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Patent Searching and Data


Title:
SENSOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/083933
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a sensor (10), in particular for triggering a vehicle occupant restraint system, having an inertia body (20) which has a pendulum bearing (23) which permits an oscillating movement and in the event of an acceleration can be made to move in an oscillating fashion conditioned by the inertia, and a triggering lever (40) which interacts with the inertia body and which is deflected when a predefined pendulum swing is exceeded.

Inventors:
BAUMGARTNER, Peter (Von-Gielsberg-Straße 7, Günzburg, 89312, DE)
HASSE, Hermann (Blumenstraße 25, Lonsee, 89173, DE)
LUSTIG, Oswald (Gartenweg 29, Asselfingen, 89176, DE)
Application Number:
DE2011/050054
Publication Date:
June 28, 2012
Filing Date:
December 07, 2011
Export Citation:
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Assignee:
TAKATA AG (Bahnweg 1, Aschaffenburg, 63743, DE)
BAUMGARTNER, Peter (Von-Gielsberg-Straße 7, Günzburg, 89312, DE)
HASSE, Hermann (Blumenstraße 25, Lonsee, 89173, DE)
LUSTIG, Oswald (Gartenweg 29, Asselfingen, 89176, DE)
International Classes:
G01P15/03; B60R22/36; B60R22/40
Domestic Patent References:
WO2000040441A12000-07-13
Foreign References:
US3838831A1974-10-01
EP0055389B11987-03-11
US3722824A1973-03-27
DE3611004A11987-10-08
DE102004032190A12006-02-09
Attorney, Agent or Firm:
FISCHER, Uwe (Moritzstraße 22, Berlin, 13597, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Sensor (10), insbesondere zur Auslösung eines Fahrzeugin- sassenrückhaltesystems , mit

- einem Trägheitskörper (20), der ein eine Pendelbewegung ermöglichendes Pendellager (23) aufweist und im Falle ei¬ ner Beschleunigung trägheitsbedingt in eine Pendelbewegung versetzbar ist, und

einem mit dem Trägheitskörper zusammenwirkenden Auslösehe- bei (40), der bei Überschreiten eines vorgegebenen Pendelausschlags ausgelenkt wird.

2. Sensor nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

- ein erster Abschnitt (31) eines Halteelements (30) durch das Pendellager (23) hindurchgeführt ist und den Trägheits¬ körper (20) schwenkbar hält, und

- ein zweiter Abschnitt (32) des Halteelements (30) durch ein Schwenklager (41) des Auslösehebels (40) hindurchgeführt ist und den Auslösehebel (40) schwenkbar hält.

3. Sensor nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Halteelement einen dritten Abschnitt (33) aufweist, der eine Montage der durch das Halteelement (30), den Trägheits¬ körper (20) und den Auslösehebel (40) gebildeten Pendeleinheit (50) ermöglicht, insbesondere an oder in einem Gehäuse (70) oder an einem externen Träger. 4. Sensor nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Halteelement (30) durch ein mehrfach gebogenes einteili¬ ges Stangenelement gebildet ist und der erste, zweite und dritte Abschnitt des Halteelements Abschnitte dieses eintei¬ ligen Stangenelements sind.

5. Sensor nach einem der voranstehenden Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass

- der Sensor einen Rahmen oder ein Gehäuse aufweist und

- der dritte Abschnitt (33) des Halteelements (30) in den

Rahmen oder das Gehäuse (70) des Sensors eingehängt ist und die Lage der durch das Halteelement, den Trägheitskörper und den Auslösehebel gebildeten Pendeleinheit relativ zum Rahmen oder relativ zum Gehäuse festlegt.

6. Sensor nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

- der Trägheitskörper (20) einen oberen Pendelabschnitt (22) und einen unteren Pendelabschnitt (21) aufweist, wobei der obere und der untere Pendelabschnitt voneinander durch das Pendellager (23) getrennt sind, und

- der Auslösehebel einen Auflageabschnitt (42) aufweist, der in der pendelfreien Ruheposition des Trägheitskörpers auf dem oberen Pendelabschnitt (22) aufliegt und schwerkraftbe¬ dingt einer Pendelbewegung des Trägheitskörpers entgegenwirkt . 7. Sensor nach einem der voranstehenden Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass

- der Trägheitskörper einen oberen Pendelabschnitt (22) und einen unteren Pendelabschnitt (21) aufweist, die voneinan¬ der durch das Pendellager (23) getrennt sind, und

- der Auslösehebel einen Interaktionsabschnitt (45) aufweist, der in der pendelfreien Ruheposition des Trägheitskörpers von dem oberen Pendelabschnitt (22) beabstandet ist und erst im Falle einer Pendelbewegung des Trägheitskörpers mit dem oberen Pendelabschnitt in Kontakt gebracht wird.

8. Sensor nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 und 6-7, dadurch gekennzeichnet, dass

das Pendellager (23) Bestandteil eines Kugelgelenks (110) ist .

9. Anordnung mit einem Sensor nach Anspruch 4 und einem Fahrzeug,

dadurch gekennzeichnet, dass

der dritte Abschnitt des Halteelements in einen fahrzeugsei- tigen Träger eingehängt ist.

10. Gurtaufroller mit einem Sperrmechanismus und einem Sensor (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche zur Auslösung des Sperrmechanismus, wobei der Auslösehebel (40) einen

Sperrhebel zum Sperren einer Sperrbasis (60) des Gurtaufrol¬ lers oder einen Zwischenhebel zum mittelbaren oder unmittelbaren Auslenken eines solchen Sperrhebels bildet.

Description:
Beschreibung

Sensor Die Erfindung bezieht sich auf einen Sensor, insbesondere zur Auslösung eines Fahrzeuginsassenrückhaltesystems , beispielsweise zur Auslösung eines Sperrmechanismus eines Gurtaufrol ¬ lers . Ein derartiger Sensor ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2004 032 190 AI bekannt. Dieser vorbekannte Sensor weist eine untere Rollfläche auf, die durch eine bogenförmig verlaufende Bahn definiert ist, die sich konvex zum Trägheitskörper erstreckt und absatzlos aus- geführt ist. Auf der unteren Rollfläche kann der Trägheits ¬ körper eine translatorische Rollbewegung ausführen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sensor anzugeben, bei dem eine Geräuschentwicklung vermieden, zumin- dest so gering wie möglich gehalten wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Sensor mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausge ¬ staltungen des erfindungsgemäßen Sensors sind in Unteransprü- chen angegeben.

Danach ist erfindungsgemäß ein Sensor vorgesehen mit einem Trägheitskörper, der ein eine Pendelbewegung ermöglichendes Pendellager aufweist und im Falle einer Beschleunigung träg- heitsbedingt in eine Pendelbewegung versetzbar ist, und einem mit dem Trägheitskörper zusammenwirkenden Auslösehebel, der bei Überschreiten eines vorgegebenen Pendelausschlags ausge ¬ lenkt wird. Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Sensors ist darin zu sehen, dass bei diesem störende Rollgeräusche ver ¬ mieden werden. Im Unterschied zu dem eingangs beschriebenen vorbekannten Sensor nutzt der erfindungsgemäße Sensor nämlich keine Rollbewegung, sondern eine Pendelbewegung aus. Rollgeräusche werden somit vermieden.

Als vorteilhaft wird es angesehen, wenn der Sensor ein Halte- element aufweist, wobei ein erster Abschnitt des Halteele ¬ ments durch das Pendellager des Trägheitskörpers hindurchge ¬ führt ist und den Trägheitskörper schwenkbar hält, und ein zweiter Abschnitt des Halteelements durch ein Schwenklager des Auslösehebels hindurchgeführt ist und den Auslösehebel schwenkbar hält. Bei dieser Ausgestaltung wird durch ein einziges zusätzliches Bauteil, nämlich das Haltelement, eine selbständige bzw. selbsttragende Pendeleinheit gebildet, die das Halteelement, den Trägheitskörper und den Auslösehebel umfasst .

Der erste und der zweite Abschnitt erstrecken sich vorzugs ¬ weise parallel, so dass auch die Schwenkachsen des Trägheits ¬ körpers und die des Auslösehebels vorzugsweise parallel sind. Der erste Abschnitt ist vorzugsweise so ausgebildet, dass das Ausschwenken des Trägheitskörpers in alle Richtungen möglich ist. Das Pendellager des Trägheitskörpers und/oder der an das Pendellager mittelbar oder unmittelbar angrenzende Abschnitt des Trägheitskörpers können zu diesem Zweck beispielsweise konisch zusammenlaufende Seitenwände aufweisen.

Besonders bevorzugt weist das Halteelement einen dritten Ab ¬ schnitt auf, der eine Montage der durch das Halteelement, den Trägheitskörper und den Auslösehebel gebildeten Pendeleinheit ermöglicht, insbesondere an oder in einem Gehäuse oder an ei ¬ nem externen fahrzeugseitigen Träger. Der dritte Abschnitt des Halteelements erstreckt sich vor ¬ zugsweise senkrecht zu dem ersten und/oder dem zweiten Abschnitt des Halteelements .

Mit Blick auf eine hohe Stabilität und geringe Reibung in dem Pendellager des Trägheitskörpers und in dem Schwenklager des Auslösehebels wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das Halteelement durch ein mehrfach gebogenes einteiliges Stan ¬ genelement gebildet ist und der erste, zweite und dritte Ab ¬ schnitt des Halteelements Abschnitte dieses einteiligen Stan- genelements sind. Das Stangenelement kann durch einen mehr ¬ fach gebogenen einteiligen Metalldraht, vorzugsweise aus Fe ¬ derstahl, gebildet sein. Alternativ kann das Stangenelement aus Kunststoff oder einer Metall-Kunststoff-Zusammensetzung, also zum Teil aus Kunststoff und zum Teil aus Metall, beste- hen.

Entsprechendes gilt für das Pendellager des Trägheitskörpers und das Schwenklager des Auslösehebels: Auch diese Lager be ¬ stehen vorzugsweise aus Metall, Kunststoff oder einer Metall- Kunststoff-Zusammensetzung.

Wenn der Sensor einen Rahmen oder ein Gehäuse aufweist, so wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der dritte Abschnitt des Halteelements in den Rahmen oder das Gehäuse des Sensors eingehängt ist und so die Lage der durch das Halteelement, den Trägheitskörper und den Auslösehebel gebildeten Pendeleinheit relativ zum Rahmen oder relativ zum Gehäuse festlegt. Auch wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der Trägheits ¬ körper einen oberen Pendelabschnitt und einen unteren Pendelabschnitt aufweist, wobei der obere und der untere Pendelab ¬ schnitt voneinander durch das Pendellager getrennt sind. Der untere Pendelabschnitt besteht vorzugsweise aus Metall, bei ¬ spielsweise Eisen.

Der Endabschnitt des oberen Pendelabschnitts kann beispiels ¬ weise tellerförmig oder spitzförmig sein. Im Falle einer tel- lerförmigen Ausgestaltung wird eine flache, runde oder kegelförmige Tellerform als vorteilhaft angesehen.

Die Form des Auslösehebels ist vorzugsweise an die Form des oberen Pendelabschnitts angepasst. Ist der obere Pendelab- schnitt spitzförmig, so wird ein schalenförmiger Auslösehebel als vorteilhaft angesehen, wobei die Spitze des oberen Pen ¬ delabschnitts vorzugsweise in einem Schalenabschnitt des schalenförmigen Auslösehebels geführt wird. Ist der Endabschnitt des oberen Pendelabschnitts tellerför ¬ mig, so wird ein Auslösehebel mit einem topfförmigen Ab ¬ schnitt als vorteilhaft angesehen, wobei der tellerförmige Endabschnitt des oberen Pendelabschnitts vorzugsweise in dem topfförmigen Abschnitt des Auslösehebels geführt wird.

Im Übrigen wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die Masse des oberen Pendelabschnitts kleiner als die Masse des unteren Pendelabschnitts ist. Vorzugsweise ist die Masse des unteren Pendelabschnitts mindestens zehnmal größer als die des oberen Pendelabschnitts.

Die Anordnung des Pendellagers, die Hebellängen des oberen und unteren Pendelabschnitts sowie die jeweilige Masse des oberen und unteren Pendelabschnitts bestimmen das Pendelverhalten des Trägheitskörpers und die Empfindlichkeit des Sen ¬ sors. Je nach gewünschter Empfindlichkeit des Sensors sind die genannten Parameter aneinander anzupassen.

Um bei kleinen Fahrzeugbeschleunigungen ein unnötiges Auslösen des Sensors zu vermeiden, wird es als vorteilhaft angese ¬ hen, wenn der Auslösehebel einen Auflageabschnitt aufweist, der in der pendelfreien Ruheposition des Trägheitskörpers auf dem oberen Pendelabschnitt aufliegt und schwerkraftbedingt einer Pendelbewegung des Trägheitskörpers entgegenwirkt. Bei dieser Ausgestaltung kann der Auflageabschnitt mit seiner Masse schwerkraftbedingt auf den oberen Pendelabschnitt drü ¬ cken und ein Pendeln bei nur kleinen Fahrzeugbeschleunigungen vermeiden .

Alternativ wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der Auslösehebel einen Interaktionsabschnitt aufweist, der in der pen ¬ delfreien Ruheposition des Trägheitskörpers von dem oberen Pendelabschnitt beabstandet ist und erst im Falle einer Pen ¬ delbewegung, deren Ausschlag eine vorgegebene Schwelle über ¬ schreitet, mit dem oberen Pendelabschnitt in Kontakt gebracht wird . Auch wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das Pendellager durch ein Kugelgelenk gebildet ist, da Kugelgelenke eine Aus ¬ lenkung des Trägheitskörpers bzw. ein Pendeln in alle Richtungen ermöglichen. Die Erfindung betrifft außerdem eine Anordnung mit einem Sensor, wie er oben beschrieben ist, und einem Fahrzeug, wobei das Halteelement in einen fahrzeugseitigen Träger eingehängt ist . Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf einen Gurtaufroller mit einem Sperrmechanismus, der mit einem Sensor der beschriebenen Art ausgestattet ist. Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Gurtaufrollers sei auf die oben er ¬ wähnten Vorteile des erfindungsgemäßen Sensors verwiesen. Der Gurtaufroller wird eine geringere Geräuschentwicklung aufwei ¬ sen als vorbekannte Gurtaufroller, da der darin enthaltene Sensor geräuscharm arbeitet.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie ¬ len näher erläutert; dabei zeigen beispielhaft

Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel für einen er ¬ findungsgemäßen Sensor in dessen Ruhestellung,

Figur 2 den Sensor gemäß Figur 1 mit ausgelenktem

Trägheitskörper,

Figur 3 den Sensor gemäß den Figur 1 und 2 in einer dreidimensionalen Sicht,

Figur 4 ein zweites Ausführungsbeispiel für einen er ¬ findungsgemäßen Sensor in dessen Ruhestellung,

Figur 5 ein Ausführungsbeispiel für einen erfindungs ¬ gemäßen Sensor mit einem Kugelelement,

Figur 6 den Sensor gemäß Figur 5 in einer dreidimen- sionalen Darstellung, Figur 7 weiteres Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Sensor mit Kugelgelenk,

Figuren 8-9 ein Beispiel für ein Pendellager für das ers- te Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 3 und das zweite Ausführungsbeispiel ge ¬ mäß Figur 4 näher im Detail und

Figur 10 die Möglichkeit einer "Ruhigstellung" des

Trägheitskörpers durch einen Formschluss.

In den Figuren werden der Übersicht halber für identische oder vergleichbare Komponenten stets dieselben Bezugszeichen verwendet .

In der Figur 1 erkennt man einen Sensor 10, der einen Trägheitskörper 20 umfasst. Der Trägheitskörper 20 weist einen unteren Pendelabschnitt 21 sowie einen oberen Pendelabschnitt 22 auf. Zwischen den beiden Pendelabschnitten 21 und 22 des Trägheitskörpers 20 befindet sich ein Pendellager 23.

In der Figur 1 lässt sich erkennen, dass der Endabschnitt 24 des oberen Pendelabschnitts 22 tellerförmig ausgestaltet ist und eine obere ebene bzw. plane Auflagefläche 25 bildet.

In der Figur 1 erkennt man darüber hinaus ein Halteelement 30, das durch ein mehrfach gebogenes einteiliges Stangenele ¬ ment gebildet ist. Ein erster Abschnitt 31 des Halteelements 30 ist durch das Pendellager 23 des Trägheitskörpers 20 hindurchgeführt und bildet für dieses Pendellager 23 eine erste Welle, um die der Trägheitskörper 20 schwenken kann. Ein zweiter Abschnitt 32 des Halteelements 30 ist durch ein Schwenklager eines Auslösehebels 40 hindurchgeführt und bil ¬ det dort eine zweite Welle, nämlich eine Schwenkwelle für den Auslösehebel 40. Um diese zweite Welle kann der Auslösehebel 40 schwenken. Das Schwenklager des Auslösehebels 40 ist in der Figur 1 mit dem Bezugszeichen 41 gekennzeichnet.

Durch das Halteelement 30 werden der Trägheitskörper 20 sowie der Auslösehebel 40 miteinander verbunden, so dass durch die drei Komponenten, nämlich den Trägheitskörper 20, das Halteelement 30 und den Auslösehebel 40 eine selbständige bzw. selbsttragende Pendeleinheit 50 gebildet wird.

In der Figur 1 lässt sich außerdem erkennen, dass der erste Abschnitt 31 - bzw. die erste Welle - sowie der zweite Ab ¬ schnitt 32 - bzw. die zweite Welle - des Halteelements 30 vorzugsweise parallel angeordnet sind, so dass auch die

Schwenkachse des Trägheitskörpers 20 und die des Auslösehe ¬ bels 40 parallel sind. Durch eine solche parallele Anordnung lässt sich ein besonders kompakter Aufbau der Pendeleinheit 50 erreichen.

Der erste Abschnitt 31 des Halteelements 30 ist vorzugsweise derart angeordnet, dass der Trägheitskörper 20 eine Pendelbe- wegung in Fahrzeuglängsrichtung ausführen kann. Eine Pendelbewegung in Fahrzeuglängsrichtung ist in der Figur 1 mit einem Doppelpfeil und dem Bezugszeichen P gekennzeichnet.

In der Figur 1 lässt sich darüber hinaus erkennen, dass der Auslösehebel 40 mit einem Auflageabschnitt 42 ausgestattet ist, mit dem der Auslösehebel 40 auf der oberen Auflagefläche 25 des Endabschnitts 24 des Trägheitskörpers 20 aufliegt. Das Aufliegen des Auflageabschnitts 42 ist gravitationsbedingt, da der Auslösehebel 40 wegen seiner Schwerkraft um sein

Schwenklager 41 entlang der Schwenkrichtung PI nach unten schwenken wird. In der Darstellung gemäß Figur 1 befindet sich der Trägheitskörper 20 in einer Ruheposition, er pendelt also nicht. Somit liegt der Auflageabschnitt 42 ruhig auf der oberen Auflage ¬ fläche 25 auf, so dass ein Sperrabschnitt 43 des Auslösehe ¬ bels 40 außer Eingriff mit einer Sperrbasis 60 steht. Die Sperrbasis 60 ist Bestandteil eines nicht weiter dargestell ¬ ten Sperrmechanismus eines ebenfalls nicht weiter dargestell ¬ ten Gurtaufrollers .

Aufgrund des Eigengewichts des Auslösehebels 40 und aufgrund des Aufdrückens des Auflageabschnitts 42 des Auslösehebels 40 auf die obere Auflagefläche 25 des Trägheitskörpers 20 wird erreicht, dass bei kleineren Beschleunigungsänderungen des Fahrzeugs eine Pendelbewegung des Trägheitskörpers 20 unter ¬ bunden, zumindest erschwert wird. Eine unerwünschte Geräusch- entwicklung wird somit im Falle nur kleiner Beschleunigungs ¬ änderungen des Fahrzeugs verhindert. Kommt es hingegen zu ei ¬ ner starken Änderung der Beschleunigung bzw. zu einer ruckartigen Bewegung des Fahrzeugs, so wird der Auslösehebel 40 ein Pendeln des Trägheitskörpers 20 nicht mehr verhindern können, so dass es zu einem Auslenken des Auslösehebels 40 und zu ei ¬ nem Eingreifen des Sperrabschnitts 43 in die Sperrbasis 60 kommen wird.

Zusätzlich kann auch eine Ruhigstellung des Trägheitskörpers 20 durch Formschluss erfolgen, wie dies beispielhaft in der Figur 10 gezeigt ist. Man erkennt in der Figur 10 eine Vertiefung 200 im Trägheitskörper 20, in die der Auflageab- schnitt 42 des Auslösehebels 40 formschlüssig eingreifen kann .

In der Figur 1 lässt sich darüber hinaus ein dritter Ab- schnitt 33 des Halteelements 30 erkennen. Dieser dritte Ab ¬ schnitt 33 des Halteelements 30 dient dazu, das Halteelement 30 und damit die gesamte Pendeleinheit 50 an einem Träger oder einem Gehäuse zu befestigen. Eine solche Befestigung wird im Zusammenhang mit den Figuren 2 und 3 näher erläutert.

In der Figur 2 erkennt man die Pendeleinheit 50 gemäß der Fi ¬ gur 1, nachdem der dritte Abschnitt 33 (vgl. Fig. 1) in ein längliches Halteloch eines Gehäuses 70 des Sensors 10 einge ¬ schoben worden ist. Durch den dritten Abschnitt des Halteele- ments 30 wird somit die Pendeleinheit 50 in dem Gehäuse 70 eingehängt, und es wird die Lage der Pendeleinheit 50 relativ zu dem Gehäuse 70 definiert.

Vorzugsweise ist der dritte Abschnitt des Halteelements 30 senkrecht zu dem ersten Abschnitt 31 und senkrecht zu dem zweiten Abschnitt 32 des Halteelements 30 ausgerichtet, um einen möglichst kompakten Aufbau des Sensors 10 zu erreichen.

In der Figur 2 erkennt man darüber hinaus, dass sich der Trägheitskörper 20 in einer Pendelbewegung befindet und die obere Auflagefläche 25 des Endabschnitts 24 des Trägheitskör ¬ pers 20 den Auflageabschnitt 42 des Auslösehebels 40 angeho ¬ ben hat, wodurch der Auslösehebel 40 um sein Schwenklager 41 herumgeschwenkt worden ist. Durch das Verschwenken des Auslö- sehebels 40 entlang der Pfeilrichtung P2 nach oben gelangt der Sperrabschnitt 43 in Eingriff mit der Sperrbasis 60, so dass die Sperrbasis 60 gesperrt, ein Rotieren der Sperrbasis verhindert und damit beispielsweise ein Gurtbandauszug eines Sicherheitsgurts unterbunden wird.

Die Figur 3 zeigt den Sensor 10 gemäß den Figuren 1 und 2 nochmals in einer dreidimensionalen Sicht. Man erkennt, dass die obere Auflagefläche 25 des Trägheitskörpers 20 den Aufla ¬ geabschnitt 42 des Auslösehebels 40 nach oben geschwenkt hat, so dass der Sperrabschnitt 43 in Eingriff mit der Sperrbasis 60 gelangen kann.

In der Figur 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Sensor 10 gezeigt. Man erkennt einen Trägheitskörper 20, ein Halteelement 30 sowie einen Auslösehebel 40, die gemeinsam eine Pendeleinheit 50 bilden. Bei dem Ausführungsbeispiel ge- mäß Figur 4 weist der Auslösehebel 40 keinen Auflageabschnitt auf, der im Ruhezustand auf der oberen Auflagefläche 25 des Trägheitskörpers 20 aufliegen würde. Stattdessen ist ein Interaktionsabschnitt 45 vorgesehen, der nur im Falle einer Pendelbewegung des Trägheitskörpers 20 mit der oberen Aufla- gefläche 25 in Kontakt trifft. Um eine räumliche Trennung und einen Abstand "a" zwischen dem Auslösehebel 40 bzw. zwischen dem Interaktionsabschnitt 45 und der oberen Auflagefläche 25 zu erreichen, ist bei dem Sensor 10 ein Anschlag 90 vorgesehen, auf dem der Sperrabschnitt 43 des Auslösehebels 40 im Ruhezustand aufliegt. Im Ruhezustand, wenn also keine Pendel ¬ bewegung des Trägheitskörpers 20 stattfindet, sind der Auslö ¬ sehebel 40 und der Trägheitskörper 20 somit voneinander getrennt, so dass weder Reibung zwischen Auslösehebel 40 und Trägheitskörper 20 noch eine Geräuschentwicklung auftreten.

Kommt es nun aufgrund einer abrupten Änderung der Fahrzeugbeschleunigung zu einer Pendelbewegung des Trägheitskörpers 20, so wird bei einer ausreichenden Amplitude der Pendelbewegung die obere Auflagefläche 25 des Trägheitskörpers 20 an den In ¬ teraktionsabschnitt 45 des Auslösehebels 40 anstoßen und den Auslösehebel entlang der Pfeilrichtung P2 nach oben verschwenken, so dass der Sperrabschnitt 43 des Auslösehebels 40 in die Sperrbasis 60 eingreifen kann.

In den Figuren 8 und 9 ist ein Ausführungsbeispiel für das Pendellager 23 des Sensors 10 gemäß den Figuren 1 bis 3 bzw. für das Pendellager des Sensors 10 gemäß Figur 4 näher im De- tail gezeigt. Es lässt sich erkennen, dass der Trägheitskörper 20 in alle Richtungen schwenken kann. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 8 und 9 weist das Pendellager 23 konisch zusammenlaufende Seitenwände 23a auf. In der Figur 5 ist ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Sensor 10 gezeigt. Der Sensor 10 weist einen Trägheitskörper 20 mit einem unteren Pendelabschnitt 21 sowie einem oberen Pendelabschnitt 22 auf. Die beiden Pendelabschnitte 21 und 22 sind durch einen Kugelabschnitt 28 des Trägheitskörpers 20 voneinander getrennt. Der Kugelabschnitt 28 bildet mit einem zugeordneten Lager 100 ein Kugelgelenk 110, das den Trägheitskörper 20 schwenkbar lagert.

In der Figur 5 erkennt man darüber hinaus, dass der obere Pendelabschnitt 22 spitzförmig ist und eine obere Spitze 120 aufweist. Im Falle einer Pendelbewegung des Trägheitskörpers 20 wird die obere Spitze 120 entsprechend mitpendeln.

Die Figur 6 zeigt den Sensor gemäß Figur 5 in einer dreidi- mensionalen Darstellung. Man erkennt, dass der Sensor 10 einen schalenförmigen Auslösehebel 40 aufweist, der mit einem Schalenabschnitt 48 ausgestattet ist. Die Formgestaltung des Schalenabschnitts 48 ist an die Formgestaltung der Spitze 120 des Trägheitskörpers 20 angepasst, so dass im Falle einer Pendelbewegung des Trägheitskörpers 20 der schalenförmige Auslösehebel 40 ausgelenkt und der Sperrabschnitt 43 in Ein ¬ griff mit der Sperrbasis 60 gebracht werden kann.

Die Figur 7 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel für einen Sensor 10. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Träg ¬ heitskörper 20 mit einem Kugelabschnitt 28 ausgestattet, der von einem Lager 100 gehalten wird. Der Endabschnitt 24 des oberen Pendelabschnitts ist tellerförmig ausgestaltet. Die

Formgestaltung des Auslösehebels 40 ist an die Tellerform des Endabschnitts 24 angepasst: So weist der Auslösehebel 40 ei ¬ nen topfförmigen Abschnitt 49 auf, in den der tellerförmige Endabschnitt 24 eingreift.

Kommt es im Falle einer Änderung der Fahrzeugbeschleunigung zu einer Pendelbewegung des Trägheitskörpers 20, so wird die dadurch hervorgerufene Pendelbewegung des tellerförmigen Endabschnitts 24 zu einem Auslenken des Auslösehebels 40 führen, so dass ein Sperrabschnitt 43 des Auslösehebels 40 in eine Sperrbasis 60 eingreifen kann.

In der Figur 7 lässt sich erkennen, dass der topfförmige Abschnitt des Auslösehebels 40 eine zumindest näherungsweise plane Grundfläche aufweist, die im Ruhezustand des Trägheits ¬ körpers 20 relativ zur oberen Auflagefläche 25 des Trägheits ¬ körpers 20 winkelig ausgerichtet ist. Bezugs zeichenliste

10 Sensor

20 Trägheitskörper

21 unterer Pendelabschnitt

22 oberer Pendelabschnitt

23 Pendellager

23a Seitenwände

24 Endabschnitt

25 Auflägefläche

28 Kugelabschnitt

30 Halteelement

31 erster Abschnitt

32 zweiter Abschnitt

33 dritter Abschnitt

40 Auslösehebel

41 Schwenklager

42 Auflägeabschnitt

43 Sperrabschnitt

45 Interaktionsabschnitt

48 Schalenabschnitt

49 topfförmiger Abschnitt

50 Pendeleinheit

60 Sperrbasis

70 Gehäuse

90 Anschlag

100 Lager

110 Kugelgelenk

120 Spitze

a Abstand

P Pendelbewegung

PI Schwenkrichtung

P2 Pfeilrichtung