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Title:
SELF-TENSIONING DRUM COVER FOR A DRIVE DRUM IN A CORRUGATED BOARD MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/001395
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drum cover for a drive drum (21) in a corrugated board machine, which drum cover has a textile carrier material, which shrinks reversibly when heated and which is coated on at least one side with a coating material. Furthermore, the drum cover has two rectangular regions (71, 72), which are each connected on a narrow side to form a convexly deltoid-shaped region (8). Sets for producing the drum cover contain a plurality of cover pieces. A drive drum provided with the drum cover can be produced by the mid-axis (M) of the convexly deltoid-shaped region (6) being arranged along the circumferential mid-axis of the drive drum (21). Then, the convexly deltoid-shaped region (6) is fixed to the drive drum surface by means of a least one fixing element. The drive drum (21) is rotated, the rectangular regions (71, 72) of the drum cover being wound helically around the drive drum (21). The rectangular regions (71, 72) at the ends of the drive drum (21) are cut off, and the ends of the rectangular regions (71, 72) are fixed to the drive drum surface by means of further fixing elements. These drive drums can be installed in a corrugated board machine (1) in such a way that the rectangular regions (71, 72) are wound around the drive drum counter to the direction of rotation of the drive drum (21) during operation of the corrugated board machine.

Inventors:
KOKOSCHKA, Erwin (Im Riedle 11, Blaustein, 89134, DE)
Application Number:
DE2016/100291
Publication Date:
January 04, 2018
Filing Date:
June 27, 2016
Export Citation:
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Assignee:
MÜHLEN SOHN GMBH & CO. KG (Lindenstraße 16/1, Blaustein, 89134, DE)
International Classes:
B31F1/28; B65G39/07
Foreign References:
AT349984B1979-05-10
US2039750A1936-05-05
Attorney, Agent or Firm:
JAKELSKI & ALTHOFF (Patentanwälte PartG mbB, Mollenbachstraße 37, Leonberg, 71229, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Trommelbelag (31 , 32} für eine Antriebstrommel (21 ,. 22) in einer Weilpappenmaschine (1), aufweisend ein bei Erwärmung reversibel schrumpfendes textiles Trägermaterial., das auf wenigstens einer Seite mit einem Beschichtungsmaierial beschichtet ist, wobei der Trommelbefag (31 , 32) zwei rechteckige Bereiche (71 , 72) aufweist, die jeweils an einer Schmalseite mit einem konvex delioidförmigen Bereich (6) verbunden sind.

2. Trommelbelag (31 , 32) nach Ansprach 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das textsies Trägermaterial auf beiden Seiten mit dem Beschichtungsmateriai beschichtet ist.

3. Trommelbelag (31 , 32) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das reversibel schrumpfende textile Trä~ germateriai bei einer Erwärmung um mindestens 8ÖÖC in Längsrichtung um mindestens 0,01 % schrumpft.

4. Trommelbelag (31 , 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das reversibel schrumpfende textile Trägermaterial Polyester und/oder Viskose enthält.

5. Trommelbelag (31 , 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmateriai bei Erwärmung reversibel schrumpft.

6. Trommelbelag (31 , 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmateriai ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Kautschuken, Silikonen, Polyurethanen und Gemischen daraus.

7. Trommelbelag (.31, 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 8. dadurch gekennzeichnet, dass er einen Shorehärtegrad A von mehr als 50 aufweist.

8. Set zur Herstellung eines Trommelbelags (31, 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, umfassend zwei rechteckige Befags- stücke (71 , 72) und ein konvex deStoidförmiges Belagsstück (8), wobei alte Beiagsstücke (6, 71 , 72) ein bei Erwärmung reversibel schrumpfendes textites Trägermaterial aufweisen, das auf wenigstens einer Seite mit einem Beschichtungsmaterial beschichtet ist.

9. Set zur Herstellung eines Trommelbelags (31 , 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, umfassend zwei rechteckige Beiagsstücke (71 , 72) und mehrere dreieckige Belagsstücke (81, 62), welche eingerichtet sind, um zu dem konvex deltoidförrniges Bereich (6) des Trommelbelags (31 , 32) zusammengefugt zu werden, wobei alle Belagsstück (61 , 62, 71 , 72) ein bei Erwärmung reversibel schrumpfendes texiiles Trägermaterial aufweisen, das auf wenigstens einer Seite mit einem Beschichtungsmaterial beschichtet ist.

10. Antriebstrommel (21 , 22) für eine Wellpappenmaschine (1) aufweisend einen Trommelbelag (31 , 32), aufweisend ein bei Erwärmung reversibel schrumpfendes textiies Trägermaterial, das auf wenigstens einer Seife mit einem Beschichtungsmaie- ria! beschichtet ist, wobei zwei rechteckige Bereiche (71 , 72) des Trommelbelags (31 , 32), die spiralförmig um. die Antriebs- trommei (21 , 22) gewickelt sind und mit Befestigungseiemen-- ten (91) an der Antriebstrommeloiberfläche befestigt sind, so dass jeweils ein Ende jedes rechteckigen Bereichs (71 , 72) des Trommelbelags an eine Seite eines in der Mitte der An- triebstrommeloberfläche angeordneten konvex deltoidförmigen Positionierbereichs der Antriebstrommel angrenzt.

11. Antriebstromm.ei (21 , 22) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Trommeibelag (31 , 32) ein Trommelbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ist, wobei der konvex deltoidförmigen Bereich (6) des Trommelbelags. (31 , 32) in dem Positionierbereich mittels mindestens eines Bet'estigungsele- ments (91) an der Antriebstrommel (21 , 22) befestigt ist und die rechteckigen Bereiche (71 , 72) des Trommelbefags (31 , 32) an ihren Enden jeweils mit mindestens einem weiteren Befestigungselement (91) an der Antriebstrommetoberfläche befestigt sind.

12. Antriebstrommel (21 , 22) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass ein von den beiden längsten Seiten des konvex deltoidförmigen Bereichs (6) des Trommelbelags (31 , 32) eingeschlossener Winkel sich gemäß der folgenden Formel ergibt = 2 aresin ~

U wobei b die Breite der rechteckigen Bereiche des Trommelbelags (31 , 32) ist und U der Umfang der Antriebstrommel (21 , 22) ist.

13. Antriebstrommel (21 , 22) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Trommelbelag (31 , 32) mit einer Vorspannkraft im Bereich von 10 N bis 00 H vorgespannt ist.

14. Antriebstrommel (21 , 22) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet dass das mindestens eine Befestigungselement (9), welches den konvex deltoidförmigen Bereich (6) des Trommeibeiags (31, 32} an der Antriebstrommel (21 , 22) befestigt, ein Rxierniet ist, der in einem durch den konve deitoidförmigen Bereich (8) hindurchgehenden Langloch (8) angeordnet ist,

1 S.Verfahren zur Herstellung einer Antriebstrommel (21 , 22) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, umfassend die folgenden Schritte:

Anordnen des konvex deitoidförmigen Bereichs (8) eines Trommelbelags (31, 32) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 an einer Äntriebstrommei (21 , 22), wobei die Mittelachse (M) des konvex deitoidförmigen Bereichs (6) entlang der Umfangsmittelachse (T) der Äntriebstrommei (21 , 22) angeordnet wird,

Befestigen des konvex deitoidförmigen Bereichs (6) des Trommelbelags (31, 32) an der Äntriebstrommelober- fläche mittels mindestens eines Befestigungselements (9),

Drehen der Antriebstrommel (21 , 22), wobei die rechteckigen Bereiche (71, 72) des Trommeibeiags (31 , 32) spiralförmig um die Äntriebstrommei (21 , 22) gewickelt werden,

Abschneiden der rechteckigen Bereiche (71 , 72) an den Enden der Äntriebstrommei (21, 22), und

Befestigen der Enden der rechteckigen Bereiche (71 , 72) an der Antnebsirommeloberfläche mittels weiterer Befestigungselemente (9).

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der konvex deitoidförmigen Bereich (6) aus zwei rechtwinklig dreieckigen Bereichen (61, 82) zusammengesetzt wird, wobei jeder rechtwinklig dreieckige Bereich (81, 82) mit mindestens einem Befestigungseiement (9) an der Äntriebstrommelober- fläche befestigt wird.

17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die rechteckigen Bereiche (71 , 72) mittels Verbindungselementen (9) an dem konvex deltoidförmigen Bereich (6) befestigt werden.

18. Weiipappenmaschine (1), aufweisend mindestens eine Antriebstrommel (21, 22) nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei die rechteckigen Bereiche (71 , 72) des Trommelbelags (31 , 32) entgegen der Drehrichtung der Antriebstrommel (21 , 22) im Betrieb der Weiipappenmaschine (1) um die Antriebs- tromme! gewickelt sind.

Description:
Seibstspannender Trommelbelag für eine Antriebstrorrsmel in einer elipappenmaschtne

Die vorliegende Erfindung betrifft einen selbstspannenden Trommelbelag für eine Aniriebstrommel in einer WeHpappenmaschine. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung Sets zur Herstellung des Trommelbelags. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung eine Antriebstrommel, weiche den Trommelbelag aufweist sowie ein Verfahren zur Herstellung des Trommelbelags. Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung eine Weilpappenmaschine, welche mindestens eine derartige Aniriebstrommel enthält.

Stand der Technik

Welfpappenmaschinen weisen Obergurte und Untergurte auf, weiche die Wellpappe durch die Weilpappenmaschine transportieren. Eine Weilpappenmaschine ist beispielsweise aus der US 2,039,750 bekannt. Antriebs- trommeln dienen der Kraftübertragung auf die Ober- und Untergurte. Um eine optimale Kraftübertragung von einer Antriebstrommel zum Gurt zu gewährleisten, sind die Antriebstrommel n, die auch als Antriebswalzen bezeichnet werden, mit einem Belag versehen. Daraus resultiert ein minimaler Gurtschlupf, um die Kraftübertrag zu optimieren und den Verschleiß der Gurte zu minimieren. Dies erhöht die Wirtschaftlichkeit der Weilpappenmaschine. Trommelbeläge besitzen eine Haltbarkeit von drei bis fünf Jahre und werden üblicherweise fest auf den Antriebstrommeln verklebt. Zum Austausch der Beläge werden die Antriebstrommeln innerhalb der Produktionslinie der Wellpappenmasehine bearbeitet und belegt. Während dieser zeitaufwendigen Arbeiten muss die Wellpappenmasehine außer Betrieb genommen werden. Beim Austausch der Beläge treten außerdem zum Teil erhebliche Veriefzungsrisiken durch mechanische Arbeiten oder auc gesundheitliche Risiken durch di Verwendung von lösungsmittelhal- tigen Klebern auf.

Alternativ können auch gummierte Antriebstrommeln verwendet werden. Nachdem die Gummierung verschließen ist, muss allerdings die gesamte Trommel ausgetauscht werden.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, einen Trommelbelag bereitzustellen, der schnell und mit geringem Gefahrenpotenzial auf die Antriebstrommel einer Wellpappenmasehine aufgebracht und wieder von dieser entfernt werden kann. Weitere Aufgabe der Erfindung bestehen darin, Sets bereitzustellen, aus denen der Trommelbelag am Standort der Wellpappenmasehine hergestellt werden kann, eine mit dem Trommelbeiag belegte Antriebstrommel sowie ein Verfahren zu deren Herstellung bereitzustellen, und schließlich eine Wellpappenmasehine bereitzustellen, welche eine derartige Antriebstrommel aufweist. Offenbarung der Erfindung

Diese Aufgabe wird i einem Aspekt der Erfindung durch einen Trommel- beiag für eine Äntriebstrommei in einer Wellpappenmaschine gelöst, der ein bei Erwärmung reversibel schrumpfendes textiles Trägermateriai aufweist, das auf wenigstens einer Seite mit einem Beschiehtungsmateriaf beschichtet ist. Der Trommelbelag weist zwei rechteckige Bereiche auf, die jeweils an einer Schmalseite mit einem konvex deltoidförmigen Bereich verbunden sind.

Der Trommelbelag weist insbesondere auf keiner Seite eine Klebstoffschicht auf.

Der konvex deltoidförmige Bereic des Trommelbeiags sorgt dafür, dass die rechteckigen Bereiche des Trommelbelags einen Winkel von mehr als ö° und vo weniger als 90° miteinander bilden. Ein konvexes Deftoid wird auch als Drachenviereck bezeichnet und besitzt zwei Paar gleichfanger benachbarter Seiten. Eine Diagonale des konvexen Deltoids bildet zugleich seine Symmetrieachse.

Ais reversibel schrumpfendes textiles Trägermaterial können grundsätzlich verschiedenste Textilien, wie beispielsweise Gewebe, Gewirke, Gestricke, Gelege, Geflechte oder auch Filze verwendet werden. Dabei sind mehrlagige Gewebe, insbesondere zweilagige oderdreilagige Gewebe bevorzugt Das textile Trägermateriai kann grundsätziich synthetische und/oder natürliche Fasermaterialien enthalten. Polyester und/oder Viskose sind bevorzugt, um die thermischen Schrumpfungseigenschaften zu erhalten. Dabei ist es weiterhin bevorzugt, dass das textile Trägermaterial mindestens zwei unterschiedliche Fasermaterialien enthält. Das Besehiehtungsmateriai erfüllt zwei Funktionen. Zum einen verhindert es ein Abrutschen eines Obergurts oder Untergurts von einer Antriebs- trommel, die mit dem Trommelbelag belegt ist. Zum anderen gewährleistet es eine optimale Kraftübertragung auf den Obergurt bzw. Untergurt einer Weilpappenmaschine, Grundsätzlich muss das Beschiehtungsmaterial nicht über ein thermisches Schrumpfungsverhalten verfügen. In diesem Fall wird es durch das thermische Schrumpfungsverhalten des textilen Trägermaterials bei Temperaturerhöhung komprimiert. Dies führt zu einem thermischen Schrumpfen des gesamten Trommelbelags, Bei prozessbedingter Temperaturerhöhung in einer Wefipappenmaschine erfährt der Trommeibelag einen Schrumpf, der eine altersbedingten mechanischen Längung des Trommelbelags entgegenwirkt. Die femperaturbedingte Schrumpfung des Trommelbelags spannt den Trommelbelag. Bei Abkühlung des Trommelbelags kehrt dieser durch das reversible Schrumpfungsverhalten in seine Ursprungsform zurück. Dies ermöglicht ein einfaches Entfernen des Trommelbelags von der Antriebstrommel.

Bevorzugt schrumpft allerdings auch das Beschiehtungsmaterial bei Temperaturerhöhung reversibel. Auf diese Weise kann ein besonders ausgeprägtes thermisches Schrumpfungsverhalten des gesamten Trommelbelags erreicht werden.

Um ein Abrutschen des Obergurts oder des Untergurts von der Antriebs- trommel zu verhindern und eine optimale Kraftübertragung zu gewährleisten, genügt es grundsätzlich, wenn das textile Trägermaterial auf einer Seite mit dem Beschiehtungsmaterial beschichtet ist und diese Seite dem Gurt zugewandt wird. Es ist jedoch bevorzugt, dass das textile Trägermateria! auf beiden Seiten mit einem Beschiehtungsmaterial beschichtet ist. Dies führt zum einen zu einem gleichmäßigeren Schrumpfverhaiten des Trommelbelags, Zum anderen verhindert die zweite Beschlchtung, welche der Äntriebstrommel zugewandt werden kann, zuverlässig ein Verrutschen des Trommelbelags auf der Antriebstrommel.

In einer bevorzugten Äusführungsform des Trommeibeiages sind auf den beiden Seiten des textilen Trägermaterials unterschiedliche Beschich- tungsrnateriaiien aufgebracht. Dabei wird insbesondere auf der Seite des Trommeibeiages, welche einem Gurt zugewandt werden soll ein Beschich- tungsmateriai mit einem höheren Reibungskoeffizienten und einer höheren Abriebfestigkeit angeordnet, als auf der Seite, welche einer Äntriebstrommel zugewandt werden soll. Hiermit können die Beschjchtungsmateri- aiien an die unterschiedlichen Anforderungen an die Trommelbeiagsseiten angepasst werden.

Das reversibel schrumpfende textile Trägermaterial und/oder das gegebenenfalls reversibei schrumpfende Beschichtungsmateriai schrumpfen bei einer Erwärmung um mindestens 8Ö P C vorzugsweise um mindestens 0,01 % in Längsrichtung. Hierdurch kann bei typischen Temperaturerhöhungen, wie sie in einer Weilpappenmaschine im Betrieb gegenüber der Umgebungstemperatur auftreten, eine so starke Schrumpfung des Trommelbelags erzielt werden, dass dieser sicher auf eine Äntriebstrommel gespannt werde kann. Der Schrumpf des gesamten Trommeibelags bei einer Erwärmung um mindestens B0°O beträgt ebenfalls vorzugsweise mindestens 0,01 % in Längsrichtung.

Das Beschichtungsmateriai ist vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt, die aus Kautschuken, Silikonen, Polyurethanen und Gemischen daraus besteht. Silikone, wie insbesondere Polydimethylsiloxan sind als Beschichtungsmateriai besonders bevorzugt. Ganz besonders bevorzugt sind quervernetzt Polydimethylsiloxane. Ausgewählte Vertreter dieser Stoffklassen weisen ein gutes reversibles thermisches Schrumpfverhalten in Kombina- tiorv mit einer hohen Abriebfestig keit und einem hohen Reibungskoeffizienten auf, welcher ein Abrutschen eines Öbergurts oder Untergurts auf dem Trommelbelag verhindert.

Die Kombination aus dem texiilen Trägermaterial und dem Beschich- tungsrnaterial wird vorzugsweise so gewählt, dass der Trommelbelag einen Shorehärtegrad A von mehr als 50 aufweist. Dieser kann gemäß der Norm DIN ISO 7619-1 ermittelt werden. Eine, so große Härte verleiht dem Trommelbelag eine lange Lebensdauer bei der Verwendung in einer Weil- pappenmasehine, so dass ein Austauschen des Trommelbelags, für welches die Wellpappenmaschine stillgelegt werden rnuss, nur selten erforderlich ist.

Um ein einfaches Aufbringen des Trommelbelags auf eine Antriebstrom- mel zu ermöglichen, beträgt dessen Dicke bevorzugt maximal 15 mm, besonders bevorzugt maximal 10 mm. Um dennoch eine hinreichende Verschleißfestigkeit des Trommelbelags zu gewährleisten, liegt die Dicke des textilen Trägermaterials bevorzugt im Bereich von 1 mm bis 9 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 4 mm bis 7 mm. Die Beschichtung des textilen Trägermaterials, welche für eine guriseiiige Anordnung vorgesehen Ist, hat eine Dicke, die bevorzugt im Bereich von 0,1 mm bis 3 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 0,5 mm bis 1 ,5 mm liegt Außerdem liegt die Breite der rechteckigen Bereich bevorzugt im Bereich von 5 cm bis SO cm, besonders bevorzugt im Bereich von 10 cm bis 20 cm, um bei handelsüblichen Äntriebsfrommeldurchmessern eine gute Bedeckung der Trommelöberfläche zu erreichen.

In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Set zur Herstellung des erfindungsgemäßen Trommelbelags, In einer Äusführungsform dieses Sets umfasst es zwei rechteckige Belagsstücke und ein konvex deltoides Belagsstück. Alle ßelagsstücke weisen ein bei Erwärmung reversibel schrumpfendes textiles Trägermateria! auf, das auf wenigstens einer Seite mit einem Beschichtungsmaterial beschichtet ist. Die Belagsstücke können beispielsweise mittels Klammerung miteinander verbunden werden, um den Trommeibelag zu erhalten. Dabei bilden die rechteckigen Belagsstüeke die rechteckigen Bereiche des Trommelbeiags und das konvex, dei- toidfor ige Belagsstück bildet den konvex deitoidförmigen Bereich des Trommelbelags. Ein solches Set hat den Vorteil dass es einfach zu transportieren ist, indem die rechteckigen Belagsstücke aufgerollt werden können, was bei dem fertigen Trommelbelag aufgrund der gewinkelten Positionierung der rechteckigen Bereiche nicht ohne Weiteres möglich wäre. Die Belagsstücke des Sets können beim Ausrüsten einer Äntriebsirommei einer Wellpappenmaschine unmittelbar vor Belegen der Antriebstrommel mit dem Trommeibelag vor Ort zu dem Trommeibelag zusammengesetzt werden. in einer anderen Ausführungsform des Sets umfasst dieses anstelle des konvex deitoidförmigen Belagsstücks mehrere dreieckige Belagsstücke, insbesondere zwei rechtwinklig dreieckige Belagsstücke. Die beiden rechtwinkiig dreieckigen ßelagsstücke können den konvex deitoidförmigen Bereich des Trommelbelags bilden, indem sie an ihren Hypotenusen zusammengefügt werden. Während es notwendig ist, das konvex deitoidför- mige Belagsstück oder die rechtwinklig dreieckigen Belagsstücke jeweils fest mit den rechteckigen Beiagsstücken zu verbinden, um den Trommelbelag zu erhalten, genügt es, die beiden rechtwinklig dreieckigen Belagsstücke ohne feste Verbindung zueinander auf der Oberfläche einer An- trtebstrommei ' aneinander zu fügen, ohne sie untereinander zu verbinden. Eine anschließende Befestigung der rechtwinklig dreieckigen Belagsstücke auf der Oberfläche der Antriebstrommel fixiert diese dauerhaft in der konvexen Deitoidform, welche zur Bildung des Trommelbelags erforderlich ist. Diese Äusführungsform des Sets ermöglicht ein noch platzsparenderes Verstauen der Belagsstücke. Insbesondere ist es möglich bereits im Set jeweils ein rechtwinklig dreieckiges Belagsstück mit einem dazugehörigen rechteckigen Belagsstück verbunden auszuliefern, ohne dass die Aufroll- barkeit der auf diese Wesse verbundenen Belagsstücke dabei beeinträchtigt würde. Diese Verbindung kann auch so erfolgen, dass das rechtwinklig dreieckige Belagsstück mit dem dazugehörigen rechteckigen Belagsstück einstückig ausgebildet ist.

In noch einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Antriebstrommel. Diese weist einen Trommelbelag auf, der ein bei Erwärmung reversibel schrumpfendes textiles Trägermateriai aufweist, das auf wenigstens einer Seite mit einem Beschichtungsmaterial beschichtet ist. Zwei rechteckige Bereiche des Trommelbelags, sind spiralförmig um die Äntriebstrommel gewickelt und mit Befestigungseiementen an der Antriebstrommeloberfiä- ehe befestigt. Jeweils ein Ende jedes rechteckigen Bereichs des Trom- melbeiags grenzt dabei an eine Seite eines in der Mitte der Antriebstrommeloberfläche angeordneten konvex deltoidförmigen Positionierbereichs der Antriebstrommel an. Unter Angrenzen wird dabei verstanden, dass eine Schmalseite des jeweiligen rechteckigen Bereichs auf einer Seite des deltoidförmigen Positionierbereichs liegt. Der Positionierbereich kann von weiteren Bereichen des Trommelbeiags belegt sein. Er kann aber auch frei bleiben und nur die Positionierung der rechteckigen Bereiche zueinander definieren.

Insbesondere durch Beiegen einer herkömmlichen Antriebstrommel mit einem Trommelbelag gemäß der Erfindung kann eine erfindungsgemäße Äntriebstrommel erhalten werden. Bei dieser Äntriebstrommel ist der konvex deltoidförmige Bereich des Trommeibelags In der Mitte der Antriebs- trommeloberfläche mitteis mindestens eines Befestigungselements an der Äntriebstromroe! befestigt. Erliegt also in dem deltoidförmigen Positionier- bereich. Die rechteckige Bereiche des Trommelbelags sind spiralförmig um die Antriebstrommel gewickelt und an ihren Enden jeweils mit mindestens einem weiteren Befestigungselernent an der Äntriebstrommeloberf lache befestigt Indem der konvex deltoidförmige Bereich exakt in der Mitte der Antriebstrommeloberfläche angeordnet ist, erfolgt eine symmetrische Anordnung der rechteckigen Bereiche des Trommelbelags, so dass beim Verwenden der Antriebstrommel in einer Wellpappenmaschine keine unerwünschten Führungskräfte entstehen. Ausgehend von der Trommeimitte bilden die rechteckigen Bereiche des Trommelbelags, dort wo ihre Windungen nebeneinander liegen, eine spiralförmige Rille mit einer Linksbzw. Rechtssteigung. Hierdurch lokal entstehende Führungskräfte gleichen sich durch die Symmetrie über die gesamte Antriebstrommef aus. Die erfindungsgemäße Befestigung des Trommelbelags auf der Antriebstrommel ermöglicht es vollständig auf ein Verkleben des Trommelbelags zu verzichten. Wenn der Trommelbelag aufgrund von Verschleiß ausgetauscht werden muss, so genügt es also die Befestigungselemente an den Enden der rechteckigen Bereiche sowie im konvex deltoidförmigen Bereich zu entfernen, damit der Trommeibeiag anschließend einfach von der Antriebstrommel abgewickelt werden kann.

Ein von den beiden längsten Seiten des konvex deltoidförmigen Bereichs des Trommelbelags eingeschlossener Winkel α ergibt sich gemäß Formel 1: b

α 2♦ aresin— (Formel 1 )

U

Dabei gibt b die Breite der rechteckigen Bereiche des Trommelbelags an. U ist der Umfang der Antriebstrommel. Dieser Winkel α gewährleistet eine kleinstmögliche Rüie zwischen den Wicklungen der rechteckigen Bereiche des Trommelbelags. In Abhängigkeit vom Umfang der Antriebsirommel, welche mit dem Trommelbeiag belegt werden soll, wird also vorzugsweise gemäß Formel 1 ein von der Breite der rechteckigen Bereiche abhängiger Winkel α des konvex deitoidförmlgen Bereichs gewählt. Wenn der konvex deltoidförmige Bereich aus zwei rechtwinklig dreieckigen Belagsstücken zusammengesetzt werden soii, so weisen diese jeweils vorzugsweise einen Winkel zwischen ihren beiden längsten Seiten auf,, welcher der Hälfte des Winkels q entspricht.

Der Trommelbeiag ist vorzugsweise mit einer Vorspannkraft im Bereich von 1 kg bis 10 kg, besonders vorzugsweise im Bereich von 3 kg bis 7 kg, vorgespannt. Hierdurch wird einerseits sichergestellt, dass bereits bei Raumtemperatur, also vor Inbetriebnahme der Weilpappenmaschine, eine ausreichende Spannung des Trommelbelags vorliegt, um dessen Verrutschen auf der Oberfläche der Antriebstrommel zu verhindern. Andererseits Ist die Vorspannkraft niedrig genug, damit durch die thermische Schrumpfung des Trommelbelags keine übermäßige mechanische Belastung des Trommelbelags erfolgt

Das mindestens eine Befestigungselement, welches den konvex deitoidförmlgen Bereich des Trommelbelags an der Antriebstrommei befestigt, ist bevorzugt ein Fixierniet der in einem durch den konvex deitoidförmlgen Bereich durchgehenden Langloch angeordnet ist. Insbesondere wird zwischen dem Nietkopf und der Antriebstrommeloberfläche eine Abstands- hülse eingebracht. Dies ermöglicht eine Beweglichkeit des Befestigungselements bei der thermischen Schrumpfung des Trommelbelags. Wenn der konvex deltoidförmige Bereich aus zwei rechtwinklig dreieckigen Belagsstücken zusammengesetzt ist, so weist jedes dieser Beiagsstücke ein separates Langloch mit einem eigenen Fixierniet auf. Für eine besonders sichere Befestigung des konvex deltoidförmigen Bereichs können auch mehrere Langlöcher vorgesehen sein, deren einzelne Längsachsen jeweils auf einer gemeinsamen Längsachse liegen.

Dieselben Fixierniete, die zum Befestigen des konvex deltoidförmigen Bereichs vorgesehen sind, können auch zur Befestigung der Enden der rechteckigen Bereiche verwendet werden. Dort werden sie jedoch vorzugsweise nicht durch Langlöcher, sondern durch kreisrunde Löcher in den rechteckigen Bereichen geführt, so dass an den Enden der rechteckigen Bereiche keine Beweglichkeit der Fixierniete vorhanden ist. Deshalb kann in de kreisrunden Löchern auch auf Abstandshülsen verzichtet werden.

Um die Fixierniete in die Oberfläche der Antriebstrommei einzubringen, ist es erforderlich, dass diese Bohrungen aufweist. Diese Bohrungen können beim Aufbringen des Trommefbelags auf die Antriebstrommei vor Ort in die Antriebstrommeloberf lache eingebracht werden.

Ein Verfahren zur Herstellung der Antriebstrommei umfasst die folgenden Schritte:

Anordnen des konvex deltoidförmigen Bereichs eines Trommelbe- iags an einer Antriebstrommei, wobei die Mittelachse des konvex deltoidförmigen Bereichs entlang der Umfangsmittelach.se der Antriebstrommei angeordnet wird,

Befestigen des konvex deltoidförmigen Bereichs des Trommeibe- fags an der Antriebstrommeloberfläche mittels mindestens eines Befesiigungseiements,

Drehen der Antriebstrommei, wobei die rechteckigen Bereiche des Trommelbelags spiralförmig um die Antriebstrommei gewickelt werden, Abschneiden der rechteckigen Bereiche an den Enden der Äntriebstrommei, und

Befestigen der Enden der rechteckigen Bereiche an der Antriebs- irommeioberf lache mittels weiterer Befestigungselemente.

Unter der Mittelachse des konvex deltoidförmigen Bereichs wird dabei seine längste Diagonale verstanden. Unter der Umfangsmitteiachse der Äntriebstrommei wird jene Linie verstanden, die orthogonal auf der Längsachse der Äntriebstromme! steht und die gleich weit von den beiden Enden der Äntriebstromme! angeordnet ist. Sie verläuft auf der Mantelfläche der Aniriebstrom ei. Das Drehen der Äntriebstrommei kann in ihrer Befestigung in einer Wellpappenmaschine erfolgen, so dass ein Ausbauen und anschließendes Wiedereinbauen der Äntriebstromme! in die Wellpappenmaschine nicht notwendig ist.

Während es für die Auswahl eines Trommelbelags mit dem idealen Winke! α des konvex deltoidförmigen Bereichs notwendig ist, im Vorhinein den Umfang der Äntriebstrommei zu kennen, so ist eine Kenntnis ihrer Länge hingegen nicht notwendig. Wenn die rechteckigen Bereiche des Trommelbelags hinreichend lang ausgeführt sind, so kann mit ihnen eine Trommel jeder üblichen Länge belegt werden. Die überstehenden Enden der rechteckige Bereiche werden abgeschnitten, so dass sich am Ende der rechteckigen Bereiche abgeschrägte Abschnitte bilden, die an der Äntriebstrommei befestigt werden können.

Wenn der konvex deltoidförmige Bereich aus zwei rechtwinklig dreieckigen Bereichen zusammengesetzt wird, so kann dies auf der Oberfläche der Antriebstrommel erfolgen. Jeder rechtwinklig dreieckige Bereich wird dabei mit mindestens einem Befestigungselement an der Antriebstrommelober- fläche befestigt. Zum Zweck der Ausrichtung der rechtwinklig dreieckigen Bereiche auf der Äntriebstrommeloberfläche wird unter der Mittelachse des konvex deltoidförmigen Bereichs die ittelachse des aus den rechtwinklig dreieckigen Bereichen zu bildenden konvex, deltoidförmigen Bereichs verstanden. Sie entspricht also jeweils der längsten Kathete eines rechtwinkligen Dreiecks. Wenn die rechteckigen Bereiche nicht bereits mit dem konvex deiteidförrnigen Bereich verbunden sind, so können sie während der Herstellung der erfindungsgemäßen Antriebstrommel mit diesem verbunden werden. Dies kann wahlweise vor dem Befestigen des konvex deitoidförmigen Bereichs bzw. seiner beiden rechtwinklig dreieckigen Bestandteile auf der Äntriebstrommeloberfläche oder erst danach erfolgen. in einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Welipappenmaschine, welche die erfindungsgemäße Äntriebstrommei aufweist. In dieser Welipappenmaschine ist die Antriebstromme! so angeordnet, dass di rechteckigen Bereich des Trommelbeiags im Betrieb der Welipappenmaschine entgegen der Drehrichtung der Antriebstrommel um die Antriebstromme! gewickelt sind. Dabei treten bei der Wellpappenproduktio Spannungskräfte vom Rand der Aniriebstrommei in Richtung zur Trommelmitte auf. Der selbstspannende Effekt des Trommelbeiags ist somit nicht ausschließlich auf seine thermische Schrumpfung beschränkt. Vielmehr wirken die Rotatio der Antriebstrommel und das gleichzeitige Andrücken des Trommelbeiags durch den Obergurt oder den Untergurt auf die Antriebstrommel zusammen. Der Druck des Gurts wird durch die Gurtspannung geregelt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in de nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. zeigt eine schematische Seitenansicht einer Weüpappenrna- schirre gemäß, einem Ausführungsbeispiei der Erfindung, zeigt einen Längsschnitt eines textiien Trägermaterials eines Äusführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Trommelbelags. zeigt eine schematische Aufsicht auf eine Äntriebstromme! gemäß einem Ausführungsbeispiei der Erfindung. zeigt eine schematische Aufsicht auf einen Trommelbelag gemäß einem Ausführungsbeispiei der Erfindung. zeigt eine schematische Aufsicht auf einen Trommelbeiag gemäß einem anderen Ausführungsbeispiei der Erfindung. zeigt einen Teil des Trommelbelags gemäß Fig. 4 in einer schematischen Aufsicht. zeigt schematisch die Anordnung eines rechtwinklig dreieckigen Bereichs eines Trommeibelags gemäß einem Ausführungsbeispiei der Erfindung auf eine Antriebstrommel. zeigt in einer schematischen Schnittansicht die Befestigung des rechtwinklig dreieckigen Bereichs des Trommeibelags gemäß Fig. 8 auf eine Antriebstrommeloberfläche, zeigt wie ein Teil eines Trommeibelags gemäß einem Ausführungsbeispiei der Erfindung auf eine Antriebstrommel gewickelt wird. Fig. 0 zeigt ein weiter fortgeschrittenes Aufwickeln des Trommeibe- lagsteils aus Fig, 8.

Fig. 11 zeigt wie ein Teil eines Trommelbelags am Ende einer Än- triebstrommel abgeschnitten und befestigt wird.

Fig. 12 zeigt einen Ausschnitt aus der Wellpappenmaschine gemäß

Fig. 1.

Ausführungsbeispiele der Erfindung

Die wichtigsten Komponenten einer Wellpappenmaschine 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung sind in Fig. 1 dargestellt. Ein Obergurt 11 wird von einer ersten Antriebstrommel 21 angetrieben, die mit einem ersten Trommelbelag 31 belegt ist. Ein Untergurt 12 wird von einer zweiten Antriebstromme! 22 angetrieben, die mit einem zweiten Trommelbelag 32 belegt ist. Zwischen dem Obergurt 11 und dem Untergurt 12 wird mehrlagige Wellpappe 4 über Heizplatten 5 transportiert und die Lagen so miteinander verklebt. Bei den beiden Antriebstrommeln 21 , 22 handelt es sich um herkömmliche Stahltrommeln mit einem Durchmesser von 90 cm und einer Länge von 280 cm. Die Trommellänge bestimmt die maximale Breit der In der Welipappenmaschine 1 transportierbaren Weüpappenbahn 4.

Die Trommelbeläge 31 , 32 bestehen jeweils aus einem gewebten Material, das auf beiden Seiten mit einem Beschichtungsmaterial beschichtet ist. Das Gewebe weist drei Gewebetagen auf. Die Dicke des Gewebes beträgt 5,5 mm. Auf einer Seite des Gewebes befindet sich eine 0,8 mm dicke Beschickung aus einem Gemisch zweier Polydimethylssioxane mit funktionellen Gruppen und Hilfsstoffen für die Additionsvernetzung (Elastosii LR 7865 A / B der Firma Wacker Chemie, Burghausen, Deutschland). Auf der gegenüberliegenden Seite des Gewebes befindet sich eine 1 ,0 mm dicke Beschichtung aus Folydimethylsiloxan mit Füllstoff und Hilfsstoff und Tria- cetoxyethylsllan-Vernetzer (Eiastosil E43 der Firma Wacker Chemie). Der Shorehärtegrad A des Trommeibelags beträgt 54.

Das Gewebe des ersten Trommeibelags 31 ist In Fig. 2 dargestellt. In den Gewebelagen 311 , 312, 313 verlaufen die Schussfäden 314, weiche aus Polyester bestehen, quer zur Längsrichtung des Gewebes. In der oberen Gewebelage 311 sind vier gegeneinander versetzt verlaufende Kettfäden 3111 , 31 2, 3113, 3114 aus einer Polyesier Viskose- ischung vorgesehen, die sowohl nach innen zur mittleren Gewebelage 312 hin als auch nach außen hin über jeweils mindestens zwei Schussfäden 314 laufen. Die mittlere Gewebelage 312 weist zwei zueinander versetzt verlaufende Kettfäden 3121 , 3122 aus Polyester auf, die über jeweils zwei Schussfäden 314 laufen. Die untere Gewebelage 313 besteht aus vier jeweils versetzt zueinander laufenden Kettfäden 3131 , 3132, 3133, 3134 aus der Po- lyester/Visköse-fvIischung, die nach innen - zur mittleren Gewebelage 312 - über nur einen Schussfaden 314 und nach außen über zumindest drei Schussfäden 314 laufen. Die drei Gewebelagen 311 , 312, 313 sind über Bindefäden 3141 , 3142, 3143, 3144 aus der Polyester skose-Ivlischung miteinander verwebt. Die Bindefäden sind in jeweils zwei Fadengruppen unterteilt, wobei die eine Fadengruppe bildenden Bindefäden 3143, 3144 zueinander versetzt laufen und die obere Gewebelage 311 an die mittlere Gewebelage 312 binden. Die Bindefäden 3143 und 3144 sind jeweils abwechselnd um einen Schussfaden 314 in der oberen Gewebeiage 311 und einen Schussfaden 314 in der mittleren Gewebelage 312 geführt. In entsprechender Weise bindet die aus den Bindefäden 3141 und 3142 bildende Fadengruppe die untere Gewebelage 313 an die mittlere Gewebelage 312. In Fig. 3 ist dargestellt, wie der erste Trommelbelag 31 auf die erste An- triebsirommel 21 aufgebracht ist Dabei ist die mit Elastosil LR 7885 A / B beschichtete Seite des ersten Trommeibelages 31 der Oberfläche der ersten Antriebstrommel 21 zugewandt. Der erste Trommelbelag 31 weist einen konvex deltoidförmjgen Bereich β auf, der aufgrund der Kreiszylinderform der ersten Antriebstrommei 21 in Fig. 3 nur teilweise erkennbar ist, An die beiden Schmalseiten dieses konvex deltoidförmigen Bereichs 8 schließen sich mit ihren jeweiligen Schmalseiten zwei rechteckige Bereiche 71, 72 des Trommelbelags 31 an, weiche von der Mitte der ersten Antriebstrommei 21 aus symmetrisch zu deren beiden Enden gewickelt sind, so dass dort, wo die Längsseiten der rechteckigen Bereiche sich jeweils berühren, umlaufende Rillen auf der ersten Antriebstrommei 21 entstehen. Die Enden der rechteckigen Bereiche 71, 72 sind bündig mit dem Ende der ersten Antriebstrommei 21 abgeschnitten, In der Mitte des konvex deltoidförmigen Bereichs 6 ist ein Langloch 81 angeordnet und kreisförmige Löcher 82, 83, 84, 85 sind durch die Enden der rechteckigen Bereiche 71 , 72 des Trommelbelags 71 gebohrt. Nicht dargestellte Fixierniete fixieren den ersten Trommelbelag 31 durch das Langloch 81 und durch die kreisförmigen Löcher 82, 83, 84, 85 auf der Oberfläche der ersten Antriebstrommei 21.

In Tabelle 1 ist dargestellt, welche Fläche A die erste Antriebstrommei 21 bei einer Länge L von 280 cm und einem Durchmesser d von 90 cm aufweist Hieraus ergibt sich eine minimale Länge x der rechteckigen Bereiche 71, 72, um die Fläche A vollständig abzudecken. Weiterhin ist für alternative geringere Trommeldurchmesser von 80 cm, 70 cm, 80 cm und 30 cm für Äntriebstrommeln, weich gegen die erste Antriebstrommei 21 ausgetauscht werden könnten, dargestellt, wie sich die Trommeloberfläche A und damit auch die minimal benötige Länge der rechteckigen Berei- che 71 , 72 verringert Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die beiden Trommelbeläge 31 , 32 allerdings mit Länge x der rechteckigen Bereiche 71 , 72 ausgeliefert, welche deutlich über der Minimallänge von 26,39 m für einen Trommeldurchmesser von 90 cm liegen, so dass der Trommelbelag durch Zurechtschneiden der rechteckigen Bereiche 71 , 72 für jeden diesen Trommeldurchmesser d verwendet werden kann.

Tabelle 1

Fig. 4 zeigt eine Ansicht des ersten Trommeibelags 31 , weicher noch nicht auf die erste Antnebstrommei 21 aufgewickelt ist. Hierin ist der konvex deltoidförmige Bereich 6 vollständig dargestellt. Die rechteckigen Bereiche 71 , 72 sind jeweils nur verkürzt dargestellt. Diese rechteckigen Bereiche 71 , 72 sind mittels Klammem 711 , 721 an dem konvex deltoidförmigen Bereich 6 befestigt. Diese Befestigung erfolgt an den beiden kürzeren Seiten des konvex deltoidförmigen Bereichs 8. Seine beide Sängeren Seiten bilden einen Winkel a, welcher die Steigung bestimmt, mit welcher die rechteckigen Bereiche 71 , 72 ihre Spiralen um die erste Antriebstrommei 21 herum bilden. Der Winke! α wird durch die Mittelachse des konvex deltoidförmigen Bereichs 6 halbiert. Gemäß Formel 1 ergibt sich in Abhängigkeit vom Umfang U der ersten Antriebstrommel 21 jeweils ein optimaler Winkel ct. Der Umfang U kann dabei aus dem Durchmesser d der ersten Antriebstrommei 21 berechnet werden. Die Winkel α für die in Ta- belle 1 genannten Trommeldurchmesser sind in Tabelle 2 tabelliert. Dabei beträgt die Breite b der rechteckigen Bereiche 15 cm.

Tabelle 2

Fig. 5 zeigt eine Darstellung des zweiten Trommelbelags 32 in analoger Darstellung zur Fig. 4. Allerdings ist der konvex deltoidförrnige Bereich hier nicht einstöckig ausgebildet. Vielmehr besteht er aus zwei rechtwinklig dreieckigen Beiagsstücken 61 , 62. Diese können Teil eines Sets sein, um den zweiten Trommeibelag 32 am Standort der Wellpappenmaschine 1 zusammenzusetzen. Jedes der rechtwinklig dreieckigen Belagsstücke 61 , 62 weist jeweils ein Langloch 811 , 812 auf, um es separat an der Oberfläche der zweiten Äntriebstrommel 22 befestigen zu können. Auch wenn die beiden rechtwinklig dreieckigen Belagsstücke 61 , 62 zur besseren Veranschaulichung beabsiandef dargestellt sind, so werden sie bei ihrer Anordnung auf der zweiten Äntriebstrommel 22 doch entlang ihren Hypotenusen so aneinandergefügt, dass sie das in Fig. 4 dargestellte konvexe Deltoid bilden. Ihre Hypotenusen liegen dann also jeweils auf der Mittelachse M des konvexen Deltosds. Wie der Darstellung in Fig. 6 zu entnehmen ist, entspricht die Hypotenusenlänge dem Umfang U der zweiten Antriebstrommel 22. Der Winkel, weicher von der Hypotenuse und der längeren Kathete a des rechtwinklig dreieckigen Bereichs 62 aufgespannt wird, entspricht der Hälfte des Winkels a. Zum Anordnen des zweiten Trommelbelags 32 auf der zweiten Äntriebs- trommel 22 wird zunächst eines der rechtwinklig dreieckigen Belagsstücke 62 so auf der Äntriebstrommeloberfiäche angeordnet, dass seine Hypotenuse auf der Umfangsmittelach.se T der zweiten Antriebstromme! 22 liegt. Es wird ein Loch in die Äntriebstrommeloberfiäche gebohrt, durch welches ein Fixierniet 91 geführt wird, welcher das rechtwinklig dreieckige Belagsstück 62 durch das Langioch 812 hindurch mit der Antriebstrommelober- fläche verbindet. Dabei ist in dem langlooh 812 eine Abstandshülse 92 so zwischen dem Kopf des Fixierniets 91 und der Äntriebströmmeloberfläche um den Fixierniet herum angeordnet, dass dieser im Langioch 812 beweglich ist. Dies ist in Fig. 8 dargestellt

Nachdem der zu diesem rechtwinklig dreieckigen Belagsstück 62 gehörende rechteckige Bereich 72 des Trommelbelag 32 an diesem angeklammert wurde, kann der rechteckige Bereich 72 in einem durch den Winkel α vorgegebenen Winkel um die zweite Äntriebstrommel 22 herumgewickelt werden. Hierzu wird die zweite Äntriebstrommel 22 in der Well- pappenmaschine 1 entgegen der Drehrichtung der zweiten Äntriebstrommel 22 bei der Wellpappenproduktion gedreht. Das Aufwickeln des rechteckigen Bereichs 72 ist in den Fig. 9 und 10 dargestellt. Sobald beim Umwickeln der zweiten Antriebstrommel 22 deren Ende erreicht wurde, wird der überstehende Rest des rechteckigen Bereichs 72, wie in Fig. 11 dargestellt ist, entlang einer Schnittkante S abgeschnitten. Anschließend werden um den Antriebstrommeiumfang herum mehrere kreisförmige Löcher 86, 87, 88 durch den rechteckigen Bereich 72 und durch die Äntriebstrommeloberfiäche hindurch gebohrt. Durch diese kreisförmigen Löcher 86, 87, 88 werden weitere als Blindkopfnieten ausgeführte Fixierniete geführt, welche den rechteckigen Bereich 72 auf der Äntriebstrommeloberfiäche fixieren. Anschließend wird dieser Vorgang mit einem weiteren rechtwinklig dreieckigen Belagsstück 81 und einem weiteren rechteckigen Belagsstück 71 für die andere Hälfte der zweiten Antriebstrommel 22 wiederholt, bis diese vollständig mit dem zweiten Trommelbelag 32 belegt ist. Dabei bilden die beiden rechtwinklig dreieckigen Belagsstücke 61 , 62 einen konvex deltoidförmlgen Bereich in der Mitte der zweiten Antriebstrommel 22,

In Fig. 12 ist dargestellt, in welche Montagerichtungen M21 , 22 die erste Antriebstrommel 21 und die zweite Antriebstrommel 22 beim Aufbringen der Trommelbeläge 31, 32 gedreht werden. Bei der späteren Produktion von Wellpappe wird die Wellpappe 4 in die Produktionsrichtung P4 bewegt, indem die Äntriebstrommein 21 , 22 in den Montagerichtungen M21, M2.2 entgegengesetzte ProduktionsriGhtungen P21 , P22 gedreht werden. Dabei erhitzen sich die Trommelbeläge 31, 32 ausgehend von einer Raumtemperatur von 20°C um 8G°C bis 140°€, so dass Betriebstemperaturen im Bereich von 100°C bis 16Ö°C erreicht werden. An einem 8 cm breiten Stück eines der Trommelbeläge 31 , 32 wurde über eine Messstrecke von 20 cm mit einer Vorspannkraft von 50 bei Raumtemperatur simuliert, weichen Einfiuss diese Temperaturerhöhung auf die Spannkraft F der Trommelbeläge 31 , 32 hat. in Tabelle 3 ist für unterschiedliche Temperaturen T neben dieser Spannkraft F tabelliert, um weiche Strecke s sich die Probe bei der jeweiligen Temperatur verkürzt und weicher prozentualen Längenverringerung ΔΙ dies entspricht. Alle tabeilierten thermischen Schrumpfungen waren vollständig reversibel. Tabelle 3

Wenn die Trommelbeläge 31, 32 verschleißbedingt wieder von den An- tnebstrommeln 21, 22 entfernt werden müssen, so kann dies in einfacher Weise erreicht werden, indem nach Abkühlen der Äntriebstrommeln 21, 22 und Entfernen des Obergurts 11 und des Untergurts 12 von den Antriebstrommeln 21 , 22 alle Fixiernsete gelöst werden und die Trommelbeläge 31, 32 von den Äntriebstrommeln 21 ,.22 abgewickelt werden. Anschließend ist ein sofortiges Neubelegen mit frischen Trommelbelagen 31 , 32 möglich.