Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SENSOR DEVICE FOR INSERTING INTO A RECESS OF A ROTATABLE BODY, AND SYSTEM WITH A ROTATABLE BODY AND A SENSOR DEVICE ACCORDING TO THE INVENTION INSERTED INTO THE RECESS OF THE ROTATABLE BODY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/115068
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sensor device (10) for inserting into a recess (102) of a rotatable body (100), in particular a roller body. The sensor device (10) has at least one communication unit (21) for wirelessly communicating with an external unit and an energy receiver unit (30), said energy receiver unit (30) having at least one conductor loop (31) for inductively supplying energy to the sensor device (10). One aspect of the invention consists in that the communication unit (20) has an antenna element (21), wherein the antenna element (21) and the conductor loop (31) are arranged relative to each other such that the vector (22) of an electric field which can be received and/or emitted by the antenna element (21) is aligned substantially perpendicularly to the main extension plane of the conductor loop (31). The invention additionally relates to a system that has a rotatable body with a recess into which a sensor device according to the invention is inserted.

Inventors:
LUNGWITZ, Matthias (In Weiherwiesen 27, Moessingen, 72116, DE)
GAIER, Stefan (Halfgarten 24, Stuttgart, 70599, DE)
Application Number:
EP2018/078789
Publication Date:
June 20, 2019
Filing Date:
October 19, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
G01D11/30; B02C4/28; G01D21/00; G01K1/02; G01P3/44; H02J50/10
Domestic Patent References:
WO2014195309A12014-12-11
WO2014195309A12014-12-11
Foreign References:
US20110163857A12011-07-07
DE102016215602B32017-06-29
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1. Sensorvorrichtung (10) zum Einsetzen in eine Ausnehmung (102) eines rotierbaren Körpers (100), insbesondere eines Walzenkörpers, wobei die Sensorvorrichtung (10) wenigstens eine Kommunikationseinheit (21) zur drahtlosen Kommunikation mit einer externen Einheit und eine Energieempfängereinheit (30) aufweist, wobei die Energieempfängereinheit (30) wenigstens eine Leiterschleife (31) zur induktiven Energieversorgung der Sensorvorrichtung (10) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kommunikationseinheit (20) ein Antennenelement (21) aufweist, wobei das Antennenelement (21) und die Leiterschleife (31) derartig zueinander angeordnet sind, dass der Vektor (22) eines von dem Antennenelement (21) empfangbaren und/oder aussendbaren E- Felds im wesentlich senkrecht zur

Haupterstreckungsebene der Leiterschleife (31) ausgerichtet ist.

2. Sensorvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das

Antennenelement (21) als Schleifenantenne oder Dipol-Antenne ausgestaltet ist.

3. Sensorvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenelement (21) als elektrisches Leiterelement ausgestaltet ist, welches auf einer Leiterplatte (12) der Sensorvorrichtung (10) oder an einem Gehäuse der Sensorvorrichtung (10) angeordnet ist, insbesondere parallel zur

Haupterstreckungsebene der Leiterplatte (12).

4. Sensorvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenelement (21) als MID-Bauelement oder S MD- Bauelement ausgestaltet ist, welches auf einer Leiterplatte (21) Sensorvorrichtung (10) oder an einem Gehäuse der Sensorvorrichtung (10) angeordnet ist, insbesondere parallel zur Haupterstreckungsebene der Leiterplatte (12).

5. Sensorvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch

gekennzeichnet, dass das Antennenelement (21) und/oder ein Teil der

Leiterschleife (31) in einem Bereich um eine Stirnseite (11) der Sensorvorrichtung (10) angeordnet sind, insbesondere an die Stirnseite (11) der Sensorvorrichtung (10) angrenzen.

6. System (50, 51) umfassend einen rotierbaren Körper (100) mit einer Ausnehmung (102), insbesondere einem Walzenkörper, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensorvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 in die Ausnehmung (102) des Körpers (100) eingesetzt ist.

7. System (51) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das System (51) einen weiteren Körper (110) aufweist, welcher wenigstens einen Magneten (112) aufweist, insbesondere einen Permanentmagneten, wobei der Körper (100) und der weitere Körper (110) relativ zueinander beweglich angeordnet sind.

8. System (51) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Körper (110) relativ zu einer Rotationsachse (101) des Körpers (100) unbeweglich angeordnet ist.

9. System (51) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Körper (110) relativ zu einer Rotationsachse (101) des Körpers (100) beweglich angeordnet ist, insbesondere ebenfalls rotierbar angeordnet ist.

Description:
Beschreibung

Sensorvorrichtung zum Einsetzen in eine Ausnehmung eines rotierbaren Körpers und System mit einem rotierbaren Körper und einer in dessen Ausnehmung eingesetzten erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Sensorvorrichtung zum Einsetzen in eine Ausnehmung eines rotierbaren Körpers, insbesondere eines Walzenkörpers, wobei die Sensorvorrichtung wenigstens eine Kommunikationseinheit zur drahtlosen Kommunikation mit einer externen Einheit und eine Energieempfängereinheit aufweist, wobei die Energieempfängereinheit wenigstens eine Leiterschleife zur induktiven Energieversorgung der Sensorvorrichtung aufweist.

Solch eine Sensorvorrichtung ist beispielsweise in der Offenlegungsschrift WO 2014/195309 Al offenbart. In dieser Offenlegungsschrift ist eine Leiterplatte offenbart, auf welcher mehrere Sensoren beabstandet zueinander angeordnet sind, um Messwerte über die ganze Länge der Walze ermitteln zu können. Die Sensorvorrichtung wird hierfür in eine Ausnehmung des Walzenkörpers eingebracht und dort eingespritzt. Als Sensoren können beispielsweise

Temperatursensoren dienen, mittels denen Temperaturwerte der

Walzenoberfläche erfasst werden können. Anhand der erfassten

Temperaturwerte kann beispielsweise die Walzenlagerung überwacht werden oder auch auf Prozessparameter beim Walzvorgang geschlossen werden. Des Weiteren ist in dieser Offenlegungsschrift offenbart, dass die Sensorvorrichtung eine induktive Energieempfängereinheit und eine Kommunikationseinheit zur drahtlosen Kommunikation mit einer externen Einheit aufweisen kann.

Die Erfindung betrifft zudem ein System, wobei das System einen rotierbaren Körper mit einer Ausnehmung aufweist, in welche eine erfindungsgemäße Sensorvorrichtung eingesetzt ist. Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Sensorvorrichtung zum Einsetzen in eine Ausnehmung eines rotierbaren Körpers, insbesondere eines Walzenkörpers, wobei die Sensorvorrichtung wenigstens eine Kommunikationseinheit zur drahtlosen Kommunikation mit einer externen Einheit und eine

Energieempfängereinheit aufweist, wobei die Energieempfängereinheit wenigstens eine Leiterschleife zur induktiven Energieversorgung der

Sensorvorrichtung aufweist.

Ein Aspekt der Erfindung besteht darin, dass die Kommunikationseinheit ein Antennenelement aufweist, wobei das Antennenelement und die Leiterschleife derartig zueinander angeordnet sind, dass der Vektor eines von dem

Antennenelement empfangbaren und/oder aussendbaren E- Felds im wesentlich senkrecht zur Haupterstreckungsebene der Leiterschleife ausgerichtet ist.

Vorteilhaft ist hierbei, dass das E-Feld des Antennenelements, durch die entsprechende Anordnung der Leiterschleife relativ zum Antennenelement, nicht von der Leiterschleife beeinflusst wird. Hierdurch kann die Sensorvorrichtung eine störungsfreie Kommunikation mit einer externen Einheit durchführen und parallel dazu kann eine induktive Energieversorgung der Sensorvorrichtung erzielt werden, welche die entsprechende Kommunikation nicht stört.

Ein weiterer Vorteil ist es, dass zur Energieversorgung keine elektrochemischer Energiespeicher, wie beispielsweise eine Batterie, notwendig ist. Solch eine Batterie könnte bei Betrieb der Sensorvorrichtung in einem entsprechenden Walzenkörper aufgrund teils hoher Umgebungstemperaturen, beispielsweise bis zu 100°C oder mehr, problematisch sein.

Der Körper kann beispielsweise ein Walzkörper zur Verarbeitung verschiedener Produkte wie zum Beispiel Lebensmittel sein, wobei der Körper insbesondere im Wesentlichen metallisch ausgestaltet sein kann.

Die Ausnehmung des Körpers kann beispielsweise eine Bohrung, ein Sackloch, eine Mulde oder ein Durchbruch sein.

Unter externer Einheit ist beispielsweise eine zentrale Steuereinheit für den Walzenkörper zu verstehen, welche mit der Kommunikationseinheit der

Sensorvorrichtung kommunizieren kann und beispielsweise anhand von empfangenen Messwerten Prozessparameter des Walzenkörpers, wie beispielsweise die Drehzahl, regeln kann.

Die Kommunikationseinheit kann beispielsweise als Bluetooth- oder WLAN- Einheit ausgestaltet sein.

Die Leiterschleife ist im Wesentlichen metallisch ausgestaltet. Insbesondere kann die Leiterschleife mehrere Wicklungen aufweisen und beispielsweise eine gewöhnliche Spule darstellen. Unter Haupterstreckungsebene der Leiterschleife ist die Ebene zu verstehen, in welcher die durch die Leiterschleife aufgespannte Fläche liegt.

Unter im Wesentlichen metallisch ist zu verstehen, dass der Körper

beziehungsweise die Leiterschleife hauptsächlich aus einem metallischen Material besteht, jedoch auch geringfügig andere, nicht metallische Inhaltsstoffe aufweisen kann. So können die nicht metallischen Inhaltstoffe beispielsweise Verunreinigungen darstellen. Allerdings kann der metallische Körper

beziehungsweise die Leiterschleife beispielsweise auch Kunststoffteile aufweisen, welche zum Beispiel als Kanten- oder Eckenschutz für den metallischen Körper dienen oder auch andere Aufgaben wie eine Abdichtung gegenüber der Umgebung ermöglichen.

Die Sensorvorrichtung kann beispielsweise derartig ausgestaltet sein, dass auf einer Leiterplatte eine Sensoreinheit und gegebenenfalls noch weitere

Bauelemente angeordnet sind. Die Sensoreinheit weist beispielsweise einen Temperatursensor auf und könnte zusätzlich oder auch alternativ einen

Beschleunigungssensor oder Drehratensensor aufweisen. Zudem kann die Sensorvorrichtung beispielsweise noch eine Verarbeitungseinheit aufweisen.

Der E-Feld Vektor breitet sich hierbei wellenförmig in einer Polarisationsebene aus und die Leiterschleife ist folglich senkrecht zu dieser Polarisationsebene ausgerichtet.

Unter im Wesentlichen senkrecht ist hierbei zu verstehen, dass der Vektor des E- Feld des Antennenelements und die Haupterstreckungsebene der Leiterschleife bevorzugt einen Winkel von 90° bilden, wobei dieser Winkel gegebenenfalls um einige wenige Grad abweichen kann. Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Antennenelement als Schleifenantenne oder Dipol-Antenne ausgestaltet ist.

Vorteilhaft ist hierbei, dass solche Antennenarten auch aus einer Ausnehmung heraus eine gute Kommunikation zwischen der Sensorvorrichtung und einer externen Einheit ermöglichen, sobald die Sensorvorrichtung in die Ausnehmung des Körpers eingesetzt ist. Insbesondere wenn der Körper im Wesentlichen metallisch ist, wirkt dieser elektromagnetisch abschirmend auf die in einer Ausnehmung eingesetzten Bauteile, wobei die entsprechenden Antennenarten trotzdem aus der Ausnehmung heraus senden und/oder empfangen können.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Antennenelement als elektrisches Leiterelement ausgestaltet ist, welches auf einer Leiterplatte der Sensorvorrichtung oder an einem Gehäuse der Sensorvorrichtung angeordnet ist, insbesondere parallel zur Haupterstreckungsebene der Leiterplatte.

Vorteilhaft ist hierbei, dass solch ein Antennenelement sehr einfach und kostengünstig herzustellen ist. Folglich können die Herstellungskosten für die Sensorvorrichtung gering gehalten werden.

Unter elektrisches Leiterelement ist beispielsweise ein einfacher Draht zu verstehen, welcher entsprechend ausgestaltet ist, um eine Abstrahlung eines elektromagnetischen Signals zu bewirken.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das

Antennenelement als MID-(Molded interconnect device)-Bauelement oder SMD- (Surface-mount device)-Bauelement ausgestaltet ist, welches auf einer

Leiterplatte Sensorvorrichtung oder an einem Gehäuse der Sensorvorrichtung angeordnet ist, insbesondere parallel zur Haupterstreckungsebene der

Leiterplatte.

Vorteilhaft ist hierbei, dass ein derartig ausgestaltetes Antennenelement sehr einfach in der Sensorvorrichtung montiert werden kann. Hierdurch können wiederum die Herstellungskosten der Sensorvorrichtung gering gehalten werden.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Antennenelement und/oder ein Teil der Leiterschleife in einem Bereich um eine Stirnseite der Sensorvorrichtung angeordnet sind, insbesondere an die Stirnseite der Sensorvorrichtung angrenzen.

Vorteilhaft ist hierbei, dass eine besonderes gute Abstrahlung des

Antennenelements sowie eine gute induktive Kopplung der Sensorvorrichtung ermöglicht werden kann, wenn die Sensorvorrichtung in eine entsprechende Ausnehmung eines Körpers eingesetzt wird.

Die Erfindung betrifft zudem ein System, wobei das System einen rotierbaren Körper mit einer Ausnehmung aufweist, in welche eine erfindungsgemäße Sensorvorrichtung eingesetzt ist.

Vorteilhaft ist hierbei, dass das E-Feld des Antennenelements, durch die entsprechende Anordnung der Leiterschleife relativ zum Antennenelement, nicht von der Leiterschleife beeinflusst wird. Hierdurch kann die Sensorvorrichtung eine störungsfreie Kommunikation mit einer externen Einheit durchführen und parallel dazu kann eine induktive Energieversorgung der Sensorvorrichtung erzielt werden, welche die entsprechende Kommunikation nicht stört. Zudem kann gegebenenfalls die mechanische Energie des rotierbaren Walzenkörpers direkt genutzt werden, um die Sensorvorrichtung durch eine induktive Wandlung der mechanischen in elektrische Energie mit dieser elektrischen Energie zu versorgen.

Ein weiterer Vorteil ist es, dass zur Energieversorgung keine elektrochemischer Energiespeicher, wie beispielsweise eine Batterie, notwendig ist. Solch eine Batterie könnte bei Betrieb der Sensorvorrichtung in einem entsprechenden Walzenkörper aufgrund teils hoher Umgebungstemperaturen, beispielsweise bis zu 100°C oder mehr, problematisch sein.

Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass das System einen weiteren Körper aufweist, welcher wenigstens einen Magneten aufweist, insbesondere einen Permanentmagneten, wobei der Körper und der weitere Körper relativ zueinander beweglich angeordnet sind.

Vorteilhaft ist hierbei, dass durch den Magneten des weiteren Körpers eine einfache induktive Energieversorgung ermöglicht werden kann, indem beispielsweise der Körper mit der Sensorvorrichtung und somit auch die

Leiterschleife relativ zum weiteren Körper bewegt wird. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass der weitere Körper relativ zu einer Rotationsachse des Körpers unbeweglich angeordnet ist.

Vorteilhaft ist hierbei, dass bei Betrieb des Walzenkörpers eine Spannung in der Sensorvorrichtung induziert wird.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems ist vorgesehen, dass der weitere Körper relativ zu einer Rotationsachse des Körpers beweglich angeordnet ist, insbesondere ebenfalls rotierbar angeordnet ist.

Vorteilhaft ist hierbei, dass auch wenn der Walzenkörper nicht in Betrieb ist, eine Energieversorgung möglich ist, indem beispielsweise der weitere Körper bewegt wird, insbesondere rotiert wird. Hierdurch kann beispielsweise ein Testlauf der Sensorvorrichtung durchgeführt werden oder es können nach beendetem Betrieb der Walze Daten aus der Sensorvorrichtung ausgelesen werden.

Zeichnungen

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung zum Einsetzten in eine Ausnehmung eines Walzenkörpers.

Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems, bei welchem eine erfindungsgemäße Sensorvorrichtung in eine Ausnehmung eines Walzenkörpers eingesetzt ist.

Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems mit einem weiteren Körper.

Beschreibung von Ausführungsbeispielen

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung zum Einsetzten in eine Ausnehmung eines Walzenkörpers.

Dargestellt ist eine Sensorvorrichtung 10 zum Einsetzen in eine Ausnehmung 102 eines Walzenkörpers 100. Die Sensorvorrichtung 10 weist insbesondere eine Leiterplatte 12 und eine Sensoreinheit 15 auf. Die Sensoreinheit 15 ist auf der Leiterplatte 12 angeordnet und kann beispielsweise einen Temperatursensor, einen Beschleunigungssensor und/oder einen Drehratensensor aufweisen. Mitels vom Beschleunigungssensor erfassten Beschleunigungswerten und/oder vom Temperatursensor erfassten Temperaturwerten kann beispielsweise auf einen Betriebszustand und eine Laufzeit des Walzenkörpers oder auch auf einen Lagerzustand des Walzenkörpers, wie beispielsweise eine Unwucht,

geschlossen werden, wenn die Sensorvorrichtung 10 in die Ausnehmung 102 des Walzenkörpers 100 eingesetzt ist.

Des Weiteren weist die Sensorvorrichtung 10 eine Kommunikationseinheit 20 zur drahtlosen Kommunikation mit einer nicht dargestellten, externen Einheit auf. Die Kommunikationseinheit 20 ist in diesem Ausführungsbeispiel als SMD- Keramikchip ausgestaltet und hat ein integriertes Antennenelement 21, welches beispielsweise als Schleifenantenne ausgestaltet sein kann. Alternativ könnten die Kommunikationseinheit 20 und das Antennenelement 21 auch getrennt voneinander ausgestaltet sein. Zudem könnte alternativ das Antennenelement 21 beispielsweise auch als Dipol-Antenne ausgestaltet sein. Die

Kommunikationseinheit 20 kann beispielsweise eine Bluetooth- oder WLAN- Einheit sein. Ist die Kommunikationseinheit 20 als Bluetooth- Einheit ausgestaltet, wird bevorzugt eine Schleifenantenne als Antennenelement 21 gewählt, da ein Durchmesser der Ausnehmung 102 des Walzenkörpers 100 typischerweise im Bereich der Wellenlänge des Bluetooth-Signals oder darunter liegt und eine Dipol- beziehungsweise Stab-Antenne gegebenenfalls zu groß ausfallen würde. Ist die Kommunikationseinheit 20 dagegen ausgestaltet, Signale mit gegenüber Bluetooth deutlich höherer Frequenz zu senden beziehungsweise zu empfangen, kann ohne weiteres auch eine Dipol-Antenne als Antennenelement 21 genutzt werden, da bei dieser hohen Frequenz die Wellenlänge entsprechend klein ist und somit auch die Ausmaße der Dipol-Antenne entsprechend gering ausfallen können.

Die nicht dargestellte, externe Einheit kann beispielsweise eine zentrale

Steuereinheit für den Walzenkörper sein, welche mit der Kommunikationseinheit 20 der Sensorvorrichtung 10 kommunizieren kann und beispielsweise anhand von empfangenen Messwerten Prozessparameter des Walzenkörpers, wie beispielsweise die Drehzahl, regeln kann.

Außerdem weist die Sensorvorrichtung 10 eine Energieempfängereinheit 30 auf. Die Energieempfängereinheit 30 ist dazu eingerichtet, eine induktive

Energieversorgung der Sensorvorrichtung 10 zu ermöglichen. Hierfür weist die Energieempfängereinheit 30 eine Leiterschleife 31 auf, welche als offene Leiterschleife ausgestaltet ist und die Leiterplatte 12 umschließt. Ändert sich nun die magnetische Flussdichte im Bereich der Leiterschleife 31, wird eine

Spannung in der Leiterschleife 31 induziert.

Des Weiteren kann die Energieversorgungseinheit 30 beispielsweise einen Energiespeicher 32 aufweisen, welcher auf der Leiterplatte 12 angeordnet ist und welcher mit der Leiterschleife 31 derartig verbunden ist, dass eine in der Leiterschleife 31 induzierte Spannung abgegriffen werden kann. Hierbei kann zudem ein nicht dargestellter Gleichrichter zwischen dem Energiespeicher 32 und der Leiterschleife 31 angeordnet sein, der die induzierte Wechselspannung in eine Gleichspannung wandelt. Der Energiespeicher 32 kann beispielsweise als Kondensator ausgestaltet sein. Der Energiespeicher 32 ist zudem mit den elektronischen Bauelementen der Sensorvorrichtung 10, wie beispielsweise der Kommunikationseinheit 20 und der Sensoreinheit 15, verbunden, um diese mit elektrischer Energie zu versorgen und entsprechend betreiben zu können.

Das Antennenelement 21 und die Leiterschleife 31 sind derartig zueinander angeordnet sind, dass der Vektor 22 eines von dem Antennenelement 21 empfangbaren und/oder aussendbaren E- Felds im wesentlich senkrecht zur Haupterstreckungsebene der Leiterschleife 31 ausgerichtet ist.

Vorzugsweise sind das Antennenelement 21 und ein Teil der Leiterschleife 31 hierbei in einem Bereich um eine Stirnseite 11 der Sensorvorrichtung 10 angeordnet. Dabei grenzen das Antennenelement 21 und ein Teil der

Leiterschleife 31 insbesondere an die Stirnseite 11 der Sensorvorrichtung 10 an.

Zudem kann die Sensorvorrichtung 10 noch weitere elektronische Bauelemente aufweisen. So kann beispielsweise eine Verarbeitungseinheit 40 auf der Leiterplatte 12 angeordnet sein. Die Verarbeitungseinheit 40 kann beispielsweise ein Mikrocontroller sein. Die Verarbeitungseinheit 40 ist beispielhaft mit der Kommunikationseinheit 20 und der Sensoreinheit 15 verbunden, um

entsprechende Messwerte mittels der Sensoreinheit 15 erfassen und diese Messwerte oder aber daraus abgeleitete Ergebnisse mittels der

Kommunikationseinheit 20 an die externe Einheit aussenden zu können. Optional kann die Sensorvorrichtung 10 zudem noch ein nicht dargestelltes Gehäuse aufweisen, welches die Sensorvorrichtung 10 vor Einflüssen von außen, wie beispielsweise Staub oder Wasser schützt.

In einem alternativen, bildlich nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann das Antennenelement 21 anstatt als SMD-Bauteil als MID- Bauelement oder als elektrisches Leiterelement, insbesondere als ein im Wesentlich metallischer Draht, ausgestaltet sein. Hierbei kann das Antennenelement 21 beispielsweise entweder auf der Leiterplatte 21 der Sensorvorrichtung 10 oder auf dem optionalen Gehäuse der Sensorvorrichtung 10 angeordnet sein.

Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems, bei welchem eine erfindungsgemäße Sensorvorrichtung in eine Ausnehmung eines Walzenkörpers eingesetzt ist.

Dargestellt ist ein Körper 100. Dieser Körper 100 kann beispielsweise ein Walzenkörper sein, welcher im Wesentlichen metallisch ist. Unter im

Wesentlichen metallischen Körper ist zu verstehen, dass der Körper hauptsächlich aus einem metallischen Material besteht, jedoch auch geringfügig andere, nicht metallische Inhaltsstoffe aufweisen kann. So können die nicht metallischen Inhaltstoffe beispielsweise Verunreinigungen darstellen. Allerdings kann der metallische Körper beispielsweise auch Kunststoffteile aufweisen, welche zum Beispiel als Kanten- oder Eckenschutz für den metallischen Körper dienen oder auch andere Aufgaben wie eine Abdichtung gegenüber der Umgebung ermöglichen. Der Walzenkörper 100 weist eine Rotationsachse 101 auf, um welche der Walzenkörper 100 drehbar gelagert ist. An einer Stirnseite 104 weist der Walzenkörper 100 eine Ausnehmung 102 auf. Die Ausnehmung 102 ist hierbei als Bohrung ausgestaltet, könnte jedoch auch ein Sackloch, eine Mulde oder ein Durchbruch im Körper 100 sein. Die Ausnehmung 102 verläuft insbesondere parallel zur Rotationsachse 101 des Walzenkörpers 100. In die Ausnehmung 102 ist eine Sensorvorrichtung 10, beispielsweise ausgestaltet nach Fig. 1, eingesetzt und gegebenenfalls fixiert.

Das optionale Gehäuse der Sensorvorrichtung 10 ist vorzugsweise derartig ausgestaltet, dass dieses die Ausnehmung 102 voll ausfüllt, also insbesondere ein Querschnitt des Gehäuses einem Querschnitt der Ausnehmung 102 entspricht. Insbesondere schließt das Gehäuse zudem bündig mit der Stirnseite 104 des Walzenkörpers 100 ab und dichtet somit die Ausnehmung 102 gegenüber außen ab.

In einem weiteren, bildlich nicht dargestellten Ausführungsbeispiel, kann auch ein Verschlusselement vorgesehen sein, welches die Ausnehmung 102 verschließt.

Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems mit einem weiteren Körper.

Dargestellt ist ein System 51 mit einem Körper 100, wobei der Körper 100 entsprechend dem Körper des Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 als Walzenkörper ausgestaltet ist und wobei eine Sensorvorrichtung 10 in eine Ausnehmung 102 des Walzenkörpers eingesetzt ist. Das System 51 weist zusätzlich zum

Walzenkörper 100 noch einen weiteren Körper 110 auf, welcher als kreisrunde Scheibe ausgestaltet ist.

Des Weiteren sind der Körper 100 und der weitere Körper 110 relativ zueinander beweglich angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist der weitere Körper 110 relativ zur Rotationsachse 101 des Körpers 100 unbeweglich angeordnet und der Körper 100 kann sich entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 um die Rotationsachse 101 drehen. Der weitere Körper 110 kann beispielsweise mittels einer nicht dargestellten Halterung fixiert sein.

Der weitere Körper 110 weist zudem Magnete 112 auf, welche auf dem Körper 110 angeordnet und vorzugsweise als Permanentmagneten ausgestaltet sind. Insbesondere sind die Permanentmagneten 112 hierbei derartig angeordnet, dass eine Fläche der Ausnehmung 102 mit der Sensorvorrichtung 10 bei einer Umdrehung des Walzenkörpers 100 um die Rotationsachse 101 über eine Fläche des jeweiligen Permanentmagneten 112 streicht, beispielhaft durch den gestrichelten Pfeil angedeutet, wodurch jeweils eine Spannung in der

Sensorvorrichtung 10 über die Leiterschleife 31 induziert wird.