Borsch, Stefan (Schulstrasse 3, Winningen, 56333, DE)
| 1. | Sensoranordnung (10) für einen Unterdruckbremskraftver stärker, der ein Bremskraftverstärkergehäuse mit zumindest einer Unterdruckkammer (54) und einer davon durch eine bewegli che Wand (20) getrennten Arbeitskammer (24), die wahlweise mit Unterdruck oder wenigstens Atmosphärendruck verbindbar ist, sowie eine im Bremskraftverstärkergehäuse angeordnete Bohrung (18) aufweist, wobei die Sensoranordnung (10) aufweist : eine erste Trennwand (38), die im montierten Zustand der Sensoranordnung (10) das Bremskraftverstärkergehäuse gegen die Umgebungsatmosphäre abdichtet, ein Gehäuse (12) mit einem in das Bremskraftverstärkerge häuse hineinragenden ersten Gehäuseabschnitt (13), der von einer zweiten Trennwand (40) in eine erste Kammer (44) und eine zweite Kammer (46) unterteilt wird, wobei sich der erste Gehäu seabschnitt (13) im montierten Zustand der Sensoranordnung (10) so weit in das Bremskraftverstärkergehäuse erstreckt, daß die erste Kammer (44) über eine erste Druckeinlaßöffnung (52) unmittelbar mit der Unterdruckkammer (54) des Bremskraftver stärkers und die zweite Kammer (46) über eine zweite Druckein laßöffnung (56) unmittelbar mit der Arbeitskammer (26) des Bremskraftverstärkers in Verbindung steht, und mindestens einen in dem ersten Gehäuseabschnitt (13) angeordneten Drucksensor (48,50,70). |
| 2. | Sensoranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder der beiden Kammern (44, 46) des ersten Gehäuseabschnitts (13) ein Drucksensor (48,50) angeordnet ist. |
| 3. | Sensoranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucksensoren (48,50) Absolut drucksensoren sind. |
| 4. | Sensoranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Trennwand (38) und die zweite Trennwand (40) Teil eines in dem ersten Gehäuseabschnitt (13) angeordneten, einstückig ausgebildeten Gehäuseeinsatzes (36) sind. |
| 5. | Sensoranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gehäuseabschnitt (13) hohlzylindrisch ausgebildet ist. |
| 6. | Sensoranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Trennwand (38) und die zweite Trennwand (40) einen Durchmesser aufweisen, der kleiner ist als der Innendurchmesser des ersten Gehäuseabschnitts (13), und daß zwischen jeder Trennwand (38,40) und einer Innenwand (42) des ersten Gehäuseabschnitts (13) ein Dichtelement (47a, 47b), insbesondere ein 0Ring, angeordnet ist. |
| 7. | Sensoranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur in einer der beiden Kammern (44,46) des ersten Gehäuseabschnitts (13) ein als Differenz drucksensor ausgebildeter Drucksensor (70) angeordnet ist, der über eine dritte Druckeinlaßöffnung (76) mit der ersten Kammer (44) des ersten Gehäuseabschnitts (13) und über eine vierte Druckeinlaßöffnung (78) mit der zweiten Kammer (46) des ersten Gehäuseabschnitts (13) verbunden ist. |
| 8. | Sensoranordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Trennwand (40) von einem äußeren Abschnitt (74b) des Differenzdrucksensors (70) gebildet wird, der abdichtend mit einer Innenwand (42) des ersten Gehäu seabschnitts (13) verbunden ist. |
| 9. | Sensoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Trennwand (38) abdichtend mit einer Innenwand (66) eines außerhalb des Bremskraftverstär kergehäuses angeordneten zweiten Gehäuseabschnitts (14) verbun den ist. |
| 10. | Sensoranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Anschluß des zumin dest einen Drucksensors (48,50,70) durch zumindest eine abgedichtet durch die erste Trennwand (38) oder die Trennwände (38,40) geführte Verbindungsleitung (78) erfolgt. |
| 11. | Sensoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Trägerelement (58, 60) für den zumindest einen Drucksensor (48,50,70) aus elekt risch leitendem Material besteht und abgedichtet durch die erste Trennwand (38) oder die Trennwände (38,40) geführt ist. |
| 12. | Sensoranordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Verbindungslei tung (78) zu einem Anschlußstecker (62) geführt ist, der außer halb des Bremskraftverstärkergehäuses angeordnet ist. |
| 13. | Sensoranordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine Trägerelement (58,60) zu einem Anschlußstecker (62) geführt ist, der außer halb des Bremskraftverstärkergehäuses angeordnet ist. |
| 14. | Sensoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,5,7 oder 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Trennwand (38) Teil eines Gehäuses eines elektronischen Steuergerätes ist, in dem eine Elektronikplatine angeordnet ist, die mit dem zumindest einen Drucksensor (48,50,70) elektrisch leitend verbunden ist. |
| 15. | Unterdruckbremskraftverstärker mit einem Bremskraftver stärkergehäuse, in dem zumindest eine Unterdruckkammer (54) und eine davon durch eine bewegliche Wand (20) getrennte Arbeits kammer (26), die wahlweise mit Unterdruck oder wenigstens Atmosphärendruck verbindbar ist, angeordnet ist, gekennzeichnet durch eine Sensoranordnung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14. |
Informationen über die in einem Unterdruck-Bremskraftverstärker vorherrschenden Druckverhältnisse können auf verschiedene Art und Weise genutzt werden. Beispielsweise ermöglicht die Erfas- sung der Druckzustände im Bremskraftverstärker die Detektierung des Aussteuerzustandes des Bremskraftverstärkers, d. h. des Zustandes, ab dem der Bremskraftverstärker nicht mehr in der Lage ist, eine weitere Druckerhöhung zu unterstützen. Darüber hinaus kann die Sensierung der Höhe des Unterdrucks in einer Unterdruckkammer des Bremskraftverstärkers beispielsweise zur Steuerung einer den Unterdruck erzeugenden Vakuumpumpe dienen.
Besonders vorteilhaft ist die Erfassung der Druckzustände bei einem mit einer elektromagnetischen Betätigungseinheit ausges- tatteten Bremskraftverstärker. Eine solche elektromagnetische Betätigungseinheit ermöglicht es, zusätzlich oder alternativ zur fußkraftproportionalen Betätigung durch den Fahrer, durch Ansteuern des Bremskraftverstärkers die Fahrzeugbremsanlage zu betätigen. Beispielsweise bietet die erwähnte elektromagneti- sche Betätigungseinheit in einer kritischen Fahrsituation, z. B. bei einer Notbremsung die Möglichkeit, den Bremskraftverstärker unabhängig von der Fußbetätigungskraft des Fahrers voll auszu- steuern und so die maximal mögliche Bremskraftunterstützung zur Verfügung zu stellen (sogenannte Bremsassistentfunktion). Die Druckaufbaugeschwindigkeit in der Arbeitskammer eines Brems- kraftverstärkers kann dazu herangezogen werden, zu erkennen, wann eine Bremsung eine Notbremsung ist. Auch bei der Durchfüh- rung vollständig automatisch ablaufender Bremsungen, beispiels-
weise im Zusammenwirken mit einem Abstandsregelungssystem, ist die Kenntnis der im Bremskraftverstärker vorherrschenden Druck- verhältnisse von Interesse.
Zur Messung des Druckes in einem Unterdruck-Bremskraftver- stärker werden üblicherweise Drucksensoren eingesetzt, deren Signale von einem in der Regel elektronischen Steuergerät verarbeitet werden, um die elektromagnetische Betätigungsein- heit in gewünschter Weise zu steuern.
Bei einem aus der DE 44 36 297 AI bekannten Unterdruck- Bremskraftverstärker ist ein Drucksensor zur Erfassung des in einer Arbeitskammer vorherrschenden Druckes starr mit einer zwischen einer Unterdruckkammer und einer Arbeitskammer ange- ordneten beweglichen Wand verbunden. Eine Messung des in der Unterdruckkammer vorliegenden Druckes erfolgt durch einen zweiten Drucksensor, der entweder außerhalb eines Bremskraft- verstärkergehäuses oder innerhalb der Unterdruckkammer angeord- net ist.
Aus der US 4 633 757 ist ein Unterdruck-Bremskraftverstärker mit einem in einer Arbeitskammer und einem in einer Unterdruck- kammer angeordneten Drucksensor bekannt, wobei die Drucksenso- ren jeweils an einer Innenwand des Bremskraftverstärkergehäuses befestigt sind. Diese bekannten Anordnungen haben den Nachteil, daß die Montage und Überprüfung sowie ein ggf. erforderlicher Austausch des Drucksensors große Schwierigkeiten bereitet und mit erheblichem Aufwand verbunden sind.
In der DE 197 29 158 cl ist ein Unterdruck-Bremskraftverstärker mit einem Drucksensor beschrieben, der in einem Gehäuse ange- ordnet ist, das von außen an ein Bremskraftverstärkergehäuse angeflanscht ist. Der Drucksensor ist durch Luftführungskanäle, die sich von dem Gehäuse der Sensoranordnung in das Bremskraft- verstärkergehäuse erstrecken, mit mindestens einer Arbeitskam- mer und mindestens einer Unterdruckkammer verbunden. Durch die
Anordnung des Drucksensors außerhalb des Bremskraftverstärker- gehäuses entsteht jedoch ein erhöhter Raumbedarf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sensoranordnung zur Erfassung der in einem Unterdruck-Bremskraftverstärker vorherrschenden Druckverhältnisse bereitzustellen, deren kon- struktiver Aufbau möglichst einfach und platzsparend, gleich- zeitig jedoch montage-und wartungsfreundlich ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß mit einer Sensoranordnung gelöst, die die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist.
Die erfindungsgemäße Sensoranordnung zeichnet sich dadurch aus, daß zumindest ein Drucksensor platzsparend in einem ersten Gehäuseabschnitt angeordnet ist, der im montierten Zustand der Sensoranordnung durch eine in einem Bremskraftverstärkergehäuse ausgebildete Bohrung in das Innere des Bremskraftverstärkerge- häuses hineinragt. Eine erste Trennwand dichtet das Bremskraft- verstärkergehäuse im montierten Zustand der Sensoranordnung gegen die Umgebungsatmosphäre ab. Der erste Gehäuseabschnitt ist mittels einer zweiten Trennwand in eine erste Kammer und eine zweite Kammer unterteilt und erstreckt sich soweit in das Bremskraftverstärkergehäuse hinein, daß die erste Kammer über eine erste Druckeinlaßöffnung unmittelbar mit der Unterdruck- kammer des Bremskraftverstärkers und die zweite Kammer über eine zweite Druckeinlaßöffnung unmittelbar mit der Arbeitskam- mer des Bremskraftverstärkers in Verbindung steht. Das Anbrin- gen spezieller Halterungen für den zumindest einen Drucksensor oder eine besondere Ausgestaltung des Bremskraftverstärkerge- häuses ist nicht erforderlich, so daß eine rationelle Serien- fertigung von unterschiedlichen Bremskraftverstärkern mit dem gleichen Gehäusetyp möglich ist. Änderungen an der Verstärker- geometrie sind ebenfalls nicht erforderlich. Weiterhin weist die erfindungsgemäße Lösung den Vorteil auf, daß der zumindest eine Drucksensor im Inneren des Bremskraftverstärkergehäuses angeordnet ist und über die Druckeinlaßöffnungen direkt mit der Arbeitskammer und der Unterdruckkammer des Bremskraftverstär-
kers verbunden ist, woraus eine erhöhte Meßgenauigkeit sowie eine geringere Fehleranfälligkeit resultiert.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sensoranordnung ist in jeder der beiden Kammern des ersten Gehäuseabschnitts ein Drucksensor angeordnet, von denen einer den Druck in der Unterdruckkammer und'der andere den Druck in der Arbeitskammer erfaßt.
Vorzugsweise sind die Drucksensoren Absolutdrucksensoren, die den absoluten in der Unterdruckkammer und Arbeitskammer herr- schenden Druck sensieren.
Gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sensoranord- nung sind die erste Trennwand und die zweite Trennwand Teil eines in dem ersten Gehäuseabschnitt angeordneten, einstückig ausgebildeten Gehäuseeinsatzes. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht eine wirtschaftliche Herstellung der Sensoranord- nung, da der Gehäuseeinsatz kostengünstig, z. B. als Kunststoffspritzgußteil, hergestellt werden kann.
Vorzugsweise ist der erste Gehäuseabschnitt hohlzylindrisch ausgebildet. Die erste Trennwand und die zweite Trennwand haben vorteilhafterweise einen Durchmesser, der kleiner ist als der Innendurchmesser des ersten Gehäuseabschnitts, und zwischen jeder Trennwand und einer Innenwand des ersten Gehäuseab- schnitts ist ein Dichtelement, insbesondere ein 0-Ring, ange- ordnet. Die Abdichtung des ersten Gehäuseabschnitts gegen die Umgebungsatmosphäre sowie die dichtende Trennung der beiden Kammern erfolgt so auf eine kostengünstige Art und Weise, da handelsübliche O-Ringe verwendet werden können.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sensoranordnung ist nur in einer der beiden Kammern des ersten Gehäuseabschnitts ein als Differenzdrucksensor ausgebildeter Drucksensor angeordnet. Dieser Differenzdrucksensor, der der einzige Drucksensor dieser Ausführungsform ist, ist über eine
dritte Druckeinlaßöffnung mit der ersten Kammer und über eine vierte Druckeinlaßöffnung mit der zweiten Kammer des ersten Gehäuseabschnitts verbunden. Eine derart ausgestaltete Sensor- anordnung ist, angeschlossen an ein Steuergerät, dazu in der Lage, mittels des Differenzdrucksensors, die jeweils an der beweglichen Wand des Bremskraftverstärkers wirkende Druckdiffe- renz festzustellen und daraus die aktuell wirkende Bremskraft- verstärkung zu bestimmen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sensoranordnung wird die zweite Trennwand von einem äußeren Abschnitt des Differenzdrucksensors gebildet, der abdichtend mit einer Innenwand des ersten Gehäuseabschnitts verbunden ist.
Eine derartige Ausgestaltung ist besonders einfach und kosten- günstig, da die zweite Trennwand nicht als separates Bauteil ausgeführt werden muß.
Vorzugsweise ist die erste Trennwand abdichtend mit einer Innenwand eines außerhalb des Bremskraftverstärkergehäuses angeordneten zweiten Gehäuseabschnitts verbunden. Diese Anord- nung erlaubt es, die Sensoranordnung in dem Gehäuse vorzumon- tieren und anschließend in einem Arbeitsgang in die am Bremskraftverstärker ausgebildete Bohrung einzupassen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sensoranordnung erfolgt der elektrische Anschluß des zumindest einen Drucksensor durch zumindest eine abgedichtet durch die erste Trennwand oder die Trennwände geführte Verbindungslei- tung. Diese zumindest eine Verbindungsleitung kann außerhalb des Bremskraftverstärkergehäuses zu einem beliebigen Anschluß- punkt, beispielsweise zu einem elektronischen Steuergerät, geführt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sensoranordnung besteht zumindest ein Trägerelement für den zumindest einen Drucksensor aus elektrisch leitendem Material und ist abgedichtet durch die erste Trennwand oder die Trenn-
wände geführt. Bei dieser Anordnung kann auf die zuvor erwähnte elektrisch Verbindungsleitung verzichtet werden.
Vorzugsweise ist die zumindest eine Verbindungsleitung zu einem Anschlußstecker geführt, der außerhalb des Bremskraftverstär- kergehäuses angeordnet ist. Der außerhalb des Bremskraftver- stärkergehäuses angeordnete Anschlußstecker kann auch unmittelbar mit dem aus elektrisch leitendem Material bestehen- den Trägerelement verbunden sein. Durch eine solche Ausgestal- tung kann der Drucksensor im Bremskraftverstärkergehäuse vormontiert werden, während seine elektrische Verbindung, beispielsweise mit einem elektronischen Steuergerät, beim Einbau des Bremskraftverstärkers durch einfaches Anschließen des Anschlußsteckers hergestellt werden kann.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sensoranordnung ist die erste Trennwand Teil eines Gehäuses eines elektronischen Steuergerätes, in dem eine Elektronikpla- tine angeordnet ist, die mit dem zumindest einen Drucksensor elektrisch leitend verbunden ist. Die elektrische Verbindung der Elektronikplatine mit dem zumindest einen Drucksensor kann entweder über die zumindest eine Verbindungsleitung oder das zumindest eine, aus elektrisch leitendem Material bestehende Trägerelement erfolgen. Diese Ausführungsformen der vorliegen- den Erfindung zeichnen sich dadurch aus, daß der zumindest eine Drucksensor mit dem elektronischen Steuergerät zu einer Bau- gruppe vormontiert werden kann. Die direkte Anflanschung des Steuergeräts am Bremskraftverstärkergehäuse ist montagefreund- lich und platzsparend. Darüber hinaus ermöglicht sie kurze und damit störunanfälligere Verbindungswege der elektrischen Lei- tungen.
Ein mit der erfindungsgemäßen Sensoranordnung ausgestatteter Bremskraftverstärker ist wirtschaftlich herstellbar, da die Sensoranordnung ohne besondere Änderungen des Bremskraftver- stärkergehäuses oder der Bremskraftverstärkergeometrie auf montagefreundliche Weise im Inneren des Bremskraftverstärkerge-
häuses plaziert werden kann. Die Anordnung des zumindest einen Drucksensors im Inneren Bremskraftverstärkergehäuses ist nicht nur besonders platzsparend, sondern ermöglicht auch eine beson- ders zuverlässige Erfassung der im Bremskraftverstärker vor- herrschenden Druckverhältnisse.
Mehrere Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Sensoran- ordnung werden im folgenden anhand der beigefügten schemati- schen Figuren näher erläutert. Es zeigt : Fig. 1 eine geschnitten wiedergegebene Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Sen- soranordnung im montierten Zustand, Fig. 2 eine geschnitten wiedergegebene Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Sensoranordnung im montierten Zustand.
Die in Figur 1 dargestellte Sensoranordnung 10 weist ein einstückiges Gehäuse 12 mit einem hohlzylindrischen ersten Gehäuseabschnitt 13 und einem sich daran anschließenden zweiten Gehäuseabschnitt 14 auf. Im montierten Zustand der Sensoranord- nung 10 ist der zweite Gehäuseabschnitt 14 außerhalb eines hier nicht vollständig dargestellten Bremskraftverstärkergehäuses angeordnet, während der erste Gehäuseabschnitt 13 durch eine erste, in einer Gehäusewand 16 eines Unterdruck- Bremskraftverstärkers ausgebildete Bohrung 18, eine zweite, in einer beweglichen Wand 20 ausgebildete Bohrung 22 und eine dritte, in einer Begrenzungswand 24 einer Arbeitskammer 26 ausgebildete Bohrung 28 in das Innere des Bremskraftverstärker- gehäuses ragt. Zur druckdichten Abdichtung sind im Bereich der Bohrungen 18,22,28 jeweils Dichtelemente 30,32,34 einge- setzt, durch die der erste Gehäuseabschnitt 13 geführt ist.
Im Inneren des ersten Gehäuseabschnittes 13 ist ein Gehäuseein- satz 36 angeordnet, der als einstückiges Bauteil mit einer ersten Trennwand 38 und einer zweiten Trennwand 40 ausgeführt
ist, beispielsweise als Kunststoffspritzgußteil. Zur Abdichtung gegen die Umgebungsatmosphäre ist die erste Trennwand 38 im Bereich der ersten Bohrung 18 dichtend mit einer Innenwand 42 des ersten Gehäuseabschnitts 13 verbunden. Die weitere Trenn- wand 40 ist ebenfalls dichtend mit der Innenwand 42 des ersten Gehäuseabschnitts 13 verbunden und unterteilt den ersten Gehäu- seabschnitt 13 in eine erste Kammer 44 und eine zweite Kammer 46. Die erste Trennwand 38 und die zweite Trennwand 40 weisen einen Durchmesser auf, der kleiner ist als der Innendurchmesser des hohlzylindrischen ersten Gehäuseabschnitts 13, so daß für die dichtende Verbindung zwischen jeder Trennwand 38,40 und der Innenwand 42 des ersten Gehäuseabschnitts 13 Dichtelemente 47a, 47b angeordnet sind. Die Maße der Trennwände 38,40 und des ersten Gehäuseabschnitts 13 sind so gewählt, daß als Dicht- elemente 47a, 47b handelsübliche O-Ringe verwendet werden können.
In jeder der beiden Kammern 44,46 ist ein als Absolutdrucksen- sor ausgeführter Drucksensor 48,50 angeordnet. Die erste Kammer 44 steht über eine erste Druckeinlaßöffnung 52 mit einer Unterdruckkammer 54 des Unterdruck-Bremskraftverstärkers in Verbindung, so daß der in der ersten Kammer 44 plazierte Druck- sensor 48 den in der Unterdruckkammer 54 vorherrschenden Druck erfaßt. Die zweite Kammer 46 steht über eine zweite Druckeinla- ßöffnung 56 mit der Arbeitskammer 26 des Unterdruck- Bremskraftverstärkers in Verbindung, so daß der in der zweiten Kammer 46 plazierte Drucksensor 50 den in der Arbeitskammer 26 vorherrschenden Druck erfaßt.
Der in der ersten Kammer 44 plazierte Drucksensor 48 ist auf einem Trägerelement 58 angeordnet, das aus einem elektrisch leitendem Material besteht und abgedichtet durch die erste Trennwand 38 hindurch in den zweiten Abschnitt 14 des Gehäuses 12 geführt ist. Der in der zweiten Kammer 46 plazierte Druck- sensor 50 ist auf einem Trägerelement 60 angeordnet, das eben- falls aus einem elektrisch leitendem Material besteht. Das Trägerelement 60 ist abgedichtet durch die zweite Trennwand 40
und die erste Trennwand 38 hindurch in den zweiten Abschnitt 14 des Gehäuses 12 geführt. Im zweiten Abschnitt 14 des Gehäuses 12 sind die Trägerelemente 58,60 mit einem elektrischen Anschlußstecker 62 verbunden.
Die Drucksensoren 48,50 weisen auf zwei gegenüberliegenden Seiten elektrische Anschlüsse 64 auf. Die elektrischen An- schlüsse 64 der Drucksensoren 48, 50 sind mit dem jeweiligen Trägerelement 58,60 verlötet oder verschweißt, so daß die Drucksensoren 48,50 auf dem jeweiligen Trägerelement 58,60 mechanisch verankert sind.
In der Figur 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfin- dungsgemäßen Sensoranordnung 10 im montierten Zustand wiederge- geben. Zur Abdichtung gegen die Umgebungsatmosphäre ist die erste Trennwand 38 dichtend mit einer Innenwand 66 des zweiten Gehäuseabschnitts 14 verbunden. Die erste Trennwand 38 weist einen Durchmesser auf, der kleiner ist als der Innendurchmesser des hohlzylindrisch ausgebildeten zweiten Gehäuseabschnitts 14, weshalb zur Abdichtung zwischen der Trennwand 38 und der Innen- wand 66 des zweiten Gehäuseabschnitts 14 das Dichtelement 47a angeordnet ist.
In der ersten Kammer 44 ist ein als Differenzdrucksensor ausge- bildeter Drucksensor 70 angeordnet. Der Drucksensor 70 weist einen zylindrischen mittleren Abschnitt 72 auf, an dessen beiden Stirnseiten sich jeweils äußere Abschnitte 74a, 74b anschließen. Der Durchmesser der äußeren Abschnitte 74a, 74b ist in einem zum mittleren Abschnitt 72 benachbarten Bereich größer als der Durchmesser des mittleren Abschnitts 72. Der in das Innere des Bremskraftverstärkergehäuses gerichtete äußere Abschnitt 74b des Drucksensors 70 bildet im Zusammenwirken mit dem Dichtelement 47b die zweite Trennwand 40. Das Dichtelement 47b ist in einem dem äußeren Abschnitt 74b benachbarten Bereich des mittleren Abschnitts 72 des Drucksensors 70 zwischen letz- teren und der Innenwand 42 des ersten Gehäuseabschnitts 13 angeordnet, so daß der erweiterte Durchmesser des äußeren
Abschnitts 74b im Zusammenwirken mit dem Dichtelement 47b die axiale Verschiebbarkeit des Drucksensors 70 entlang einer Längsachse L begrenzt.
Eine am Drucksensor 70 ausgebildete dritte Druckeinlaßöffnung 76 verbindet den Drucksensor 70 mit der ersten Kammer 44, in der ein Druck vorherrscht, der dem Druck in der Unterdruckkam- mer 54 entspricht. Eine in der Figur nicht dargestellte, auf der gegenüberliegenden Seite des Drucksensors 70 ausgebildete vierte Druckeinlaßöffnung verbindet den Drucksensor 70 mit der zweiten Kammer 46, in der ein Druck vorherrscht, der dem Druck in der Arbeitskammer 26 entspricht. Auf diese Weise kann der Differenzdrucksenor 70 die zwischen Unterdruckkammer 54 und Arbeitskammer 26 bestehende Druckdifferenz erfassen.
Der elektrische Anschluß des Drucksensors 70 erfolgt durch Verbindungsleitungen 78, die abgedichtet durch die erste Trenn- wand 38 geführt und mit dem elektrischen Anschlußstecker 62 verbunden sind.
Gemäß einem weiteren, hier nicht dargestellten Ausführungsbei- spiel ist ein elektronisches Steuergerät mittels eines Dicht- elements abdichtend unmittelbar an die Gehäusewand 16 des Bremskraftverstärkers angeflanscht. Die erste Trennwand 38, die den Innenraum des Bremskraftverstärkergehäuses von der Umge- bungsatmosphäre trennt, wird von einem Bereich eines Steuerge- rätegehäuses gebildet. Das Steuergerät beinhaltet eine Elektronikplatine, die über die Verbindungsleitungen 78 oder die elektrisch leitenden Trägerelemente 58,60 direkt mit den elektrischen Anschlüssen 64 der Absolutdrucksensoren 48,50 oder dem Differenzdrucksensor 70 elektrisch leitend verbunden ist.
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