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Patent Searching and Data


Title:
SENSOR SWITCHING UNIT, STOP FOR A SENSOR SWITCHING UNIT, AND METHOD FOR REDUCING TEMPERATURE-DEPENDENT CHANGES IN RELATIVE POSITION OF A SENSOR AND A SIGNAL TRANSDUCER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/018283
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sensor switching unit (1) for determining settings of at least one transmission component, comprising a sensor (15) having two sensor elements (27, 28), a stop (25) having a stop housing (8) and a stroke-displaceable contact element (5), by means of which the first sensor element (27) can be displaced in the stroke direction, a transmission housing (14) in which the stop (25) is mounted, and a sensor housing (19) in which the second sensor element (28) is disposed, wherein the sensor elements (27, 28) are separated by a reference distance at a reference temperature and a reference switch setting, wherein the stop (25) comprises a component having a thermal expansion coefficient suitable for at least partially compensating for the changed distance of the sensor elements (27, 28) from the reference distance for deviations from the reference temperature.

Inventors:
MASSINI, Stanislav (Ziegelstraße 28, Langenzenn, 90579, DE)
NEHMEYER, Thomas (Willibaldstraße 6, Nürnberg, 90491, DE)
Application Number:
EP2010/059926
Publication Date:
February 17, 2011
Filing Date:
July 09, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
MASSINI, Stanislav (Ziegelstraße 28, Langenzenn, 90579, DE)
NEHMEYER, Thomas (Willibaldstraße 6, Nürnberg, 90491, DE)
International Classes:
F16H63/38; F16H59/70; G01D5/14; G05G5/06
Foreign References:
DE19501607A1
EP1152174A2
DE102007058298A1
EP1589638A1
DE102007058298A1
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Claims:
Patentansprüche

1 . Sensorschalteinheit (1 ) zur Bestimmung von Stellungen wenigstens eines Getriebestellelements (26) aufweisend

- eine Sensorik (15) mit zwei Sensohkelementen (27, 28),

- eine Arretierung (25) mit einem Arretiergehäuse (8) und einem hubbeweglichen Tastelement (5), durch das das erste Sensorike- lement (27) in Hubrichtung verschiebbar ist,

- ein Getriebebauteil (14), in dem die Arretierung (25) gehaltert ist und

- ein Sensorikgehäuse (19), in dem das zweite Sensohkelement (28) angeordnet ist, wobei die Sensohkelemente (27, 28) bei ei- ner Referenztemperatur und einer Referenzschaltstellung eine

Referenzposition zueinander einnehmen,

dadurch gekennzeichnet,

dass das erste Sensohkelement (27) durch einen Träger (3) beaufschlagt ist, der einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten aufweist, der geeignet ist, einen durch Abweichungen von der Referenztemperatur bewirkte relative Positionsverschiebung der Sensohkelemente (27, 28) zueinander zumindest teilweise zu kompensieren.

2. Sensorschalteinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Tastelement (5) als ein Stößel ausgebildet ist, der an seiner der

Tastspitze abgewandten Seite das erste Sensohkelement (27) aufweist.

3. Sensorschalteinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Tastelement (5) als Rastkugel ausgebildet ist, die in einem Arretier- bolzen (2) gelagert ist.

4. Sensorschalteinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Sensohkelement (27) am Träger (3) angeordnet ist und dass sich der Träger (3) am Arretierbolzen (2) abstützt. 5. Sensorschalteinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Sensohkelement (27) als ein Magnet ausgebildet ist.

6. Sensorschalteinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) einen Ausdehnungskoeffizienten aufweist, der die Ab- Standsänderungen vollständig kompensiert.

7. Sensorschalteinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzstellung die Neutralstellung des Getriebeelements ist. 8. Sensorschalteinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebebauteil (14) das aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung ausgebildete Getriebegehäuse ist, dass das Arretiergehäuse (8) aus Stahlblech ausgebildet ist und dass der Träger (3) einen größeren Ausdehnungskoeffizienten als das Getriebegehäuse aufweist.

9. Arretierung (25) für eine Sensorschalteinheit (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

10. Verfahren zur Verminderung von temperaturabhängigen, relativen Posi- tionsänderungen eines Sensors, der an einem ersten Getriebebauteil angeordnet ist, und eines Signalgebers, der mit einem zweiten Getriebebauteil in Wirkverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Position des Sensors und des Signalgebers in einer Referenzstellung bei einer Referenztemperatur kalibriert wird und dass bei einer Temperaturänderung die Positionsänderung der Getriebebauteile durch eine Längenänderung des Signalgebers oder eines auf den Signalgeber einwirkenden Bauteils kompensiert wird.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

SENSORSCHALTEINHEIT , ARETIERUNG FÜR EINE SENSORSCHALTEINHEIT

UND VERFAHREN ZUR VERMINDERUNG

VON TEMPERATURABHÄNGIGEN RELATIVEN POSITIONSÄNDERUNGEN EINES SENSORS UND EINES SIGNALGEBERS

Beschreibung

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Sensorschalteinheit zur Lagebestimmung eines be- weglichen Getriebestellelements, insbesondere einer Schaltstange eines Kraftfahrzeuggetriebes.

Hintergrund der Erfindung Die Sensorschalteinheit dient zur Bestimmung von Positionen wie Gangschaltstellungen eines Getriebestellelements. Dazu weist sie eine Arretierung mit einem Arretiergehäuse auf, das an einem Getriebebauteil fixierbar ist. Ferner weist die Arretierung ein Tastelement auf, das hubbeweglich in dem Arretiergehäuse gelagert ist. Die Sensorschalteinheit weist weiterhin eine Sensorik mit zwei Sensorikelementen als Signalgeber und Sensor auf. Eines der Sensorike- lemente, meistens der Sensor mit einer das Sensorsignal bearbeitenden Auswerteelektronik, ist in einem Sensorgehäuse angeordnet, während das andere Sensorikelement als Teil der Arretierung zum ersten Sensorikelement verschiebbar ist.

Häufig ist das Tastelement als ein in einem Arretierbolzen gelagertes Rastelement ausgebildet, das gegen das Getriebestellelement vorgespannt ist. Ist das Rastelement eine durch den Arretierbolzen geführte Rastkugel, werden derartige Schaltarretierungen auch als Kugelrasten bezeichnet. Sie finden insbeson- dere in Kraftfahrzeuggetrieben Anwendung, wobei die Rastelemente der Arretierungen in entsprechende Ausnehmungen des Getriebestellelements oder mit Rastausnehmungen von mit dem Getriebestellelement zusammenwirkenden Bauteilen eingreifen. DE 10 2007 058 298 A1 zeigt eine Kugelraste, deren Gehäuse mit einem Getriebebauteil fest verbindbar ist. Die Kugelraste übertragt mittels eines innenliegenden Stößels die in Längsrichtung zur Kugelraste gerichteten Bewegung des Rastelements auf einen Signalgeber. Ein in einem Sensorgehäuse angeordneter Sensor detektiert die Entfernung des Signalgebers vom Sensor und erzeugt ein entsprechendes Ausgangssignal, das die Position des Signalgebers kennzeichnet. Damit aus der Position des Signalgebers auf die entsprechende Gangschaltstellung rückgeschlossen werden kann, wird die Kugelraste bei ih- rem Zusammenbau kalibriert. Dies erfolgt, indem sie so lange verpresst wird, bis das Signal am Sensor einen bestimmten Schwellwert überschreitet.

Nachteilig an einer derartigen Kugelraste ist, dass die auf eine bestimmte Getriebestellung gerichtete Kalibrierung beim Zusammenbau einmalig erfolgt. Sie wird bei bestimmten Umgebungsbedingungen vorgenommen und kann prinzipbedingt Veränderungen wie einer abweichenden Temperatur nicht Rechnung tragen. Da die einzelnen Getriebebebauteile, insbesondere die einzelnen Gehäuse, in der Regel aus unterschiedlichen Materialien wie Kunststoff, Aluminium oder Stahl hergestellt sind, weisen sie jeweils eigene thermische Ausdeh- nungskoeffizienten auf, so dass die relativen Position des Signalgebers und des Sensors für eine vorgegebene Getriebestellung nicht fix, sondern temperaturabhängig ist. Die Temperaturen des Getriebeöls wechseln über einen großen Bereich, so dass dieser Effekt so groß werden kann, dass eine sichere Gangerkennung nicht über den gesamten Betriebsbereich gewährleistet ist.

Aufgabe der Erfindung

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Sensorschalteinheit zu schaffen, welche in allen Betriebszuständen eine sichere Erkennung der Positionen des Getriebestellelements gewährleistet.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gemäß Anspruch 1 gelöst. Das am Senso- rikgehäuse fest angeordnete Sensorikelement kann sowohl durch einen Sig- nalgeber als auch durch einen Sensor gebildet sein, wobei für die Beschreibung der Erfindung nachfolgend angenommen wird, dass das sensorikgehäu- sefeste zweite Sensorikelement der Sensor ist und alle durch das Aufbringen einer Schaltkraft verursachten Bewegungen relativ zum Sensor erfolgen. Das erste Sensorikelement, im folgenden als Signalgeber bezeichnet, ist über einen als Koppelstück wirkenden Träger beaufschlagbar und nimmt bei einer bestimmten Temperatur in einer bestimmten Referenzschaltstellung eine Referenzposition ein. In der Regel wird die Neutralstellung als Referenzschaltstel- iung gewählt, um die Toleranzen in jede Schaltrichtung möglichst klein zu hal- ten. Durch die Erwärmung des Getriebeöls im Fahrbetrieb oder aufgrund äußerer Temperaturen verändern sich die Längen der einzelnen Bauteile in Abhängigkeit ihrer stoffspezifischen Ausdehnungskoeffizienten. Infolgedessen verändert sich die Position des Sensors in Bezug auf das am Getriebestellelement verrastete Rastelement. Damit für die Referenzschaltstellung bei jeder Tempe- ratur das gleiche Signal detektiert wird, ist erfindungsgemäß der Träger aus einem Material ausgebildet, das die unterschiedlichen Längendehnungen des Getriebebauteils, des Arretiergehäuses und insbesondere des meist aus Kunststoff bestehenden Sensorgehäuses mit dem Sensor kompensiert. Alternativ ist ebenfalls eine Teil- bzw. eine Überkompensation vorgesehen, so dass, auch wenn das in der Referenzschaltstellung detektierte Signal noch eine kleine Temperaturabhängigkeit aufweist, eine sichere Erkennung gewährleistet bleibt. Die Längendehnungen der einzelnen Bauteile unter einer vorgegebenen Temperaturänderung sind erstens abhängig von ihrer Ursprungsausdehnung, die durch die Geometrie der Bauteile vorgegeben ist, zweitens von den stofflichen Eigenschaften und drittens von der relativen Positionierung zueinander, die die Effekte vergrößern oder verringern kann. Das Längenwachstum ermittelt sich nach

L = L 0 exp(ör• AT) , wobei L die Länge des Bauteils bei gegebener Ausgangslänge L 0 darstellt, α den spezifischen Ausdehnungskoeffizienten und ΔT die Temperaturdifferenz zur Referenztemperatur darstellt. Bei Metallen und vielen anderen Stoffen ist α nicht von der Temperatur abhängig. Bei

Für die relevanten Temperaturänderungen und in Frage kommenden Stoffe, einschließlich Kunststoff, ist nur der Term erster Ordnung der Reihenentwicklung vorstehender Gleichung von Relevanz. Der Fehler der linearisierten Gleichung

L = L 0 - (l + a - AT) liegt für Temperaturdifferenzen von unter 200 K bei weniger als einem Promille. Dadurch dass das Längenwachstum aller Teile der Sensorschalteinheit linear betrachtet werden kann, ist es prinzipiell möglich, einen Längenausgleich be- reitzustellen, der für jeden Temperaturbereich das Längenwachstum der Bauteile so kompensiert, dass nicht nur das in der Referenzschaltstellung detektier- te Signal unabhängig von der Temperatur ist, sondern auch die übrigen Schaltpositionen stets das gleiche Signal erzeugen. Damit wird nicht nur die Referenzschaltstellung sicher abgebildet, sondern auch alle anderen Schaltstellun- gen, da deren Messwerte ebenfalls invariant unter einer Temperaturänderung sind. Ebenfalls lassen sich kontinuierliche Zwischenstellungen des Schaltverlaufs sicher abbilden, so dass eine erfindungsgemäße Sensorschalteinheit den gesamten Schaltverlauf detektieren kann. Einige Materialien wie bestimmte Kunststoffe weisen einen temperaturabhängigen Ausdehnungskoeffizienten auf. Dieser entweder stückweise linear oder sich kontinuierlich ändernd. In Versuchen hat sich herausgestellt, dass trotzdem eine Teilkompensierung der maximalen temperaturbedingten Depositio- nierung erreicht werden kann, der den Fehler um den Faktor fünf verringert. Bei der Auslegung kann daher anstatt eines temperaturabhängigen α ein mittleres a zugrunde gelegt werden. Wesentlich für die Erfindung sind auf die Geometrie der konkreten Anordnung abgestimmte Materialien. Es ist dabei aber nicht erforderlich, den Träger aus einem homogenen Material auszubilden. Er kann beispielsweise Teilabschnitte aus verschiedenen Stoffen aufweisen oder ein anisotropes Ausdehnungsver- halten besitzen. Ebenfalls sind mehrphasige Werkstoffe vorgesehen, und der Träger kann als compound-Stößel ausgebildet sein. Als Beispiel sei ein Träger in Form eines zylindrischen Stößels genannt, der eine relativ weiche Matrixstruktur aufweist, die mit Füllstoffen wie Glasfaser gefüllt ist. Bei einer in einem Getriebegehäuse angeordneten und gegen eine Schaltwelle vorgespannten Arretierung, die auf ihrer von der Schaltwelle abgewandten Seite ein Sensorikgehäuse aufweist, weist ein stößeiförmiger Träger optimalerweise den höchsten thermischen Ausdehnungskoeffizienten der Bauteile Getriebegehäuse, Arretiergehäuse und Träger auf. Eine hinreichend gute Teilkom- pensation wird aber auch immer dann erreicht, wenn der Träger und das Getriebegehäuse aus dem gleichen Material aufgebaut sind. Insbesondere für den Spezialfall, dass die Länge des Trägers in etwa dem Abstand des Sensors von der Ablaufbahn entspricht und das Getriebegehäuse und das Sensorgehäuse aus dem gleichen Material aufgebaut sind, wobei zwischen beiden Gehäusen ein vernachlässigbarer Spalt angeordnet ist, kann der Träger aus dem gleichen Material wie das Getriebe- bzw. das Sensorgehäuse bestehen. Besonders eignet sich Aluminium oder eine Aluminiumlegierung in Verbindung mit einem Arretiergehäuse aus Stahl. In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Träger einteilig mit dem Tastelement ausgeführt oder auch durch das Tastelement selbst gebildet. Diese Ausführungsform eignet sich aufgrund des einfachen Aufbaus insbesondere für eine Arretierung, bei der das Tastelement nicht gegen eine Ablaufbahn verrastet, sondern nur den Konturverlauf der Ablaufbahn abbildet.

Alternativ ist der Träger separat vom Tastelement hergestellt. In einen separat hergestellten Träger lässt sich auf einfache Weise eine Halterung für den Signalgeber vorsehen, so dass dessen Position in Bezug auf den Träger fixiert ist. Der Träger kann entweder direkt durch das Tastelement beaufschlagt werden, oder er wird durch ein Zwischenbauteil wie einen Arretierbolzen bewegt. In der Regel ist der Träger bzw. der Arretierbolzen mit einem als Rastelement ausgebildeten Tastelement gegen das Getriebestellelement durch ein Federelement vorgespannt.

In einer Variante der Sensorschalteinheit ist vorgesehen, dass der Signalgeber nicht permanent in Kontakt mit dem Träger steht, sondern von diesem entkoppelt ist. Damit wird erreicht, dass der Träger nicht jegliche Erschütterung auf den Sensor überträgt, so dass Fehldetektionen vermieden werden.

Der Träger kann mehrere Aufnahmepositäonen für den Signalgeber aufweisen, so dass der Signalgeber bei der Montage auf dem Träger in gewissen Grenzen frei positionierbar ist. Dies bewirkt, dass die Referenzstellung des Getriebes trotz Fertigungstoleranzen stets einem minimalen Abstand zwischen dem Signalgeber und dem Sensor entspricht. Ist der Signalgeber als Magnet und der Sensor als Hall-Sensor ausgebildet, kann aufgrund der in der Referenzstellung hohen Feldstärke jede Auslenkung aus dieser Nulllage sicher registriert werden.

Der Signalgeber ist auf die Funktionsweise des Sensors abgestimmt und tritt mit ihm in geeigneter Weise in Interaktion. Er kann permanent oder temporär Signale konstanter oder wechselnder Folge abgeben, die geeignet sind, durch einen oder mehrere zum Signalgeber bzw. zur Signaiquelle angeordneten Sen- soren erfasst zu werden. Dazu zählen Lichtsignale, Schallwellen oder magnetische Impulse. Geeignete permanente Signalgeber sind beispielsweise Dauermagnete mit einander abwechselnder oder entgegen gerichteter Polarisation.

Alternativ ist der Signalgeber ein Mittel als passives Bauteil, das ein bestehen- des Sensorsignal ändern kann. Bei magnetisch vorgespannten Hall-Zellen ist beispielsweise nahe am Hall-Sensor fest ein Magnet als Signalgeber angeordnet. Ist der Träger ferromagnetisch, verändert er durch Lageänderung das in der Referenzposition detektierte Magnetfeld. In ähnlicher Weise sind auch Wir- belstromsensoren vorgesehen. Hochfrequenzfelder können auch durch nicht ferromagnetische Materialien detektionssicher beeinflusst werden.

Die vorgestellte Erfindung eignet sich besonders für eine kontaktlose Sensorik, die verschleißfrei arbeitet. Dabei sind die Sensoren vom Signalgeber beispielsweise durch einen Gas- oder Flüssigkeitsspalt von diesem getrennt. Prinzipiell sind auch andere Signalgeber und Sensoren als Signaldetektoren denkbar. So kann es sich bei dem Sensor um einen Drucksensor, um einen Helligkeitssensor oder um einen anderen berührungsfrei oder berührungsgebunden arbeiten- den Sensor handeln.

Die Arretierung besitzt in einer weiteren Ausführungsform ein geschlossenes Arretiergehäuse, so dass zum einen keine einzelnen Bauteile verloren oder dejustiert werden können. Dies vereinfacht die Handhabung, den Transport und die Montage. Zum anderen ist die Schaltarretierung dadurch gut gegen das Eindringen von Verunreinigungen geschützt. In einer besonders robusten und einfach herzustellenden Ausführung ist das Arretiergehäuse durch eine einfache kreiszylindrische Blechhülse gebildet, in der ein Träger oder ein Arretierbolzen mit einem Träger gleitgelagert ist.

Jeder der Wähl- oder Schaltstellungen des Getriebestellelements ist somit ein bestimmter Längshub des Rastelements zugeordnet. Das dem Hub entsprechende Signal wird mit der Sensorik und Auswerteelektronik in eine Information über die Stellung des Getriebestellelements umgewandelt. Das Signal wird bei- spielsweise an die Bordelektronik zur Regelung von Betriebs- und Fahrzuständen weitergeleitet

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren, um bei Sensoren, die Getriebestellpositionen erfassen sollen, die durch Temperaturänderungen bewirkte relative Positionsänderungen des Getriebestellelements von dem Sensor zu kompensieren. Dazu wird der Signalgeber in einer Referenzstellung bei einer Referenztemperatur kalibriert. Bei Temperaturänderungen erfolgt eine Längenänderung des Signalgebers selbst oder eines den Signalgeber beaufschlagenden Bau- teils derart, dass die Positionsänderung zumindest so teilkompensiert wird, dass die Messgenauigkeit erheblich gesteigert ist. Dieses Verfahren ermöglicht den Verzicht einer Nachbearbeitung des Sensorsignals. Die Erfindung ermöglicht es, bei einer Sensorschalteinheit auf einen Temperatursensor zu verzichten, mit dessen Hilfe die Sensorsignale zur sicheren Gangerkennung modifiziert werden müssen, um eine sichere Erkennung zu gewährleisten. Ebenso ist der Aufwand für die hitzegeeignete Elektronik erheblich reduziert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Figur näher erläutert. Diese zeigt eine erfindungsgemäße Sensorschalteinheit.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

In Figur 1 ist eine Sensorschalteinheit 1 im Vollschnitt abgebildet. Die Sensorschalteinheit 1 weist eine Arretierung 25 mit einem Arretiergehäuse 8 und ein Sensorgehäuse 19 mit einem Sensor 17 auf. Die Arretierung 25 weist einen Arretierbolzen 2 aus Metall mit einer Kalotte 4 und einen als Koppelstück schaftartig ausgebildeten Träger 3 auf. Endseitig in Richtung auf ein Getriebestellelement 26 weisend ist am Arretierbolzen 2 ein Tastelement 5 angeordnet. Das Tastelement 5 ist als Rastelement gegen eine Ablaufbahn 18 vorspannbar und hat die Form einer Rastkugel 15. Die Rastkugel 15 ist mittels Wälzkugeln 6 in der Kalotte 4 wälzgelagert. Das Sensorgehäuse 19 ist mit dem Arretiergehäuse 8 verpresst. Eine separate Dichtung zwischen beiden Bauteilen ist daher nicht erforderlich. Der Arretierbolzen 2 ist mittels eines Wälzlagers 7 in einem Arretiergehäuse 8 aus Metall hubbeweglich gelagert und geführt. Der Arretierbolzen 2 ist mit einer sacklochartigen Bohrung 9 versehen, die kreisförmig im Querschnitt ist, wobei in der Bohrung 9 eine Feder 10 in Form einer Schraubenfeder aufgenommen ist. Durch die Bohrung 9 im Arretierbolzen 2 wird eine Verkürzung der Sensorschalteinheit 1 und somit eine Raum sparende Anordnung erreicht. Die Feder 10 ist vorgespannt und stützt sich am Träger 3 in der Nähe des Bohrungsbodens 39 des Arretierbolzens 2 und am Boden 22 des Arretiergehäuses 8 ab.

Der Träger 3 ist innerhalb der Feder 10 geführt, wobei die Feder 10 sich einerseits in der Bohrung 9 des Arretierbolzens 2 und andererseits an dem Boden 22 des Arretiergehäuses 8 abstützt. Der Boden 22 des Arretiergehäuses 8 weist eine kreisförmige Ausnehmung 23 auf, durch die der Träger 3 in eine Aufnahme 24 im topfförmigen Sensorgehäuse 19 ragt. An seinem zum Sensorgehäuse 19 gerichteten Ende ist der Träger 3 verjüngt und nimmt einen ringförmigen Permanentmagneten als Signalgeber 16 auf.

Das Arretiergehäuse 8 ist in drei Abschnitte 11 , 12, 13 unterteilt, wobei der ers- te und der dritte Abschnitt 13, 1 1 zylindrisch ausgebildet sind. Der zweite Abschnitt 12 ist als Dopplung 14 ausgebildet.

Die Sensorik wird zumindest aus einem Signalgeber 16 als erstem Sensorike- lement 27 und einem als Sensor 17 bezeichneten Signalempfänger als zwei- tem Sensorikelement 28 gebildet. Optional weist sie eine nicht weiter dargestellte Auswerteeinheit auf, die das vom Sensor generierte Signal nachbearbeitet. Die Sensorik weist eine ebenfalls nicht dargestellte Schnittstelle zum Fahrzeug beispielsweise in Form eines Steckkontakts mit einem Druckstift auf. Die Sensorik ist als berührungslose Sensorik ausgeführt. Der Sensor 17 ist ein HaII- Sensor, und der Signalgeber 16 ist ein Permanentmagnet. Sowohl das aus Kunststoff oder Metall hergestellte Sensorgehäuse 19 als auch die Arretierung 25 sind separat voneinander herstellbar und transportierbar, ohne dass funktionswesentliche Bauteile verschmutzen können. Der Sensor 17 ist an einer Topfwand 21 des topfförmigen Sensorgehäuses 19 angeordnet und liegt damit seitlich versetzt zum Träger 3.

Dargestellt ist der Träger 3 in der Referenzposition, in der der Abstand zwischen dem Sensor 17 und dem Signalgeber 16 minimal ist (Referenzabstand R). Erwärmt sich nun die Sensorschalteinheit 1 , werden sich das Sensorgehäuse 19 und das Getriebegehäuse 14 ausdehnen. Unter der Annahme, dass der Spalt 20 zwischen dem Sensorgehäuse 19 und dem Getriebegehäuse 14 vernachlässigbar klein ist und die beiden Gehäuse 14, 19 aus dem gleichen Mate- rial bestehen und die Größenverhältnisse wie in der Figur vorliegen, ergibt sich für die relative Verschiebung zwischen dem Sensor 17 und der Rastkugel 5 ein Wert in Höhe der dreifachen Materiallängung der Topfwand 21. Diese Material- längung wird kompensiert durch die Materiallängung des Trägers 3, der aus einem Material mit dem höchsten thermischen Ausdehnungskoeffizienten ge- bildet ist. Infolgedessen ändert sich die relative Position des Signalgebers 16 zum Sensor 17 unter Temperaturänderung nicht.

Bezugszeichenliste

1 Sensorschalteinheit

2 Arretierbolzen

3 Träger

4 Kalotte

5 Tastelement

6 Wälzkugeln

7 Wälzlager

8 Arretiergehäuse

9 Bohrung

10 Feder

11 erster Abschnitt

12 zweiter Abschnitt

13 dritter Abschnitt

14 Getriebebauteil

15 Rastkugel

16 Signalgeber

17 Sensor

18 Ablaufbahn

19 Sensorgehäuse

20 Spalt

21 Topfwand

22 Boden

23 Ausnehmung

24 Aufnahme

25 Arretierung

26 Getriebestellelement

27 erstes Sensorikelement

28 zweites Sensorikeiement

R Referenzabstand