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Patent Searching and Data


Title:
SENSOR DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/185309
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sensor device (10a-e) for capturing at least one piece of position information regarding a movably mounted rotor (12a) of an electric motor (14a; 14e), in particular of a steering system (16a), comprising at least two position sensor units (18a, 20a; 20b; 20c; 18d, 20d) for capturing the position information of the rotor (12a), which position sensor units are operatively connected to the rotor (12a). According to the invention, the position sensor units (18a, 20a; 20b; 20c; 18d, 20d) have different measurement principles for capturing the position information.

Inventors:
HIRNING, Walter (Kolbenbergblick 1, Mögglingen, 73563, DE)
HAAG, Vitali (Tanngasse 34, Ruppertshofen, 73577, DE)
Application Number:
EP2019/055473
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 06, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
G01D5/14; G01D3/08
Foreign References:
DE202007010280U12007-09-27
DE19520299A11996-12-05
EP2180296A12010-04-28
DE102013112169A12015-05-07
DE102004002570A12005-08-04
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Claims:
Ansprüche

1. Sensorvorrichtung (lOa-e) zur Erfassung wenigstens einer Lageinformation eines beweglich gelagerten Läufers (12a) eines Elektromotors (14a; 14e), insbesondere eines Lenksystems (16a), mit wenigstens zwei mit dem Läu fer (12a) wirkverbundenen Lagesensoreinheiten (18a, 20a; 20b; 20c; 18d, 20d) zur Erfassung der Lageinformation des Läufers (12a), dadurch gekennzeichnet, dass die Lagesensoreinheiten (18a, 20a; 20b; 20c; 18d, 20d) unterschiedliche Messprinzipien zur Erfassung der Lageinformation aufweisen.

2. Sensorvorrichtung (lOa-e) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lagesensoreinheit (18a; 18d) zur magnetischen Erfassung der Lageinformation und die zweite Lagesensoreinheit (20a; 20b; 20c; 20d) zur induktiven Erfassung der Lageinformation vorgesehen ist.

3. Sensorvorrichtung (lOa-e) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lagesensoreinheit (18a; 18d) wenigstens ein be wegungsfest mit dem Läufer (12a) verbundenes erstes Wirkelement (22a; 22e) und wenigstens ein von dem ersten Wirkelement (22a; 22e) getrenn tes und mit dem ersten Wirkelement (22a; 22e) zusammenwirkendes ers tes Sensorelement (24a, 25a; 24d, 25d) umfasst und die zweite Lage sensoreinheit (20a; 20b; 20c; 20d) wenigstens ein bewegungsfest mit dem Läufer (12a) verbundenes zweites Wirkelement (26a; 26b; 26c; 26e) und wenigstens ein von dem zweiten Wirkelement (26a; 26b; 26c; 26e) getrenn tes und mit dem zweiten Wirkelement (26a; 26b; 26c; 26e) zusammenwir kendes zweites Sensorelement (28a; 28d) umfasst.

4. Sensorvorrichtung (10a-e) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Wirkelement (22a; 22e) als Magnetelement und das zweite Wirkelement (26a; 26b; 26c; 26e) als Flügelleiter ausgebildet ist.

5. Sensorvorrichtung (lOa-e) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkelemente (22a, 26a; 26b; 26c; 22e, 26e) koaxial zueinander angeordnet sind.

6. Sensorvorrichtung (lOa-e) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkelemente (22a, 26a; 26b; 26c; 22e, 26e) einstückig miteinander verbunden sind.

7. Sensorvorrichtung (lOa-e) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (14a; 14e) als Rotationsmotor ausgebildet ist und wenigstens eine drehtest mit dem Läufer (12a) verbun dene Motorwelle (30a; 30e) aufweist, an welcher die Wirkelemente (22a, 26a; 26b; 26c; 22e, 26e) angeordnet sind.

8. Sensorvorrichtung (lOa-e) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, gekennzeichnet durch ein Halteelement (32a; 32c; 32e) zur gemeinsamen Halte rung der Wirkelemente (22a, 26a; 26b; 26c; 22e, 26e), wobei die Wirkele mente (22a, 26a; 26b; 26c; 22e, 26e) und das Halteelement (32a; 32c; 32e) eine gemeinsame Läuferbaugruppe (34a; 34e) ausbilden.

9. Sensorvorrichtung (10c) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (32c) zumindest teilweise aus Kunststoff besteht.

10. Sensorvorrichtung (10c) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (32c) als Grundkörper ausgebildet ist und wenigs tens eines der Wirkelemente (26c) in den Kunststoff integriert ist.

11. Sensorvorrichtung (lOe) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (32e) wenigstens einen Befesti gungsabschnitt (36e) zur Verbindung der Läuferbaugruppe (34e) mit dem Läufer aufweist.

12. Sensorvorrichtung (lOa-e) nach einem der Ansprüche 3 bis 11, gekennzeichnet durch ein Trägerelement (38a; 38d), auf welchem die Sensorel emente (24a, 25a, 28a; 24d, 25d, 28d) gemeinsam angeordnet sind, wobei die Sensorelemente (24a, 25a, 28a; 24d, 25d, 28d) und das Trägerelement (38a; 38d) eine gemeinsame Sensorbaugruppe (40a) ausbilden.

13. Sensorvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement als Leiterplatte ausgebildet ist, wobei das erste Sensorele ment auf einer ersten außenliegenden Schicht des Trägerelements und das zweite Sensorelement auf einer der ersten außenliegenden Schicht gegen überliegenden zweiten außenliegenden Schicht des Trägerelements ange ordnet ist.

14. Sensorvorrichtung (lOd) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (38d) als mehrschichtige Leiterplatte ausgebildet ist und wenigstens eines der Sensorelemente (24d, 25d, 28d) auf einer in nenliegenden Schicht (46d) des Trägerelements (38d) angeordnet ist.

15. Lenksystem (16a) mit zumindest einem Elektromotor (14a; 14e), welcher wenigstens einen beweglich gelagerten Läufer (12a) umfasst, und mit zu mindest einer Sensorvorrichtung (lOa-e) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Titel

Sensorvorrichtung

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Sensorvorrichtung nach dem Oberbegriff des An spruchs 1. Zudem betrifft die Erfindung ein Lenksystem gemäß Anspruch 15.

Aus dem Stand der Technik sind Lenksysteme mit einem beispielsweise als Ser vomotor ausgebildeten Elektromotor und mit einer Sensorvorrichtung zur Erfas sung einer Rotorlageinformation eines Läufers des Elektromotors bekannt, wobei die Sensorvorrichtung beispielsweise eine einzelne magnetisch wirkende Lage sensoreinheit oder eine einzelne induktiv wirkende Lagensensoreinheit zur Er fassung der Rotorlageinformation aufweisen kann. Problematisch bei der Ver wendung einer einzelnen Lagesensoreinheit ist, dass bereits ein Defekt und/oder eine Störung eines Sensorbauteils der verwendeten Lagesensoreinheit zu einem Ausfall der gesamten Sensorvorrichtung und gerade bei Lenksystemen zu be sonders sicherheitskritischen Situationen führen kann.

Aus diesem Grund wird beispielsweise in der DE 10 2013 112 169 Al und/oder in der DE 10 2004 002 570 Al vorgeschlagen, eine Messung einer Rotorlage redundant auszuführen, um eine fehlertolerante Sensorvorrichtung bereitzustel len. Hierzu können entweder mehrere baugleiche und voneinander unabhängige Lagesensoreinheiten verwendet oder eine einzelne Lagensensoreinheit mit Mit teln zu einer sensorlosen Bestimmung der Rotorlage, welche auch als virtuelle Sensoren bezeichnet werden, kombiniert werden. Die Verwendung mehrerer gleichartiger Lagesensoreinheiten weist jedoch den Nachteil auf, dass sich exter ne und/oder interne Störungen gleichermaßen auf die Lagensensoreinheiten auswirken, während die Mitel zur sensorlosen Bestimmung der Rotorlage ledig lich zu einer groben Abschätzung der Rotorlage dienen, sodass ein Betrieb des Elektromotors in einem Fehlerfall, in welchem lediglich die Mitel zur sensorlosen Bestimmung der Rotorlage aktiv sind, nur eingeschränkt möglich ist.

Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine Sensorvorrichtung mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Betriebssicherheit bereitzustel len. Die Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des An spruchs 1 bzw. des Anspruchs 15 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Sensorvorrichtung zur, insbesondere redundan ten, Erfassung wenigstens einer Lageinformation eines beweglich gelagerten Läufers eines Elektromotors, insbesondere eines Lenksystems, mit wenigstens zwei mit dem Läufer wirkverbundenen Lagesensoreinheiten, insbesondere einer ersten Lagesensoreinheit und einer, insbesondere von der ersten Lage sensoreinheit separaten und/oder unabhängigen, zweiten Lagesensoreinheit, zur Erfassung der Lageinformation des Läufers, insbesondere im Betrieb des Elekt romotors.

Es wird vorgeschlagen, dass die Lagesensoreinheiten unterschiedliche Mess prinzipien zur Erfassung der Lageinformation aufweisen. Durch diese Ausgestal tung kann insbesondere eine gegenüber externen und/oder internen Störungen vorteilhaft robuste Sensorvorrichtung mit einer besonders hohen Betriebssicher heit bereitgestellt werden, wobei auch in einem Fehlerfall, in welchem eine der Lagesensoreinheiten ausfällt, ein uneingeschränkter Betrieb des Elektromotors ermöglicht wird. Durch die Nutzung von Lagesensoreinheiten, welche unter schiedliche Messprinzipien zur Erfassung der Lageinformation aufweisen, kann zudem eine besonders hohe Fehlertoleranz erreicht werden, da mehrere unab hängig voneinander arbeitende Kanäle zur Signalauswertung zur Verfügung ste hen. Der Elektromotor umfasst im vorliegenden Fall insbesondere zumindest einen Stator und insbesondere den beweglich relativ zu dem Stator gelagerten Läufer. Bevorzugt ist der Elektromotor zudem als Servomotor, vorteilhaft als bürstenloser Motor und besonders vorteilhaft als Asynchronmotor oder als permanenterregter Synchronmotor ausgebildet. Ferner kann der Elektromotor als Linearmotor, ins besondere mit einem linear beweglichen Läufer, oder vorzugsweise als Rotati onsmotor, insbesondere mit einem drehbar gelagerten Läufer, ausgebildet sein.

In letzterem Fall kann der Elektromotor insbesondere wenigstens eine Motorwelle umfassen, welche drehfest mit dem, in diesem Fall insbesondere als Rotor aus gebildeten, Läufer verbunden ist. Darüber hinaus ist der Elektromotor besonders vorteilhaft Teil eines Lenksystems. In diesem Zusammenhang kann der Elektro motor beispielsweise Teil einer elektrischen Hilfskraftlenkung sein und insbeson dere zur Erzeugung und/oder Bereitstellung einer elektrischen Lenkunterstützung vorgesehen sein oder Teil einer elektrischen Überlagerungslenkung sein und insbesondere zur Erzeugung und/oder Bereitstellung eines Zusatzlenkwinkels und/oder eines variablen Übersetzungsverhältnisses vorgesehen sein. Zudem kann der Elektromotor insbesondere auch Teil eines als Steer-by-Wire- Lenksystem ausgebildeten Lenksystems sein. In diesem Zusammenhang könnte der Elektromotor beispielsweise als Lenkaktuator ausgebildet sein und insbeson dere zur Änderung eines Radlenkwinkels des Fahrzeugrads vorgesehen sein oder als Lenkeingabeaktuator ausgebildet sein und insbesondere zur Erzeugung eines Lenkwiderstands und/oder eines Rückstellmoments auf eine Lenkhandha be des Lenksystems vorgesehen sein. Unter„vorgesehen“ soll insbesondere speziell ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstan den werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem An- wendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.

Ferner soll unter einer„Lagesensoreinheit“ insbesondere eine, insbesondere von einem Softsensor und/oder virtuellen Sensor verschiedene, körperliche und/oder reale Baugruppe verstanden werden, welche zur indirekten oder direkten und vorteilhaft kontaktlosen Erfassung wenigstens einer Lageinformation, wie bei spielsweise einer Winkellage, einer Winkelposition, einer Winkeländerung, einer Linearposition und/oder einer linearen Wegänderung, des Läufers vorgesehen ist. Dazu umfasst die Lagesensoreinheit wenigstens ein von einem virtuellen Sensor verschiedenes, insbesondere reales, Sensorelement. Insbesondere sind die Lagesensoreinheiten demselben Läufer zugeordnet und bevorzugt jeweils zur kontaktlosen Erfassung der Lage Information vorgesehen. Darüber hinaus sind die Lagesensoreinheiten vorteilhaft baulich verschieden zueinander, insbesonde re derart, dass sich die Lagesensoreinheiten durch zumindest ein Bauteil vonei nander unterscheiden. Unter der Wendung, dass eine„Lagesensoreinheit zu einer direkten Erfassung einer Lageinformation“ vorgesehen ist, soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass die Lagesensoreinheit zur Detektion und/oder Messung der Lageinformation selbst vorgesehen ist. Un ter der Wendung, dass eine„Lagesensoreinheit zu einer indirekten Erfassung einer Lageinformation“ vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass die Lagesensoreinheit zur Detektion und/oder Messung wenigstens einer mit der Lageinformation korrelierten Erfassungsgröße vorgesehen ist, wobei die Lageinformation aus der Erfassungsgröße ermittelbar ist. Unter einem„Mess prinzip einer Lagesensoreinheif soll insbesondere ein zur Erfassung der Lagein formation verwendetes Messverfahren, wie beispielsweise ein magnetisches, ein induktives, ein optisches, ein kapazitives, ein mechanisches und/oder ein piezoe lektrisches Messverfahren, verstanden werden.

Darüber hinaus kann die Sensorvorrichtung vorteilhaft wenigstens eine dem Läu fer zugeordnete und vorteilhaft bewegungsfest mit dem Läufer verbundene Läu ferbaugruppe und wenigstens eine, insbesondere separat und/oder getrennt von der Läuferbaugruppe ausgebildete und vorteilhaft statisch angeordnete, Sensor baugruppe umfassen, wobei der Läuferbaugruppe und der Sensorbaugruppe jeweils zumindest ein Bauteil der Lagesensoreinheiten zugeordnet ist. Die Läu ferbaugruppe kann dabei insbesondere linear beweglich relativ zu der Sensor baugruppe ausgebildet und/oder gelagert sein. Bevorzugt ist die Läuferbaugrup pe jedoch drehbar relativ zu der Sensorbaugruppe ausgebildet und/oder gelagert.

Wenigstens eine der Lagesensoreinheiten könnte beispielsweise zu einer opti schen, einer kapazitiven, einer mechanischen und/oder einer piezoelektrischen Erfassung der Lageinformation vorgesehen sein. In diesem Zusammenhang könnten insbesondere beliebige Kombinationen der zuvor genannten Messprin zipien und/oder Messverfahren zur Erfassung der Lageinformation verwendet werden. Bevorzugt wird jedoch vorgeschlagen, dass die erste Lagesensoreinheit zur, insbesondere kontaktlosen, magnetischen Erfassung der Lageinformation und die zweite Lagesensoreinheit zur, insbesondere kontaktlosen, induktiven Erfassung der Lageinformation vorgesehen ist, wodurch vorteilhaft bereits be währte und/oder robuste Messprinzipien und/oder Messverfahren im Bereich der Erfassung von Lageinformationen von Elektromotoren eingesetzt werden kön nen.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die erste Lagesensoreinheit, insbesondere zur Erfassung der Lageinformation, wenigstens ein bewegungsfest mit dem Läufer verbundenes erstes Wirkelement und wenigstens ein von dem ersten Wirkele ment getrenntes und mit dem ersten Wirkelement zusammenwirkendes erstes Sensorelement umfasst. Bevorzugt ist das erste Wirkelement dabei separat von dem ersten Sensorelement ausgebildet und beabstandet von dem ersten Senso relement angeordnet. Ferner ist das erste Wirkelement vorteilhaft Teil der Läu ferbaugruppe, während das erste Sensorelement Teil der Sensorbaugruppe ist. Das erste Wirkelement ist dabei insbesondere linear beweglich oder bevorzugt drehbar, insbesondere relativ zu dem ersten Sensorelement, gelagert. Im Fall, dass die erste Lagesensoreinheit zur magnetischen Erfassung der Lageinforma tion vorgesehen ist, ist das erste Wirkelement vorzugsweise als Magnetelement, bevorzugt als Permanentmagnet, und das erste Sensorelement als dazu korres pondierendes Magnetsensorelement, insbesondere als Hallsensorelement und/oder als magnetoresistives Sensorelement, ausgebildet. Insbesondere kann die erste Lagesensoreinheit auch mehrere erste Wirkelemente und/oder mehrere erste Sensorelemente umfassen. Hierdurch kann insbesondere eine vorteilhaft flexible erste Lagesensoreinheit bereitgestellt werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die zweite Lagesensoreinheit, insbeson dere zur Erfassung der Lageinformation, wenigstens ein bewegungsfest mit dem Läufer verbundenes zweites Wirkelement und wenigstens ein von dem zweiten Wirkelement getrenntes und mit dem zweiten Wirkelement zusammenwirkendes zweites Sensorelement umfasst. Bevorzugt ist das zweite Wirkelement dabei separat von dem zweiten Sensorelement ausgebildet und beabstandet von dem zweiten Sensorelement angeordnet. Ferner ist das zweite Wirkelement vorteilhaft Teil der Läuferbaugruppe, während das zweite Sensorelement Teil der Sensor baugruppe ist. Das zweite Wirkelement ist dabei insbesondere linear beweglich oder bevorzugt drehbar, insbesondere relativ zu dem zweiten Sensorelement, gelagert. Im Fall, dass die zweite Lagesensoreinheit zur induktiven Erfassung der Lageinformation vorgesehen ist, ist das zweite Wirkelement vorzugsweise we nigstens teilweise elektrisch leitfähig und/oder magnetisch permeabel, besonders bevorzugt als Flügelleiter, und das zweite Sensorelement als dazu korrespondie rendes Sensorspulenelement ausgebildet. Insbesondere kann die zweite Lage sensoreinheit auch mehrere zweite Wirkelemente und/oder mehrere zweite Sen sorelemente umfassen. Unter einem„Flügelleiter“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Objekt verstanden werden, welches zumindest ein, bevorzugt wenigstens teilweise elektrisch leitfähig und/oder magnetisch permeabel ausge bildetes, Flügelelement umfasst, welches vorteilhaft zur Erfassung der Lenkin formation parallel zu der Sensorbaugruppe und insbesondere dem zweiten Sen sorelement ausgerichtet ist. Bevorzugt umfasst der Flügelleiter eine Vielzahl von Flügelelementen, welche über das zweite Wirkelement verteilt angeordnet sind und bevorzugt wenigstens teilweise elektrisch leitfähig und/oder magnetisch permeabel ausgebildet sind. Hierdurch kann insbesondere eine vorteilhaft flexible zweite Lagesensoreinheit bereitgestellt werden.

Sind die Wirkelemente koaxial zueinander angeordnet, kann insbesondere ein konstruktiv besonders einfacher Aufbau sowie eine besonders hohe Bauraumef fizienz, insbesondere der Läuferbaugruppe, erreicht werden. Vorteilhaft ist das erste Wirkelement dabei zentral angeordnet und von dem zweiten Wirkelement zumindest teilweise und vorteilhaft vollständig umgriffen.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorge schlagen, dass die Wirkelemente einstückig miteinander verbunden sind. Unter „einstückig“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest stoffschlüs sig verbunden und/oder miteinander ausgebildet verstanden werden. Der Stoff schluss kann beispielsweise durch einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess, einen Schweißprozess, einen Lötprozess und/oder einen anderen Prozess her gestellt werden. Vorteilhaft soll unter einstückig jedoch aus einem Stück und/oder in einem Stück geformt verstanden werden. Vorzugsweise wird dieses eine Stück aus einem einzelnen Rohling, einer Masse und/oder einem Guss, wie beispiels weise in einem Extrusionsverfahren, insbesondere einem Ein- und/oder Mehr- komponenten-Extrusionsverfahren, und/oder einem Spritzgussverfahren, insbe- sondere einem Ein- und/oder Mehrkomponenten-Spritzgussverfahren, herge stellt. Hierdurch kann insbesondere eine vorteilhaft robuste Läuferbaugruppe und/oder Sensorvorrichtung bereitgestellt werden.

Der Elektromotor könnte beispielsweise als Linearmotor ausgebildet sein, wobei die Wirkelemente direkt an dem Läufer angeordnet, insbesondere befestigt, sind, insbesondere derart, dass die Wirkelemente linear beweglich gelagert sind. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird jedoch vorgeschlagen, dass der Elektromotor als Rotationsmotor ausgebildet ist und wenigstens eine drehfest mit dem Läufer verbundene Motorwelle aufweist, an welcher die Wirkelemente angeordnet und insbesondere mittelbar oder unmittelbar befestigt sind, insbe sondere derart, dass die Wirkelemente drehbar gelagert sind. Vorteilhaft sind die Wirkelemente dabei in Richtung der Motorwelle betrachtet konzentrisch zueinan der angeordnet. Darüber hinaus sind die Wirkelemente vorteilhaft in einem, ins besondere dem Stator abgewandten, Endbereich der Motorwelle angeordnet. Hierdurch kann insbesondere eine vorteilhaft kompakte Sensorvorrichtung be reitgestellt werden, welche vorteilhaft zum Einsatz in Lenksystemen geeignet ist.

Bevorzugt wird ferner vorgeschlagen, dass die Sensorvorrichtung ein Halteele ment zur gemeinsamen Halterung der Wirkelemente aufweist. Vorteilhaft umfasst das Halteelement dabei wenigstens einen Halteabschnitt, welcher zur Halterung der Wirkelemente vorgesehen ist. Das Halteelement ist zudem bevorzugt einstü ckig ausgebildet und umgibt das erste Wirkelement und/oder das zweite Wir kelement vorteilhaft zumindest teilweise und vorzugsweise zu wenigstens einem Großteil. Ferner ist das Halteelement vorzugsweise Teil der Läuferbaugruppe, sodass die Wirkelemente und das Halteelement eine gemeinsame Läuferbau gruppe, insbesondere die bereits zuvor genannte Läuferbaugruppe, ausbilden. Unter dem Ausdruck„zu wenigstens einem Großteil“ sollen dabei insbesondere zumindest 55 %, vorteilhaft zumindest 60 % und besonders vorteilhaft zumindest 65 %, verstanden werden. Hierdurch kann insbesondere eine Halterung der Wir kelemente und/oder eine Befestigung der Wirkelemente an dem Läufer und/oder der Motorwelle vereinfacht werden.

Das Halteelement könnte beispielsweise aus Metall und/oder einem Verbund werkstoff bestehen. Eine besonders einfache Herstellung und/oder eine beson- ders hohe Flexibilität kann jedoch insbesondere erreicht werden, wenn das Hal teelement zumindest teilweise und vorzugsweise zu wenigstens einem Großteil aus Kunststoff, bevorzugt einem nicht-porösen Kunststoff, besteht.

In diesem Zusammenhang wird ferner vorgeschlagen, dass das Halteelement als Grundkörper ausgebildet ist und wenigstens eines der Wirkelemente in den Kunststoff integriert ist, beispielsweise mittels eines Mehrkomponenten- Spritzgussverfahrens. Hierdurch kann insbesondere ein Herstellungsprozess weiter vereinfacht und gleichzeitig Kosten gesenkt werden.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird zudem vorgeschlagen, dass das Halteelement wenigstens einen Befestigungsabschnitt zur, insbesondere unmit telbaren oder mittelbaren, Verbindung der Läuferbaugruppe mit dem Läufer auf weist. Vorteilhaft ist der Befestigungsabschnitt dabei zur Befestigung der Läufer baugruppe an dem Läufer und/oder der Motorwelle vorgesehen. Besonders vor teilhaft ist der Befestigungsabschnitt mittels einer Schweißverbindung, einer Löt verbindung, einer Klebeverbindung, einer Schmelzverbindung und/oder bevor zugt einer Pressverbindung mit dem Läufer und/oder der Motorwelle verbunden. Alternativ oder zusätzlich kann die Läuferbaugruppe insbesondere auch ein, ins besondere zusätzliches, Stiftelement zur Befestigung der Läuferbaugruppe an dem Läufer und/oder der Motorwelle aufweisen. Zudem könnte die Läuferbau gruppe alternativ oder zusätzlich insbesondere auch über das erste Wirkelement und/oder das zweite Wirkelement an dem Läufer und/oder der Motorwelle befes tigt sein. Hierdurch kann insbesondere eine vorteilhaft flexible und/oder stabile Verbindung zwischen dem Läufer und der Läuferbaugruppe erreicht werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Sensorvorrichtung ein Trägerelement, bei spielsweise eine Platine, eine Leiterkarte und/oder eine Leiterplatte, aufweist, auf welchem die Sensorelemente gemeinsam angeordnet sind. Vorteilhaft ist das Trägerelement dabei Teil der Sensorbaugruppe, sodass die Sensorelemente und das Trägerelement eine gemeinsame Sensorbaugruppe, insbesondere die be reits zuvor genannte Sensorbaugruppe, ausbilden. Hierdurch kann insbesondere eine besonders einfache Halterung der Sensorelemente erreicht werden. Vorteilhaft ist das Trägerelement als Leiterplatte ausgebildet, wobei das erste Sensorelement auf einer ersten außenliegenden Schicht des Trägerelements und das zweite Sensorelement auf einer der ersten außenliegenden Schicht gegen überliegenden zweiten außenliegenden Schicht des Trägerelements angeordnet ist. Insbesondere im Fall, dass die erste Lagesensoreinheit mehrere erste Senso relemente und/oder die zweite Lagesensoreinheit mehrere zweite Sensorelemen te umfasst/umfassen, können die ersten Sensorelemente und/oder die zweiten Sensorelemente auch auf verschiedenen außenliegenden Schichten des Trä gerelements angeordnet sein. Hierdurch wird insbesondere eine vorteilhaft hohe Flexibilität erreicht.

Alternativ wird vorgeschlagen, dass das Trägerelement als mehrschichtige Lei terplatte ausgebildet ist und wenigstens eines der Sensorelemente, insbesondere zumindest das zweite Sensorelement, auf einer innenliegenden Schicht des Trä gerelements angeordnet ist. Insbesondere im Fall, dass die erste Lage sensoreinheit mehrere erste Sensorelemente und/oder die zweite Lage sensoreinheit mehrere zweite Sensorelemente umfasst/umfassen, können die ersten Sensorelemente und/oder die zweiten Sensorelemente auch auf verschie denen innenliegenden Schichten oder außenliegenden Schichten und innenlie genden Schichten des Trägerelements angeordnet sein. Hierdurch kann insbe sondere eine Flexibilität und/oder eine Bauraumeffizienz weiter erhöht werden.

Zudem betrifft die Erfindung ein Lenksystem mit wenigstens einem Elektromotor, welcher wenigstens einen beweglich gelagerten Läufer umfasst, und mit der zu vor genannten Sensorvorrichtung. Hierdurch können insbesondere die bereits zuvor genannten Vorteile erreicht werden. Insbesondere kann eine gegenüber externen und/oder internen Störungen vorteilhaft robuste Sensorvorrichtung mit einer besonders hohen Betriebssicherheit bereitgestellt werden, wobei auch in einem Fehlerfall, in welchem eine der Lagesensoreinheiten ausfällt, ein uneinge schränkter Betrieb des Elektromotors ermöglicht wird.

Die Sensorvorrichtung und das Lenksystem sollen hierbei nicht auf die oben be schriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere können die Sensorvorrichtung und das Lenksystem zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von ein zelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.

Zeichnungen

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Aspekte der Erfindung. Der Fachmann wird die Aspekte zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig. 1 ein beispielhaftes Lenksystem mit einem Elektromotor und mit einer Sensorvorrichtung in einer vereinfachten Darstellung,

Fig. 2 der Elektromotor und die Sensorvorrichtung umfassend zumin dest zwei Lagesensoreinheiten in einer Detailansicht,

Fig. 3a-b eine Läuferbaugruppe der Sensorvorrichtung in perspektivi schen Darstellungen,

Fig. 4 eine Sensorbaugruppe der Sensorvorrichtung in einer perspek tivischen Darstellung,

Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Läuferbaugruppe einer weiteren Sensorvorrichtung in einer perspektivischen Darstel lung,

Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Läuferbaugruppe einer weiteren Sensorvorrichtung in einer perspektivischen Darstel lung,

Fig. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Sensorbaugruppe einer weiteren Sensorvorrichtung in einer perspektivischen Darstel lung,

Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Elektromotor und einer weiteren Sensorvorrichtung umfassend zumindest zwei Lage sensoreinheiten in einer Detailansicht und

Fig. 9 eine Läuferbaugruppe der Sensorvorrichtung aus Figur 8 in ei ner perspektivischen Darstellung. Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Figur 1 zeigt ein beispielhaftes Lenksystem 16a in einer perspektivischen Dar stellung. Das Lenksystem 16a ist im vorliegenden Fall als elektrisch unterstütztes Lenksystem ausgebildet und weist eine elektrische Hilfskraftunterstützung in Form einer Servolenkung auf. Ferner ist das Lenksystem 16a zu einem Einsatz in einem Fahrzeug (nicht dargestellt), insbesondere einem Kraftfahrzeug, vorgese hen. Das Lenksystem 16a weist in einem eingebauten Zustand eine Wirkverbin dung mit Fahrzeugrädern 48a des Fahrzeugs auf und ist zur Beeinflussung einer Fahrtrichtung des Fahrzeugs vorgesehen. Alternativ oder zusätzlich ist jedoch auch denkbar, ein Lenksystem mit einer elektrischen Überlagerungslenkung aus zubilden. Zudem könnte ein Lenksystem prinzipiell auch als Steer-by-Wire- Lenksystem ausgebildet sein.

Das Lenksystem 16a umfasst eine, im vorliegenden Fall beispielhaft als Lenkrad ausgebildete, Lenkhandhabe 50a zum Aufbringen eines manuellen Lenkmo ments, einen beispielhaft als Zahnstangenlenkgetriebe ausgebildeten Radlenk winkelsteller 52a, welcher dazu vorgesehen, eine Lenkvorgabe an der Lenk handhabe 50a in eine Lenkbewegung der Fahrzeugräder 48a umzusetzen, und eine Lenksäule 54a zur, insbesondere mechanischen, Verbindung der Lenk handhabe 50a mit dem Radlenkwinkelsteller 52a. Alternativ könnte eine Lenk handhabe auch als Lenkhebel und/oder Lenkkugel oder dergleichen ausgebildet sein. Auch könnte ein Lenksystem prinzipiell frei von einer Lenkhandhabe sein, beispielsweise bei einem rein autonom fahrenden Fahrzeug. Zudem könnte eine Lenksäule auch lediglich zeitweise eine Lenkhandhabe mit einem Lenkgetriebe verbinden, wie beispielsweise bei einem Fahrzeug mit einem autonomen Fährbe trieb und/oder einem Steer-by-Wire- Lenksystem mit mechanischer Rückfallebe ne. In letzterem Fall könnte das Lenksystem auch vollkommen frei von einer Lenksäule sein.

Des Weiteren umfasst das Lenksystem 16a wenigstens einen an sich bekannten und im vorliegenden Fall insbesondere als Servomotor ausgebildeten Elektromo tor 14a (vgl. insbesondere auch Figur 2). Der Elektromotor 14a ist als Rotations motor ausgebildet. Der Elektromotor 14a umfasst einen Stator 56a und einen beweglich relativ zu dem Stator 56a gelagerten Läufer 12a. Zudem umfasst der Elektromotor 14a eine Motorwelle 30a, welche drehfest mit dem, in diesem Fall insbesondere als Rotor ausgebildeten, Läufer 12a verbunden ist. Der Elektromo tor 14a steht ferner in Wirkverbindung mit dem Radlenkwinkelsteller 52a. Der Elektromotor 14a ist Teil der elektrischen Hilfskraftlenkung und insbesondere zur Erzeugung der elektrischen Lenkunterstützung vorgesehen. Alternativ könnte ein Elektromotor auch Teil einer elektrischen Überlagerungslenkung sein und insbe sondere zur Erzeugung und/oder Bereitstellung eines Zusatzlenkwinkels und/oder eines variablen Übersetzungsverhältnisses vorgesehen sein. Zudem könnte ein Elektromotor auch Teil eines als Steer-by-Wire- Lenksystem ausgebil deten Lenksystem sein. Darüber hinaus könnte ein Elektromotor prinzipiell auch ein beliebiger anderer in einem Fahrzeug verwendeter Elektromotor sein, wie beispielsweise ein Lüftermotor und/oder ein Traktionsmotor eines Elektrofahr zeugs. Des Weiteren könnte eine Elektromotor auch als Linearmotor ausgebildet sein.

Darüber hinaus umfasst das Lenksystem 16a eine Sensorvorrichtung 10a. Prin zipiell kann die Sensorvorrichtung jedoch auch Teil eines Lüftersystems des Fahrzeugs, eines Traktionssystems des Fahrzeugs oder eines weiteren Fahr zeugsystems sein. Die Sensorvorrichtung 10a ist zur redundanten Erfassung einer Lageinformation, im vorliegenden Fall beispielhaft einer Rotorlage, des Läu fers 12a des Elektromotors 14a vorgesehen, insbesondere im Betrieb des Elekt romotors 14a.

Dazu umfasst die Sensorvorrichtung 10a wenigstens zwei Lagesensoreinheiten 18a, 20a, insbesondere eine erste Lagesensoreinheit 18a und eine zweite Lage sensoreinheit 20a. Die Lagesensoreinheiten 18a, 20a sind baulich verschieden voneinander. Die Lagesensoreinheiten 18a, 20a sind unabhängig voneinander ausgebildet. Die Lagesensoreinheiten 18a, 20a sind dem Läufer 12a zugeordnet. Die Lagesensoreinheiten 18a, 20a sind dabei derart angeordnet, dass sich die Lagesensoreinheiten 18a, 20a nicht gegenseitig beeinflussen. Ferner sind die Lagesensoreinheiten 18a, 20a jeweils als körperliche Sensoreinheiten ausgebil det und somit insbesondere von einem Softsensor und/oder einem virtuellen Sensor verschieden. Die Lagesensoreinheiten 18a, 20a sind jeweils zur kontakt losen Erfassung der Lageinformation, insbesondere derselben Lageinformation, vorgesehen. Die Lagesensoreinheiten 18a, 20a weisen dabei unterschiedliche Messprinzipien zur Erfassung der Lage Information auf. Im vorliegenden Fall ist die erste Lagesensoreinheit 18a zur, insbesondere kontaktlosen, magnetischen Erfassung der Lageinformation und die zweite Lagesensoreinheit 20a zur, insbe sondere kontaktlosen, induktiven Erfassung der Lageinformation vorgesehen. Prinzipiell könnte eine Sensorvorrichtung jedoch auch zumindest drei und/oder zumindest vier Lagesensoreinheiten aufweisen, welche unterschiedliche Mess prinzipien zur Erfassung einer Lageinformation, insbesondere derselben Lagein formation, aufweisen.

Ein Aufbau der Lagesensoreinheiten 18a, 20a wird im Folgenden mit Verweis auf die Figuren 3a bis 4 beschrieben.

Die erste Lagesensoreinheit 18a umfasst zur Erfassung der Lageinformation ein bewegungsfest mit dem Läufer 12a verbundenes erstes Wirkelement 22a und im vorliegenden Fall beispielhaft zwei von dem ersten Wirkelement 22a getrennte und mit dem ersten Wirkelement 22a zusammenwirkende erste Sensorelemente 24a, 25a. Das erste Wirkelement 22a ist beabstandet von den ersten Sensorele menten 24a, 25a angeordnet. Das erste Wirkelement 22a ist an der Motorwelle 30a angeordnet. Das erste Wirkelement 22a ist dabei in einem dem Stator 56a abgewandten Endbereich der Motorwelle 30a angeordnet. Folglich ist das erste Wirkelement 22a im vorliegenden Fall drehbar gelagert. Das erste Wirkelement 22a ist Teil einer Läuferbaugruppe 34a der Sensorvorrichtung 10a. Das erste Wirkelement 22a ist als Magnetelement, im vorliegenden Fall als Stiftmagnet mit einem Permanentmagneten und einem Stiftelement, ausgebildet. Die ersten Sensorelemente 24a, 25a sind als korrespondierende Magnetsensorelemente ausgebildet. Dabei ist eines der ersten Sensorelemente 24a, 25a beispielhaft als Hallsensorelement und ein weiteres der ersten Sensorelemente 24a, 25a als magnetoresistives Sensorelement ausgebildet. Ferner sind die ersten Sensorel emente 24a, 25a Teil einer im Gegensatz zur Läuferbaugruppe 34a statisch an geordneten Sensorbaugruppe 40a der Sensorvorrichtung 10a. Grundsätzlich könnte eine erste Lagesensoreinheit jedoch auch genau ein erstes Sensorele ment oder zumindest drei erste Sensorelemente aufweisen. Zudem könnte eine erste Lagesensoreinheit prinzipiell auch mehrere erste Wirkelemente umfassen. Des Weiteren könnte ein erstes Wirkelement prinzipiell auch linear beweglich relativ zu einem ersten Sensorelement gelagert sein.

Die zweite Lagesensoreinheit 20a umfasst zur Erfassung der Lageinformation ein bewegungsfest mit dem Läufer 12a verbundenes zweites Wirkelement 26a und wenigstens ein von dem zweiten Wirkelement 26a getrenntes und mit dem zwei ten Wirkelement 26a zusammenwirkendes zweites Sensorelement 28a. Das zweite Wirkelement 26a ist beabstandet von dem zweiten Sensorelement 28a angeordnet. Das zweite Wirkelement 26a ist an der Motorwelle 30a angeordnet. Das zweite Wirkelement 26a ist dabei, insbesondere analog zu dem ersten Wir kelement 22a, in dem dem Stator 56a abgewandten Endbereich der Motorwelle 30a angeordnet. Folglich ist das zweite Wirkelement 26a im vorliegenden Fall drehbar gelagert. Das zweite Wirkelement 26a ist Teil der Läuferbaugruppe 34a. Das zweite Wirkelement 26a ist dabei koaxial zu dem ersten Wirkelement 22a angeordnet. Das zweite Wirkelement 26a ist ferner derart angeordnet, dass es das, insbesondere zentral angeordnete, erste Wirkelement 22a in Umfangsrich tung vollständig umgreift. Zudem ist das zweite Wirkelement 26a einstückig mit dem ersten Wirkelement 22a ausgebildet. Das zweite Wirkelement 26a ist ferner als Flügelleiter ausgebildet und weist im vorliegenden Fall beispielhaft vier Flü gelelemente 58a auf, welche im vorliegenden Fall zumindest teilweise aus einem Metall, insbesondere Aluminium, bestehen. Das zweite Sensorelement 28a ist als korrespondierendes Sensorspulenelement ausgebildet. Im vorliegenden Fall ist das zweite Sensorelement 28a als an sich bekannte Erreger- und/oder Empfän gerspule ausgebildet. Ferner ist das zweite Sensorelement 28a Teil der Sensor baugruppe 40a. Darüber hinaus umfasst die zweite Lagesensoreinheit 20a we nigstens eine Erreger- und/oder Auswerteschaltung 60a, welche insbesondere elektrisch mit dem zweiten Sensorelement 28a verbunden und Teil der Sensor baugruppe 40a ist. Grundsätzlich könnte eine zweite Lagesensoreinheit jedoch auch mehrere zweite Wirkelemente und/oder zweite Sensorelemente aufweisen. Zudem könnte ein zweites Wirkelement auch eine von vier abweichende Anzahl von Flügelelementen aufweisen. Bevorzugt ist die Anzahl an Flügelelementen dabei an eine Polpaarzahl eines überwachten Elektromotors angepasst. Des Weiteren könnte ein zweites Wirkelement prinzipiell auch linear beweglich relativ zu einem zweiten Sensorelement gelagert sein. In diesem Fall ist insbesondere denkbar, das als Erreger- und/oder Empfängerspule ausgebildete zweite Senso- relement mit einer von einer Kreisstruktur abweichenden Struktur, insbesondere einer linearen Struktur, auszubilden.

Die Sensorvorrichtung 10a weist ferner ein Halteelement 32a zur gemeinsamen Halterung der Wirkelemente 22a, 26a auf. Das Halteelement 32a ist Teil der Läu ferbaugruppe 34a. Dabei bildet das Halteelement 32a zusammen mit den Wir kelementen 22a, 26a die Läuferbaugruppe 34a aus. Das Halteelement 32a ist im vorliegenden Fall einstückig mit dem zweiten Wirkelement 26a ausgebildet. Das Halteelement 32a ist dabei auf einer der Motorwelle 30a zugewandten Seite des zweiten Wirkelements 26a angeordnet. Zudem umgibt das Halteelement 32a das erste Wirkelement 22a zu wenigstens einem Großteil. Ferner besteht das Hal teelement 32a im vorliegenden Fall aus Metall. Alternativ könnte ein Halteele ment jedoch auch separat und/oder getrennt von einem zweiten Wirkelement ausgebildet sein. Ferner könnte ein Halteelement auch aus einem von Metall abweichenden Material bestehen, wie beispielsweise einem Kunststoff oder der gleichen.

Darüber hinaus umfasst die Sensorvorrichtung 10a ein Trägerelement 38a, auf welchem die Sensorelemente 24a, 25a, 28a und die Erreger- und/oder Auswer teschaltung 60a angeordnet sind. Das Trägerelement 38a ist Teil der Sensor baugruppe 40a. Dabei bildet das Trägerelement 38a zusammen mit den Senso relementen 24a, 25a, 28a und der Erreger- und/oder Auswerteschaltung 60a die Sensorbaugruppe 40a aus. Das Trägerelement 38a ist als Leiterplatte ausgebil det. Im vorliegenden Fall sind die Sensorelemente 24a, 25a, 28a und die Erre ger- und/oder Auswerteschaltung 60a auf einer ersten außenliegenden Schicht 42a des Trägerelements 38a angeordnet. Alternativ könnten Sensorelemente jedoch auch auf verschiedenen außenliegenden Schichten eines Trägerelements und/oder auf außenliegenden und innenliegenden Schichten eines Trägerele ments angeordnet sein.

Durch die erfindungsgemäße Kombination der Lagesensoreinheiten 18a, 20a kann eine gegenüber externen und/oder internen Störungen vorteilhaft robuste Sensorvorrichtung 10a mit einer besonders hohen Betriebssicherheit bereitge stellt werden, wobei auch in einem Fehlerfall, in welchem eine der Lage- sensoreinheiten 18a, 20a ausfällt, ein uneingeschränkter Betrieb des Elektromo tors 14a ermöglicht wird.

In den Figuren 5 bis 9 sind weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die nachfolgende Beschreibung und die Zeichnungen beschränken sich im We sentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei be züglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Figuren 1 bis 4, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis 4 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 5 bis 9 ist der Buchsta be a durch die Buchstaben b bis e ersetzt.

Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dem Ausführungs beispiel der Figur 5 ist der Buchstabe b nachgestellt. Das weitere Ausführungs beispiel der Figur 5 unterscheidet sich von dem vorherigen Ausführungsbeispiel zumindest im Wesentlichen durch eine Ausgestaltung eines zweiten Wirkele ments 26b einer zweiten Lagesensoreinheit 20b einer Sensorvorrichtung 10b.

Im vorliegenden Fall ist das zweite Wirkelement 26b als Flügelleiter in Form ei nes Drahtmodells ausgebildet. Das zweite Wirkelement 26b umfasst dabei bei spielhaft vier wenigstens teilweise leitfähig und/oder magnetisch permeabel aus gebildete Flügelelemente 58b, welche jeweils wenigstens eine Flügelausneh mung 62b aufweisen, wodurch vorteilhaft ein Gewicht reduziert und/oder eine Materialersparnis erreicht werden kann.

In Figur 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Dem Aus führungsbeispiel der Figur 6 ist der Buchstabe c nachgestellt. Das weitere Aus führungsbeispiel der Figur 6 unterscheidet sich von den vorherigen Ausführungs beispielen zumindest im Wesentlichen durch eine Ausgestaltung eines zweiten Wirkelements 26c einer zweiten Lagesensoreinheit 20c einer Sensorvorrichtung 10c und/oder durch eine Ausgestaltung eines Halteelements 32c der Sensorvor richtung 10c. In diesem Fall besteht das Halteelement 32c aus Kunststoff, insbesondere einem nicht-porösen Kunststoff. Das Halteelement 32c ist ferner als Grundkörper aus gebildet und insbesondere an eine Form des zweiten Wirkelements 26c ange passt. Das Halteelement 32c ist dabei als Flügelgrundkörper ausgebildet und weist im vorliegenden Fall beispielhaft vier zu den Flügelelementen 58c des zwei ten Wirkelements 26c korrespondierende weitere Flügelelemente 59c auf. Das zweite Wirkelement 26c ist in den Kunststoff des Halteelements 32c integriert, beispielsweise mittels eines Mehrkomponenten-Spritzgussverfahrens, wodurch insbesondere ein Herstellungsprozess vereinfacht und gleichzeitig Kosten ge senkt werden können.

In Figur 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Dem Aus führungsbeispiel der Figur 7 ist der Buchstabe d nachgestellt. Das weitere Aus führungsbeispiel der Figur 7 unterscheidet sich von den vorherigen Ausführungs beispielen zumindest im Wesentlichen durch eine Ausgestaltung eines Trä gerelements 38d einer Sensorvorrichtung lOd.

In diesem Fall ist das Trägerelement 38d als mehrschichtige Leiterplatte ausge bildet und umfasst eine erste außenliegende Schicht 42d, eine der ersten außen liegenden Schicht 42d gegenüberliegende zweite außenliegende Schicht 44d sowie eine zwischen den außenliegenden Schichten 42d, 44d angeordnete in nenliegende Schicht 46d. Dabei ist ein erstes Sensorelement 24d einer ersten Lagesensoreinheit 18d auf der ersten außenliegenden Schicht 42d des Trä gerelements 38d angeordnet. Ein weiteres erstes Sensorelement 25d der ersten Lagesensoreinheit 18d ist auf der zweiten außenliegenden Schicht 44d des Trä gerelements 38d angeordnet. Zudem ist ein zweites Sensorelement 28d einer zweiten Lagesensoreinheit 20d auf der innenliegenden Schicht 46d des Trä gerelements 38d angeordnet. Alternativ könnte ein erstes Sensorelement einer ersten Lagesensoreinheit jedoch auch auf einer ersten außenliegenden Schicht eines Trägerelements angeordnet sein, während ein zweites Sensorelement ei ner zweiten Lagesensoreinheit auf einer der ersten außenliegenden Schicht ge genüberliegenden zweiten außenliegenden Schicht des Trägerelements ange ordnet sein könnte. Die Figuren 8 und 9 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dem Ausführungsbeispiel der Figuren 8 und 9 ist der Buchstabe e nachgestellt. Das weitere Ausführungsbeispiel der Figuren 8 und 9 unterscheidet sich von den vor herigen Ausführungsbeispielen zumindest im Wesentlichen durch eine Ausge- staltung eines Halteelements 32e einer Läuferbaugruppe 34e einer Sensorvor richtung lOe.

Das Halteelement 32e ist einstückig ausgebildet und umfasst einen Halteab schnitt 64e zur Halterung der Wirkelemente 22e, 26e sowie einen Befestigungs- abschnitt 36e zur Verbindung der Läuferbaugruppe 34e mit einem Läufer eines

Elektromotors 14e. Der Befestigungsabschnitt 36e ist dabei zur unmittelbaren Befestigung der Läuferbaugruppe 34e an einer Motorwelle 30e des Elektromo tors 14e vorgesehen. Im vorliegenden Fall ist der Befestigungsabschnitt 36e mit tels einer Pressverbindung mit der Motorwelle 30e verbunden. Darüber hinaus ist in diesem Fall auch denkbar, auf ein Stiftelement 66e zur Befestigung der Läu ferbaugruppe 34e an der Motorwelle 30e zu verzichten.