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Title:
SENSOR FOR MEASURING A MEASUREMENT VARIABLE AND METHOD FOR OPERATING A SENSOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/026766
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a sensor for measuring at least one measurement variable, comprising a configurable measurement variable sensor used to convert the measurement variable into measurement data. The invention also relates an arrangement for operating a sensor, comprising a configurable measurement variable sensor. The invention further relates to a method for operating a sensor comprising a configurable measurement variable sensor. Said claimed sensor can be, for example, a vibration sensor for measuring mechanical vibrations and comprises a configurable measurement variable sensor for converting the measurement variables into measurement data, and a processor. According to the invention, said sensor comprises an interface with a plurality of functions. Said interface is used, initially for transferring coded measurement data so that said measurement data can be read from the sensor. Said interface is also used in the transfer of configuration data for the configuration of the measurement variable sensor and for transferring a supply voltage for the electric supply of the sensor. Said sensor can be fully operated by said individual interface.

Inventors:
BISTER, Oliver (Nikolaus-Cüpper-Straße 6, Alsdorf, 52477, DE)
GITZEN, Matthias (Amstelbachstraße 25, Aachen, 52072, DE)
HAMERS, Luc (Hubertusstraße 68, Aachen, 52064, DE)
LANGER, Götz (Lammersdorferstraße 32a, Roetgen, 52159, DE)
NIEWÖHNER, Andreas (Kullenhofwinkel 26a, Aachen, 52074, DE)
SCHÜLLER, Diethelm (Lousbergstraße 6, Aachen, 52072, DE)
VON SYDOW, Thorsten (Krefelder Straße 41, Aachen, 52070, DE)
Application Number:
EP2010/062392
Publication Date:
March 10, 2011
Filing Date:
August 25, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
BISTER, Oliver (Nikolaus-Cüpper-Straße 6, Alsdorf, 52477, DE)
GITZEN, Matthias (Amstelbachstraße 25, Aachen, 52072, DE)
HAMERS, Luc (Hubertusstraße 68, Aachen, 52064, DE)
LANGER, Götz (Lammersdorferstraße 32a, Roetgen, 52159, DE)
NIEWÖHNER, Andreas (Kullenhofwinkel 26a, Aachen, 52074, DE)
SCHÜLLER, Diethelm (Lousbergstraße 6, Aachen, 52072, DE)
VON SYDOW, Thorsten (Krefelder Straße 41, Aachen, 52070, DE)
International Classes:
G01D18/00
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Claims:
Patentansprüche

Sensor zur Messung mindestens einer Messgröße, mit

einem konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer zur Wandlung der Messgröße in Messdaten;

einem Prozessor zur Kodierung der Messdaten; und

einer Schnittstelle zur Übertragung der kodierten Messdaten, zur Übertragung von Konfigurationsdaten zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers und zur Übertragung einer Versorgungsspannung zur Versorgung des Sensors.

Sensor nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor zur Kodierung der Messdaten gemäß dem Internet Protocol konfiguriert ist.

Sensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle zum Anschluss an ein Koaxialkabel oder an ein Kabel mit verdrillten Aderpaaren ausgeführt ist.

Sensor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle gemäß dem Standard IEEE 802.3af ausgeführt ist.

Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor für eine Kodierung der Messdaten gemäß TCP/IP konfiguriert ist.

Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor für die Ausführung mindestens eines Webservice und/oder einer Webschnittstelle zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers konfiguriert ist.

7. Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor zur Übertragung von Statusdaten des Messgrößenaufnehmers über die Schnittstelle ausgeführt ist.

Sensor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor für die Ausführung eines E-Mail-Service zur Übertragung von Messdaten, Statusdaten und/oder Konfigurationsdaten des Messgrößenaufnehmers konfiguriert ist.

Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor für die Ausführung eines Konfigurationsassistenten zur interaktiven Konfiguration des Messgrößenaufnehmers konfiguriert ist.

Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Messgröße durch eine Wegstrecke, eine Geschwindigkeit, eine Beschleunigung oder eine mechanische Schwingung gebildet ist.

1 1 . Anordnung zum Betrieb eines Sensors, mit

- einem Sensor nach einem der Ansprüche 1 bis 10; und

einem Datenverarbeitungssystem zur Konfiguration des Sensors mit einem Prozessor und mit einer Schnittstelle zur Übertragung von Daten zum Sensor.

Anordnung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor im Datenverarbeitungssystem zur Ausführung eines Webbrowsers, eines E-Mail-Clients und/oder eines Konfigurationsprogramms für den Sensor konfiguriert ist. 13. Verfahren zum Betrieb eines Sensors mit einem konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer zur Messung einer Messgröße, die folgenden Schritte umfassend: Ubertragen einer Versorgungsspannung zur elektrischen Versorgung des Sensors über eine Schnittstelle des Sensors; Übertragen von Konfigurationsdaten zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers über die Schnittstelle des Sensors; und

Übertragen von Messdaten des Messgroßenaufnehnners über die Schnittstelle des Sensors.

Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfigurationsdaten zur Konfiguration des Messgroßenaufnehnners über einen Webservice und/oder eine Webschnittstelle übertragen werden.

Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass Statusdaten und/oder die Messdaten des Messgroßenaufnehnners über die Schnittstelle als E-Mail übertragen werden.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Sensor zur Messung einer Messgröße und Verfahren zum Betrieb eines Sensors

Beschreibung Gebiet der Erfindung Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sensor zur Messung mindestens einer Messgröße, welcher einen konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer zur Wandlung der Messgröße in Messdaten umfasst. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Anordnung zum Betrieb eines Sensors, welche einen konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer umfasst. Die Erfindung zeigt ferner ein Verfah- ren zum Betrieb eines Sensors mit einem konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer. Bei dem erfindungsgemäßen Sensor kann es sich beispielsweise um einen Schwingungssensor zur Messung mechanischer Schwingungen handeln. Die DE 10 2007 042 678 A1 zeigt ein Messinstrument mit einer Schwingungssensorschaltung zum Erfassen von Schwingungen einer Maschine und zum Erzeugen eines dynamischen Signals anhand der gemessenen Schwingungen. Das Messinstrument umfasst weiterhin einen Analog/Digital- Umsetzer und einen Prozessor zur Verarbeitung des digitalisierten Signals. Die digitalisierten Daten können über ein Datenübertragungsmodul drahtlos an ein Steuerprotokollnetz übertragen werden. Die DE 102 23 725 A1 zeigt ein Prozesssteuersystem mit einem Datenerfas- sungs- und -Verteilungssystem. Ein Datenfluss zwischen Datenerfassungseinrichtungen und dem Datenerfassungs- und -Verteilungssystem kann über ein beliebiges Netz, wie beispielsweise einem LAN oder dem Internet erfol- gen. Die Erfassung von Daten kann beispielsweise über Webservices erfolgen.

Aus der DE 10 2006 002 887 A1 ist ein elektrisch verstellbares Möbelstück bekannt, welches ein Steuergerät mit einer Datenschnittstelle zum Anschlie- ßen an eine Datenvermittlungsvorrichtung aufweist. Steuerdaten zum Warten des elektrisch verstellbaren Möbelstücks können über ein Kommunikationsnetzwerk, insbesondere über ein öffentliches Kommunikationsnetzwerk an das Steuergerät übermittelt werden. Die DE 10 2007 002 351 A1 zeigt ein Bestandsführungssystem zur automatischen Überwachung und Steuerung von Füllständen oder Druckzuständen. Bei diesem Bestandsführungssystem ist eine bidirektionale Kommunikation zwischen einzelnen Feldgeräten mit einem Zentralsystem ermöglicht. Diese Kommunikation findet bevorzugt mithilfe eines Web-Clients über das Internet statt.

Aus der DE 698 10 975 T2 ist ein Sensorsystem bekannt, bei welchem eine Vielzahl von Sensoren mit einem ersten Kommunikationsbus verbunden ist. Über eine Buswandlervorrichtung ist ein mit einem zweiten Kommunikati- onsbus ausgeführter Hauptcomputer mit dem ersten Kommunikationsbus verbunden. Die Sensoren sind über den ersten Kommunikationsbus steuerbar. Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass die Steuerung der Sensoren nur mithilfe des an die Buswandlervorrichtung angeschlossenen Hauptcomputers möglich ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass auf dem Hauptcomputer besondere Software zur Steuerung der Sensoren installiert sein muss. Nachteilig ist ferner der Aufwand für die mehreren Kommunikationsbusse und die Buswandlervorrichtung. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht ausgehend vom Stand der Technik darin, den Betrieb von Sensoren, insbesondere die Konfiguration der Sensoren zu erleichtern. Die genannte Aufgabe wird durch einen Sensor zur Messung einer Messgröße gemäß dem beigefügten Anspruch 1 gelöst. Die Aufgabe wird weiterhin durch eine Anordnung zum Betrieb eines Sensors gemäß dem beigefügten nebengeordneten Anspruch 1 1 gelöst. Die erfinderische Lösung sieht ferner ein Verfahren zum Betrieb eines Sensors gemäß dem beigefügten nebengeordneten Anspruch 13 vor.

Der erfindungsgemäße Sensor dient der Messung mindestens einer Messgröße, beispielsweise einer physikalischen oder chemischen Eigenschaft wie Temperatur, Geschwindigkeit, Druck oder auch mechanische Schwin- gungen. Die Erfindung ist nicht auf bestimmte Sensoren beschränkt, jedoch insbesondere für komplex aufgebaute Sensoren mit einem eingebetteten System, wie dies beispielsweise für viele Schwingungssensoren der Fall ist, geeignet. Der erfindungsgemäße Sensor umfasst einen konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer zur Wandlung der Messgröße in Messdaten. Bei der Konfiguration des Messgrößenaufnehmers werden Parameter zur Durchführung der Messgrößenaufnahme festgelegt, beispielsweise die Messhäufigkeit und die Quantisierungsbreite. Die Konfiguration kann auch Schritte zur Inbetriebnahme des Messgrößenaufnehmers umfassen. Der Sensor umfasst weiterhin einen Prozessor, der u. a. zur Kodierung der Messdaten dient, um diese weiterleiten zu können. Der Prozessor dient vorzugsweise auch zur Verarbeitung der Messdaten. Erfindungsgemäß besitzt der Sensor eine Schnittstelle mit mehreren Funktionen. Die Schnittstelle dient zunächst zur Übertragung der kodierten Messdaten, damit die Messdaten aus dem Sensor ausgelesen werden können. Die Schnittstelle dient weiterhin der Über- tragung von Konfigurationsdaten zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers. Im einfachsten Fall werden die Konfigurationsdaten unidirektional zum Sensor über dessen Schnittstelle übertragen. Die Schnittstelle dient weiter- hin der Übertragung einer Versorgungsspannung zur elektrischen Versorgung des Sensors. Der Sensor kann somit vollständig über diese einzige Schnittstelle betrieben werden, wodurch er aufwandsarm installiert werden kann. Es sind keine separaten Anschlüsse zur Versorgung des Sensors und zur Datenübertragung erforderlich. Zudem müssen die Konfigurationsdaten zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers nicht über eine besondere Schnittstelle übertragen werden.

Der Prozessor ist bevorzugt zur Kodierung der Messdaten gemäß dem In- ternet Protocol konfiguriert, sodass die Messdaten über viele zur Verfügung stehende Medien transportiert werden können. Die Messdaten können in lokale und/oder globale Netze, wie dem Internet eingespeist werden und an nahezu beliebig vielen Orten empfangen werden.

Die Schnittstelle des erfindungsgemäßen Sensors ist bevorzugt zum An- schluss an ein Koaxialkabel oder an ein Kabel mit verdrillten Aderpaaren ausgeführt. Koaxialkabel und Kabel mit verdrillten Aderpaaren werden häufig in Datennetzen verwendet und erlauben hohe Datenübertragungsraten und eine sichere Übertragung der Versorgungsspannung. Beispielsweise sind Ethernet-Netzwerke, in welchen eine Stromversorgung über die verdrillten Aderpaare gemäß dem Standard IEEE 802.3af (Power over Ethernet) erfolgt, besonders gut geeignet. Hierfür verfügt der erfindungsgemäße Sensor beispielsweise über einen standardisierten Modularanschluss, über welchen der Sensor aufwandsarm an einen entsprechenden Netzwerkanschluss angeschlossen werden kann.

Der erfindungsgemäße Sensor kann besonders vorteilhaft am Internet betrieben werden. Eine Gegenstelle, welche mit den Sensormessdaten und Konfigurationsdaten austauscht, kann weltweit beliebig und variabel ange- ordnet werden. Es ist kein unmittelbarer Anschluss dieser Gegenstelle an den Sensor erforderlich. Hierdurch wird die Konfiguration des Sensors, beispielsweise im Rahmen einer Wartung wesentlich erleichtert, da diese War- tung nicht vor Ort erfolgen muss. Zudem wird der Anwendungsbereich des Sensors wesentlich erweitert, da die Messdaten des Sensors an beliebige Orte übertragen werden können. Hierfür ist der Prozessor für eine Kodierung der Messdaten gemäß TCP/IP konfiguriert.

Der Prozessor des erfindungsgemäßen Sensors ist bevorzugt für die Ausführung eines oder mehrerer Webservices und/oder einer Webschnittstelle zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers konfiguriert. Bei einem Webservice werden XML-kodierte Nachrichten über internetbasierte Protokolle ausgetauscht. Bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sensors sind XML-Nachrichten vereinbart, welche die notwendigen Parameter zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers beinhalten. Folglich kann eine Gegenstelle, welche mit der Schnittstelle des Sensors beispielsweise über das Internet verbunden ist, durch das Aussenden von XML-Nachrichten eine Konfiguration des Messgrößenaufnehmers bewirken. Es werden hierfür keine proprietären Software-Programme auf der Gegenstelle benötigt. Die XML-Nachrichten können bidirektional zwischen dem erfindungsgemäßen Sensor und der Gegenstelle ausgetauscht werden, beispielsweise kann der Sensor die erfolgte Konfiguration gegenüber der Gegenstelle bestätigen. Alternativ oder ergänzend kann der Prozessor des erfindungsgemäßen Sensors für die Ausführung einer Webschnittstelle konfiguriert sein. Die Webschnittstelle ermöglicht den Austausch von Daten gemäß dem Hypertext Transfer Protocol (HTTP). Hierdurch ist eine Kommunikation mit einer großen Vielfalt an Gegenstellen ermöglicht. Beispielsweise kann die Web- schnittsteile mit einem gewöhnlichen PC, auf welchem ein Webbrowser installiert ist, angesteuert werden. Folglich kann ein erfindungsgemäßer Sensor, der an das Internet angeschlossen ist, ohne besondere Vorbereitungen von einem beliebigen an das Internet angeschlossenen PC aus konfiguriert werden. Im Gegensatz zu Lösungen gemäß dem Stand der Technik ist eine Inbetriebnahme und Konfiguration vor Ort nicht erforderlich. Der eine oder die mehreren Webservices und/oder die Webschnittstelle weisen bevorzugt einen Authentifizierungsmechanismus mit Passwortabfrage auf, damit der Sensor nur von berechtigten Personen konfiguriert werden kann.

Der eine oder die mehreren Webservices und/oder die Webschnittstelle können auch für eine Übertragung der Messdaten und/oder Statusdaten des Messgrößenaufnehmers konfiguriert sein. Folglich können auch die Messdaten und/oder Statusdaten des Messgrößenaufnehmers aufwandsarm von einem beliebigen an das Internet angeschlossenen PC ausgelesen werden. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn für die Konfiguration bereits Messdaten und/oder Statusdaten des Messgrößenaufnehmers benötigt werden. Die Übertragung der Statusdaten des Messgrößenaufnehmers kann bei alternativen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Sensors auch auf eine andere Weise über die Schnittstelle erfolgen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sensors ist der Prozessor für die Ausführung eines E-Mail-Service zur Übertragung von Messdaten, Statusdaten und/oder Konfigurationsdaten des Messgrößenaufnehmers konfiguriert. Hierdurch können Messdaten, Statusdaten und/oder Konfigurationsdaten des Messgrößenaufnehmers auch dann zu einer mit dem Betrieb des Sensors betrauten Person gesendet werden, wenn diese Person gerade keine Wartung des Sensors vornimmt, aber per E-Mail erreichbar ist. Auf diese Weise können z. B. Warnmeldungen oder Ereignismeldungen über das Vorliegen neuer Messdaten per E-Mail zu der Person gesendet werden, wodurch diese zeitnah Kenntnis darüber gewinnt. Weiterhin kann die Person E-Mails zum Sensor senden, um diesen zu konfigurieren oder zu einer bestimmten Aktion zu veranlassen. Beispielsweise kann der Sensor per E-Mail aufgefordert werden, seinen aktuellen Zustand per E-Mail zu melden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sensors ist der Prozessor für die Ausführung eines Konfigurationsassistenten zur interaktiven Konfiguration des Messgrößenaufnehmers konfiguriert. Der Konfigurationsassistent ermöglicht eine schrittweise Konfiguration des Messgrößen- aufnehmers, indem dieser Formularfelder, Hilfetexte oder ähnliches zur Verfügung stellt, welche der die Wartung durchführenden Person eine Konfiguration des Messgrößenaufnehmers ermöglichen. Diese Person benötigt keine Kenntnisse über die in dem Sensor erfolgende Verarbeitung der Konfigurationsdaten. Der Konfigurationsassistent ist bevorzugt für eine Nutzung über die Webschnittstelle und/oder den Webservice konfiguriert, sodass der Konfigurationsassistent beispielsweise im Webbrowser auf einem beliebigen an das Internet angeschlossenen PC aufrufbar ist.

Die erfindungsgemäße Anordnung zum Betrieb eines Sensors umfasst zu- nächst mindestens einen erfindungsgemäßen Sensor. Die erfindungsgemäße Anordnung umfasst weiterhin ein als Gegenstelle fungierendes Datenverarbeitungssystem zur Konfiguration des Sensors. Das Datenverarbeitungssystem weist einen Prozessor zur Datenverarbeitung auf und besitzt eine Schnittstelle zur Übertragung von Daten zum Sensor, vorzugsweise gemäß dem Internet Protocol. Das Datenverarbeitungssystem kann beispielsweise durch einen üblichen PC oder ein Notebook gebildet sein. Das Datenverarbeitungssystem und der Sensor der erfindungsgemäßen Anordnung sind über ihre Schnittstellen miteinander zu verbinden, beispielsweise über ein lokales Datennetzwerk oder bevorzugt über das Internet.

Der Prozessor im Datenverarbeitungssystem der erfindungsgemäßen Anordnung ist bevorzugt zur Ausführung eines Webbrowsers, eines E-Mail- Clients und/oder eines Konfigurationsprogramms für den Sensor konfiguriert. Mithilfe des Webbrowsers ist ein Austausch von Messdaten, Konfigura- tionsdaten und/oder Statusdaten mit dem Sensor möglich, insofern der Prozessor des Sensors zur Ausführung einer Webschnittstelle konfiguriert ist. Der E-Mail-Client des Datenverarbeitungssystems ermöglicht eine Kommu- nikation mit dem Sensor via E-Mail insofern der Prozessor des Sensors für die Ausführung eines E-Mail-Service konfiguriert ist. Insofern der Sensor über eine proprietäre Lösung zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers verfügt, ist das entsprechende Konfigurationsprogramm im Datenverarbei- tungssystem erforderlich, um den Sensor zu konfigurieren.

Das erfindungsgemäße Verfahren dient dem Betrieb eines Sensors mit einem konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer zur Messung einer Messgröße. Ein Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht die Übertragung einer Versorgungsspannung zur elektrischen Versorgung des Sensors über eine Schnittstelle des Sensors vor. Hierbei kann es sich um eine dauerhafte oder um eine zeitlich unterbrochene Versorgung des Sensors handeln. Weiterhin werden Konfigurationsdaten zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers über die Schnittstelle des Sensors hin zum konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer übertragen. Die Konfigurationsdaten können je nach Betriebsart des Sensors vor einem erstmaligen Betrieb, in bestimmten Zeitintervallen oder permanent über die Schnittstelle des Sensors übertragen werden. Hierbei kann es sich um eine unidirektionale oder bidirektionale Datenübertragung handeln. Messdaten des Messgrößenaufnehmers, die bevorzugt gemäß dem Internet Protocol kodiert sind, werden über die Schnittstelle des Sensors übertragen. Das Übertragen der Versorgungsspannung, das Übertragen der Konfigurationsdaten und das Übertragen der Messdaten erfolgt über ein und dieselbe Schnittstelle. Hierdurch ist ein effizienter Betrieb des Sensors ermöglicht, insbesondere bei dessen Inbetrieb- nähme und dessen Konfiguration bzw. Wartung.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Konfigurationsdaten zur Konfiguration des Messgrößenaufnehmers über einen Webservice und/oder eine Webschnittstelle übertragen. Hierdurch kann das erfindungsgemäße Verfahren auf zahlreichen verfügbaren Plattformen, insbesondere auf an das Internet angeschlossene PCs ausgeführt werden. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Statusdaten und/oder die Messdaten des Messgrößen- aufnehmers über die Schnittstelle als E-Mail übertragen. Die über das Internet übertragenen E-Mails können weltweit innerhalb weniger Sekunden empfangen werden. Hierdurch wird die Überwachung des Betriebs des Sensors erleichtert.

Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, unter Bezugnahme auf die Zeichnung.

Die einzige Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Betrieb eines Sensors als Strukturdiagramm. Die erfindungsgemäße Anordnung umfasst zunächst ein eingebettetes Sen- sorsmesssystem, beispielsweise einen Schwingungssensor mit einem eingebetteten MikroController. Die Anordnung umfasst weiterhin ein oder mehrere Datenverarbeitungssysteme, beispielsweise PCs, Notebooks oder ein spezieller Betriebsrechner. Das eingebettete Sensormesssystem und die Datenverarbeitungssysteme sind über ein Verbindungssystem miteinander verbunden. Das Verbindungssystem gewährleistet zum einen eine Datenverbindung zwischen dem eingebettetem Sensormesssystem und den Datenverarbeitungssystemen. Im Weiteren umfasst das Verbindungssystem eine Spannungsversorgung für das eingebettete Sensormesssystem. Beispielsweise kann das eingebettete Sensormesssystem an ein LAN ange- schlössen sein, welches mit dem Internet verbunden ist. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Ethernet, welches die Übertragung einer Spannungsversorgung entsprechend dem Verfahren Power-over-Ethernet unterstützt. Das eine oder die mehreren Datenverarbeitungssysteme sind beispielsweise an dasselbe LAN oder an einen beliebigen Internetanschluss angeschlossen. Das eine oder die mehreren Datenverarbeitungssysteme müssen nicht durch die Spannungsversorgung des Verbindungssystems gespeist werden, da diese in Form eines PC oder Notebook in der Regel über eine eigene Span- nungsversorgung verfügen. Eine Schnittstelle des eingebetteten Sensor- messsystems gewährleistet die physikalische Datenübertragung und die Übertragung der Versorgungsspannung zu den Komponenten des eingebetteten Sensormesssystems, um diese mit einer elektrischen Spannung zu versorgen. Im eingebetteten Sensormesssystem werden neben der Datenübertragung ein Kommunikationssystem und ein Konfigurationsassistent durch einen Prozessor realisiert. Der Prozessor ist über ein Messsystem mit einem oder mehreren Sensoren verbunden, welche jeweils einen konfigurierbaren Messgrößenaufnehmer darstellen. Das Kommunikationssystem des eingebetteten Sensormesssystems umfasst eine Webschnittstelle, einen Webservice und einen E-Mail-Service. Je nach Anwendung kann auch auf einen oder mehrere dieser Komponenten verzichtet werden. Ein im eingebetteten Sensorsmesssystem realisierter Konfigurationsassistent ermöglicht eine interaktive Konfiguration des Messsystems und der Sensoren.

Der Austausch von Konfigurationsdaten, Messdaten und/oder Statusdaten zwischen dem eingebetteten Sensormesssystem und dem einen oder den mehreren Datenverarbeitungssystemen kann über verschiedene Programme bzw. Dienste im Datenverarbeitungssystem erfolgen. Bei einer einfachen Ausführungsform ist auf dem Datenverarbeitungssystem eine proprietäre Anwendersoftware installiert, mit welcher das Messsystem des eingebetteten Sensormesssystems unmittelbar über das Medium und den Prozessor des eingebetteten Sensormesssystems angesprochen wird. Mithilfe eines Webbrowsers, der auf sehr vielen Datenverarbeitungssystemen vorhanden ist, kann die Webschnittstelle des eingebetteten Sensormesssystems angesprochen werden. Jedenfalls ist zumeist ein E-Mail-Service vorhanden, mithilfe dessen E-Mails zwischen dem eingebetteten Sensormesssystem und dem Datenverarbeitungssystem ausgetauscht werden können. Insofern auf dem Datenverarbeitungssystem ein für die Ausführung des Webservice geeigne- tes Programm installiert ist, können Daten über den Webservice des eingebetteten Sensormesssystems mit dem Datenverarbeitungssystem ausgetauscht werden. Webservices sind beispielsweise für eine automatisierte Datenübertragung geeignet.