SCHMIED, Ralf (Rilkestr. 6, Freiberg, 71691, DE)
LIEBHART, Guenter (Rietenauer Weg 31, Backnang, 71522, DE)
MAGA, Iulian (Oststrasse 87, Ludwigsburg, 71638, DE)
VOGT, Martin (Konrad-Haussmann-Weg 10, Schorndorf, 73614, DE)
RUNFT, Werner (Ginsterweg 1, Winnenden, 71364, DE)
SCHMIED, Ralf (Rilkestr. 6, Freiberg, 71691, DE)
LIEBHART, Guenter (Rietenauer Weg 31, Backnang, 71522, DE)
MAGA, Iulian (Oststrasse 87, Ludwigsburg, 71638, DE)
VOGT, Martin (Konrad-Haussmann-Weg 10, Schorndorf, 73614, DE)
| Ansprüche Sensorvorrichtung (30; 30a; 30b; 30c) für eine als Kapselfüll- und Verschließmaschine ausgebildete Verpackungsmaschine (100) oder für eine Kapselkontrollvorrichtung (100a), mit einem Positionierelement (35; 35a) zum Positionieren eines mit einem Füllgut befüllten, eine Längsachse (15) aufweisenden Behältnisses (c) im Bereich der Sensorvorrichtung (30; 30a; 30b; 30c) und mindestens einer Strahlungsquelle (31 ; 31 a; 31 b) sowie min destens einem Detektor (40; 40a; 40b) zur Erfassung der Strahlung nach dem Durchstrahlen des Behältnisses (c), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Strahlungsquelle (31 ; 31 a; 31 b) das Behältnis (c) senkrecht zu seiner Längsachse (15) durchstrahlt und dass das Positionierelement als rohr- oder schachtformiges Förderelement (35; 35a) ausgebildet ist, das in einem Strahlungskegel (38) der Strahlenquelle (31 ; 31 a; 31 b) für die Strahlung durchdringbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungsquelle als Röntgenstrahlungsquelle (31 ; 31 a; 31 b) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Förderelemente (35; 35a) parallel zueinander angeordnet sind und, dass mehrere Förderelemente (35; 35a) in Wirkverbindung mit einer gemeinsamen Strahlungsquelle (31 ; 31 a; 31 b) und einem gemeinsamen Detektor (40; 40a; 40b) angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Förderelement (35; 35a) die Behältnisse (c) als Reihe gestaut angeordnet sind und durch gegenseitigen Anlagekontakt der Behältnisse (c) zumindest im Bereich der Sensorvorrichtung (30; 30a; 30b; 30c) gefördert werden. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (35) oberhalb eines Aufnahmesegmentes (22; 22a) für die Behältnisse (c) angeordnet ist, aus dem die Behältnisse (c) mittels Ausschiebeelementen (33) in das Förderelement (35) übergeschoben werden. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (35) im Wesentlichen vertikal ausgerichtet ist und, dass dem Förderelement (35) ein Rückhalteelement (36) zugeordnet ist, das ein Herausfallen der Behältnisse (c) aus dem Förderelement (35) verhindert. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behältnisse (c) taktweise in den Bereich der Strahlungsquelle (31 ; 31 a; 31 b) gefördert werden und, dass der Detektor (40; 40a; 40b) jeweils in einer Stillstandsphase der Behältnisse (c) in dem Förderelement (35; 35a) die Strahlung erfasst. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensoreinrichtung (30; 30a; 30b) eine weitere Wiegeeinrichtung (65) nachgeschaltet ist, die wenigstens eine Wiegezelle (64) zum Wiegen des Behältnisses (c) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiegeeinrichtung (65) ein Förder- und Sperrelement (66) aufweist, das jeweils ein Behältnis (c) aus dem Bereich des Förderelements (35a) in den Bereich der Wiegezelle (64) und aus der Wiegezelle (64) heraus fördert. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Strahlungsquelle (31 ; 31 a; 31 b) und des Detektors (40; 40a; 40b) ein Füllgewicht oder eine sonstige Eigenschaft des Behältnisses (c) er- fasst wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (40; 40a; 40b) als bildauswertender Detektor ausgebildet ist und mit einer Auswerteeinrichtung (47) zusammenwirkt, die eine digitale Datenauswertung ermöglicht. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Strahlungsquelle (31 ; 31 a; 31 b) zusätzlich in Wirkverbindung mit einem Referenzobjekt (70) angeordnet ist und, dass der Detektor (40; 40a, 40b) gleichzeitig neben dem Bild (72, 73) des Behältnisses (c) zusätzlich das Bild (72, 73) des Referenzobjekts (70) erfasst und der Auswerteeinrichtung (47) zuführt. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Referenzobjekt (70) aus einem Material besteht, das zumindest annähernd gleiche Absorptionseigenschaften für die Strahlung, insbesondere für die Röntgenstrahlung, aufweist wie das Behältnis (c). 14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Referenzobjekt (70) Bereiche unterschiedlicher Absorptionen für die Strahlung aufweist, wobei wenigstens ein Bereich vorhanden ist, dessen Absorption innerhalb der Toleranzen der zu messenden Eigenschaft des Behältnisses (c) geringer ist als die minimale Absorption des Behältnisses (c) und einen Bereich, dessen Absorption innerhalb der Toleranzen der zu messenden Eigenschaft des Behältnisses (c) größer ist als die maximale Absorption des Behältnisses (c). 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Referenzobjekt (70) keil- oder stufenförmig ausgebildet ist und, dass das Referenzobjekt (70) derart angeordnet ist, dass sich die Dicke des Referenzobjekts (70) in Strahlungsrichtung der Strahlungsquelle (31 ; 31 a; 31 b) ändert. |
Sensorvorrichtung für eine als Kapselfüll- und Verschließmaschine ausgebildete Verpackungsmaschine oder für eine Kapselkontrollvorrichtung
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Sensorvorrichtung für eine als Kapselfüll- und Verschließmaschine ausgebildete Verpackungsmaschine oder für eine Kapselkontrollvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Sensorvorrichtung ist aus der DE 10 2005 016 124 A1 bekannt. Die bekannte Sensorvorrichtung ist im Bereich einer Kapselfüll- und Verschließeinrichtung angeordnet und weist eine Röntgenstrahlungsquelle auf, die mit einem Füllgut, beispielsweise einem pulverförmigen Pharmazeutika, befüllte Behältnisse in Längsrichtung durchstrahlt. Auf der der Röntgenstrahlungsquelle gegenüberliegenden Seite des Behältnisses ist ein Detektor angeordnet, der die Röntgenstrahlung nach Durchgang durch das Behältnis misst und einer Auswerteeinrichtung in analoger Form zuführt. Mittels der soweit bekannten Sensorvorrichtung wird insbesondere das Gewicht des Füllgutes in den Behältnissen ermittelt.
Nachteilig dabei ist, dass dadurch, dass die Behältnisse in stufenartigen Aufnahmebohrungen von Aufnahmesegmenten angeordnet sind, beim Durchstrahlen der Behältnisse diese nicht über ihren gesamten Querschnitt erfasst werden, sondern, dass ein Teil des Querschnittes von der Aufnahmebohrung abgedeckt wird. Somit ist das Ergebnis von der Geometrie der Aufnahmebohrung abhängig und verfälscht ggf. das Messergebnis. Darüber hinaus sind weitere Aussagen dadurch, dass die Behältnisse in Richtung der Längsachse der Behältnisse durchstrahlt werden, nur schwierig oder gar nicht möglich, da nur eine relativ begrenzte Fläche des Behältnisses durchleuchtet wird. Weiterhin ist aus der DE 198 19 395 C1 der Anmelderin eine Wiegeeinrichtung zum Wiegen von Hartgelatinekapseln bekannt, die ein als Flügelrad ausgebildetes Förderelement aufweist, das jeweils eine Kapsel in den Bereich einer hän- gend angeordneten Wiegegutaufnahme überführt und aus dieser weiterfördert.
Aus der US 5,864,600 ist eine bildverarbeitende Kontrolleinrichtung bekannt, bei der der Füllstand von Behältern mittels einer Strahlenquelle überprüft wird, wobei der Strahl die Behälter senkrecht zu deren Behälterlängsachse durchdringt. Die Behälter sind dabei zueinander beabstandet auf einer horizontal angeordneten
Fördereinrichtung angeordnet.
Offenbarung der Erfindung
Ausgehend von dem dargestellten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sensorvorrichtung für eine insbesondere als Kontrolleinrichtung oder als Kapselfüll- und Verschließeinrichtung ausgebildete Verpackungsmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden, dass deren Messgenauigkeit erhöht wird sowie auf einfache Art und Weise weitere Rückschlüsse auf das Behältnis bzw. dessen Füllgut ermöglicht wird. Darüber hinaus soll die Sensoreinrichtung eine hohe Leistung aufweisen und die Kapseln im Bereich der Sensoreinrichtung einfach zu fördern bzw. zu positionieren sein. Diese Aufgabe wird bei einer Sensorvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der Erfindung liegt dabei die Idee zugrunde, dass durch eine Durchstrahlung des Behältnisses senkrecht zu dessen Längsachse eine größere Fläche des Behältnisses durchstrahlt bzw. erfasst wird, was eine qualitativ und quantitativ bessere Aussage über die genannten Eigenschaften erlaubt. Darüber hinaus wird es durch das für den Strahlungskegel der Strahlenquelle durchdringbare rohr- oder schachtförmige Positionierelement ermöglicht, die Kapseln im Bereich der Sensoreinrichtung sehr einfach und gleichzeitig genau zu positionieren.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in den Ansprüchen, der Beschreibung und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
Als Strahlungsquelle ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ei- ne Röntgenstrahlungsquelle vorgesehen. Mittels einer Röntgenstrahlungsquelle lässt sich nicht nur auf einfache Art und Weise das Füllgewicht des Behältnisses erfassen, sondern auch beispielsweise die Füllhöhe im Behältnis sowie Beschädigungen des Behältnisses oder ähnliches. Zur Erhöhung der Leistung der Vorrichtung sowie zur Verringerung des vorrichtungstechnischen Aufwandes ist es darüber hinaus besonders bevorzugt vorgesehen, dass mehrere Förderelemente parallel zueinander angeordnet sind und, dass mehrere Förderelemente in Wirkverbindung mit einer gemeinsamen Strahlungsquelle und einem gemeinsamen Detektor angeordnet sind. Es lassen sich somit in einem Schritt jeweils mehrere Behältnisse mittels einer einzigen Strahlungsquelle und mittels eines einzigen Detektors gleichzeitig überprüfen.
Eine konstruktiv einfach ausgebildete Fördermöglichkeit für die Behältnisse im Bereich der Strahlungsquelle, die gleichzeitig eine Verfälschung der Messergeb- nisse durch Teile der Vorrichtung verhindert, wird dadurch erzielt, dass in dem
Förderelement die Behältnisse als Reihe gestaut angeordnet sind und durch gegenseitigen Anlagekontakt der Behältnisse zumindest im Bereich der Sensorvorrichtung gefördert werden. Besonders bevorzugt ist es, wenn der Detektor als bildauswertender Detektor ausgebildet ist und mit einer Auswerteeinrichtung zusammenwirkt, die eine digitale Datenauswertung ermöglicht. Somit wird auf einfache Art und Weise ermöglicht, dass verschiedene Parameter bzw. Messergebnisse aus den gewonnenen Signalen bzw. Aufnahmen erzeugt werden können.
Um eine genaue Vermessung, insbesondere des Gewichtes einer Kapsel zu erzielen ist es bevorzugt vorgesehen, dass die mindestens eine Strahlungsquelle zusätzlich in Wirkverbindung mit einem Referenzobjekt angeordnet ist und, dass der Detektor gleichzeitig neben dem Bild des Behältnisses zusätzlich das Bild des Referenzobjekts erfasst und der Auswerteeinrichtung zuführt. Somit wird das Bild des Behältnisses bzw. der Kapsel immer in Bezug zu dem Referenzobjekt gesetzt, so dass absolute Schwankungen zwischen zwei aufeinander folgenden Bildern, die zu einer Verfälschung des Messergebnisses führen würden, ausgeschlossen werden.
Hierbei ist es zur Erhöhung der Messgenauigkeit und zur Vereinfachung der Auswertung besonders vorteilhaft bzw. erforderlich, dass das Referenzobjekt aus einem Material besteht, das zumindest annähernd gleiche Absorptionseigenschaften für die Strahlung, insbesondere für die Röntgenstrahlung, aufweist wie das Behältnis.
Um sicherzustellen, dass genaue und richtige Messergebnisse über die gesamte Toleranzbreite der zu vermessenden Eigenschaft erzielt werden ist es weiterhin wesentlich, dass das Referenzobjekt Bereiche unterschiedlicher Absorptionen für die Strahlung aufweist, wobei wenigstens ein Bereich vorhanden ist, dessen Absorption innerhalb der Toleranzen der zu messenden Eigenschaft des Behältnisses geringer ist als die minimale Absorption des Behältnisses und einen Bereich, dessen Absorption innerhalb der Toleranzen der zu messenden Eigenschaft des Behältnisses (c) größer ist als die maximale Absorption des Behältnisses.
Eine vorteilhafte und einfach zu fertigende Ausgestaltung des Referenzobjektes, bei der die Informationen des Referenzobjektes mittels der Auswerteeinrichtung einfach verarbeitet werden kann wird ermöglicht, wenn das Referenzobjekt keil- oder stufenförmig ausgebildet ist und, wenn das Referenzobjekt derart angeordnet ist, dass sich die Dicke des Referenzobjekts in Strahlungsrichtung der Strahlungsquelle ändert.
In einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass der Sensoreinrichtung eine Wiegeeinrichtung nachgeschaltet ist, die wenigstens eine Wiegezelle zum Wiegen des Behältnisses aufweist. Mittels einer derartigen Ausgestaltung wird eine zweite Kontrollmöglichkeit für die Behältnisse geschaffen, so dass nicht nur das Röntgenbild zur Auswertung bzw. qualitativen oder quantitativen Erfassung des Behältnisses, sondern auch die Wiegeeinrichtung dient. Insbesondere lässt sich damit eine zweifache Kontrolle des Füllgewichts ermöglichen, so dass die beiden Messergebnisse gegeneinander vergli- chen, und bei Unstimmigkeiten auf eine fehlerhafte Prüfeinrichtung geschlossen werden kann. Dadurch arbeitet die beanspruchte Sensorvorrichtung für eine Verpackungsmaschine besonders sicher und zuverlässig.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
Diese zeigen in:
Fig. 1 eine Kapselfüll- und Verschließmaschine vereinfacht in einer Draufsicht,
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Sensorvorrichtung, wie sie bei einer Verpackungsmaschine gemäß der Fig. 1 verwendet wird, in einer schematischen Seitenansicht und teilweise geschnitten,
Fig. 3 eine abgewandelte Sensorvorrichtung bei der Verwendung von Aufnahmesegmenten, bei der jeweils zwei Reihen von Kapseln gefördert werden,
Fig. 4 die Sensorvorrichtung gemäß Fig. 3 in einer vereinfachten Vorderansicht,
Fig. 5 Beispiele von mittels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgenommenen Bildern, welche zur Auswertung einer digitalen Auswerteeinrichtung zugeführt werden,
Fig. 6 eine Kontrolleinrichtung für Kapseln in einem vereinfachten Längsschnitt,
Fig.7 eine gegenüber den Fig. 3 und 4 modifizierte Kapselfüll- und Verschließmaschine in einer vereinfachten Seitenansicht und
Fig. 8 Beispiele von mittels der Kapselfüll- und Verschließmaschine gemäß der Fig. 7 aufgenommenen Bildern, welche zur Auswertung einer digitalen Auswerteeinrichtung zugeführt. In den Figuren sind gleiche Bauteile mit der gleichen Bezugsziffer versehen.
In der Fig. 1 ist eine Verpackungsmaschine in Form einer Kapselfüll- und Ver- schließmaschine 100 dargestellt. Die Kapselfüll- und Verschließmaschine 100 weist ein in einer vertikalen Achse 20 schrittweise gedrehtes Förderrad 21 auf. Die Kapselfüll- und Verschließmaschine 100 dient zum Füllen und Verschließen von aus einem Kapselunterteil a und einer aufgesteckten Kappe b bestehenden Kapseln c. Hierbei bildet die Kapsel c ein insgesamt längliches Behältnis mit ei- ner Längsachse 15 für ein Füllgut aus, welches insbesondere ein stückiges oder pulverförmiges Pharmazeutika oder ähnliches ist.
Das Förderrad 21 weist Stationen 1 bis 12 auf, die an der Umlaufstrecke des Förderrads 21 angeordnet sind und an denen Behandlungseinrichtungen ange- ordnet sind. Die soweit beschriebene Kapselfüll- und Verschließmaschine 100 ist als standardisierte Verpackungsmaschine ausgebildet, sodass je nach Anwendungsfall nicht an allen Stationen 1 bis 12 Behandlungseinrichtungen angeordnet sein müssen. Ferner sind an dem Förderrad 21 an dessen Außenumfang in gleichmäßigen Winkelabständen zwölf aus einem Oberteil 27 und einem Unterteil 28 (siehe Station 12) bestehende Aufnahmesegmente 22 für jeweils fünf in Reihe angeordnete Kapseln c angeordnet. Bei den Aufnahmesegmenten 22 handelt es sich um Formatteile, die je nach gewünschtem Anwendungsfall bzw. je nach verarbeitetem Format der Kapsel c an dem Förderrad 21 ausgetauscht werden können.
Zur Aufnahme der Kapseln c weist jedes Aufnahmesegment 22 im Ausführungsbeispiel fünf Aufnahmebohrungen 23 im Oberteil 27 und im Unterteil 28 auf. Es sind jedoch auch Aufnahmesegmente 22 mit mehr als fünf in Reihe angeordneten Aufnahmebohrungen 23 sowie mehr als einer Reihe an Aufnahmebohrungen 23 möglich. An der Station 1 werden die zu füllenden, leeren Kapseln c ungeordnet aufgegeben, ausgerichtet und geordnet dem Förderrad 21 zugeführt. Darauf werden die Kappen b von den Kapselunterteilen a im Bereich der Station 3 getrennt und beide ggf. vorab stichprobenartig von einer Wiegeeinrichtung 25 auf deren Nettogewicht gewogen. Anschließend werden in der Station 4 die Kappen b außer Deckung mit den Kapselunterteilen a gebracht (nicht dargestellt), sodass bei der Station 5 Füllgut in die Kapselunterteile a eingefüllt werden kann. Im Bereich der Station 7 werden die Kappen b wieder in Deckung mit den Kapselunterteilen a gebracht und bei der Station 8 werden stichprobenartig einzelne Kapseln c auf einer weiteren Wiegeeinrichtung 26 gewogen, wobei es sich hierbei um eine Brutto-Wiegung handelt. Im Bereich der Station 9 werden die Kapseln c auf Anwesenheit ihrer Kappen b überprüft, wobei Kapseln c bzw. einzelne Kapselunterteile a und Kappen b im Bereich der Station 10 ausgeschleust werden. Im Bereich der Station 1 1 ist eine erfindungsgemäße Sensorvorrichtung 30 angeordnet. Schließlich werden im Bereich der Station 12 die zwischenzeitlich entleerten Aufnahmesegmente 22 insbesondere mittels Blasluft gereinigt.
Bezüglich der genauen Funktion einer derartigen Kapselfüll- und Verschließmaschine wird darüber hinaus beispielhaft auf die DE 10 2005 016 124 A1 der Anmelderin verwiesen, in der weitere Details bezüglich deren grundsätzlicher Funktion und Wirkungsweise beschrieben sind.
Wie insbesondere anhand der Fig. 2 erkennbar ist, ist die Sensorvorrichtung 30 oberhalb der Unterteile 28 der Aufnahmesegmente 22 angeordnet. Die Sensorvorrichtung 30 arbeitet mittels einer als Röntgenstrahlungsquelle 31 ausgebildeten Strahlungsquelle.
Ergänzend wird erwähnt, dass die Erfindung jedoch auch prinzipiell mittels anderer optischer Inspektionsverfahren, z. B. mittels eines Durchleuchtverfahrens mit einer Lichtquelle und einer Kamera, arbeiteten kann.
Unterhalb der Unterteile 28 der Aufnahmesegmente 22 ist in Ausrichtung mit den Aufnahmebohrungen 23 für jede Aufnahmebohrung 23 ein Auswerferstift 33 angeordnet, der entsprechend des Doppelpfeils 34 auf und ab beweglich ist und mit einer Durchgangsbohrung 29 im Unterteil 28 ausgerichtet ist. Oberhalb und in Ausrichtung mit den Aufnahmebohrungen 23 der Aufnahmesegmente 22 ist jeder Aufnahmebohrung 23 ein rohr- bzw. schachtförmiges Förderelement 35 zugeordnet. Das Förderelement 35 ist mit seiner Längsachse im Wesentlichen vertikal ausgerichtet und weist an seinem dem Aufnahmesegment 22 zugewandten Ende jeweils für jede Aufnahmebohrung 23 jeweils ein Klemmstück 36 auf, das ein Herausfallen der untersten Kapsel c aus dem Förderelement 35 zurück in Richtung der Aufnahmebohrung 23 verhindert.
Die Röntgenstrahlungsquelle 31 emittiert einen Röntgenstrahlungskegel 38, der mittels eines bildaufnehmenden bzw. bildverarbeitenden, insbesondere digital arbeitenden, als Röntgen-Großflächensensor ausgebildeten Detektors 40, welcher sich auf der der Röntgenstrahlungsquelle 31 gegenüberliegenden Seite der Kapsel c befindet, erfasst werden kann.
Um Störungen bei der Erfassung des Röntgenstrahlungskegels 38 im Bereich des Detektors 40 durch das Förderelement 35 zu vermeiden, ist das Förderelement 35 im Bereich des Röntgenstrahlungskegels 38 für die Röntgenstrahlung durch geeignete Maßnahmen (zum Beispiel durch eine Ausbildung aus Kunststoff) durchlässig ausgebildet, was durch die gestrichelte Darstellung des Förderelements 35 im Bereich des Röntgenstrahlungskegels 38 zum Ausdruck gebracht sein soll. Weiterhin ist es erfindungsgemäß wichtig, dass die Anordnung des Klemmstücks 36 und des Förderelements 35 zum Röntgenstrahlungskegel 38 derart ist, dass entsprechend der Fig. 2 eine Kapsel c sich vollständig im Strahlungskegel 38 befindet, wenn die unterste der als Reihe übereinander stehenden Kapseln c durch das Klemmstück 36 gehalten ist. Durch eine entsprechende Optik bzw. Anordnung (Abstand) des Förderelements 35 zur Röntgenstrahlungsquelle 31 ist es weiterhin sichergestellt, dass von dem Röntgenstrahlungskegel 38 möglichst keine Bereiche von Kapseln c unter- bzw. oberhalb der gerade durchleuchteten Kapsel c erfasst werden. Sollte dies trotzdem geschehen, zum Beispiel aufgrund von Toleranzen der Länge der Kapseln c, so kann dies ggf. durch eine entsprechende Software der nachfolgend noch erwähnten Auswerteeinrichtung 47 kompensiert werden. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass die Anordnung des Förderelements 35 zur Röntgenstrahlungsquelle 31 bzw. zum Röntgenstrahlungskegel 38 derart ist, dass der Röntgenstrahlungskegel 38 die Kapsel c senkrecht zu ihrer Längsachse 15 durchleuchtet, das bedeutet, dass mittels des Detektors 40 ein Bild entsprechend eines Längsschnitts durch die Kapsel c aufgenommen werden kann.
Der Detektor 40 sowie die Röntgenstrahlungsquelle 31 sind derart ausgebildet bzw. angeordnet, dass mittels diesen jeweils gleichzeitig mehrere, in einer Höhe nebeneinander angeordnete Kapseln c durchstrahlt bzw. der Röntgenstrahlungskegel 38 durch den Detektor 40 erfasst werden können.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind in den Aufnahmesegmenten 22 in einer Reihe jeweils fünf Kapseln c angeordnet. Somit ist es mittels der Sensorvorrichtung 30 möglich, in einem Prüfschritt während einer Stillstandsphase der Kapseln c in dem Förderelement 35 jeweils alle fünf Kapseln c gleichzeitig zu untersuchen.
Oberhalb des Förderelements 35 ist eine Ausscheideeinrichtung 42 angeordnet. Die Ausscheideeinrichtung 42 umfasst für jedes der Förderelemente 35 eine separat ansteuerbare Ausscheideklappe 43, die in einer Achse 44 schwenkbar gelagert ist und je nach Stellung der Ausscheideklappe 43 einzelne Kapseln c in Richtung eines Gut-Schachtes 45 bzw. eines Schlecht-Schachtes 46 ausscheiden.
Die soweit beschriebene Sensorvorrichtung 30 für die Kapselfüll- und Verschließmaschine 100 arbeitet wie folgt: Das Förderrad 21 transportiert die Aufnahmesegmente 22 taktweise unterhalb des Bereichs der Sensorvorrichtung 30. In einer Stillstandsphase des Förderrades 21 werden die in dem Aufnahmesegment 22 befindlichen Kapseln c mittels der Auswerferstifte 33 synchron aus den Aufnahmebohrungen 23 des Unterteils 28 des Aufnahmesegments 22 nach oben in Richtung der Förderelemente 35 ausgeschoben. Hierbei liegen die jeweils zuvor ausgeschobenen Kapseln c noch jeweils an den Klemmstücken 36 an und werden beim Einschieben nachfolgender Kapseln c um jeweils eine Kapsellänge durch Anlagekontakt zwischen den Kapseln nach oben weiter geschoben. Aufgrund der Geometrie der Förderelemente 35 befinden sich weiterhin jeweils Kapseln c exakt innerhalb des Röntgenstrahlungskegels 38 der Röntgenstrahlungsquelle 31. Während einer Stillstandsphase in den Förderelementen 35, d.h., wenn in diesem Augenblick gerade keine Kapseln c in die Förderelemente 35 übergeschoben werden, wird mittels des Detektors 40 jeweils ein Bild der innerhalb des Röntgenstrahlungskegels 38 befindlichen Kapseln c aufgenommen und einer Auswerteeinrichtung 47 zugeführt. Die Auswerteeinrichtung 47 ermöglicht eine digitale Auswertung und Speicherung des aufgenommenen Bildes des Röntgenstrahlungskegels 38. Nachdem die Auswerteeinrichtung 47 das aufge- nommene Bild hinsichtlich der gewünschten Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich des Füllgewichtes, untersucht hat, können ggf. als„Schlecht-Kapsel c" identifizierte Kapseln c mittels der Ausscheideeinrichtung 42 aussortiert werden. In der Fig. 5 sind beispielhaft nebeneinander sechs verschiedene, von einem Detektor 40 aufgenommene Aufnahmen 51 bis 56 von mit unterschiedlichen Füllgütern befüllten und unterschiedliche Größen aufweisenden Kapseln c dargestellt. Man kann bei diesen Aufnahmen 51 bis 56 verschiedene Füllgüter sowie verschiedene Füllpegel und Anordnungen der Füllgüter in den Kapseln c erkennen. Aufgrund des Auswerteprogramms der Auswerteeinrichtung 47 kann mittels der
Sensorvorrichtung 30 nicht nur das jeweilige Füllgewicht der Kapsel c ermittelt werden, sondern es können zusätzlich weitere Auswertungen vorgenommen werden. Beispielhaft sei der Zustand der Kapselhülle (das bedeutet ein Erkennen von Defekten der Kapselhülle, wie z. B. Risse, Brüche, Quetschungen, Deforma- tionen, usw.) genannt. Weiterhin ist es möglich, den Zustand des Füllguts, z.B. ob ein Pressling intakt oder zerstört ist, ob ein Tablettenbruch vorhanden ist, usw. zu erfassen. Auch kann grundsätzlich die Kapsel c auf Produktanwesenheit geprüft werden. Hierzu zählt beispielsweise das Abzählen von Tabletten, Mikrotabletten oder Kapseln in der Kapsel c oder deren Kombinationen. Grundsätzlich können natürlich auch nicht oder falsch gefüllte Kapseln c erkannt werden. Zuletzt sei beispielhaft erwähnt, dass die Kapseln c auch auf Fremdkörper (insbesondere Metallpartikel) untersucht werden können. Besonders vorteilhaft hierbei ist, dass durch die Anordnung bzw. Ausbildung der Förderelemente 35 der Röntgenstrahlungskegel 38 die Kapsel c vollständig, d.h. über deren gesamte Längs- erstreckung, erfasst, ohne dass hierbei die Kapseln c durch Teile der Förderelemente 35 verdeckt werden, wenn ggf. seitliche Führungen für die Kapseln c in den Förderelementen 35 zum Beispiel aus Kunststoff bestehen.
In den Fig. 3 und 4 ist eine modifizierte Sensorvorrichtung 30a dargestellt. Hier- bei sind Aufnahmesegmente 22a bzw. Unterteile 28a vorgesehen, welche im
Gegensatz zu den Aufnahmesegmenten 22 zwei Reihen 48, 49 mit Aufnahmebohrungen 23 für Kapseln c aufweisen. Wie man insbesondere anhand der Fig. 4 erkennt, sind hierbei in jeder der Reihen 48 und 49 jeweils sechs Kapseln c innerhalb eines Aufnahmesegmentes 22a angeordnet. Um die im Vergleich zum Aufnahmesegment 22 erhöhte Anzahl von Kapseln c trotzdem in einem einzigen Prüfschritt prüfen zu können, ist es vorgesehen, dass die Kapseln c mittels eines trichterförmigen Verteilers 50 derart in die einzelnen Förderelemente 35 übergeschoben werden, dass alle zwölf Kapseln c in einer Ebene nebeneinander angeordnet sind, wie dies insbesondere anhand der Fig. 4 erkennbar ist. Aufgrund der größeren Fläche der nebeneinander angeordneten Kapseln c kann es erforderlich sein, mehrere Röntgenstrahlungsquellen 31 a, 31 b sowie mehrere Detektoren 40a, 40b einzusetzen, welche in der Fig. 3 senkrecht zur Zeichenebene angeordnet sind. In der Fig. 6 ist eine Kapselkontrollvorrichtung 100a dargestellt. Die Kapselkontrollvorrichtung 100a kann dabei Bestandteil einer bereits beschriebenen Kapselfüll- und Verschließmaschine 100 sein, oder als separate Kontrollvorrichtung 100a betrieben werden. Bei der Kapselkontrollvorrichtung 100a ist ein Füllgutbehälter 60 mit bereits befüllten und verschlossenen Kapseln c vorgesehen. Mittels eines auf- und abbeweglichen Schiebers 61 werden die Kapseln c aus dem Füllgutbehälter 60 vereinzelt und als Reihe (oder aber in mehreren, senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 6 angeordneten Reihen) dem Förderelement 35a zugeführt. Unterhalb des Füllgutbehälters 60 ist eine Sensoreinrichtung 30b angeordnet, deren Funktion bereits im Rahmen der Beschreibung der Kapselfüll- und Verschließmaschine 100 gemäß der Fig. 1 bis 5 erläutert wurde. Insbesondere lassen sich mit der Sensorvorrichtung 30b das Füllgewicht sowie eventuelle Beschädigungen oder Verunreinigungen der Kapseln c feststellen.
Unterhalb der Sensorvorrichtung 30b ist am Förderelement 35a eine Sperrklinke 62 vorgesehen, die jeweils eine zuvor im Bereich der Sensorvorrichtung 30b untersuchte Kapsel c freigibt bzw. diese sperrt. Das Förderelement 35a weist im Anschluss an die Sperrklinke 62 einen bogenförmigen Abschnitt 63 auf, an dessen Ausgang und fluchtend zu diesem, eine hängend angeordnete Wiegezelle 64 angeordnet ist. Die Wiegezelle 64 ist Bestandteil einer Wiegeeinrichtung 65, de- ren genauer Aufbau bzw. Wirkungsweise bereits in der DE 198 19 395 C1 der
Anmelderin ausführlich erläutert wurde und auf die daher Bezug genommen wird.
Die Wiegeeinrichtung 65 weist insbesondere ein schrittweise im Gegenuhrzeigersinn bewegtes Flügelrad 66 auf, mit dessen Hilfe jeweils eine Kapsel c in den Bereich der Wiegezelle 64 sowie aus dieser heraus gefördert wird. An die Wie- geeinrichtung 65 schließt sich über einen weiteren bogenförmigen Bereich 67 eine zusätzliche Ausschleuseinrichtung 68 an, die eine bewegliche Klappe 69 aufweist. Mittels der Klappe 69 lassen sich, abhängig von dem Ergebnis der Auswertungen im Bereich der Sensorvorrichtung 33b bzw. der Wiegeeinrichtung 65 Gut-Kapseln c von Schlecht-Kapseln c trennen.
Ergänzend wird erwähnt, dass die Kapselkontrollvorrichtung 100a auch dahingehend modifiziert werden kann, dass kein Füllgutbehälter 60 vorgesehen ist. In diesem Fall ist die Wiegeeinrichtung 65 den Sensorvorrichtungen 30 bzw. 30a entsprechend den Fig. 1 bis 3 nachgeordnet bzw. schließt sich an diese an. Mit anderen Worten gesagt bedeutet dies, dass für jedes der Förderelemente 35 ein eigenes, separates Flügelrad 66 vorgesehen sein kann, wobei die Wiegeeinrichtung 65 dann ebenfalls für jedes Förderelement 35 eine eigene Wiegezelle 64 aufweist.
In der Fig. 7 ist eine gegenüber den Fig. 3 und 4 nochmals modifizierte Sensorvorrichtung 30c dargestellt. Bei der Sensorvorrichtung 30c ist im Strahlengang der (nicht dargestellten) Röntgenstrahlungsquelle an zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils ein Referenzobjekt 70 angeordnet. Die Anordnung zweier (identi- scher) Referenzobjekte 70 erfolgt mit Blick darauf, dass jeweils sechs Kapseln c jeweils mittels eines Detektors 40a, 40b erfasst bzw. überprüft werden. Somit ist jedem Detektor 40a, 40b ein Referenzobjekt 70 zugeordnet. Wesentlich hierbei ist, dass, bei der Verwendung von Röntgenstrahlen, das Referenzobjekt 70 aus einem Material besteht, das der atomaren Zusammensetzung des zu analysie- renden Materials, also dem Material der Kapsel c und dem Kapselinhalt, möglichst ähnlich ist. Darüber hinaus ist es vorteilhafterweise vorgesehen, dass das Referenzobjekt 70 keil- bzw. stufenförmig ausgebildet ist. Hierbei ist die Anordnung des Referenzobjektes 70 derart, dass sich die Höhe des keil- bzw. stufenförmigen Referenzobjektes 70 in Durchstrahlungsrichtung der Röntgenstrah- lungsquelle 31 ändert. Wesentlich ist weiterhin, dass die Dämpfung der Röntgenstrahlung durch das Referenzobjekt 70 zumindest in einem Bereich des Referenzobjekts 70 größer ist als die größte von der Kapsel c verursachte Dämpfung (diese ist abhängig von der Dichte, der atomaren Zusammensetzung und der durchstrahlten Dicke von Füllgut und Kapsel c). Weiterhin muss die Dämpfung der Röntgenstrahlung durch das Referenzobjekt 70 an einer anderen Stelle bzw. an einem anderen Bereich des Referenzobjekts 70 kleiner sein als die kleinste von der Kapsel c verursachte Dämpfung. Durch die keil- bzw. stufenförmige Ausbildung des Referenzobjektes 70 werden dabei beliebig viele Abstufungen zwischen den beiden erwähnten Dämpfungen realisiert. In der Fig. 7 sind zwei Bilder 72, 73 dargestellt, welche mittels zweier Detektoren 40a, 40b erfasst und der
Auswerteeinrichtung 47 zugeführt werden, wobei jeweils ein stufen- bzw. treppenartig ausgebildetes Referenzobjekt 70 Verwendung findet.
Für die Justierung der Detektoren 40a, 40b ist es erforderlich, dass das Refe- renzobjekt 70 aus dem Bild 72, 73 entfernt werden kann. Im laufenden Betrieb der Sensorvorrichtung 30c ist es darüber hinaus wesentlich, dass sich die Position und Lage des Referenzobjektes 70 nicht verändert. Zur Inbetriebnahme wird das Rontgenkamerasystem, bestehend aus der Röntgenstrahlungsquelle 31 , 31 a bzw. 31 b und dem Detektor 40, 40a bzw. 40b zunächst ohne das Referenzobjekt 70 justiert. Anschließend wird ein Referenzobjekt 70 und ein zu vermessendes
Objekt, d.h. eine Kapsel c vermessen bzw. ein Bild 72, 73 aufgenommen. Dieses Bild 72 bzw. 73 wird gespeichert. Anschließend wird optional ein zweites zu vermessendes Objekt bzw. eine zweite zu vermessende Kapsel c durchstrahlt und ein Bild 72, 73 aufgenommen und abgespeichert. Anschließend wird die Kapsel c im Bild 72, 73 lokalisiert. Die Graustufen des Referenzobjektes 70 werden ausgelesen und mit den realen geometrischen Abmessungen des Referenzobjektes 70 verknüpft bzw. in Verbindung gebracht. Anschließend wird das zu messende Objekt, d.h. die zu vermessende Kapsel c im Bild 72, 73 lokalisiert und dessen Informationen (z.B. einzelne Graustufenwerte, Fläche des Objektes auf dem Bild, etc.) mittels der Auswerteeinrichtung 47 aus dem Bild 72, 73 ausgelesen. Diese
Objektinformationen (z.B. Graustufenwerte) werden pixelweise in eine virtuelle Dicke umgerechnet und zwar mit Hilfe der Informationen aus dem Referenzobjekt 70. Der Mittelwert dieser virtuellen Einzeldicken innerhalb der ausgewählten Fläche kann nun dem tatsächlichen gravimetrischen Gewicht der Kapsel c zuge- ordnet werden, welche mit einer gravimetrischen Wiegeeinrichtung ermittelt wurde. Anschließend wird das Referenzobjekt 70 in dem zweiten Bild 72, 73 lokalisiert. Die Graustufen des Referenzobjektes 70 werden ebenfalls ausgelesen und mit den Graustufenwerten des Referenzobjektes 70 aus dem ersten Bild verglichen. Sind die Graustufenwerte des (zweiten) Referenzobjektes 70 innerhalb ei- ner festgelegten Grenze, wird das zweite aufgenommene Bild 72, 73 nicht korri- giert. Bei einer Veränderung der Informationen, z.B. der Grauwerte des zweiten Referenzobjektes 70 außerhalb festgelegter Grenzen, wird das Bild 72, 73 entsprechend korrigiert. Danach wird das zu vermessende Objekt (Kapsel c) analog wie beim ersten Bild 72, 73 lokalisiert und dessen Informationen werden aus dem Bild 72, 73 ausgelesen. Auch hier werden anschließend die Objektinformationen pixelweise in eine virtuelle Dicke umgerechnet und zwar mit Hilfe der Informationen aus dem Referenzobjekt 70. Der Mittelwert dieser virtuellen Einzeldicken kann nun dem tatsächlichen gravimetrischen Gewicht des Messobjektes zugeordnet werden. Wird nun in das Röntgenkamerasystem ein drittes zu vermessendes Objekt bzw. eine dritte zu vermessende Kapsel c sowie das Referenzobjekt 70 eingesetzt, ist das System mit den Informationen aus den beiden Bildern 72, 73, den Referenzobjekten 70 und den gravimetrischen Gewichten aus den ersten beiden Wägungen in der Lage, das Gewicht des dritten Objektes (und beliebig vieler weiterer Objekte) zu ermitteln.
Die soweit beschriebene Kapselfüll- und Verschließmaschine 100 bzw. die Kapselkontrollvorrichtung 100a können in vielfältiger Weise modifiziert werden. Erfindungswesentlich ist jedoch die Anordnung der Strahlungsquellen zu den durchleuchtenden Behältnissen derart, dass diese senkrecht zu deren Längsrichtung durchleuchtet werden.
Next Patent: METHOD AND ASSEMBLY FOR DETECTING MEASUREMENT DATA WITH INSPECTION OF THE CABLING
