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Title:
SENSOR ASSEMBLY FOR A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/185523
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sensor assembly (1) for a vehicle, comprising a sensor element (WSS) and at least two control devices (ECU1, ECU2), each having an evaluation and control unit (3A, 3B) and a power source (VB1, VB2), wherein a first evaluation and control unit (3A) is connected to a first power source (VB1) in a first control device (ECU1), and a second evaluation and control unit (3B) is connected to a second power source (VB2) in a second control device (ECU2), wherein the first control device (ECU1) comprises a switching device (20) which connects a first connection (WSS1) of the sensor element (WSS) to the first power source (VB1) and/or to the second power source (VB2), wherein a second connection (WSS-) of the sensor element (WSS) is connected to the second control device (ECU2), wherein a sensor current (IS) flowing through the sensor element (WSS) is modulated with information relating to a detected measurement variable, wherein the first evaluation and control unit (3A) evaluates the sensor current (IS) detected between the connected power source (VB1, VB2) and the sensor element (WSS), and the second evaluation and control unit (3B) evaluates the sensor current (IS) detected between the sensor element (WSS) and the ground, and wherein the switching device (20) connects the first connection (WSS1) of the sensor element (WSS) to the other power source (VB2, VB1) in the event that the connected power source (VB1, VB2) fails.

Inventors:
WIRTH, Jens (Nordstr. 10, Abstatt, 74232, DE)
KOEGEL, Martin (Schmalzgrube 11, Bad Berka, 99438, DE)
Application Number:
EP2019/057399
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 25, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
G01P3/489; G01D3/08; H02J9/06
Foreign References:
DE19814097C12000-03-09
US20050035656A12005-02-17
DE10041989A12002-03-07
DE102013209488A12014-11-27
DE10062839A12002-01-17
DE102015202335A12016-08-11
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Claims:
Ansprüche

1. Sensoranordnung (1) mit einem Sensorelement (WSS) und mindestens zwei Steuergeräten (ECU1, ECU2), welche jeweils eine Auswerte- und Steuereinheit (3A, 3B) und eine Energiequelle (VB1, VB2) aufweisen, wobei in einem ersten Steuergerät (ECU1) eine erste Auswerte- und Steuereinheit (3A) mit einer ersten Energiequelle (VB1) und in einem zweiten Steuergerät (ECU2) eine zweite Auswerte- und Steuereinheit (3B) mit einer zweiten Energiequelle (VB2) verbunden ist, wobei das ers te Steuergerät (ECU1) eine Umschaltvorrichtung (20) umfasst, welche einen ersten Anschluss (WSS1) des Sensorelements (WSS) mit der ers ten Energiequelle (VB1) und/oder mit der zweiten Energiequelle (VB2) verbindet, wobei ein zweiter Anschluss (WSS2) des Sensorelements (WSS) mit dem zweiten Steuergerät (ECU2) verbunden ist, wobei ein durch das Sensorelement (WSS) fließender Sensorstrom (ls) mit Infor mationen über eine erfasste Messgröße moduliert ist, wobei die erste Auswerte und Steuereinheit (3A) den zwischen der verbundenen Ener giequelle (VB1, VB2) und dem Sensorelement (WSS) erfassten Sensor strom (ls) auswertet und die zweite Auswerte- und Steuereinheit (3B) den zwischen dem Sensorelement (WSS) und Masse erfassten Sensor strom (ls) auswertet, und wobei die Umschaltvorrichtung (20) bei Ausfall der verbundenen Energiequelle (VB1, VB2) den ersten Anschluss (WSS1) des Sensorelements (WSS) mit der anderen Energiequelle (VB2, VB1) verbindet.

2. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Sensorelemente (WSS) vorgesehen sind, welche jeweils an ei ner Messstelle angeordnet sind.

3. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messstellen jeweils einem Fahrzeugrad zugeordnet sind, wobei das zugehörige Sensorelement (WSS) zumindest eine Drehzahl und/oder Drehgeschwindigkeit des korrespondierenden Fahrzeugrads erfasst.

4. Sensoranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umschaltvorrichtung (20A) zumindest für jedes verbundene Sensorelement (WSS) zwei Dioden (Dl, D2) mit einem ge meinsamen Knotenpunkt (K) umfasst, an welchem eine Versorgungs spannung für das mit dem gemeinsamen Knotenpunkt (K) verbundene Sensorelement (WSS) anliegt, wobei eine erste Diode (Dl) die erste Energiequelle (VB1) in Durchlassrichtung mit dem gemeinsamen Kno tenpunkt (K) verbindet, und eine zweite Diode (D2) die zweite Energie quelle (VB2) in Durchlassrichtung mit dem gemeinsamen Knotenpunkt (K) verbindet, so dass am gemeinsamen Knotenpunkt (K) eine Versor gungsspannung anliegt, welche aus der ersten und/oder der zweiten Energiequelle (VB1, VB2) gespeist ist, wobei sich die höhere Spannung durchsetzt.

5. Sensoranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umschaltvorrichtung (20B) zumindest für jedes verbundene Sensorelement (WSS) zwei Schaltelemente (21, 22) mit ei nem gemeinsamen Knotenpunkt (K) umfasst, an welchem eine Versor gungsspannung für das mit dem gemeinsamen Knotenpunkt (K) ver bundene Sensorelement (WSS) anliegt, wobei eine erste Ansteuerein heit (25) ein erstes Schaltelement (21) ansteuert, welches den gemein samen Knotenpunkt (K) mit der ersten Energiequelle (VB1) verbindet, und eine zweite Ansteuereinheit (26) ein zweites Schaltelement (22) an steuert, welches den gemeinsamen Knotenpunkt (K) mit der zweiten Energiequelle (VB2) verbindet.

6. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ansteuereinheit (25) das erste Schaltelement (21) ansteuert und den gemeinsamen Knotenpunkt (K) mit der ersten Energiequelle (VB1) verbindet, wenn eine erste Spannungserkennung (23), erkennt, dass die erste Energiequelle (VB1) eine erste Spannung bereitstellt, wo bei die zweite Ansteuereinheit (26) das zweite Schaltelement (22) an- steuert und den gemeinsamen Knotenpunkt (K) mit der zweiten Ener giequelle (VB2) verbindet, wenn eine zweite Spannungserkennung (24), erkennt, dass die zweite Energiequelle (VB2) eine zweite Spannung be reitstellt und eine Vorrangschaltung (27) die Ansteuerung des zweiten Schaltelements (22) freigibt, wobei die Vorrangschaltung (27) die An steuerung des zweiten Schaltelements (22) freigibt, wenn die erste Spannungserkennung (23) erkennt, dass die erste Energiequelle (VB1) keine Spannung bereitstellt.

7. Sensoranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass im ersten Steuergerät (ECU1) eine Stromverarbei tung (30) angeordnet ist, welche den jeweiligen Sensorstrom (ls) zwi schen der verbundenen Energiequelle (VB1, VB2) und dem jeweiligen Sensorelement (WSS) erfasst und als jeweiligen Messstrom (IMI) der ersten Auswerte und Steuereinheit (3A) zur Verfügung stellt.

8. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Auswerte- und Steuereinheit (3B) den jeweiligen Sensorstrom (ls) direkt als zweiten Messstrom ( 2) empfängt und auswertet.

9. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromverarbeitung (30) zumindest für jedes verbundene Senso relement (WSS) einen in den Strompfad eingeschleiften Stromsensor (32) umfasst, welcher einen Bruchteil (ls/n) des jeweiligen Sensorstroms (ls) abzweigt und an die erste Auswerte- und Steuereinheit (3A) weiter leitet.

10. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Auswerte und Steuereinheit (3A) zumindest für jedes verbun dene Sensorelement (WSS) eine Eingangsbeschaltung (RMA) aufweist, welche den Bruchteil (ls/n) des jeweiligen Sensorstroms (ls) in ein Mess signal wandelt, welches den jeweiligen Sensorstrom (ls) entspricht.

11. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromverarbeitung (30) zumindest für jedes verbundene Sensorele- ment (WSS) eine Stromaufbereitung (34) umfasst, welche zwischen dem jeweiligen Stromsensor (32) und der ersten Auswerte und Steuereinheit (3A) angeordnet ist und den Bruchteil (ls/n) des jeweiligen Sensorstroms (ls) in einen zugehörigen Messstrom (IMI) umwandelt, welcher dem je weiligen Sensorstrom (ls) entspricht.

12. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromverarbeitung (30) eine erste Hilfsspannungserzeugung (35) mit einem Energiespeicher (CH) umfasst, welcher an einem Summenpunkt (SP) eine erste Hilfsspannung (VH1) ausgibt, welche niedriger als die Versorgungsspannungen der Energiequellen (VB1, VB2) ist, wobei der Summenpunkt (SP) zum Laden des Energiespeichers (CH) zwischen der jeweiligen Umschaltvorrichtung (20) und dem jeweiligen Stromsensor (32) mit den Sensorstrompfaden der verbunden Sensorelemente (WSS) verbunden ist.

13. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Summenpunkt (SP) jeweils über eine Rückspeiseschutzdiode (D3) und eine Stromquelle (IQ) mit den Sensorstrompfaden der verbundenen Sensorelemente (WSS) verbunden ist.

14. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeich net, dass die Stromverarbeitung (30) eine zweite Hilfsspannungserzeu gung (36) umfasst, welche als Gleichspannungswandler (DC/DC) ausge führt ist und die erste Hilfsspannung (VH1) in eine deutlich niedrigere zweite Hilfsspannung (VH2) wandelt.

15. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Hilfsspannung (VH1) die Stromaufbereitung (34) versorgt.

16. Sensoranordnung (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stromverarbeitung (30) eine Notspannungser zeugung (37) umfasst, welche ein verbundenes Sensorelement (WSS) bei fehlender Versorgungsspannung mit einer dritten Hilfsspannung (VH3) versorgt, welche aus den Sensorstrompfaden der anderen ver bundenen Sensorelemente (WSS) erzeugt wird.

17. Sensoranordnung (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Notspannungserzeugung (37) einen Gleichspannungswandler (38), welcher die zweite Hilfsspannung (VH2) in die höhere dritte Hilfsspan nung (VH3) wandelt, eine Schaltvorrichtung (SW) und eine Rückspeise schutzdiode (D4) umfasst, wobei die Schaltvorrichtung (SW) die dritte Hilfsspannung (VH3) mit dem betroffenen Sensorstrompfad verbindet.

18. Sensoranordnung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stromverarbeitung (30) und die Umschaltvorrich tung (20) in einem Verschaltungsmodul (10) zusammengefasst sind, welches als ASIC-Baustein ausgeführt ist.

19. Sensoranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch ge kennzeichnet, dass die einzelnen Sensorelemente (WSS) jeweils über eine Zweidrahtleitung (L2) mit dem ersten Steuergerät (ECU1) verbun den sind.

20. Sensoranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch ge kennzeichnet, dass die mindestens zwei Steuergeräte (ECU1, ECU2) über eine mehradrige Leitung (LI) miteinander verbunden sind, welche für jedes der mit dem ersten Steuergerät (ECU1) verbundenen Senso relemente (WSS) eine Ader zur Übertragung des jeweiligen Sensor stroms (ls) und eine Ader zur Verbindung der Umschaltvorrichtung (20) mit der zweiten Energiequelle (VB2) umfasst.

Description:
Beschreibung

Titel

Sensoranordnung für ein Fahrzeug

Die Erfindung geht aus von einer Sensoranordnung für ein Fahrzeug nach der Gattung des unabhängigen Patentanspruchs 1.

Aus dem Stand der Technik sind Sensoranordnungen für Fahrzeuge bekannt, welche jeweils einen Radsensor mit mindestens einem Sensorelement je Fahr zeugrad aufweisen. Die einzelnen Radsensoren werden in der Regel über ein zweiadriges verdrilltes Kabel mit einem Steuergerät für ein Fahrzeugbremssys tem verbunden, welches beispielsweise ABS-, ESP-, ASR- und/oder Hillhold- Funktionen (ABS: Antiblockiersystem, ESP: Elektronisches Stabilitätsprogramm, ASR: Antriebsschlupfregelung) ausführt. Üblicherweise ist ein erster Anschluss des mindestens einen Sensorelements über das Steuergerät mit einer Energie quelle verbunden (High-Side-Pfad), und ein zweiter Anschluss des mindestens einen Sensorelements ist über das Steuergerät mit Masse verbunden (Low-Side- Pfad). Ein durch das mindestens eine Sensorelement fließender Sensorstrom ist mit Informationen über Drehzahl und/oder Drehgeschwindigkeit des korrespon dierenden Fahrzeugrads moduliert, wobei eine Auswerte und Steuereinheit des Steuergeräts den zwischen dem mindestens einen Sensorelement und Masse erfassten Sensorstrom auswertet.

Aus der DE 10 2015 202 335 Al sind ein Sensorgehäuse für eine Radsensorvor richtung, eine Radsensorvorrichtung, eine Radlagervorrichtung und ein Verfahren zum Bilden einer zum Ermitteln einer Drehzahl und/oder einer Drehgeschwindig keit eines Rads eines Fahrzeugs geeigneten Sensorik bekannt. Die Radsensor vorrichtung umfasst ein erstes Sensorelement, mittels welchem mindestens eine erste Sensorgröße bezüglich einer Drehzahl und/oder einer Drehgeschwindigkeit des Rads an mindestens eine Auswerte- und/oder Steuervorrichtung des Fahr- zeugs bereitstellbar ist, und ein zusätzliches zweites Sensorelement, mittels wel chem mindestens eine zweite Sensorgröße bezüglich der Drehzahl und/oder der Drehgeschwindigkeit des gleichen Rads an die mindestens eine Auswerte- und/oder Steuervorrichtung bereitstellbar ist.

Offenbarung der Erfindung

Die Sensoranordnung für ein Fahrzeug mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 hat den Vorteil, dass ein Sensorsignal des jeweiligen Senso relements über einen Abgriff zwischen Energiequelle und Sensorelement (High- Side-Pfad) innerhalb eines ersten Steuergeräts sowie über einen Abgriff zwi schen dem Sensorelement und Masse (Low-Side-Pfad) in einem zweiten Steu ergerät zur Verfügung steht und somit von zwei Auswerte- und Steuereinheiten gleichzeitig ausgewertet werden kann. Zudem kann die Spannungsversorgung der einzelnen Sensorelemente zwischen zwei Energiequellen umgeschaltet wer den, so dass bei Ausfall einer ersten Energiequelle automatisch auf eine zweite Energiequelle umgeschaltet werden kann. Durch die Verwendung von nur einem einfachen Sensorelement je Messstelle, dessen Sensorsignal von zwei Steuer geräten redundant ausgewertet wird, ergibt sich bei annähernd gleicher redun danter Auswertesicherheit eine deutliche Kostenreduktion im Vergleich zur Ver wendung von zwei Sensorelementen je Messstelle, da Sensorsignale von allen Messstellen in den beiden Steuergeräten ausgewertet werden und die Ausfall wahrscheinlichkeit der Sensorelemente gering ist.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung stellen eine Sensoranordnung für ein Fahrzeug, mit einem Sensorelement und mindestens zwei Steuergeräten zur Verfügung, welche jeweils eine Auswerte- und Steuereinheit und eine Energie quelle aufweisen. Hierbei ist in einem ersten Steuergerät eine erste Auswerte- und Steuereinheit mit einer ersten Energiequelle verbunden, und in einem zwei ten Steuergerät ist eine zweite Auswerte- und Steuereinheit mit einer zweiten Energiequelle verbunden. Das erste Steuergerät umfasst eine Umschaltvorrich tung, welche einen ersten Anschluss des Sensorelements mit der ersten Ener giequelle und/oder mit der zweiten Energiequelle verbindet. Zudem ist ein zweiter Anschluss des Sensorelements mit dem zweiten Steuergerät verbunden. Ein durch das Sensorelement fließender Sensorstrom ist mit Informationen über eine erfasste Messgröße moduliert, wobei die erste Auswerte und Steuereinheit den zwischen der verbundenen Energiequelle und dem Sensorelement erfassten Sensorstrom auswertet und die zweite Auswerte- und Steuereinheit den zwi schen dem Sensorelement und Masse erfassten Sensorstrom auswertet. Des Weiteren verbindet die Umschaltvorrichtung bei Ausfall der verbundenen Ener giequelle den ersten Anschluss des Sensorelements mit der anderen Energie quelle.

In der Regel können Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sensoranord nung mehrere Sensorelemente umfassen, welche verteilt im Fahrzeug an jeweils einer Messstelle angeordnet sind. So können Ausführungsformen der vorliegen den Sensoranordnung vorzugsweise in einem Fahrzeugbremssystem eingesetzt werden. In einem solchen Bremssystem können die Messstellen beispielsweise jeweils einem Fahrzeugrad zugeordnet werden, wobei ein korrespondierendes Sensorelement zumindest eine Drehzahl und/oder Drehgeschwindigkeit des zu geordneten Fahrzeugrads erfassen kann. Selbstverständlich können auch ande re Messgrößen, wie beispielsweise Temperatur, Druck usw. an einer solchen Messstelle erfasst werden.

Unter der Auswerte- und Steuereinheit kann vorliegend eine elektrische Schal tung verstanden werden, welche erfasste Sensorsignale verarbeitet bzw. auswer tet. Die Auswerte- und Steuereinheit kann mindestens eine Schnittstelle aufwei sen, die hard- und/oder softwaremäßig ausgebildet sein kann. Bei einer hard waremäßigen Ausbildung können die Schnittstellen beispielsweise Teil eines so genannten System-ASICs sein, der verschiedenste Funktionen der Auswerte- und Steuereinheit beinhaltet. Es ist jedoch auch möglich, dass die Schnittstellen eigene, integrierte Schaltkreise sind oder zumindest teilweise aus diskreten Bau elementen bestehen. Bei einer softwaremäßigen Ausbildung können die Schnitt stellen Softwaremodule sein, die beispielsweise auf einem Mikrocontroller neben anderen Softwaremodulen vorhanden sind. Von Vorteil ist auch ein Computer programmprodukt mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger wie einem Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert ist und zur Durchführung der Auswertung verwendet wird, wenn das Programm von der Auswerte- und Steuereinheit ausgeführt wird. Unter dem Steuergerät kann vorliegend ein elektrisches Gerät, wie beispielswei se ein Bremsensteuergerät, verstanden werden, welches in Verbindung mit ei nem hydraulischen Bremssystem verschiedene Bremsfunktionen, wie beispiels weise ABS-, ESP-, ASR- und/oder Hillhold-Funktionen (ABS: Antiblockiersystem, ESP: Elektronisches Stabilitätsprogramm, ASR: Antriebsschlupfregelung) aus führen kann. Hierbei können die beiden Steuergeräte im Normalbetrieb verschie dene Bremsfunktionen ausführen. Bei einem Ausfall eines der Steuergeräte kann vorgesehen werden, dass das andere Steuergerät die Bremsfunktionen des aus gefallenen Steuergeräts übernimmt.

Unter einem Sensorelement wird vorliegend ein elektrisches Bauteil verstanden, welches im Bereich eines zugeordneten Fahrzeugrads eine physikalische Größe bzw. eine Änderung einer physikalischen Größe direkt oder indirekt erfasst und vorzugsweise in ein elektrisches Sensorsignal umwandelt. Dies kann beispiels weise über das Aussenden und/oder das Empfangen von Schall- und/oder elekt romagnetischen Wellen und/oder über ein Magnetfeld bzw. die Änderung eines Magnetfelds erfolgen. Möglich sind optische Sensorelemente, welche beispiels weise eine Fotoplatte und/oder eine fluoreszierende Fläche und/oder einen Halb leiter aufweisen, welche das Auftreffen bzw. die Intensität, die Wellenlänge, die Frequenz, den Winkel usw. der empfangen Welle detektieren, wie beispielsweise Infrarotsensorelemente. Ebenso ist ein akustisches Sensorelement denkbar, wie beispielsweise ein Ultraschallsensorelement und/oder ein Hochfrequenzsenso relement und/oder ein Radarsensorelement und/oder ein Sensorelement, wel ches auf ein Magnetfeld reagiert, wie beispielsweise ein Hallsensorelement und/oder ein magnetoresistives Sensorelement und/oder ein induktives Senso relement, welches die Änderung eines Magnetfeldes beispielsweise über die durch magnetische Induktion entstehende Spannung registriert.

Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen und Weiter bildungen sind vorteilhafte Verbesserungen der im unabhängigen Patentan spruch 1 angegebenen Sensoranordnung für ein Fahrzeug möglich.

Besonders vorteilhaft ist, dass die Umschaltvorrichtung zumindest für jedes ver bundene Sensorelement zwei Dioden mit einem gemeinsamen Knotenpunkt um fassen kann, an welchem eine Versorgungsspannung für das mit dem gemein- samen Knotenpunkt verbundene Sensorelement anliegen kann. Hierbei kann ei ne erste Diode die erste Energiequelle in Durchlassrichtung mit dem gemeinsa men Knotenpunkt verbinden, und eine zweite Diode kann die zweite Energiequel le in Durchlassrichtung mit dem gemeinsamen Knotenpunkt verbinden, so dass am gemeinsamen Knotenpunkt eine Versorgungsspannung anliegen kann, wel che aus der ersten und/oder der zweiten Energiequelle gespeist ist, wobei sich die höhere Spannung durchsetzt. Dies ermöglicht auf Kosten eines höheren Spannungsabfalls eine einfach und kostengünstige Implementierung der Um schaltvorrichtung, welche automatisch ohne Ansteuersignal zwischen den Span nungsquellen umschalten kann.

Alternativ kann die Umschaltvorrichtung zumindest für jedes verbundene Senso relement zwei Schaltelemente mit einem gemeinsamen Knotenpunkt umfassen, an welchem eine Versorgungsspannung für das mit dem gemeinsamen Knoten punkt verbundene Sensorelement anliegen kann. Hierbei kann eine erste An steuereinheit ein erstes Schaltelement ansteuern, welches den gemeinsamen Knotenpunkt mit der ersten Energiequelle verbindet, und eine zweite Ansteuer einheit kann ein zweites Schaltelement ansteuern, welches den gemeinsamen Knotenpunkt mit der zweiten Energiequelle verbindet. Bei dieser Ausführungs form kann festgelegt werden, welche der Energiequellen bevorzugt zur Versor gung der verbundenen Sensorelemente eingesetzt wird. Zudem kann bei Ver wendung von Feldeffekttransistoren als Schaltelemente der Spannungsabfall im Sensorstrompfad reduziert werden. So kann beispielsweise die erste Ansteuer einheit das erste Schaltelement ansteuern und den gemeinsamen Knotenpunkt mit der ersten Energiequelle verbinden, wenn eine erste Spannungserkennung, erkennt, dass die erste Energiequelle eine erste Spannung bereitstellt. Zudem kann die zweite Ansteuereinheit das zweite Schaltelement ansteuern und den gemeinsamen Knotenpunkt mit der zweiten Energiequelle verbinden, wenn eine zweite Spannungserkennung, erkennt, dass die zweite Energiequelle eine zweite Spannung bereitstellt und eine Vorrangschaltung die Ansteuerung des zweiten Schaltelements freigibt. Die Vorrangschaltung kann die Ansteuerung des zweiten Schaltelements freigeben, wenn die erste Spannungserkennung erkennt, dass die erste Energiequelle keine Spannung bereitstellt. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Sensoranordnung kann im ersten Steuergerät eine Stromverarbeitung angeordnet werden, welche den jeweiligen Sensorstrom zwischen der verbundenen Energiequelle und dem jeweiligen Sen sorelement erfassen und als jeweiligen Messstrom der ersten Auswerte und Steuereinheit zur Verfügung stellen kann. Hierbei kann die zweite Auswerte- und Steuereinheit den jeweiligen Sensorstrom direkt als zweiten Messstrom empfan gen und auswerten. Dadurch wird nur innerhalb des ersten Steuergeräts eine Schaltungsanpassung vorgenommen, welche den Sensorstrom der Sensorele mente der ersten Auswerte- und Steuereinheit zur Verfügung stellt.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Sensoranordnung kann die Stromver arbeitung zumindest für jedes verbundene Sensorelement einen in den Strom pfad eingeschleiften Stromsensor umfassen, welcher einen Bruchteil des jeweili gen Sensorstroms abzweigt und an die erste Auswerte- und Steuereinheit weiter leitet. Zudem leitet der Stromsensor den Sensorstrom an das zugehörige Senso relement weiter. Dadurch wird der Sensorstrom, welcher in den ersten Anschluss des zugehörigen Sensorelements hineinfließt gemessen und ein äquivalenter, jedoch deutlich kleinerer Bruchteil des Sensorstroms an die erste Auswerte- und Steuereinheit weitergeleitet. Dadurch kann die Verlustleistung im ersten Steuer gerät reduziert werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Sensoranordnung kann die erste Aus werte und Steuereinheit zumindest für jedes verbundene Sensorelement eine Eingangsbeschaltung aufweisen, welche den Bruchteil des jeweiligen Sensor stroms in ein Messsignal wandelt, welches den jeweiligen Sensorstrom ent spricht. Als Messsignal kann beispielweise eine Spannung erzeugt werden, wel che den jeweiligen Sensorstrom repräsentiert. Bei dieser Ausführungsform kann die Eingangsbeschaltung beispielweise einen ohmschen Widerstand mit einem höheren Widerstandswert umfassen, welcher aus dem reduzierten Messstrom einen Spannungswert erzeugt, welcher den Sensorstrom repräsentiert. Dadurch sind keine Änderungen der nachfolgenden Auswerteschaltung bzw. des nachfol genden Auswerteverfahrens erforderlich.

Alternativ kann die Stromverarbeitung zumindest für jedes verbundene Sensorel ement eine Stromaufbereitung umfassen, welche zwischen dem jeweiligen Stromsensor und der ersten Auswerte und Steuereinheit angeordnet ist und den Bruchteil des jeweiligen Sensorstroms in einen zugehörigen Messstrom umwan delt, welcher dem jeweiligen Sensorstrom entspricht. Bei dieser Ausführungsform sind keine Änderungen an der ersten Auswerte- und Steuereinheit erforderlich.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Sensoranordnung kann die Stromver arbeitung eine erste Hilfsspannungserzeugung mit einem Energiespeicher um fassen, welcher an einem Summenpunkt eine erste Hilfsspannung ausgibt, wel che niedriger als die Versorgungsspannungen der Energiequellen ist. Zudem kann der Summenpunkt zum Laden des Energiespeichers zwischen der jeweili gen Umschaltvorrichtung und dem jeweiligen Stromsensor mit den Sensorstrom pfaden der verbundenen Sensorelemente verbunden werden. Die erste Hilfs spannung kann beispielsweise um ca. IV niedriger als die Versorgungsspannun gen der Energiequellen sein. Der Summenpunkt kann beispielsweise jeweils über eine Rückspeiseschutzdiode und eine Stromquelle mit den Sensorstrom pfaden der verbundenen Sensorelemente verbunden werden. Des Weiteren kann die Stromverarbeitung eine zweite Hilfsspannungserzeugung umfassen, welche als Gleichspannungswandler ausgeführt werden kann und die erste Hilfs spannung in eine deutlich niedrigere zweite Hilfsspannung wandeln kann. Diese zweite Hilfsspannung kann vorzugsweise die Stromaufbereitung versorgen. Dadurch wirkt die Stromaufbereitung als belastbare Energiequelle, welche mittels der ersten Hilfsspannungsquelle gespeist wird. Um die Verlustleistung insgesamt gering zu halten, weist diese Hilfsspannungsquelle eine Spannung von ca. 2, 5V bis 3V auf. In vorteilhafter Weise wird die Energie dieser ersten Hilfsspannungs quelle aus den am ersten Eingang der verbundenen Sensorelemente anliegen den Versorgungsspannung aus der ersten bzw. zweiten Energiequelle erzeugt.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Sensoranordnung kann die Stromver arbeitung eine Notspannungserzeugung umfassen, welche ein verbundenes Sensorelement bei fehlender Versorgungsspannung mit einer dritten Hilfsspan nung versorgen kann, welche aus den Sensorstrompfaden der anderen verbun denen Sensorelemente erzeugt wird. Die Notspannungserzeugung greift, wenn bei einem Sensorelement beide Versorgungsspannungen ausfallen. Die Not spannungserzeugung kann beispielsweise einen Gleichspannungswandler, wel cher die zweite Hilfsspannung von ca. 2,5V bis 3V in die höhere dritte Hilfsspan- nung von ca. 8V wandelt, eine Schaltvorrichtung und eine Rückspeiseschutzdio de umfassen, wobei die Schaltvorrichtung die dritte Hilfsspannung mit dem be troffenen Sensorstrompfad verbindet.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Sensoranordnung können die Strom verarbeitung und die Umschaltvorrichtung in einem Verschaltungsmodul zusam mengefasst werden, welches vorzugsweise als ASIC-Baustein ausgeführt wer den kann.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Sensoranordnung können die einzel nen Sensorelemente jeweils über eine Zweidrahtleitung mit dem ersten Steuer gerät verbunden werden. Zudem können die mindestens zwei Steuergeräte über eine mehradrige Leitung miteinander verbunden werden, welche für jedes der mit dem ersten Steuergerät verbundenen Sensorelement eine Ader zur Übertragung des jeweiligen Sensorstroms und eine Ader zur Verbindung der Umschaltvorrich tung mit der zweiten Energiequelle umfasst.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und wer den in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. In der Zeichnung be zeichnen gleiche Bezugszeichen Komponenten bzw. Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Sensoranordnung für ein Fahrzeug.

Fig. 2 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbei spiels einer Umschaltvorrichtung der erfindungsgemäßen Sensoranordnung für ein Fahrzeug aus Fig. 1.

Fig. 3 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines zweiten Ausführungsbei spiels der Umschaltvorrichtung der erfindungsgemäßen Sensoranordnung für ein Fahrzeug aus Fig. 1. Fig. 4 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbei spiels einer Stromverarbeitung der erfindungsgemäßen Sensoranordnung für ein Fahrzeug aus Fig. 1.

Fig. 5 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines zweiten Ausführungsbei spiels der Stromverarbeitung der erfindungsgemäßen Sensoranordnung für ein Fahrzeug aus Fig. 1.

Fig. 6 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines dritten Ausführungsbei spiels der Stromverarbeitung der erfindungsgemäßen Sensoranordnung für ein Fahrzeug aus Fig. 1.

Ausführungsformen der Erfindung

Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, umfasst das dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sensoranordnung 1 für ein Fahrzeug ein Sensorelement WSS und mindestens zwei Steuergeräte ECU1, ECU2, welche jeweils eine Aus- werte- und Steuereinheit 3A, 3B und eine Energiequelle VB1, VB2 aufweisen. Wie aus Fig. 1 weiter ersichtlich ist, ist in einem ersten Steuergerät ECU1 eine erste Auswerte- und Steuereinheit 3A mit einer ersten Energiequelle VB1 ver bunden. In einem zweiten Steuergerät ECU2 ist eine zweite Auswerte- und Steu ereinheit 3B mit einer zweiten Energiequelle VB2 verbunden. Hierbei umfasst das erste Steuergerät ECU1 eine Umschaltvorrichtung 20, welche einen ersten Anschluss WSS1 des Sensorelements WSS mit der ersten Energiequelle VB1 und/oder mit der zweiten Energiequelle VB2 verbindet. Ein zweiter Anschluss WSS2 des Sensorelements WSS ist mit dem zweiten Steuergerät ECU2 verbun den. Zudem ist ein durch das jeweilige Sensorelement WSS fließender Sensor strom ls mit Informationen über eine erfasste Messgröße moduliert, wobei die erste Auswerte und Steuereinheit 3A den zwischen der verbundenen Energie quelle VB1, VB2 und dem Sensorelement WSS erfassten Sensorstrom ls aus wertet, und die zweite Auswerte- und Steuereinheit 3B den zwischen dem Sen sorelement WSS und Masse erfassten Sensorstrom ls auswertet. Das bedeutet, dass die erste Auswerte- und Steuereinheit 3A den im High-Side-Pfad erfassten Sensorstrom ls auswertet und die zweite Auswerte- und Steuereinheit 3B den im Low-Side-Pfad erfassten Sensorstrom ls auswertet. Die Umschaltvorrichtung 20 verbindet den ersten Anschluss WSS1 des Sensorelements WSS bei Ausfall der verbundenen Energiequelle VB1, VB2 mit der anderen Energiequelle VB2, VB1. Das bedeutet, dass die Umschaltvorrichtung 20 bei Ausfall der verbundenen ers ten Energiequelle VB1 auf die zweite Energiequelle VB2 umschaltet und bei Aus fall der verbundenen zweiten Energiequelle VB2 auf die erste Energiequelle VB1 umschaltet.

In der Regel umfassen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sensoran ordnung 1 für ein Fahrzeug mehrere Messstellen mit jeweils einem solchen Sen sorelement WSS. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist in Fig. 1 nur eines der Sensorelemente WSS dargestellt. So werden Ausführungsformen der vorliegen den Sensoranordnung 1 vorzugsweise in einem Fahrzeugbremssystem einge setzt. In einem solchen Bremssystem können die Messstellen beispielsweise je weils einem Fahrzeugrad zugeordnet werden, wobei die Sensorelemente WSS zumindest eine Drehzahl und/oder Drehgeschwindigkeit des korrespondierenden Fahrzeugrads erfassen. Bei einem normalen Personenkraftwagen mit vier Rä dern, weist die Sensoranordnung 1 somit vier solche Sensorelemente WSS auf. Selbstverständlich können auch andere Messgrößen, wie beispielsweise Tempe ratur, Druck usw. an einer solchen Messstelle erfasst werden.

Hierbei können die zweiten Anschlüsse WSS2 der Sensorelemente WSS direkt oder über zwischengeschaltete Bauteile mit Masse verbunden werden.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, umfasst die Umschaltvorrichtung 20A im dargestell ten ersten Ausführungsbeispiel zumindest für jedes verbundene Sensorelement WSS zwei Dioden Dl, D2 mit einem gemeinsamen Knotenpunkt K, an welchem eine Versorgungsspannung für das mit dem gemeinsamen Knotenpunkt K ver bundene Sensorelement WSS anliegt. Hierbei verbindet eine erste Diode Dl die erste Energiequelle VB1 in Durchlassrichtung mit dem gemeinsamen Knoten punkt K. Eine zweite Diode D2 verbindet die zweite Energiequelle VB2 in Durch lassrichtung mit dem gemeinsamen Knotenpunkt K. Dadurch liegt am gemein samen Knotenpunkt K eine Versorgungsspannung an, welche aus der ersten und/oder der zweiten Energiequelle VB1, VB2 gespeist ist, wobei sich die höhere Spannung durchsetzt. Das bedeutet, dass der Knotenpunkt K bei Ausfall der ers ten Energiequelle VB1 von der zweiten Energiequelle VB2 gespeist wird und umgekehrt. Sind beide Kanäle vollständig symmetrisch, dann wird der Knoten punkt K von beiden Energiequellen VB1, VB2 zu gleichen Teilen gespeist.

Wie aus Fig. 3 weiter ersichtlich ist, umfasst die Umschaltvorrichtung 20B im dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel zumindest für jedes verbundene Sen sorelement WSS zwei Schaltelemente 21, 22, welche vorzugsweise als Feldef fekttransistoren ausgeführt sind, mit einem gemeinsamen Knotenpunkt K, an welchem eine Versorgungsspannung für das mit dem gemeinsamen Knoten punkt K verbundene Sensorelement WSS anliegt. Wie aus Fig. 3 weiter ersicht lich ist, steuert eine erste Ansteuereinheit 25 ein erstes Schaltelement 21 an, welches den gemeinsamen Knotenpunkt K mit der ersten Energiequelle VB1 verbindet. Eine zweite Ansteuereinheit 26 steuert ein zweites Schaltelement 22 an, welches den gemeinsamen Knotenpunkt K mit der zweiten Energiequelle VB2 verbindet. Wie aus Fig. 3 weiter ersichtlich ist, erkennt eine erste Span nungserkennung 23, ob die erste Energiequelle VB1 eine erste Spannung bereit stellt. Eine zweite Spannungserkennung 24 erkennt, ob die zweite Energiequelle VB2 eine zweite Spannung bereitstellt. Zudem umfasst die Umschaltvorrichtung 20B eine Vorrangschaltung 27, welche im dargestellten zweiten Ausführungsbei spiel die erste Energiequelle VB1 der zweiten Energiequelle vorzieht. Bei einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Vorrangschaltung 27 die zweite Energiequelle VB2 der ersten Energiequelle VB1 vorziehen. Die erste Ansteuereinheit 25 steuert das erste Schaltelement 21 an und verbindet den gemeinsamen Knotenpunkt K mit der ersten Energiequelle VB1, wenn die erste Spannungserkennung 23 erkennt, dass die erste Energiequelle VB1 die erste Spannung bereitstellt. Die zweite Ansteuereinheit 26 steuert das zweite Schaltelement 22 an und verbindet den gemeinsamen Knotenpunkt K mit der zweiten Energiequelle VB2, wenn die zweite Spannungserkennung 24 erkennt, dass die zweite Energiequelle VB2 die zweite Spannung bereitstellt und die Vor rangschaltung 27 die Ansteuerung des zweiten Schaltelements 22 freigibt. Im dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel gibt die Vorrangschaltung 27 die An steuerung des zweiten Schaltelements 22 frei, wenn die erste Spannungserken nung 23 erkennt, dass die erste Energiequelle VB1 keine Spannung bereitstellt. Durch die Vorrangschaltung 27 kann die zweite Energiequelle VB2 schneller mit dem gemeinsamen Knotenpunkt K verbunden werden, da die Vorrangschaltung 27 nur ein von der zweiten Ansteuerschaltung 26 erzeugtes Ansteuersignal auf das zweite Schaltelement 22 durchschaltet.

Wie aus Fig. 1 weiter ersichtlich ist, ist im ersten Steuergerät ECU1 eine Strom verarbeitung 30 angeordnet, welche den jeweiligen Sensorstrom ls zwischen der verbundenen Energiequelle VB1, VB2 und dem jeweiligen Sensorelement WSS erfasst und als jeweiligen Messstrom IMI der ersten Auswerte und Steuereinheit 3A zur Verfügung stellt. Der zweite Anschluss WSS2 des jeweiligen Sensorele ments WSS ist über einen Messwiderstand RMB im zweiten Steuergerät ECU2 mit Masse verbunden. Dadurch erfasst die zweite Auswerte- und Steuereinheit 3B den jeweiligen Sensorstrom ls im Low-Side-Pfad direkt als zweiten Messstrom I M 2 und wertet diesen aus.

Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf Fig. 4 bis 6 verschiedene Ausfüh rungsbeispiele der Stromverarbeitung 30 beschrieben. Wie aus Fig. 4 bis 6 er sichtlich ist, umfasst die Stromverarbeitung 30 zumindest für jedes verbundene Sensorelement WSS einen in den Strompfad eingeschleiften Stromsensor 32, welcher einen Bruchteil ls/n des jeweiligen Sensorstroms ls abzweigt und an die erste Auswerte- und Steuereinheit 3A weiterleitet. Zudem leitet der Stromsensor 32 den Sensorstrom ls zum ersten Anschluss WSS1 des zugehörigen Sensorel ements WSS.

Wie aus Fig. 4 weiter ersichtlich ist, umfasst der Stromsensor 32 im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei ohmsche Widerstände RI, R2, einen Operationsver stärker OPI und einen Transistor TI. Die genannten elektrischen Bauteile sind wie dargestellt miteinander verschaltet, so dass der Stromsensor 32 im High- Side-Pfad des ersten Steuergeräts ECU1 im Gegensatz zu einer einfachen Stromspiegelschaltung einen geringen Spannungsabfall verursacht. Durch den Stromsensor 32 wird der Sensorstrom ls, welcher in den ersten Anschluss WSS1 des Sensorelements WSS hineinfließt, gemessen und ein äquivalenter, jedoch deutlich kleinerer Strom ls/n wird der ersten Auswerte- und Steuereinheit 3A zu geführt, um die Verlustleistung im ersten Steuergerät ECU1 zu reduzieren. Bei der Abzweigung des zusätzlichen Bruchteils ls/n des Sensorstroms ls ist zu be achten, dass die Energiequellen VB1, VB2 in der Lage sind, diesen zusätzlichen Bruchteil ls/n des Sensorstroms ls zur Verfügung zu stellen. So sollte ein Ge- samtstrom (ls/n + ls), welcher aus der verbundenen Energiequelle VB1, VB2 ent nommen wird, einen vorgegebenen Maximalwert von beispielsweise 50mA nicht übersteigen. Bei einem v- Protokoll weist der Sensorstrom ls Werte von

7mA/14mA/28mA auf. Diese Werte können durch den Stromsensor 32 deutlich reduziert werden. So kann für n beispielweise ein Wert von 50 gewählt werden. Um der ersten Auswerte- und Steuereinheit 3A für die Auswertung die entspre chenden Messsignale für das v-Protokoll zu erzeugen, kann eine Eingangsbe schaltung, welche die erste Auswerte und Steuereinheit 3A zumindest für jedes verbundene Sensorelement WSS aufweist, entsprechend angepasst werden, um den Bruchteil ls/n des jeweiligen Sensorstroms ls in ein Messsignal zu wandeln, welches dem jeweiligen Sensorstrom ls entspricht. So kann beispielsweise ein erster Messwiderstand RMA von ca. 10 Ohm um den Faktor n, der hier dem Wert 50 entspricht, auf ca. 500 Ohm erhöht werden, um den Bruchteil ls/n des jeweili gen Sensorstroms ls aus dem Stromsensor 32 direkt verarbeiten zu können. Dadurch kann der Gesamtaufwand zur Anpassung des ersten Steuergeräts ECU1 erheblich reduziert, da der eine nachfolgende Stromaufbereitung 34 zur Bereitstellung des ersten Messstroms IMI, welche in Fig. 4 nur gestrichelt darge stellt ist, entfallen könnte.

Wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, umfasst die Stromverarbeitung 30 in den dar gestellten Ausführungsbeispielen zumindest für jedes verbundene Sensorele ment WSS eine Stromaufbereitung 34, welche zwischen dem jeweiligen

Stromsensor 32 und der ersten Auswerte und Steuereinheit 3A angeordnet ist. Die Stromaufbereitung 34 ist als belastbare Energiequelle ausgeführt und wan delt den Bruchteil ls/n des jeweiligen Sensorstroms ls in einen zugehörigen ers ten Messstrom IMI um, welcher dem jeweiligen Sensorstrom ls entspricht. Wie aus Fig. 5 und 6 weiter ersichtlich ist, umfasst die Stromverarbeitung 30 eine ers te Hilfsspannungserzeugung 35 mit einem Energiespeicher CH, welcher an einem Summenpunkt SP eine erste Hilfsspannung VH1 ausgibt. Die erste Hilfsspan nung VH1 ist ca. IV niedriger als die Versorgungsspannungen der Energiequel len VB1, VB2, welche beispielsweise jeweils einen Wert von ca. 12V aufweisen. Der Summenpunkt SP ist zum Laden des Energiespeichers CH zwischen der je weiligen Umschaltvorrichtung 20 und dem jeweiligen Stromsensor 32 mit den Sensorstrompfaden der verbunden Sensorelemente WSS verbunden. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Summenpunkt SP jeweils über eine Rückspeiseschutzdiode D3 und eine Stromquelle IQ mit den Sensorstrompfaden der verbundenen Sensorelemente WSS verbunden. Zudem umfasst die Strom verarbeitung 30 eine zweite Hilfsspannungserzeugung 36, welche als Gleich spannungswandler DC/DC ausgeführt ist und die erste Hilfsspannung VH1 in ei ne deutlich niedrigere zweite Hilfsspannung VH2 von beispielsweise 2,5V bis 3V wandelt, um die Verlustleistung insgesamt gering zu halten. Die zweite Hilfs spannungserzeugung 36 versorgt die Stromaufbereitung 34 mit der zweiten Hilfsspannung VH2.

Wie aus Fig. 6 weiter ersichtlich ist, umfasst die Stromverarbeitung 30 im darge stellten Ausführungsbeispiel eine Notspannungserzeugung 37, welche ein ver bundenes Sensorelement WSS bei fehlender Versorgungsspannung mit einer dritten Hilfsspannung VH3 von ca. 8V versorgt, welche aus den Sensorstrompfa den der anderen verbundenen Sensorelemente WSS erzeugt wird. Die Notspan nungserzeugung 37 umfasst im dargestellten Ausführungsbeispiel einen Gleich spannungswandler 38, welcher die zweite Hilfsspannung VH2 in die höhere dritte Hilfsspannung VH3 wandelt, eine Schaltvorrichtung SW und eine Rückspeise schutzdiode D4. Die Schaltvorrichtung SW verbindet die dritte Hilfsspannung VH3 mit dem betroffenen Sensorstrompfad, so dass die dritte Hilfsspannung VH3 das zugehörige Sensorelement WSS versorgt.

Vorzugsweise sind die Stromverarbeitung 30 und die Umschaltvorrichtung 20 in einem Verschaltungsmodul 10 zusammengefasst, welches vorzugsweise als ASIC-Baustein ausgeführt ist. Die einzelnen Sensorelemente WSS sind jeweils über eine Zweidrahtleitung L2 mit dem ersten Steuergerät ECU1 verbunden. Dadurch ergibt sich ein vereinfachter Verkabelungsaufwand. Die beiden Steuer geräte ECU1, ECU2 sind über eine mehradrige Leitung LI miteinander verbun den, welche für jedes der mit dem ersten Steuergerät ECU1 verbundenen Sen sorelement WSS eine Ader zur Übertragung des jeweiligen Sensorstroms ls und eine Ader zur Verbindung der Umschaltvorrichtung 20 mit der zweiten Energie quelle VB2 umfasst.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung stellen eine Sensoranordnung für ein Fahrzeug zur Verfügung, bei welcher ein aus dem Stand der Technik bekann tes einfaches Sensorelement gleichzeitig von zwei Steuergeräten verwendet wird, wobei ein Steuergerät, hier das zweite Steuergerät, mit einer aus dem Stand der Technik bekannten Auswerte- und Steuereinheit verwendet werden kann. Lediglich innerhalb des ersten Steuergeräts ist eine Schaltungsanpassung erforderlich.