| JP2003145510 | METHOD FOR MANUFACTURING MODIFIED LUMBER |
| JP2514573 | BONDING OF DECORATIVE BOARD PIECE |
| JP2003062809 | FRIEZE BOARD AND TOP BOARD WITH THE SAME |
ISHAK, Edmond (Mittbergweg 5, Tauberbischofsheim, 97941, DE)
ISHAK, Edmond (Mittbergweg 5, Tauberbischofsheim, 97941, DE)
| Ansprüche Halbmassivholzplatte, bestehend aus wenigstens zwei Schichten (S1 , S2) miteinander verleimter Holzprofile (3), - die zwei zueinander parallel verlaufende Außenflächen (31 , 32) aufweisen, welche jeweils parallel zu den beiden Großflächen der Platte ausgerichtet sind und - die in jeder Schicht (S) jeweils die gleiche Materialstärke aufweisen dadurch gekennzeichnet, dass die Holzprofile (3) - einen etwa trapezförmigen Querschnitt aufweisen und - zusammen mit wenigstens zwei angrenzenden, weiteren Holzprofilen (3) je einen Hohlraum (4) bilden, - der in Längsrichtung der Holzprofile (3) verläuft und - der im Querschnitt geschlossen ist. 2. Halbmassivholzplatte nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass alle Flächen jedes Holzprofils (3) Ebenen sind. 3. Halbmassivholzplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzprofile (3) der ersten Schicht (S1) jeweils mit ihrer zweiten, schmäleren Außenfläche - der Grundfläche (32) - mit den Grundflächen (32) der Holzprofile (3) der an die erste Schicht (S1) angrenzenden zweiten Schicht (S2) verklebt oder anderweitig verbunden sind. Halbmassivholzplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im trapezförmigen Querschnitt der Holzprofile (3) die Kante zwischen - der ersten, breiteren Außenfläche, der Basisfläche (31) und - einer angrenzenden ersten Schenkelfläche (33) zu je einer Fase (35) abgeflacht ist, die parallel zur gegenüberliegenden, zweiten Schenkelfläche (34) verläuft. Halbmassivholzplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasen (35) mit der zweiten Schenkelfläche (34) eines angrenzenden Holzprofils (39 verklebt oder anderweitig verbunden sind. Halbmassivholzplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - die Fase (35) und - die gegenüberliegende, zweite Schenkelfläche (34) jedes Holzprofils (3) senkrecht zu den Außenflächen (31 ,32) ausgerichtet sind. Halbmassivholzplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb einer Schicht (S) die Fase (35) jedes Holzprofils (3) mit der senkrechten Schenkelfläche (34) des benachbarten Holzprofils (3) verklebt oder anderweitig verbunden ist. Halbmassivholzplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb einer Schicht (S) - die Fase (35) jedes Holzprofils (3) mit der Fase (35) eines benachbarten Holzprofils (3) verklebt oder anderweitig verbunden ist und - die senkrechte Schenkelfläche (34) jedes Holzprofils (3) mit der senkrechten Schenkelfläche (34) des benachbarten Holzprofils (3) verklebt oder anderweitig verbunden ist. Halbmassivholzplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf die ersten beiden Schichten (S1.S2) noch zwei weitere Schichten (S3, S4) aufgebracht sind, deren Holzprofile (3) gegenüber denen der ersten Schicht (S1) in der Ebene der Außenflächen (31 ,32) um etwa 90° verschwenkt sind. 10. Verfahren zur Herstellung von Holzprofilen (3) für eine Halbmassivholzplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein längliches, quaderförmiges Kantholz von einer Stirnseite in zwei glei- che Teile zersägt oder zerteilt wird, wobei - die Schnittlinie gegenüber den übrigen Kanten der Stirnfläche geneigt verläuft und - die beiden Schnittflächen die erste Schenkelfläche (33) eines jeden Holzprofiles (3) bilden und - die Basisfläche (31) und die Grundfläche (32) und die zweite Schenkelfläche (34) die Außenflächen des Kantholzes sind und - die Fase (35) mit einem weiteren Werkzeug in einem weiteren Arbeitsgang geformt wird. |
Die Erfindung bezieht sich auf eine Halbmassivholzplatte, bestehend aus wenigsten zwei Schichten miteinander verleimter Holzprofile, die zwei zueinander parallel verlaufende Außenflächen aufweisen, welche jeweils parallel zu den beiden Großflächen der Platte ausgerichtet sind und die in jeder Schicht jeweils die gleich Materialstärke aufweisen.
Auf aktuellem Stand der Technik sind Massivholzplatten aus miteinander verklebten Holzteilen - auch als Leisten oder Kanthölzer bezeichnet - weit verbreitet. Dabei sind die Holzteile an ihren Berührungsflächen so genau geglättet, dass sich nur eine ganz schmale Fuge bildet, die für eine Verklebung sehr gut geeignet ist. Die Holzteile verlaufen parallel zueinander und auch die Fasern jedes Holzteiles verlaufen in Längsrichtung der Holzleisten und damit parallel zur Faser der benachbarten Holzleiste.
Derartige Massivholzplatten sind z.B. in einschichtiger Ausführung für die Herstellung von Möbeln und für die Ausstattung von Innenräumen üblich. Diese Platten werden meist mit einer maximalen Dicke von 16 bis 20 mm hergestellt. Bei höherer Belastung oder bei der Verwendung in Holzkonstruktionen mit höheren Anforderungen an die Tragfähigkeit werden Massivholzplatten mit größeren Dicken und mit mehreren Schichten verwendet.
Ein Nachteil dieser Platten ist ihr im Vergleich zu anderen Holzplatten und Holzwerkstoffen relativ sehr hohes Gewicht, das insbesondere für bewegliche Bauteile von Nachteil ist.
Um das Gewicht zu reduzieren, ist es bekannt, Holzplatten mit in Längsrichtung verlaufenden Hohlräumen zu produzieren. Das Patent
BESTÄTIGUNGSKOPIE DE 661 763 beschreibt eine Platte, die aus aneinander gereihten Hohlprofilen besteht, die jeweils aus vier Holzleisten aufgebaut sind, die einen rechteckigen Hohlraum umschließen. Der Nachteil dieser Holzplatte ist der relativ hohe Aufwand und die bei der Herstellung erforderliche, relativ hohe Genauigkeit: Für die Verbindung der vier
Holzleisten wird eine Nut- und Federverbindung vorgeschlagen, die jedoch ein aufwändiges Einfräsen der Nuten und der Federn erfordert und dabei einen Teil des Holzes zerspant, das durch den Hohlraum eigentlich hätte eingespart werden sollen.
Wenn die Holzleisten nur ein rechteckiges Profil aufweisen und mit den anderen Holzleisten nur verleimt werden, so werden die Leisten beim Zusammenfügen nicht mehr fest durch die Nut geführt, sondern benötigen eine Klemmvorrichtung, was den Aufwand erhöht.
Auf diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, eine kostengünstige Massivholzplatte zu schaffen, die einfach hergestellt werden kann, ein relativ niedriges Gewicht aufweist und trotzdem eine nahezu gleiche Stabilität wie die bekannten Massiv- holzplatten bietet, jedoch im Vergleich dazu weniger Rohholz und weniger Leim benötigt.
Als Lösung lehrt die Erfindung, dass die Holzprofile einen etwa trapezförmigen Querschnitt aufweisen und zusammen mit wenigstens zwei angrenzenden, weiteren Holzprofilen je einen Hohlraum bilden, der in Längsrichtung der Holzprofile verläuft und der im Querschnitt geschlossen ist.
Im einfachsten Fall weisen die Holzprofile einen trapezförmigen Querschnitt auf, haben also vier Kanten. Neben den beiden Stirnflächen weist das Holzprofil also vier längliche Flächen auf. Um diese Flächen mit unterschiedlichen Begriffen zu bezeichnen, wird auf die bei Trapezen übliche Bezeichnung der Kanten zurückgegriffen.
In der Geometrie ist ein Trapez ein ebenes Viereck mit mindestens zwei parallel zueinander liegenden Seiten von unterschiedlicher Länge. Die längere Seite wird als die„Basis" des Trapezes bezeichnet, die kürzere Seite als die„Grundseite". Die beiden, zueinander nicht parallelen Seiten, die die Grundseite und die Basis des Trapezes miteinander verbinden, werden „Schenkel" genannt.
Aus diesen für Trapezen üblichen Bezeichnungen werden in dieser Schrift die folgenden Bezeichnungen für die Flächen jedes Holzprofiles abgeleitet: Die beiden nach außen weisenden Flächen der Holzprofile einer jeden Schicht werden als„Außenflächen" bezeichnet. Die breitere der beiden Außenflächen wird„Basisfläche" genannt und die schmälere Außenfläche als„Grundfläche" bezeichnet. Diese beiden Außenflächen werden durch die beiden sog.„Schenkelflächen" verbunden, wobei die erste Schenkelfläche nicht parallel zur zweiten Schenkelfläche ist.
Im einer sehr einfachen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Halbmassivholzplatte aus genau trapezförmigen Holzprofilen sind die Holzprofile der ersten Schicht jeweils mit ihrer zweiten, schmäleren Außenfläche - der Grundfläche - mit den Grundflächen der Holzprofile der an die erste Schicht angrenzenden, zweiten Schicht verklebt oder anderweitig verbunden. Die Holzprofile aus den beiden benachbarten Schichten sind also jeweils um 180° um ihrer Längsachse gegeneinander verschwenkt oder in anderen Worten: Die Holzprofile der oberen Schicht stehen gegenüber denen aus der unteren Schicht „auf dem Kopf. Dabei verlaufen die Längsrichtungen der Holzprofile der beiden Schichten nicht parallel. In der Praxis werden sie sich zwar zumeist im rechten Winkel kreuzen, es ist aber auch jeder andere Winkel denkbar.
In dieser, sehr einfachen Variante eines genau trapezförmigen Holzprofiles sind die Kanten zwischen der Basisfläche und den beiden angrenzenden Schenkelflächen der Holzprofile einer Schicht mit den gleichen Kanten der benachbarten Holzprofile nicht großflächig verbunden, sondern berühren sich nur. Bei einer geometrisch exakt trapezförmigen Querschnittsfläche, würden sich die Holzprofile nur entlang einer Linie berühren, in der Praxis wird sich jedoch durch die Elastizität des Holzes und das Absplittern einzelner Holzfasern an der Kante meist eine etwas abgerundete Kante bilden, so dass die aneinander grenzenden Holzprofile sich auf einer - wenn auch sehr schmalen - Fläche berühren und dort miteinander verklebt werden können.
In dieser sehr einfachen Variante eines genau trapezförmigen Holzprofils wird die Verbindung zwischen zwei benachbarten Holzprofilen über die Verklebung der beiden Grundseiten benachbarter Holzprofile mit den Grundseiten der quer dazu verlaufenden anderen Schicht hergestellt. Wegen der Verbindung der Grundseiten zueinander ist dann auch die - recht schmale - Verbindung zwischen den Basisflächen angrenzender Holzprofile ausreichend belastbar.
Der wesentliche Unterschied und Vorteil einer solchen erfindungsgemäßen Halbmassivholzplatte gegenüber den bisher bekannten Massivholzplatten ist der Hohlraum zwischen den aneinander grenzenden Holzprofilen. In der zuvor präsentierten, einfachen Variante hat jeder Hohlraum ein dreieckiges Profil. An allen Kanten einer sol- chen, zweischichtigen Halbmassivholzplatte ist deshalb eine Reihe von dreieckigen Öffnungen zu sehen.
Ein Vorteil dieser Konfiguration ist, dass die dazu benötigten Holzprofile einen viereckigen Querschnitt aufweisen und deshalb auch nur vier länglichen Flächen aufweisen.
Die Erfindung bevorzugt Varianten der Holzprofile, die nur ebene Oberflächen aufweisen. Da die erfindungsgemäßen Holzprofile keine Flächen aufweisen, deren Fortsetzungen in andere Flächen hineinragen, können diese Flächen mit Werkzeugen hergestellt werden, die über den Rand der Flächen hinausragen, wie z.B. rotierende Sägeblätter. Dank ihrer schmalen Sägefuge erzeugen sie im Vergleich zu Fräswerkzeugen einen erheblich geringeren Verlust an Holz.
Für den einfachen Anwendungsfall einer Holzplatte mit sägerauer Oberfläche können diese vier Flächen in einer Maschine mit vier entsprechend den Flächen ausgerichteten Sägeblättern in einem einzigen Durchlauf hergestellt werden.
Wenn die Eintauchtiefe der Sägeblätter auf das benötigte Maß begrenzt ist, ist es ist sogar möglich, dass ein Baustamm - abgesehen von den Randzonen - nur mit dem Holzverlust durch die Sägefugen, aber sonst ohne weiteren, prinzipbedingten Abfall in geeignete trapezförmige Profile aufgetrennt wird.
Bei dieser einfachen Ausführungsform bleibt jedoch der Wunsch nach einer noch höher belastbaren Randzone der nach außen weisenden Basisflächen der Holzprofile. Deshalb schlägt die Erfindung als eine Ausführungsvariante vor, dass im trapezförmigen Querschnitt die Kante zwischen der ersten, breiteren Außenfläche - der Basisfläche - und der angrenzenden ersten Schenkelfläche zu einer Fase abgeflacht ist, die parallel zu der gegenüber liegenden, zweiten Schenkelfläche verläuft.
Diese fünfte Längsfläche erfordert zwar einen weiteren Bearbeitungsvorgang oder ein zusätzliches Werkzeug in einer Durchlaufmaschine. Damit wird jedoch erreicht, dass die gegenüber der Kante des Trapezes erheblich größere Fläche der Fase mit der angrenzenden Schenkelfläche verleimt werden kann. Mit Holzleimen auf dem aktuellen Stand der Technik ist es möglich, dass die Verklebung der Fase mit der angrenzenden Schenkelfläche wenigstens ebenso oder höher belastbar ist wie die Verbindung zwischen zwei aneinander grenzenden Holzfasern innerhalb eines Holzprofils.
Damit wird erreicht, dass in einer Schicht aus identischen, aneinandergereihten und miteinander verklebten Holzprofilen auch in den Randzonen der Basisfläche eine Mindestholzstärke nicht unterschritten wird und deshalb die erfindungsgemäße Halbmassivholzplatte auch in diesen streifenförmigen Zonen höheren punkt- oder linien- förmigen Belastungen standhalten kann.
Praktische Versuche haben ergeben, dass derartige Massivholzplatten im Vergleich mit konventionellen Massivholzplatten um 25 bis 30 % weniger Gewicht aufweisen und - bei entsprechender Aufteilung des Zuschnittes - auch bis zu einem Drittel weniger an Holz verbrauchen. Dabei werden im Vergleich mit einer konventionellen Einschichtmassivholzplatte die gleiche Formstabilität und fast genau die gleiche Biegezugfestigkeit erreicht. Durch die sehr viel geringeren Kontaktflächen zwischen den einzelnen Holzprofilen wird der Verbrauch an Leim nahezu halbiert und sinkt auf 60 - 50 % des Bedarfes konventioneller Massivholzplatten. Insgesamt können die Produktionskosten derartiger Platten gegenüber der bisherigen Technologie um 10 - 15 % gesenkt werden.
In einer interessanten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Halbmassivholzplatte sind die schmale Fase und die gegenüberlie- gende zweite Schenkelfläche eines jeden Holzprofils senkrecht zu den Außenflächen ausgerichtet. Dadurch ergeben sich interessante Kombinationsmöglichkeiten.
In der ersten Variante sind innerhalb einer Schicht die Fasen jedes Holzprofils mit der senkrechten Schenkelfläche des benachbarten
Holzprofils verklebt oder anderweitig verbunden. Dadurch entstehen in einer Schicht relativ zahlreiche und sehr kleine, dreieckige Hohlräume zwischen den aneinander grenzenden Holzprofilen. Die Fläche jedes einzelnen Hohlraumes kann bei einer zweischichtigen Halbmassivholzplatte dadurch verdoppelt werden, dass eine zweite solche Schicht spiegelsymmetrisch zur ersten aufgeklebt wird. Dann sind die Hohlräume ebenfalls dreieckig, jedoch doppelt so groß. An zwei gegenüberliegenden Stirnkanten einer solchen Platte ist dann jeweils eine Reihe von kleinen, dreieckigen Öffnungen zu sehen.
Wenn die zweite, spiegelsymmetrische Schicht gegenüber der ersten um 90 ° verdreht wird, so entsteht eine Massivholzplatte, die an allen vier Kanten jeweils eine Reihe von dreieckigen Öffnungen aufweist. Bei Holzprofilen, bei denen die Fase und die gegenüberliegende zweite Schenkelfläche senkrecht zu den Außenflächen ausgerichtet sind, wird in einer anderen Anordnung die Fase jedes Holzprofiles mit der Fase eines benachbarten Holzprofils verklebt oder anderweitig verbunden und die senkrechte Schenkelfläche jedes Holzprofils mit der senkrechten Schenkelfläche des benachbarten Holzprofils verbunden. In jeder Schicht von Holzprofilen sind also jeweils zwei Fasen und dann zwei senkrechte Schenkelflächen und dann wieder zwei senkrechte Fasen miteinander verbunden. Wenn eine derartige Schicht auf eine zweite Schicht umgekehrt - also spiegelsymmetrisch - aufgeklebt wird, so entstehen rautenförmige Hohlräume.
Für erfindungsgemäße Halbmassivholzplatten mit erhöhten Anforderungen an die Belastbarkeit ist eine relativ hohe Anzahl von Schichten sinnvoll. Auf die ersten beiden Schichten werden also noch zwei weitere oder mehr Schichten aufgebracht, wobei natürlich auch ungerade Anzahlen von Schichten möglich sind.
Es erhöht die Stabilität einer erfindungsgemäßen Halbmassivholzplatte, wenn die Holzprofile einer zusätzlichen Schicht oder eines zusätzlichen Paares von Schichten gegenüber der ersten Schicht in einer zu den Außenflächen parallelen Ebene um etwa 90 0 verschwenkt sind. In der Praxis wird die Verschwenkung meist exakt 90° betragen, es sind aber auch alle anderen Winkel denkbar.
Da in der Praxis die Breite der Holzprofile wohl zumeist im Bereich einiger Zentimeter liegt, sind Verschwenkungswinkel der Schichten gegeneinander von weniger als 10 0 weniger sinnvoll. Unabhängig von der Anzahl der Schichten ist es möglich, dass die Schichten der Holzprofile so miteinander kombiniert werden, dass wenigstens eine der beiden großen Flächen der Halbmassivholzplatte keine Ebene ist, sondern von zueinander parallelen, V-förmigen Nuten durchzogen ist. Dadurch wird die Schallreflexion geändert und es entsteht ein zusätzlicher Parameter zur optischen Gestaltung. Möglich ist es auch, dass sich genutete Streifen mit glatten, ebenen Streifen oder Bereichen abwechseln. In der Praxis werden jedoch voraussichtlich ebene Oberflächen bevorzugt werden.
Die erfindungsgemäßen Massivholzplatten sind zur Herstellung von Möbeln, Tischplatten, Verkleidungen sowie Wand- und Dachkonstruktionen geeignet. Durch den Hohlraum erhöht sich der Wärmedurchgangswiderstand im Vergleich zu einer konventionellen Massivholzplatte um 25 bis 30 %. Das ist insbesondere beim Bau von Holzhäusern oder Wandelementen für Außenwände wichtig.
Beim Bau von Fertighauselementen können in die Hohlräume Rohre und Leitungen vorverlegt werden, sodass sich der Arbeitsaufwand auf der Baustelle reduziert und die Leitungen innerhalb der Holzplatte besser geschützt sind. Außerdem wird das optische Erscheinungsbild verbessert.
Zu einer weiteren Verbesserung der thermischen Eigenschaften können in die Hohlräume Isolationsmaterialien, wie z.B. aufgeschäumter Kunststoff oder sogar Vakuumisolationselemente eingeschoben oder eingearbeitet werden.
Für die Herstellung der Holzprofile und deren Verklebung zu einer erfindungsgemäßen Halbmassivholzplatte sind die derzeit bekannten Holzbearbeitungsmaschinen und die üblichen Pressen einsetzbar. Dabei ist für das Produzieren der Holzprofile die Variante mit einer Fase und einer zweiten Schenkelfläche, die senkrecht zu der Basisfläche und der Grundfläche ausgerichtet sind besonders dann interessant, wenn quaderförmiges Kantholz verwendet werden soll. Da bei dieser Variante nur die erste Schenkelfläche nicht rechtwinkelig zu den anderen Flächen verläuft, wird vorgeschlagen, eine quaderförmige Holzleiste durch einen einzigen Schnitt, der„schräg" zu den übrigen Kanten des Querschnittes ausgerichtet ist, in zwei gleiche Holzprofile aufzuteilen. Die Schnittflächen bilden dann die beiden ersten Schenkelflächen des späteren Holzprofils. Der Vorteil ist, dass dabei - abgesehen von der Sägefuge selbst - kein weiterer Verschnitt entsteht.
Ein - wenn auch sehr geringer - Holzabfall entsteht im folgenden Ar- beitsgang, im welchem von der Kante der„schrägen" Schnittfläche des vorherigen Arbeitsganges noch etwas Material abgetragen wird, um die Fase einzuformen, die parallel zu der bereits existierenden zweiten Schenkelfläche verläuft. Die anschließende Verleimung der Holzprofile kann einer standardmäßigen Klebepresse erfolgen, die bereits jetzt zur Herstellung von Massivholzplatten eingesetzt wird. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist, dass dabei die Holzprofile„auf Anschlag" in die Presse eingelegt werden können und keine weiteren Hilfs orrichtungen erfor- derlich sind.
Beim Auftragen von Leim müssen natürlich nur die miteinander zu verklebenden Flächen beschichtet werden, sodass sich eine wesentliche Einsparung an Klebstoff ergibt. Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert werden. Diese sollen die Erfindung jedoch nicht einschränken, sondern nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung:
Figur 1 Massivholzplatte nach Stand der Technik zweischichtige, erfindungsgemäße Halbmassivholzplatte sechsschichtige Halbmassivholzplatte gemäß der Erfindung zweischichtige Halbmassivholzplatte mit dreieckigen Hohlraumprofilen
Die Figuren zeigen im Einzelnen:
In Figur 1 ist eine Massivholzplatte nach aktuellem Stand der Tech- nik wiedergegeben. Es wird deutlich, dass quaderförmige Holzprofile
3 miteinander verbunden sind, die jeweils zwei zueinander parallel verlaufende Außenflächen aufweisen, welche jeweils parallel zu den beiden Großflächen der Platte ausgerichtet sind. Die Materialstärke jedes einzelnen Holzprofiles 3 ist gleich, sodass sich die Außenflä- chen dieser Holzprofile 3 zu jeweils einer Großfläche der Massivholzplatte nach bekanntem Stand der Technik ergänzt.
In Figur 2 ist eine erfindungsgemäße Halbmassivholzplatte gezeigt. Die hier verwendeten Holzprofile 3 haben nur die halbe Materialstär- ke der Holzprofile 3 nach der Technik in Figur 1. Deshalb sind bei der
Ausführungsvariante in Figur 2 zwei Schichten S1.S2 miteinander verbunden. Jede Schicht S besteht aus aneinander gereihten Holzprofilen 3, die in diesem Ausführungsbeispiel einen in etwa trapezförmigen Querschnitt aufweisen, wobei an dem rechts als Einzelteil dargestellten Holzprofil 3 zu erkennen ist, dass das Profil nicht ganz exakt trapezförmig ist, sondern an seinem linken unteren Ende durch die Fase 35 verkleinert ist, sodass es genau genommen kein Viereck, sondern ein Fünfeck ist.
Gut zu erkennen ist, dass die beiden Außenflächen 31 , 32 jedes Holzprofils 3 zueinander parallel verlaufen. Die breiteren Außenflächen - die Basisfläche 31 - bilden die beiden Großflächen der erfindungsgemäßen Halbmassivholzplatte. Die schmälere der beiden Außenflächen - die Grundfläche 32 - ist in dieser Ausführungsform jeweils mit einer parallel dazu verlaufenden Grundfläche 32 eines benachbarten Holzprofils 3 verbunden. Dadurch liegen diese beiden Grundflächen 32 in der Mitte der doppelschichtigen Halbmassivholzplatte.
Die ersten Schenkelflächen 33, die„schräg" zu den übrigen Flächen des Holzprofils 3 verlaufen, bilden nach dem Verleimen der Holzprofile 3 die Innenwandung des hier rautenförmigen Hohlraums 4.
Die Fasen 35 jedes Holzprofiles 3 sind über jeweils eine erste Fuge 1 mit einer Fase 35 eines benachbarten Holzprofiles 3 verbunden. In Figur 2 ist gut nachzuvollziehen, dass diese erste Fuge 1 so schmal ist, wie es für Massivholzplatten auf dem aktuellen Stand der Technik üblich ist. Daher wird nur eine relativ sehr geringe Klebstoffmenge in der Fuge 1 benötigt, um zwei aneinandergrenzende Fasen 35 von benachbarten Holzprofilen 3 miteinander zu verbinden. Die jeweils zweiten Schenkelflächen 34 jedes Holzprofils 3 sind über eine zweite Fuge 2 mit einer daran angrenzenden zweiten Schenkelfläche 34 des benachbarten Holzprofils 3 verklebt. Dabei ist die zweite Fuge 2 ebenso schmal wie die erste Fuge 1.
In Figur 2 ist gut zu erkennen, dass zwei Holzprofile 3, die an ihren zweiten Schenkelflächen 34 miteinander verbunden sind, gemeinsam wieder ein symmetrisches Holzprofil bilden, das - abgesehen von den beiden Fasen 35 - in etwa trapezförmig ist. Aus Figur 2 ist damit eine weitere, mögliche Ausführungsvariante für die Holzprofile
3 außerhalb der Randzonen einer erfindungsgemäßen Halbmassivholzplatte zu entnehmen.
Bei Betrachtung von Figur 2 wird deutlich, dass solche symmetri- sehen, großen Holzprofile 3 zur Ausbildung der vertikalen Stirnkanten einer quaderförmigen Platte mit den zuvor besprochenen, kleineren Holzprofilen 3 kombiniert werden müssen, die exakt der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform mit einer senkrecht zu den beiden Außenflächen 31 , 32 ausgerichteten, zweiten Schenkelfläche 34 ent- sprechen.
In Figur 3 ist eine sechsschichtige, erfindungsgemäße Halbmassivholzplatte gezeigt. Sie ist aus drei der in Figur 2 gezeigten Doppelschichten zusammengesetzt. Dabei sind die mittleren beiden Schich- ten um 90° gegenüber den anderen beiden Schichten verschwenkt worden.
Die Figur 3 zeigt ebenso wie die Figur 2 ein Ausführungsbeispiel für die Herstellung einer erfindungsgemäßen Halbmassivholzplatte aus einer großen Anzahl von identischen Holzprofilen 3, die gegenüber ihren Nachbarn jeweils um 180 ° um ihre Längsachse oder quer zu ihrer Längsachse verschwenkt sind.
Die Figuren 2 und 3 plausibilisieren auf den ersten Blick, dass im Vergleich zu einer konventionellen Massivholzplatte das Gesamtvolumen an verwendetem Holz um etwa ein Viertel bis ein Drittel sinkt und die benötigte Fläche zur Verklebung nahezu halbiert werden kann. In Figur 4 ist eine zweischichtige, erfindungsgemäße Halbmassivholzplatte gezeigt, die der in Figur 2 gezeigten Platte fast genau gleicht, jedoch mit Ausnahme der Ausrichtung der einzelnen Holzprofile. Bei der Ausführungsform gemäß Figur 4 sind die Holzprofile innerhalb jeder Schicht genau gleich ausgerichtet, mit Ausnahme des invertierten Endstückes zur Bildung einer senkrechten Abschlusskante. Die Profile der darunter folgenden, zweiten Schicht sind um 180° invertiert, so dass auch deren Basisflächen 31 zu einer Außenfläche des Platte werden.
Im Vergleich zu Figur 2 wird deutlich, dass sich durch diese Anordnung dreieckige Hohlräume 4 ausbilden anstelle der rautenförmigen Hohlräume 4 in Figur 2. Dadurch wächst die Anzahl der Hohlräume, sodass die Stabilität der Halbmassivholzplatte steigt, obwohl die Anzahl und die Masse der Holzprofile gleich bleibt. Bezugszeichenliste
S Schichten der Halbmassivholzplatte
51 erste Schicht aus mehreren, aneinandergereihten
Holzprofilen 3
52 zweite Schicht, mit erster Schicht S1 verbunden
S3-S6 weitere Schichten, mit der vorherigen Schicht S verbunden
1 erste Fuge
2 zweite Fuge 21
3 Holzprofil mit trapezförmigem Querschnitt
31 ,32 Außenflächen des Holzprofils 3, parallel zu den Großflächen der Halbmassivholzplatte
31 Basisfläche, die breitere Außenfläche
32 Grundfläche, die schmälere Außenfläche,
33 erste Schenkelfläche des trapezförmigen Querschnittes
34 zweite Schenkelfläche des trapezförmigen Querschnittes
35 Fase im Querschnitt des Holzprofils 3
4 Hohlraum, zwischen aneinandergrenzenden Holzprofilen 3
Next Patent: DRIVE ROLL ASSEMBLY FOR WIRE FEEDER
