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Patent Searching and Data


Title:
SENSOR BEARING FOR SUPPORTING A GEARBOX ACTUATING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/020670
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bearing (2) comprising a bearing bushing (10) for supporting a gearbox actuating element (3, 4) in a housing (6), a sensor being integrated into the bearing bushing (12).

Inventors:
IBERT, Lasse (Schlüsselfelderstraße 9, Nürnberg, 90409, DE)
NEHMEYER, Thomas (Willibaldstraße 6, Nürnberg, 90491, DE)
Application Number:
EP2010/060537
Publication Date:
February 24, 2011
Filing Date:
July 21, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
IBERT, Lasse (Schlüsselfelderstraße 9, Nürnberg, 90409, DE)
NEHMEYER, Thomas (Willibaldstraße 6, Nürnberg, 90491, DE)
International Classes:
F16C29/04; F16C31/04; F16H59/70; F16H63/30; F16C29/02; F16C31/02
Foreign References:
EP1882871A1
FR2581002A1
DE102007016751A1
DE102004053205A1
JPH0679627U
DE9315989U1
DE102007032972A1
DE4208888A1
DE4223718A1
DE102004053205A1
DE4208888A1
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Claims:
Patentansprüche

1. Lager (8) mit einer Lagerhülse (10) zur Lagerung eines Getriebestellele- ments (3, 4) in einem Gehäuse (6), dadurch gekennzeichnet, dass in die

Lagerhülse (10) ein Sensor (12) integriert ist.

2. Lager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (8) als ein Gussteil ausgebildet ist.

3. Lager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (8) Wälzkörper (19) aufweist.

4. Lager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülse (10) als Formteil einen Käfig (36) für die Wälzkörper (19) bildet.

5. Lager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebestellelement (3, 4) teilweise durch die Lagerhülse (10) geführt ist. 6. Lager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (12) und die Lagerhülse (10) formschlüssig verbunden sind.

7. Lager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (8) einen Steckkontakt (22) für das Sensorsignal aufweist.

8. Lager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (8) topfförmig ausgebildet ist.

9. Lager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (12) als LVDT-Sensor ausgebildet ist.

10. Lager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerhülse (10) ein den Sensor (12) aufnehmendes Formteil (23) außenseitig um- greift.

11. Lager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (8) einen Axialanschlag (37) für das Getriebestellelement zur Aufrechterhal- tung eines Minimalabstands zwischen einem axial angeordneten Sensor

(12) und dem Getriebestellelement (3, 4) aufweist.

12. Verfahren zur Herstellung einer Schalteinheit mit einem Getriebestellelement und einem Lager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (12) vergossen wird, mit Kunststoff umspritzt wird oder formschlüssig mit einem Blechbauteil verbunden wird und dass das Getriebeelement (3, 4) in das Lager (8) eingesteckt wird.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Sensorlager zur Lagerung eines Gethebestellelements

Beschreibung

Gebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft ein Lager mit einer Lagerhülse zur Lagerung eines Ge- triebestellelements in einem Gehäuse.

Hintergrund der Erfindung Derartige Lager finden beispielsweise bei in Schaltgetrieben von Kraftfahrzeugen gelagerten Schaltschienen Verwendung. Bei einem Schaltgetriebe kann die Schaltschiene entlang ihrer Längsachse zwischen mindestens zwei axial benachbarten Positionen verschoben werden. Bei zwei Positionen entspricht beispielsweise eine erste Position einer Neutralposition und eine zweite Positi- on einem eingelegten Gang. Gleichzeitig mit der Schaltschiene wird in der Regel ein daran befestigtes Schaltelement zwischen diesen Positionen verschoben. Bei dem Schaltelement handelt es sich insbesondere um eine Schaltgabel oder einen Schaltfinger. Dabei erfolgt über das Schaltelement und über weitere Zwischenelemente, wie beispielsweise eine Schaltmuffe, eine Schaltung des zur Bildung einer Übersetzungsstufe erforderlichen Zahnradsatzes.

Um die Schaltung weiterer Gänge zu ermöglichen, ist es bekannt, eine Anzahl von Schaltschienen vorzusehen, die parallel zueinander angeordnet sind. Um das gleichzeitige Einlegen von zwei Gängen zu verhindern, ist es bei einem Schaltgetriebe mit mehreren Schaltschienen erforderlich, dass sich bei einem Gangwechsel alle Schaltschienen bis auf maximal eine in ihrer Neutralposition befinden. Darum ist es beispielsweise bei automatischen oder halbautomatischen Schaltgetrieben wichtig, die Position der Schaltschiene und des Schalt- elements, z.B. der Schaltgabel oder des Schaltfingers zu kennen. Zunehmend ist eine Kenntnis des eingelegten Gangs erforderlich , um das Motorkennfeld zu adaptieren, um die Geschwindigkeit des Synchronisationsprozesses bei automatisierten Schaltgetrieben festzusetzen oder um Sicherheitsvorschriften zu genügen.

DE 42 23 718 A1 betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung der Gangstellung eines Schaltgetriebes. Zur Vermeidung von Fehldetektionen aufgrund von Unge- nauigkeiten, die einerseits aufgrund der räumlichen Trennung der Gangerken- nung und der Getriebeelemente auftreten, andererseits auf Temperaturwechsel und Erschütterungen zurückzuführen sind, schlägt DE 42 23 718 A1 hierzu eine Anordnung von magnetisch empfindlichen Reed-Sensoren vor, die im Bewegungsbereich eines Permanentmagneten angeordnet sind. Zur Abschirmung zwischen den Magnetpositionen und den Reed-Schaltern sind Blenden aus abschirmendem Material angeordnet. Derartige Blenden bewirken eine Verringerung des Einflusses von durch benachbarte Magnete erzeugten Störfeldern, so dass empfindlichere Sensoren verwendbar sind, um die Gangerkennung zu verbessern. Die Blendenkonstruktion ist jedoch aufwendig. Ferner kann sich während der Betriebsdauer das Detektionsverhalten verschlechtern, falls Me- tallabheb von den Magneten angezogen wird und deren Magnetfelder verfälscht.

DE 10 2004 053 205 A1 schlägt eine druckmittelbetätigte Schaltvorrichtung vor, bei der zur Positionsbestimmung der Schaltschiene bzw. einer Schaltstan- ge Positionssensoren vorgesehen sind. In der DE 10 2004 053 205 A1 ist die Schaltstange zumindest teilweise hohl ausgeführt und es ist insbesondere ein zylindrischer Hydraulikeinsatz vorgesehen, welcher in die hohl ausgeführte Schaltstange eingreift und auf dem die Schaltstange bei einem Schaltvorgang verschoben wird. Die Positionssensoren sind hierbei zwischen dem zylindri- sehen Hydraulikeinsatz und der darauf befindlichen Schaltstange angebracht. Nachteiligerweise ist die in der DE 10 2004 053 205 A1 vorgeschlagene Positionsbestimmung der Schaltstange im Wesentlichen nur für druckmittelbetätigte Schaltvorrichtungen geeignet, die aufgrund des Hydraulikeinsatzes ebenfalls aufwendig herzustellen ist.

DE 42 08 888 A1 zeigt eine Anordnung zur Erfassung der Gangstellungen ei- nes Kraftfahrzeugschaltgetriebes, bei der Schaltorgane in einem Getriebegehäuse gelagert sind und aus diesem hervorstehen, wobei außenseitig eine Sensoreinheit zur Erfassung der Gangstellungen montiert ist.

Aufgabe der Erfindung

Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Positionsbestimmung eines Getriebestellelements zu schaffen, die eine hohe Genauigkeit der Positionsbestimmung ermöglicht und die gleichzeitig einfach herstellbar und montierbar ist.

Lösung der Aufgabe

Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Lager gemäß dem O- berbegriff des Anspruchs 1 gelöst, in das ein Sensor integriert ist. Die La- gereinheit und der Sensor sind dadurch fest zueinander positioniert, was Un- genauigkeiten in der Montage prinzipiell ausschließt. Eine Schalteinheit mit einem Getriebestellelement und einem derartigen Lager ist einfach herstellbar, da das Getriebestellelement nicht sowohl in Bezug auf das Lager als auch auf den Sensor ausgerichtet werden braucht. Das Lager ist auf einfache Weise herstellbar, indem ein Sensor vergossen oder umspritzt wird.

Das Sensorgehäuse dient somit als Lagerfläche für das Getriebestellelement. Das Problem der fehlenden Führung eines Lagerkäfigs und dadurch bedingte Toleranzen stellt sich erfindungsgemäß somit nicht mehr.

Bei einer Schaltschiene als Getriebestellelement ist im allgemeinen nur eine längsverschiebliche Bewegung vorgesehen. Die Erfindung ist aber ebenso auf solche Schaltschienen anwendbar, die drehbar gelagert sind. Die axiale Positi- on der Schaltschiene lässt sich eindeutig und einfach anhand einer Verschiebung oder einer Position der Stirnfläche feststellen. Dabei fokussiert der Sensor auf die Stirnfläche der Schaltschiene, so dass bei einer Bewegung der Schaltschiene sich diese mit ihrer Stirnfläche auf den Sensor zu bewegt, bzw. sich von diesem entfernt.

Aus einem Sensorsignal des Sensors wird eine Position der Schaltschiene, insbesondere eine Neutralposition oder eine Schaltposition, abgeleitet. Dazu wird beispielsweise mittels des Sensors ein Abstand des Sensors zu der Schaltschiene ermittelt, woraus auf eine Position der Schaltschiene geschlossen wird. Für eine derartige Abstandsmessung kommen eine Reihe von Abstandssensoren in Frage, welche beispielsweise eine Laufzeit eines aktiv ausgesandten, an der Stirnfläche der Schaltschiene reflektierten Signals wie Licht oder Ultraschall detektieren.

Für die Bestimmung der Position der Schaltschiene ist es im Prinzip nicht notwendig, eine„absolute" Position der Schaltschiene zu kennen. Es ist ausreichend festzustellen, ob die Schaltschiene sich ausgehend von einem Ausgangs- oder Bezugspunkt auf den Sensor zu- oder wegbewegt. Dazu kann ein Näherungssensor verwendet werden. Unter einem derartigen Näherungssensor versteht man insbesondere einen Sensor, der ein durch einen Störkörper beeinflussbares Feld detektiert. Der Störkörper ist in dem Fall die Schaltschiene. In Abhängigkeit von der Beeinflussung wird ein Sensorsignal erzeugt. Das entsprechende Sensorsignal kann dann daraufhin ausgewertet werden, ob sich die Schaltschiene auf den Sensor zu- oder gegebenenfalls wegbewegt. Zweckmäßigerweise wird dabei die Neutralposition, insbesondere das mit der Neutralposition korrelierte Sensorsignal, als Bezug gewählt, so dass aus dem abgegriffenen Sensorsignal ableitbar ist, ob sich die Schaltstange in der Neutralposition befindet, oder sich beispielsweise aus dieser wegbewegt.

Es sind auch kapazitive Abstandssensoren vorgesehen. Zur Auswertung eines kapazitiven Nährungssensors wird ein elektrisches Feld mittels eines Oszilla- tors aufgebaut und der Einfluss des Störkörpers durch ein Phasen- oder Ampli- tudensignal oder durch eine Verstimmung eines Schwingkreises ermittelt.

Ein induktiver Näherungssensor nutzt den Effekt aus, dass ein sich durch den Störkörper änderndes Magnetfeld zur Erzeugung von Strömen führt. Mittels eines induktiven Näherungssensors ist es möglich, berührungslos ein metallisches Objekt, in dem Fall also die Schaltschiene, zu erfassen. Da die Schaltschiene häufig als eine Blechschiene ausgeführt ist, ist seine Verwendung problemlos möglich.

Die Erfindung ermöglicht es, mittels eines einzigen Sensors die Position der Schaltschiene zu bestimmen. Der Sensor weist in Bezug auf die Lagerung eine exakte Einbaulage auf, was den Montageprozess erheblich vereinfacht. Der Sensor ist in einer Ausgestaltung vollständig innerhalb des Lagers angeordnet.

Die Schaltschiene ist beispielweise als eine kostengünstige Blechschiene ausgeführt. Alternativ kann die Schaltschiene auch als eine Schaltstange mit einem runden Querschnitt gegeben sein. Die Schaltschiene kann einheitlich aus nur einem Material, beispielsweise Stahlblech oder Kunststoff, gefertigt sein. Es kann aber auch vorteilhaft vorgesehen sein, einen Bereich der Schaltschiene, beispielsweise das axiale Ende, aus einem anderen Material zu fertigen, insbesondere um eine entsprechende Wirkverbindung zu dem Sensor zu ermöglichen. In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Schaltschiene einen mit dem Sensor in Wirkverbindung stehenden Positionsgeber. Der Positionsgeber ist dabei z.B. ein Magnet, der an der Schaltschiene verklebt ist und dessen Feld auf einen Reed-Sensor oder einen Hall-Sensor wirkt. Mittels des Positionsgebers ist es vorteilhaft möglich, die Schaltschiene weitestgehend aus einem beliebigen und kostengünstigen Material zu fertigen, und für die Herstellung einer Wirkverbindung mit dem Sensor nur den Positionsgeber aus einem entsprechenden, gegebenenfalls teureren Material zu fertigen. Das erfindungsgemäße Lager kann als Gleitlager oder als Wälzlager ausgeführt sein. Ein Wälzlager gewährleistet eine besonders reibungs- und damit verschleißarme Längsverschiebung des Gethebestellelements. In einer Variante ist das Lager als ein Radial-Linear-Wälzlager gegeben. In dem Radial- Linear-Wälzlager ist die Schaltschiene sowohl längsverschieblich, als auch drehbar gelagert.

In einer Ausgestaltung der Erfindung bildet die Lagerhülse als Lagerkäfig. Sie weist dazu einen Querschnitt auf, bei dem ausgehend von einem kreisförmigen Umriss radial gerichtete Taschen zur Aufnahme von Wälzkörpern angeordnet sind. Die Wälzkörper sind in den Taschen linear geführt. Auf einen Käfig mit ggf. zusätzlichen Toleranzen kann somit verzichtet werden, da die Lagerhülse selbst den Käfig bildet. Besonders geeignet für diese Variante sind Kugelrollen als Wälzkörper, die gegenüber runden Kugeln abgeflachte Pole aufweisen.

Der Sensor und die Lagerhülse sind erfindungsgemäß in einem Bauteil nicht lösbar voneinander angeordnet. Dies ist am einfachsten durch eine formschlüssige Verbindung realisierbar. In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Lagerhülse als Gussteil ausgeführt. Es ist relativ einfach hergestellt und weist eine genügend hohe Härte für Wälzkörper auf. Alternativ kann der Sensor auch umspritzt sein, wobei die Laufbahnen der Wälzkörper beispielsweise armiert sind. In eine derartige, im Getriebe montierte Lagerhülse kann das Getriebestellelement durch einfaches Stecken eingebaut werden.

Vorzugsweise ist die Lagerhülse aus einem abriebfesten Material gefertigt. Stahl, insbesondere gehärteter Stahl, ist ein vergleichsweise kostengünstiges und gleichzeitig sehr abriebfestes Material, mit welchen die gewünschten Ei- genschaften der Lagerhülse realisiert werden können.

Es ist von Vorteil, weitere Funktionen in das Lager zu integrieren. So ist vorgesehen, dass es einen Steckkontakt für einen Stecker aufweist, um das Sensor- Signal an eine Auswerteeinheit zu übertragen. Eine derartige Anordnung baut radial besonders kompakt, wenn der Steckkontakt, Sensor und Getriebestell- element axial aufeinander folgend angeordnet sind. Axial lässt sich der Bau- raum durch koaxiale Anordnung verkürzen.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Lagerhülse topfförmig ausgebildet und nimmt an oder in ihrem Topfboden den Sensor auf. Ist der Sensor in den Boden integriert, ist er vor Umgebungseinflüssen und direkter Beaufschlagung durch die Schaltstange gut geschützt.

Die Lagerhülse kann stufenförmig gezogen sein. So ist vorgesehen, dass sie sich aus zwei Teilzylindern zusammensetzt. Axial aus Richtung des Getriebestellelements gesehen weist sie an der Stelle, an der sich der Hülsendurchmesser ändert, einen äußeren, umlaufenden Rand auf, der als Anschlagfläche für das Getriebestellelement dienen kann.

In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Anordnung eine Auswerteeinheit mit einem Speicher auf, in dem Messwerte von Referenzpositionen des Getriebestellelements abgelegt sind. Die Messwerte werden vorzugsweise nach dem Zusammenbau der Anordnung eingelernt und gespeichert. Sind aufgrund konstruktiver Gegebenheiten nur gewisse, diskrete Positionen des ersten Maschinenteils möglich, lässt sich bei dessen Bewegung die aktuelle Messwertänderung mit einer im Speicher abgelegten Referenztabelle vergleichen und eine Wahrscheinlichkeitsaussage treffen, welcher möglichen Position der Messwert am ehesten zuzuordnen ist. Alternativ spricht die Auswerteinheit nur bei Überschreiten gewisser Schwellwerte an, die sicherstellen, dass eine gewisse Mindestverschiebung erfolgt ist. Auf diese Weise können auch Sensoren in der Anordnung verwendet werden, die nur ein relativ grobes Auflösungsraster aufweisen. Eine derartige Anordnung gewährleistet auch bei sehr großen Toleran- zen eine sichere Erkennung. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:

Fig.1 einen Längsschnitt eines ersten erfindungsgemäßen Lagers,

Fig. 2 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Lagers, Fig. 3 einen Längsschnitt eines zweiten erfindungsgemäßen Lagers,

Fig. 4 eine geschnittene Schrägansicht des Lagers aus Fig. 2,

Fig. 5 einen Längsschnitt eines dritten erfindungsgemäßen Lagers,

Fig. 6 eine geschnittene Schrägansicht des Lagers aus Fig. 4,

Fig. 7 einen Längsschnitt eines vierten erfindungsgemäßen Lagers und Fig. 8 einen Längsschnitt eines fünften erfindungsgemäßen Lagers.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Anordnung 2 zur Lagerung eines linear ver- schiebbaren Getriebestellelements 3. Die Anordnung 2 ist Teil eines nicht weiter dargestellten Schaltgetriebegehäuses 6 eines Kraftfahrzeugs. Sie umfasst eine Schaltschiene 4 als ein Getriebestellelement 3 und ein Lager 8, das eine Lagerhülse 10 aufgenommen ist. Die Lagerhülse 10 ist topfförmig ausgebildet und weist einen in Richtung der Schaltschiene 4 orientierten Boden 13 auf.

Die Schaltschiene 4 ist mit einem axialen Ende 16 mit einem Wälzlager 18 gelagert. Das in Fig. 1 nicht sichtbare zweite axiale Ende der Schaltschiene 4 ist in einem weiteren Wälzlager gelagert. Das Wälzlager 18 ist in der Lagerhülse 10 aufgenommen, wobei die Wälzkörper 19 des Radial-Linear-Wälzlagers 18 auf der Mantelfläche 20 der Lagerhülse 10 innenseitig ablaufen. Aus der Querschnittsdarstellung wird die beidseits der Längsachse 15 symmetrische Anordnung der Wälzkörper 19 nicht ersichtlich. Um eine verschleißfeste Lauffläche für die Wälzkörper 19 zu realisieren, ist die Mantelfläche 20 der Lagerhülse 10 aus einem hochfesten Stahl gefertigt. Die Lagerhülse 10 selbst ist in einen zylindrischen Gehäuseabschnitt des Gehäuses 6 eingesetzt.

Stirnseitig in Richtung der Schaltschiene 4 orientiert ist ein Sensor 12 am Bo- den 13 der Lagerhülse 10 angeordnet. Er ist in Richtung der Stirnfläche 9 des axialen Endes 16 der Schaltschiene 4 gegenüberliegend angeordnet. Zwischen der Stirnfläche 9 der Schaltschiene 4 und dem Sensor 12 ist ein Federelement 7 angeordnet, das als Schraubendruckfeder ausgebildet ist. Der Sensor 12 und das Federelement 7 sind beide im Wesentlichen entlang der Längsachse 15 der Schaltschiene 4 angeordnet. Der Montageprozess ist einfach, da es aufgrund eines anschließenden Kalibrierprozesses auf die exakte Einbaulage des Sensors 12 und der Schaltschiene 4 nicht ankommt.

Bei einem Schaltvorgang wird die Schaltschiene 4 entlang ihrer Längsachse 15 zwischen drei axial benachbarten Positionen s-i, S n , S 2 verschoben (Figur 2). Dabei entspricht die mittlere Position der Neutralposition S n , und die beiden anderen Positionen s-i, S 2 sind Schaltpositionen und sind jeweils einem Gang zugeordnet. Gleichzeitig mit der Schaltschiene 4 wird ein daran befestigter, in der Darstellung nicht sichtbarer Schaltfinger zwischen diesen Positionen ver- schoben. Zum Schalten eines Ganges wird die Schaltschiene 4 in dem Schaltgetriebe aus der Neutralposition S n heraus in die Schaltposition bewegt. Dabei erfolgt über den Schaltfinger und über eine daran befestigte Schaltmuffe die Schaltung des zur Bildung der entsprechenden Übersetzungsstufe erforderlichen Zahnradsatzes.

Mittels des Sensors 12 ist eine Bestimmung der axialen Position der Schaltschiene 4 möglich. Dazu ist der Sensor 12 als ein Piezoelement ausgeführt. Das erzeugte Sensorsignal wird von einem Signalnehmer 21 abgegriffen und über einen Steckkontakt 22 zu einer Auswerteeinheit 11 des Schaltgetriebes des Kraftfahrzeugs geleitet.

Der mit der Neutralposition s-i, S n , S 2 der Schaltschiene 4 korrelierte Messwert wird als Bezug gewählt, so dass die Anordnung bezüglich der Neutralposition kalibriert wird. Wenn sich die Schaltschiene 4 im Rahmen eines Schaltvorgangs aus ihrer Neutralposition S n , heraus in eine Schaltposition s-i, S 2 bewegt, dann steigt bzw. sinkt der von dem Federelement 7 ausgeübte Druck auf den Sensor 12. Das entsprechende Spannungssignal wird von dem Signalnehmer 21 abgegriffen und wird über den Steckkontakt 22 an eine externe Auswerteeinheit 11 übermittelt, die gegebenenfalls diesen Wert um externe Einflussgrößen eines weiteren Sensors 17 korrigiert.

Die Ausführungsform nach den Figuren 3 und 4 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Figur 1 dadurch, dass die Lagerhülse 10 nicht durch den Mantel 20 mit einem Boden 13 als Topfteil gebildet ist. Stattdessen ist ein zylindrischer, metallischer Mantel 20 vorgesehen, dessen Innenwandung gehärtet ist. Der Mantel 20 umgreift formschlüssig ein Formteil 23 aus Kunststoff, das die Schaltschiene 4 aufnimmt. Zwischen der Schaltschiene 4 und dem Mantel 20 sind Wälzkörper 19 in Form von Kugelrollen so angeordnet, dass sie auf diesen Bauteilen abrollen und voneinander in Umfangsrichtung durch Stege 25 des Formteils 1 getrennt sind. Somit bildet das Formteil 23 einen Käfig 36, in dem die Wälzkörper 19 in Führungskanälen 24 axial geführt sind. Die axiale Verschiebbarkeit wird durch einen Axialanschlag 37 begrenzt. Nicht dar- gestellt ist eine Variante, bei der der Mantel 20 und das Formteil 23 einteilig die Lagerhülse 10 bilden. Im Formteil 23 ist der Sensor 12 angeordnet, der durch ein Federelement 7 über eine Druckplatte 26 beaufschlagt wird. Das Formteil 23 weist ein Sackloch 27 zur Aufnahme der Schaltschiene 4 auf. Die Schaltschiene 4 ist durch die Stege 25 verkippsicher geführt. Das Lager 8 kann zur Montage mit der sich an einem Ringabsatz 28 und einem Führungsdorn 29 abstützenden und daher verliergesicherten Formfeder 7 fertig geliefert werden, so dass die Schaltschiene 4 nur noch in das Sackloch 27 eingesteckt werden muss. Die Ausführungsform nach den Figuren 5 und 6 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Figur 1 dadurch, dass die Schaltschiene durch ein Gleitlager 30 gelagert ist. Als Sensor 12 weist die Anordnung 2 einen Sensor 12 auf, der nach Art eines linear variablen Differentialtransformators (LVDT) arbeitet. Dazu weist das Formteil 23 aus einem nicht-leitenden Material eine Spule 31 auf. Je nach Aufbau der Vorrichtung wird für jede Position bzw. Positionsveränderung durch Einführen der eisenhaltigen Schaltschiene 4 in den Spulenkern ein eindeutiges Signal generiert.

Figur 7 zeigt eine Anordnung 2, bei der der Sensor 12 auf einem zentralen Dorn 33 des Lagers 8 angeordnet ist und in eine stirnseitige Ausnehmung 32 der Schaltschiene 4 eingreift. Der Dorn 33 kann die Schaltschiene 4 innenseitig führen und garantiert in jeder Position einen geringen Abstand zur Schalt- schiene 4, was eine genaue Positionserkennung ermöglicht.

Figur 8 zeigt eine Anordnung 2, die sich von den übrigen Ausführungsformen dadurch unterscheidet, dass der Sensor 12 mit seinen Teilsensoren 34 radial außenseitig angeordnet sind. Sie interagieren mit am axialen Ende 16 der Schaltschiene angeordneten Signalgebern 35.

Liste der Bezugszahlen

1 (nicht vergeben)

2 Anordnung

3 Getriebestellelement

4 Schaltschiene

5 (nicht vergeben)

6 Getriebegehäuse

7 Federelement

8 Lager

9 Stirnfläche

10 Lagerhülse

11 Auswerteeinheit

12 Sensor

13 Boden

14 (nicht vergeben)

15 Längsachse

16 axiales Ende

17 weiterer Sensor

18 Radial-Linear-Wälzlager

19 Wälzkörper

20 Mantel

21 Signalnehmer

22 Signalausgang

23 Formteil

24 Führungskanal

25 Steg

26 Druckplatte

27 Sackloch

28 Ringabsatz

29 Führungsdorn 30 Gleitlager

31 Spule

32 Ausnehmung 33 zentraler Dorn

34 Teilsensor

35 Signalgeber

36 Käfig I Längsrichtung

Si erste Schaltstellung

S n Neutralstellung

S 2 zweite Schaltstellung