einer ersten Ebene des Flächengebildes und/oder des Gestickes ist bzw. sind. 5. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Gesticke, insbesondere das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale

Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, des mindestens einen wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns (2) aufweist, insbesondere bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische

Kunststoffgarn (2) des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsys tems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes.

6. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische

Kunststoffgarn (2) des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garn- Systems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes. 7. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garn- Systems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, nicht in Form eines regelmäßigen Verlaufes und/oder nicht in Form einer regelmäßigen Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische

Kunststoffgarn (2) des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garn systems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, in Form eines visuell und/oder optisch nicht als regelmäßig erkennbaren Verlaufes und/oder in Form einer visuell und/oder optisch nicht als regelmäßig erkennbaren Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes. 8. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische

Kunststoffgarn (2) des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garn systems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des

Gestickes, mit quasi-zufälliger Stichgröße und/oder mit quasi-zufälliger Stichrichtung, vorzugsweise mit quasi-zufälliger Stichgröße und quasi willkürlicher Stichrichtung, in dem Gesticke angeordnet sind. 9. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, gespinstartig und/oder unregelmäßig-netzartig und/oder in Form eines Gespinstes und/oder in Form eines unregelmäßigen Netzes ausgebildet ist; und/oder wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2), insbesondere des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, gespinstartig und/oder unregelmäßig-netzartig und/oder in

Form eines Gespinstes und/oder in Form eines unregelmäßigen Netzes angeordnet ist bzw. sind und/oder ein Gespinst und/oder ein unregelmäßiges Netz ausbilden. 10. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, keine regelmäßigen Wiederholungseinheiten und/oder keine visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbare Wiederholungseinheiten des Verlaufs und/oder der Anordnung des mindestens einen wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns (2), bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes, aufweist.

1 1. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) zum jeweils benachbarten Garn und/oder zum jeweils benachbarten Garnabschnitt des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns (2) um das

0,2fache bis 150fache, insbesondere um das 0,3fache bis 100fache, vorzugsweise um das 0,5fache bis 50fache, bevorzugt um das 1 fache bis 20fache, besonders bevorzugt um das 1 ,2fache bis 20fache, ganz besonders bevorzugt um das 1 ,5fache bis 10fache, des mittleren Garndurchmessers des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns (2), bezogen auf den nichtwärmegeschrumpften Zustand, beabstandet ist. 12. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2), insbesondere des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, ein insbesondere kraftmäßig beanspruchbares System und/oder einen insbesondere kraftmäßig beanspruchbaren Zusammenhalt und/oder ein insbesondere kohäsives und/oder zusammenhängendes textiles Gefüge ausbildet bzw. ausbilden.

13. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke das wärmeschrumpf- bare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in einer Menge im Bereich von

1 Gew.-% bis 100 Gew.-%, insbesondere im Bereich im Bereich von 5 Gew.-% bis 99 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 10 Gew.-% bis 95 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 20 Gew.-% bis 90 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 30 Gew.-% bis 85 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 40 Gew.-% bis 80 Gew.-%, bezogen auf das

Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke, enthält.

14. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) auf

Basis mindestens eines wärmeschrumpfbaren thermoplastischen und/oder elastomeren Polymers und/oder auf Basis mindestens eines thermo plastischen Elastomers (TPE) ausgebildet ist oder hieraus besteht; und/oder wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) auf

Basis mindestens eines auf einem Phthalat basierenden Polyesters, insbesondere Polyethylenterephthalat, Polypropylenterephthalat, Polybutylen- terephthalat und deren Mischungen, vorzugsweise Polyethylenterephthalat, ausgebildet ist oder hieraus besteht; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) auf Basis mindestens eines wärmeschrumpfbaren thermoplastischen und/oder elastomeren Polyesters ausgebildet ist oder hieraus besteht; und/oder wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) auf Basis mindestens eines wärmeschrumpfbaren Polyethylens und/oder mindestens eines High Density Polyethylens (HDPE), insbesondere auf Basis einer Mischung mindestens eines wärmeschrumpfbaren Polyethylens und mindestens eines High Density Polyethylens (HDPE), gegebenenfalls in

Kombination mit mindestens einem UV-Stabilisator, ausgebildet ist oder hieraus besteht.

15. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) einen Durchmesser im Bereich von 0,05 mm bis 3,0 mm, insbesondere im Bereich von 0,075 mm bis 2,5 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,1 mm bis 1 ,5 mm, bevorzugt im Bereich von 0,1 mm bis 1 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 0,15 mm bis 0,8 mm, aufweist; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) einen Titer im Bereich von 50 dtex bis 10.000 dtex, insbesondere im Bereich von 100 dtex bis 8.000 dtex, vorzugsweise im Bereich von 200 dtex bis 6.000 dtex, bevorzugt im Bereich von 250 dtex bis 5.000 dtex, besonders bevorzugt im Bereich von 300 dtex bis 4.000 dtex, aufweist; und/oder wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) einen Titer im Bereich von 25 den bis 8.000 den, insbesondere im Bereich von 50 den bis 6.000 den, vorzugsweise im Bereich von 100 den bis 5.000 den, bevorzugt im Bereich von 150 den bis 4.000 den, besonders bevorzugt im Bereich von 200 den bis 3.500 den, aufweist.

16. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) eine Reißfestigkeit im Bereich von 1 N bis 500 N, insbesondere im Bereich von 2 N bis 400 N, vorzugsweise im Bereich von 3 N bis 300 N, bevorzugt im Bereich von 4 N bis 250 N, besonders bevorzugt im Bereich von 5 N bis 200 N, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 10 N bis 150 N, aufweist. 17. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) eine Bruchdehnung im Bereich von 10 % bis 85 %, insbesondere im Bereich von 15 % bis 80 %, vorzugsweise im Bereich von 20 % bis 75 %, bevorzugt im

Bereich von 25 % bis 70 %, besonders bevorzugt im Bereich von 30 % bis 65 %, aufweist; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) eine Bruchdehnung von mehr als 10 %, insbesondere von mehr als 20 %, vorzugsweise mehr als 30 %, bevorzugt mehr als 40 %, besonders bevorzugt mehr als 50 %, ganz besonders bevorzugt mehr als 55 %, aufweist.

18. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) eine Feinheitsfestigkeit im Bereich von 15 cN/tex bis 130 cN/tex, insbesondere im Bereich von 25 cN/tex bis 1 10 cN/tex, vorzugsweise im Bereich von 35 cN/tex bis 100 cN/tex, bevorzugt im Bereich von 35 cN/tex bis 70 cN/tex, aufweist.

19. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) eine Schrumpfkraft im Bereich von 15 cN bis 1.100 cN, insbesondere im Bereich von 25 cN bis 1.000 cN, vorzugsweise im Bereich von 40 cN bis 900 cN, bevorzugt im Bereich von 50 cN bis 500 cN, aufweist; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) eine Schrumpfkraft im Bereich von 0,5 cN/tex bis 15 cN/tex, insbesondere im Bereich von 1 cN/tex bis 10 cN/tex, vorzugsweise im Bereich von 1 ,5 cN/tex bis 5 cN/tex, bevorzugt im Bereich von 2 cN/tex bis 4 cN/tex, aufweist.

20. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) einen

Wärmeschrumpf (Wärmeschrumpfbarkeit) im Bereich von 2 % bis 60 %, insbesondere im Bereich von 3 % bis 40 %, vorzugsweise im Bereich von 4 % bis 35 %, bevorzugt im Bereich von 5 % bis 25 %, bezogen auf die Länge im nichtwärmegeschrumpften Zustand, aufweist. 21. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) einen Restwärmeschrumpf (Restwärmeschrumpfbarkeit) im Bereich von 1 % bis 35 %, insbesondere im Bereich von 2 % bis 30 %, vorzugsweise im Bereich von 3 % bis 30 %, bezogen auf die Länge im nichtwärmegeschrumpften und/oder vorgeschrumpften Zustand, aufweist.

22. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) auch nach Wärmeschrumpfbehandlung seine elastischen Eigenschaften zumindest teilweise beibehält; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) vor

Wärmeschrumpfbehandlung und/oder im nichtwärmegeschrumpften Zustand eine Restdehnung von weniger als 30 %, vorzugsweise von weniger als 20 %, bevorzugt von weniger als 10 %, ganz besonders bevorzugt von weniger als 5 %, aufweist; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) nach Wärmeschrumpfbehandlung und/oder im wärmegeschrumpften Zustand eine Restdehnung von weniger als 35 %, vorzugsweise von weniger als 25 %, bevorzugt von weniger als 15 %, ganz besonders bevorzugt von weniger als 10 %, aufweist;

insbesondere wobei die Restdehnung des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns (2) nach Wärmeschrumpfbehandlung und/oder im wärmegeschrumpften Zustand die Restdehnung des Kunststoffgarns (2) vor Wärmeschrumpfbehandlung und/oder im nichtwärmegeschrumpften

Zustand um weniger als 50 %, insbesondere um weniger als 40 %, vorzugsweise um weniger als 30 %, bevorzugt um weniger als 20 %, besonders bevorzugt um weniger als 10 %, ganz besonders bevorzugt um weniger als 5 %, übersteigt.

23. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) als Monofilament oder als Multifilament, bevorzugt als Monofilament, ausgebildet ist und/oder vorliegt; und/oder wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) mindestens eine weitere Garnkomponente (Garn), insbesondere mindestens eine zumindest im Wesentlichen nichtwärmeschrumpfbare und/oder zumindest im Wesentlichen nichtelastische Garnkomponente, aufweist; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) als Stapelfasergarn (Core- Garn) ausgebildet ist und/oder vorliegt, insbesondere wobei das Stapelfasergarn gegebenenfalls mindestens eine weitere Garnkomponente, insbesondere mindestens eine zumindest im Wesentlichen nichtwärmeschrumpfbare und/oder zumindest im Wesentlichen nicht elastische Garnkomponente, aufweist; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) als Zwirn (Zwirngarn) ausgebildet ist und/oder vorliegt, insbesondere wobei der

Zwirn gegebenenfalls mindestens eine weitere Garnkomponente, insbeson dere mindestens eine zumindest im Wesentlichen nichtwärmeschrumpfbare und/oder zumindest im Wesentlichen nichtelastische Garnkomponente, aufweist; und/oder

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) als Umwindegarn ausgebildet ist und/oder vorliegt, insbesondere wobei das Umwindegarn gegebenenfalls mindestens eine weitere Garnkomponente, insbesondere mindestens eine zumindest im Wesentlichen nichtwärme- schrumpfbare und/oder zumindest im Wesentlichen nichtelastische

Garnkomponente, aufweist.

24. Flächengebilde nach Anspruch 23,

wobei die Garnkomponente ein natürliches Garn (Naturgarn) und/oder ein synthetisches Garn (Chemiegarn) aufweist oder hieraus besteht; und/oder wobei die Garnkomponente, insbesondere das natürliche Garn und/oder das synthetische Garn, ausgewählt ist aus der Gruppe von Garnen in Form von Wolle (WO), insbesondere Wollfasern bzw. -garnen; Baumwolle (CO), insbesondere Baumwollfasern bzw. -garnen; Polyestern (PES); Polyolefinen, insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP); Poly vinylchloriden (CLF); Polyvinylidenchloriden (CLF); Acetaten (CA); Triacetaten (CTA); Polyacrylnitril (PAN); Polyamiden (PA); Polyacrylen (PAC); Polyvinylalkoholen (PVAL); Polyurethanen; Polyvinylestern; (Meth-)Acrylaten;

Viskose (VO); sowie deren Kombinationen und/oder Mischungen; vorzugs- weise aus der Gruppe von Garnen in Form von Wolle (WO), insbesondere Wollfasern bzw. -garnen; Baumwolle (CO), insbesondere Baumwollfasern bzw. -garnen, Polyestern (PES); Polyolefinen, insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP); Polyamiden (PA); Polyacrylen (PAC); Viskose (VO); sowie deren Kombinationen und/oder Mischungen.

25. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 24,

wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen

Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, eingesetzt ist und/oder vorliegt, insbesondere wobei im Falle verschiedener oder im Falle der Verwendung einer Vielzahl der Kunststoffgarne des einzigen Garntyps die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärme schrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um höchstens 20 %, insbesondere höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5%, bevorzugt höchstens 2 %, besonders bevorzugt höchstens 1 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren

Wert; und/oder

wobei das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärme schrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, aufweist oder hieraus besteht bzw. aufweisen oder hieraus bestehen, insbesondere wobei im Falle verschiedener oder im Falle der Verwendung einer Vielzahl der Kunststoff garne des einzigen Garntyps die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um höchstens 20 %, insbesondere höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5%, bevorzugt höchstens 2 %, besonders bevorzugt höchstens 1 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert; und/oder wobei das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes außer und/oder neben dem wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im

Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, kein weiteres und/oder kein hiervon verschiedenes wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere kein weiteres wärme schrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, eines anderen und/oder verschiedenen Garntyps, vorzugsweise kein weiteres wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn eines anderen und/oder verschiedenen Garntyps mit anderen und/oder verschiedenen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit anderen und/oder verschiedenen Elastizitätseigenschaften, aufweist.

26. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 24,

wobei für das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes jeweils voneinander verschiedene wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarne (2) eingesetzt sind, insbesondere wobei sich die jeweils eingesetzten wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarne (2) in ihren Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren Elastizitätseigen schaften voneinander unterscheiden und/oder insbesondere wobei sich die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärme- Schrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um mehr als 20 %, insbesondere mehr als 50 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert.

27. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garn (3), insbesondere mindestens ein drittes Garn, aufweist; und/oder

wobei das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garnsystem (zusätzliches und/oder weiteres Fadensystem), insbesondere ein drittes Garnsystem, aufweist, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden Garn (3) oder von einer Vielzahl an Garnen (3) gebildet wird.

28. Flächengebilde nach Anspruch 27,

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3), insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, zwischen dem ersten Garnsystem und dem zweiten Garnsystem des Gestickes angeordnet ist; und/oder

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3), insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, über das und/oder durch das erste Garnsystem befestigt und/oder fixiert ist; und/oder wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3), insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, auf der Nadelseite des Gestickes, insbesondere auf der Nadelseite der ersten Ebene des Gestickes, befestigt und/oder fixiert ist; und/oder

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3), insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, durch das mindestens eine in Form eines Nadelgarns vorliegende wärmeschrumpf bare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) befestigt und/oder fixiert ist; und/oder

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3), insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, zwischen den Verbindungen, insbesondere Stichverbindungen, des mindestens einen in Form eines Nadelgarns vorliegenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns (2) und des mindestens einen in Form eines

Schiffchengarns und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns vorliegenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns (2) angeordnet ist und/oder hierdurch befestigt und/oder fixiert ist und/oder wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn (3), insbesondere das mindestens eine dritte Garn, als Soutage-Garn (Soutage-Faden) und/oder als Soutage ausgebildet ist. 29. Flächengebilde nach Anspruch 27,

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3), insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Ebene (Schicht), insbesondere eine zweite Ebene, des Flächengebildes (1 ) und/oder des Gestickes ausbildet und/oder Bestandteil mindestens einer weiteren Ebene des Flächen gebildes (1 ) und/oder des Gestickes ist bzw. sind;

insbesondere wobei die zusätzliche und/oder weitere Ebene auf einer unter der zusätzlichen und/oder weiteren Ebene angeordneten Ebene, insbesonde re der ersten Ebene, insbesondere auf der diesbezüglichen Nadelseite, angeordnet und/oder hieran befestigt ist, vorzugsweise mittels Stichbildung des die zusätzliche und/oder weitere Ebene ausbildenden zusätzlichen und/oder weiteren Garns (3) mit Durchdringung der unter der zusätzlichen und/oder weiteren Ebene angeordneten Ebene(n); und/oder

insbesondere wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke mit einer Vielzahl an zusätzlichen und/oder weiteren Ebenen, insbesondere mit zwei, drei, vier oder mehr zusätzlichen und/oder weiteren Ebenen, ausgerüstet ist, insbesondere wobei eine jeweilige Ebene der Vielzahl an weiteren Ebenen von jeweils mindestens einem weiteren zusätzlichen und/oder weiteren Garn gebildet ist oder dieses umfasst. 30. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 27 bis 29,

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem einen regelmäßigen Verlauf und/oder eine regelmäßige Anordnung, insbesondere einen regelmäßig-gemusterten Verlauf und/oder eine regelmäßig-gemusterte Anordnung des mindestens einen zusätzlichen und/oder weiteren Garns (3) aufweist, insbesondere bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes; und/oder wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3) einen regelmäßigen Verlauf und/oder eine regelmäßige Anordnung, insbesondere einen regelmäßig-gemusterten Verlauf und/oder eine regelmäßig-gemusterte Anordnung aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3) ein regelmäßiges Muster ausbildet, insbesondere bezogen auf die Haupt erstreckungsebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn (3) in Form eines visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbaren Verlaufes und/oder in Form einer visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbaren Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

31. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 27 bis 30,

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem regelmäßige Wiederholungseinheiten und/oder visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbare Wiederholungseinheiten des Verlaufs und/oder der Anordnung des mindestens einen zusätzlichen und/oder weiteren Garns (3), bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes, aufweist. 32. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 27 bis 31 ,

wobei das zusätzliches und/oder weitere Garn (3) optisch und/oder visuell, insbesondere farblich, und/oder haptisch verschieden und/oder unterscheid bar zu dem wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) ausgebildet ist.

33. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 27 bis 32,

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn (3) ein natürliches Garn (Naturgarn) und/oder ein synthetisches Garn (Chemiegarn) aufweist oder hieraus besteht; und/oder

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn (3) ausgewählt ist aus der Gruppe von Garnen in Form von Wolle (WO), insbesondere Wollfasern bzw. -garnen; Baumwolle (CO), insbesondere Baumwollfasern bzw. -garnen;

Polyestern (PES); Polyolefinen, insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP); Polyvinylchloriden (CLF); Polyvinylidenchloriden (CLF); Acetaten (CA); Triacetaten (CTA); Polyacryl nitril (PAN); Polyamiden (PA); Polyacrylen (PAC); Polyvinylalkoholen (PVAL); Polyurethanen; Poly vinylestern; (Meth-)Acrylaten; Viskose (VO); sowie deren Kombinationen und/oder Mischungen.

34. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 27 bis 32,

wobei das zusätzliches und/oder weitere Garn (3) in Form eines wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns, vorzugsweise in

Form eines wärmeschrumpfbaren und elastischen Kunststoffgarns, insbesondere wie zuvor definiert, vorzugweise wie in einem der Ansprüche 14 bis 24 definiert, eingesetzt ist. 35. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 27 bis 34,

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke das zusätzliche und/oder weitere Garn (3) in einer Menge im Bereich von 0,5 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere im Bereich im Bereich von 1 Gew.-% bis 70 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 2 Gew.-% bis 50 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke, enthält. 36. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke eine Garndichte (Fadendichte) von mindestens 1 Garn/cm2 (Faden/cm2), insbesondere mindestens 5 Garne/cm2, vorzugsweise mindestens 10 Garne/cm2, bevorzugt mindestens 25 Garne/cm2, besonders bevorzugt mindestens 50 Garne/cm2, bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Flächengebildes und/oder des Gestickes, aufweist; und/oder

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke eine Garndichte (Fadendichte) im Bereich von 1 Garn/cm2 (Faden/cm2) bis 200 Garne/cm2

(Fäden/cm2), insbesondere im Bereich von 5 Garne/cm2 bis 150 Garne/cm2, vorzugsweise im Bereich von 10 Garne/cm2 bis 125 Garne/cm2, bevorzugt im Bereich von 25 Garne/cm2 bis 100 Garne/cm2, bezogen auf die Flaupt erstreckungsebene des Flächengebildes und/oder des Gestickes, aufweist. 37. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke abschnittsweise und/oder bereichsweise unterschiedliche Garndichten (Fadendichten), bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes, aufweist; insbesondere wobei sich die Garndichten (Fadendichten) der jeweiligen Abschnitte und/oder Bereiche um mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 50 %, bezogen auf den jeweils geringeren Wert der Garndichte und/oder bezogen auf die jeweils geringere Garndichte, voneinander unterscheiden; und/oder

wobei kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des Flächengebildes und/oder des Gestickes eine höhere Garndichte als kraftmäßig weniger beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des

Flächengebildes und/oder des Gestickes aufweisen; und/oder

wobei kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des Flächengebildes und/oder des Gestickes eine um mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 50 %, höhere Garndich te, bezogen auf den jeweils kleineren Wert der Garndichte und/oder bezogen auf die jeweils kleinere Garndichte, als kraftmäßig weniger beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des Flächengebildes und/oder des Gestickes aufweisen.

38. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke einen Schiebewider- stand, insbesondere Nahtschiebewiderstand, von mindestens 50 N, insbesondere mindestens 60 N, vorzugsweise mindestens 70 N, bevorzugt mindestens 80 N, besonders bevorzugt mindestens 100 N, aufweist; und/oder wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke eine Zugfestigkeit von mindestens 70 N, insbesondere mindestens 90 N, vorzugsweise mindestens

100 N, bevorzugt mindestens 120 N, aufweist. 39. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke ein Flächengewicht im

2 2 2 Bereich von 10 g/m bis 2.000 g/m , insbesondere im Bereich von 20 g/m

2 2 2 bis 1.500 g/m , vorzugsweise im Bereich von 40 g/m bis 1.200 g/m ,

2 2

bevorzugt im Bereich von 60 g/m bis 1.000 g/m , besonders bevorzugt im Bereich von 80 g/m bis 1.000 g/m , aufweist; und/oder

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke vorzugsweise randseitig zumindest abschnittsweise, bevorzugt vollständig bzw. vollständig umlaufend, mit mindestens einem Befestigungsmittel (4), insbesondere zur Befestigung und/oder Fixierung an und/oder auf einer Träger- und/oder Rahmenvorrich tung (5), insbesondere in Form eines Kederrahmens, ausgerüstet ist, insbesondere wobei das Befestigungsmittel (4) in Form eines insbesondere gestickten Keders ausgebildet ist; und/oder

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke mindestens ein Befestigungsmittel (4), insbesondere zur Befestigung und/oder Fixierung an und/oder auf einer Träger- und/oder Rahmenvorrichtung (5), insbesondere in Form eines Kederrahmens, aufweist, insbesondere wobei das Befestigungs mittel (4) in Form eines insbesondere gestickten Keders ausgebildet ist und/oder insbesondere wobei das Befestigungsmittel (4) vorzugsweise randseitig an dem Flächengebilde (1 ) und/oder dem Gesticke angeordnet ist und/oder insbesondere wobei das Befestigungsmittel (4) zumindest abschnittsweise, bevorzugt vollständig bzw. vollständig umlaufend, angeordnet und/oder ausgebildet ist.

40. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke, insbesondere in mindestens einer Richtung der Flaupterstreckungsebene, vorzugsweise in sämtlichen Richtungen der Flaupterstreckungsebene, elastisch und/oder reversibel dehnbar ausgebildet ist; und/oder

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke, insbesondere in mindestens einer Richtung der Flaupterstreckungsebene, vorzugsweise in sämtlichen Richtungen der Flaupterstreckungsebene und unabhängig voneinander, und/oder insbesondere bei einer Zugkraft von 25 N, eine Elastizität im Bereich von 2 % bis 25 %, insbesondere im Bereich von 5 % bis 20 %, vorzugsweise im Bereich von 10 % bis 20 %, bezogen auf die Länge des Flächengebildes (1 ) und/oder des Gestickes in der jeweiligen Richtung der Haupterstreckungsebene und im ungedehnten Zustand des Flächenge bildes (1 ) und/oder des Gestickes, aufweist; und/oder

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke, insbesondere in mindestens einer Richtung der Haupterstreckungsebene, vorzugsweise in sämtlichen Richtungen der Haupterstreckungsebene und unabhängig voneinander, und/oder insbesondere bei einer Zugkraft von 25 N, eine bleibende Dehnung von höchstens 2 %, insbesondere höchstens 1 %, vorzugsweise höchstens 0,5 %, bevorzugt höchstens 0,1 %, bezogen auf die Länge des Flächengebildes (1 ) und oder Gestickes in der jeweiligen Richtung der Haupterstreckungsebene und im ungedehnten Zustand des Flächen gebildes (1 ) und/oder Gestickes, aufweist.

41. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke, insbesondere in mindestens einer Richtung der Haupterstreckungsebene, vorzugsweise in sämtlichen Richtungen der Haupterstreckungsebene und unabhängig voneinander, einen Wärmeschrumpf (Wärmeschrumpfbarkeit) im Bereich von 2 % bis 60 %, insbesondere im Bereich von 3 % bis 40 %, vorzugsweise im

Bereich von 4 % bis 35 %, bevorzugt im Bereich von 5 % bis 25 %, bezogen auf die Länge des Flächengebildes (1 ) und/oder des Gestickes in der jeweiligen Richtung der Haupterstreckungsebene und im nichtwärmege schrumpften Zustand des Flächengebildes (1 ) und/oder Gestickes, aufweist.

42. Flächengebilde nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke wärmegeschrumpft ist, insbesondere bei Temperaturen im Bereich von 60 °C bis 140 °C, insbeson- dere im Bereich von 80 °C bis 120 °C, vorzugsweise bei etwa 100 °C.

43. Textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) (1 ) in Form eines Bespannungs materials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigen schaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere wie in einem der vorangehenden Ansprüche definiert,

wobei das textile Flächengebilde (1 ) als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist, wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn (2), insbesondere mindestens ein wärme schrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht, wobei das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesonde re wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne (2) gebildet wird, und

wobei das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das wärmeschrumpf bare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchen faden) und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns (Bobine-Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) oder von einer Vielzahl wärme- schrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne (2) gebildet wird.

44. Textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) (1 ) in Form eines Bespannungs materials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigen schaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere wie in einem der vorangehenden Ansprüche definiert,

wobei das textile Flächengebilde (1 ) als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist,

wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn (2), insbesondere mindestens ein wärme schrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht, wobei das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesonde re wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne (2) gebildet wird, und

wobei das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das wärmeschrumpf bare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchen faden) und/oder mindestens eines Bobine-Garns (Bobine-Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne (2) gebildet wird, und

wobei das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem eine erste Ebene des Gestickes ausbilden und/oder Bestandteil einer ersten Ebene des Gestickes sind.

45. Textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) (1 ) in Form eines Bespannungs materials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigen schaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere wie in einem der vorangehenden Ansprüche definiert,

wobei das textile Flächengebilde (1 ) als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist,

wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn (2), insbesondere mindestens ein wärme schrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht, wobei das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesonde re wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne (2) gebildet wird,

wobei das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das wärmeschrumpf bare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn (2) in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchen faden) und/oder mindestens eines Bobine-Garns (Bobine-Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne (2) gebildet wird,

wobei das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem eine erste Ebene des Gestickes ausbilden und/oder Bestandteil einer ersten Ebene des Gestickes sind, und

wobei das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garnsystem (zusätzliches und/oder weiteres Fadensystem), insbesondere ein drittes Garnsystem, aufweist, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garn (3), insbesondere mindestens ein drittes

Garn, umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden Garn (3) oder von einer Vielzahl an Garnen (3) gebildet wird und/oder insbesondere wobei das zusätzliches und/oder weitere Garn (3) optisch und/oder visuell, insbesondere farblich, und/oder haptisch verschieden und/oder unterscheidbar zu dem wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn (2) ausgebildet ist. 46. Verfahren zur Herstellung eines textiles Flächengebildes (Flächenmaterial)

(1 ) in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfei genschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder

Liegemöbeln, insbesondere wie in einem der vorangehenden Ansprüche definiert,

wobei das textile Flächengebilde (1 ) als Gesticke ausgebildet wird, wobei in einem ersten Verfahrensschritt (a) das Gesticke unter Verwendung mindestens eines wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns

(2), insbesondere mindestens eines wärmeschrumpfbaren und elastischen Kunststoffgarns, auf einem textilen Träger, insbesondere Stickboden, hergestellt wird und wobei in einem nachfolgenden, zweiten Verfahrensschritt (b) der Träger, insbesondere der Stickboden, entfernt wird, insbesondere so dass das Gesticke in Form eines trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes erhalten wird.

47. Verfahren nach Anspruch 46,

wobei der textile Träger auflösbar, vorzugsweise wasserlöslich und/oder alkohollöslich, bevorzugt wasserlöslich, ausgebildet wird; und/oder

wobei der textile Träger in Form eines Non-Woven und/oder in Form eines Vliesmaterial eingesetzt wird; und/oder

wobei der textile Träger einen wasserlöslichen und/oder alkohollöslichen

Kunststoff, bevorzugt wasserlöslichen Kunststoff, besonders bevorzugt

Polyvinylalkohol, umfasst oder hieraus besteht; und/oder

wobei der textile Träger aus Polyvinylalkohol besteht; und/oder

wobei der textile Träger ein Flächengewicht im Bereich von 5 g/m2 bis 150 g/m2, insbesondere im Bereich von 10 g/m2 bis 100 g/m2, vorzugsweise im Bereich von 15 g/m2 bis 80 g/m2, bevorzugt im Bereich von 20 g/m2 bis 60 g/m2, aufweist. 48. Verfahren nach Anspruch 46 oder 47,

wobei der textile Träger bei einer Temperatur im Bereich von 20 °C bis 100 °C, insbesondere im Bereich von 30 °C bis 90 °C, vorzugsweise im Bereich von 30 bis 50 °C, entfernt wird, insbesondere aufgelöst wird, vorzugsweise mittels Einbringen des mit dem textilen Träger versehenen Flächengebildes (1 ) und/oder Gestickes, in ein Lösemittel, vorzugsweise Wasser und/oder Alkohol, bevorzugt Wasser, vorzugsweise gefolgt von einem Trocknungsschritt und/oder einer Trocknung des von dem textilen Träger befreiten Flächengebildes (1 ) und/oder Gestickes; und/oder

wobei insbesondere nach Entfernung des textilen Trägers und/oder insbesondere nach erfolgter Trocknung das Flächengebilde (1 ) und/oder das Gesticke vorzugsweise randseitig zumindest abschnittsweise, bevorzugt vollständig, mit mindestens einem Befestigungsmittel, insbesondere zur

Befestigung und/oder Fixierung an und/oder auf einer Träger- und/oder Rahmenvorrichtung, insbesondere in Form eines Kederrahmens, ausgerüstet wird, insbesondere wobei das Befestigungsmittel in Form eines Keders ausgebildet wird, welcher insbesondere mittels Sticken hergestellt wird.

49. Textiles Zwischenprodukt, aufweisend

ein textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 45 zusammen mit einem textilen Träger, insbesondere Stickboden, insbesondere wobei der textile Träger auflösbar, vorzugsweise wasserlöslich und/oder alkohollöslich, ausgebildet ist.

50. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) in Form eines wärmegeschrumpften Bespannungsmaterials, insbesondere mit elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder

Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist, und

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde erhältlich ist und/oder erhalten ist durch eine zumindest abschnitts- und/oder bereichsweise, vorzugsweise vollständige und/oder vollflächige, Wärmebehandlung eines in den Ansprüchen 1 bis 45 definierten textilen Flächengebildes (Flächen material) (1 ).

51. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) in Form eines wärmegeschrumpften Bespannungsmaterials, insbesondere mit elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach Anspruch 50,

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist, und

wobei das Gesticke mindestens ein wärmegeschrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere mindestens ein wärmege schrumpftes Kunststoffgarn, aufweist und hieraus besteht. 52. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach Anspruch 50 oder 51 , wobei das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das mindestens eine wärmege schrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn oder von einer Vielzahl wärmege- schrumpfter und/oder elastischer Kunststoffgarne gebildet wird.

53. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 52,

wobei das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites

Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn in Form mindestens eines Schiffchen- garns (Schiffchenfaden) und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns

(Bobine-Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmege schrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn oder von einer Vielzahl wärmegeschrumpfter und/oder elastischer Kunststoffgarne gebildet wird. 54. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 53,

wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn, insbesondere das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garn system, eine erste Ebene des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes ausbilden und/oder Bestandteil einer ersten Ebene des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes ist bzw. sind.

55. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 54,

wobei das Gesticke, insbesondere das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, des mindestens einen wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns aufweist, insbesondere bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes. 56. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 55,

wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

57. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 56,

wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, nicht in Form eines regelmäßigen Verlaufes und/oder nicht in Form einer regelmäßigen Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Haupt erstreckungsebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, in Form eines visuell und/oder optisch nicht als regelmäßig erkennbaren Verlaufes und/oder in Form einer visuell und/oder optisch nicht als regel- mäßig erkennbaren Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die

Haupterstreckungsebene des Gestickes.

58. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 57,

wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, mit quasi-zufälliger Stichgröße und/oder mit quasi-zufälliger Stichrichtung, vorzugsweise mit quasi-zufälliger Stichgröße und quasi-willkürlicher Stichrichtung, in dem Gesticke angeordnet sind.

59. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 58,

wobei das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, gespinstartig und/oder unregelmäßig-netzartig und/oder in Form eines Gespinstes und/oder in Form eines unregelmäßigen Netzes ausgebildet ist; und/oder

wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn, insbesondere des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, gespinstartig und/oder unregelmäßig-netzartig und/oder in Form eines Gespinstes und/oder in Form eines unregelmäßigen Netzes angeordnet ist bzw. sind und/oder ein Gespinst und/oder ein unregelmäßiges Netz ausbilden. 60. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 59,

wobei das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, keine regelmäßigen

Wiederholungseinheiten und/oder keine visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbare Wiederholungseinheiten des Verlaufs und/oder der Anordnung des mindestens einen wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns, bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes, aufweist. 61. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 60,

wobei das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn zum jeweils benachbarten Garn und/oder zum jeweils benachbarten Garnabschnitt des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns um das 0,01fache bis 2,5fache, insbesondere um das 0,05fache bis 2fache, vorzugsweise um das 0,075fache bis 1 ,5fache, bevorzugt um das 0,1fache bis 1 fache, besonders bevorzugt um das 0,15fache bis 0,5fache, des mittleren Garndurchmessers des wärmegeschrumpfte und/oder elastischen

Kunststoffgarns, bezogen auf den nichtwärmegeschrumpften Zustand, beabstandet ist.

62. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 61 ,

wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn, insbesondere des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, ein insbesondere kraftmäßig beanspruchbares System und/oder einen insbesondere kraftmäßig beanspruchbaren Zusammenhalt und/oder ein insbesondere kohäsives und/oder zusammenhängendes textiles Gefüge ausbilden.

63. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 62,

wobei das wärmegeschrumpfte textiles Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke das wärmegeschrumpfte und/oder elastische

Kunststoffgarn in einer Menge im Bereich von 1 Gew.-% bis 100 Gew.-%, insbesondere im Bereich im Bereich von 5 Gew.-% bis 99 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 10 Gew.-% bis 95 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 20 Gew.-% bis 90 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 30 Gew.-% bis 85 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt im Bereich von

40 Gew.-% bis 80 Gew.-%, bezogen auf das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke, enthält. 64. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 63,

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke in einem Bereich von 1 % bis 55 %, insbeson dere in einem Bereich von 2 % bis 50 %, vorzugsweise in einem Bereich von 3 % bis 40 %, bevorzugt in einem Bereich von 4 % bis 30 %, besonders bevorzugt in einem Bereich von 5 % bis 25 %, ganz besonders bevorzugt in einem Bereich von 10 % bis 20 %, bezogen auf die jeweilige Erstreckungs- richtung des nichtwärmegeschrumpften textilen Flächengebildes (1 ) und/oder bezogen auf die Länge und/oder Breite des nichtwärmegeschrumpften textilen Flächengebildes (1 ) und/oder des nichtwärmegeschrumpften Gestickes, geschrumpft ist; und/oder

wobei das wärmegeschrumpfte textiles Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke nach Wärmeschrumpfungsbehandlung eine Restwärmeschrumpfbarkeit in einem Bereich von 1 % bis 50 %, insbesondere in einem Bereich von 2 % bis 40 %, vorzugsweise in einem Bereich von 3 % bis 30 %, bevorzugt in einem Bereich von 4 % bis 20 %, besonders bevorzugt in einem Bereich von 5 % bis 10 %, bezogen auf die Wärmeschrumpfbarkeit des nichtwärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des nichtwärmegeschrumpften Gestickes, aufweist.

65. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 64,

wobei das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn einen Durchmesser im Bereich von 0,07 mm bis 3,5 mm, insbesondere im Bereich von 0,1 mm bis 3 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,15 mm bis 2 mm, bevorzugt im Bereich von 0,2 mm bis 1 ,75 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 0,3 mm bis 1 ,2 mm, aufweist; und/oder

wobei der Durchmesser und/oder der Titer des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns um einen Faktor 1 ,05 bis 3, insbeson dere um einen Faktor 1 ,1 bis 2,5, vorzugsweise um einen Faktor 1 ,2 bis 2, vergrößert ist, bezogen auf den Durchmesser des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns im nichtwärmegeschrumpften Zustand. 66. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 65,

wobei das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn auch nach Wärmeschrumpfbehandlung seine elastischen Eigenschaften zumindest teilweise beibehalten hat; und/oder

wobei das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn eine Restelastizität von mindestens 50 %, insbesondere mindestens 60 %, vorzugsweise mindestens 70 %, bevorzugt mindestens 80 %, besonders bevorzugt mindestens 90 %, ganz besonders bevorzugt mindestens 95 %, bezogen auf die Elastizität des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns im nichtgeschrumpften Zustand, aufweist; und/oder wobei das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn eine

Restelastizität im Bereich von 50 % bis 99 %, insbesondere im Bereich von 60 % bis 95 %, vorzugsweise im Bereich von 70 % bis 90 %, bezogen auf die Elastizität des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn im nichtgeschrumpften Zustand, aufweist.

67. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 66,

wobei das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärme schrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, eingesetzt ist und/oder vorliegt, insbesondere wobei im Falle verschiedener oder im Falle der Verwendung einer Vielzahl der Kunststoffgarne des einzigen Garntyps die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärme schrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um höchstens 20 %, insbesondere höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5%, bevorzugt höchstens 2 %, besonders bevorzugt höchstens 1 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren

Wert; und/oder

wobei das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärme- Schrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, aufweist oder hieraus besteht bzw. aufweisen oder hieraus bestehen, insbesondere wobei im Falle verschiedener oder im Falle der Verwendung einer Vielzahl der Kunststoff- garne des einzigen Garntyps die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um höchstens 20 %, insbesondere höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5%, bevorzugt höchstens 2 %, besonders bevorzugt höchstens 1 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert; und/oder

wobei das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes außer und/oder neben dem wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, kein weiteres und/oder kein hiervon verschiedenes wärmegeschrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere kein weiteres wärmege- schrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn eines anderen und/oder verschiedenen Garntyps, vorzugsweise kein weiteres wärmegeschrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn eines anderen und/oder verschiedenen Garntyps, mit anderen und/oder verschiedenen Wärmeschrumpfeigen schaften und/oder mit anderen und/oder verschiedenen Elastizitäts- eigenschaften, aufweist.

68. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 67,

wobei für das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes jeweils voneinander verschiedene wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarne eingesetzt sind, insbesondere wobei sich die jeweils eingesetzten wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarne in ihren Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren Elastizitätseigenschaf- ten voneinander unterscheiden und/oder insbesondere wobei sich die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärme schrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um mehr als 20 %, insbesondere mehr als 50 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert. 69. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 68,

wobei das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garn, insbesondere mindestens ein drittes Garn, aufweist; und/oder

wobei das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garnsystem (zusätzliches und/oder weiteres Fadensystem), insbesondere ein drittes Garnsystem, aufweist, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden Garn oder von einer Vielzahl an Garnen gebildet wird.

70. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde Anspruch 69,

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, zwischen dem ersten Garnsystem und dem zweite Garnsystem des Gestickes angeordnet ist; und/oder

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, über das und/oder durch das erste

Garnsystem befestigt und/oder fixiert ist; und/oder

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, auf der Nadelseite des Gestickes, insbesondere auf der Nadelseite der ersten Ebene des Gestickes, befestigt und/oder fixiert ist; und/oder

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, von dem mindestens einen in Form eines Nadelgarns vorliegenden wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn befestigt und/oder fixiert ist; und/oder wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, zwischen den Verbindungen, insbesondere Stichverbindungen, des mindestens einen in Form eines Nadelgarns vorliegenden wärmegeschrumpften und/oder elastischen

Kunststoffgarn und des mindestens einen in Form eines Schiffchengarns und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns vorliegenden wärmege schrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn angeordnet ist und/oder hierdurch befestigt und/oder fixiert ist.

71. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach Anspruch 69 oder 70, wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Ebene, insbesondere eine zweite Ebene, des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes ausbildet bzw. ausbilden und/oder Bestandteil mindestens einer weiteren Ebene des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes ist bzw. sind;

insbesondere wobei die zusätzliche und/oder weitere Ebene auf einer unter der zusätzlichen und/oder weiteren Ebene angeordneten Ebene, insbesonde re der ersten Ebene, insbesondere auf der diesbezüglichen Nadelseite, angeordnet und/oder hieran befestigt ist, vorzugsweise mittels Stichbildung des die zusätzliche und/oder weitere Ebene ausbildenden zusätzlichen und/oder weiteren Garns mit Durchdringung der unter der zusätzlichen und/oder weiteren Ebene angeordneten Ebene(n); und/oder

insbesondere wobei das Gesticke mit einer Vielzahl an zusätzlichen und/oder weiteren Ebenen, insbesondere mit zwei, drei, vier oder mehr zusätzlichen und/oder weiteren Ebenen, ausgerüstet ist. 72. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 69 bis 71 ,

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, einen regelmäßigen Verlauf und/oder eine regelmäßige

Anordnung, insbesondere einen regelmäßig-gemusterten Verlauf und/oder eine regelmäßig-gemusterte Anordnung, des mindestens einen zusätzlichen und/oder weiteren Garns aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupt erstreckungsebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn einen regelmäßigen Verlauf und/oder eine regelmäßige Anordnung, insbesondere einen regelmäßig-gemusterten Verlauf und/oder eine regelmäßig-gemusterte Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungs- ebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn ein regelmäßiges Muster ausbildet, insbesondere bezogen auf die Haupt erstreckungsebene des Gestickes; und/oder

wobei das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn in Form eines visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbaren Verlaufes und/oder in Form einer visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbaren Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

73. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 69 bis 72,

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem regelmäßige

Wiederholungseinheiten und/oder visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbare Wiederholungseinheiten des Verlaufs und/oder der Anordnung des mindestens einen zusätzlichen und/oder weiteren Garns, bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes, aufweist. 74. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 69 bis 73,

wobei das zusätzliche und/oder weitere Garn optisch und/oder visuell, insbesondere farblich, und/oder haptisch verschieden und/oder unterscheid bar zu dem wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn ausgebildet ist.

75. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 69 bis 74,

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke das zusätzliche und/oder weitere Garn in einer Menge im Bereich von 0,5 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere im Bereich im Bereich von 1 Gew.-% bis 70 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von

2 Gew.-% bis 50 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, bezogen auf das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke, enthält.

76. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 75,

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke abschnittsweise und/oder bereichsweise unterschiedliche Garndichten (Fadendichten), bezogen auf die Flaupt- erstreckungsebene des Gestickes, aufweist; insbesondere wobei sich die Garndichten (Fadendichten) der jeweiligen Abschnitte und/oder Bereiche um mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 50 %, bezogen auf den jeweils geringeren Wert der Garndichte, voneinander unterscheiden; und/oder

wobei kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmege schrumpften Gestickes eine höhere Garndichte als kraftmäßig weniger beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes aufweisen; und/oder wobei kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmege schrumpften Gestickes eine um mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 50 % höhere Garndichte, bezogen auf den jeweils kleineren Wert der Garndichte, als kraftmäßig weniger beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des wärmegeschrumpften textilen Flächenge bildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes aufweisen. 77. Wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde nach einem der Ansprüche 50 bis 76,

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke einen Schiebewiderstand, insbesondere Nahtschiebewiderstand, von mindestens 55 N, insbesondere mindestens

65 N, vorzugsweise mindestens 75 N, bevorzugt mindestens 85 N, besonders bevorzugt mindestens 110 N, aufweist; und/oder

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke eine Zugfestigkeit von mindestens 80 N, insbesondere mindestens 95 N, vorzugsweise mindestens 105 N, bevorzugt mindestens 125 N, aufweist; und/oder

wobei der Schiebewiderstand, insbesondere Nahtschiebewiderstand, und/oder die Zugfestigkeit des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes um einen Faktor 1 ,05 bis 2,5, insbesondere um einen Faktor 1 ,1 bis 2, vorzugsweise um einen Faktor 1 ,15 bis 1 ,5, erhöht ist, bezogen auf das nichtwärmegeschrumpfte Flächen gebilde (1 ) und/oder das nichtwärmegeschrumpfte Gesticke.

78. Verwendung eines textilen Flächengebildes (1 ), wie in einem der Ansprüche 1 bis 45 definiert, zur Erzeugung und/oder Flerstellung eines wärmege schrumpften textilen Flächengebildes, wie in einem der Ansprüche 50 bis 77 definiert.

79. Verfahren zur Flerstellung eines wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes, wie in einem der Ansprüche 50 bis 77 definiert, wobei ein textiles Flächengebildes (1 ), wie in einem der Ansprüche 1 bis 45 definiert, mittels Wärmebehandlung geschrumpft wird. 80. Verfahren nach Anspruch 79,

wobei die Wärmebehandlung bei einer Temperatur im Bereich von 60 °C bis 140 °C, insbesondere im Bereich von 80 °C bis 120 °C, vorzugsweise bei etwa 100 °C, durch geführt wird; und/oder

wobei die Wärmebehandlung für eine Zeitdauer in einem Bereich von 0,5 min bis 30 min, insbesondere in einem Bereich von 1 min bis 20 min, vorzugswei se in einem Bereich von 5 min bis 15 min, durchgeführt wird; und/oder wobei die Wärmebehandlung in Luftatmosphäre durch geführt wird.

81. Verwendung eines textilen Flächengebildes (1 ), wie in einem der Ansprüche 1 bis 45 definiert, und/oder eines wärmegeschrumpften textilen Flächen- gebildes, wie in einem der Ansprüche 50 bis 77 definiert, im Bereich der

Möbelindustrie, Automobilindustrie oder dergleichen.

82. Verwendung eines textilen Flächengebildes (1 ), wie in einem der Ansprüche 1 bis 45 definiert, und/oder eines wärmegeschrumpften textilen Flächengebil- des, wie in einem der Ansprüche 50 bis 77 definiert, zur Flerstellung von

Möbelelementen, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelementen, vorzugsweise Rückenlehnen, Sitzelementen und/oder Liegeelementen oder dergleichen, und/oder zur Flerstellung von dekorativen Elementen, Flohlraumkanälen, Automobilzubehör oder dergleichen.

83. Verfahren zur Flerstellung von Möbelelementen, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelementen, vorzugsweise Rückenlehnen, Sitzelementen und/oder Liegeelementen oder dergleichen, und/oder zur Flerstellung von dekorativen Elementen, Flohlraumkanälen, Automobilzubehör oder dergleichen, wobei ein textiles Flächengebilde (1 ), wie in einem der Ansprüche 1 bis 45 definiert, auf eine Träger- und/oder Rahmenvorrichtung oder dergleichen aufgebracht und/oder hieran befestigt wird und nachfolgend das textile Flächengebilde (1 ) zumindest abschnitts- und/oder bereichsweise, vorzugsweise vollständig und/oder vollflächig wärmegeschrumpft wird, insbesondere so dass eine zumindest im wesentlichen faltenfreie und vorzugsweise unter Eigenspan nung stehende elastische Bespannung der Träger- und/oder Rahmenvorrich tung mit dem wärmegeschrumpften textilen Flächengebilde, wie in einem der Ansprüche 50 bis 77 definiert, resultiert. 84. Möbelelemente, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelemente, vorzugsweise Rückenlehnen und/oder Sitzelemente und/oder Liegeflächen elemente oder dergleichen, und/oder dekorative Elemente, Hohlraumkanäle, Automobilzubehör oder dergleichen, jeweils aufweisend mindestens ein textiles Flächengebilde (1 ), wie in einem der Ansprüche 1 bis 45 definiert, und/oder aufweisend mindestens ein wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde, wie in einem der Ansprüche 50 bis 77 definiert.

Description:
Selbsttragendes gesticktes Textilmaterial

Die vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet der funktionellen Textilmaterialien und deren Verwendung insbesondere im Bereich der Möbel- bzw. Automobilindustrie, beispielsweise für Sitz- oder Liegemöbel, wie Stühle, (Fahrzeug-) Sitze oder dergleichen, und zwar vorzugsweise zur Ausbildung von insbesondere unterbaufreien bzw. freitragenden Bespannungen bzw. Bezügen bevorzugt für Rückenlehnen bzw. Sitzteilen oder dergleichen.

Dabei betrifft die vorliegende Erfindung insbesondere das technische Gebiet textiler Flächenmaterialien bzw. -gebilde, welche vorzugsweise (Wärme-)Schrumpf- eigenschaften und/oder elastische Eigenschaften aufweisen.

In diesem Zusammenhang betrifft die vorliegende Erfindung ein textiles Flächengebilde bzw. Flächenmaterial, welches in Form eines Bespannungsmaterial mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften vorliegt und welches vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- bzw. Liegemöbel, eingesetzt werden kann, wobei das Flächengebilde als trägerloses und/oder selbsttragendes Gesticke ausgebildet ist.

Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Flerstellung des textilen Flächengebildes, wobei das textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet wird, wobei das Gesticke in Form eines trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes erhalten wird.

Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung auch ein textiles Zwischenprodukt, welches das textile Flächengebilde nach der Erfindung zusammen mit einem textilen Träger, insbesondere Stickboden, aufweist, insbesondere wobei der textile Träger auflösbar ausgebildet ist.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde, welches aus dem textilen Flächengebilde nach der Erfindung hergestellt ist, bzw. ein wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde als solches, welches als (wärmegeschrumpftes) Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbsttragend ist. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung des textilen Flächengebildes nach der Erfindung, welches als Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbsttragend ist, zur Herstellung bzw. Erzeugung eines wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes.

Diesbezüglich betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes nach der Erfindung.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung des textilen Flächengebildes nach der Erfindung bzw. des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes nach der Erfindung im Bereich der Möbelindustrie, Automobilindustrie oder dergleichen.

Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung des textilen Flächengebildes nach der Erfindung bzw. des diesbezüglich wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes nach der Erfindung zur Herstellung von Möbelelementen, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelementen, vorzugsweise Rückenlehnen, Sitzelementen und/oder Liegeelementen oder dergleichen bzw. zur Herstellung von dekorativen Elementen, Hohlraumkanälen, Automobilzubehör oder dergleichen.

Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung von Möbelelementen, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelementen, wie Rückenlehnen, Sitzelementen bzw. Liegeelementen, sowie zur Herstellung von dekorativen Elementen, Hohlraumkanälen, Automobilzubehör oder dergleichen unter Verwendung des textilen Flächengebildes nach der Erfindung.

Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung auch Möbelelemente als solche, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelemente, wie Rückenlehnen bzw. Sitzelemente, sowie darüber hinaus auch dekorative Elemente, Hohlraumkanäle, Automobilzubehör und dergleichen, welche das erfindungsgemäße textile Flächengebilde aufweisen bzw. welche das erfindungsgemäße wärmegeschrumpf te textile Flächengebilde aufweisen. Im Bereich der Möbelindustrie, aber auch im Bereich der Automobilindustrie, werden insbesondere bei der Herstellung von Sitzmöbeln (wie auch von Liegemöbeln) oftmals Bespannungen bzw. Bezugsstoffe eingesetzt, welche an entsprechenden Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen (wie Spannrahmen oder dergleichen) fixiert bzw. hieran aufgespannt werden, beispielsweise um hierdurch entsprechende Rückenlehnen oder Sitzelemente bzw. Sitzflächen für Sitzmöbel bzw. Liegeflächen für Liegemöbel oder dergleichen auf Basis von unterbaufreien bzw. freitragenden Bespannungen oder Bezügen bereitzustellen. An textilen Flächenmaterialien bzw. -gebilden, wie sie insbesondere als Bespannungen bzw. Bezugsstoffe von Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen, beispielsweise zur Bereitstellung von Rückenlehnen oder Sitzelementen bzw. Sitzflächen für Sitzmöbel bzw. für Sitze im Automobilbereich oder dergleichen eingesetzt werden, werden insbesondere auch hohe optische bzw. haptische Anforderungen gestellt, zumal derartige Bespannungen bzw. Bezugsstoffe im Allgemeinen unmittelbar sichtbar sind und diesbezüglich auch relativ großflächig sind, so dass in diesem Zusammenhang auch aufgrund der optischen Präsenz den in Rede stehenden Bespannungen bzw. Bezugsstoffen auch eine hohe gestalterische Bedeutung bzw. ein hohes gestalterisches Potential zukommt. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass derartige Bespannungen bzw. Bezugsstoffe oftmals auch in ein gestalterisches Gesamtkonzept eingebracht werden müssen, beispielsweise was innenarchitektonische Raumgestaltungsaspekte sowie beispielsweise den Bereich der Gestaltung des Innenraums von Kraftfahrzeugen oder dergleichen anbelangt.

Neben den hohen optischen bzw. haptischen Anforderungen werden an textile Flächenmaterialien bzw. -gebilde, wie sie insbesondere als Bespannungen bzw. Bezugsstoffe von Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen insbesondere zur Bereitstellung von Rückenlehnen oder Sitzelementen bzw. Sitzflächen für Sitze bzw. Sitzmöbel bzw. von Liegeelementen bzw. Liegeflächen für Liegemöbel oder dergleichen eingesetzt werden, auch hohe Anforderungen hinsichtlich ihrer Stabilität, insbesondere kraftmäßiger Beanspruchbarkeit, bzw. hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften gestellt: In diesem Zusammenhang ist es nämlich insbesondere erforderlich, dass als Bespannungen eingesetzte textile Flächenmaterialien bzw. -gebilde eine hohe mechanische Stabilität aufweisen, um z. B. die bei der Verwendung als Rückenlehnen bzw. Sitzflächen oder als Liegeflächen bei entsprechender Belastung ("Hinsetzen" bzw. "Hinlegen") auftretenden Krafteinwirkungen bzw. Lasten aufnehmen zu können.

Dabei ist auch eine wesentliche Anforderung darin zu sehen, dass die hierzu eingesetzten textilen Flächenmaterialien bzw. -gebilde auch über entsprechende (Dehn-)Erholungseigenschaften verfügen, und zwar insbesondere was die Rückstellung des Materials nach erfolgter Belastung sozusagen in die Ausgangsposition bzw. -ebene anbelangt, wobei hierzu auch die Materialspannung auf der Träger- bzw. Rahmenvorrichtung aufrechterhalten werden soll, um ein dauerhaftes Ausbeulen oder Durchhängen des Flächenmaterials bzw. -gebildes zu verhindern. Dabei soll insbesondere ein Verlust an (Eigen-)Spannung auch nach intensiver bzw. langfristiger Nutzung bzw. Beanspruchung, wie sie beispielsweise für Sitz- bzw. Liegemöbel vorliegt, vermieden werden. Was vor diesem Hintergrund beispielsweise die Ausbildung textiler Flächenmaterialien in Form von Geweben anbelangt, so ist die Bereitstellung von Dehneigenschaften aufgrund der für ein Gewebe typischen bidirektionalen Garn- bzw. Fadenanordnung mitunter eingeschränkt, was gleichermaßen für die Kraftaufnahme im Anwendungs- bzw. Benutzungszustand gilt.

Darüber hinaus ist das gestalterische Potential aufgrund des vorgegebenen bidirektionalen Garn- bzw. Fadenverlaufs limitiert, und zwar auch im Hinblick, was die Einbringung weiterführender Muster oder dergleichen anbelangt, wobei entsprechende Erwägungen grundsätzlich auch für Textilmaterialien beispielsweise in Form von Gestricken oder Gewirken gelten, da auch diese grundsätzlich einen regelmäßigen bzw. bidirektionalen Aufbau aufweisen (beispielsweise in Form von Maschen- und Stäbchenreihen).

Auch von daher werden an als Bespannungen bzw. Bezugsstoffe eingesetzte textile Flächenmaterialien bzw. -gebilde hohe Anforderungen insofern gestellt, als die Materialien eine hohe Elastizität bzw. reversible Dehnfähigkeit aufweisen sollen. Denn hierdurch wird zum einen das Aufspannverhalten bei Herstellung der entsprechenden Produkte als auch die Rückstellung des Materials nach erfolgter mechanischer Belastung verbessert. Weiterhin ist es für als Bespannungen bzw. Bezugsstoffe eingesetzte Textilflächenmaterialien bzw. -gebilde grundsätzlich auch erforderlich, dass insbesondere im Hinblick auf die Herstellung von Sitz- bzw. Liegemöbeln ein hoher Sitz- bzw. Liegekomfort, d. h. eine entsprechend hohe Ergonomie, bereitgestellt wird, wobei gleichzeitig auch eine hohe Bequemlichkeit gewährleistet sein soll. Dies kann insbesondere durch eine variable und unter Sitz- bzw. Liegebeanspru chung ("Hinsetzen", "Hinlegen") auftretende Anpassung entsprechender Bespannungen bzw. Bezüge an die Körperformgebung bzw. -kontur eines Nutzers bereitgestellt werden.

Insgesamt kommen auch den Verarbeitungseigenschaften textiler Flächengebilde, wie sie insbesondere als Bespannungen bzw. Bezüge von Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen beispielsweise für Sitz- bzw. Liegemöbel eingesetzt werden, eine hohe Bedeutung zu. So ist das Verhalten der entsprechenden Materialien bei dem Anbringen bzw. Aufspannen auf den entsprechenden Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen insofern relevant, als hierdurch sicherzustellen ist, dass dauerhaft falten- und beulenfreie Bespannungen bzw. Bezüge bereitgestellt werden. Insbesondere ist eine übermäßige Faltenbildung sowie eine zu geringe Aufspannkraft bzw. ein damit einhergehendes Ausbeulen der Bespannung bzw. des Bezuges problematisch, da dies mit unerwünschten Produkteigenschaften und einer minderwertigen Produktqualität einhergeht.

Vor diesem Hintergrund ist es im Stand der Technik versucht worden, einer Faltenbildung bzw. unzureichenden Spannkraft durch die Ausbildung entsprechend exakter Zuschnitte bzw. Nähereien hinsichtlich der eingesetzten textilen Flächenmaterialien bzw. -gebilde entgegenzuwirken. Dabei besteht ein Ansatz im Stand der Technik auch darin, entsprechende Bespannungen bzw. Bezüge unter Verwendung mehrerer textiler Abschnitte, welche untereinander vernäht werden, auszubilden, um auf dieser Basis eine gewisse geometrische Anpassung an die Formgebung einer Träger- bzw. Rahmenvorrichtung zu ermöglichen.

Die vorgenannten Maßnahmen gehen jedoch im Allgemeinen mit einer verschlechterten Verfahrensökonomie einher und führen nicht immer zu den gewünschten Produkteigenschaften. So ist bereits die Ausbildung entsprechender Zuschnitte und Nähereien produktionstechnisch aufwendig. Nachteilig ist in diesen Zusammenhang auch, dass mitunter eine nur eingeschränkte Formgebung bzw. Gestaltungsfreiheit entsprechender Bespannungen bzw. Bezüge realisiert werden kann, wobei der Zuschnitt zudem nur im Hinblick auf eine jeweils spezielle Träger- bzw. Rahmenvorrichtung angepasst werden kann. Weiterhin stellen entsprechende Nahtverbindungen, wie sie bei mehrteiliger Ausbildung von Bezügen bzw. Bespannungen zum Einsatz kommen, um hierdurch eine entsprechende Formanpassung zu ermöglichen, mitunter Schwachstellen hinsichtlich der Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit der eingesetzten Materialien dar.

Zudem können derartige Nahtverbindungen mitunter auch nachteilig in Bezug auf optische sowie haptische Eigenschaften sein. Im Hinblick auf das Vorliegen von mehrteiligen Zuschnitten und Nahtverbindungen verhält es sich zudem oftmals auch derart, dass mitunter eine unerwünschte Faltenbildung bzw. Ausbeulung insbesondere im Bereich von komplexeren Strukturen bzw. Formgebungen, wie im Bereich von Ecken, Verjüngungen, Bögen oder dergleichen von Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen, auftreten kann. Auch weisen derartige Materialien oftmals auch keine konkreten Maßnahmen zur dauerhaften Verhinderung eines Spannungsverlustes bzw. Ausbeulens auf.

Insbesondere werden derartige Materialien bzw. Konzepte des Standes der Technik oftmals auch den zugrundeliegenden optischen bzw. haptischen Anforderungen nicht gerecht. Zudem ist es bei im Stand der Technik zur Herstellung der in Rede stehenden Bespannungen bzw. Bezüge gegebenenfalls vorgesehen, dass das zu verarbeitende Textilmaterial unter (Vor-)Spannung auf eine Träger- bzw. Rahmenvorrichtung aufgebracht bzw. hieran befestigt wird, was jedoch nicht immer zu den gewünschten Ergebnissen führt. Zudem wird im Stand der Technik eine Aufspannung bzw. Fixierung an einer Träger- bzw. Rahmenvorrichtung, beispiels weise in Form eines Kederrahmens oder dergleichen, oftmals nur durch ein aufwendiges Annähen oder Ankleben des Textilmaterials ermöglicht, was gleicher maßen mit herstellungsspezifischen Nachteilen einhergeht. Um im Hinblick auf den Einsatz als Bespannungen entsprechender Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen die Faltenbildung zu verringern, kann es im Stand der Technik in diesem Zusammenhang im Allgemeinen vorgesehen sein, Textil materialien einzusetzen, welche über eine gewisse Dehnbarkeit verfügen. Derartige Materialien eignen sich aber grundsätzlich nicht zur Verwendung für solche Bezüge bzw. Bespannungen, welche insbesondere randseitig an eine Träger- bzw. Rahmenvorrichtung befestigt werden, zumal derartige Textilmaterialien mitunter nicht die für eine dauerhafte und funktionale Bespannung erforderliche (Eigen-)Spannkraft aufweisen.

Beispielsweise betrifft die WO 03/047395 A1 einen dehnbaren Überzug für ein elastisches Kissen, wobei der Überbezug eine gewisse elastische Rückstellkraft aufweisen soll. Der Überzug weist jedoch die zuvor geschilderten allgemeinen Nachteile des Standes der Technik auf.

Insgesamt besteht im Stand der Technik ein großer Bedarf nach technischen bzw. funktionalen textilen Flächengebilden bzw. -materialien, welche sich für die Verwendung als Bespannungs- bzw. Bezugsmaterial insbesondere für Sitz- bzw. Liegemöbel oder dergleichen eignen, sowie nach leistungsfähigen Verfahren zur Bereitstellung entsprechender textiler Bezugs- bzw. Bespannungsmaterialien, wobei leistungsfähige Produkten bereitgestellt werden sollen, welche anschließend einer Endverarbeitung (insbesondere Bespannung entsprechender Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen, insbesondere von Sitz- bzw. Liegemöbeln oder dergleichen) zugeführt werden können, wobei gleichzeitig eine hohe Flexibilität und Variabilität hinsichtlich der konkreten Ausbildung der bereitgestellten Produkte bei gleichzeitig hoher Verfahrensökonomie und Kosteneffizienz gefordert ist, was im Stand der Technik so mitunter nicht immer in einem ausreichenden Maß gegeben ist.

Insbesondere weisen die im Stand der Technik bekannten Materialien nicht immer eine hohe gestalterische Freiheit und damit oftmals nur eingeschränkte und mitunter nicht an die jeweilige Anwendungs- bzw. Einsatzsituation angepasste optische bzw. haptische Eigenschaften auf. Vor diesem Hintergrund besteht somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein spezielles textiles Flächengebilde bzw. Flächenmaterial bereitzustellen, welches die zuvor geschilderten Nachteile des Standes der Technik zumindest weitgehend vermeidet oder aber wenigstens abschwächt bzw. welches die zuvor angeführten hohen Anforderungen insbesondere im Hinblick auf eine individuelle optische bzw. haptische Ausbildung einerseits sowie in Bezug auf die Bereitstellung einer hohen Stabilität bzw. optimierten mechanischen Eigenschaften (kraftmäßige Beanspruchbarkeit) insbesondere in Hinblick auf den Einsatz als Bespannungs- bzw. Bezugsmaterial erfüllt.

Insbesondere soll im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein textiles Flächengebilde bzw. Flächenmaterial bereitgestellt werden, welches sich bei hoher Gestaltungsfreiheit im Hinblick auf Optik bzw. Haptik bei gleichzeitig optimierten mechanischen Eigenschaften insbesondere als Bezugs- bzw. Bespannungs- material insbesondere für Sitz- bzw. Liegemöbel oder dergleichen und in diesem Zusammenhang insbesondere zur Ausbildung bzw. Bereitstellung von

Rückenlehnen bzw. Sitzelementen bzw. -flächen von Sitzmöbeln bzw. von Liegeelementen bzw. -flächen von Liegemöbeln oder dergleichen eignet. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist auch darin zu sehen, ein textiles Flächengebilde bzw. Flächenmaterial bereitzustellen, welches insbesondere bei der Verwendung als Bezugs- bzw. Bespannungsmaterial einen dauerhaft faltenfreien Bezug bzw. eine dauerhaft faltenfreie Bespannung von entsprechenden Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen bzw. -konstruktionen, insbesondere für Sitz- oder Liegemöbel, wie Stühle, Sitze oder dergleichen, ermöglichen soll. Dabei soll das erfindungsgemäß bereitgestellte textile Flächengebilde bei gleichzeitig hoher (Eigen-)Spannung über eine hohe Elastizität bzw. über eine hohe reversible Dehnbarkeit mit damit einhergehenden Dehnerholungseigenschaften auch nach erfolgter hoher kraftmäßiger Beanspruchung verfügen, wobei diese Eigenschaften insbesondere auch dauerhaft gewährleistet sein sollen.

Eine wiederum weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist zudem auch darin zu sehen, ein spezielles textiles Flächengebilde bzw. -material bereitzustellen, welches bei gleichzeitig hoher Belastungsfähigkeit bzw. -Stabilität insbesondere im Rahmen der Verwendung als Bezugs- bzw. Bespannungsmaterial, vorzugsweise für Sitzmöbel, Liegemöbel oder dergleichen, eine hohe Bequemlichkeit bzw. verbesserte ergonomische Eigenschaft aufweist. Darüber hinaus ist eine nochmals weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung auch darin zu sehen, ein textiles Flächengebilde bzw. -material bereitzustellen, welches einen vereinfachten Aufbau unter Verwendung einer verringerten Anzahl an das Flächengebilde bzw. -material ausbildenden Komponenten aufweist, wobei auch die Produkt- bzw. Materialeigenschaften insbesondere im Hinblick auf die Verarbeitung und Verwendung des Materials optimiert sein sollen, und zwar auch was die Bereitstellung dauerhafter und mechanisch stabiler Bespannungen bzw. Bezüge anbelangt, welche eine hohe Faltenfreiheit, Eigenspannung und ergonomische Anpassbarkeit bei gleichzeitig hervorragenden (Dehn-)Erholungs- eigenschaften aufweisen. In diesem Zusammenhang soll auch nach hoher kraftmäßiger Beanspruchung eine hohe Eigenspannung vorliegen um ein Ausbeulen oder dergleichen der Bespannung bzw. des Bezugs zu verhindern.

Insbesondere soll sich das erfindungsgemäß bereitgestellte textile Flächengebilde bzw. -material in diesem Zusammenhang zur Fierstellung von unterbaufreien bzw. freitragenden Bezügen bzw. Bespannungen eignen, welche insbesondere randseitig an entsprechenden Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen bzw. -konstruk- tionen befestigt bzw. fixiert werden können. In diesem Zusammenhang ist eine nochmals weiterführende Aufgabe der vorliegenden Erfindung auch darin zu sehen, ein insgesamt produktionstechnisch vereinfachtes und kostenmäßig optimiertes Verfahren zur Fierstellung entsprechender Produkte, wie Sitz- oder Liegemöbel, unter Bereitstellung entsprechender Bespannungen bzw. Bezüge auf Basis des textilen Flächengebildes bzw. -materials nach der Erfindung bereitzustellen.

Insbesondere soll das erfindungsgemäße textile Flächengebilde bzw. -material auch eine hohe individuelle Gestaltungsfreiheit im Hinblick auf die zugrundeliegen den optischen bzw. haptischen Eigenschaften aufweisen.

Die Anmelderin hat nun in völlig überraschender Weise herausgefunden, dass die vorgenannte Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung durch ein spezielles textiles Flächengebilde (synonym auch als Flächenmaterial bezeichnet) in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- bzw. Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln bzw. von Sitzen und/oder Liegen, gelöst wird, wobei es im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgesehen ist, dass das textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbsttragend ist (weshalb das trägerlose bzw. selbsttragende bzw. ungeträgerte Gesticke synonym auch als Luftstickerei bzw. Luftgesticke bezeichnet wird). In diesem Zusammenhang ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere mindestens ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht. Erfindungsgemäß wird somit ein spezielles textiles Flächengebilde in Form eines trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes bzw. ein spezielles trägerloses und/oder selbsttragendes Gesticke als solches bereitgestellt, welches in ziel- und zweckgerichteter Weise durch die Verwendung eines diesbezüglich speziellen Kunststoffgarns mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften aufweist.

Wie nachfolgend noch im Detail angeführt, kann das erfindungsgemäße textile Flächengebilde in Form des speziellen trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes durch ein gleichermaßen spezielles Flerstellungsverfahren erhalten werden, wonach nämlich in einem diesbezüglichen Stickereiverfahren das Gesticke zunächst unter Verwendung eines speziellen Trägers bzw. Stickbodens, welcher nämlich auflösbar ist, hergestellt wird, wobei nachfolgend der Träger bzw. Stickboden insbesondere durch Auflösung entfernt wird, so dass das erfindungs gemäße textile Flächengebilde in Form des trägerlosen oder selbsttragenden Gestickes resultiert.

In diesem Zusammenhang wird die zuvor geschilderte Aufgabe im Rahmen der vorliegenden Erfindung somit - gemäß einem ersten Erfindungsaspekt - durch ein textile Flächengebilde (Flächenmaterial) in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, wobei das textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbsttragend ist, gemäß dem entsprechenden unabhängigen Anspruch gelöst. Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen textilen Flächen gebildes in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften sind Gegenstand der diesbezüglichen Unter ansprüche sowie der weiterführenden Nebenansprüche. Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß eines zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist zudem das Verfahren zur Herstellung des textilen Flächengebildes (Flächenmaterial) gemäß dem diesbezüglich unabhängigen Patentanspruch. Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand der diesbezüglichen Unteransprüche.

Wiederum weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist das textile Zwischenprodukt, welches ein textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) zusammen mit einem textilen Träger, insbesondere Stickboden, aufweist, wobei der textile Träger auflösbar ausgebildet ist, gemäß dem diesbezüglich unabhängigen Patentanspruch.

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist zudem das wärmegeschrumpfte textile Flächen- gebilde (wärmegeschrumpftes Flächenmaterial), wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde erhältlich ist bzw. erhalten ist durch eine zumindest abschnitts- bzw. bereichsweise, vorzugsweise vollständige bzw. vollflächige Wärmebehandlung des textilen Flächengebildes nach der Erfindung bzw. wobei das dem Flächengebilde zugrundeliegende Gesticke mindestens ein wärmegeschrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere mindestens ein wärmegeschrumpftes Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht, gemäß den diesbezüglichen unabhängigen Patentansprüchen. Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes sind Gegenstand der diesbezüglichen Unteransprüche.

Wiederum weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem fünften Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist die Verwendung des textilen Flächengebildes nach der Erfindung zur Erzeugung bzw. Herstellung des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes nach der Erfindung gemäß dem diesbezüglichen unabhängigen Patentanspruch.

Zudem ist weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung - das Verfahren zur Herstellung des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes nach der Erfindung gemäß dem diesbezüglichen unabhängigen Patentanspruch. Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand des diesbezüglichen Unteranspruchs. Nochmals weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem siebten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist zudem die Verwendung des textilen Flächengebildes in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärme schrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften bzw. des wärme- geschrumpften textilen Flächengebildes nach der Erfindung im Bereich der

Möbelindustrie, Automobilindustrie oder dergleichen gemäß dem diesbezüglichen unabhängigen Patentanspruch.

Wiederum weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem achten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist weiterhin die Verwendung des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften bzw. des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes nach der Erfindung zur Fierstellung von Möbelelementen bzw. zur Fierstellung von dekorativen Elementen, Flohlraum- kanälen, Automobilzubehör oder dergleichen gemäß dem diesbezüglichen unabhängigen Patentanspruch.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist zudem - gemäß einem neunten Aspekt der vorliegenden Erfindung - das Verfahren zur Fierstellung von Möbel- elementen bzw. zur Fierstellung von dekorativen Elementen, Flohlraumkanälen, Automobilzubehör oder dergleichen gemäß dem diesbezüglichen unabhängigen Patentanspruch.

Schließlich sind Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem zehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung - Möbelelemente, dekorative Elemente, Hohl raumkanäle, Automobilzubehör oder dergleichen gemäß dem diesbezüglichen unabhängigen Patentanspruch.

Es versteht sich von selbst, dass bei der nachfolgenden Beschreibung der vorliegenden Erfindung solche Ausgestaltungen, Ausführungsformen, Vorteile, Beispiele oder dergleichen, welche nachfolgend - zu Zwecken der Vermeidung unnötiger Wiederholungen - nur zu einem einzelnen Erfindungsaspekt ausgeführt werden, selbstverständlich auch in Bezug auf die übrigen Erfindungsaspekte entsprechend gelten, ohne dass es einer ausdrücklichen Erwähnung bedarf. Weiterhin versteht es sich von selbst, dass bei nachfolgenden Angaben von Werten, Zahlen und Bereichen die diesbezüglichen Werte-, Zahlen- und Bereichsangaben nicht beschränkend zu verstehen sind; es versteht sich für den Fachmann von selbst, dass einzelfallbedingt oder anwendungsbezogen von den angegebenen Bereichen bzw. Angaben abgewichen werden kann, ohne dass der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen ist.

Zudem gilt, dass sämtliche im Folgenden genannten Werte- bzw. Parameter angaben oder dergleichen grundsätzlich mit genormten bzw. standardisierten oder explizit angegebenen Bestimmungsverfahren oder aber anderenfalls mit dem Fachmann auf diesem Gebiet an sich geläufigen Bestimmungs- bzw. Messmethoden ermittelt bzw. bestimmt werden können. Sofern nicht anders angegeben, werden die zugrundeliegenden Werte bzw. Parameter unter Standardbedingungen (d. h. insbesondere bei einer Temperatur von 20 °C und/oder bei einem Druck von 1.013,25 hPa bzw. 1 ,01325 bar) ermittelt.

Im Übrigen gilt, dass bei sämtlichen nachstehend aufgeführten relativen bzw. prozentualen, insbesondere gewichtsbezogenen Mengenangaben zu beachten ist, dass diese Angaben im Rahmen der vorliegenden Erfindung vom Fachmann derart auszuwählen bzw. zu kombinieren sind, dass in der Summe - gegebenenfalls unter Einbeziehung weiterer Komponenten bzw. Inhaltsstoffe, insbesondere wie nachfolgend definiert - stets 100 % bzw. 100 Gew.-% resultieren. Dies versteht sich für den Fachmann aber von selbst. Dies vorausgeschickt, wird im Folgenden die vorliegende Erfindung näher beschrieben und erläutert, und zwar auch anhand von erfindungsgemäße Ausführungsformen bzw. Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen bzw. Figurendarstellungen. Im Zusammenhang mit der Erläuterung dieser bevorzugten Ausführungsformen bzw. Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung, welche jedoch in Bezug auf die vorliegende Erfindung keinesfalls beschränkend sind, werden auch weitergehende Vorteile, Eigenschaften und Merkmale der vorliegenden Erfindung aufgezeigt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist somit ein textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) in Form eines Bespannungsmaterial mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, wobei das textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbsttragend ist, und wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere mindestens ein wärme- schrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht.

Mit anderen Worten betrifft die vorliegende Erfindung somit insbesondere ein selbsttragendes und/oder trägerloses (d. h. ungeträgertes) textiles Gesticke als solches (d. h. ohne Träger bzw. Stickboden, also mit anderen Worten in Form eines Luftgestickes bzw. einer Luftstickerei), welches mit Wärmeschrumpfeigen schaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrump feigenschaften und elastischen Eigenschaften, ausgerüstet bzw. ausgestattet ist (und sich daher insbesondere als Bespannungsmaterial für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel eignet), wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpf- bares und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere mindestens ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoff-garn, aufweist oder hieraus besteht.

Eine grundlegende Idee der vorliegenden Erfindung ist somit darin zu sehen, dass das erfindungsgemäße textile Flächengebilde in ziel- und zweckgerichteter Art und Weise in Form bzw. auf Basis eines trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes ausgebildet ist und zudem mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn (synonym auch als "wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststofffaden" oder "wärmeschrumpfbares und/oder elastisches synthetisches Garn" oder "wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer synthetischer Faden" oder "wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Synthetikgarn" bzw. "wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Synthetikfaden" bezeichnet), insbesondere mindestens ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht. Die Begriffe "Garn" einerseits und "Faden" andererseits werden im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung also synonym verwendet. In diesem Zusammenhang haben die Anmelderinnen in völlig überraschender Weise herausgefunden, dass sich ein derart ausgebildetes textiles Flächengebilde in besonderer Weise für den Bereich der Möbel- bzw. Automobilindustrie eignet, und zwar insbesondere als Bezugs- bzw. Bespannungsmaterial für Stühle (z. B. Bürostühle), Sitze (wie z. B. Sitze für Automobile), Liegen oder dergleichen, und zwar insbesondere für entsprechende Rückenlehnen, eignet, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Breitstellung freitragender bzw. unterbaufreier Bespannungen bzw. Bezüge, welche insbesondere randseitig an entsprechende Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen befestigt sein können.

Dabei ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden kraftmäßigen Belastungsfähigkeit und den hervorragenden Dehnerholungseigenschaften des textilen Flächengebildes nicht erforderlich, bei der Ausbildung von Bespannungen bzw. Bezügen zusätzliche Stützstrukturen oder dergleichen, wie Schaumstoffpolster oder Trägerplatten, einzusetzen, da das textile Flächengebilde nach der Erfindung gewissermaßen direkt und ohne weitere stabilisierende Maßnahmen auf einer Träger- bzw. Rahmenvorrichtung sozusagen frei aufgespannt werden kann. Grundsätzlich ist jedoch ein späteres bzw. nachfolgendes Aufpolstern dennoch nicht ausgeschlossen.

Erfindungsgemäß wird in diesem Zusammenhang somit auf die Bereitstellung eines speziellen Gestickes abgestellt, welches nämlich erfindungsgemäß keinen diesbezüglichen textilen Träger bzw. keinen Stickboden aufweist, so dass diesbezüglich im Rahmen der vorliegenden Erfindung, wie zuvor angeführt, auf ein trägerloses bzw. stickbodenfreies Gesticke abgestellt wird.

Wie nachfolgend noch im Detail angeführt, kann der diesbezügliche textile Träger bzw. der Stickboden nach dem eigentlichen Stickprozess bzw. -verfahren in einem nachfolgenden Verfahrensschritt entfernt werden. In diesem Zusammenhang resultiert im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein selbsttragendes Gesticke, bei welchem es insbesondere vorgesehen ist, dass die diesbezüglich eingesetzten Komponenten, insbesondere in Form des mindestens einen wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns, wie nachfolgend gleichermaßen noch im Detail angeführt, sozusagen fest miteinander verbunden sind bzw. ein entsprechendes zusammenhängendes Gefüge bzw. ein insbesondere kraftmäßig beanspruchbares System ausbilden, so dass sozusagen das Gesticke derart ausgebildet ist, dass ein musterlicher bzw. technischer Zusammenhalt insbesondere im Hinblick auf Statik, Elastizität und dergleichen ohne ein zugrundeliegendes Trägermaterial bzw. ohne einen diesbezüglichen Stickboden gegeben ist, was insbesondere auch durch den speziellen konstruktiven Aufbau des erfindungsgemäßen Gestickes gewährleistet wird. Auf diese Weise resultiert insgesamt ein kraftmäßig beanspruchbares Gesamtsystem auf Basis des trägerlosen bzw. selbsttragenden Gestickes, welches erfindungsgemäß insbesondere auch über eine definierte Elastizität bzw. entsprechende Dehnerholungseigenschaften aufweist, so dass vor diesem Hinter grund eine hohe Eignung im Hinblick auf die Verwendung als insbesondere freitragende bzw. unterbaufreie Bespannungen bzw. Bezüge, insbesondere im Hinblick auf Sitz- bzw. Liegemöbel oder dergleichen, vorliegt.

Im Hinblick auf die erfindungsgemäß bevorzugte Verwendung des textilen Flächengebildes für oder als insbesondere freitragende bzw. unterbraufreie Bespannungen bzw. Bezüge kommt auch dem speziellen Aufbau des trägerlosen bzw. selbsttragenden Gestickes eine hohe Bedeutung zu:

So weist das trägerlose bzw. selbsttragende Gesticke, wie nachfolgend gleichermaßen noch im Detail angeführt, insbesondere einen multidirektionalen Verlauf bzw. eine multidirektionale Anordnung insbesondere im Hinblick auf das erfindungsgemäß eingesetzte wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn auf. Hierdurch resultiert gleichermaßen eine multidirektionale Kraftaufnahme bzw. -ableitung bei entsprechender mäßiger Beanspruchung, so dass eine entsprechend hohe Stabilität bzw. Belastbarkeit resultiert.

Zudem kann das erfindungsgemäße textile Flächengebilde auch ein multidirektionales Wärmeschrumpfverhalten aufweisen, so dass in besonderer Weise faltenfreie Bespannungen bzw. Bezüge bereitgestellt werden können, da das erfindungsgemäße textile Flächengebilde in optimierter Weise an entsprechenden Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen befestigt bzw. aufgespannt und entsprechend wärmegeschrumpft werden kann.

In diesem Zusammenhang kommt auch der Entfernung bzw. dem nicht Vorhandensein eines textiles Trägers und somit der selbsttragenden Ausbildung des zugrundliegenden Gestickes eine entsprechende Bedeutung dahingehend zu, dass hierdurch sozusagen das Zusammenwirken der das Gesticke ausbildenden Garne insbesondere auf Basis des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns optimiert bzw. nicht negativ beeinflusst wird. Infolgedessen kann ein entsprechend stabiles (Garn)Gefüge bereitgestellt werden.

Darüber hinaus weist das textile Flächengebilde auf Basis des trägerlosen bzw. selbsttragenden Gestickes eine hohe visuelle Gestaltungsfreiheit auf, und zwar insbesondere insofern, als zum einen die Anordnung bzw. der Verlauf der das Gesticke ausbildenden Garne individualisiert bzw. vor dem jeweiligen Einsatz- bzw. Anwendungshintergrund individuell ausgebildet bzw. maßgeschneidert werden kann (was zudem auch mit einer speziellen Anpassbarkeit beispielsweise in Bezug auf die zugrundeliegende kraftmäßige Beanspruchbarkeit einhergeht).

Des Weiteren kann das Gesticke in ziel- und zweckgerichteter Weise mit weiteren insbesondere optisch bzw. visuell speziell ausgebildeten Garnen ausgerüstet werden, welche sozusagen in das Gesticke ein- oder aufgebracht werden können, so dass auf dieser Weise beispielsweise und in nicht beschränkender Weise eine weiterführende regelmäßige und farblich differenzierbare Musterung oder dergleichen eingebracht bzw. realisiert werden kann. Somit liegt auch in Bezug auf die Optik des textiles Flächengebildes eine individuelle Anpassbarkeit mit einer diesbezüglichen Maßschneiderung vor. In entsprechender Weise können auch die haptischen Eigenschaften des textilen Flächengebildes individuell eingestellt bzw. vorgegeben werden.

Ein weiterer zentraler Vorteil der vorliegenden Erfindung ist zudem darin zu sehen, dass das textile Flächenmaterial mit herkömmlichen Flerstellungsverfahren, wie nachfolgend noch angeführt, hergestellt werden kann, wobei in diesem Zusammenhang im Rahmen eines ersten Verfahrensschrittes ein Gesticke als solches unter Verwendung eines textilen Trägers, insbesondere Stickbodens, hergestellt wird, wobei der Träger bzw. Stickboden nachfolgend zum Erhalt des trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes insbesondere durch Auflösung entfernt werden kann.

Diese Vorgehensweise ist mit dem weiteren Vorteil verbunden, dass im Rahmen der Flerstellung mit der vorangehenden Verwendung eines textilen Trägers bzw. Stickbodens das Gesticke bei der Flerstellung stabilisiert wird, wobei in diesem Zusammenhang auch ein exakter Verlauf bzw. eine exakte Anordnung der zugrundeliegenden Garne insbesondere auf Basis des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns vorgegeben werden kann, da die diesbezüglichen Träger zunächst auf dem Träger bzw. Stickboden fixiert werden. Die speziellen Eigenschaften des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes werden insbesondere im Hinblick auf dessen Verwendung als insbesondere freitragende bzw. unterbaufreie Bespannungen bzw. Bezüge durch den zweckgerichteten Einsatz des mindestens einen wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns weiterführend verbessert.

Infolge der definierten Wärmeschrumpfeigenschaften liegt eine hohe Flexibilität im Hinblick auf die Verwendung des Materials als Bespannungen bzw. Bezüge vor, da entsprechende Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen in optimaler Weise mit dem Material bezogen bzw. bespannt werden können, wobei auch stark ausgeprägte Geometrien bzw. Formgebungen und Konturen, wie Verjüngungen, Bögen, Biegungen und dergleichen in effektiver Weise unter Vermeidung einer übermäßigen Faltenbildung bedeckt (insbesondere in Bezug auf die Randbereiche) bzw. bespannt werden können.

In diesem Zusammenhang ist ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung zudem darin zu sehen, dass das erfindungsgemäße textile Flächengebilde sozusagen direkt auf eine Träger- bzw. Rahmenvorrichtung, beispielsweise einen Spannrahmen oder dergleichen, aufgebracht bzw. hieran insbesondere randseitig fixiert werden kann, und zwar ohne dass dies bezüglich ein exakter Zuschnitt bzw. eine exakte Näherei hinsichtlich des textiles Flächengebildes erforderlich ist. Denn durch das vorzugsweise nach dem Aufbringen bzw. insbesondere randseitigen Fixieren des Flächengebildes auf bzw. an eine Träger- bzw. Rahmenvorrichtung erfolgtes Wärmeschrumpfen wird aufgrund der Wärmeschrumpfeigenschaften das textile Flächenmaterial nach der Erfindung gewissermaßen aufgespannt und somit glattgezogen bzw. unter (Eigen)Spannung gesetzt, so dass folglich ein zumindest im Wesentlichen faltenfreier Bezug bzw. eine faltenfreie Bespannung resultiert. Durch den Wärmeschrumpfungsprozess wird folglich eine gewisse Eigenspannung des auf eine Träger- bzw. Rahmenvorrichtung aufgebrachten bzw. hieran fixierten textilen Flächengebildes nach der Erfindung aufgebaut, welche durch die hohe Elastizität des Materials nochmals vergrößert wird, so dass auch aufgrund der Vorspannung eine hohe kraftmäßige Belastbarkeit resultiert. Infolge der in diesem Zusammenhang realisierbaren (Eigen)Spannung resultiert somit eine hohe kraftmäßige Belastbarkeit, ohne dass das erfindungsgemäße textile Flächengebilde übermäßig bzw. irreversibel gedehnt bzw. ausgebeult wird. Infolge der hohen bzw. definierten Elastizität des textilen Flächengebildes nach der Erfindung, welche insbesondere auch nach erfolgter Wärmeschrumpfung noch vorliegt, ist es gleichermaßen gewährleistet, dass das textile Flächengebilde nach der Erfindung, welches in wärmegeschrumpfter Form auf einer Träger- bzw. Rahmenvorrichtung beispielsweise zur Ausbildung einer Rückenlehne eines Stuhls oder Sitzes aufgebracht werden kann, sich ergonomisch an die Körperkontur im Benutzungszustand anpassen kann, was mit einer hohen Bequemlichkeit und hervorragenden Ergonomie einhergeht. Zudem resultieren aufgrund der definierten Elastizität auch entsprechende Rückstelleigenschaften nach kraftmäßiger Beanspruchung, so dass auch von daher dauerhaft faltenfreie Bespannungen bzw. Bezüge bereitgestellt werden können. In diesem Zusammenhang weist das erfindungsgemäße textile Flächenmaterial auch im wärmegeschrumpften Zustand hervorragende Dehnerholungseigenschaften infolge hoher Rückstellkräfte auf, was einem Ausbeulen oder dergleichen nach kraftmäßiger Beanspruchung entsprechend gegenwirkt.

Aufgrund seiner speziellen Eigenschaften eignet sich das erfindungsgemäße textile Flächengebilde beispielsweise im Bereich der Möbelindustrie, insbesondere zur Flerstellung von Sitz- bzw. Liegemöbeln oder dergleichen (und diesbezüglich insbesondere zur Flerstellung von Rückenlehnen sowie Sitz- bzw. Liegeflächen), aber auch zur Verwendung in der Automobilindustrie oder dergleichen und zwar beispielsweise auch zur Flerstellung von Rückenlehnen von entsprechenden Sitzen. Insbesondere eignet sich das erfindungsgemäße textile Flächengebilde, wie zuvor angeführt, zur Bespannung von Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen, wie Trägerrahmen oder dergleichen. In diesem Zusammenhang kann das textile Flächengebilde nach der Erfindung beispielsweise randseitig auf bzw. an einer derartigen Träger- bzw. Rahmenvorrichtung fixiert bzw. befestigt werden und nachfolgend einem Wärmeschrumpfungsprozess unterzogen werden, wobei eine dauerhafte und kraftmäßig beanspruchbare sowie faltenfreie Bespannung bzw. ein Bezug resultiert.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes ist zudem darin zu sehen, dass hohe Schiebewiderstände in Bezug auf die das Flächengebilde ausbildenden Komponenten bzw. Garne realisiert werden können, was gleichermaßen zu einer entsprechenden Stabilitätserhöhung und verbesserten kraftmäßigen Beanspruchung, einhergehend mit einer verringerten Ausbeulung bei kraftmäßiger Beanspruchung, führt. Wie zuvor angeführt, wird im Hinblick auf das textile Flächengebilde nach der Erfindung auf die Verwendung eines wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns abgestellt. In diesem Zusammenhang kann erfindungsgemäß somit ein wärmeschrumpfbares oder elastisches Kunststoffgarn und in bevorzugter Weise ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn eingesetzt werden.

Dabei verhält es sich in Bezug auf die elastischen Eigenschaften des Kunststoffgarns zudem derart, dass diese auch nach erfolgter Wärmeschrumpfbe handlung zumindest teilweise noch vorliegen, so dass das elastische Kunststoffgarn und insbesondere das wärmeschrumpfbare und elastische

Kunststoffgarn seine elastischen Eigenschaften auch nach erfolgter

Wärmeschrumpfung zumindest teilweise beibehält.

Insbesondere weist das textile Flächengebilde nach der Erfindung somit insbesondere Wärmeschrumpfeigenschaften und elastische Eigenschaften auf bzw. ist das erfindungsgemäße textile Flächengebilde insbesondere Wärmeschrumpfbar und elastisch. Insbesondere sind die Elastizitätseigenschaften auch nach erfolgter Wärmeschrumpfung zumindest teilweise beibehalten. Folglich kann auch das resultierende wärmegeschrumpfte Flächengebilde entsprechende elastische Eigenschaften aufweisen (da die Elastizitätseigenschaften des speziellen Kunststoffgarns ihren Niederschlag auch in dem wärmegeschrumpften Flächengebilde finden).

Erfindungsgemäß ist es somit insbesondere der Fall, dass das erfindungsgemäße textile Flächengebilde als solche aufgrund des speziellen wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns auch nach erfolgter Wärmeschrumpfbehand lung des textilen Flächengebildes seine elastischen Eigenschaften zumindest teilweise beibehält. Wie zuvor angeführt, ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass das in Rede stehende Kunststoffgarn wärmeschrumpfbar und elastisch ist. Die vorliegende Erfindung stellt somit insbesondere darauf ab, dass sowohl die Wärmeschrumpfeigenschaften als auch die elastischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes durch ein- und dieselbe Komponente, nämlich durch das spezielle Kunststoffgarn, bereitgestellt wird. Dabei geht die vorliegende Erfindung aufgrund der bevorzugten Verwendung eines sowohl wärmeschrumpfbaren als auch elastischen Kunststoffgarns mit einer vereinfachten Konstruktion bzw. einem vereinfachten Aufbau des erfindungsgemä ßen textilen Flächengebildes einher, und zwar auch dahingehend, dass die Anzahl der das Flächengebilde ausbildenden Komponenten verringert werden kann. Flierdurch ist weiterführend auch eine Verringerung des Flächengewichts des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes möglich, und zwar ohne die Funktionalität oder Stabilität des Materials negativ zu beeinflussen. Ein weiterer Vorteil, welcher mit der bevorzugten Verwendung eines wärmeschrumpfbaren und elastischen Kunststoffgarns einhergeht, ist zudem darin zu sehen, dass die Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen textilen Flächenmaterials in verbesserter Weise eingestellt bzw. maßgeschneidert werden können, was wiederum der weiteren Verarbeitung mit dem Aufbringen auf entsprechende Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen zur Ausbildung faltenfreier Bezüge bzw. Bespannungen zuträglich ist.

Zudem ist das erfindungsgemäße textile Flächengebilde aufgrund der geringen Anzahl an Komponenten relativ kostengünstig herzustellen, und zwar sowohl im Hinblick auf die geringen Kosten für die einzusetzenden Materialien als auch im Hinblick auf das zugrundeliegende Flerstellungsverfahren für das textile

Flächengebilde nach der Erfindung. Somit ist auch die Flerstellung des

Flächengebildes nach der Erfindung vereinfacht. Erfindungsgemäß wird unter dem Begriff "wärmeschrumpfbar" bzw. "Wärmeschrumpf' bzw. "Wärmeschrumpfeigenschaften" insbesondere eine durch Wärme bzw. Temperatureinfluss hervorgerufene bzw. induzierte Größenänderung bzw. -Verringerung insbesondere in der Fläche und somit insbesondere in der Haupterstreckungsebene bzw. in mindestens einer Erstreckungsrichtung des textilen Flächengebildes verstanden, wobei dies insbesondere durch eine

Verkürzung bzw. Längenverringerung des erfindungsgemäß eingesetzten wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns hervorgerufen wird.

In diesem Zusammenhang kann in Bezug auf das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn im Rahmen des Wärmeschrumpfens grundsätzlich eine Verdickung, d. h. eine Erhöhung des Durchmessers vorliegen. Bei dem Wärmeschrumpfen handelt es sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung somit insbesondere um eine kontrollierte Größen- bzw. Längenverringerung des eingesetzten wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns und damit bzw. infolgedessen des textilen Flächengebildes an sich. Insbesondere handelt es sich bei der erfindungsgemäß insbesondere im Rahmen der nachfolgenden Verarbeitung des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes vorliegenden Wärmeschrumpfung um einen zumindest im Wesentlichen irreversiblen Schrumpfungsvorgang. Diesbezüglich kann es aber grundsätzlich vorgesehen sein, dass das textile Flächengebilde nach erfolgter Wärmeschrump fung definierte Rest(wärme)schrumpfeigenschaften aufweist. Wie bereits angeführt, ist auch das wärmegeschrumpfte Flächengebilde mit elastischen Eigenschaften versehen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung verhält es sich insbesondere auch derart, dass durch den Einsatz eines wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns im Rahmen einer durchgeführten Wärmebehandlung ein in der Fläche bzw. Flaupterstreckungsebene des textilen Flächengebildes nach der Erfindung hervorgerufener Wärmeschrumpf bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Elastizität realisiert werden kann, welche insbesondere mit einer Verringerung der flächenbezogenen Ausdehnung des Materials (Länge und/oder Tiefe bzw. Breite) einhergeht, was zu dem optimierten Aufspannverhalten auf eine vorgegebene Träger- bzw. Rahmenvorrichtung führt. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung beziehen sich dabei die Begriffe "Länge" bzw. "Breite" auf die jeweiligen Erstreckungsrichtungen des textilen Flächengebildes in der Flaupterstreckungs ebene. Weiterhin ist der Begriff "Schrumpftemperatur" bzw. "Wärmeschrumpftemperatur", wie er im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, insbesondere derart zu verstehen, dass bei der entsprechenden Temperatur ein effektiver Wärmeschrumpf insbesondere des dem textilen Flächengebilde nach der Erfindung zugrundeliegenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns und damit des textilen Flächengebildes insgesamt vorliegt.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden die Begriffe "Garn" einerseits und "Faden" andererseits insbesondere synonym verwendet, wobei die vorgenannten Begriffe im Allgemeinen einen Sammelbegriff für sämtliche linienförmig ausgebildeten textilen Gebilde darstellen. In diesem Zusammenhang kann ein Garn bzw. Faden ein oder mehrere Fasern bzw. Filamente aufweisen. Beispielsweise kann das Garn bzw. der Faden als Monofilament oder als Multifilament vorliegen, wie nachfolgend angeführt. Insbesondere handelt es sich bei dem erfindungsge- maß eingesetzten wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn bzw. -faden um ein Monofilamentgarn bzw. -faden.

Was den erfindungsgemäß verwendeten Begriff "elastisch" bzw. "Elastizität" (synonym auch als reversible Dehnfähigkeit bezeichnet) anbelangt, so bezieht sich dieser Begriff insbesondere auf die Fähigkeit des diesbezüglichen Kunststoffgarns bzw. des textilen Flächengebildes, sich unter Einwirkung einer (Zug-)Kraft zu dehnen (was für das Kunststoffgarn einer Längenvergrößerung und für das Flächengebilde einer Längen- und/oder Breitenvergrößerung gleichkommt) und bei Entlastung bzw. Wegfall der (Zug-)Kraft zumindest im Wesentlichen vollständig oder aber zumindest teilweise wieder seine ursprüngliche Größe bzw. Länge bzw. Breite einzunehmen, was einer Größen- bzw. Längen- bzw. Breitenverringerung (auf die Ausgangsgröße bzw. -länge) gleichkommt. Der Begriff "Gesticke" (synonym auch als "Stickerei" oder dergleichen bezeichnet), wie er erfindungsgemäß verwendet wird, bezieht sich insbesondere auf ein textiles Flächengebilde, welches insbesondere unter Verwendung entsprechender Sticktechniken bzw. Stickverfahren hergestellt werden kann. In diesem Zusammenhang können entsprechende Stickmaschinen eingesetzt werden, wie beispielsweise Schiffchenstickmaschinen oder dergleichen. Dabei verhält es sich erfindungsgemäß beispielsweise derart, dass im Rahmen der Flerstellung des Gestickes die zugrundeliegenden Stickgarne bzw. Stickfäden maschinell an einen textilen Träger bzw. Stickboden bzw. durch einen textilen Träger bzw. Stickboden (Stickgrund) fixiert bzw. gezogen werden, wobei eine zentrale Besonderheit im Hinblick auf die vorliegende Erfindung dahingehend zu sehen ist, dass nach Flerstellung des Gestickes als solches der Träger bzw. der Stickboden zum Erhalt des erfindungsgemäß bereitgestellten trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes entfernt, insbesondere aufgelöst wird. In diesem Zusammenhang bezieht sich somit der Begriff "trägerloses und/oder selbsttragendes Gesticke", wie er erfindungsgemäß verwendet wird, insbesondere auf ein entsprechendes Gesticke, bei welchem der bei der Flerstellung verwendete textile Träger bzw. Stickboden insbesondere durch Auflösen entfernt worden ist, wobei die das trägerlose bzw. selbsttragende Gesticke ausbildenden Garne bzw. Fäden insbesondere eine zusammenhängende Struktur ausbilden, bei welcher die zugrundeliegenden Garne bzw. Fäden über Berührungs- bzw. Verbindungspunkte aneinanderlagern und somit einen insgesamt festen bzw. stabilisierten Verbund eingehen. Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen bzw. Figurendarstellung näher erläutert. Im Zusammenhang mit der Erläuterung dieser erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele, welche jedoch in Bezug auf die vorliegende Erfindung keinesfalls beschränkend sind, werden auch weitergehende Vorteile, Eigenschaften, Aspekte und Merkmale der vorliegenden Erfindung beschrieben.

In den Figurendarstellungen zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines textilen Flächengebildes nach der

Erfindung in der Draufsicht (= Sicht auf die Flaupterstreckungsebene), wobei das textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbsttragend ist und wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoff garn aufweist (wobei zudem der multidirektionale Garnverlauf bzw. die Garnanordnung des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunst stoffgarn veranschaulicht ist, wobei ein erstes bzw. zweites Garnsystem (= erstes bzw. zweites Fadensystem) insbesondere zur Bereitstellung einer ersten Ebene (= Grundebene) des Gestickes ausgebildet werden kann);

Fig. 1A eine randseitige Vergrößerung des in Fig. 1 dargestellten textilen

Flächengebildes mit der multidirektionalen Anordnung des wärme schrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns;

Fig. 2 eine schematische Darstellung in der Draufsicht (= Sicht auf die

Flaupterstreckungsebene) mit der Anordnung eines weiteren und/oder zusätzlichen Garnsystems, insbesondere dritten Garnsystems, des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes mit einem diesbezüglich eingesetzten weiteren Garn (wobei das weitere Garnsystem in einer weiteren Ebene angeordnet sein kann);

Fig. 2A eine randseitige Ausschnittsvergrößerung des in Fig. 2 dargestellten weiteren oder zusätzlichen Garnsystems mit der mustermäßigen bzw. regelmäßigen Anordnung des das weitere oder zusätzliche Garnsystem ausbildenden Garns;

Fig. 3 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen textilen

Flächenmaterials in der Draufsicht (= Sicht auf die Flaupterstreckungs ebene), wobei das textile Flächenmaterial randseitig und vollumfänglich in bzw. an einer Träger- bzw. Rahmenvorrichtung fixiert bzw. dies bezüglich aufgespannt ist, wobei das textile Flächengebilde randseitig mit einem Keder versehen ist und wobei das textile Flächengebilde bzw. das Gesticke ein erstes bzw. zweites Garnsystem mit einer multidirekti onalen Anordnung des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns und ein weiteres oder zusätzliches Garnsystem, insbe sondere drittes Garnsystem, mit musterförmiger bzw. regelmäßiger Anordnung des diesbezüglichen Garns aufweist; Fig. 4 eine fotografische Darstellung mit einer Draufsicht (= Sicht auf die Haupterstreckungsebene) auf das textile Flächengebilde nach der Erfindung, wobei das textile Flächengebilde ein erstes bzw. zweites Garnsystem mit multidirektionaler Anordnung des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns sowie ein weiteres oder zusätzli ches Garnsystem auf Basis eines weiteren Garns mit musterförmiger bzw. regelmäßiger Anordnung aufweist;

Fig. 4A eine weitere fotografische Darstellung in der Draufsicht (Sicht auf die

Haupterstreckungsebene) auf ein textiles Flächengebilde nach der Erfindung, wobei das Flächengebilde randseitig mit einem umlaufenden Keder zur Aufnahme bzw. Befestigung in bzw. an eine Träger- bzw. Rahmenvorrichtung ausgestattet ist.

Fig. 1 , 1A, 2, 2A, 3 sowie Fig. 4 und 4A zeigen somit ein erfindungsgemäßes textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) 1 in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, welches vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, geeignet ist, wobei das textile Flächengebilde 1 als Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist und wobei das Gesticke mindestens ein wärme schrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn 2, insbesondere mindestens ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn 2, aufweist oder hieraus besteht.

Im Hinblick auf die nachfolgenden Ausführungen zu dem erfindungsgemäßen textilen Flächengebilde in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpf eigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften kann gleichermaßen auf Fig. 1 , 1 A, 2, 2A, 3 sowie auf Fig. 4 und 4A verwiesen werden.

Erfindungsgemäß wird somit ein textiles Flächengebilde 1 bereitgestellt, welches als trägerloses und/oder selbsttragendes Gesticke (synonym auch als Luftgesticke bzw. Luftstickerei bezeichnet) ausgebildet ist, wobei das textile Flächengebilde 1 bzw. das Gesticke in ziel- und zweckgerichteter Weise mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn 2, insbesondere mindestens ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn 2, aufweist oder hieraus besteht, so dass das textile Flächengebilde 1 bzw. das Gesticke entsprechend über Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastische Eigenschaften, insbesondere Wärmeschrumpfeigenschaften und elastische Eigenschaften, verfügt.

Auf dieser Basis wird erfindungsgemäß somit insgesamt ein spezielles textiles Flächengebilde 1 insbesondere mit den definierten Wärmeschrumpfeigenschaften und definierten elastischen Eigenschaften bereitgestellt. Wie nachfolgend noch angeführt, verhält es sich erfindungsgemäß dabei insbesondere derart, dass die elastischen Eigenschaften als solche auch nach erfolgter Wärmeschrumpfbehand lung vorliegen. Auch von daher eignet sich das erfindungsgemäße textile Flächengebilde 1 bzw. das diesbezügliche Gesticke in hervorragender Weise zur Bespannung entsprechender Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen (wie Keder- rahmen oder dergleichen), wobei auf dieser Basis dauerhaft faltenfreie und unter (Eigen-)Spannung stehende Bezüge bzw. Bespannungen bereitgestellt werden können, welche zudem abschnitts- bzw. bereichsweise an die im Anwendungs- bzw. Benutzungszustand vorliegenden kraftmäßigen Beanspruchungen angepasst bzw. speziell maßgeschneidert werden können, was zudem auch für die erfindungsgemäß mögliche Bereitstellung von abschnitts- bzw. bereichsspezifi schen (Eigen-)Spannungen des Flächengebildes im aufgespannten und insbesondere wärmegeschrumpften Zustand gilt. In diesem Zusammenhang weisen die aus dem erfindungsgemäßen Material hergestellten Bezüge bzw. Bespannungen bei gleichzeitiger hoher Ergonomie hervorragende Dehnerholungs eigenschaften auf.

Erfindungsgemäß verhält es sich insbesondere derart, dass das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 umfasst oder hiervon gebildet wird. In diesem Zusammenhang kann das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegen. Erfindungsgemäß kann das erste Garnsystem dabei von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne 2 gebildet werden. Erfindungsgemäß kann es gleichermaßen vorgesehen sein, dass das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 umfasst oder hiervon gebildet wird. Flierzu kann das elastische Kunststoffgarn 2 in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchenfaden) und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns (Bobine-Faden) vorliegen oder diesen ausbilden. Insbesondere kann das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne 2 gebildet werden.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden die Begriffe des Schiffchengarns, des Schiffchenfadens, des Bobine-Garns, des Bobine-Fadens, des Greifergarns bzw. des Greiferfadens insbesondere synonym verwendet.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2, insbesondere das erste Garnsystem, und/oder das zweite Garnsystem, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem, eine erste Ebene (Schicht) des Flächengebildes und/oder des Gestickes ausbildet bzw. ausbilden und/oder Bestandteil einer ersten Ebene des Flächengebildes und/oder des Gestickes ist bzw. sind. Flierzu kann auch auf Fig. 1 bzw. Fig. 1A verwiesen werden. Dabei bildet die erste Ebene sozusagen die Grundstruktur des erfindungsgemäßen Gestickes.

Wie gleichermaßen in Fig. 1 und Fig. 1A aufgezeigt, verhält es sich erfindungsgemäß insbesondere derart, dass das Gesticke, insbesondere das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, des mindestens einen wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns 2 aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Insbesondere kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes. Aufgrund der multidirektionalen Anordnung werden zudem das Wärmeschrumpfverhalten und die Elastizitätseigenschaften verbessert, da das erfindungsgemäße Gesticke sozusagen in Bezug auf sämtliche Richtungen des Gestickes in der Haupterstreckungsebene schrumpfen kann bzw. diesbezüglich elastische Eigenschaften aufweist, wobei die entsprechenden Eigenschaften durch eine spezielle Vorgabe bzw. Einstellung des Verlaufs gezielt maßgeschneidert werden kann. Was die zugrundeliegende Anordnung bzw. den zugrundeliegenden Verlauf anbelangt, so kann dieser beispielsweise über entsprechende Stickprogramme zur Steuerung bzw. Einstellung entsprechender Stickmaschinen bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Gestickes vorgegeben werden, so dass es sich vorliegend insbesondere um einen scheinbar zufälligen Verlauf bzw. Anordnung der Garne handelt (nämlich aufgrund der zugrundeliegenden Komplexität der Anordnung mit dem multidirektionalen Garnverlauf, welcher somit veranschaulichend als zufällig wahrgenommen bzw. empfunden wird). Zur Einstellung bzw. Vorgabe des jeweiligen Garnverlaufs können auch entsprechende Weg/Zeit-Diagramme bzw. Funktionsdiagramme zur Steuerung der eingesetzten Stickmaschinen verwendet werden. Insgesamt kann erfindungsgemäß sozusagen ein frei variierender Garnverlauf bzw. eine frei variierende Garndichte in Bezug auf die erste Ebene bzw. das erste bzw. zweite Garnsystem eingestellt werden, so dass der Eindruck einer unregelmäßig gebildeten Fläche vorliegt. Dabei besteht weiter veranschaulichend ein Unterschied zu einem Vlies, bei welchem nämlich tatsächlich eine rein zufällige Faseranordnung vorliegt, darin, dass vorliegend in Bezug auf das erste bzw. zweite Garnsystem bzw. auf die erste Ebene eine gewisse Regelmäßigkeit durch die technische Vorgabe bzw. Steuerung der eingesetzten Stickmaschinen vorliegt (wie Weg/Zeit-Diagramm) und Steuerung von Stichgröße und -richtung, wobei erfindungsgemäß auch eine vorgegebene Anordnung der Garne bzw. Fäden in der Ebene unter- bzw. übereinander aufgrund des technischen Aufbaus bzw. der technischen Struktur eines Gestickes vorliegt. Hierzu kann auch auf nachfolgende Ausführungen mit der Beschreibung eines die vorliegende Erfindung charakterisierenden Herstellungsprozesses bzw. eines diesbezüglichen Produkts verwiesen werden.

Gleichermaßen kann es sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung derart verhalten, dass das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi- zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes. Darüber hinaus ist es erfindungsgemäß insbesondere vorgesehen, dass das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, nicht in Form eines regelmäßigen Verlaufes und/oder nicht in Form einer regelmäßigen Anordnung vorliegt.

Somit ist es erfindungsgemäß insbesondere vorgesehen, dass das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, in Form eines visuell und/oder optisch nicht als regelmäßig erkennbaren Verlaufes und/oder in Form einer visuell und/oder optisch nicht als regelmäßig erkennbaren Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

In entsprechender Weise kann es sich erfindungsgemäß darüber hinaus derart verhalten, dass das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, mit quasi-zufälliger Stichgröße und/oder mit quasi-zufälliger Stichrichtung, vorzugsweise mit quasi zufälliger Stichgröße und quasi-willkürlicher Stichrichtung, in dem Gesticke angeordnet sind.

Somit kann erfindungsgemäß ein sozusagen frei variierender Garnverlauf insbesondere zum Erhalt einer unregelmäßig erscheinenden Fläche bzw. Ebene vorgegeben werden. Insbesondere kann die jeweilige Anordnung bzw. der Verlauf des ersten Garnsystems bzw. des zweiten Garnsystems bzw. der diesbezüglich zugrundeliegenden Garne für die jeweiligen Systeme unabhängig eingestellt werden. Wie gleichermaßen in Fig. 1 bzw. Fig. 1A veranschaulichend dargestellt, kann das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, gespinstartig und/oder unregelmäßig-netzartig und/oder in Form eines Gespinstes und/oder in Form eines unregelmäßigen Netzes ausgebildet sein.

Insbesondere kann das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2, insbesondere des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, gespinstartig und/oder unregelmäßig-netzartig und/oder in Form eines Gespinstes und/oder in Form eines unregelmäßigen Netzes angeordnet sein bzw. ein Gespinst und/oder ein unregelmäßiges Netz ausbilden.

Erfindungsgemäß verhält es sich somit insbesondere derart, dass das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, keine regelmäßigen Wiederholungseinheiten und/oder keine visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbare Wiederholungseinheiten des Verlaufs und/oder der Anordnung des mindestens einen wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns 2, bezogen auf die Flaupterstreckungsebene des Gestickes, aufweist. Erfindungsgemäß werden besonders gute Eigenschaften erreicht, wenn das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 zum jeweils benachbarten Garn und/oder zum jeweils benachbarten Garnabschnitt des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns 2 um das 0,2fache bis 150fache, insbesondere um das 0,3fache bis 100fache, vorzugsweise um das 0,5fache bis 50fache, bevorzugt um das 1 fache bis 20fache, besonders bevorzugt um das 1 ,2fache bis 20fache, ganz besonders bevorzugt um das 1 ,5fache bis 10fache, des mittleren Garndurchmessers des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns 2, bezogen auf den nichtwärmegeschrumpften Zustand, beabstandet ist. Die diesbezüglichen Abstände können in dem erfindungsgemäßen Gesticke in großen Bereichen variieren. So kann das erfindungsgemäße Gesticke Bereiche mit entsprechend geringer Garnbeabstan- dung sowie Bereiche mit entsprechend hoher Garnbeabstandung aufweisen, wie in Fig. 1 und Fig. 1A veranschaulichend dargestellt. In Bezug auf das erfindungsgemäße Flächengebilde 1 bzw. das erfindungsgemäße Gesticke verhält es sich insbesondere derart, dass das mindestens eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2, insbesondere des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, ein insbesondere kraftmäßig beanspruchbares System und/oder einen insbesondere kraftmäßig beanspruchbaren Zusammenhalt und/oder ein insbesondere kohäsives und/oder zusammenhängendes textiles Gefüge ausbildet bzw. ausbilden. Folglich resultiert ein kraftmäßig beanspruchbares Gesticke, welches sich in entsprechender Weise zur Verwendung als Bespannungen bzw. Bezüge eignet.

Im Allgemeinen kann das Flächengebilde bzw. das Gesticke das wärmeschrumpf bare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in einer Menge im Bereich von 1 Gew.-% bis 100 Gew.-%, insbesondere im Bereich im Bereich von 5 Gew.-% bis 99 Gew.- %, vorzugsweise im Bereich von 10 Gew.-% bis 95 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 20 Gew.-% bis 90 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 30 Gew.-% bis 85 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 40 Gew.-% bis 80 Gew.- %, bezogen auf das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke, enthalten.

Was das im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzte wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 anbelangt, so handelt es sich hierbei gemäß einer erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform um ein wärmeschrumpfba res und elastisches Kunststoffgarn. Grundsätzlich kommt aber auch der Einsatz von wärmeschrumpfbaren und zumindest im Wesentlichen nicht elastischen Kunststoffgarnen oder aber von zumindest im Wesentlichen nicht wärmeschrumpf baren und elastischen Kunststoffgarnen in Betracht.

Im Allgemeinen kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 auf Basis mindestens eines wärmeschrumpfbaren thermoplastischen und/oder elastomeren Polymers und/oder auf Basis mindestens eines thermoplastischen Elastomers (TPE) ausgebildet sein oder hieraus bestehen.

Zudem kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 auf Basis mindestens eines auf einem Phthalat basierenden Polyesters, insbesondere Polyethylenterephthalat, Polypropylenterephthalat, Polybutylenterephthalat und deren Mischungen, vorzugsweise Polyethylenterephthalat, ausgebildet sein oder hieraus bestehen. Zudem kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 auf Basis mindestens eines wärmeschrumpfbaren thermoplastischen und/oder elastomeren Polyesters ausgebildet sein oder hieraus bestehen. Erfindungsgemäß ist es zudem möglich, dass das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 auf Basis mindestens eines wärmeschrumpfbaren Polyethylens und/oder mindestens eines High Density Polyethylens (HDPE), insbesondere auf Basis einer Mischung mindestens eines wärmeschrumpfbaren Polyethylens und mindestens eines High Density Polyethylens (HDPE), gegebenenfalls in Kombination mit mindestens einem UV-Stabilisator, ausgebildet ist oder hieraus besteht.

Was das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 weiterhin anbelangt, so kann dieses einen Durchmesser im Bereich von 0,05 mm bis 3,0 mm, insbesondere im Bereich von 0,075 mm bis 2,5 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,1 mm bis 1 ,5 mm, bevorzugt im Bereich von 0,1 mm bis 1 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 0,15 mm bis 0,8 mm, aufweisen.

Zudem kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 einen Titer im Bereich von 50 dtex bis 10.000 dtex, insbesondere im Bereich von 100 dtex bis 8.000 dtex, vorzugsweise im Bereich von 200 dtex bis 6.000 dtex, bevorzugt im Bereich von 250 dtex bis 5.000 dtex, besonders bevorzugt im Bereich von 300 dtex bis 4.000 dtex, aufweisen. Insbesondere kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 einen Titer im Bereich von 25 den bis 8.000 den, insbesondere im Bereich von 50 den bis 6.000 den, vorzugsweise im Bereich von 100 den bis 5.000 den, bevorzugt im Bereich von 150 den bis 4.000 den, besonders bevorzugt im Bereich von 200 den bis 3.500 den, aufweisen.

Im Allgemeinen kann der Durchmesser mit dem Fachmann an sich bekannten Verfahren bestimmt werden, beispielsweise auf Basis optischer bzw. lichtmikroskopischer Verfahren. Zudem kann der Titer insbesondere auf Basis der DIN EN ISO 2060:1995-04 bestimmt werden. Das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn kann zudem eine Reißfestigkeit im Bereich von 1 N bis 500 N, insbesondere im Bereich von 2 N bis 400 N, vorzugsweise im Bereich von 3 N bis 300 N, bevorzugt im Bereich von 4 N bis 250 N, besonders bevorzugt im Bereich von 5 N bis 200 N, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 10 N bis 150 N, aufweisen. Dabei kann die Reißfestigkeit insbesondere auf Basis der DIN EN ISO 2062:2010-04 bestimmt werden.

Zudem kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 eine Bruchdehnung im Bereich von 10 % bis 85 %, insbesondere im Bereich von 15 % bis 80 %, vorzugsweise im Bereich von 20 % bis 75 %, bevorzugt im Bereich von 25 % bis 70 %, besonders bevorzugt im Bereich von 30 % bis 65 %, aufweisen. Insbesondere kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 eine Bruchdehnung von mehr als 10 %, insbesondere von mehr als 20 %, vorzugsweise mehr als 30 %, bevorzugt mehr als 40 %, besonders bevorzugt mehr als 50 %, ganz besonders bevorzugt mehr als 55 %, aufweisen. Die Bruchdehnung kann insbesondere bei einer Temperatur von 10 °C bis 100 °C, insbesondere 10 °C bis 50 °C, vorzugsweise bei etwa 20 °C bestimmt werden bzw. vorliegen. Die Bruchdehnung kann insbesondere auf Basis der ISO 3341 :2000-05 oder der DIN EN ISO 2062:2010-04 bestimmt werden.

Darüber hinaus kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn eine Feinheitsfestigkeit im Bereich von 15 cN/tex bis 130 cN/tex, insbesondere im Bereich von 25 cN/tex bis 1 10 cN/tex, vorzugsweise im Bereich von 35 cN/tex bis 100 cN/tex, bevorzugt im Bereich von 35 cN/tex bis 70 cN/tex, aufweisen. Die Feinheitsfestigkeit kann insbesondere bei einer Temperatur von 10 °C bis 100 °C, insbesondere 10 °C bis 50 °C, insbesondere bei etwa 20 °C, bestimmt werden bzw. vorliegen. Die Feinheitsfestigkeit kann insbesondere auf Basis der DIN 53 816 bzw. der DIN 53 834 (Teil 1 bis 3) oder DIN EN ISO 2062:2010-04 bestimmt werden.

Weiterhin kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn eine Schrumpfkraft im Bereich von 15 cN bis 1.100 cN, insbesondere im Bereich von 25 cN bis 1.000 cN, vorzugsweise im Bereich von 40 cN bis 900 cN, bevorzugt im Bereich von 50 cN bis 500 cN, aufweisen. Insbesondere kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 eine Schrumpfkraft im Bereich von 0,5 cN/tex bis 15 cN/tex, insbesondere im Bereich von 1 cN/tex bis 10 cN/tex, vorzugsweise im Bereich von 1 ,5 cN/tex bis 5 cN/tex, bevorzugt im Bereich von 2 cN/tex bis 4 cN/tex, aufweisen.

Die vorgenannte Schrumpfkraft kann insbesondere bei einer Schrumpftemperatur bzw. Temperatur von 140 °C bis 240 °C, insbesondere 160 °C bis 200 °C, vorzugsweise etwa 180 °C, vorliegen. Die Schrumpfkraft kann insbesondere auf Basis der DIN 53 866 (Teil 12), insbesondere bei einer Behandlungsdauer von 20 s bei Behandlung in Luft bzw. mit einer Vorspannkraft von 1 cN ermittelt werden.

Das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn, welches auch nach erfolgter Wärmeschrumpfbehandlung seine elastischen Eigenschaften zumindest teilweise beibehält, kann zudem einen Wärmeschrumpf (Wärmeschrumpfbarkeit) im Bereich von 2 % bis 60 %, insbesondere im Bereich von 3 % bis 40 %, vorzugsweise im Bereich von 4 % bis 35 %, bevorzugt im Bereich von 5 % bis 25 %, bezogen auf die Länge im nichtgeschrumpften Zustand, aufweisen. Der vorgenannte Wärmeschrumpf liegt insbesondere bei einer Schrumpftemperatur bzw. Temperatur von 60 °C bis 140 °C, insbesondere 80 °C bis 120 °C, vorzugsweise etwa 100 °C, und/oder insbesondere bei einer Wärmeschrumpfdauer im Bereich von 1 min bis 20 min, insbesondere 5 min bis 15 min, vorzugsweise etwa 10 min, vor, und zwar insbesondere unter lastfreien Bedingungen und/oder Luft als umgebendes Medium. Zur Bestimmung des Wärmeschrumpfes kann dabei insbesondere auf die DIN 53 866 verwiesen werden.

Weiterhin kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn einen Restwärmeschrumpf (Restwärmeschrumpfbarkeit) im Bereich von 1 % bis 35 %, insbesondere im Bereich von 2 % bis 30 %, vorzugsweise im Bereich von 3 % bis 30 %, bezogen auf die Länge im nichtgeschrumpften und/oder vorgeschrumpften Zustand, aufweisen. Der vorgenannte Restwärmeschrumpf liegt insbesondere bei einer Temperatur von 60 °C bis 160 °C, insbesondere 80 °C bis 140 °C, vorzugsweise etwa 120 °C, und/oder insbesondere bei einer (Rest-)- Wärmeschrumpfdauer im Bereich von 1 min bis 20 min, insbesondere 5 min bis 15 min, vorzugsweise etwa 10 min, und/oder bei einer Last von 10 g bis 20 g, insbesondere etwa 15 g und/oder unter Verwendung von Luft als umgebendes Medium vor. Erfindungsgemäß verhält es sich insbesondere derart, dass das wärmeschrumpf bare und/oder elastische Kunststoffgarn 2, insbesondere das wärmeschrumpfbare und elastische Kunststoffgarn, auch nach Wärmeschrumpfbehandlung seine elastischen Eigenschaften zumindest teilweise beibehält. Infolgedessen weist somit auch das nachfolgend noch näher spezifizierte wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde nach der Erfindung entsprechende Elastizitätseigenschaften, insbesondere einhergehend mit hervorragenden Dehnerholungseigenschaften, auf.

Das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 kann vor Wärmeschrumpfbehandlung und/oder im nichtwärmegeschrumpften Zustand eine Restdehnung von weniger als 30 %, vorzugsweise von weniger als 20 %, bevorzugt von weniger als 10 %, ganz besonders bevorzugt von weniger als 5 %, aufweisen. Zudem kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 nach Wärmeschrumpfbehandlung und/oder im wärmegeschrumpften Zustand eine Restdehnung von weniger als 35 %, vorzugsweise von weniger als 25 %, bevorzugt von weniger als 15 %, ganz besonders bevorzugt von weniger als 10 %, aufweisen.

Dabei kann es vorgesehen sein, dass die Restdehnung des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns 2 nach Wärmeschrumpfbehandlung und/oder im wärmegeschrumpften Zustand die Restdehnung des Kunststoffgarns 2 vor Wärmeschrumpfbehandlung und/oder im nichtwärmegeschrumpften Zustand um weniger als 50 %, insbesondere um weniger als 40 %, vorzugsweise um weniger als 30 %, bevorzugt um weniger als 20 %, besonders bevorzugt um weniger als 10 %, ganz besonders bevorzugt um weniger als 5 %, übersteigt.

Im Allgemeinen kann die Elastizität bzw. die Restdehnung nach der DIN 53 835-2 bestimmt werden, insbesondere indem die Zugbeanspruchung mehrmals bzw. mehrzyklisch, insbesondere in Rahmen von fünf Zyklen, durchgeführt wird. Die Restdehnung kann aber auch nach DIN 53 835-3 bestimmt werden, indem die Zugbeanspruchung einmalig bzw. einzyklisch durchgeführt wird. Die Zugbeanspruchung gemäß DIN 53 835-2 bzw. DIN 53 835-3 wird wie folgt durchgeführt: Das Kunststoffgarn wird insbesondere in ein Prüfgerät zur Durchführung von Zugversuchen eingespannt (z. B. Fa. Zwick, Typ BZ 1.0/TH1 S). Es wird eine freie Einspannlänge als Ausgangslänge festgelegt, beispielsweise 100 mm. Anschließend wird der eingespannte Kunststoffgarn so lange einer Zugbeanspruchung, beispielsweise bei einer Prüfgeschwindigkeit von 50 mm/min ausgesetzt, bis eine vorbestimmte Gesamtlänge des Kunststoffgarns (beispielsweise ausgehend von 100 mm auf eine Gesamtlänge von 125 mm) erreicht ist. Dadurch lässt sich die Gesamtlängenänderung (Differenz aus der Gesamtlänge und der Ausgangslänge bzw. der freien Einspannlänge) sowie die Gesamtdehnung (Quotient aus Gesamtlängenänderung und Ausgangslänge) ermitteln. Im Anschluss hieran wird die Zugkrafteinwirkung auf das Kunststoffgarn aufgelöst und die Restlängenänderung (Differenz aus der Länge des Kunststoffgarns nach der Zugbeanspruchung und der Ausgangslänge des Kunststoffgarns vor der Zugbeanspruchung) bestimmt. Dadurch lässt sich schließlich die Restdehnung (Quotient aus der Restlängenänderung nach der Zugbeanspruchung und der Ausgangslänge bzw. freien Einspannlänge vor der Zugbelastung) ermitteln.

Erfindungsgemäß kann die Ausbildung des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns in großen Bereichen variieren. Dabei können in Abhängigkeit von der konkreten Ausgestaltung des wärmeschrumpfbaren bzw. elastischen Kunststoffgarns 2 auch die optischen bzw. haptischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Flächengebildes 1 individuell eingestellt bzw. maßgeschneidert werden, beispielsweise was die Bereitstellung eines textilen Charakters oder eine bestimmte farbliche Abstimmung oder dergleichen anbelangt.

Im Allgemeinen kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 als Monofilament oder als Multifilament, bevorzugt als Monofilament, ausgebildet ist bzw. vorliegt. Erfindungsgemäß kann es auch vorgesehen sein, dass das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 mindestens eine weitere Garnkomponente (Garn), insbesondere mindestens eine zumindest im Wesentlichen nichtwärmeschrumpfbare und/oder zumindest im Wesentlichen nichtelastische Garnkomponente, aufweist. Erfindungsgemäß ist es grundsätzlich auch möglich, dass das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 als Stapelfasergarn (Core-Garn) ausgebildet ist bzw. vorliegt. Dabei kann das Stapelfasergarn gegebenenfalls mindestens eine weitere Garnkomponente, insbesondere mindestens eine zumindest im Wesentlichen nichtwärmeschrumpfbare und/oder zumindest im Wesentlichen nichtelastische Garnkomponente, aufweisen. Hierzu kann auf nachfolgende Ausführungen verwiesen werden.

Erfindungsgemäß kann das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 als Zwirn (Zwirngarn) ausgebildet sein bzw. vorliegen. Hierbei kann es vorgesehen sein, dass der Zwirn gegebenenfalls mindestens eine weitere Garnkomponente, insbesondere mindestens eine zumindest im Wesentlichen nichtwärmeschrumpfbare und/oder zumindest im Wesentlichen nichtelastische Garnkomponente, aufweist. Auch hierzu kann auf nachfolgende Ausführungen verwiesen werden. Beispielsweise kann der Zwirn eine wärmeschrumpfbare und/oder elastische Seele auf Basis des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns aufweisen. Diesbezüglich kann auch ein Zwirn mit wärmeschrumpfbarer Seele oder mit elastischer Seele oder mit wärmeschrumpfba rer und elastischer Seele auf Basis eines jeweils die diesbezüglichen Eigenschaften aufweisenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns aufweisen. Insbesondere kann der Zwirn ein vorliegend definiertes wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn als Seele aufweisen, wobei der Zwirn weitere Garnkomponenten insbesondere als Filament und/oder gesponnenes Garn aufweisen kann. Diesbezüglich können die Zwirne auch eine metrische Längennummerierung gemäß "Nummer metrisch" [Nm] im Bereich von 1 bis 200 aufweisen.

Erfindungsgemäß kann es auch vorgesehen sein, dass das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 als Umwindegarn ausgebildet ist bzw. vorliegt. Hierbei kann es vorgesehen sein, dass das Umwindegarn gegebenenfalls mindestens eine weitere Garnkomponente, insbesondere mindestens eine zumindest im Wesentlichen nichtwärmeschrumpfbare und/oder zumindest im Wesentlichen nichtelastische Garnkomponente, aufweist. Auch hierzu kann auf nachfolgende Ausführungen verwiesen werden. Dabei stellt das Umwindegarn insbesondere eine spezielle Form des Zwirns dar. Was die zuvor angeführte Garnkomponente bzw. das diesbezügliche Garn als solches anbelangt, so kann die Garnkomponente ein natürliches Garn (Naturgarn) und/oder ein synthetisches Garn (Chemiegarn) aufweisen oder hieraus bestehen. In diesem Zusammenhang kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Garnkomponente, insbesondere das natürliche Garn und/oder das synthetische Garn, ausgewählt ist aus der Gruppe von Garnen in Form von Wolle (WO), insbesondere Wollfasern bzw. -garnen; Baumwolle (CO), insbesondere Baumwollfasern bzw. -garnen; Polyestern (PES); Polyolefinen, insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP); Polyvinylchloriden (CLF);

Polyvinylidenchloriden (CLF); Acetaten (CA); Triacetaten (CTA); Polyacrylnitril (PAN); Polyamiden (PA); Polyacrylen (PAC); Polyvinylalkoholen (PVAL); Polyurethanen; Polyvinylestern; (Meth-)Acrylaten; Viskose (VO); sowie deren Kombinationen und/oder Mischungen; vorzugsweise aus der Gruppe von Garnen in Form von Wolle (WO), insbesondere Wollfasern bzw. -garnen; Baumwolle (CO), insbesondere Baumwollfasern bzw. -garnen, Polyestern (PES); Polyolefinen, insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP); Polyamiden (PA); Polyacrylen (PAC); Viskose (VO); sowie deren Kombinationen und/oder

Mischungen. Diesbezüglich können im Allgemeinen textile sowie nichttextile Garnkomponenten bzw. Garne eingesetzt werden.

Für weitergehende Einzelheiten insbesondere zu dem Begriff der Textilgarne bzw. Textilfäden bzw. -fasern - weiter synonym auch als textile Faserstoffe bezeichnet - kann beispielsweise verwiesen werden auf Römpp Chemielexikon, Georg Thieme Verlag Stuttgart/New York, Band 6, 1999, Seiten 4477 bis 4479, Stichwort: "Textilfasern", dessen gesamter Offenbarungsgehalt einschließlich der dort genannten Literaturstellen hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen ist.

Insbesondere wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung der Begriff der Textilgarne bzw. -fasern als eine Sammelbezeichnung für sämtliche Garne bzw. Fasern, die sich textil verarbeiten lassen, verstanden. Gemeinsam ist den

Textilgarnen bzw. -fasern eine im Vergleich zu ihrem Querschnitt große Länge sowie ausreichende Festigkeit und Biegsamkeit, wobei nach Flerkunft und stofflicher Beschaffenheit eine Unterteilung in verschiedene Gruppen erfolgen kann. Insbesondere können die im Rahmen der vorliegenden Erfindung im Allgemeinen vorgesehenen Garne bzw. Fasern in Form von (Textil-)Garnen bzw. (Textil-)Fäden eingesetzt werden. Beispielsweise können für das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn folgende Garne bzw. Materialien eingesetzt werden:

Erfindungsgemäß können beispielsweise die von der Firma Colorific Monofil GmbH hergestellten bzw. vertriebenen wärmeschrumpfbaren elastischen Kunststoffgarne welche insbesondere in Form von Monofilamenten vorliegen, eingesetzt werden, beispielsweise vom Typ Q373, Q372 sowie Q371 (PES).

Erfindungsgemäß kann beispielsweise auch das durch die Firma Perlon Nextrusion (ehemals Teijin Ltd., Japan) hergestellte bzw. vertriebene Monofilament vom Typ 636 BQ eingesetzt werden. Erfindungsgemäß kann zudem beispielsweise das durch die Firma Perlon Nextrusion hergestellte bzw. vertriebene Monofilament vom Typ 940 oder Typ 900 (PES) eingesetzt werden. Insbesondere kommt auch der Einsatz von Monofilamenten vom Typ PE HDPE in Betracht.

Zudem kommt der Einsatz von Garnen vom Typ TREVIRA CS 270 in Betracht, und zwar insbesondere im Hinblick auf eine Verwendung für das zweite Garnsystem bzw. als Schiffchengarn.

Im Allgemeinen kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, eingesetzt ist und/oder vorliegt, insbesondere wobei im Falle verschiedener oder im Falle der Verwendung einer Vielzahl der Kunststoffgarne des einzigen Garntyps die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um höchstens 20 %, insbesondere höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5%, bevorzugt höchstens 2 %, besonders bevorzugt höchstens 1 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert. Insbesondere kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes das wärmeschrumpf bare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigen schaften, aufweist oder hieraus besteht bzw. aufweisen oder hieraus bestehen, insbesondere wobei im Falle verschiedener oder im Falle der Verwendung einer Vielzahl der Kunststoffgarne des einzigen Garntyps die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um höchstens 20 %, insbesondere höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5%, bevorzugt höchstens 2 %, besonders bevorzugt höchstens 1 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert.

Insbesondere kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes außer und/oder neben dem wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfei genschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, kein weiteres und/oder kein hiervon verschiedenes wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere kein weiteres wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, eines anderen und/oder verschiedenen Garntyps, vorzugsweise kein weiteres wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn eines anderen und/oder verschiedenen Garntyps mit anderen und/oder verschiedenen Wärmeschrumpfei genschaften und/oder mit anderen und/oder verschiedenen Elastizitätseigenschaf ten, aufweist.

Insbesondere können beispielsweise für das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem voneinander verschiedene wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarne 2 eingesetzt werden. Somit kann es erfindungsgemäß jedoch auch vorgesehen sein, dass für das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes jeweils voneinander verschiedene wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarne 2 eingesetzt sind. In diesem Zusammenhang kann es insbesondere vorgesehen sein, dass sich die jeweils eingesetzten wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarne 2 in ihren Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren Elastizitätseigenschaften voneinander unterscheiden und/oder insbesondere wobei sich die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um mehr als 20 %, insbesondere mehr als 50 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert. Wie insbesondere in Fig. 2, 2A, 3 sowie Fig. 4 und 4A veranschaulicht, kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Flächengebilde 1 nach der Erfindung und/oder das Gesticke mindestens ein zusätzliches bzw. weiteres Garn 3, insbesondere mindestens ein drittes Garn 3, aufweist. In diesem Zusammenhang kann das erfindungsgemäße Flächengebilde und/oder das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garnsystem aufweisen. Hierbei kann es vorgesehen sein, dass das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3 umfasst oder hiervon gebildet wird. Dabei kann das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden Garn 3 oder von einer Vielzahl an Garnen 3 gebildet werden.

Im Allgemeinen kann das zusätzliche und/oder weitere Garn 3 neben einer weiterführenden Stabilisierung im Hinblick auf eine kraftmäßige Beanspruchung des erfindungsgemäßen Gestickes vorrangig auch zur Ausbildung bzw. Bereitstellung spezieller optischer bzw. haptischer Eigenschaften herangezogen werden.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann es dabei vorgesehen sein, dass mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere

Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, zwischen dem ersten Garnsystem und dem zweiten Garnsystem des Gestickes angeordnet ist.

Insbesondere kann das zusätzliche und/oder weitere Garn 3, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere

Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, über das und/oder durch das erste Garnsystem befestigt und/oder fixiert sein. Erfindungsgemäß kann es sich auch derart verhalten, dass das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, auf der Nadelseite des Gestickes, insbesondere auf der Nadelseite der ersten Ebene des Gestickes, befestigt und/oder fixiert ist.

Insbesondere kann das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, über und/oder durch das mindestens eine in Form eines Nadelgarns vorliegende wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 befestigt und/oder fixiert sein.

Erfindungsgemäß kann es sich zudem auch derart verhalten, dass das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, zwischen den Verbindungen, insbesondere Stichverbindungen, des mindestens einen in Form eines Nadelgarns vorliegenden wärmeschrumpfba ren und/oder elastischen Kunststoffgarns 2 und des mindestens einen in Form eines Schiffchengarns und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns vorliegenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns 2 angeordnet ist und/oder hierdurch befestigt und/oder fixiert ist.

Folglich kann das zusätzliche und/oder weitere Garn 3 somit sozusagen integraler Bestandteil der ersten Ebene bzw. der Grundstruktur des Gestickes sein. Im Allgemeinen kann das zusätzliche und/oder weitere Garn 3 abschnitts- und/oder bereichsweise oder aber zumindest im Wesentlichen vollflächig in bzw. auf dem Gesticke angeordnet werden. Insbesondere kann unter Verwendung des zusätzlichen und/oder weiteren Garns 3 eine mustermäßige Struktur in bzw. auf das Gesticke eingebracht werden. Flierzu kann auch auf Fig. 2, 2A und 3 verwiesen werden.

Erfindungsgemäß kann es zudem auch vorgesehen sein, dass das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Ebene (Schicht), insbesondere eine zweite Ebene, des Flächengebildes 1 und/oder des Gestickes ausbildet. Diesbezüglich kann es insbesondere vorgesehen sein, dass die zusätzliche und/oder weitere Ebene auf einer unter der zusätzlichen und/oder weiteren Ebene angeordneten Ebene, insbesondere der ersten Ebene, insbesondere auf der diesbezüglichen Nadelseite, angeordnet und/oder hieran befestigt ist. Beispielsweise kann eine zweite Ebene auf der ersten Ebene bzw. Grundebene angeordnet bzw. aufgebracht werden. In entsprechender weise kann weiterführend eine dritte Ebene auf eine zweite Ebene sowie weiterführend eine vierte Ebene auf eine dritte Eben aufgebracht bzw. angeordnet werden. Hierdurch kann die Musterbildung bzw. die Optik und/oder Haptik des erfindungsgemäßen Flächengebildes bzw. Gestickes weiterführend ausgebildet werden. Zudem kann auch das Flächengewicht weiterführend erhöht werden und die Stabilitätseigen schaften weiterführend eingestellt werden.

Zudem kann hierdurch auch das Elastizitäts- und/oder Wärmeschrumpfverhalten weiterführend eingestellt bzw. vorgegeben werden. In Bezug auf die jeweiligen Ebenen können beispielsweise auch voneinander verschiedene Garne bzw. Fäden eingesetzt werden. Veranschaulichend können die jeweiligen Ebenen sozusagen auf Basis eines Stapelprinzips angeordnet werden. Insbesondere stehen die in Rede stehenden Ebenen dabei in Verbindung zueinander, so dass auch diesbezüglich ein entsprechender Verbund bzw. ein zusammenhängendes Gefüge vorliegt.

In diesem Zusammenhang kann das Flächengebilde 1 bzw. das Gesticke mit einer Vielzahl an zusätzlichen und/oder weiteren Ebenen, insbesondere mit zwei, drei, vier oder mehr zusätzlichen und/oder weiteren Ebenen, ausgerüstet sein. Dabei kann eine jeweilige Ebene der Vielzahl an weiteren Ebenen von jeweils mindestens einem weiteren zusätzlichen und/oder weiteren Garn gebildet sein oder dieses umfassen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es besonders vorteilhaft, wenn das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem einen regelmäßigen Verlauf und/oder eine regelmäßige Anordnung, insbesondere einen regelmäßig-gemusterten Verlauf und/oder eine regelmäßig-gemusterte Anordnung des mindestens einen zusätzlichen und/oder weiteren Garns 3 aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes. Hierzu können gleichermaßen entsprechende Stick- bzw. Steuerprogramme zur Steuerung von bei der Herstellung eingesetzten Stickmaschinen verwendet werden, anhand derer die entsprechenden Muster eingestellt bzw. vorgegeben werden können. Erfindungsgemäß kann es somit insbesondere vorgesehen sein, dass das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3 einen regelmäßigen Verlauf und/oder eine regelmäßige Anordnung, insbesondere einen regelmäßig gemusterten Verlauf und/oder eine regelmäßig-gemusterte Anordnung aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Gleichermaßen kann das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3 ein regelmäßiges Muster ausbilden, insbesondere bezogen auf die Haupterstre ckungsebene des Gestickes.

Insbesondere kann das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn 3 in Form eines visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbaren Verlaufes und/oder in Form einer visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbaren Anordnung vorliegen.

Was die sozusagen mustermäßige Anordnung des zusätzlichen bzw. weiteren Garns bzw. Garnsystems anbelangt, so kann hierzu insbesondere auf Fig. 2 und 2A verwiesen werden, welche eine kreisförmige Anordnung des in Rede stehenden Garns verdeutlicht.

Im Allgemeinen kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem regelmäßige Wiederholungseinheiten und/oder visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbare Wiederholungseinheiten des Verlaufs und/oder der Anordnung des mindestens einen zusätzlichen und/oder weiteren Garns 3, bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes, aufweist.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es besonders vorteilhaft, wenn das zusätzliche und/oder weitere Garn 3 optisch und/oder visuell, insbesondere farblich, und/oder haptisch verschieden und/oder unterscheidbar zu dem wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 ausgebildet ist. Hierdurch können entsprechende Mustereffekte weiterführend ausgebildet werden.

Gemäß einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform kann es grundsätzlich vorgesehen sein, dass das zusätzliche und/oder weitere Garn 3 ein natürliches Garn (Naturgarn) und/oder ein synthetisches Garn (Chemiegarn) aufweist oder hieraus besteht. Im Allgemeinen kann das zusätzliche und/oder weitere Garn ausgewählt sein aus der Gruppe von Garnen in Form von Wolle (WO), insbesondere Wollfasern bzw. -garnen; Baumwolle (CO), insbesondere Baumwollfasern bzw. -garnen; Polyestern (PES); Polyolefinen, insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP); Polyvinylchloriden (CLF); Polyvinylidenchloriden (CLF); Acetaten (CA); Triacetaten (CTA); Polyacrylnitril (PAN); Polyamiden (PA); Polyacrylen (PAC); Polyvinylalkoholen (PVAL); Polyurethanen; Polyvinylestern; (Meth-)Acrylaten; Viskose (VO); sowie deren Kombinationen und/oder Mischungen.

Unter Verwendung des zusätzlichen bzw. weiteren Garns 3 kann das erfindungsgemäße Flächengebilde bzw. Gesticke beispielsweise mit speziellen textilen Eigenschaften ausgerüstet werden.

Grundsätzlich kann das zusätzliche und/oder weitere Garn in Form eines zumindest im Wesentlichen nicht wärmeschrumpfenden und/oder zumindest im Wesentlichen nicht elastischen Garns eingesetzt werden.

Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass das zusätzliche und/oder weitere Garn 3 in Form eine wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns, vorzugsweise in Form eines wärmeschrumpfbaren und elastischen Kunststoffgarns, insbesondere wie zuvor definiert, eingesetzt ist. Somit kann das zusätzliche oder weitere Garn 3 in entsprechender Weise über Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastische Eigenschaften verfügen. Flierdurch können die Wärmeschrumpfeigenschaften bzw. elastischen Eigenschaften des Flächengebildes insgesamt weiterführend vorgegeben bzw. eingestellt werden.

Im Allgemeinen kann das Flächengebilde bzw. das Gesticke das zusätzliche und/oder weitere Garn 3 in einer Menge im Bereich von 0,5 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere im Bereich im Bereich von 1 Gew.-% bis 70 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 2 Gew.-% bis 50 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke, enthalten.

Was das Flächengebilde 1 nach der Erfindung bzw. das diesbezügliche Gesticke als solche anbelangt, so kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Gesticke eine Garndichte (Fadendichte) von mindestens 1 Garn/cm 2 (Faden/cm 2 ), insbesondere mindestens 5 Garne/cm 2 , vorzugsweise mindestens 10 Garne/cm 2 , bevorzugt mindestens 25 Garne/cm 2 , besonders bevorzugt mindestens 50 Garne/cm 2 , bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Flächengebildes und/oder des Gestickes, aufweist.

Insbesondere kann das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke eine Garndichte (Fadendichte) im Bereich von 1 Garn/cm 2 (Faden/cm 2 ) bis 200 Garne/cm 2 (Fäden/cm 2 ), insbesondere im Bereich von 5 Garne/cm 2 bis 150 Garne/cm 2 , vorzugsweise im Bereich von 10 Garne/cm 2 bis 125 Garne/cm 2 , bevorzugt im Bereich von 25 Garne/cm 2 bis 100 Garne/cm 2 , bezogen auf die Haupterstre ckungsebene des Flächengebildes und/oder des Gestickes, aufweisen.

In diesem Zusammenhang kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Garndichte abschnitts- bzw. bereichsweise individuell eingestellt wird.

In diesem Zusammenhang kann es insbesondere vorgesehen sein, dass das Flächengebilde bzw. das Gesticke abschnittsweise und/oder bereichsweise unterschiedliche Garndichten (Fadendichten), bezogen auf die Haupterstreckungs ebene des Gestickes, aufweist; insbesondere wobei sich die Garndichten (Fadendichten) der jeweiligen Abschnitte und/oder Bereiche um mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 50 %, bezogen auf den jeweils geringeren Wert der Garndichte und/oder bezogen auf die jeweils geringere Garndichte, voneinander unterscheiden.

Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des Flächengebildes und/oder des Gestickes eine höhere Garndichte als kraftmäßig weniger beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des Flächengebildes und/oder des Gestickes aufweisen.

Gleichermaßen kann es vorgesehen sein, dass kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des Flächengebildes und/oder des Gestickes eine um mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 50 % höhere Garndichte, bezogen auf den jeweils kleineren Wert der Garndichte und/oder bezogen auf die jeweils kleinere Garndichte, als kraftmäßig weniger beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des Flächengebildes und/oder des Gestickes aufweisen. Insbesondere bezieht sich der Begriff "kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitt und/oder Bereich" auf den beabsichtigten bzw. vorliegenden Anwendungs und/oder Benutzungszustand des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes bzw. Gestickes.

Das erfindungsgemäße Flächengebilde 1 bzw. das Gesticke zeichnet sich zudem über das Vorliegen eines festen Garn- bzw. Fadenverbunds aus.

Diesbezüglich kann das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke einen Schiebewiderstand, insbesondere Nahtschiebewiderstand, von mindestens 50 N, insbesondere mindestens 60 N, vorzugsweise mindestens 70 N, bevorzugt mindestens 80 N, besonders bevorzugt mindestens 100 N, aufweist. Zur Bestimmung dieses bzw. dieser Parameter kann auf die DIN 53 868 verwiesen werden.

Zudem kann das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke eine Zugfestigkeit von mindestens 70 N, insbesondere mindestens 90 N, vorzugsweise mindestens 100 N, bevorzugt mindestens 120 N, aufweisen. Diesbezüglich kann insbesondere auf die EN ISO 13934-1 verwiesen werden.

Zudem kann das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke ein Flächengewicht im

2 2 2 Bereich von 10 g/m bis 2.000 g/m , insbesondere im Bereich von 20 g/m bis

2 2 2

1.500 g/m , vorzugsweise im Bereich von 40 g/m bis 1.200 g/m , bevorzugt im

2 2 2 Bereich von 60 g/m bis 1.000 g/m , besonders bevorzugt im Bereich von 100 g/m

2

bis 1.000 g/m , aufweisen.

Gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform kann es zudem vorgesehen sein, dass das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke vorzugsweise randseitig zumindest abschnittsweise, bevorzugt vollständig bzw. vollständig umlaufend, mit mindestens einem Befestigungsmittel 4, insbesondere zur Befestigung und/oder Fixierung an und/oder auf einer Träger- und/oder Rahmenvorrichtung 5, insbesondere in Form eines Kederrahmens, ausgerüstet ist. Diesbezüglich kann das Befestigungsmittel 4 in Form eines gestickten Keders oder dergleichen ausgebildet sein. Erfindungsgemäß kann es auch vorgesehen sein, dass das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke mindestens ein Befestigungsmit tel 4, insbesondere zur Befestigung und/oder Fixierung an und/oder auf einer Träger- und/oder Rahmenvorrichtung 5, insbesondere in Form eines Kederrahmens, aufweist.

Insbesondere kann das Befestigungsmittel 4 in Form eines insbesondere gestickten Keders ausgebildet sein. Zudem kann das Befestigungsmittel 4 vorzugsweise randseitig an dem Flächengebilde 1 und/oder dem Gesticke angeordnet sein. Gleichermaßen kann das Befestigungsmittel zumindest abschnittsweise, bevorzugt vollständig bzw. vollständig umlaufend, angeordnet bzw. ausgebildet sein. Diesbezüglich ist ein weiterer Vorteil der Erfindung darin zu sehen, dass der Keder bzw. das Kederband im Rahmen der Flerstellung des Gestickes unter Verwendung üblicher Stickmaschinen hergestellt werden kann. Diesbezüglich können insbesondere solche Garne bzw. Fäden eingesetzt werden, wie sie auch für das zuvor beschriebene zusätzliche bzw. weitere Garn 3 eingesetzt werden, so dass hierzu auf obige Ausführungen verwiesen werden kann.

Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, dass das Flächengebilde 1 und oder das Gesticke, insbesondere in mindestens einer Richtung der Flaupterstreckungs- ebene, vorzugsweise in sämtlichen Richtungen der Flaupterstreckungsebene, elastisch bzw. reversibel dehnbar ausgebildet ist.

Insbesondere kann das Flächengebilde 1 und oder das Gesticke, insbesondere in mindestens einer Richtung der Flaupterstreckungsebene, vorzugsweise in sämtlichen Richtungen der Flaupterstreckungsebene und unabhängig voneinander, und/oder insbesondere bei einer Zugkraft von 25 N, eine Elastizität im Bereich von 2 % bis 25 % aufweisen.

Zudem kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Flächengebilde 1 und oder das Gesticke, insbesondere in mindestens einer Richtung der Flaupterstreckungsebene, vorzugsweise in sämtlichen Richtungen der Flaupterstreckungsebene und unabhängig voneinander, und/oder insbesondere bei einer Zugkraft von 25 N, eine bleibende Dehnung von höchstens 2 %, insbesondere höchstens 1 %, vorzugsweise höchstens 0,5 %, bevorzugt höchstens 0,1 %, bezogen auf die Länge des Flächengebildes 1 und oder Gestickes in der jeweiligen Richtung der Haupterstreckungsebene und im ungedehnten Zustand des Flächengebildes 1 und oder Gestickes, aufweist. Zur Bestimmung der Elastizität kann insbesondere auf die DIN 53 360 verwiesen werden. Die Elastizität kann beispielsweise mit einer Universalprüfmaschine mit der Bezeichnung Zwick 1455 insbesondere bei einer Einspannlänge des Materials bzw. der Probe von 200 mm, einer Messlänge von 100 mm und einer Probenbreite von 50 mm unter Normklima (DIN EN ISO 139) ermittelt werden.

Erfindungsgemäß kann es zudem vorgesehen sein, dass das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke, insbesondere in mindestens einer Richtung der Haupterstreckungsebene, vorzugsweise in sämtlichen Richtungen der Haupterstreckungsebene und unabhängig voneinander, einen Wärmeschrumpf (Wärmeschrumpfbarkeit) im Bereich von 2 % bis 60 %, insbesondere im Bereich von 3 % bis 40 %, vorzugsweise im Bereich von 4 % bis 35 %, bevorzugt im Bereich von 5 % bis 25 %, bezogen auf die Länge des Flächengebildes 1 und/oder des Gestickes in der jeweiligen Richtung der Haupterstreckungsebene und im nichtwärmegeschrumpften Zustand des Flächengebildes 1 und/oder Gestickes, aufweist.

Die diesbezüglichen Wärmeschrumpfwerte liegen insbesondere bei einer Temperatur von 60 °C bis 160 °C, insbesondere 80 °C bis 140 °C, vorzugsweise etwa 120 °C, und/oder insbesondere bei einer Wärmeschrumpfdauer im Bereich von 1 min bis 20 min, insbesondere 5 min bis 15 min, vorzugsweise etwa 10 min, vor, und zwar insbesondere unter Verwendung von Luft als umgebendes Medium und/oder unter lastfreier Schrumpfung. Diesbezüglich kann auch auf obige Ausführungen zu dem Wärmeschrumpfverhalten des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns verwiesen werden.

Das erfindungsgemäße textile Flächengebilde zeichnet sich somit insgesamt durch selbsttragende Eigenschaften, eine hohe Wärmeschrumpfbarkeit und eine hohe Elastizität aus, wobei die vorgenannten Eigenschaften bzw. Parameter individuell eingestellt bzw. maßgeschneidert werden können. Insbesondere resultiert ein hervorragendes Rückstellverhalten nach Kraftbeanspruchung, so dass das erfindungsgemäße Material auch von daher in besonderem Maße zur Verwendung als Bespannung bzw. Bezug von Träger- bzw. Rahmenstrukturen geeignet ist. Zudem weist das erfindungsgemäße Material eine hohe bzw. individuelle Gestaltungsfreiheit im Hinblick auf dessen Optik und Haptik auf.

Was das textile Flächengebilde nach der Erfindung weiterhin anbelangt, so kann dieses beispielsweise zur Ausbildung entsprechender Bezüge bzw. Bespannungen wärmegeschrumpft sein, insbesondere bei Temperaturen im Bereich von 60 °C bis 140 °C, insbesondere im Bereich von 80 °C bis 120 °C, vorzugsweise bei etwa 100 °C. In diesem Zusammenhang betrifft die vorliegende Erfindung auch ein textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) 1 in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere wie zuvor definiert,

wobei das textile Flächengebilde 1 als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist,

wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn 2, insbesondere mindestens ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht,

wobei das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne 2 gebildet wird, und

wobei das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchenfaden) und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns (Bobine-Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne 2 gebildet wird.

In diesem Zusammenhang betrifft die vorliegende Erfindung zudem auch ein textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) 1 in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere wie zuvor definiert, wobei das textile Flächengebilde 1 als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist,

wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn 2, insbesondere mindestens ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht,

wobei das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne 2 gebildet wird, und

wobei das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchenfaden) und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns (Bobine-Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne 2 gebildet wird, und

wobei das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem eine erste Ebene des Gestickes ausbilden und/oder Bestandteil einer ersten Ebene des Gestickes sind. Zudem betrifft die vorliegende Erfindung auch ein textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) 1 in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfei genschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere wie zuvor definiert,

wobei das textile Flächengebilde 1 als Gesticke ausgebildet ist,

wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist,

wobei das Gesticke mindestens ein wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn 2, insbesondere mindestens ein wärmeschrumpfbares und elastisches Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht,

wobei das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne 2 gebildet wird, wobei das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das wärmeschrumpfbare und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchenfaden) und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns (Bobine-Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 oder von einer Vielzahl wärmeschrumpfbarer und/oder elastischer Kunststoffgarne 2 gebildet wird, wobei das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem eine erste Ebene des Gestickes ausbilden und/oder Bestandteil einer ersten Ebene des Gestickes sind, und

wobei das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garnsystem (zusätzliches und/oder weiteres Fadensystem), insbesondere ein drittes Garnsystem, aufweist, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garn 3, insbesondere ein drittes Garn, umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden Garn 3 oder von einer Vielzahl an Garnen 3 gebildet wird und/oder insbesondere wobei das zusätzliches und/oder weitere Garn 3 optisch und/oder visuell, insbesondere farblich, und/oder haptisch verschieden und/oder unterscheidbar zu dem wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn 2 ausgebildet ist.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem zweiten erfindungsgemäßen Aspekt - ist zudem das Verfahren zur Herstellung eines textiles Flächengebildes (Flächenmaterial) 1 in Form eines Bespannungsmaterials mit Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften, insbesondere mit Wärmeschrumpfeigenschaften und elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere wie zuvor definiert, wobei das textile Flächengebilde 1 als Gesticke ausgebildet wird, wobei in einem ersten Verfahrensschritt (a) das Gesticke unter Verwendung mindestens eines wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns 2, insbesondere mindestens eines wärmeschrumpfbaren und elastischen Kunststoffgarns, auf einem textilen Träger, insbesondere der Stickboden, hergestellt wird und wobei in einem nachfolgenden, zweiten Verfahrensschritt (b) der Träger, insbesondere Stickboden, entfernt wird, insbesondere so dass das Gesticke in Form eines trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes erhalten wird.

Gemäß einer erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform verhält es sich derart, dass der textile Träger auflösbar, vorzugsweise wasserlöslich und/oder alkohollöslich, bevorzugt wasserlöslich, ausgebildet wird. Insbesondere kann der textile Träger in Form eines Non-Woven und/oder in Form eines Vliesmaterial eingesetzt werden.

Besonders gute Ergebnisse lassen sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung erhalten, wenn der textile Träger einen wasserlöslichen und/oder alkohollöslichen Kunststoff, bevorzugt wasserlöslichen Kunststoff, besonders bevorzugt Polyvinylalkohol, umfasst oder hieraus besteht. In diesem Zusammenhang ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass der textile Träger aus Polyvinylalkohol besteht. Im Allgemeinen kann der textile Träger ein Flächengewicht im Bereich von 5 g/m 2 bis 150 g/m 2 , insbesondere im Bereich von 10 g/m 2 bis 100 g/m 2 , vorzugsweise im Bereich von 15 g/m 2 bis 80 g/m 2 , bevorzugt im Bereich von 20 g/m 2 bis 60 g/m 2 , aufweisen.

Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, dass der textile Träger bei einer Temperatur im Bereich von 20 °C bis 100 °C, insbesondere im Bereich von 30 °C bis 90 °C, vorzugsweise im Bereich von 30 bis 50 °C, entfernt wird, insbesondere aufgelöst wird, vorzugsweise mittels Einbringen des mit dem textilen Träger versehenen Flächengebildes 1 und/oder Gestickes, in ein Lösemittel, vorzugsweise Wasser und/oder Alkohol, bevorzugt Wasser, vorzugsweise gefolgt von einem Trocknungsschritt und/oder einer Trocknung des von dem textilen Träger befreiten Flächengebildes 1 und/oder Gestickes. Erfindungsgemäß kann es zudem vorgesehen sein, dass insbesondere nach Entfernung des textilen Trägers und/oder insbesondere nach erfolgter Trocknung das Flächengebilde 1 und/oder das Gesticke vorzugsweise randseitig zumindest abschnittsweise, bevorzugt vollständig, mit mindestens einem Befestigungsmittel, insbesondere zur Befestigung und/oder Fixierung an und/oder auf einer Träger- und/oder Rahmenvorrichtung, insbesondere in Form eines Kederrahmens, ausgerüstet wird, insbesondere wobei das Befestigungsmittel in Form eines Keders ausgebildet wird, welcher insbesondere mittels Sticken hergestellt wird.

Im Allgemeinen sollte der textile Träger bei solchen Temperaturen entfernt werden, bei welchen zumindest im Wesentlichen kein Wärmeschrumpf hervorgerufen wird, so dass vor diesem Flintergrund entsprechend niedrige Temperaturen bevorzugt sind. Die Entfernung des textilen Trägermaterials kann beispielsweise mittels Waschen oder dergleichen in dem in Rede stehenden Lösemittel, insbesondere Wasser, erfolgen.

Anschließend kann eine Trocknung des erhaltenen selbsttragenden und/oder trägerlosen Gestickes vorzugsweise in Luft und gleichermaßen bevorzugt unterhalb der Wärmeschrumpfungstemperatur erfolgen. Hinsichtlich des vorliegenden Herstellungsverfahrens kann auch auf die nachfolgenden Ausführungen mit der Beschreibung eines typischen Herstellungsprozesses verwiesen werden. Die vorliegende Erfindung betrifft - gemäß einem dritten erfindungsgemäßen Aspekt - auch ein textiles Zwischenprodukt, aufweisend ein wie zuvor definiertes textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) 1 gemäß der Erfindung zusammen mit einem textilen Träger. Das erfindungsgemäße textile Zwischenprodukt dient dabei insbesondere als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße trägerlose bzw. selbsttragende Gesticke, welches nachfolgend einem Wärmeschrumpfungsprozess unterzogen werden kann, insbesondere nach entsprechender Befestigung bzw. Fixierung an bzw. auf an einer Träger- bzw. Rahmenvorrichtung. Demnach ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung auch das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde (Flächenmaterial) in Form eines wärmegeschrumpften Bespannungsmaterials, insbesondere mit elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln,

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist, und

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde erhältlich ist und/oder erhalten ist durch eine zumindest abschnitts- und/oder bereichsweise, vorzugsweise vollständige und/oder vollflächige, Wärmebehandlung eines wie zuvor definierten textilen Flächengebildes (Flächenmaterial) 1.

Somit betrifft die vorliegende Erfindung in entsprechender Weise auch ein wärmegeschrumpftes Gesticke, welches selbsttragend und/oder trägerlos ausgebildet ist.

Diesbezüglich betrifft die vorliegende Erfindung auch ein wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde (Flächenmaterial) in Form eines wärmegeschrumpften Bespannungsmaterials, insbesondere mit elastischen Eigenschaften, vorzugsweise für Möbel, wie Sitz- und/oder Liegemöbel, bevorzugt für Rückenlehnen von Sitz- und/oder Liegemöbeln, insbesondere das zuvor beschriebene wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde,

wobei das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde als Gesticke ausgebildet ist, wobei das Gesticke trägerlos und/oder selbstragend ist, und wobei das Gesticke mindestens ein wärmegeschrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere mindestens ein wärmegeschrumpftes Kunststoffgarn, aufweist oder hieraus besteht. Insbesondere kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Gesticke mindestens ein erstes Garnsystem (erstes Fadensystem) aufweist, wobei das erste Garnsystem das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn in Form mindestens eines Nadelgarns (Nadelfaden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das erste Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn oder von einer Vielzahl wärmegeschrumpfter und/oder elastischer Kunststoffgarne gebildet wird. Zudem kann es sich erfindungsgemäß derart verhalten, dass das Gesticke mindestens ein zweites Garnsystem (zweites Fadensystem) aufweist, wobei das zweite Garnsystem das mindestens ein wärmegeschrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn in Form mindestens eines Schiffchengarns (Schiffchenfaden) und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns (Bobine-Faden) vorliegt oder diesen ausbildet und/oder insbesondere wobei das zweite Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn oder von einer Vielzahl wärmegeschrumpfter und/oder elastischer Kunststoffgarne gebildet wird.

Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn, insbesondere das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem, eine erste Ebene des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes ausbilden und/oder Bestandteil einer ersten Ebene des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes ist bzw. sind.

Zudem kann das wärmegeschrumpfte Gesticke, insbesondere das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi-zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, des mindestens einen wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns aufweisen, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes. Weiterhin kann das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi- zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, aufweisen, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Insbesondere kann es sich erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, einen multidirektionalen Verlauf und/oder eine multidirektionale Anordnung, insbesondere einen quasi- zufälligen multidirektionalen Verlauf und/oder eine quasi-zufällige multidirektionale Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Gleichermaßen kann es sich erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, nicht in Form eines regelmäßigen Verlaufes und/oder nicht in Form einer regelmäßigen Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Darüber hinaus kann es erfindungsgemäß der Fall sein, dass das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, in Form eines visuell und/oder optisch nicht als regelmäßig erkennbaren Verlaufes und/oder in Form einer visuell und/oder optisch nicht als regelmäßig erkennbaren Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Insbesondere kann es sich vorliegend auch derart verhalten, dass das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, mit quasi-zufälliger Stichgröße und/oder mit quasi zufälliger Stichrichtung, vorzugsweise mit quasi-zufälliger Stichgröße und quasi- willkürlicher Stichrichtung, in dem Gesticke angeordnet ist.

Erfindungsgemäß kann das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, gespinstartig und/oder unregelmäßig-netzartig und/oder in Form eines Gespinstes und/oder in Form eines unregelmäßigen Netzes ausgebildet sein.

Zudem kann erfindungsgemäß das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn, insbesondere des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, gespinstartig und/oder unregelmäßig-netzartig und/oder in Form eines Gespinstes und/oder in Form eines unregelmäßigen Netzes angeordnet sein bzw. ein Gespinst und/oder ein unregelmäßiges Netz ausbilden.

Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes, vorzugsweise das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes, bevorzugt die erste Ebene des Gestickes, keine regelmäßigen Wiederholungseinheiten und/oder keine visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbare Wiederholungseinheiten des Verlaufs und/oder der Anordnung des mindestens einen wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns, bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes, aufweist. Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn zum jeweils benachbarten Garn und/oder zum jeweils benachbarten Garnabschnitt des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns 2 um das 0,01fache bis 2,5fache, insbesondere um das 0,05fache bis 2fache, vorzugsweise um das 0,075fache bis 1 ,5fache, bevorzugt um das 0,1 fache bis 1 fache, besonders bevorzugt um das 0,15fache bis 0,5fache, des mittleren Garndurchmessers des wärmegeschrumpfte und/oder elastischen Kunststoffgarns, bezogen auf den nichtwärmegeschrumpften Zustand, beabstandet ist.

Erfindungsgemäß ist es insbesondere der Fall, dass das mindestens eine wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn, insbesondere des ersten Garnsystems und/oder des zweiten Garnsystems des Gestickes, vorzugsweise des ersten Garnsystems und des zweiten Garnsystems des Gestickes, bevorzugt der ersten Ebene des Gestickes, ein insbesondere kraftmäßig beanspruchbares System und/oder einen insbesondere kraftmäßig beanspruchbaren Zusammenhalt und/oder ein insbesondere kohäsives und/oder zusammenhängendes textiles Gefüge ausbildet.

Das wärmegeschrumpfte textiles Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpf te Gesticke kann das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn 2 in einer Menge im Bereich von 1 Gew.-% bis 100 Gew.-%, insbesondere im Bereich im Bereich von 5 Gew.-% bis 99 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 10 Gew.-% bis 95 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 20 Gew.-% bis 90 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 30 Gew.-% bis 85 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 40 Gew.-% bis 80 Gew.-%, bezogen auf das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke, enthalten. Insbesondere kann das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke in einem Bereich von 1 % bis 55 %, insbesondere in einem Bereich von 2 % bis 50 %, vorzugsweise in einem Bereich von 3 % bis 40 %, bevorzugt in einem Bereich von 4 % bis 30 %, besonders bevorzugt in einem Bereich von 5 % bis 25 %, ganz besonders bevorzugt in einem Bereich von 10 % bis 20 %, bezogen auf die jeweilige Erstreckungsrichtung des nichtwärmege schrumpften textilen Flächengebildes 1 und/oder bezogen auf die Länge und/oder Breite des nichtwärmegeschrumpften textilen Flächengebildes 1 und/oder des nichtwärmegeschrumpften Gestickes, geschrumpft sein. Zudem kann das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke nach Wärmeschrumpfungsbehandlung eine Restwärmeschrumpfbarkeit in einem Bereich von 1 % bis 50 %, insbesondere in einem Bereich von 2 % bis 40 %, vorzugsweise in einem Bereich von 3 % bis 30 %, bevorzugt in einem Bereich von 4 % bis 20 %, besonders bevorzugt in einem Bereich von 5 % bis 10 %, bezogen auf die Wärmeschrumpfbarkeit des nichtwärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des nichtwärmege schrumpften Gestickes, aufweisen.

Im Allgemeinen kann im Falle eines unvollständigen Wärmeschrumpfs ein erneuter bzw. nachfolgender Wärmeschrumpf in Bezug auf das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde durchgeführt werden. Erfindungsgemäß kann das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn einen Durchmesser im Bereich von 0,07 mm bis 3,5 mm, insbesondere im Bereich von 0,1 mm bis 3 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,15 mm bis 2 mm, bevorzugt im Bereich von 0,2 mm bis 1 ,75 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 0,3 mm bis 1 ,2 mm, aufweisen.

Insbesondere kann der Durchmesser und/oder der Titer des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns um einen Faktor 1 ,05 bis 3, insbesondere um einen Faktor 1 ,1 bis 2,5, vorzugsweise um einen Faktor 1 ,2 bis 2, vergrößert sein, bezogen auf den Durchmesser des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarns im nichtwärmegeschrumpften Zustand.

Durch die Wärmeschrumpfung kann somit die Dicke bzw. der Titer des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns im Vergleich zum nichtgeschrumpften Zustand erhöht sein, was die Stabilität bzw. den Schiebewiderstand erhöhen kann, wie nachfolgend angeführt.

Erfindungsgemäß ist es insbesondere der Fall, dass das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn auch nach Wärmeschrumpfbehandlung seine elastischen Eigenschaften zumindest teilweise beibehalten hat; und/oder

Insbesondere kann das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn eine Restelastizität von mindestens 50 %, insbesondere mindestens 60 %, vorzugsweise mindestens 70 %, bevorzugt mindestens 80 %, besonders bevorzugt mindestens 90 %, ganz besonders bevorzugt mindestens 95 %, bezogen auf die Elastizität des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarns im nichtgeschrumpften Zustand, aufweisen. Zudem kann das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn eine Restelastizität im Bereich von 50 % bis 99 %, insbesondere im Bereich von 60 % bis 95 %, vorzugsweise im Bereich von 70 % bis 90 %, bezogen auf die Elastizität des wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn im nichtge- schrumpften Zustand, aufweisen.

Erfindungsgemäß kann es gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein, dass das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, eingesetzt ist und/oder vorliegt, insbesondere wobei im Falle verschiedener oder im Falle der Verwendung einer Vielzahl der Kunststoffgarne des einzigen Garntyps die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärmeschrumpfei genschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um höchstens 20 %, insbesondere höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5%, bevorzugt höchstens 2 %, besonders bevorzugt höchstens 1 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert.

Dabei kann es vorgesehen sein, dass das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigenschaften, aufweist oder hieraus besteht bzw. aufweisen oder hieraus bestehen, insbesondere wobei im Falle verschiedener oder im Falle der Verwendung einer Vielzahl der Kunststoffgarne des einzigen Garntyps die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um höchstens 20 %, insbesondere höchstens 10 %, vorzugsweise höchstens 5%, bevorzugt höchstens 2 %, besonders bevorzugt höchstens 1 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert. Zudem kann es dabei vorgesehen sein, dass das erste Garnsystem und/oder das zweite Garnsystem des Gestickes außer und/oder neben dem wärmegeschrumpf ten und/oder elastischen Kunststoffgarn in Form eines einzigen Garntyps, insbesondere in Form eines einzigen Garntyps mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit zumindest im Wesentlichen identischen und/oder einheitlichen Elastizitätseigen schaften, kein weiteres und/oder kein hiervon verschiedenes wärmegeschrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn, insbesondere kein weiteres wärmege schrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn eines anderen und/oder verschiedenen Garntyps, vorzugsweise kein weiteres wärmegeschrumpftes und/oder elastisches Kunststoffgarn eines anderen und/oder verschiedenen Garntyps, mit anderen und/oder verschiedenen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder mit anderen und/oder verschiedenen Elastizitätseigenschaften, aufweist. Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform kann es aber auch vorgesehen sein, dass für das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem des Gestickes jeweils voneinander verschiedene wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarne eingesetzt sind, insbesondere wobei sich die jeweils eingesetzten wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarne in ihren Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren Elastizitätseigenschaften voneinander unterscheiden und/oder insbesondere wobei sich die voneinander verschiedenen Kunststoffgarne in ihren jeweiligen Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder in ihren jeweiligen Elastizitätseigenschaften um mehr als 20 %, insbesondere mehr als 50 %, voneinander abweichen, insbesondere bezogen auf den jeweils größeren Wert. Beispielsweise können für das erste Garnsystem und das zweite Garnsystem voneinander verschiedene Garne eingesetzt werden.

Erfindungsgemäß kann das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garn, insbesondere mindestens ein drittes Garn, aufweisen.

Zudem kann das Gesticke mindestens ein zusätzliches und/oder weiteres Garnsystem (zusätzliches und/oder weiteres Fadensystem), insbesondere ein drittes Garnsystem, aufweisen, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, umfasst oder hiervon gebildet wird, insbesondere wobei das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem von einem (einzigen) fortlaufenden Garn oder von einer Vielzahl an Garnen gebildet wird. Erfindungsgemäß kann das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, zwischen dem ersten Garnsystem und dem zweite Garnsystem des Gestickes angeordnet sein.

Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, über das erste Garnsystem und/oder mittels des ersten Garnsystems befestigt und/oder fixiert ist.

Zudem kann es vorgesehen sein, dass das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, auf der Nadelseite des Gestickes, insbesondere auf der Nadelseite der ersten Ebene des Gestickes, befestigt und/oder fixiert ist.

Erfindungsgemäß kann das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere

Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, von dem mindestens einen in Form eines Nadelgarns vorliegenden wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn befestigt und/oder fixiert sein.

Insbesondere kann das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, zwischen den Verbindungen, insbesondere Stichverbindungen, des mindestens einen in Form eines Nadelgarns vorliegenden wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn und des mindestens einen in Form eines Schiffchengarns und/oder in Form mindestens eines Bobine-Garns vorliegenden wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn angeordnet sein und/oder hierdurch befestigt und/oder fixiert sein.

Erfindungsgemäß kann es weiterhin auch der Fall sein, dass das zusätzliche und/oder weitere Garn, insbesondere das mindestens eine dritte Garn, und/oder das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Ebene, insbesondere eine zweite Ebene, des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes ausbildet bzw. ausbilden und/oder Bestandteil mindestens einer weiteren Ebene des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes ist bzw. sind.

In diesem Zusammenhang kann die zusätzliche und/oder weitere Ebene auf einer unter der zusätzlichen und/oder weiteren Ebene angeordneten Ebene, insbesondere der ersten Ebene, insbesondere auf der diesbezüglichen Nadelseite, angeordnet und/oder hieran befestigt sein, vorzugsweise mittels Stichbildung des die zusätzliche und/oder weitere Ebene ausbildenden zusätzlichen und/oder weiteren Garns mit Durchdringung der unter der zusätzlichen und/oder weiteren Ebene angeordneten Ebene(n).

Weiterhin kann das Gesticke mit einer Vielzahl an zusätzlichen und/oder weiteren Ebenen, insbesondere mit zwei, drei, vier oder mehr zusätzlichen und/oder weiteren Ebenen, ausgerüstet sein bzw. diese aufweisen.

Insbesondere verhält es sich erfindungsgemäß insbesondere derart, dass das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem, insbesondere das dritte Garnsystem, einen regelmäßigen Verlauf und/oder eine regelmäßige Anordnung, insbesondere einen regelmäßig-gemusterten Verlauf und/oder eine regelmäßig-gemusterte Anordnung, des mindestens einen zusätzlichen und/oder weiteren Garns aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Weiterhin verhält es sich erfindungsgemäß insbesondere derart, dass das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn einen regelmäßigen Verlauf und/oder eine regelmäßige Anordnung, insbesondere einen regelmäßig gemusterten Verlauf und/oder eine regelmäßig-gemusterte Anordnung, aufweist, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Darüber hinaus verhält es sich erfindungsgemäß insbesondere derart, dass das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn ein regelmäßiges Muster ausbildet, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes.

Weiterführen verhält es sich erfindungsgemäß insbesondere auch derart, dass das mindestens eine zusätzliche und/oder weitere Garn in Form eines visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbaren Verlaufes und/oder in Form einer visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbaren Anordnung vorliegt, insbesondere bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann das zusätzliche und/oder weitere Garnsystem regelmäßige Wiederholungseinheiten und/oder visuell und/oder optisch als regelmäßig erkennbare Wiederholungseinheiten des Verlaufs und/oder der Anordnung des mindestens einen zusätzlichen und/oder weiteren Garns , bezogen auf die Haupterstreckungsebene des Gestickes, aufweisen.

Insbesondere kann das zusätzliches und/oder weitere Garn optisch und/oder visuell, insbesondere farblich, und/oder haptisch verschieden und/oder unterscheidbar zu dem wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn ausgebildet sein.

Im Allgemeinen kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung das wärmege schrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke das zusätzliche und/oder weitere Garn in einer Menge im Bereich von 0,5 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere im Bereich im Bereich von 1 Gew.-% bis 70 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 2 Gew.-% bis 50 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt im Bereich von 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, bezogen auf das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke, enthalten.

Zudem kann das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke abschnittsweise und/oder bereichsweise unterschiedliche Garndichten (Fadendichten), bezogen auf die Haupterstreckungs ebene des Gestickes, aufweisen; insbesondere wobei sich die Garndichten (Fadendichten) der jeweiligen Abschnitte und/oder Bereiche um mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 50 %, bezogen auf den jeweils geringeren Wert der Garndichte, voneinander unterscheiden. Insbesondere kann es dabei vorgesehen sein, dass kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes eine höhere Garndichte als kraftmäßig weniger beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes aufweisen; und/oder Zudem kann es dabei vorgesehen sein, dass kraftmäßig höher beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes eine um mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, vorzugsweise mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 %, besonders bevorzugt mindestens 50 % höhere Garndichte, bezogen auf den jeweils kleineren Wert der Garndichte, als kraftmäßig weniger beanspruchte Abschnitte und/oder Bereiche des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes aufweisen. Erfindungsgemäß kann das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke einen Schiebewiderstand, insbesondere Nahtschiebewiderstand, von mindestens 55 N, insbesondere mindestens 65 N, vorzugsweise mindestens 75 N, bevorzugt mindestens 85 N, besonders bevorzugt mindestens 1 10 N, aufweisen.

Zudem kann es erfindungsgemäß der Fall sein, dass das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde und/oder das wärmegeschrumpfte Gesticke eine Zugfestigkeit von mindestens 80 N, insbesondere mindestens 95 N, vorzugsweise mindestens 105 N, bevorzugt mindestens 125 N, aufweist.

Im Allgemeinen kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der Schiebewiderstand, insbesondere Nahtschiebewiderstand, und/oder die Zugfestigkeit des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes und/oder des wärmegeschrumpften Gestickes um einen Faktor 1 ,05 bis 2,5, insbesondere um einen Faktor 1 ,1 bis 2, vorzugsweise um einen Faktor 1 ,15 bis 1 ,5, erhöht ist, bezogen auf das nichtwärmegeschrumpfte Flächengebilde 1 und/oder das nichtwärmegeschrumpfte Gesticke.

Für weitere Ausführungen auch zu dem wärmegeschrumpften und/oder elastischen Kunststoffgarn sowie zu dem zusätzlichen und oder weiteren Garn kann auf die obigen Ausführungen zu dem korrelierenden wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Kunststoffgarn sowie zu dem korrelierenden zusätzlichen und oder weiteren Garn des wärmeschrumpfbaren und/oder elastischen Flächengebildes 1 verwiesen werden. Hinsichtlich der Bestimmung der vorangehend für das wärmegeschrumpfte textile Flächengebilde angegebenen Eigenschaften bzw. Parameter kann auf die entsprechenden Ausführungen zu dem erfindungsgemäßen textilen Flächengebilde 1 mit dem dort angegebenen Normen bzw. Verfahren verwiesen werden, welche vorliegend für das wärmegeschrumpfte Flächengebilde bzw. das wärmegeschrumpfte und/oder elastische Kunststoffgarn bzw. für die weiteren Komponenten entsprechend gelten.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem fünften Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist zudem die Verwendung des textilen Flächengebildes 1 nach der Erfindung, welches insbesondere Wärmeschrumpfei genschaften und elastische Eigenschaften aufweist, wie zuvor definiert, zur Erzeugung bzw. Herstellung eines wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes, wie zuvor definiert.

Hierzu kann zum Erhalt des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes nach der Erfindung das erfindungsgemäße textile Flächengebilde, welches vorzugsweise Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastische Eigenschaften aufweist, wärmegeschrumpft werden.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist zudem das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes, wie zuvor definiert, wobei ein textiles Flächengebilde 1 , wie zuvor definiert, mittels Wärmebehandlung (wärme-)geschrumpft wird.

In diesem Zusammenhang kann die Wärmebehandlung bei einer Temperatur im Bereich von 60 °C bis 140 °C, insbesondere im Bereich von 80 °C bis 120 °C, vorzugsweise bei etwa 100 °C, durchgeführt werden bzw. erfolgen.

Insbesondere kann die Wärmebehandlung für eine Zeitdauer in einem Bereich von 0,5 min bis 30 min, insbesondere in einem Bereich von 1 min bis 20 min, vorzugsweise in einem Bereich von 5 min bis 15 min, durchgeführt werden. Insbesondere kann die Wärmebehandlung in Luftatmosphäre bzw. in Luft als umgebendes Medium durchgeführt werden. Die zugrundeliegende Wärme- bzw. Schrumpfbehandlung kann hinsichtlich der Schrumpfbedingungen in Bezug auf die Temperatur und Zeitdauer insbesondere derart ausgestaltet werden, dass der gewünschte Wärmeschrumpf des textilen Flächengebildes erhalten wird. Der Fachmann ist dabei jederzeit in der Lage, die entsprechenden Schrumpfbedingungen, insbesondere die Schrumpftemperatur und die Schrumpfdauer, in Abhängigkeit von dem gewünschten Wärmeschrumpf sowie in Abhängigkeit von dem zu schrumpfenden Material auszuwählen bzw. einzustellen. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung - gemäß einem siebten Aspekt der vorliegenden Erfindung - auch die Verwendung des textilen Flächengebildes 1 , wie zuvor definiert, bzw. des wärmegeschrumpften textilen Flächengebildes, wie zuvor definiert, im Bereich der Möbelindustrie, Automobilindustrie oder dergleichen. Beispielsweise eignet sich das erfindungsgemäße Material zur Flerstellung von bzw. Verwendung als Bespannungen bzw. Bezüge(n) von Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen oder dergleichen, insbesondere für den Bereich von Sitzmöbeln bzw. Liegemöbeln. In diesem Zusammenhang betrifft die vorliegende Erfindung auch - gemäß einem achten Aspekt der vorliegenden Erfindung - die Verwendung des textilen Flächengebildes 1 , wie zuvor definiert, zur Flerstellung von Möbelelementen, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelementen, vorzugsweise Rückenlehnen, Sitzelementen und/oder Liegeelementen oder dergleichen, bzw. zur Flerstellung von dekorativen Elementen, Flohlraumkanälen, Automobilzubehör oder dergleichen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist der Begriff "Sitzmöbel" bzw. "Liegemöbel" dabei breit zu verstehen: So beziehen sich diese Begriffe in nicht beschränkender Weise auf Sitzgelegenheiten bzw. Sitzelemente aller Art sowie Liegegelegenheiten bzw. Liegeelemente aller Art, wie beispielsweise Stühle, insbesondere Bürostühle, Liegestühle, Liegen, Sessel, Sofas, Bänke, Couchgarnituren, Flocker, Sitze für den Automobilbereich bzw. für öffentliche Verkehrsmittel und dergleichen. Insbesondere kann das Sitz- bzw. Liegemöbel dergestalt sein, dass es das erfindungsgemäße Flächengebilde 1 bzw. das wärmegeschrumpfte Flächengebilde nach der Erfindung aufweist, insbesondere in Form von vorzugsweise unterbaufreien und/oder freitragenden Bespannungen, Bezügen oder dergleichen.

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung - gemäß einem neunten Aspekt der vorliegenden Erfindung - ist zudem das Verfahren zur Herstellung von Möbelelementen, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelementen, vorzugsweise Rückenlehnen, Sitzelementen und/oder Liegeelementen oder dergleichen, und/oder zur Herstellung von dekorativen Elementen, Hohlraumkanälen, Automobilzubehör oder dergleichen, wobei ein textiles Flächengebilde 1 , wie zuvor definiert, auf eine Träger- und/oder Rahmenvorrich tung oder dergleichen aufgebracht und/oder hieran befestigt wird und nachfolgend das textile Flächengebilde 1 , wie zuvor definiert, zumindest abschnitts- und/oder bereichsweise, vorzugsweise vollständig und/oder vollflächig wärmegeschrumpft wird, insbesondere so dass eine zumindest im Wesentlichen faltenfreie und vorzugsweise unter Eigenspannung stehende elastische Bespannung der Träger und/oder Rahmenvorrichtung mit dem wärmegeschrumpften textilen Flächengebilde, wie zuvor definiert, resultiert. Hierbei kann es sich insbesondere um unterbaufreie bzw. freitragende Bespannungen oder Bezüge handeln. Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung - gemäß einem zehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung - auch Möbelelemente, insbesondere Sitz- und/oder Liegemöbelelemente, vorzugsweise Rückenlehnen und/oder Sitzelemente und/oder Liegeflächenelemente oder dergleichen, und/oder dekorative Elemente, Hohlraumkanäle, Automobilzubehör oder dergleichen, welche mindestens ein textiles Flächengebilde 1 , wie zuvor definiert, aufweisen bzw. welche mindestens ein wärmegeschrumpftes textiles Flächengebilde, wie zuvor definiert, aufweisen.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand einer typischen Vorgehensweise zur Herstellung des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes auf Basis des trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes und eines typischen erfindungsgemäßen Produkts veranschaulicht, wobei die in diesem Zusammenhang angeführten Aspekte und Merkmale jeweils auch im Einzelnen für die erfindungsgemäße Konzeption als solche gelten: So kann die Herstellung des erfindungsgemäßen selbsttragenden gestickten Textilmaterials bzw. des trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes - beispielsweise zum Erhalt eines diesbezüglichen Halbzeuges, welches beispielsweise für Rückenlehnen oder dergleichen von Stühlen, wie Bürostühlen, und/oder von Sitzen eingesetzt werden kann, und zwar als insbesondere unterbaufreie bzw. freitragende Bezug (Bespannung), welcher an Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen, wie Kederrahmen oder dergleichen, befestigt bzw. fixiert ist - mittels der Sticktechnologie (Stickereitechnologie, Gesticktechnologie) insbesondere auf Stickmaschinen erfolgen. Dabei kann die Ausbildung der dem Gesticke zugrundeliegenden Stiche als kleinste technische Einheit in der Stickerei insbesondere durch zwei Garnsysteme (Fadensysteme), nämlich insbesondere durch (i) ein Nadelgarn (Nadelfaden) und durch (ii) ein Schiffchengarn bzw. Greifergarn (Schiffchenfaden bzw. Greiferfaden, synonym auch als Bobine-Garn, Bobine-Faden bzw. Bobine bezeichnet) erfolgen, und zwar insbesondere auf Basis eines Doppelsteppstiches.

Hierzu kann insbesondere derart vorgegangen werden, dass Schleifen des ersten Garnsystems (Nadelgarn bzw. Nadelfaden) durch das Trägermaterial (Stickboden) geführt und mit dem zweiten Garnsystem (Schiffchen- bzw. Greifergarn bzw. -faden) verbunden werden, indem das Garn bzw. der Faden des zweiten Garnsystems durch die Schleife des ersten Garnsystems geführt und somit befestigt wird. Diese Verbindung der beiden Garnsysteme kann dabei insbesondere durch die in der Stickmaschine angeordneten Stichbildungseinrich tungen bzw. -organe erfolgen, deren Koordination bzw. Zusammenspiel insbesondere durch ein sogenanntes Weg/Zeit-Diagramm bzw. durch ein sogenanntes Funktionsdiagramm vorgegeben werden kann. Hiermit können verschiedene Einstellungen der Stickmaschine eingestellt bzw. modifiziert werden.

Insbesondere verhält es bei den zur Herstellung des Gestickes einsetzbaren Stickmaschinen derart, dass einzelbewegliche Nadeln über die gesamte

Maschinenlänge fest angeordnet sind, wobei die Nadeln entsprechend bewegbar ausgebildet sind. Zudem kann im Allgemeinen so vorgegangen werden, dass das Trägermaterial (Stickboden), welches insbesondere in einem Stickrahmen (Gatter) eingespannt ist, zwischen fest angeordneter Nadelseite einerseits und Schiffchen- bzw. Greiferseite andererseits angeordnet wird. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass der Stickrahmen und somit das Trägermaterial frei in einer Ebene beweglich ist, wobei der Stickrahmen mit dem Trägermaterial beispielsweise durch einen Gatterantrieb oder dergleichen in X- und Y-Richtung entsprechend dem vorliegenden Stickmuster gesteuert bzw. positioniert werden kann.

Die die Anordnung bzw. den Verlauf der jeweiligen Garnsysteme vorgebende Stichgröße und -richtung wird somit durch die Bewegung des Stickrahmens mit dem Trägermaterial bzw. durch die Bewegung des Gatters erzeugt bzw. vorgegeben. Folglich ist die Größe und Richtung eines Stichs die resultierende Größe aus der geometrischen Addition des horizontalen und des vertikalen Wegeelements (d. h. des X- und des Y-Wegeelements). Die Bewegungen des Stickrahmens mit dem Trägermaterial bzw. die Gatterbewegungen werden dabei insbesondere über die Maschinensteuerung durch ein Stickprogramm vorgegeben, das durch Digitalisierung einer Musterzeichnung im Entwicklungsprozess bereitgestellt kann, wobei z. B. die zugrundeliegenden bzw. erstellten Zeichen- und Punchdaten (Referenzdaten) in maschinenlesbare Daten umgewandelt werden. Zur Erstellung des Stickmusters bzw. des Stickprogramms können dem Fachmann an sich bekannte Hilfsmittel bzw. Werkzeuge, wie beispielsweise eine Stickerei- Ateliersoftware oder dergleichen, verwendet werden.

Die resultierende Stichfolge in einem Stickmuster wird vom gewählten bzw. vorgegebenen Stickweg bestimmt, welcher insbesondere nach technischen, konstruktiven, musterlichen und ökonomischen Gesichtspunkten frei wählbar festgelegt bzw. vorgegeben werden kann.

Ein zentraler Vorteil der vorliegenden Erfindung ist in diesem Zusammenhang darin zu sehen, dass in Bezug auf das erfindungsgemäße Gesticke freie Muster bzw. Designs vorgegeben bzw. hergestellt werden können und dass die resultierenden Gesticke aufgrund der Möglichkeit der speziellen Anordnung bzw. des speziellen Verlaufs der zugrundeliegenden Garne bzw. Fäden bereichs- bzw. abschnittsweise an entsprechende Kraftbeanspruchungen im Anwendungs- bzw. Benutzungszu- stand angepasst werden können, wobei diesbezüglich in dem Material auch im Rahmen der Bespannung von entsprechenden Träger- bzw. Rahmenvorrichtungen Bereiche unterschiedlicher Spannung aufgebaut werden können, so dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung auf den jeweiligen Anwendungs- bzw. Benutzungsfall speziell angepasste bzw. maßgeschneiderte Systeme bereitgestellt werden können. Eine zentrale Besonderheit des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes bzw. des diesbezüglichen trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes, welches beispielsweise für Rückenlehnen oder dergleichen verwendet werden kann, ist zudem auch darin zu sehen, dass ein bei der Herstellung verwendetes Trägermaterial (Stickboden) nach dem eigentlichen Stickprozess insbesondere in einem nachfolgenden Behandlungs- bzw. Ausrüstungsprozess entfernt wird, so dass eine trägerlose und/oder selbsttragende Gesticke erhalten wird, bei welchem es sich insbesondere derart verhält, dass die zugrundeliegenden Musterteile fest miteinander verbunden sind. Erfindungsgemäß wird somit ein spezielles Gesticke (Stickerei) bereitgestellt, bei welchem ein insbesondere musterlicher und technischer Zusammenhang (Statik, Festigkeit, Elastizität oder dergleichen) auch ohne das in Rede stehende Trägermaterial (Stickboden) gewährleistet bzw. gegeben ist. Durch den konstruktiven Aufbau des erfindungsgemäßen trägerlosen und/oder selbsttragenden Gestickes bzw. eines diesbezüglichen Musters ist es insbesondere in Verbindung mit den Materialeigenschaften der erfindungsgemäß eingesetzten Garne bzw. Fäden möglich, dass das Gesticke in ziel- und zweckgerichteter Weise beispielsweise mit verschiedenen Beanspruchungsbereichen und Beanspru- chungs(kraft)verläufen versehen wird, was beispielsweise für die Verwendung als Bespannung bzw. Bezug von Bürostühlen bzw. Rückenlehnen von Vorteil ist.

Erfindungsgemäß können darüber hinaus auch mehrere Ebenen (Schichten) mit verschiedenen Strukturen bzw. Mustereffekten und auch mit unterschiedlichen Garnen bzw. Fäden (Stickgarne bzw. -fäden) im Stickprozess übereinander angeordnet bzw. gestickt werden (ähnlich einem Stapelprinzip), wobei der jeweiligen Ebene im Gesamtgefüge beispielsweise bestimmte Funktionen zugeordnet werden können. Insbesondere verhält es sich derart, dass die Stiche einer jeweiligen Ebene aufgrund der vorliegenden Stichbildung die bereits vorhandenen bzw. zuvor gestickten und darunterliegenden Ebenen durchdringen bzw. in diese eindringen, da im Allgemeinen der Nadelfaden mit dem Schiffchenfaden verbunden wird.

Zudem kann es vorgesehen sein, dass neben den beiden im Allgemeinen erforderlichen bzw. vorhandenen Garnsystemen für die Stichbildung (insbesondere Nadelgarn und Schiffchengarn) in die Konstruktion des Gestickes bzw. Musterkonstruktion ein weiteres und insbesondere drittes Garn- bzw. Fadensystem einzubinden, welches sich insbesondere auf der Nadelseite befindet und welches insbesondere auch auf der Nadelseite zugeführt wird. Dabei kann insbesondere derart vorgegangen werden, dass die Fäden des dritten Fadensystems insbesondere nur auf der Nadelseite gemäß einem zugrundeliegenden Stickmuster auf das Trägermaterial gelegt und vom Nadelgarn (Nadelfaden) in unterschiedli- eher Ausführung überstickt werden, so dass eine entsprechende Befestigung bzw. Fixierung der Garne bzw. Fäden des dritten Garnsystems erfolgt.

Folglich verhält es sich insbesondere derart, dass die Garne des dritten Garnsystems nach der Entfernung des Trägermaterials insbesondere zwischen den Stichverbindung von Nadel- und Schiffchengarn liegen. Dabei kann es insbesondere auch vorgesehen sein, dass die Garne des weiteren bzw. dritten Garnsystems von den Nadel- bzw. Schiffchengarnen bzw. den diesbezüglichen Stichverbindungen eingehüllt bzw. umgeben werden, beispielsweise in Form eines symmetrischen Zick/Zack-Musters.

Insbesondere können als Garne bzw. Fäden für das weitere bzw. dritte Garnsystem textile und nicht textile Garn- bzw. Fadenmaterialien in großer Vielfalt, Ausführung bzw. Feinheit und/oder Dicke eingesetzt werden. Flierzu können auch Garne bzw. Fäden zum Einsatz kommen, welche ansonsten eigentlich nicht als Nadelfaden verstickbar sind. Die Verwendung derartiger Garne bzw. Fäden kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn in dem gestickten Gebilde bestimmte Mustereffekte bzw. Funktionen eingestellt bzw. erzielt werden sollen.

In diesem Zusammenhang kann auch auf die entsprechenden Figurendarstellun- gen verwiesen werden. Insbesondere kann zuerst eine Grundstruktur bzw. erste Ebene gestickt werden, wie in Fig. 1 veranschaulicht, über welche dann ein Muster beispielsweise mit kreisförmiger Anordnung der Garne, wie in Fig. 2 veranschaulicht, in der zweiten Ebene gestickt werden kann, so dass eine entsprechend stapelförmige Anordnung von zwei zusammenhängenden Ebenen in Bezug auf das erfindungsgemäße trägerlose bzw. selbsttragende Gesticke resultiert, wie in Fig. 3 sowie in Fig. 4 und Fig. 4A veranschaulichend dargestellt. Dabei ist auch die Anordnung weiterer Ebenen möglich, wodurch beispielsweise das Volumen des Gestickes gezielt erhöht werden kann. Im Allgemeinen verhält es sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung derart, dass die entsprechenden weiteren Ebenen, beispielsweise die zweite, dritte oder vierte Ebene, abschnittsweise und/oder bereichsweise bzw. partiell oder aber über die gesamte Fläche bzw. vollflächig auf die jeweils darunter liegende Ebene auf- bzw. angebracht werden kann.

Erfindungsgemäß ist es aber im Hinblick auf das erfindungsgemäße Gesticke bzw. in der Musterung auch möglich, dass die Grundstruktur des Gestickes (welche insbesondere durch das erste bzw. zweite Garnsystem gebildet wird) und das Muster (welches insbesondere durch das weitere oder zusätzliche, insbesondere dritte Garnsystem gebildet wird), in einer Ebene angeordnet und somit sozusagen eins sind, insbesondere wenn hierdurch die festgelegten Produktparameter erreicht werden können. Insbesondere ist somit die Möglichkeit der Einbindung des weiteren oder zusätzlichen Garnsystems, insbesondere des dritten Garnsystems, gegeben.

Was darüber hinaus den erfindungsgemäß insbesondere eingesetzten textilen Träger (Textilmaterial, Stickboden) anbelangt, so kann es sich hierbei gemäß einer bevorzugten Ausführungsform insbesondere um ein Niedertemperaturvlies handeln, welches aus Polyvinylalkohol gebildet ist, wobei das Vlies wasserlöslich ist und beispielsweise bei einer Temperatur von etwa 35 °C in einem separaten Waschvorgang entfernt werden kann. Dabei ist ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung darin zu sehen, dass außer Wasser als Lösemittel keine weiteren Substanzen zugesetzt werden müssen, so dass auch kein Einfluss von beispielsweise chemischen Substanzen auf das zugrundeliegende Gesticke besteht. Insbesondere kann die Entfernung des textilen Trägers insbesondere im Waschvorgang bei Temperaturen durchgeführt werden, welche keinen Wärmeschrumpf hervorrufen. Infolgedessen werden auch die nachfolgenden Fertigungsschritte, wie beispielsweise im Hinblick auf einen vorzunehmenden Wärmeschrumpfvorgang, durch die Entfernung des textilen Trägers nicht negativ beeinflusst. Insbesondere kann nach Entfernung des textilen Trägers bzw. nach dem Waschvorgang beispielsweise in der Textilveredelung das nasse Gesticke insbesondere in einem Handspannrahmen gespannt und getrocknet werden. Beispielsweise kann das als Halbzeug vorliegende Gesticke eine Länge von etwa 20 m und eine Breite von etwa 0,8 m aufweisen. Auf dieser Basis kann ein Einzelzuschnitt der Gesticketeile beispielsweise für Rückenlehnen oder dergleichen erfolgen, gefolgt von einer anschließenden Konfektion zum Erhalt entsprechend endfertiger Produkte, wie Rückenlehnen oder dergleichen, die zur Komplettierung bzw. Vervollständigung von Sitzmöbeln bzw. Stühlen, wie Bürostühlen, oder dergleichen eingesetzt werden können.

Weitere Ausgestaltungen, Abwandlungen, Variationen, Modifikationen, Besonderheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung sind für den Fachmann beim Lesen der Beschreibung ohne Weiteres erkennbar und realisierbar, ohne dass er dabei den Rahmen der vorliegenden Erfindung verlässt.

Bezugszeichenliste:

1 textiles Flächengebilde in Form eines Bespannungsmaterials mit

Wärmeschrumpfeigenschaften und/oder elastischen Eigenschaften bzw. trägerloses und/oder selbsttragendes Gesticke

2 wärmeschrumpfbares und/oder elastisches Kunststoffgarn

3 zusätzliches und/oder weiteres Garn, insbesondere drittes Garn

4 Befestigungsmittel, insbesondere Keder

5 Träger- und/oder Rahmenvorrichtung